«Wir möchten allen die Möglichkeit geben, den Wald ganz nah zu erleben»

«Wir möchten allen die Möglichkeit geben, den Wald ganz nah zu erleben» | Der Landanzeiger

Vreni Friker, waren Sie heute schon im Wald?
Vreni Friker: Ja, ich bin sehr viel im Wald. Unser Hund ist mir dankbar, wenn ich ihn im Schatten ausführe. Zudem sammle ich immer noch Tannzapfen für das Tannzapfenwerfen am Waldfest. Die Kinder dürfen sich freuen.

Das grosse, einwöchige Jubiläumsfest 100 Jahre WaldAargau in Unterentfelden steht vor der Tür. Wie ist der Stand der Vorbereitungen?
Wir sind auf Kurs. Der Aufbau des Festgeländes hat am Montag, 8. August begonnen. Ich bin stolz auf mein Team. Eine gute Zusammenarbeit ist für den Erfolg jeder Organisation wichtig, zumal der Endspurt der Vorbereitungen immer viele Details zu Tage bringt, egal ob erwartet oder unerwartet. Die Mitglieder des OKs arbeiten nahezu professionell. Wir haben eine gute Aufgaben- und Rollenteilung gewählt, arbeiten Hand in Hand und helfen uns gegenseitig.

Wo sind Sie zurzeit noch stark gefordert?
Die Koordination der vielen verschiedenen Akteure ist eine grosse Herausforderung. Es sind aber viele Helferinnen und Helfer auf Platz, die uns beim Aufbau des Festgeländes sowie des Waldparcours, der 30 Erlebnisposten beinhaltet, tatkräftig unterstützen.

Wie und wo entstand die Idee, das Jubiläum so gross zu feiern und es unter das Motto «Wald ganz nah erleben» zu stellen?
Der Vorstand von WaldAargau führte einen Workshop durch, um das Ausmass der Jubiläumsfeierlichkeiten festzulegen. Es war sehr rasch klar, dass wir unser Jubiläum im Wald, «wo wir zu Hause sind», ausgiebig feiern möchten. Zudem bestand auch der Wunsch, den Aargauer Holzerwettkampf, welcher der grösste kantonale Wettkampf dieser Art in der Schweiz ist, in unsere Jubiläumsaktivitäten zu integrieren. Das Motto ist naheliegend. Wir möchten den Menschen die Möglichkeit geben, den Wald ganz nah zu erleben, indem wir ihnen die vielen verschiedenen Facetten aufzeigen.

Einer der Höhepunkte ist der Waldparcours mit 30 Erlebnisposten. Wie schwierig war es, die verschiedenen Themen zu finden und zu vereinen?
Die Ideen für die verschiedenen Posten reiften sehr schnell. Die grosse Herausforderung war vielmehr, die Standbetreuer zu finden, die sich eine ganze Woche lang Zeit nehmen, Tausenden von Interessierten ihr Fachwissen näherzubringen. Der Einsatz erfolgt mit viel Herzblut für das jeweilige Thema. Das macht das Ganze so authentisch. Nicht wenige nehmen Ferien für ihren Einsatz!

Sie haben Schulklassen eingeladen, direkt nach den Sommerferien den Waldparcours zu besuchen. Wie war der Rücklauf?
Wir sind sehr zufrieden! Es war uns ein grosses Anliegen, dass unsere Waldtage nicht mit einem anderen grossen Event am gleichen Wochenende stattfinden. Das ist uns bspw. im Hinblick auf das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest gelungen. Zudem werden am ersten Wochenende im September in Entfelden das 50-Jahr-Jubiläum der Jungschi Entfelden (CEVI) sowie dasjenige des Frei- und Hallenbads Entfelden ausgiebig gefeiert.

Was erhofft sich WaldAargau davon?
Persönlich bezeichne ich den Wald gerne als «grüne Lunge». Ich bin überzeugt, dass viele vor allem die frische Luft und auch die Ruhe im Wald geniessen, anderen dient er als Sportarena. Der Wald bietet aber nicht nur Erholung, sondern von der Wurzel bis zur Krone Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. Pilze und Moose siedeln am Boden, Flechten an seiner Rinde, Vögel im Stamm und in der Baumkrone. Wildschweine, Füchse und Rehe suchen Schutz in seinem Dickicht. Was von einem Baum abfällt, dient vielen Tieren als Behausung oder Nahrung. Der Wald ist auch Arbeitsplatz und liefert uns den Rohstoff Holz, welcher Wärme liefert und in der Holzbranche zu Möbeln verarbeitet oder in Holzbauten eingesetzt wird.

Wie reisen diese vielen Schulklassen an?
Die meisten Schulklassen reisen mit dem öffentlichen Verkehr an. Einzig die Gäste der ZEKA Baden, die mit Personen mit teils körperlichen Beeinträchtigungen anreisen und teilweise auf einen Rollstuhl angewiesen sind, fahren mit dem Bus an unsere Waldtage. Die örtlichen Schulklassen kommen zu Fuss oder mit dem Fahrrad.

Am Ende der Jubiläumswoche stehen drei Festtage mit einem riesigen und abwechslungsreichen Programm an. Auf welche drei Höhepunkte freuen Sie sich am meisten?
Ich freue mich auf alle musikalischen Highlights, sei dies von den örtlichen Vereinen oder den Bands wie ChueLee am Freitag- und azTon am Samstagabend. Ein besonderer emotionaler Moment wird die CD-Taufe «Waldsongs ganz nah erleben» sein. Weitere Höhepunkte des Anlasses sind der Holzerwettkampf sowie die Arbeit der Skulpturenschnitzer, die Erlebnisposten sowie der Waldgottesdienst.

Warum wurde ausgerechnet Unterentfelden und das Gebiet um das Waldhaus Lättweiher für das Fest ausgesucht?
Ein Anlass dieses Ausmasses muss verschiedene Anforderungen erfüllen. Für den Holzerwettkampf, das Festzelt, die Verpflegungsstationen sowie für die sanitären Anlagen ist eine Fläche von rund zwei Hektaren notwendig. Über 3000 Schülerinnen und Schüler werden die Waldtage besuchen. Zudem werden 10’000 bis 15’000 Gäste aus nah und fern den Wald ganz nah erleben. Daher ist eine gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz erforderlich. Aus diesen Überlegungen wurden drei Standorte in die engere Auswahl miteinbezogen. Aus der Beurteilung ging hervor, dass sich der Standort Eggacher, Unterentfelden, am besten für den Anlass eignet.

Sie haben ein Budget von einer Million Franken für das Fest. Wer bezahlt das Ganze?
Es ist mir ein Herzensanliegen, allen Partnern, Sponsoren und Gönnern herzlich zu danken. Wir dürfen auf wohlwollende Unterstützungen des Swisslos-Fonds, unserer Hauptsponsoren der Aargauischen Kantonalbank, der Eniwa AG sowie vom Migros Kulturprozent zählen. Hinzu kommen viele weitere Partner, auch im Bereich des öffentlichen Verkehrs sowie der Medien. Die Aargauer Waldtage werden sehr geschätzt, da es nicht ausschliesslich um «Jubel, Trubel, Heiterkeit» in einem Festzelt geht, sondern weil nebenbei viel Wissen vermittelt wird. Mit der Beschaffung des Waldmobils, welches Bestandteil unserer Jubiläumsaktivitäten ist, können wir unseren Sponsoren eine Nachhaltigkeit für die nächsten zehn Jahre gewähren. Das können nicht viele Events von sich behaupten. Wichtig ist zu wissen, dass wir über keine Defizitgarantie des Kantons verfügen. Zu guter Letzt muss unser Verband das Seinige dazu beitragen.

Und trotzdem ist das ganze Festangebot gratis.
Ja, wir freuen uns auf viele interessierte Gäste, die mit mir die Leidenschaft zum Wald teilen. Das ganze Angebot, inklusive Unterhaltung, ist gratis. Wir schätzen es aber, wenn Sie unser reichhaltiges kulinarisches Angebot geniessen werden. Und darum ruf ich auf: «Uf bald im Wald!»

Sie sind seit 2014 Präsidentin von WaldAargau. Wie kam es dazu, und was ist der Hauptgrund, dass Sie sich so intensiv für den Wald einsetzen?
Ich habe im Jahr 2013, in meiner Funktion als Grossratspräsidentin, mit grosser Freude die Einladung zur Mitgliederversammlung angenommen. Diese Teilnahme hatte Folgen wie keine andere (lacht). Ich wurde später kontaktiert und angefragt, ob ich mir ein Präsidium vom Aargauischen Waldwirtschaftsverband, wie unser Verband damals noch hiess, vorstellen könnte. Ich bin sehr urban, jedoch neben dem Wald aufgewachsen. Ich war von klein an mit meiner Mutter im Wald. Gleiches tat ich mit unseren Söhnen. Unser älterer Sohn lernte den Beruf des Forstwartes. Das Lesen der Arbeitsberichte brachte mir die Waldwirtschaft näher. Also nahm ich mit grossem Interesse und grosser Freude das Angebot an.

Der Wald ist bei der Bevölkerung sehr beliebt, trotzdem will niemand Geld in die Hand nehmen und die Dienstleistungen wie Pflege und Unterhalt bezahlen. Diese Rechnung geht nicht auf. Was fordert WaldAargau von der Politik und der Bevölkerung?
Jede Arbeit, die im Wald verrichtet wird, muss ein Preisschild haben. Die Erwartungshaltung der Bevölkerung an den Zustand der Waldstrassen und andere Infrastrukturen ist sehr gross. Man vergisst, dass die Waldstrassen ursprünglich für die Waldbewirtschaftung erstellt wurden. Es war nicht vorgesehen, dass diese als Reitparcours, Bike- oder Laufstrecke dienen sollen. Auch Feuerstellen sowie anderweitige Freizeiteinrichtungen und viele Parkplätze müssen bewirtschaftet werden. Das kostet alles Geld. Wir erwarten eine kostendeckende Entschädigung. Mit der Erarbeitung des Leistungskatalogs bieten wir den Forstbetrieben die notwendige Grundlage für die Diskussionen mit den politischen Vertretern.

Wie bringen wir aus Ihrer Sicht künftig die verschiedenen Interessen rund um den Wald und seine Nutzung am besten unter einen Hut?
Wir erwarten von allen Playern einen respektvollen Waldbesuch! «Höflichkeit ist eine Zier, es liebt sie auch das Waldgetier.» – könnte man dichten. Zwecks Sensibilisierung wurde der Wald-Knigge erschaffen. Dieser fordert die Waldbesuchenden auf, ein paar einfache Hinweise und Regeln zu beachten, damit es dem Wald und uns allen gut geht. Den Wald-Knigge gibt es als Flyer, als Plakat und als Video.

Was wünschen Sie sich für die nächsten 100 Jahre für den Wald und Wald-Aargau?
Ich wünsche mir, dass mehr Holzbauten mit Holz aus unseren eigenen Wäldern gebaut werden. Holz ist einer der wenigen nachwachsenden Rohstoffe in unserem Land. Es soll nicht nur für Lebensqualität in Form von Wärme, sondern auch fürs Wohnen dienen. Der Wald wird uns dank anderen Baumsorten, die hitzeresistenter sind, auch in Zukunft vor Naturgefahren schützen und sauberes Trinkwasser liefern. Die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Försterverband, JagdAargau und anderen verwandten Interessenverbänden soll aufrechterhalten werden.

Eine Frage zum Schluss: Wenn Sie ein Baum wären, was wäre das für einer?
Ich wäre gerne eine Traubeneiche. Sie zählt zu den resilienten Bäumen, die gut mit den steigenden Temperaturen zurechtkommen.

Wald-Knigge: Zehn Tipps für einen respektvollen Waldbesuch.

Alle Infos zu den Waldtagen in Unterentfelden auf einen Klick.


Zur Person

Vreni Friker-Kaspar
Alter: ü60
Erlernter Beruf: Kauffrau
Tätigkeiten: Präsidentin WaldAargau und Geschäftsstellenleiterin Aargauischer Zivilschutzverband
Zivilstand: verheiratet
Aufgewachsen in: Schlieren/ZH
Lebt in Oberentfelden seit: 1989
Das mag sie: Geselligkeit mit Familie und Freunden
Das mag sie weniger: Ungerechtigkeit und Missgunst
Diesen Wunsch möchte sie sich noch erfüllen: Den Jakobsweg bis Santiago de Compostela – oder noch besser bis Finisterre – zu Ende marschieren.


Aufklärung und Prävention ist weiterhin nötig

Aufklärung und Prävention ist weiterhin nötig | Der Landanzeiger

«Es gab im Vergleich mit dem Vorjahr im Bereich der Aargauer Schulanlagen deutlich weniger Geschwindigkeitsübertretungen. Doch: Wir mussten kantonsweit 337 Bussen aussprechen, weil Motorfahrzeuglenkerinnen oder -lenker Fussgängern am Zebrastreifen den Vortritt verweigert haben. Das ist eindeutig zu viel», zog René Lippuner, Chef der Regionalpolizei Zurzibiet und Präsident der Aargauer Regionalpolizeien (VAG) vor einem Jahr eine gemischte Bilanz zur traditionellen, zwei Wochen dauernden «Aktion Schulbeginn». Besonders nachdenklich hat ihn gestimmt, dass von diesem rücksichtslosen Verhalten primär am Zebrastreifen stehende Schulkinder betroffen gewesen sind.

Prävention mit sichtbarer Präsenz an gefährlichen Stellen
Die Erfahrung zeigt, dass die Präventiv-Aktion Schulbeginn der Aargauer Regionalpolizeien Sinn macht und nach wie vor nötig ist. Entsprechend wird sie auch dieses Jahr durchgeführt. Von Montag, 8. August bis Freitag, 19. August 2022 werden die Repols an gefährlichen Stellen (Kreuzungen und Übergänge) sichtbare Präsenz markieren. Weiter werden wie in den Vorjahren im Bereich von Kindergärten und Schulanlagen Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt sowie bei den Fussgängerstreifen das Vortrittsrecht überwacht.

Am Montag machten sich kantonsweit wieder mehrere hundert Kinder erstmals auf den Weg in den Kindergarten und für ebenso viele begann die reguläre Schulzeit. «Kinder sind erst ab einem Alter von 10 bis 12 Jahren fähig, die Geschwindigkeit und die Distanz von sich nähernden Fahrzeugen einzuschätzen. Und erst im Alter von acht bis neun Jahren können sie zuverlässig bestimmen, woher bestimmte Geräusche kommen sowie ein Bewusstsein für Gefahren entwickeln. Für die erwachsenen Verkehrsteilnehmer ist in den nächsten Wochen deshalb erhöhte Vorsicht und – vor allem – Rücksicht angesagt», erklärt Daniel Ringier, Leiter Abteilung Sicherheit der Stadt Aarau und Vizepräsident des VAG.

Auch dieses Jahr sollen erwachsene Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer daneben wieder mit Plakaten auf den Schulbeginn aufmerksam gemacht und zu erhöhter Vorsicht gemahnt werden. Der VAG ruft auch erneut den Grundsatz des Verhaltens vor Fussgängerstreifen in Erinnerung: «Der Leitsatz ‹Rad steht – Kind geht› hat sich bewährt. Wir bitten die motorisierten Verkehrsteilnehmer, diesem nachzuleben und keinesfalls vor Fussgängerstreifen lediglich das Tempo zu verlangsamen und Zeichen zu geben. Damit würde man die Kinder verwirren. Sie sind darauf getrimmt, erst loszulaufen, wenn die Autos vor dem Fussgängerstreifen angehalten haben», sagt Daniel Ringier.

Die Eltern, erklärt der VAG-Vizepräsident weiter, stünden ebenfalls in der Pflicht: «Sie sind von unseren Verkehrsinstruktorinnen und -instruktoren an Informationsabenden und mit entsprechenden Briefen mit der Problematik vertraut gemacht worden. Wir erachten es als wichtig, dass sie ihre Kinder nicht in Watte packen, sondern nach einer entsprechenden Anleitung den Schulweg allein erleben lassen. Nur so können sie möglichst rasch einen Sinn für die Gefahren entwickeln und sich an den Strassenverkehr gewöhnen.» Gar nichts halten die Fachleute von Elterntaxis: «Wir bitten die Eltern dringend, auf solche Transporte zu verzichten. Die Erfahrung zeigt, dass den Kindern damit kein Dienst erwiesen wird. Im Gegenteil: Die Gefährdung vor Schulen und Kindergärten wird durch Elterntaxis meist noch massiv erhöht.» Die Bilanz der Aktion vom Jahr 2021 zeigt, dass in diesem Bereich weiterhin Aufklärungs- und Handlungsbedarf besteht.

Sensibilisierung steht im Vordergrund
Bei der Aktion Schulbeginn gehe es nicht darum, Bussen zu verteilen, erklären die Regionalpolizeien. Klar müsse und werde bei festgestellten Geschwindigkeitsübertretungen und anderen Verstössen gebüsst. Primär gehe es jedoch um die Prävention. Man wolle den Kindern in den ersten Tagen auf ihrem Schulweg die nötige Hilfestellung bieten und anderseits mit erhöhter Präsenz die erwachsenen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer für die erhöhten Gefahren sensibilisieren. Die Polizei will einerseits auf die Kinder helfend Einfluss nehmen und sie auf die Gefahren im Strassenverkehr hinweisen. Andererseits sollen rücksichtslose Motorfahrzeuglenker zur Rechenschaft gezogen und zu vernünftiger Fahrweise angehalten werden.

Weiter werden die Patrouillen auch die rad- und mofafahrenden Schüler auf ihrem Schulweg überwachen und bei krassen Übertretungen zur Rechenschaft ziehen. Ebenfalls kann die Ausstattung der Zweiräder überprüft werden.

Selbstständigkeit, Individualität und Lebensqualität für die Senioren

Selbstständigkeit, Individualität und Lebensqualität für die Senioren | Der Landanzeiger

Ein kurzer Weg, um in die Stadt zu gelangen, die Bushaltestelle direkt vor der Haustüre, kaum Verkehr und auch das Naherholungsgebiet ist wirklich nah. Dann ist da noch die wunderbare Gartenterrasse mit Blick über die Altstadt, den Schachen bis in den Jura – eine wunderschöne, ruhige Idylle im Aarauer Zelgliquartier. Die gute Lage des Seniorenzentrums auf Walthersburg ist nur einer der Gründe, weshalb seine Bewohnerinnen und Bewohner so gerne hier wohnen. «Selbstständigkeit, Individualität und Lebensqualität – darauf legen wir sehr viel Wert», sagt Karin Frey, Geschäftsführerin des Seniorenzentrums auf Walthersburg. «Es ist uns ein Anliegen, dass die Seniorinnen und Senioren so lange wie möglich selbstständig leben können und dass wir ihre Gesundheit, ihr Wohlbefinden und ihre Selbständigkeit unterstützen und erhalten. Das wird von den Seniorinnen und Senioren auch sehr geschätzt.»

Sein eigenes Reich gestalten
29 Wohnungen sind es insgesamt. Zur Verfügung stehen 21 Zweieinhalb-Zimmer-Wohnungen, 7 Dreieinhalb-Zimmer- Wohnungen und eine Ein-Zimmer- Wohnung, die alle rollstuhlgängig sind. Die Wohnungen sind das eigene Reich der Bewohnerinnen und Bewohner. Dank dem offenen Grundriss der Räume bieten sich viele Freiheiten zur individuellen Gestaltung mit der persönlichen Einrichtung. Küche und Bad sind funktionell und übersichtlich ausgestattet.

Ein eigenes Kellerabteil, Waschautomat und Wäschetrockner stehen im Untergeschoss zur Verfügung. Es gibt auch einen Wäscheservice für die Seniorinnen und Senioren. Auf Wunsch können sogar Tiefgaragenplätze und Bastelräume gemietet werden. Jede Wohnung enthält ein praktisches Reduit als Stauraum. Während die Parterrewohnungen über Gartensitzplätze verfügen, haben die Wohnungen in den oberen Stockwerken Balkone.

In einer der Erdgeschosswohnungen hat sich eine Bewohnerin 2020 ihren Traumgarten gestalten lassen. Ein grünes Paradies mit bunten Blumen, Kakteen und einem plätschernden Brunnen. Sie schätzt die Freiheit und individuellen Gestaltungsmöglichkeiten sehr. Ein paar Türen weiter wohnt Lis Wehrli. Auch sie fühlt sich richtig wohl auf der Walthersburg. Sie schätzt den guten, freundschaftlichen Kontakt mit dem Leitungsteam und dem gesamten Personal sehr. «Ich fühle mich hier wohl und bin sehr zufrieden», sagt sie.

Selbstständigkeit, Individualität und Lebensqualität für die Senioren | Der Landanzeiger
Zu Besuch bei Bewohnerin Lis Wehrli.
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Das öffentlich zugängliche Restaurant.

Alles vor Ort
Auf der Walthersburg geht immer etwas: Spiele, Singen, Sport und sonstige Freizeitaktivitäten werden regelmässig im Haus angeboten. Am Dienstag fährt der Milchexpress vor, bei dem die Bewohnerinnen und Bewohner einkaufen können, am Freitag ist es der Beck Maier, am Donnerstag ist der Coiffeursalon offen. Man muss also nicht mal unbedingt in die Stadt, um Lebensmittel einzukaufen. Zudem verfügt die Walthersburg auch über ein eigenes Restaurant, das öffentlich zugänglich ist.

Eine Inhouse-Spitex ist für die Seniorinnen und Senioren während 24 Stunden über einen Notfallrufknopf erreichbar und auch die Hauswartung ist vor Ort, was das selbstständige Wohnen weiter unterstützt. Insgesamt arbeiten 25 Personen im Seniorenzentrum.

Freie Wohnungen verfügbar
Das Seniorenzentrum auf Waltherburg ist eine Genossenschaft, die nicht gewinnorientiert ist. Die Stadt Aarau ist Eigentümerin der Liegenschaft. «In der Bevölkerung besteht noch immer der Eindruck, dass sich nur die «Reichen» das Leben auf der Walthersburg leisten können. Das ist nicht der Fall», ist es Karin Frey wichtig klarzustellen. Vor drei Jahren wurden die Preise zum letzten Mal angeglichen. «Wir sind bei den Preisen auf dem gleichen Niveau wie ähnliche Institutionen.»

Momentan leben 28 Seniorinnen und Senioren auf der Walthersburg. Derzeit hat es noch 2½- und 3½ Zimmer-Wohnungen mit Balkon oder Gartensitzplatz frei.

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Die Gartenterrasse mit wunderbarem Ausblick.

Seniorenzentrum auf Walthersburg

Walthersburgstrasse 3
5000 Aarau
Telefon 062 832 02 02
info@seniorenzentrum.ch
www.seniorenzentrum.ch

Viel Betrieb an der Uerkner Beach

Viel Betrieb an der Uerkner Beach | Der Landanzeiger

Spannende Auseinandersetzungen gehören zum Turnier im Uerkner «Sandkasten». Aus zwei Gruppen erreichten die zwei besten Teams das Halbfinale. Gespielt wurde auf einen Satzsieg bis 21, nach 13 Minuten Spielzeit war Schluss. Die Begegnungen verliefen fair und mit Respekt vor dem Gegner. Erfreulich, dass auch Mixed Teams teilnahmen. Das Team «uf Wish bstellt» mit drei Damen und drei Buben schlug sich tapfer.

Das Publikum war ausser Rand und Band, als Geheimfavorit «Rogle» im Halbfinale auf das junge Team «Serial Chillers» aus Zofingen traf. Zuschauern munkelten, dass es hart für den Geheimfavoriten werden würde, da sich die vier Herren zuvor am Grill noch reichlich mit Wurstwaren eingedeckt hatten. Nichtsdestotrotz setzte sich «Rogle» am Ende gegen «Serial Chillers» in zwei Sätzen durch.

Das Finale war nichts für schwache Nerven. Nach 30 gespielten Minuten, einer kurzen Trinkpause und dem Seitenwechsel setzte sich «Achtung Ball» gegen «Capi’s» entscheidend durch. Beide mit zwei Spielern angetretenen Teams starteten ausgeglichen. Im weiteren Spielverlauf arbeitete sich «Capi’s» einen respektablen Vorsprung heraus, doch die «Achtung Ball»-Akrobaten drehten auf. Am Ende stand ein unangefochtener Sieg mit komfortablem Vorsprung für Robby Krauss und Manu Luder zu Buche. Das Finale zeichnete sich durch enormen Einsatz auf beiden Seiten aus. Angriffe mit scharf geschlagenen Bällen wurden meistens mit einem Punkt belohnt, doch auch mancher spektakuläre Ball durch einen schnell reagierenden Block abgewehrt.

Die gute Atmosphäre am Uerkheimer Beachvolleyballturnier ist immer auch ein Verdienst des Organisationsteams und des fachkundigen Publikums. Mit Applaus für spektakuläre Aktionen sparte es nicht. Das stellte auch Cheforganisator Marc König zufrieden, der im Team «Hajde Brünus» zwischenzeitlich auch mit dem Sand in Berührung kam.

Fünf Kränze als Zielvorgabe

Fünf Kränze als Zielvorgabe | Der Landanzeiger

Ein Blick auf die Selektionen der Nordwestschweizer zeigt keine grossen Überraschungen. Die in Brugg verletzungsbedingt abwesenden Tobias Widmer und Lars Voggensperger wurden erwartungsgemäss selektioniert. Als Leader steigen die Eidgenossen Nick Alpiger, Joel Strebel, Patrick Räbmatter und David Schmid ins ESAF-Rennen.

Blickt man auf die Selektionsliste ist auffallend, dass nicht weniger als sieben Schwinger 20 Jahre und jünger sind. Weitere neun Schwinger sind noch nicht älter als 25 Jahre. Das unterstreicht, dass in der Nordwestschweiz in der Jugendarbeit Gutes geleistet wurde in den vergangenen Jahren.

«Wir wollen uns in Pratteln als Team präsentieren und fünf Kränze gewinnen», lautet die Zielvorgabe von Verbandspräsident Michael Saner. Alle selektionierten Schwinger haben in diesem Jahr mindestens einen Kranz gewonnen. Im Fall von Simon Schmutz war der Teilverbandskranz in Brugg gar der erste der Saison. Er hat sich damit im letzten Moment noch qualifiziert.

Folgende Schwinger aus dem «Landanzeiger»-Gebiet haben ein ESAF-Aufgebot erhalten (In alphabetischen Reihenfolge): Hermann Oliver (Wohnort: Erlinsbach/Schwingklub: Aarau). Hügli Kaj (Attelwil/Aarau). Lüscher Sinisha (Uerkheim/Olten-Gösgen). Räbmatter Patrick (Uerkheim/Zofingen). Reinhard Pirmin (Attelwil/Aarau). Roth Jan (Erlinsbach/Aarau). Roth Tim (Erlinsbach/Aarau). Vieira Tiago (Buchs/Aarau). Widmer Tobias (Kölliken/ Aarau).

Weitere Aargauer Schwinger haben ein ESAF-Aufgebot: Alpiger Nick (Seon/Lenzburg). Döbeli Lukas (Sarmenstorf/ Freiamt). Joho Pascal (Sarmenstorf/ Freiamt). Joho Phillip (Sarmenstorf/ Freiamt). Leuthard Reto (Merenschwand/Freiamt). Ruegger Aaron (Rothrist/Zofingen). Schmid David (Wittnau/Fricktal). Schmid Samuel (Wittnau/Fricktal). Schwegler Dominik (Gebenstorf/Baden-Brugg). Strebel Joel (Aristau/Freiamt).

Einzigartiger Antrieb für den Crossover-Bestseller

Einzigartiger Antrieb für den Crossover-Bestseller | Der Landanzeiger

Der Nissan Qashqai setzt erneut Massstäbe im Crossover-Segment: Mit der neuen e-Power Technologie hält jetzt ein innovatives elektrifiziertes Antriebssystem Einzug in den Pionier.

Der Qashqai ist das erste Nissan Modell in Europa mit dem e-Power Antrieb. Das exklusive Nissan System ist ein zentraler Baustein in der Elektrifizierungsstrategie des Unternehmens und bietet ein direktes, effizientes und leises Fahrerlebnis.

«Die Einführung des innovativen e- Power Antriebssystems im Qashqai bringt noch mehr Pioniergeist in das Crossover-Segment. Die Kunden werden das Gefühl lieben, ein Elektroauto zu fahren, ohne aufladen zu müssen. e-Power öffnet die Türen zum vollelektrischen Fahren und ist ein wichtiger Meilenstein in der Elektrifizierungsstrategie von Nissan», erklärt Arnaud Charpentier, Vice President Product Strategy & Pricing für die Nissan AMIEO-Region.

Qashqai e-Power: Elektrisch ohne Ladekabel
Das e-Power-System kombiniert einen 1,5 Liter grossen und 116 kW/158 PS starken Dreizylinder-Turbobenziner mit variablem Verdichtungsverhältnis mit elektrifizierten Komponenten. Hierzu gehören eine Hochleistungsbatterie, ein Generator, ein Wechselrichter und ein 140 kW/190 PS starker Elektromotor, der in ähnlicher Grösse und Leistung in den Nissan Elektrofahrzeugen zum Einsatz kommt. Der Benziner erzeugt Strom, der je nach Fahrsituation über den Wechselrichter an die Batterie, den Elektromotor oder an beide fliesst. Das Besondere an diesem Konzept: Die Räder werden stets durch den sofort und linear ansprechenden Elektromotor angetrieben. Darin unterscheidet sich dieses Antriebssystem von herkömmlichen Hybridfahrzeugen, bei denen die Kraft teilweise vom Verbrenner kommt.

Ein schicker, französischer Kombi

Ein schicker, französischer Kombi | Der Landanzeiger

Trotz SUV-Boom: Die Abteilung «Kombi», zu der auch der Peugeot 308 SW Hybrid gehört, macht in Europa immer gut ein Viertel aller Neuwagen aus. Der Franzose vermittelt nicht nur einen sehr schicken und sportlichen Eindruck, er hält auch, was er verspricht. Der Peugeot 308 PHEV 225 ist fraglos ein Hingucker. Die Karosserie streckt sich auf 4,64 m, kurz die Überhänge, beinahe Sportwagen-like lang die Motorhaube. Frontal zentral prangt das neue Logo der Löwenmarke, seitlich der Hauptscheinwerfer bohren sich die Fangzähne der Tagfahrleuchten scheinbar den Asphalt, und das Heckfenster beschirmt ein sportlicher Dachspoiler.

Individuelle Tasten
Die Instrumente mit 3D-Effekt sind eine hübsche Spielerei. Zudem macht das Peugeot-typische Cockpit (man guckt über statt durch das Lenkrad auf Instrumente) ein Head-up-Display überflüssig. Ins Fahrerdisplay lässt sich eine spacig-schwebende 3D-Darstellung einspielen, vor allem aber ist die ehemalige «Gebissleiste» – eine Schlange von Kippschaltern, durch grosse Sensortasten ersetzt worden, die coolerweise frei belegbar sind. Die Handhabung des intuitiv aufgebauten Infotainments folgt der des Smartphones – Wischen, Touchen, Sliden also. Die Sprachsteuerung reagiert auf den Zuruf «OK Peugeot», versteht mündliche Befehle aber sosolala … Der 308 Hybrid ist mindestens an die zweithöchste Ausstattungsstufe «GT» gebunden. Darüber hinaus, was schon die einfacheren Levels mitbringen – etwa Aluräder, Zweizonen-Klimaautomatik, Ambientelicht, Fernlichtassistent, Verkehrszeichenerkennung, Rückfahrkamera mit 180-Grad-Umgebungsansicht, Ausparkassistent, Adaptivtempomat, Totwinkelassistent – gehören dann noch das 3D-Kombiinstrument, Matrix-Scheinwerfer, Lenkradheizung sowie ein Luftqualitätssystem zum Lieferumfang. Das Topmodell «GT Pack» bietet ausserdem den ergonomischen Komfort-Fahrersitz, Massageund Heizfunktion für beide Vordersitze, eine sensorgesteuerte Heckklappe sowie den Spurpositionierungsassistenten. Bei einem Preis ab weniger als 40ʼ000 Franken ergibt sich ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Der Platz vorn ist auf jeden Fall ausreichend. Empfehlenswert ist der elektrisch verstellbare und mit ausziehbarer Oberschenkelauflage bestückte ergonomische Komfortsitz, der das Gütesiegel der Aktion gesunder Rücken (AGR) trägt – Massagefunktion inklusive. Hinten gibt es etwas weniger Spielraum für Knies und Köpfe, aber in der Regel passts … Das Ladevolumen von 548 bis 1574 Liter reicht locker für Kinder, Kegel, Koffer, Badesachen usw. Die Lehnen der dreigeteilten und ausstattungsabhängig mit praktischer Durchlademöglichkeit versehenen Rücksitzbank lassen sich vom Heck aus umklappen, so entsteht eine ebene Ladefläche. Das Frachtgut wird über eine wunderbar niedrige Ladekante ins Gepäckabteil gehieft.

Auf Komfort getrimmt
Ausser den zwei Hybridvarianten (180 oder 225 PS) gibt es auch Benzin- und Dieselmotorisierungen und ab 2023 auch eine rein elektrische Variante. Im Hybrid tut ein 1,6-l-Vierzylinder-Benziner mit 133 kW/181 PS Dienst. Sein Kamerad ist ein Elektromotor mit 81 kW/ 110 PS. Daraus resultiert eine Systemleistung von 225 PS. Als Stromspender dient eine Lithium-Ionen-Batterie mit 12,4 kWh. Rein elektrisch gegen bis zu 60 km, das ist gut. Fahrdynamisch ist der 308 ist ganz französisch auf Komfort getrimmt. Schliesslich gehört das zum Savoir-vivre. Nicht, dass er keine Kurven fressen könnte oder wie ein Dampfer auf hoher See schaukeln würde, nein, gar nicht. Aber der Charakter ist eben bequem. Auch die Lenkung ist spassig – v. a. auf «Sport». Mithilfe dreier Modi kann Mann und Frau entscheiden, wie er es angehen lassen will – betont sportlich (Sport), rein elektrisch oder im Hybrid- Mode, der dann die jeweils passende Antriebsform selber auswählt. Zu den Möglichkeiten des Infotainments gehört auch der e-Save-Modus, mit dem sich elektrische Reserven – gestaffelt nach Kilometern – für später aufsparen lassen. Und über die «B»-Taste ist eine extrastarke Rekuperation zu aktivieren.

Vorab im Hybrid-Modus bewegt, kann man mit rund 3 Litern durchkommen. Aber eben – sehr diszipliniert nachgeladen, fast nur elektrisch gefahren. Im Mix mit reinen Verbrennerphasen etwa auf der Autobahn werden es dann schon um die 7 Liter. Der Plug-in-Hybrid lädt einphasig mit bis zu 3,7 kW. Für den Aufenthalt an der 1,8-W-Haushaltssteckdose bedeutet das 7 Stunden, 5 Minuten – über Nacht ist die Batterie also voll aufladbar. An der Wallbox dauert es nur 3 Stunden 50 Minuten. Ein 7,4-kWOnboard-Charger verkürzt die Ladezeit an der Wallbox auf 1 Stunde 55 Minuten, kostet allerdings Aufpreis. Schnellladen ist, wie bei den meisten Plug-in- Hybriden, nicht möglich.

«Im Schnitt 51 Jahre alt, 78% sind viel unterwegs, 83% männlich, leben zu 85% als Paar und 30% haben Kinder», sagt Projektmanagerin Agnès Tesson-Faget über die typischen Käufer einer Peugeot 308. Allein, gerade einer jungen, dynamischen Familie steht dieses Auto auch sehr gut an.