Kreisschulvorstand: «Eltern-Taxis helfen den Kindern nicht» | Der Landanzeiger
Elterntaxis sind in vielen Gemeinden ein Ärgernis, nicht nur in den Leerber-Gemeinden Moosleeraue und Kirchleerau.
Leerau

Kreisschulvorstand: «Eltern-Taxis helfen den Kindern nicht»

Der Kreisschulvorstand Leerau hat im neusten Nachrichtenbulletin der Gemeinden einen entsprechenden Aufruf publiziert.

Früher habe man auf dem Schulweg die Nachbarskatze gestreichelt, die Vögel singen hören oder eine kleine Schnecke beobachtet. «Früher war der Schulweg aufregend und spannend, heute ist er hektisch und gefährlich.» Zumindest sei das die landläufige Meinung, schreibt der Kreisschulvorstand Leerau. Aber: «Tatsächlich hat sich nur etwas verändert, es hat mehr Verkehr. Doch indem Sie Ihr Kind mit dem Auto zur Schule bringen, bewahren Sie es nicht vor möglichen Gefahren und sorgen auch nicht für weniger Verkehr», schreibt der Schulvorstand im Aufruf, der im neusten Nachrichtenbulletin der beiden Gemeinde publiziert wurde.

Für die Kinder sei der Schulweg als Lebenserfahrung wichtig; er trage zur körperlichen und geistigen Entwicklung bei. Leider habe auch in Kirchleerau und Moosleerau die Anzahl der Elterntaxis zugenommen. «Dieses erhöhte Verkehrsaufkommen vor der Schule gefährdet alle anderen Kinder, die zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs sind. Wir appellieren deshalb an Sie: Lassen Sie Ihre Kinder den Schulweg eigenständig zurücklegen – verzichten Sie auf Taxifahrten!» Der Aufruf schliesst mit dem Satz: «Wir möchten auf Kontrolleinsätze der Verkehrspolizei verzichten oder allfällige Halteverbote rund um die Schulhäuser vermeiden.»

Text: ZT | Bild: SHS
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