Mit mehrminütiger Ovation verabschiedet

Mit mehrminütiger Ovation verabschiedet | Der Landanzeiger

Mit Kurt «Kürtu» Aeberhard wurde in Holziken ein Mitarbeiter in die Pension verabschiedet, dessen Treue zur Gemeinde wohl kaum so schnell zu toppen sein wird. Er arbeitete 50 Jahre in und für die Gemeinde Holziken. 30 Jahre als Forstwart und 20 Jahre als Hauswart für die Schule und die Mehrzweckhalle.

Mit mehrminütiger Ovation verabschiedet | Der Landanzeiger
Holziken und sein Gemeinderat verlieren mit «Kürtu» Aeberhard den wohl treusten und beliebtesten Mitarbeiter der letzten Jahrzehnte.

Am vergangenen Freitag war es nun so weit. Kurt Aeberhard hat nach 50 Jahren im Dienst der Gemeinde Holziken seinen letzten offiziellen Arbeitstag absolviert. Seit Beginn seiner Lehre und somit ohne je einen Arbeitgeberwechsel vorgenommen zu haben, wurde Kurt Aeberhard, nachdem er tagtäglich seine Arbeitskraft und sein positives Wesen für die Gemeinde Holziken eingesetzt hat, nach 50 Jahren in den Ruhestand entlassen.

Mit mehrminütiger Ovation verabschiedet | Der Landanzeiger
Zum Abschied gabs für die Familie einen Rundflug mit dem «Roseheli».

Sein letzter Arbeitstag bestand aus vielen Überraschungen. So gabs zum Start einen Brunch mit dem aktuellen Team des Bauamts. Anschliessend liessen «seine» Schulkinder Ballone mit Glückwünschen in den Himmel steigen, bevor Kurt Aeberhard, seine Frau und zwei ihrer Kinder selbst abhoben. Im «Roseheli», gesteuert von Lukas Fischer, gings auf einen längeren Rundflug durch die Zentralschweiz mit einem feinen Mittagshalt auf dem Homberg, über dem Hallwilersee. Zurück in Holziken erwartete ihn der gesamte Gemeinderat, viele Wegbegleiter, seine Kinder und Grosskinder, aber auch viele Holzikerinnen und Holziker, denen «Kürtu» mit seiner immer positiven Art, in den letzten Jahrzehnten ans Herz gewachsen war, zur emotionalen Verabschiedung. Mit ihren mehrminütigen stehenden Ovationen zum Dank, sorgten die Gäste bei Kurt Aeberhard für feuchte Augen und jede Menge Hühnerhaut.

Garten von Verena Dübendorfer ausgezeichnet

Garten von Verena Dübendorfer ausgezeichnet | Der Landanzeiger

Hitzeminderung ist ein aktuelles und wichtiges Thema in den Städten und Agglomerationsgemeinden. Oberflächenversiegelung, dichte Bebauung oder Gebäude blockieren kühlende Luftströmungen, als Folge davon ist die Aufwärmung in der Stadt deutlich höher als in der Umgebung, auch Nächte bringen wenig Abkühlung.

Der Kanton Aargau stellt zur Förderung einer hitzeangepassten Siedlungsentwicklung mit den Klimakarten und dem Leitfaden Hitzeangepasste Siedlungsentwicklung zwei qualitativ hochstehende Werkzeuge zur Verfügung. Aufbauend auf diesen Grundlagen hat die Stadt Aarau das Konzept «Hitzeangepasste Siedlungsentwicklung» erarbeitet. Ziel dieser Klimaanpassungsstrategie ist, die Aufenthaltsqualität im Aussenraum am Tag und die Erhaltung der Durchlüftung in der Nacht zu verbessern.

Die vielfältigen Massnahmen zur Dämmung von Hitzebelastung im Siedlungsgebiet werden in drei Themenbereiche unterteilt: So leisten klimatische Systeme wie Kaltluftentstehungsgebiete, Kaltluftleitbahnen und Frischluftkorridore einen wertvollen Beitrag zur Kühlung und einer Reduzierung der Wärmebelastung in Siedlungsgebieten. Beispielsweise sind für den Luftaustausch zwischen Siedlungsbereichen und Aussenbereichen intakte Kaltluftentstehungsgebiete wie z.B. der Aarauer Schachen von hoher klimatischer Bedeutung. Ebenso erhöhen qualitativ hochwertige, innerstädtische Frei- und Grünräume nicht nur die Lebensqualität, sondern tragen durch ihre kühlende Funktion zur Hitzereduktion bei. Damit können sie zu den zentralen Elementen eines städtischen Entlastungssystems gezählt werden. Durch die Erhaltung, Ergänzung und Aufwertung der Frei- und Grünräume sowie ihre Vernetzung in Form von verschatteten und begrünten Wegverbindungen dienen sie tagsüber als kühle Aussenräume in hitzebelasteten Gebieten und unterstützen nachts die Abkühlung des Siedlungsgebietes. Wasser, Pflanzen und Materialien sind wichtige Gestaltungselemente für Frei- und Grünräume. Sie tragen jedoch nicht nur zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität bei, sondern können durch einen gezielten Einsatz einer Überhitzung von Flächen und Baukörpern entgegenwirken.

Ziel ist es nun möglichst viele dieser Massnahmen in verschiedenen Projekten umzusetzen. «Bis im nächsten Sommer wollen wir präziser definieren, in welchen Bereichen wir welche Aktionen unternehmen wollen», so Stadtrat Hanspeter Thür. Vor allem das Thema «Entsiegelung» werde eine grosse Rolle spielen.

Garten von Verena Dübendorfer ausgezeichnet | Der Landanzeiger
Der Siegergarten von Verena Dübendorfer und Roland Delz.

Nicht nur die Stadt sondern auch Privatpersonen können kleine aber nicht minder wichtige Beiträge leisten. Und genau darum ging es beim diesjährigen Klimapreis. Denn es wurde nach dem klimaangepassten Garten gesucht. Fünf Aarauerinnen und Aarauer haben sich mit ihrem Garten um den Preis beworben. Gewonnen haben Verena Dübendorfer und Roland Delz. Sie wohnen im Zelgli-Quartier an der Dossenstrasse. Biodiversität, Entsiegelung, Begrünung und Wasserelemente tragen nicht nur zur Klimaanpassung bei, waren auch für den Erhalt des Klimapreises essentiell. «Es war nicht einfach einen Sieger auszuerkoren», sagt Stadtrat Werner Schib. «Ausschlaggebend waren beim Siegergarten aber der grosse Weiher, die begrünten Fassaden und die grosse Artenvielfalt, zudem existieren keine versiegelten Flächen», führt er aus und gratuliert der anwesenden Verena Dübendorfer noch einmal herzlich.

Mehr Infos zur Klimaanpassung und dem städtischen Konzept gibt es hier

Paul Müri erhält den Schweizer Solarpreis 2022

aul Müri erhält den Schweizer Solarpreis 2022 | Der Landanzeiger

«Dass ich mit dem Schweizer Solarpreis 2022 ausgezeichnet werde, überrascht mich sehr, aber freut mich natürlich auch», sagt Paul Müri. Der 77-jährige Gränicher hat den Preis laut den Verantwortlichen der Solar Agentur Schweiz «mehr als verdient».

«Paul Müri erkannte die Bedeutung der Solarenergie im nuklearfreundlichen Kanton Aargau schon früh», sagte Carole Klopfstein, Geschäftsführerin der Schweizerischen Vereinigung für Solarenergie (SSES), anlässlich ihrer Laudatio im Kultur- und Kongresshaus in Aarau. «Er leistet bei Bauherrschaften, Gemeindevertretern, Energieversorgern, Parteien und Veranstaltungen sehr viel Überzeugungsarbeit, immer mit dem Ziel, Solarprojekte zu realisieren und voranzutreiben.» Regelmässig organisiere er Tage der Sonne, Energie-Apéros und weitere Informationsanlässe zum Thema Solarenergie und Energieeffizienz. Paul Müri, der während 38 Jahren Ausbildner an der Landwirtschaftlichen Schule Liebegg in Gränichen war, veröffentlicht in zahlreichen Fachzeitschriften interessante Texte über die Solarenergie und die Energieeffizienz. Er ist auch CO-Autor eines Berichts zum Selbstbau von Sonnenkollektoren für die Heubelüftung. Damit wird die energieintensive Heubelüftung umweltfreundlicher.

Seit 16 Jahren präsidiert der Gränicher auch die Schweizerische Vereinigung für Solarenergie (SSES) im Aargau. Durch das Präsidium der SSES Aargau konnte Paul Müri mit grossem persönlichem Engagement den Nutzen von Solarenergie im ganzen Kanton bekannt machen. «In meiner Wohngemeinde Gränichen konnte ich Dank Hartnäckigkeit und den guten Argumenten für die Solarenergie, auch schon einiges erreichen», sagt Paul Müri. «Es gibt aber noch viel zu tun, denn alleine in Gränichen werden erst 4 Prozent des Stroms aus Solarenergie gewonnen.»

Wo wird Paul Müri seine holzige Solar-Preis-Trophäe 2022 aufstellen? «Sie wird einen Sonnenplatz im Wohnzimmer bekommen.» Das leuchtet ein.

High five – endlich kann gebaut werden

High five – endlich kann gebaut werden | Der Landanzeiger

Fast acht Jahre dauerte es, bis die erforderliche Landwirtschaftsfläche in der Hirschthaler Neumatte in Industrieland umgezont werden konnte. Einige politische Hürden mussten genommen werden, viel Geduld war angebracht. Denn Bedarf nach mehr Platz hätte man schon länger dringend gehabt. Adrian Meiers Unternehmen sind stark gewachsen. Vor 23 Jahren gründete er die A. Meier Gartenbau AG, vor sechs Jahren kam die A. Meier Tiefbau AG hinzu. Heute zählen der Gartenbau, der Gartenunterhalt, die Wasserversorgung mit Grabarbeiten und einem Notfalldienst, der Winterdienst mit Räumungsarbeiten sowie der Tiefbau zu den vielseitigen Geschäftsbereichen. Aktuell beschäftigt man 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon fünf Lernende.

High five – endlich kann gebaut werden | Der Landanzeiger
Die Westfassade des insgesamt viergeschossigen Gebäudes (Vorprojekt).
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In der Neumatte in Hirschthal entsteht ein Gewerbepark (Sicht vom Kreisel).

Zeitgemäss, ökologisch und funktional
Mit Adrian Kiener von Strebel Kiener Architekten aus Schöftland wurde ein kompetenter Partner für die Bauprojektphase engagiert. Die Ausführung erfolgt ab Frühling 2023 mit der Unterstützung eines in der Umsetzung grosser Gewerbebauten erfahrenen Planungsbüros. Bei der Realisierung sollen weitestgehend regionale Handwerksbetriebe berücksichtigt werden. Beabsichtigt ist ein vorgefertigter dreigeschossiger Holz-Stahlbau auf einem massiven Untergeschoss. Eine hinterlüftete Holzfassade umgibt das Hauptgebäude, während die Nebenbauten mit einer semitransparenten und durchlässigen Konstruktion aus Metall ummantelt werden. Auf eine ökologische Gestaltung der Umgebung wird ebenso achtgegeben wie auf eine extensive Begrünung der Dachflächen, wo diese möglich ist. Zwischen der Liegenschaft und den Kantonsstrassen wird eine Baumallee errichtet. Das viele «Grün» passt dabei natürlich bestens zum Gartenbaubetrieb. Im Untergeschoss ist eine Heizzentrale für einen Wärmeverbund vorgesehen, um den beiden Meier-Firmen, der PfiffnerGruppe und der Jungheinrich AG die notwendige Energie für Fernwärme und -kälte zu liefern. Eine Photovoltaikanlage mit einer Fläche von rund 1400 Quadratmetern rundet den Bau ab. Auch dank der Materialisierung und Farbgebung soll sich dieser gut in die Landschaft eingliedern. Erschlossen ist das Grundstück bereits über die Alte Strasse, welche zusätzlich ausgebaut wird. Die Parkplätze werden im Untergeschoss untergebracht.

Mehrfachnutzung
Die Räumlichkeiten und Flächen werden grösstenteils firmenintern genutzt. Jedoch bestehen auch diverse grosszügige Möglichkeiten zur geschäftlichen Miete. Der Neubau führt auch zu einer Zusammenführung der Meier-Standorte. Das bestehende Firmengebäude an der Holzikerstrasse 9 in Hirschthal wurde im Jahr 2010 durch die A. Meier Gartenbau AG errichtet und ist in deren Besitz. Es wird samt Parzelle an die benachbarte Jungheinrich AG veräussert, welche den bestens erhaltenen Bau in ein Schulungszentrum umfunktionieren wird. Aktuell mieten die beiden Meier-Firmen zudem an drei externen Standorten Lagerflächen von zirka 2000 Quadratmetern an. Diese werden vollständig in den Neubau in der Neumatte als einzigen Standort integriert. «Auf das neue Kapitel freue ich mich sehr. Bedeutet es doch mehr Platz für den Fahrzeugpark, das Lager, den Warenumschlag und das Personal unserer beiden Firmen», zeigt sich Adrian «Adi» Meier sichtlich optimistisch. Bezugsbereit soll der Neubau auf der Parzelle Nummer 24 Mitte 2025 sein.

Dankeschön

Viele Kräfte waren notwendig, um dieses Projekt zu realisieren.

Wir danken dem Gemeinderat, der Pfiffner-Gruppe und der Jungheinrich AG für die gute Zusammenarbeit und der Hirschthaler Bevölkerung für den riesigen Rückhalt.

Schauen Sie sich die Websites an und lernen Sie die beiden hauptsächlich regional tätigen Unternehmen kennen.

A. Meier Gartenbau AG

A. Meier Tiefbau AG

Denn der Winter kommt bestimmt

Kälte, Glätte, Schnee und Streusalz – der Winter ist nicht nur für den Autofahrer eine Herausforderung, auch das Fahrzeug wird einer Belastungsprobe unterzogen. Empfehlenswert sind darum Winter-Checks, ein Service, den viele Werkstätten vor der kalten Jahreszeit günstig anbieten. Autofahrer können dadurch u. a. teure Frostschäden an Kühler, Motor oder den Türen vermeiden. Aber auch, wenn bereits Winter ist, ist ein entsprechender Check sinnvoll. Von der Werkstatt wird in der Regel geprüft, ob die wichtigsten Bauteile wie Elektrik und Bremsen wintertauglich sind. Auch Beleuchtung und Scheibenwischer müssen tadellos funktionieren. Die Werkstatt kontrolliert zudem, ob genügend Flüssigkeit und Frostschutz im Kühler und in der Scheibenwischanlage sind. Ein besonderer Prüfblick gilt der Batterie. Ältere und nicht ausreichend geladene Akkus können ohne Pflege bereits bei der ersten Frostnacht funktionsuntüchtig werden. Gecheckt werden auch Zündkerzen und das benötigte Zubehör im Auto. Zu Letzterem gehören u. a. Eiskratzer, Scheibenenteiser, Frostschutz, Schneebesen, Starterkabel und Starthilfesprays.

Reifen checken
Viele Autofahrer verfügen heute über zwei komplette Reifensätze: einen Satz für den Sommer und einen für den Winter. Gute Winterreifen sind kein Luxus, sie sind eine Lebensversicherung. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 mm. Allerdings lassen die sicherheitsrelevanten Fahreigenschaften bereits früher merklich nach. Deshalb sollten Winterreifen ersetzt werden, wenn die Profiltiefe der Lauffläche – nicht an den Reifenschultern – 4 mm beträgt. Bei Winterreifen sollte der Reifendruck ca. 1/10 höher sein als bei Sommerreifen. Das liegt an der kalten Luft: Im Sommer dehnt sich die Luft in den Reifen etwas aus, aber im Winter ist das durch die Kälte nicht möglich. Mehrere Gründe sind verantwortlich dafür, dass der Spritverbrauch im Winter ansteigt. Die wichtigsten davon sind: Nutzung von Winterreifen, längere Kaltlaufphase des Motors, mehr elektrische Verbraucher (Frontscheibenheizung über 500 Watt, die Heckscheibenheizung 185 Watt, die Lüftung 171 Watt, die Sitzheizung 102 Watt). Darum alles abmontieren, was den Luftwiderstand beeinträchtig, und alles raus aus dem Auto, das Zusatzgewicht verursacht, wenn es nicht mehr gebraucht wird. Das spart nebst einer vorausschauenden Fahrweise Sprit und ist erst noch sicherer.

Wichtig bei E-Autos
Im Winter sinkt die Reichweite von E-Autos; wenn inzwischen auch nicht mehr so dramatisch. Dies liegt daran, dass die Batterie (ohne Thermomanagement-Systeme) länger braucht, um auf die ideale Betriebstemperatur zu kommen (der optimale Start liegt zwischen 20 und 40 Grad) sowie an der intensiveren Nutzung der Heizelemente. Eine Wärmepumpe kann hier helfen, den Verbrauch zu minimieren. Der verstärkte Einsatz von Heizung, Scheibenwischer, Licht etc. hat Auswirkungen auf den Energiespeicher – und damit auf die Reichweite. Auch eine Verringerung der Geschwindigkeit kann dies nicht gänzlich verhindern, wobei der Eco-Modus (der u. a. das Drehmoment nach unten regelt und damit das Durchdrehen der Räder) im Winter eh höchst ratsam ist. Laut Berechnungen haben Elektroautos im Winter 10 bis 30% weniger Reichweite.

Grossmeister und Promi in seinem Metier

Grossmeister und Promi in seinem Metier | Der Landanzeiger

«Inspiration bedeutet, die eigene Komfortzone zu verlassen und neue Erfahrungen in anderer Umgebung zu machen. Deshalb haben wir den Kia EV6 entwickelt – ein Auto mit einer elektrischen Reichweite bis 500 Km», sagt Gregory Guillaume, Vizepräsident Design bei Kia Europa. «Wir stellten uns zu Beginn die Frage, weshalb heutige CUV (Crossover Utility Vehicle) immer ein ähnliches Profil haben. Und ob es uns gelänge, einen Vollstromer zu kreieren, der echte Emotionen, vielleicht sogar Leidenschaft weckt», erklärt Guillaume. Das Ergebnis ist ein Mix verschiedener Charaktere. «Man soll das Gefühl haben, etwas Besonderes zu fahren.» Diese Ziel hat man auf jeden Fall erreicht. Der EV6 fällt auf – je nach Farbe mehr oder weniger – und fast immer positiv. 08/15 war gestern.

Praktischer Sportler
Während die Front fesch und rassenrein sportlich daherkommt, sorgt vor allem das Hinterteil für Extravaganz. Das LED-Leuchtband zieht sich von einem Kotflügel in den andern. «Die Aerodynamiker wollten einen Ducktail-Spoiler, die Designer nicht weil altmodisch. «Schliesslich kamen wir auf die Lösung mit den integrierten Rückleuchten. Daraus entstanden ist quasi das Markenzeichen des EV6», sagt Guillaume. Die kurzen Überhänge, die breiten Schultern, die niedrige Dachlinie – «wir wollten diese emotionalen Dinge, die an einen Sportwagen erinnern, ohne dass die Praktikabilität darunter leidet».

Platz gibt es überall ausreichend – trotz flacher Dachlinie. Mit seinem grosszügigen Innenraum bietet Ihnen der Kia EV6 Platz zum Freifühlen, während die Ausstattung aus veganem Leder und recyceltem PET-Material die nachhaltige Bauart des Asiaten unterstreicht. Das Gepäckraumvolumen von 490 Litern lässt sich durch Umklappen der Rücksitze auf bis zu rund 1300 Liter erweitern.

Das gewölbte Panoramadisplay mit zwei 12,3-Zoll-Bildschirmen versorgt die Insassen mit allen wichtigen Informationen. Mit 14 Lautsprechern sorgt das Meridian-Premium-Soundsystem für einen Surround-Sound im Stil der Wiener Staatsoper. Das neue Head-up-Display projiziert ein virtuelles Display auf die Windschutzscheibe. Die Navigationsanweisungen erscheinen auf der vor einem liegenden Strasse.

Fährt wie eine Eins
Fahrdynamisch gibt es gar nichts zu motzen. Otto Normalo wird sich im gängigen Tempobereich pudelwohl fühlen. Die Lenkung reagiert akkurat, die sich automatisch anpassende Dämpfung ist sportlich, wenn sie soll und komfortabel im Allgemeinen. Als weltweit erstes Modell verfügt der EV6 über eine Antriebsachse, die das Radlager in die Antriebswelle integriert, die die Kraft des Motors auf das Rad überträgt. Dies vermindert die Anfälligkeit für Defekte, reduziert die Anzahl verwendeter Teile (und damit die Wartungskosten) sowie das Gewicht. Zudem erhöht das die Achssteifigkeit und verbessert das Fahrgefühl.

Top an der Ladesäule
Auf der Ladestation ist der Kia EV6 mit seinem genetischen Brüderchen, dem Hyundai Ioniq 5, sowieso der King auf dem «Topf». Wenn da kein Porsche Taycan oder Audi eTron nebendran steht, hängt der Rest der globalen E-Flotte derzeit hinterher. Mit der 800-Volt-Betriebsspannung sind lange Ladezeiten passé. Um die Batterie von 10 auf 80% zu laden dauert es im Idealfall weniger als 18 Minuten. Keine 5 Minuten braucht es, den Strom für 100 km nachzutanken. Die beste Ladeleistung ergibt sich, wenn der Batterieblock rund 25 Grad Temperatur erreicht. Da ergibt sich zweifellos ein Unterschied zu eisiger Kälte und brutaler Hitze. Im Bereich von 140 bis 180 kW lädt der primus inter pares indes immer – und das ist schnell! 240 kw sind im Idealfall möglich. Hyundai setzt diese revolutionäre Technik, die sonst nur 100’000-Franken und teureren Autos vorbehalten ist, in der Mittelklasse ein: Im Ioniq 5, im Genesis GV60 und GV70 und eben auch im Kia EV6.Die volle, offizielle Reichweite beträgt bis zu 500 km, wobei Fahrstil, Tempo, Temperatur, Topografie und die Nutzung stromintensiver Geräte/ Anlagen hier immer mächtige Auswirkungen haben auf die tatsächliche Reichweite. Die Rest-Reichweite wird indes immer adaptiert. Mit gut 400 Kilometer kann man auf jeden Fall rechnen, das ist top – erst recht im Verhältnis zur Ladegeschwindigkeit. Der kombinierte Stromverbrauch des Allradantriebs liegt bei offiziell 17,2 kWh/100 km (Test 19,2 kWh). Über das bordeigene Navigationssystem wird man zur nächstgelegenen Ladestation geleitet, wenn das nötig wird. Die Zusammenarbeit Kias mit der Tochtergesellschaft Ionity bietet EV6-Kunden über KiaCharge Zugang zu reduzierten kWh-Preisen an über 400 High-Power-Ladestationen in 24 europäischen Ländern.

Sichere Stromspende
Der EV6 kann auch Strom spenden. Ja. Es gibt eine sogenannte Vehicle-to-load-Funktion, mit der man etwa ein anderes E-Fahrzeug, ein E-Bike z. B. – aufladen oder auch einen Fernseher, einen Elektrogrill oder ähnliches betreiben kann. Für Camper kann das sehr interessant sein. Um die externen Verbraucher mit dem EV6 zu verbinden, benötigt man einen kleinen Adapter, der vorn im Frunk (Kofferraum unter der Fronthaube) verstaut ist. Quasi als Kirsche auf dem Kuchen bietet der EV6 ein in dieser Klasse bislang unerreichtes Sicherheits- und Komfortniveau sowie eine Reihe fortschrittlicher Fahrerassistenzsysteme (ADAS). Der Totwinkelassistent ist ein zusätzliches Augenpaar, das den rechten und linken toten Winkel in das Sichtfeld des Fahrers rückt, indem er diese auf dem volldigitalen 12,3-Zoll-Display der Instrumenteneinheit des EV6 hochauflösend als Bild anzeigt. Im Sicherheitstest gibt es dafür fünf von fünf Sternen.

Rekordergebnis an den Testprüfungen im Turnzentrum

Rekordergebnis an den Testprüfungen im Turnzentrum | Der Landanzeiger

Die kantonalen Testprüfungen gelten als einer der wichtigsten Wettkämpfe auf dem Jahresprogramm der Kunstturner. Nebst der Standortbeurteilung jedes einzelnen Turners werden diese Resultate für die weiteren Selektionierungen für die kantonalen sowie die nationalen Kadereinteilungen übernommen. Dabei ist die Grundschule des Turnens das Mass aller Dinge – in der Technik wie auch in der Athletik. Eine Halle gefüllt mit Geräten trafen die jüngsten Turner der Kunstturnerriege Satus Oberentfelden-Rothrist-Oftringen (ORO) in den frühen Morgenstunden in Niederlenz an. An den Testprüfungen wird den Turnern alles abverlangt. Sie müssen ihr Können nicht nur an den Geräten unter Beweis stellen, sondern auch in den athletischen Disziplinen Beweglichkeit und Kraft. Gestartet und gewertet wird jeweils pro Jahrgang.

Noé von Däniken kam, sah und siegte
Für Kilian Martinez und Noé von Däniken war es der erste Wettkampf überhaupt in ihrer angehenden Kunstturnerkarriere. Etwas nervös, aber top motiviert, gingen die beiden Jungs an die Geräte und zeigten ihr Bestes. Ihre Leistungen wurden mit einem der begehrten Abzeichen belohnt. Noé schaffte es sogar auf das oberste Treppchen und durfte sich nach dem Motto «veni, vidi, vici» feiern lassen.

Tigran Ohanian und Liano Giorgi dürfen bereits auf einige Wettkämpfe zurückblicken. Die guten Vorbereitungen der letzten Wochen verhalfen ihnen zu sehr guten Ergebnissen. Tigran reihte sich auf den hervorragenden vierten Rang ein und freute sich gleichzeitig für den Vereinskollegen Giorgi. Dieser turnte sich auf den Siegerplatz und gewann die Testprüfungen in seiner Jahrgangskategorie.

Bei der Alterskategorie der Achtjährigen besetzte ein weiterer ORO-Turner das Podest. Manuel Widmer erklomm den dritten Platz auf dem Podium. Weitere Wettkampferfahrungen sammelten Joel Walther und Roméo Sorbara in der Kategorie der Neunjährigen. Die beiden ORO-Turner reihten sich im vorderen Mittelfeld ein und erhielten je ein Abzeichen. Aus ihren Wettkampferfahrungen dürfen Elia Palomba und Nico Giorgi schöpfen. In den vergangenen Trainings wurde hart für diesen Wettkampf trainiert. Wie sich am Ende des Wettkampfes der Zehnjährigen herausstellte, hat sich der intensive Aufwand gelohnt. Nico erkämpfte sich den ersten Rang in seiner Alterskategorie. Elia durfte auf dem dritten Podestplatz in der selben Kategorie eines der beliebten Auszeichnungen in Empfang nehmen. Ab hundert Punkten verdient der Turner ein Abzeichen, und pro hundert Punkte gibt es einen Stern. Dank den tollen Leistungen der jungen Turner krönen nun 21 Sterne den Kunstturnhimmel von Satus ORO – ein neuer Rekord.

Ebenfalls beeindruckend ist die Bilanz der Podestplätze: Von neun gestarteten Turner durften deren fünf auf dem Podium stehen. Die gut erarbeitete Grundschule wurde somit effizient umgesetzt. Herzliche Gratulation den jungen Turnern für die tollen Leistungen.

Aarauer holen ersten Punkt

Aarauer holen ersten Punkt | Der Landanzeiger

Das Spiel begann für das Heimteam denkbar schlecht. Die Gäste aus Solothurn gingen gleich nach Anpfiff nach einem Ballgewinn in der Aarauer Platzhälfte in Führung. Doch Aarau blieb ruhig und glich noch vor der Pause durch Tobias Wullschleger, der einen Weitschuss von Marc Schenk zum 1:1 ablenkte, aus.

Nach einem torlosen Mittelabschnitt suchten beide Mannschaften im Schlussdrittel dosiert den Führungstreffer. Olivier Meyer traf in der 57. Minute zur Aarauer Führung und liess Mannschaft und Fans in der Schachenhalle auf den ersten Vollerfolg in dieser Saison hoffen. Die Aarauer Hoffnung zerplatzte nach einer letzten Oltner Druckphase, welche von Olten Zofingen-Captain Marius Flury mustergültig zum 2:2 erfolgreich abgeschlossen wurde. Damit holte sich Aarau den ersten Punkt in einer bisher schwierigen Saison. Gegen den nunmehr Tabellenzweiten spielten die Aarauer ordentlich mit und der Punktgewinn war keineswegs gestohlen.

Leider ohne Erfolgserlebnis blieben die Juniorinnen U21 und die Damen 2, welche sich beide zweimal geschlagen geben mussten.

Die Damen 2 unterlagen dabei gegen den STV Murgenthal mit 1:4 und gegen den UHC Burgdorf mit 0:2.

Bei den Juniorinnen U21 endeten die Spiele 1:10 (gegen Tabellenführer Floorball Zurich Lioness) und 3:5 (gegen den Tabellen-2. Floorball Obwalden).