Absage der Bundesfeiern Stadt Aarau und Gemeinde Schöftland

Absage 1. August-Feier Aarau 2021 | Der Landanzeiger

Die Stadt Aarau und die Gemeinde Schöftland haben mitgeteilt, dass wegen den schlechten Wetterprognosen für Sonntag, 1. August die geplanten Bundesfeiern abgesagt werden müssen. Es ist am Nationalfeiertag wiederholt mit Regen und teilweise auch mit kräftigen Gewittern zu rechnen.

Die Absagen betreffen die Feier der Stadt Aarau «Unter den Linden» in Aarau-Rohr, sowie die Feier der Gemeinde Schöftland beim «Blick zur Heimat».

Wenn es das Wetter zulässt, wird Schöftland aber sein Höhenfeuer beim «Blick zur Heimat» um ca. 22 Uhr trotzdem entzünden.

Frühlingserwachen im Landanzeigerland

TIZ steht jeweils unter den Redaktionsbildern als Kennzeichnung für die Fotos des Landanzeiger-Fotografen Martin Zürcher. Einmal mehr war TIZ in der Region unterwegs und hat uns seine Frühlingsbilder übermittelt.

Wir wünschen viel Spass beim durchsehen der Bildergalerie.

Absage Bankett und Morgenfeier

Absage Bankett und Morgenfeier Maienzug 2021 | Der Landanzeiger

Die Maienzugkommission hat aufgrund des Corona-Virus und der damit verbundenen Planungsunsicherheit entschieden, auf das Bankett und die Morgenfeier 2021 zu verzichten. Das schreiben die Verantwortlichen am Donnerstag, 4. März in einer Mitteilung.

Der 2. Juli soll gleichwohl in einem würdigen Rahmen und mit feierlichen Akzenten stattfinden. Die Stadt Aarau verzichtet aufgrund der aktuellen Lage auf eine reguläre Durchführung des Maienzugs 2021.

In der Maienzugkommission werden aktuell sämtliche Optionen für einen «Maienzug-light» geprüft und diskutiert. Die Stadt wird wiederum auf feierliche Akzente setzen und den Fokus auf die Kinder legen. Eine entsprechende Kommunikation erfolgt zu gegebener Zeit.

Der Stadtrat und die Maienzugkommission bedauern, dass 2021 auf das Bankett und auf die Morgenfeier verzichtet werden muss. Sie danken für das Verständnis und freuen sich auf den Maienzug-light.

Raiffeisenbank Mittelgösgen-Staffelegg «Auf Kurs»

Raiffeisen Mittelgösgen-Staffelegg Logo | Der Landanzeiger

Erlinsbach, Februar 2021. Die Raiffeisenbank Mittelgösgen- Staffelegg konnte in einem ausserordentlich anspruchsvollen Geschäftsjahr und einer äussert unsteten Umgebung ihren Kurs halten. Dies ist nicht selbstverständlich. Nebst der anhaltenden Tiefzinssituation prägte die Corona-Pandemie den Gang der Wirtschaft und den Alltag. Gerade in solchen Zeiten erhält der genossenschaftliche Wert «Solidarität» mehr Bedeutung denn je.

Massvolles Wachstum bei den Hypotheken
Im Hypothekargeschäft konnte die Raiffeisenbank ihre traditionell starke Position weiter entwickeln und das Hypothekarvolumen um 5,0 Prozent auf 807,9 Millionen Franken kontrolliert steigern. Bei den übrigen Krediten konnte sogar ein Anstieg von 14,9 Prozent auf 11,2 Millionen Franken verzeichnet werden. Die vorsichtige Kreditpolitik und die Nähe zu unseren Kundinnen und Kunden zahlten sich auch in schwierigen Zeiten aus.

Positive Ertragsentwicklung
Das Zinsengeschäft ist nach wie vor der wichtigste Ertragspfeiler der Raiffeisenbank Mittelgösgen-Staffelegg. Trotz des herausfordernden Tiefzinsumfeldes konnte der Brutto- Erfolg aus dem Zinsengeschäft von knapp 9.2 Millionen gegenüber dem Vorjahr gehalten werden.

Der Erfolg aus dem Kommissions-, Dienstleistungs- und Handelsgeschäft erhöhte sich um 12.5 Prozent auf 1.7 Millionen Franken.

Erfreuliches Jahresergebnis und starkes Eigenkapital
Die Raiffeisenbank Mittelgösgen- Staffelegg hat im Berichtsjahr einen Jahresgewinn von fast einer Million Franken erwirtschaftet; unterstützt auch durch eine günstige Kostenentwicklung. Davon werden auch die Genossenschafterinnen und Genossenschafter profitieren können. Der Verwaltungsrat sieht eine Verzinsung der Anteilscheine von 6.0 Prozent vor. Der restliche Jahresgewinn wird dem Eigenkapital zugewiesen, womit die Kapitalausstattung der Bank weiter gestärkt wird.

Kennzahlen 2020Jahr 2020Veränderungen zu2019
in Mio. CHFin Mio. CHFin %
Bilanzsumme948.667.4+ 7.7
Kundengelder767.547.8+ 6.6
Hypotheken807.938.8+ 5.0
Depotvolumen120.87.8+ 6.9
Jahresgewinn0.980.06+ 6.7
Kunden14’145262+ 1.8
Mitarbeitende34+1+ 3.0

Der Blick nach vorne
Je länger die ausserordentliche Lage rund um die Corona-Pandemie anhalten wird, ist davon auszugehen, dass sich die Situation vor allem für die Firmenkunden, aber auch für einzelne Privatpersonen verschlechtern wird. Die Auswirkungen auf die Raiffeisenbank Mittelgösgen-Staffelegg sind zurzeit nicht abschätzbar, könnten aber, je nach weiterem Verlauf, die künftige Ausrichtung beeinflussen.

Unsere, für den 27. März 2021 geplante 97. ordentliche Generalversammlung kann nicht durchgeführt werden und wird, wie im Vorjahr, durch eine schriftliche Abstimmung ersetzt.

Die Raiffeisenbank Mittelgösgen- Staffelegg wird sich weiter als eine Bank verstehen, die Menschen verbindet – persönlich und digital – um Mehrwert für Alle zu schaffen; aber auch als eine Bank, die nahe bei ihren Kundinnen und Kunden ist und genossenschaftliche Werte als Verpflichtung sieht. «Unkompliziert und innerhalb von 24 Stunden haben wir zur Existenzsicherung an 42 kleinere und mittlere Unternehmen vom Bund gesicherte Covid-19-Kredite ausbezahlt und so beigetragen, dass Arbeitsplätze erhalten werden konnten» sagt Frank Mackuth, Vorsitzender der Bankleitung, stolz.

Herzlichen Dank für Ihr Vertrauen in die Raiffeisenbank Mittelgösgen-Staffelegg. Wir freuen uns, unsere Verbundenheit weiter pflegen zu dürfen.

Raiffeisenbank
Mittelgösgen-Staffelegg

«Wir sind nicht gegen neuen Schulraum!»

Das Referendum gegen den an der «Herbst-Gmeind» bewilligten Verpflichtungskredit von 3,7 Millionen Franken für provisorische Schulraum-Module beim Dorfplatz wurde Anfang Woche mit 598 Unterschriften eingereicht. 590 davon sind gültig. Am 7. März kommt es zur Volksabstimmung.

Gemeindeschreiber Felix Fischer nahm am Montagmorgen vom ehemaligen Gemeindeammann Fredy Gut freundlich und gut gelaunt ein dickes Dossier entgegen. Darin befinden sich 598 Unterschriften von Köllikerinnen und Köllikern, die sich gegen den von der Gemeindeversammlung beschlossenen Verpflichtungskredit von 3,7 Millionen Franken für den provisorischen «Modularen Schulraum» auf dem Dorfplatz aussprechen.

598 Unterschriften wurden am Montag an die Gemeinde Kölliken übergeben.

Fredy Gut wurde begleitet von Armin Bührer und Guido Beljean, dem ehemaligen Gemeinderat. Zu dritt haben sie die Unterschriften gesammelt und dabei «offene Türen» eingerannt, wie sie erzählen. «Die Kölliker waren gut informiert und wussten genau, um was es geht», sagt Fredy Gut. Es geht um den Bau eines Schulprovisoriums für 3,7 Millionen Franken. Der Verpflichtungskredit wurde an der «Herbst-Gmeind» mit 37 Ja gegen 20 Nein angenommen. Dank des erfolgreichen Referendums hat nun das Volk das letzte Wort.

Der Gemeinderat hat die Abstimmung aufgrund der Dringlichkeit auf den 7. März festgesetzt. «Wir sind nicht gegen neuen Schulraum », stellen die Unterschriftensammler klar. Fredy Gut erklärt, warum er mit seinem Team das Referendum ergriffen hat: Als 2015 das neue Schulhaus am Farbweg eingeweiht wurde, geschah dies mit dem Hinweis, dass es jederzeit erweitert und aufgestockt werden kann, falls es eines Tages mehr Schulraum bräuchte. «Die Leute erinnern sich noch heute genau an dieses Modell und verstehen es nicht, warum die Gemeinde dies jetzt nicht tut, sondern ein neues Schulprovisorium auf dem Dorfplatz erstellen möchte, für fast vier Millionen Franken», bringt es Fredy Gut auf den Punkt.

Das Schulhaus am Farbweg wurde vor fünf Jahren eingeweiht. Die Unterschriftensammler möchten nun erreichen, dass es um ein Stockwerk erhöht wird.

Dass die Gemeinde im Vorfeld der «Gmeind» nicht oder nur wenig informiert hat über das Millionen- Provisorium, kann der ehemalige Ammann nicht verstehen. Völlig unbestritten ist, dass es in Kölliken neuen Schulraum braucht.

Wegen des grossen Zeitdrucks will die Gemeinde ein Provisorium auf dem Dorfplatz bauen. Gemäss den Unterschriftensammlern wäre es jedoch möglich, das Schulhaus am Farbweg mit einer leichten zeitlichen Verzögerung zu der von der Gemeinde und der Schule genannten Frist um ein Stockwerk zu erhöhen.

Die drei Initianten des Referendums sind der Meinung, dass es auch bei der Gemeinde-Variante eine ähnliche Verzögerung geben würde.

Zweites Referendum «Wallenmatt»
Pünktlich zum Abgabetermin wurde am Montag ein zweites erfolgreiches Referendum mit 375 Unterschriften von Sarah Mathys eingereicht. Hier geht es um den Erschliessungs-Kredit der Überbauung «Wallenmatt» von 505’000 Franken. Geplant sind 77 Wohnungen.

Sorgen bereitet den Anwohnern, dass die Wallenmattstrasse als Erschliessungsstrasse vorgesehen ist. Diese Strasse dient den Kindern des Quartiers als Schulweg. An der «Herbst- Gmeind» wurde ein Rückweisungsantrag mit 22 zu 24 Stimmen knapp abgelehnt. Das erfolgreiche Referendumsbegehren wird vom Gemeinderat am 11. Januar beraten. Die Urnenabstimmung dazu wird voraussichtlich am 13. Juni erfolgen.

Wie weit sind Aaraus Millionen-Projekte?

Baustelle Kettenbrücke Aarau am 2. Januar 2021 | Der Landanzeiger

Kantonsspital, Kettenbrücke, Alte Reithalle, Bahnhof Süd: Ein Überblick über die vier grossen Neubauten.

2020 war ein Jahr mit besonderen Herausforderungen – gerade für das Kantonsspital Aarau. Trotzdem konnten die Arbeiten für den Spitalneubau Dreiklang im geplanten Zeitplan vorangetrieben werden. Im Januar 2020 gab der Regierungsrat grünes Licht zum Abschluss des Werkvertrags zwischen dem KSA und dem Totalunternehmer. Ende Juli 2020 konnte das Baugesuch für den Spitalneubau Dreiklang eingereicht werden.

Das Baufeld hat sich bedeutend verändert. Im Verlaufe des Jahres wurden das Haus 6 (Klinik für Rheumatologie, Physio- und Ergotherapie), Haus 16 (Ernährungs- und Diabetesberatung), Haus 15 (Kiosk) und im Dezember das Haus 35 (Schulungs- und Sitzungsräume) zurückgebaut. Die Kliniken und Abteilungen wurden in bestehenden Gebäuden des KSA untergebracht. Das einzige Provisorium auf dem Areal durfte am 30. November seine Eröffnung feiern: das Personalrestaurant «time out».

Im Januar 2021 wird das Baufeld nun dem Totalunternehmen übergeben und die Häuser 10 und 11 werden ebenfalls weichen (Abbruchbewilligungen liegen vor). Mitte Januar werden weitere Vorbereitungsarbeiten vorgenommen und weitere Bäume müssen weichen. Zu diesem Zeitpunkt wird das Baufeld eingezäunt und die Fusswege umgeleitet. Sobald die Baubewilligung eintrifft, starten die eigentlichen Bauarbeiten. Auch mit dem neuen Laborgebäude ging es 2020 vorwärts. Die technische Inbetriebsetzung erfolgt ab Januar 2021, ab März sind die ersten Umzüge und Inbetriebnahmen durch die Institute geplant. Im Juni soll das ganze Haus komplett in Betrieb sein. Die damit nicht mehr genutzten Häuser 19, 20 und 21 werden schliesslich ab Sommer 2021 zurückgebaut.

Baustelle KSA-Baufeld Januar 2021 | Der Landanzeiger
Das Baufeld von Haus 1 aus. Aufgenommen am 2. Januar 2021.

Thema Verkehr beschäftigt
So weit, so gut, wäre da nicht noch das Thema Verkehr. Sowohl für «Dreiklang » als auch für das gewünschte Parkhaus gibt es Einsprachen (dieselben Einsprecher). Gegen den Spitalneubau haben die Einsprecher grundsätzlich nichts einzuwenden, nur Verkehr wollen sie keinen. So befürchten gewisse Bewohner des Gönhardquartiers mehr Verkehr, wieder andere Quartiere befürchten Mehrverkehr, wenn der Zugang zum Spital nicht mehr durch das Gönhardquartier möglich wäre. «Zuerst müssen wir nun das Thema rund um Dreiklang lösen. Für die Einsprecher ist es rechtlich kein Nachteil, wenn sie Dreiklang nicht weiter behindern würden. Das KSA hat mehrmals und auch schriftlich zugesichert, alle Themen rund um den Verkehr innerhalb des Baugesuchs Mitarbeiterparking aufzunehmen», sagt Sergio Baumann, Leiter Departement Betrieb und Mitglied der KSA-Geschäftsleitung. Grundsätzlich könne das KSA all diese Themen nicht alleine lösen. Zudem wird das Verkehrsregime von Stadt und Kanton verantwortet. Da ist das KSA auch nur einer unter vielen Stakeholders.

Mit allen Einsprechern gegen Dreiklang fanden intensive Gespräche statt. Einige haben daraufhin die Einsprachen zurückgezogen. «Von daher gehen wir davon aus, dass wir die Baubewilligung für Dreiklang im Januar 2021 erhalten. Auch hoffen wir, vom grossen Goodwill, den wir in der Bevölkerung spüren profitieren zu dürfen, sodass diese unangefochten bleibt. Ist dem so, werden wir danach zusammen mit Stadt und Kanton ans Thema Verkehr / Mitarbeiterparking gehen. Da erwarten wir eine längere Durststrecke», so Sergio Baumann.

Das Neubau-Projekt Dreiklang sollte ohne Verzögerungen per 5. Mai 2025 fertig sein. Die Rückbauten und die Anpassung der Umgebung dauern dann nochmals etwas über ein Jahr, sodass Ende 2026 alles bereinigt sein sollte. «Bezüglich Parkhaus wäre es möglich », so Baumann «in den nächsten 18 Monaten eine einvernehmliche Lösung zu suchen. Danach wird der Bau innerhalb von maximal zwölf Monaten realisiert werden können. Das Jahr 2021 wird spannend.

Kettenbrücke
Seit Februar 2020 rollt der Verkehr über die Hilfsbrücke, die spektakulären Abbrucharbeiten folgten und lockten unzählige Schaulustige an. Mit einer Hydraulikbaggerzange wurde der Beton verbissen. Das Abbruchmaterial landete in einer Mulde, die auf dem Wasser schwamm. Rund 2500 Kubikmeter Beton wurden abgebrochen. Kein Bau-Projekt war 2020 so sehenswert wie die Kettenbrücke.

Die Abbrucharbeiten sind bis auf den Pfeiler Nord fertig. Vor Weihnachten konnte zudem mit den ersten Betonarbeiten gestartet werden. Das Widerlager Süd sowie der Pfeiler Süd sind in Arbeit. Wenn die Widerlager und Pfeiler betoniert sind, wird der Hilfssteg fertiggestellt, damit mit dem Leergerüst für den Oberbau gestartet werden kann. Die Widerlager und Pfeiler dienen als Abstützung des Oberbaus, der in Etappen betoniert wird. Dafür wird ein Leergerüst in die Aare gestellt, damit das Schalen des Oberbaus und letztendlich die Betonieretappen möglich ist.

Eigentlich sollte die Kettenbrücke noch 2021 in Betrieb genommen werden. «Wir haben mit verschiedensten Schwierigkeiten wie Geologie und Altlasten zu kämpfen. Die Bauarbeiten weisen einen Verzug auf. Abklärungen sind am Laufen, wie und ob wir die Verzögerungen wieder gut machen können», sagt Bauleiter Roberto Scappaticci.

Baustelle Alte Reithalle Aarau | Der Landanzeiger
Die Alte Reithalle soll im Oktober 2021 eröffnet werden.

Alte Reithalle
Ganz sicher 2021 eröffnen will die Reithalle und man ist auf Kurs. Im November wurde das Überdach montiert, im Halleninnern laufen die Innenausbauarbeiten. Anschliessend wird die Theatertechnik installiert, wofür ein halbes Jahr benötigt wird. Die alte Reithalle soll im Oktober eröffnet werden. Im Gegensatz zu den anderen Bauprojekten ist die Reithalle nicht wirklich ein Neubau. Denn sie wird nicht komplett umgebaut, sondern primär ganzjahres- tauglich renoviert und mit den nötigen Installationen für eine vielseitige Nutzung ausgestattet. Das Gebälk der Halle wird auch nach dem Umbau zu sehen sein und auch der alte Verputz an den Wänden wird nach wie vor Zeugnis der langen Geschichte dieser Halle sein.

Baustelle Bahnhof Süd Aarau | Der Landanzeiger
Auch beim Bahnhof Süd schreiten die Beuarbeiten gut voran. Aufgenommen am 2. Januar 2021.

Bahnhof Aarau Süd
Beim Bahnhof Aarau Süd wird ein neues Gebäude erstellt, dies im Rahmen eines Baukonsortiums von Aargau Verkehr AG (AVA) und der Metro Immobilien AG, Aarau. Der Gebäudeteil von Aargau Verkehr AG (AVA) beinhaltet Räumlichkeiten für die Bahnleitstelle und die eigene Bahnverkaufsstelle. In den Obergeschossen befinden sich Büroräume für die Direktion sowie für Mietwohnungen. Ergänzt werden diese Flächen mit Verkaufsräumen im ersten Untergeschoss entlang der verbreiterten Personenunterführung. Der Gebäudeteil von Metro Immobilien AG, Aarau bietet im Untergeschoss Platz für Verkaufsläden. In den Obergeschossen werden ebenfalls Räumlichkeiten für Büro und Wohnraum erstellt. Zusätzlich wird die Bahnanlage erweitert. Gleis 12 und Gleis 13 entsprechen bereits den künftigen Anforderungen. Das Gleis 11 wird erweitert für längere Züge (120 Meter). Zudem werden die Rampen und Treppen ausgebaut und die Unterführung verbreitert.

Der Baubeginn war im Januar 2020. Seit März befinden sich die Bahnleitstelle und Bahnverkaufsstelle Aargau Verkehr in einem Provisorium. Im Juni wurde das fast 100-jährige Bahnhofsgebäude abgerissen. «Die Bauarbeiten sind auf Kurs», informiert Projektleiter Beat Engelhardt. Die Bohrpfahlwand und das Schutzgerüst zu den Geleisen von Aargau Verkehr sind erstellt, der Aushub für das Baufeld West ist in Arbeit. Zudem haben die Arbeiten zur Ausweitung der Personenunterführung begonnen. Im Februar 2021 starten dann die Baumeisterarbeiten im Baufeld West und im Baufeld Ost wird mit den Aushubarbeiten begonnen. Der Bahnhof Süd wird voraussichtlich im Winter 2023 /2024 fertig sein.

Seit dem 5. Januar wird geimpft

Corona-Impfung im Aargau | Der Landanzeiger

In den Impfzentren der Kantonsspitäler Aarau und Baden werden seit dem 5. Januar besonders gefährdete Personen und über 75-Jährige gegen das Coronavirus geimpft. Zudem sind mobile Impfteams in Alters- und Pflegeheimen unterwegs.

Der Start der Impfkampagne erfolgte am 5. Januar in den Impfzentren des Kantonsspitals Aarau (KSA) und des Kantonsspitals Baden (KSB) sowie durch mobile Einheiten. Diese versorgen Heime und besonders gefährdete Personen zu Hause, die nicht transportfähig sind.

Dem Kanton Aargau stehen in einer ersten Phase gut 17’000 Impfdosen zur Verfügung. Diese stammen aus einer ersten Lieferung mit rund 8000 Impfdosen und einer zweiten Lieferung von gut 9000 Impfdosen, die in den nächsten Tagen eintreffen sollte. Weitere Dosen stehen dem Kanton gemäss Planung ab Kalenderwoche 3 zur Verfügung.

Kanton ist bereit
Die Impfstrategie des Kantons folgt den Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Demnach haben Personen ab 75 Jahren sowie solche mit chronischen Vorerkrankungen Priorität.

Bei mobilen Einsätzen des Impfteams wird zudem das Personal in stationären Pflegeeinrichtungen geimpft, das mit besonders gefährdeten Personen in Kontakt steht. «Der Impfstoff ist limitiert, sobald mehr davon zur Verfügung steht, impfen wir das gesamte Gesundheitspersonal und weitere Personengruppen», betonte die Leiterin der Abteilung Gesundheit, Barbara Hürlimann.

Impftermine beschränkt
Etwa ein Drittel des zur Verfügung stehenden Impfstoffs steht derzeit den Alters- und Pflegeheimen zur Verfügung. Die Impfzentren des Kantonsspitals Aarau (KSA) und des Kantonsspitals Baden (KSB) bauen ihre Kapazität laufend aus. Geplant ist später zudem die Möglichkeit zur Impfung bei anderen Spitälern in den Regionen, bei Häusärzten oder Apotheken.

In der ersten Phase stehen 2’500 Termine pro Woche in den Impfzentren zur Verfügung. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass jede Person zwei Impfungen benötigt, bevor der volle Schutz eintritt. Das bedeutet auch, dass Impfzentren und mobile Impfteams Kapazitäten für die zweite Impfung frühzeitig blockieren müssen. «Steht genug Impfstoff zur Verfügung, werden Ende Januar etwa 15’000 Aargauerinnen und Aargauer ihre erste Impfdosis erhalten haben», sagte der Leiter der Impfkampagne, Andreas Obrecht.

Anmeldung beim KSA und KSB
Die Anmeldung für einen Impftermin ist derzeit nur für besonders gefährdete Personen über 75 Jahre sowie Personen mit chronischen Krankheiten mit höchstem Risiko auf den Webseiten des Kantonsspitals Aarau und des Kantonsspitals Baden möglich. Die Termine bis 11. Januar 2021 sind bereits ausgebucht.

Weitere Informationen und Anmeldungsmöglichkeit unter folgenden Webadressen:

www.ksa.ch
www.ksb.ch
www.ag.ch/coronavirus-impfung

Kreativität und Neugierde als Erfolgsformel

Werner Vogel Argotec AG Oberentfelden | Der Landanzeiger

Das Ausführen von hochpräzisen Drahterodier-Arbeiten, perfekt bis ins kleinste Detail, ist die Spezialität der Argotec AG. Das Unternehmen erodiert, was man nicht fräsen, drehen, stanzen oder lasern kann.

Die Argotec AG hat ihren Sitz in einem modernen Industriegebäude in Oberentfelden. Beim Empfang und im Bürobereich fühlt man sich als Besucher sofort wohl. Die Produktionsräume mit den Maschinen für die Drahterosion befinden sich in den Nebenräumen.

Werner Vogel ist gut gelaunt und offeriert dem Besucher einen Kaffee. Beim Gespräch erzählt er, wie seine Kreativität schon vor vielen Jahren im Lehrbetrieb gefördert wurde. Bereits dort musste er oft nach aussergewöhnlichen Lösungen suchen. Die Neugierde war immer seine Triebfeder. Egal in welcher Tätigkeit. Besonders hilfreich war diese Eigenschaft in Saudi-Arabien, wo er als Manager eine Zementfabrik leitete: «Probleme musste man dort selber lösen. Man konnte nicht einfach jemanden anrufen und Hilfe anfordern. Man war ja mitten in der Wüste!»

Jungunternehmer erkannte neue Möglichkeiten
In den Achtzigerjahren kam eine neue Generation von Erodiermaschinen auf den Markt. Sie waren fünfmal schneller als ihre Vorgängermodelle und erst noch schön in der Farbe. Dies weckte das Interesse von Werner Vogel und er wurde zum Jungunternehmer.

Die Argotec AG produziert Zahnräder für die Uhrenindustrie | Der Landanzeiger
Die Argotec AG produziert Zahnräder für die Uhrenindustrie.

Die Drahterosion lässt unendlich viel zu
Die Technologie der Drahterosion ist grundsätzlich simpel und einfach. Die Teile lassen sich ohne grosse Probleme zuverlässig bearbeiten. Das Erkennen der Möglichkeiten der Bearbeitung von anspruchsvollen Metallteilen ist die Passion von Werner Vogel. Dank seiner Kreativität ist er mit seinem Team immer wieder in der Lage, komplexe Prototypen bis zu Grossserien zu erodieren. «Eine unserer Spezialitäten ist es, Dinge zu machen, die andere nicht umsetzen.»

Bestehende Denkmuster infrage stellen
Wer mit Werner Vogel spricht, realisiert rasch, dass es ihn reizt, immer wieder innovative und spezielle Lösungen zu finden, damit er auch ganz schwierige und scheinbar unmögliche Werkstücke erodieren kann. Im ersten Moment denkt man oft, dass die langjährige Erfahrung hilft. Aber das stimmt in den Augen des Argotec- Patrons nicht: «Die Erfahrung kann das Denken limitieren. Erfahrung ist Vergangenheit.» Aber wie lautet denn die richtige Denkweise? Werner Vogel schmunzelt: «Man muss Bestehendes infrage stellen, in Lösungen und nicht in Problemen denken.»

Der nächste Schritt: Übergabe
Zurzeit strebt Werner Vogel eine Lösung für den Generationenwechsel an und er sucht aktiv nach einem Kompagnon, mit dem er das nächste Kapitel der Argotec AG aufschlagen und einleiten will.

Infos: www.argotec.ch

«Gemeinsam schaffen wir das!»

Landammann Dr. Markus Dieth | Der Landanzeiger

Liebe Landanzeiger-Leserinnen
Liebe Landanzeiger-Leser

2020 war für uns alle ein beispiellos herausforderndes Jahr. Momente der Sorge, oder gar Verzweiflung und Trauer, wechselten sich ab mit Lichtblicken der Hoffnung, Zuversicht und grosser Solidarität in der Bevölkerung. Die Corona-Pandemie bedeutet für die Schweiz und die Kantone aber auch für die ganze Welt eine noch nie dagewesene historische Herausforderung. Wir werden noch lange an deren Folgen zu tragen haben. Wer hätte gedacht, dass ich in meiner Funktion als Landammann am 16. März die kantonale Notlage ausrufen muss – zum Schutz der Aargauerinnen und Aargauer, aber auch im Wissen, welche Auswirkungen der Lockdown für unsere Wirtschaft, für Schule, Kultur und Sport haben wird. Diesen Moment der grossen Sorge und gleichzeitig der Zuversicht werde ich nie vergessen.

Der Regierungsrat hat die Gefährdungslage bereits seit Anfang Jahr laufend beobachtet und analysiert und rechtzeitig Gremien zur Krisenbewältigung eingesetzt, um die notwendigen Vorkehrungen in Abstimmung mit dem Bund zu treffen. Dabei konnte ich mich stets auf eine solide und gute Zusammenarbeit im Regierungsrat und mit den Mitgliedern des Kantonalen Krisenmanagements stützen. Zusätzlich getragen haben uns die grosse Toleranz und das Verständnis in der Bevölkerung. Dafür möchte ich mich im Namen des Aargauer Regierungsrat ganz herzlich bedanken. Gerade in anspruchsvollen und schwierigen Zeiten wie diesen, ist es ganz besonders wichtig, diesen Rückhalt zu spüren.

Es war für den Aargauer Regierungsrat auch sehr wichtig, so rasch als möglich ein Hilfspaket für die Wirtschaft zu schnüren und mit entsprechenden Massnahmen auch die weiteren von der Krise wirtschaftlich hart getroffenen Bereiche wie Gastronomie, Kultur, Sport und auch die Spitäler zu unterstützen. Ich bin stolz darauf, dass Regierung und Verwaltung zusammen mit dem Grossen Rat den Kanton mit Augenmass durch dieses spezielle Jahr geführt haben und zudem noch zahlreiche wichtige strategische Vorhaben umgesetzt haben – wie zum Beispiel den Abschluss der Haushaltssanierung. Wir konnten so für den Aargau wieder Handlungsspielraum erarbeiten. Gerne hätten wir diesen für Zukunftsprojekte genutzt, die den Wohn- und Wirtschaftsstandort Aargau weiterbringen. Jetzt haben die Folgen der Coronavirus-Pandemie Priorität.

Es gab im vergangenen Jahr selbstverständlich auch sehr schöne und berührende Momente. Gerne erinnere ich mich zurück an die Landammannfeier Anfang Januar 2020 in Wettingen, an die vielen schönen Begegnungen mit der Aargauer Bevölkerung an den Landammann-Stammtischen – sofern sie durchgeführt werden konnten. Sehr gefreut habe ich mich auch über die Wiederwahl in den Aargauer Regierungsrat im Herbst und das grosse Vertrauen, welches mir die Aargauer Bevölkerung mit dem tollen Wahlresultat ausgesprochen hat. Ich freue mich darauf, in der kommenden Legislatur die Zukunft unseres Kantons weiter mitgestalten zu dürfen und strategisch wichtige Vorhaben umzusetzen, die den Standort Aargau stärken.

Der Regierungsrat dankt allen Aargauerinnen und Aargauern für ihre Solidarität in diesem besonderen Jahr. Er dankt insbesondere dem Gesundheits- und Pflegepersonal in den Spitälern und Heimen für ihren grossartigen Einsatz sowie allen Mitwirkenden im kantonalen Krisenmanagement, die mit ihrer Arbeit und ihrem Know-how tagtäglich zur Bewältigung der Krise beitragen.

Die eigentliche Normalität ist noch weit weg. Wir müssen uns daran gewöhnen, mit dem Virus zu leben. Im Namen des Regierungsrats appelliere ich an die Bevölkerung, alle Massnahmen und Empfehlungen der Behörden diszipliniert zu befolgen sowie soziale Kontakte und unsere Mobilität einzuschränken. Die Massnahmen und Schutzkonzepte können nur greifen, wenn sie von allen eingehalten und konsequent umgesetzt werden. Gemeinsam schaffen wir das! Gemeinsam für unseren Aargau sind und bleiben wir zäme stark!

Ich wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen von Herzen ein glückliches und gesundes neues Jahr.

Dr. Markus Dieth, Landammann 2020

«Corona hat das Jahr auf den Kopf gestellt»

Stefan Jost und seine Frau Christina Jost | Der Landanzeiger

Stefan Jost ist Inhaber des Aarauer Geschäfts Küchenpunkt, seine Frau Christina führt den Laden an der Kronengasse. Zudem ist Stefan Jost der Präsident der Detailhandelsvereinigung «Zentrum Aarau». Im Interview blickt er auf das Corona-Jahr zurück, erzählt von seinem ersten Eindruck der City Managerin und wagt einen Ausblick auf das Jahr 2021.

Herr Jost, wie haben Sie das Corona-Jahr erlebt?
Stefan Jost: Wie alle anderen auch. Corona hat das ganze Jahr komplett auf den Kopf gestellt. Als wir während des Lockdowns im Frühling die Läden schliessen mussten, das war eine sehr schwere Zeit. Wir sind aber stolz auf unsere Läden, die diese schwierige Zeit gut verarbeitet haben. Die meisten haben auch die Schutzkonzepte vorbildlich umgesetzt, um keinen Anlass zu geben, die Massnahmen zu verschärfen.

Nun kam es trotzdem dazu, dass die Massnahmen verschärft wurden. Wer nicht Güter des dringenden und täglichen Bedarfs verkauft, muss bis am 22. Januar schliessen. Was halten Sie von der Massnahme?
Ich verstehe grundsätzlich, was damit erreicht werden muss. Die Umsetzung mit dem Lockdown im Aargau ist einfach unglücklich, da jetzt alle in die anderen Kantone fahren. Auch ist es eine Verzerrung des Wettbewerbes, wenn Spezialgeschäfte schliessen und dann grosse Ketten doch alles verkaufen dürfen.

Wie hart trifft euch das?
Diejenigen, die es trifft, ganz hart. Vier Tage vor Weihnachten ist das Geschäft geschlossen oder komplett eingebrochen. Es ist leider so, mit der Botschaft, dass die Geschäfte geschlossen sind, kommen auch keine Kunden in die Läden, die noch offen hätten. Es trifft somit jedes Geschäft, nur nicht die grossen Ketten. Ich bin auch der Meinung, dass den meisten gar nicht klar ist, dass wir auch fast den ganzen Januar geschlossen haben werden.

Von welchen Seiten haben Sie bisher Unterstützung erfahren?
Im Rahmen der Hilfsprogramme des Bundes und der Stadt konnte, wer wollte, Unterstützung bekommen. Der Haken an der Sache, es sind Schulden. Die Kredite müssen zurückbezahlt werden.
Was uns aber besonders gefreut hat, ist das, was nach dem Lockdown im Frühling folgte. Die Leute unterstützen vermehrt das lokale Gewerbe. Auch die Zentrums-Gutscheine wurden rege genutzt. So verschenkten beispielsweise Firmen, anstelle des Weihnachtsessens, ihren Mitarbeitenden Gutscheine, damit sie sich selbst ein Weihnachtsgeschenk machen konnten. Das schätzen wir sehr.

Wie haben die Vermieter auf eure schwierige Situation, gerade während des Lockdowns, reagiert?
Beim Zusammenspiel von Vermietern und Ladenmietern gab es alle möglichen Szenarien. Die einen haben die Mieten komplett erlassen, andere haben eine gestaffelte Miete eingeführt, wieder andere haben gar nicht auf die Situation reagiert. Klar, die Vermieter können auch nichts für die Situation, aber ich bin der Meinung, wenn beide mit einem blauen Auge aus der Situation herauskommen, ist ihnen mehr geholfen, als wenn einer beide blauen Augen abkriegt.

Reichte die bisherige Unterstützung, die ihr bekommen habt?
Ja. Wir hätten uns aber gefreut, dass man für den Detailhandel pragmatische Lösungen gefunden hätte. Wir hätten zum Beispiel während der Adventszeit gerne Weihnachtshäuschen aufgestellt, damit wir auch Ladenfläche draussen gehabt hätten. Diese Idee wurde aber nicht unterstützt.

Wie haben die anderen Zentrumsmitglieder die bisherige Corona-Zeit erlebt?
Wer vor dem Lockdown bereits einen Onlineshop hatte, war sicher im Vorteil. Heute verfügen die meisten Geschäfte über diese Möglichkeit und können so auch auf diesem Weg mithalten – ohne geht es kaum noch. Wir haben aus den Reihen der Mitglieder keine negativen langfristigen Folgen herausgehört.
Seitens Zentrum haben wir die sozialen Medien verstärkt genutzt und unter dem #aaraueinkaufen die Beiträge der Mitglieder verbunden.

Corona ist aber nicht das einzige, das im Jahr 2020 geschehen ist. Ihr habt auch eine City Managerin bekommen. Hattet ihr bereits genügend Zeit einander kennen zu lernen?
Die City Managerin ist Teil von Aarau Standortmarketing und für uns die wichtigste Ansprechperson. Es ist ein neues Berufsmodell, das viel Entwicklungspotential hat. Es ist für uns alle Neuland und wir werden das Berufsfeld zusammen formen. Die ersten Kontakte mit Romana Waller waren sehr positiv und wir unterstützen uns gegenseitig. Denn wir wollen, dass sie Erfolg hat.

Wie ist der erste Eindruck?
Für uns war es wichtig, in diesem Job jemanden zu haben, der die Anliegen des Detailhandels versteht. Da hat die Auswahlkommission mit Romana Waller eine bestens qualifizierte Person gefunden. Wir sind absolut happy mit Romana. Der Start ist ihr absolut gelungen und ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.

Was erhofft ihr euch von der City -Managerin?
Für uns ist wichtig, dass Leerflächen wieder besetzt werden können. Es soll keine einseitige Nutzung entstehen, sondern einen guten Ladenmix haben. Sie ist mit den Liegenschaftsbesitzern und der Stadt in Kontakt, mit der -Gastronomie, mit dem Gewerbe, dem Citymärt und uns und wird somit zum Bindeglied. Wir sind eine Stadt und -jeder profitiert von jedem und genau das unterstützt Romana Waller in ihrer Aufgabe als City Managerin.

Wo sehen Sie momentan Handlungsbedarf?
Beim Veloverkehr. Ich begrüsse es, dass die Leute vermehrt mit dem Velo in die Stadt kommen. Damit die Velos nicht willkürlich überall hingestellt werden, braucht es aber gerade in der Altstadt öffentliche Veloständer. Der Veloverkehr müsste mehr gelenkt werden, damit es einerseits verkehrsmässig sicherer ist und andererseits die Betriebe durch den Veloverkehrt nicht gestört werden.

Welche Themen werden das Zentrum 2021 beschäftigen?
Momentan überlegen wir uns, ob es die Organisation Zentrum Aarau weiter in dieser Form braucht. Viele Geschäfte nutzen wohl die Plattform, wollen sich aber nicht beteiligen und verweigern eine Zusammenarbeit grundsätzlich. Da stellt man sich schon die Frage, ob ein Verein noch die richtige Organisation ist und ob man sich dafür weiterhin ehrenamtlich engagieren will. Zwar findet jeder gut, was wir machen, aber sich engagieren, will niemand. Wenn wir niemanden finden, der die Organisation mit allem Drum und Dran auf sich nimmt, wird auch beispielsweise das Night Shopping nicht mehr stattfinden können. Es ist nichts, was vom einen auf den anderen Tag geschehen wird, aber wir vom Vorstand beschäftigen uns mit der Zukunft des Zentrums.

Was wünschen Sie sich für 2021?
Ich wünsche mir, dass jedes Geschäft bei uns Mitglied wird, die Zentrumsgutscheine als Zahlungsmittel akzeptieren und wir eine gute Lösung für die Zukunft des Detailhandels finden.

Metzger im Fondue-Chinoise-Stress

Bruno Berchtold | Der Landanzeiger

Hochbetrieb in den beiden Metzgereien Berchtold in Muhen und Sandmeier in Kölliken. Um die vielen Bestellungen für den Weihnachtsklassiker Fondue Chinoise abwickeln zu können, liessen sich die beiden Metzgereien für den 24. Dezember etwas einfallen und sorgten mit Aussen-Verkaufsstellen für stressfreies Einkaufen.

Markus Sandmeier | Der Landanzeiger
Markus Sandmeier mit einem Fondue Chinoise in der Ausgabestelle im Festzelt.

Die Bilder rund um die beiden Metzgereien Berchtold in Muhen und Sandmeier in Kölliken ähnelten sich: In beiden Betrieben war am 24. Dezember Hochbetrieb. An beiden Orten sorgte ein Parkdienst dafür, dass es kein Verkehrs-Chaos gab. Fondue Chinoise und weitere Festtagsklassiker wie Rindsfilet oder «Filet im Teig» wurden für diesen Tag in grosser Zahl bestellt und standen in den beliebten Metzgereien zur Abholung bereit.

Am Vorabend waren die Teams beider Betriebe bis in die Nacht hinein an der Arbeit. «Wir hatten eine Crew von über sechzig Personen, die bis etwa neun Uhr abends alles bereit machte», erklärt Markus Sandmeier. Der Metzger aus Kölliken steht in einem grossen Festzelt. Hier werden an diesem Tag weit über tausend Bestellungen über die drei zusätzlichen Abhol-Theken gehen. «Das hätten wir in unserer relativ kleinen Metzgerei nicht coronakonform machen können», erklärt Markus Sandmeier. Erstmals hat er ein Festzelt aufbauen lassen. Die Kunden konnten hier ihre bestellten Waren ohne Wartezeit und mit genügend Abstand abholen.

Metzgerei Sandmeier, Kölliken | Der Landanzeiger
Metzgerei Sandmeier, Kölliken: Auch das Tele M1 interessierte sich für den Hochbetrieb am 24. Dezember.

Eigentlich wollte die Metzgerei Sandmeier schon um fünf Uhr morgens öffnen. «Nach den neusten Bestimmungen des Bundes durften wir jedoch erst um sechs Uhr öffnen und mussten jenen Kunden vertrösten, der schon um 5.15 Uhr vor der Türe stand», erklärt Markus Sandmeier.

Metzgerei Berchtold, Muhen | Der Landanzeiger
Metzgerei Berchtold, Muhen: In der Halle neben der Metzgerei konnten die bestellten Festtags-Köstlichkeiten abgeholt werden.

Auch die Metzgerei Berchtold in Muhen hatte eine ähnliche Idee und richtete im Freien eine Abholstelle ein. Dazu hatte er seine Anlieferhalle umfunktioniert, die sich im gleichen Gebäude befindet wie die Metzgerei. Für die Festtage am meisten bestellt wurde auch hier Fondue Chinoise. «Aber auch Rindsfilet und Filet im Teig wurde oft bestellt und dieses Jahr auch klassische Braten», erklärt Bruno Berchtold.

In beiden Metzgereien wird es am heutigen Silvester wieder ähnlich zu und hergehen. In Kölliken ist das grosse Festzelt seit sechs Uhr morgens wieder in Betrieb. 

Vorfreude: MAG 2021 wird geplant

Vorfreude: MAG 2021 wird geplant | Der Landanzeiger

Wer plant, schürt Hoffnung! Der Markt Aarauer Gewerbetreibender (MAG) 2021 ist vom 30. September bis 3. Oktober vorgesehen. Die Ausschreibung zur Teilnahme erfolgt im Januar.

Der MAG 2020 mit dem Auftrag zur erstmaligen Organisation durch Mike Zettel von Kein Ding GmbH Dulliken fiel der Corona-Pandemie zum Opfer. Die zeitgerechte Absage bewahrte Organisator und Verein vor finanziellem Schaden aus Verbindlichkeiten durch abgeschlossene Verträge. An seiner ordentlichen Planungssitzung im November beschloss der Vorstand, am Mandat an Mike Zettel festzuhalten, die Durchführung des MAG 2021 vorzusehen und die Ausschreibung zur Teilnahme im Januar zu veröffentlichen. Alle für dieses Jahr geplanten Aktivitäten und Veränderungen sollen 2021 umgesetzt werden. Der Vorstand ist sich auch bewusst, dass möglicherweise aufgrund der Ansammlung von verschobenen Gewerbeausstellungen in der Region die Akquisition der angestrebten Zahl an Ausstellern und Beizenbetreibern schwierig werden könnte. Der MAG 2021 findet wie gewohnt in der Woche nach dem Bachfischet von Donnerstag, 30. September bis Sonntag, 3. Oktober statt. Die Ausschreibung für Teilnehmende wird im Laufe des Januars auf der Website www.mag-aarau.ch zu finden sein. Bisherige Aussteller werden direkt bedient.

Mutationen im Vorstand
Rainer Zulauf wird nach 15 Jahren das Präsidium des MAG-Vereins abgeben. Seinem Engagement und seiner MAG-Leidenschaft ist es zu verdanken, dass die Organisation in den Jahren 2005 und 2006 nicht kollabierte. Die Hinterlassenschaft bestand aus einer langen und fest zementierten Tradition im städtischen Jahreskalender und aus unbezahlten finanziellen Verpflichtungen der Vorgängerorganisation. Rainer Zulauf hat sich mit Namen und Hingabe sowie seinem Vorstandsteam den Herausforderungen gestellt und dafür gesorgt, dass der MAG-Verein mit seinen rund 100 Mitgliedern heute finanziell auf gesunden Beinen steht und Verdruss der Freude gewichen ist. Auch Hanspeter Liniger verlässt nach über zehnjähriger MAG-Tätigkeit den Vorstand. Fabian Koch, Marcel Suter und Christoph Urech stellen sich weiterhin zur Verfügung. Zudem ist der Vorstand derzeit für Ergänzung des Vorstandes und Bestellung des Präsidiums bemüht. Ob die Jahresversammlung am 22. Februar wird stattfinden können, ist ungewiss. Auf die Organisation des MAG 2021 würde die Verschiebung keinen Einfluss haben. Mit der Vorfreude kann begonnen werden. 

Das Ruftaxi fährt weiter

Wiliberger Gemeinderat Manfred Müller | Der Landanzeiger

Am 2. Januar 2020 feierte das Wiliberger Ruftaxi Premiere. Nach dem ersten Betriebsjahr zieht der Gemeinderat ein Fazit und senkt die Preise.

«Das vergangene Jahr war Corona bedingt kein ideales für den Start des Ruftaxibetriebs», sagt der Wiliberger Gemeinderat Manfred Müller, in dessen Ressort das Ruftaxi angesiedelt ist. Mehr als 25 Fahrten hätte sich der Gemeinderat schon gewünscht.

Wie sich die Altersgruppen der Fahrgäste zusammensetzen, ist aus den Abrechnungen mit dem Taxiservice erbringenden Unternehmen, der Tschannen AG Zofingen, nicht ersichtlich – aus den vermerkten Namen jedoch erkennbar, dass sowohl jüngere als auch ältere Fahrgäste das Ruftaxi in Anspruch nahmen.

Zofingen stellte sich als das am häufigsten angepeilte Fahrtziel heraus, an zweiter Stelle rangierte Reiden, danach Bottenwil und Reitnau gleichauf. Rund die Hälfte der Fahrten lagen in den Nachtstunden, alles Einzelfahrten. Sammelfahrten wurden nicht gebucht.

Fahrt nach Zofingen wird 11 Franken günstiger
Aufgrund der relativ geringen Nachfrage wurde das Budget nicht ausgeschöpft. Der Zuschuss des Kantons ist nicht in Gefahr, das Pilotprojekt kann fortgesetzt werden. Der Kanton wünscht sich dabei, dass das Ruftaxi häufiger beansprucht würde, vor allem unter Tage, und weniger in den Nachtstunden. Welche Auswirkungen die Pandemie auf die Ruftaxinutzung bisher hatte, ist nicht belegbar. «Sammelfahrten und Einzelfahrten mehrerer Personen in einem Taxi wären aus Sicht von Corona auch keine gute Wahl gewesen», so Manfred Müllers Vermutung. Sammelfahrten werden 2021 gekippt, auch die Jugend- und Kindertarife entfallen. Eine weitere, in Absprache mit dem Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau beschlossene Änderung ist, dass Fahrgäste von und nach einem beliebigen Ort im Stadtgebiet Zofingen statt 35 nur noch 24 Franken zahlen. Fahrten von und in das Gemeindegebiet Reidens, Reitnaus und Bottenwils kosten neu 12 Franken.

Fahrten werden pro Fahrt berechnet und nicht mehr pro Gast
Allgemein werden Fahrten nicht mehr pro Fahrgast, sondern pro Fahrt verrechnet. Mit dem Anreiz Fahrgemeinschaften zu bilden, reduzieren sich die Kosten je beförderter Person erheblich. Absprachen für eine gemeinsame Taxifahrt dürfte in Corona-Zeiten mit immer restriktiver werdenden Beschränkungen schwerfallen, für Familienangehörige aber eine feine Sache sein, wenn man den eigenen Wagen zu Hause in der Garage stehen lassen und zu einem der definierten Fahrtziele gelangen möchte. Weiterfahrten sind zu normalen Taxitarifen zusätzlich möglich.

Dem Zufall überliess der Gemeinderat Wiliberg im Vorfeld der Reglementanpassung nichts. Die November-Umfrage mit nur wenigen von 75 versandten Rückmeldungen ist wenig repräsentativ, doch zeigt sie eine bemerkenswerte Tendenz auf. Acht von neun Rückläufern finden das Ruftaxi grundsätzlich gut, auch soll das Angebot weiterhin bestehen bleiben. Nur zwei Befragte kreuzten an, dass Covid-19 der Grund für die Nichtbenutzung war, Zweidrittel befanden dagegen, dass die Fahrt von und nach Zofingen zu teuer sei. Dies führte letztendlich zur Anpassung. Um das Ruftaxi weiter am Leben erhalten zu können, benötigt es vor allem den Willen der Wiliberger Bevölkerung, rege von dem nun noch attraktiver gestaltetem Ruftaxiangebot Gebrauch zu machen.