Die Aar­au­er Stimm­be­rech­tig­ten sagen deut­lich Ja zum Fuss­ball­sta­di­on und den vier Hoch­häu­sern mit total 600 Woh­nun­gen (Bild: Visualisierung/zVg)

Tor­feld Süd

Aarau sagt Ja, Gegner geben nicht auf

28. Novem­ber 2019 | News

Auf­at­men bei den Freun­den des FC Aar­au und den Befür­wor­tern des geplan­ten Fuss­ball­sta­di­ons «Tor­feld Süd». Aar­au hat die not­wen­di­ge Pla­nungs­än­de­rung und einen 17 Mil­lio­nen-Fran­ken-Kre­dit mit 60 zu 40 Pro­zent bewil­ligt. Die Stimm­be­tei­li­gung betrug hohe 59.5 Pro­zent.

Die­ses Resul­tat habe wohl nur die kühn­sten Opti­mi­sten so erwar­tet: Die Stimm­be­rech­tig­ten haben die Teil-ände­rung der Bau- und Nut­zungs­ord­nung (BNO) mit 5038 Ja zu 3234 Nein gut­ge­heis­sen und auch der 17 Mil­lio­nen-Kre­dit, der Anteil der Stadt Aar­au am Sta­di­on, wur­de mit 4989 Ja zu 3323 Nein gut­ge­heis­sen.

Bekennt­nis zum Spit­zen­fuss­ball
Der Aar­au­er Stadt­rat spracht von einem Freu­den­tag, einem wich­ti­gen Bekennt­nis für den Spit­zen­fuss­ball in Aar­au und den Sport im Aar­gau. «Die Stimm­be­rech­tig­ten sind bereit, in die Sport­in­fra­struk­tur von sport­li­chen Leucht­tür­men zu inve­stie­ren. Das ist wich­tig, um Nach­wuchs zu för­dern», sagt der für den Sport zustän­di­ge Stadt­rat Dani­el Sie­gen­tha­ler. Der fürs Sta­di­on­pro­jekt zustän­di­ge Stadt­rat Hans­pe­ter Thür zeigt sich erleich­tert: «Wir wuss­ten nicht, wie es her­aus­kommt. Wir sind hoch erfreut über die­ses Resul­tat.» Es sei ein wich­ti­ger Bei­trag zur Stadt­ent­wick­lung.

«Nun ist der Weg frei für ein moder­nes Sta­di­on für die gros­se FC Aar­au Fami­lie», sagt Rue­di Vogt, Spre­cher des Komi­tees «Unser Tor­feld». Die­ses Resul­tat sei «ein gewon­ne­ner Match für den Brei­ten­sport und für Aar­au». Das Komi­tee ist über­zeugt, dass bald neu­es Leben auf dem Are­al blü­hen wer­de, wo jetzt noch eine Indu­strie­bra­che sei.

Stadt­prä­si­dent Hans­pe­ter Hil­fi­ker for­der­te die Geg­ner der Vor­la­ge auf, sie mögen den demo­kra­tisch gefäll­ten Ent­scheid nun akzep­tie­ren. Das dürf­te wohl eher Wunsch­den­ken denn Rea­li­tät sein.

Wei­te­rer Wider­stand ange­kün­digt
Wäh­rend die Abstim­mungs­sie­ger noch Inter­views gaben, ver­kün­de­ten die Geg­ner im sel­ben Raum wei­te­ren Wie­der­stand. «Wir respek­tie­ren den demo­kra­ti­schen Ent­scheid», sagt Albert Rüet­schi, Prä­si­dent des Ver­eins Tor­feld Süd. «Wir wer­den aber juri­stisch gegen die Nut­zungs­pla­nung, die Son­der­nut­zungs­pla­nung und die Bau­be­wil­li­gung vor­ge­hen.» Man sei bereit, durch alle Instan­zen – Regie­rungs­rat, Ver­wal­tungs­ge­richt und Bun­des­ge­richt – zu gehen. «Wir gehen davon aus, dass wir das Pro­jekt juri­stisch bodi­gen wer­den», gibt sich Rüet­schi kämp­fe­risch. «Viel­leicht gibt die Gegen­sei­te ja vor­her auf.»

Davon will auch die Gene­ral­un­ter­neh­men HRS Real Estate AG nichts wis­sen. Sie will das Sta­di­on bau­en und die­ses durch die Errich­tung von vier Hoch­häu­sern quer­fi­nan­zie­ren. Das hat sie am Sonn­tag mit einem Schrei­ben noch­mals deut­lich gemacht. «Die HRS erwar­tet nun von den Pro­jekt­geg­nern, dass sie in Zukunft auf rein pro­jekt­ver­zö­gern­de Ein­spra­chen ver­zich­ten», schreibt Mar­tin Kull, CEO und Inha­ber HRS Real Estate AG. Sein Unter­neh­men wer­de sich dafür enga­gie­ren, Anwoh­ne­rin­nen, Anwoh­ner und die inter­es­sier­te Öffent­lich­keit zeit­nah und trans­pa­rent über die wei­te­re Pro­jekt­ent­wick­lung auf dem Lau­fen­den zu hal­ten.»

Die Stadt, die Sta­di­on­be­für­wor­ter, die Bau­herr­schaft und der FC Aar­au hof­fen, dass ab der Sai­son 2024/25 der Ball im «Tor­feld Süd» rollt.

 

RAN

Die Vertreter des Aarauer Stadtrats, des Pro-Komitees und des FC Aarau sind erfreut über das deutliche Ja zum StadionBild: Urs Helbling | Der Landanzeiger

Die Ver­tre­ter des Aar­au­er Stadt­rats, des Pro-Komi­tees und des FC Aar­au sind erfreut über das deut­li­che Ja zum Sta­di­on (Bild: Urs Helb­ling)