Neuer Trainer, neues Glück – Boris Smiljanic startet mit einem Sieg | Der Landanzeiger
Der neue Trainer Boris Smiljanic soll den FC Aarau wieder auf die Erfolgsstrasse zurückführen.
Fussball: FC Aarau

Neuer Trainer, neues Glück – Boris Smiljanic startet mit einem Sieg

Die Hoffnung, wonach ein Trainerwechsel einem Team in der Krise auftrieb geben kann, wurde im Schweizer Fussball schon einige Male verworfen, zuletzt beim FC Zürich. Doch in Aarau scheint der «neue Besen» namens Boris Smiljanic gut zu kehren. Dank einer kämpferischen Leistung gelingt dem FC Aarau endlich wieder ein Sieg.

Vor genau einer Woche wurde im Brügglifeld der neue Cheftrainer vorgestellt, nur wenige Tage nach der Trennung vom alten Trainer Stephan Keller. Boris Smiljanic heisst der Mann, der dem FC Aarau zur Kehrtwende im Aufstiegskampf verhelfen soll. Der 46-Jährige war als Spieler für Wettingen, GC und Basel im Einsatz und startete seine Trainerkarriere 2012 in der Nachwuchsabteilung des Grasshopper Club Zürich, wo er während mehreren Jahren für die U21-Auswahl verantwortlich war. Von 2017 bis 2019 führte er den FC Schaffhausen als Cheftrainer bis auf Rang 2 in der Challenge League. Zuletzt war Smiljanic als Assistenzcoach beim FC Basel engagiert.

«Überall wo ich arbeite, will ich das Beste für meinen Arbeitgeber leisten, das ist hier auch so. Ich habe richtig Bock auf diese Aufgabe», sagte Smiljanic an seinem ersten Medientermin in Aarau und liess durchblicken, die Wende durch das Wecken von Emotionen herbeiführen zu wollen. Möglicherweise ging genau das in den letzten Wochen verloren, sagen viele im Umfeld des Stadtclubs.

Das Aarauer Spiel war in dieser Saison fast immer engagiert und zielorientiert − aber auch zunehmend ideenlos und fehleranfällig. Der neue Trainer vermochte in den wenigen Tagen vor dem Spiel gegen den Yverdon FC freilich noch keine taktische Handschrift zu hinterlassen − aber der von den Spielern gewünschte Trainerwechsel scheint neue Energien geweckt zu haben. Die euphorische Startphase mit dem 1:0 nach 22 Minuten − ausgerechnet durch den viel gescholtenen Olivier Jäckle, aber auch das stete Aufbäumen nach den beiden Gegentreffern, führten letztlich zum 3:2-Sieg gegen den Leader der Challenge League. Geblieben sind aber die oft haarsträubenden Fehler in der Defensive, die künftig zu vermeiden sind, wenn man den Aufstieg noch bewerkstelligen will. Bereits am kommenden Sonntag wartet schon wieder der Tabellenführer auf die Aarauer. Diesmal ist es der FC Wil, der die Waadtländer auf dieser Position abgelöst hat. Bei einer Niederlage des FCA rücken die direkten Aufstiegsplätze bis zu 11 Punkte in die Ferne, bei einem Sieg sind es im besten Fall nur 5 Punkte Rückstand. Auf Boris Smiljanic wartet also schon bei seinem zweiten Einsatz ein vorentscheidendes Spiel. Anpfiff in Wil ist am Sonntag, 13. November um 14.15 Uhr.

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