Völlig state-of-the-art im neuen Look | Der Landanzeiger
Einen starken ersten Eindruck hinterlassen ist wichtig – das gelingt dem Suzuki S-Cross AWD sehr gut.
Suzuki S-Cross AWD

Völlig state-of-the-art im neuen Look

Nach dem Rundum-Styling präsentiert sich der neue Suzuki S-Cross erwachsen und voll cooles SUV. Ein Auto, das viel für seinen Preis liefert.

Noch ist Suzuki nicht total unter Strom – aber fast. Präsident Toshihiro Suzuki sagt: «2025 bringen wir unser erstes rein elektrisches Modell. Aber schon heute sind alle unsere Autos als Mild-Hybride elektrifiziert. Nächstes Jahr bauen wir unser Angebot an Vollhybrid- Modellen aus». Erst kommt der Vitara, ein bisschen später der S-Cross. Letzterer, um den es hier geht, präsentiert sich jetzt als stylisches, gut ausgerüstetes, allradgetriebenes und viel Platz bietendes SUV mit Mild-Hybrid. Eine Stärke des Japaners ist sein Preis-Leistungsverhältnis. Ab rund 30’000 Franken geht es bereits los mit Allrad. Je nach Motorisierung, Ausstattungslinie und Schaltgetriebe geht es bis 38’490 Franken . In der Ausstattung Compact Top Hybrid mit Automatik kriegt man dann tatsächlich ein top ausgestattetes SUV u.a. mit Navi, Keyless, LED-Licht oder ein 360-Grad- Kamera. Und eben Allrad, was viele Mitbewerber in der Liga nicht bieten können. Wetten, dass sich da manch eine oder einer bei der ersten Probefahrt sagt: «Wau, hätte nie gedacht, dass das ein Suzuki ist». Dieser neue S-Cross ist in dem Sinn auch Image- Botschafter.

Optisch ist der S-Cross vom Vorgänger kaum wiederzuerkennen. Vom Pummelchen zum Blickfang quasi. Wie nach einer Vollgas-Stilberatung und vorausgehendem Fitnessprogramm steht er jetzt da. Eben noch unscheinbar, jetzt auffällig hübsch. Der schwarze Kühlergrill z. B. und die Lichtsignatur wirken dynamisch und kraftvoll. Eine klare Aufwertung, selbst wenn Schönheit immer im Auge des Betrachters liegt.

Nix oldschool
Im Cockpit finden sich noch zahlreiche Rundinstrumente, Knöpfe und weniger digitalen Anzeigen. Oldschool ist das freilich nicht, zweifellos aber benutzerfreundlich. Der neue View-Knopf z. B. ist cool – einmal draufgedrückt eröffnet sich eine Ansicht 360-Grad-Ansicht des Autos von oben. Aus der Drohnenoptik aufgenommen quasi. Dienlich etwa um sich beim Einparken zu orientieren. In der besseren der beiden Ausführungen Compact+ und Compact Top ist ein Multimediasystem mit 9-Zoll-Touchscreen inkludiert. An Assistenzsystem gibt es das volle Repertoire dessen, was man halt so ständig braucht oder brauchen könnte. Einen adaptiven Tempomat mit Stauassistent z. B., Verkehrszeichenerkennung und Ausparkassistent, Spurhalteassistent, Spurleitassistent usw. Sinnvoll ist auf jeden Fall die Smartphone-Anbindung über Apple CarPlay oder Android Auto, die kabellos möglich ist. Ist das Handy erst mal dran, hast Du nur noch Fun. Sozusagen. Die Rundumsicht ist dank der grossen Fenster prima. Mit dem grossen Panoramadach auch himmelwärts. Über reichlich Platz kann sich Mann, Frau und Kind ebenfalls nicht beschweren.

Flott dank Booster
Für den Antrieb sorgt vorerst ein 1,4-Liter- Turbo-Vierzylindermotor, genannt Boosterjet, mit 129 PS (95 kW) und 235 Nm Drehmoment. Dieser ist an ein Mildhybrid-System gekoppelt, das beim Bremsen Energie in die 48-Volt-Batterie speist, und beim Beschleunigen via Elektro-Boost unterstützt. So wird u. a. Sprit gespart und es geht beim Beschleunigen einen Tick flotter vorwärts als ohne E-Support.

Den Verbrauch gibt Suzuki mit 5,3 (Handschalter mit Frontantrieb) bis 6,1 Liter (Allrad mit Automatik) an. Im Test lagen wir mit Automatikgetriebe bei rund 6,6 Litern. Fahrdynamisch sind die vier Modi (Auto, Sport, Snow und Lock) per Drehregler einstellbar. Im Sportmodus ist die Beschleunigung auf jeden Fall massiver, als man das gemeinhin erwarten würde. Hier hilft eben der Elektromotor, indem er zusätzliches Drehmoment (max. 235 Nm) zur Verfügung und damit auch die Ansprechverzögerung ausgleicht. Heisst, der Tritt aufs Gas wird flugs erwidert. Mit bis 195 km/h geht im Vollgalopp die Post ab. Das Verhalten in Kurven und bei Ausweichmanövern ist absolut ok. Seekrank wird niemand und blaue Flecken gibt’s auch nicht. Heisst: Die Komfortdämpfung ist weder zu weich noch zu hart. Eine Sportskanone für die letzte Rille will der S-Cross ja nun wahrlich nicht sein. Gott bewahre – das wäre ja wie Madonna im Musikantenstadl. Vorstellbar, aber nicht echt stimmig. Für die Sicherheit gibt es u.a. Knautschzonen zur Aufnahme der Aufprallenergie, eine Rahmenstruktur zur effektiven Verteilung dieser Energie sowie eine besonders stabile Kabine. Dazu Front-, Seiten- und Vorhangairbags sowie ein Knieairbag für den Fahrer in Serie.

Der Suzuki S-Cross Allrad ist ein gemütlicher Typ. Ein cooler Kumpel, der hilft, den Alltag angenehmer zu meistern, und ein feiner Kollege, mit dem es Spass macht, die Freizeit zu verbringen.

Text: Michael Schenk | Bild: zVg
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