Andreas Seiler beim Restau­rieren eines antiken Bau­ern­schrankes  (Bild: Markus Schenk)

40 Jahre Antik­möbel-Fach­ge­schäft Seiler in Wöschnau |

Antike Bau­ern­möbel von Seiler

Von | 12. November 2017 | Wohnen

Eigent­lich wäre Andreas Seiler längst pen­sio­niert. Seine Lei­den­schaft hat er aber vor 40 Jahren zu seinem Beruf gemacht: Das Restau­rieren antiker Möbel. Solange er gesund ist, wird er dies des­halb weiter machen, denn der Beruf ist auch sein Hobby.

Begonnen hat alles vor 40 Jahren in Rohr, als Andreas Seiler ein Anti­qui­tä­ten­ge­schäft eröff­nete. Vor 30 Jahren bot sich dann die Mög­lich­keit, Räum­lich­keiten in Wöschnau vis-à-vis des Coop Bau- und Hob­by­marktes zu mieten. Diese sind zwar nicht feudal aus­ge­stattet, aber zahlbar. Eine Hei­zung ist nicht ein­ge­richtet.

Seiler arbeitet an seinen Möbeln vor allem hinter dem Haus im Freien. Schon wegen dem Staub ist das besser – sagt der Mann, der längst auf­ge­hört hat zu zählen, wie­viele Möbel er schon restau­riert hat.

Würde er auf die Ren­dite schauen, müsste er seinen «Laden» längst dicht machen. «Möbel, die vor 30 Jahren 3000 Franken kos­teten, gelten heute noch 1000 Franken. Die Preise der antiken Möbel sind gewaltig ein­ge­bro­chen», sagt Seiler.

Nichts­des­to­trotz arbeitet Seiler auch mit 70 weiter, denn er ist kein biss­chen müde. Das Restau­rieren ist sein Leben. «Was will ich sonst machen», lacht er. Einmal in seinem Leben hatte er grosse Pläne, wollte er doch nach Spa­nien aus­wan­dern. Er war aber schnell wieder zu Hause, denn es wurde ihm dort lang­weilig. So restau­rierte er eben wei­terhin 100- bis 300-jäh­rige Möbel.

Seiler ver­zichtet auf den Besuch von Messen. Alles wird ab seiner Aus­stel­lung in Wöschnau ver­kauft und alle Möbel hat er selbst fach­män­nisch restau­riert. Betrachtet man den Auf­wand, sind die Preise sehr human. Im Angebot lassen sich auch Stücke finden, die heute nur noch in Museen zu finden sind.

Restau­riert bis zum letzten Tablar (Bild: Markus Schenk)

Seiler inter­es­sieren übrigens neue Trends wie etwas «Shabby Chic» nicht. «Ein­fach neue Möbel auf alt machen und sie ent­spre­chend ‹anzu­schlarggen› – nein das ist nicht mein Ding».

Ein Besuch in seiner Aus­stel­lung lohnt sich, lassen sich doch hier sehr gut erhal­tene, qua­li­tativ hoch­wer­tige Bau­ern­möbel finden.

Sei­lers Anti­qui­tä­ten­aus­stel­lung ist jeweils am Samstag, von 10 bis 12 und 13 bis 16 Uhr offen. Ansonsten kann man ihn auf Vor­anmel­dung treffen unter Tel. 079 206 18 44.