Histo­ri­sche Alt­städ­te haben gesell­schaft­li­ches und wirt­schaft­li­ches Poten­ti­al (Bild: Ger­ry Frei)

Aargauer Altstädte – gemeinsam attraktiv und lebendig

29. März 2018 | aar­au info

Aus den bis­he­ri­gen Arbei­ten der IG Aar­gau­er Alt­städ­te sind kon­kre­te Emp­feh­lun­gen ent­stan­den, wie die Stadt­zen­tren ihre spe­zi­fi­schen Her­aus­for­de­run­gen ange­hen kön­nen. Zwei Pilot­städ­te wer­den ab Mit­te 2018 die Vor­schlä­ge testen und umset­zen.

Die Aar­gau­er Alt­städ­te haben sich 2015 zu einer Inter­es­sen­ge­mein­schaft zusam­men­ge­schlos­sen, um die Innen­städ­te für die Bevöl­ke­rung, Besu­cher und Gewer­be attrak­ti­ver zu gestal­ten. Ziel ist es, gemein­sam kul­tu­rel­le, gesell­schaft­li­che und wirt­schaft­li­che Zen­tren zu stär­ken.

Attrak­ti­vi­tät für Besu­cher stei­gern

Bereits seit 2017 pro­fi­tie­ren Bevöl­ke­rung, Gäste und Gewer­be­be­trei­ben­de der Aar­gau­er Alt­städ­te von ver­schie­de­nen Mass­nah­men: So wer­den im Bereich Tou­ris­mus bei­spiels­wei­se Wei­ter­bil­dungs­mög­lich­kei­ten für Stadtführer/innen ange­bo­ten oder die in der Advents­zeit durchgeführte Lich­ter­fe­ste gemein­sam orga­ni­siert und ver­mark­tet. Auch steht den Städ­ten ein Hand­buch zur Verfügung zur Einführung eines stadt­ei­ge­nen WLAN-System als Dienst­lei­stung für Bevöl­ke­rung und Kund­schaft des Gewer­bes. Dies sind klei­ne, aber wich­ti­ge Bei­trä­ge zur Stei­ge­rung der Attrak­ti­vi­tät der Aar­gau­er Alt­städ­te.

Städ­te müssen sich zur eige­nen Alt­stadt beken­nen

Eine zen­tra­le Emp­feh­lung der Arbeits­grup­pe an die zustän­di­gen Behör­den lau­tet: «Die Städ­te müssen sich zur eige­nen Alt­stadt beken­nen und ihre Ent­wick­lung aktiv steu­ern». Dazu muss es ihnen gelin­gen, aus­rei­chen­de Res­sour­cen zur Verfügung zu stel­len. Im erstell­ten Bericht «Ent­wick­lung und Beschrei­bung der Alt­stadt­ty­pen» sind fünf Alt­stadt­ty­pen beschrie­ben und zahl­rei­che Mass­nah­men zur Ent­wick­lung der Aar­gau­er Alt­städ­te dar­ge­stellt.

Zudem gibt ein erstes Vade­me­cum Ant­wor­ten auf 24 kon­kre­te Fra­gen zu «Sozia­len Struk­tu­ren», «Erd­ge­schoss und Öffent­li­cher Raum» und «Lie­gen­schaf­ten und Grund­ei­gen­tum», wie z.B.:

  •  Wie kann die Gemein­de Inno­va­ti­on in der Alt­stadt för­dern?
  •  Wie kann die Nach­fol­ge-Rege­lung bei Gewer­be­trei­ben­den in der Alt­stadt unterstützt wer­den?
  •  Wo ist Wer­bung für die Alt­stadt sinn­voll und wie könn­te sie aus­se­hen?
  •  Wie sieht ein ange­mes­se­nes Park­platz-Regime in der Alt­stadt aus?
  •  Ist eine akti­ve Boden- und Lie­gen­schafts­po­li­tik durch die öffent­li­che Hand sinn­voll und Wel­che Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten bie­ten sich?

Alt­stadt­gip­fel gibt grünes Licht

Der Auf­takt zur Pilot­pha­se erfolg­te am Alt­stadt­gip­fel vom 16. März 2018 in Aar­au. Der Vor­stand der Inter­es­sen­ge­mein­schaft (IG) der Aar­gau­er Alt­städ­te infor­mier­te die ver­ant­wort­li­chen Behör­den­mit­glie­der der Alt­städ­te über die Mög­lich­kei­ten der Städ­te und über das wei­te­re Vor­ge­hen. Alle 13 Aar­gau­er Städ­te haben für die Umset­zung von Pro­jek­ten finan­zi­el­le Bei­trä­ge für die näch­sten zwei Jah­re zuge­sagt. Der Kan­ton Aar­gau beglei­tet die Arbei­ten des Ver­eins IG Aar­gau­er Alt­städ­te eng und unterstützt das Vor­ha­ben mit Mit­teln aus dem Swiss­los-Fonds.

SM