Alte Wasserspritzen aus dem Magazin geholt | Der Landanzeiger
Die Feuerwehr-Oldies besuchen sich gegenseitig, von Austausch und Materialhilfe leben die Vereine, die Safenwiler in blauen Shirts und die Kirchleerauer in grünen hinter der Kirchleerauer Handdruckspritze von 1875.
Leerber «Füürwehr»-Museum

Alte Wasserspritzen aus dem Magazin geholt

Das Leerber «Füürwehr»-Museum der Feuerwehr-Oldies Leerb im alten Spritzenhaus öffnete an zwei Tagen seine Tore.

1898 erbaut, wurde das alte Kirchleerauer Spritzenhaus an der Dorfstrasse 46 mit einer Ausstellungsfläche von 80 Quadratmetern über vier Jahre aufwendig restauriert. Bis Ende des Jahres soll auch das Obergeschoss zu Ausstellungszwecken hergerichtet sein. Alte Feuerwehrutensilien, Uniformen, Helme und andere Gerätschaften wandern nach oben. Für die grossen Ausstellungsstücke ist dann mehr Platz im Magazin. Bis 1976 erfüllte es seinen ursprünglichen Zweck, jetzt ist das «Alte Sprützehus» der Stolz der Leerber Feuerwehr-Oldies.

Gern führten Adrian Huwiler und Gérald Magnin die drei Meter lange Klappleiter einer Flughafenfeuerwehr vor oder erklärten den Gebrauch tragbarer Handdruckspritzen auch dem jüngsten Feuerwehrnachwuchs, Wasser zieht Kinder magisch an. Magisch angezogen wurde auch der Feuerwehrverein Safenwil. Mit ihrem feuerroten Prunkstück, einem achtplätzigen Packard, Baujahr 1928, der im Jahr 1949 zu einem Einsatzfahrzeug umgebaut wurde, fuhren sie ohne «tatü-tata» vor. Der Austausch unter den Feuerwehr-Oldies ist wichtig, denn ein benötigtes Ersatzteil könnte beim benachbarten Verein nutzlos herumliegen. Wie bei Einsätzen zu früheren Zeiten auch, hilft man sich gegenseitig aus. Dass gemeinsam die Kirchleerauer Handdruckspritze von 1875 betätigt wurde, versteht sich von selbst. Die Moosleerauer aus dem Jahr 1888 war am anderen Tag dran. Von Zeit zu Zeit müssen sie benutzt werden, um ihre Funktionstüchtigkeit zu erhalten.

Interessierte Gruppen können sich zur Besichtigung des Museums unter oldis@feuerwehr-leerau.ch bei den «Museumswächtern» melden.

Text & Bild: Alfred Weigel
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