
«Aktion Gartenchemiker» – Gegen zu viel Gift in Aargauer Gärten
Unser Trinkwasser ist belastet. Untersuchungen haben ergeben, dass die nachgewiesenen Stoffe nicht nur aus der landwirtschaftlichen Produktion stammen, sondern auch aus dem privaten Gebrauch. So finden sich darin Spuren von gebräuchlichen Pflanzenschutzmitteln und Unkrautvertilger. Heute startete deshalb eine Kampagne, bei welcher Regierungsrat Jean-Pierre Gallati und Spezialisten aus dem Departement Gesundheit und Soziales die Bevölkerung über den den gemässigten und korrekten Umgang mit Giftstoffen im Garten informieren.
Der Start zur «Aktion Gartenchemiker» erfolgte dabei an einem besonderen Ort , nämlich im Gartencenter Zulauf in Schinznach-Dorf. Hier wandte sich Gallati mit einem Aufruf an die Bevölkerung: «Vielen ist nicht bewusst, welche Auswirkungen ein falscher Umgang mit Pflanzenschutzmitteln im eigenen Garten und Umschwung hat». Auch die korrekte Entsorgung von Restmengen sei zunehmend ein Problem. Die heute gestartete Aktion fusst auf dem Aktionsplan des Bundesrats, der schon vor acht Jahren lanciert wurde. Ziele sind: Die Halbierung der Risiken und die Förderung von Alternativen zum chemischen Pflanzenschutz.
Aktionstag am 12. April bei Huplant
Damit ist man in einem Gartencenter natürlich genau richtig. Hier hat man die Möglichkeit, sich über Alternativen im Bereich des Pflanzenschuttes zu informieren. Ebenfalls kann man Giftstoffe zurückbringen. An der Aktion beteiligt ist die Aargauer Sektion des Branchenverbandes «JardinSuisse» und diverse kantonale Stellen. Auch in unserer Region besteht die Möglichkeit, sich am 12. April im Gartencenter Huplant in Hirschthal genauer über den richtigen Umgang mit allerlei Mitteln zu informieren. Beratung erhält man natürlich auch abseits dieses Aktionstages und Restmengen an Giftmitteln kann man jederzeit zur korrekten Entsorgung zurückbringen.
Fazit zum Start der Kampagne: Je weniger Giftstoffe in die Böden und die Gewässer gelangen, desto reiner bleibt das Trinkwasser. Ein guter biologischer Zustand der Gewässer ist wichtig für den Abbau von chemischen Stoffen aus dem Abwasser und der Umwelt, wie beispielsweise Stoffe aus Reinigungsmitteln, Arzneimitteln, Körperpflegeprodukten, Treibstoff, Industrie- und Gewerbechemikalien. RC