Das Projekt «Auberge» hat überzeugt

Die Visualisierung des Siegerprojekts «Auberge»: rechts das neue Pflegeheim, links kommt später das neue Wohnheim | Der Landanzeiger

«Im Projekt zum Neubau des Pflegeheims Herosé muss vieles berücksichtigt werden. Die Bewohner und ihre Angehörigen, die Funktionalität und der Arbeitsprozess, die Nachbarschaft und das Quartier, das Herzoghaus unter Denkmalschutz und der Park mit dem Teich und den Bäumen. All das musste Hand in Hand geplant werden », schildert Stadträtin Angelica Cavegn die Herausforderungen.

Das Projekt «Auberge» konnte die Jury im Projektwettbewerb überzeugen. Für das Siegerprojekt verantwortlich sind die Büros Arge Meier Gadient Architekten mit Rogger Ambauen, die bereits das Buchser Alterszentrum Suhrhard gebaut haben.

Mit Schwimmbad und Dementgarten
Überzeugt hat das fünfstöckige, Z-förmige Gebäude durch seinen Grundriss. Es entstehen Rundläufe entlang der kranzförmigen Zimmeranordnung. Zusammen mit den geschickt gesetzten grösseren und kleineren Kernen entstehen auf der Station verschiedene Spazierwege, die nie in einer Sackgasse enden. Aufgelockert wird das ganze mit Ausblicken durch Aufenthaltsräume mit Logien und Sitznischen. «Viele Flächen sind flexibel nutzbar und nicht schon durch den Grundriss fix definiert », sagt Stadtbaumeister Jan Hlavica.

Auch Rupert Studer, Leiter der städtischen Abteilung Pflegeheime, sieht darin einen grossen Vorteil: «Wir brauchen Individualität. Wir wissen zwar was heute ist und können erahnen, was in zehn Jahren sein wird. Aber wie es in 20, 40, 50 Jahren aussieht wissen wir nicht. Das Siegerprojekt bietet die Möglichkeit genau darauf zu reagieren», sagt er. Im Erdgeschoss sind die öffentlichen und gemeinschaftlichen Nutzungen angeordnet. Dort befindet sich auch der eingeschossige Anbau für ein kleines Schwimmbad. Auch ein seperater Dementgarten soll errichtet werden.

Grossteil des Parks bleibt erhalten
Die Holz-Beton-Hybridkostruktion wird von der Jury bezüglich grauer Energie als gut eingestuft. Das Projekt überzeugte die Jury auch durch seine Platzierung der Baukörper. Das neue Pflegeheim wird nordöstlich anstelle der heutigen Alterssiedlung gebaut. Die Anzahl der Pflegeplätze bleibt gleich. Trotzdem sind die Baukörper sehr kompakt, weshalb das Projekt deutlich unter dem Durchschnitt liegende Flächen- und Volumenkennwerte aufweist.

So kann auch der öffentliche Park in der Mitte des Areals weitgehend erhalten bleiben. Der Teich aus dem 19. Jahrhundert wird etwas verkleinert und einige grosse Buchen im Norden des Parks müssen für den Bau weichen, werden aber durch gleichwertige Bäume ersetzt. «Es ist ein Altersheim, aber es hat einen wohnlichen Charakter», fasst Jan Hlavica zusammen. «Der Neubau weist eine Eigenständigkeit als Körper auf, ist aber eingebunden in die ganze Situation auf dem Areal. Mit dem Bau des neuen Pflegeheims soll voraussichtlich nach der Volksabstimmung über den Baukredit 2022 im Jahr 2023 begonnen werden.

Ausstellung noch heute offen
Alle zwölf Projekte, die es in die engere Wahl geschafft haben, können noch bis Donnerstag, 2.7.2020, von 16 bis 19 Uhr an der Bleichemattstrasse 43 betrachtet werden.

Instrumente sind ihre grosse Leidenschaft

Pianos und Klaviere bei Lüscher Musik Oftringen | Der Landanzeiger

Die Lüscher Musik AG gehört zu den führenden Musikhäusern der Schweiz. Seit drei Jahrzehnten reisen vom Profi bis zum Anfänger aus der ganzen Schweiz und dem benachbarten Ausland an die Baslerstrasse 27 nach Oftringen.

Als Ende 1989 die Familie Lüscher das Musikhaus an der Baslerstrasse 27 in Oftringen übernahm, dachte wohl niemand daran, dass 30 Jahre später Musikbegeisterte aus der ganzen Schweiz und dem benachbarten Ausland die Lüscher Musik AG aufsuchen, um sich beraten zu lassen, Unterricht zu nehmen oder neue Instrumente zu kaufen.

Gitarren bei Lüscher Musik Oftringen | Der Landanzeiger
Ein Paradies für Gitarreros

Die Auswahl, die Beratung und der Service über all die Jahre haben dazu geführt, dass die Lüscher Musik AG eines der führenden Musikhäuser der Schweiz geworden ist. Im Bereich der Zungeninstrumente (Akkordeon, steirische Harmonika, etc.) bietet die Lüscher Musik AG sogar europaweit eine Auswahl, wie sie selten anderswo zu finden ist.

Musikinstrumente zum Schulanfang
Der Schulanfang steht vor der Tür und dies bedeutet auch, für zahlreiche Kinder ihr Lieblingsinstrument zu spielen. Damit dies auch über längere Zeit ein Erfolg wird, ist die Auswahl des richtigen Musikinstrumentes wichtig. Es muss kein teures sein, aber auch nicht billiger Ramsch, weil so bestimmt keine Freude aufkommt. Das erfahrene Team der Lüscher Musik AG weiss genau, worauf geschaut werden muss.

Wir kümmern uns um alle Instrumente
Sie haben ein gebrauchtes Musikinstrument, welches einen Service braucht oder möchten Ihr Klavier stimmen oder revidieren lassen? Die Werkstatt in Oftringen ist für fast alle Herausforderungen im Instrumentenbereich gewappnet. Und die beiden Klavierbauer betreuen mittlerweile gegen 1000 Klaviere und Flügel.

Schlagzeuge bei Lüscher Musik Oftringen | Der Landanzeiger
Schlaginstrumente in grosser Auswahl zum Ausprobieren

Nie zu spät, ein Instrument zu lernen
In der «hauseigenen» Musikschule besuchen aktuell rund 140 Personen den Musikunterricht für diverse Musikinstrumente. Das Durchschnittsalter dieser Musikschülerinnen und Musikschüler liegt bei etwa 50 Jahren! Ein grosser Teil ist im Pensionsalter und die Seniorinnen und Senioren zwischen 70 und 80 Jahren lernen immer öfter noch ein Musikinstrument spielen.

Wollen Sie auch? Dann melden Sie sich für eine gratis Probelektion mit Ihrem Lieblingsinstrument an. Sie müssen kein Instrument besitzen, um zu schnuppern. Kommen Sie vorbei, wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Lüscher Musik AG

Baslerstrasse 27
4665 Oftringen
Telefon: 062 797 50 88
www.lueschermusik.ch

Roger Lüscher von Lüscher Musik Oftringen | Der Landanzeiger
Roger Lüscher und sein Team freuen sich auf Sie

Video: Maienzug zu Corona-Zeiten

Video-Botschaft des Stadtrates Aarau zum Maienzug in Corona-Zeiten | Der Landanzeiger

Liebe Aarauerinnen, liebe Aarauer

Das Jahr 2020 wird in die Geschichtsbücher eingehen – und somit auch unser Maienzug. Erstmals seit 1944 wird das wichtigste Aarauer Fest aufgrund des Corona-Virus nicht stattfinden können. Der Stadtrat und die Maienzugkommission bedauern diesen Ausfall ausserordentlich und setzen umso mehr auf feierliche Akzente.

Der 3. Juli wird mit Böllerschüssen begrüsst. Die Beflaggung und die geschmückten Brunnen sorgen für das festliche Kleid. Auf die Kinder wartet anstelle des Festumzu- ges ein besonderer Schulabschluss. Wer nicht auf das traditionelle Essen verzichten möchte, kann ein Bankett-Menü nach Hause bestellen oder bei ausgesuchten Gastro- betrieben vor Ort konsumieren. Ausserdem nimmt Sie aarau info mit auf eine Tour der besonderen Art.

Der Stadtrat und die Maienzugskommission

Dr. Hanspeter Hilfiker
Stadtpräsident

Daniel Roth
Stadtschreiber

Suzanne Marclay-Merz
Präsidentin Maienzugskommission

Video-Botschaft des Stadtrates Aarau zum Maienzug in Corona-Zeiten | Der Landanzeiger
Bild anklicken um das Video anzusehen

Link zur Videobotschaft

Oberentfelden mit einem Auftakt nach Mass

Oberentfelden Faustballes mit Auftakt nach Mass | Der Landanzeiger

Zum Start in die neue Nationalliga A Meisterschaft bringen die Männer des STV Oberentfelden gleich zwei Siege ins Trockene. Damit führen sie die Tabelle nach dem ersten Spieltag an. 

Zwei Spiele, zwei Siege und ein Satzverhältnis von 6:0. Besser hätte der Saisonstart für die Oberentfelder Faustballer nicht verlaufen können. Am Dienstagabend beim Vorbereitungsturnier auf der heimischen Anlage war Trainer Koni Keller noch nicht ganz zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Das änderte sich jedoch am ersten Spieltag: «Das war ein richtig guter Auftakt », lobte der Trainer. 

Doch der Reihe nach. Im ersten Spiel der neuen und wegen Corona verkürzten Spielzeit, trafen die Oberentfelder auf das Team aus Walzenhausen. Die Appenzeller liefen im Vergleich zur letzten Saison wieder mit Angreifer Cyrill Schreiber auf – seines Zeichens langjähriger Nationalspieler der Schweiz. Doch davon liessen sich die Jungs von Koni Keller nicht aus der Ruhe bringen. Tim Egolf und David Hollenstein im Angriff, sowie Ramon Hochstrasser, Captain Reto Hunziker und Nicolas Voit in der Abwehr kamen gut ins Spiel und liessen in den ersten beiden Sätzen nichts anbrennen. Mit 11:7 und 11:9 gingen diese an die Oberentfelder. 

Gelungenes Debüt von Häfeli 
Der dritte Satz war dann allerdings etwas umkämpfter. «Walzenhausen spielte in diesem Satz besser und nutzte den Rückenwind gut. Wir spielten weniger präzise. Dieser Satz hätte auch kippen können », so Keller. Tat er aber nicht. Beim Stande von 8:9 aus Sicht der Oberentfelder gelangen ihnen gleich drei Punkte in Folge zum 11:9 und damit zum 3:0-Auftaktsieg gegen Walzenhausen. Für das zweite Spiel des Tages gegen Wigoltingen nahm Trainer Keller zwei Wechsel vor. In der Abwehr kam Manuel Mosimann an Stelle von Ramon Hochstrasser zum Zug und im Angriff gab Neuzugang Robin Häfeli sein Debüt an der Seite von Tim Egolf. Auch diese Konstellation funktionierte auf Anhieb. In den ersten beiden Sätzen waren die Oberentfelder absolut ungefährdet und deklassierten den Schweizer Meister der Jahre 2016 bis 2018 mit 11:4 und 11:2. Erst im dritten Durchgang war das Spielgeschehen etwas offener. «Im dritten Satz fehlte bei uns die letzte Konsequenz und die Körperspannung war nicht in allen Situationen auf dem richtigen Level», so Keller. Doch als es in die entscheidende Phase ging, waren die Oberentfelder wieder auf der Höhe. Mit 11:8 sicherten sie sich auch Durchgang drei und feierten damit den zweiten 3:0-Erfolg. 

Heimspiel am Samstag 
«Ich bin sehr zufrieden, wie meine Mannschaft gespielt hat. Auch Robin Häfeli hat seine Aufgabe am Service bei seinem Debüt sehr gut gelöst. Es waren aber zwei starke Spiele der gesamten Mannschaft», bilanzierte Trainer Koni Keller. Nach dem erfolgreichen Saisonstart geht es für die Oberentfelder Schlag auf Schlag weiter. Bereits am Samstag warten die nächsten beiden Spiele. Und zwar auf der heimischen Anlage am Erlenweg in Oberentfelden (16 Uhr). Die Gegner heissen dann Widnau und Elgg-Ettenhausen. «Ich schätze die Qualität dieser beiden Gegner stärker ein als in der ersten Runde. Ich bin überzeugt, dass wir erneut vier Punkte holen können, wenn wir unsere Leistung abrufen können », so Keller.

1000 km von Bodensee zum Genfersee

Pause auf dem Weg von Bodensee zum Genfersee | Der Landanzeiger

Vergangene Woche hat der Schlossrueder Mark Lauzon (53) am Hope-1000 teilgenommen, einem Bikepacking- Rennen von Romanshorn am Bodensee über alle Berge, Stock und Stein bis nach Montreux am Genfersee. 

Gemäss dem Reglement muss die vorgegebene Strecke mit dem Rad und ohne externe Unterstützung absolviert werden. Es ist den Teilnehmenden überlassen, ob sie viel Ausrüstung mitschleppen, oder dem absoluten Minimum losfahren, dabei jedoch nur beschränkt auf unerwartete Ereignisse wie Wettereinbrüche oder allfällige Defekte reagieren können. «Ich habe das Hope-1000-Rennen nach 2017 schon das zweite Mal gefahren, ging dabei aber auf Nummer sicher, so wog mein bepacktes Bike rund 24 kg und zählte zu den schwersten im Feld, was sich vor allem in den Steigungen und vielen Schiebe-Passagen als Nachteil erwies», erzählt der Schlossrueder. 

Auch nachts auf dem Weg vom Bodensee zum Genfersee | Der Landanzeiger

Nichts für schwache Nerven … 
Soweit möglich führt die Route abseits verkehrsreicher Strassen, nicht selten auf Wanderwegen, was im Gebirge neben den unzähligen Hindernissen in Form von Alpzäunen, Toren und Drehkreuzen auch Kletterspass mit sich bringt. Das hört sich nicht nur abenteuerlich an, sondern erfordert in heiklen Passagen volle Konzentration, da ein Fehltritt oder Ausrutscher in übermüdetem Zustand garantiert fatale Folgen hat. Zur Sicherheit und Kontrolle muss jeder Fahrer ein Sateliten-Tracker mit Notfall- Funktion bei sich tragen.

Der Weg ist das Ziel 
Während dem sich die Top-Athleten um eine möglichst schnelle Zeit bemühen, geht es bei den Fahrern im Mittelfeld vor allem um die Erlebnisse auf dem langen Weg nach Montreux. Neben dem Geniessen der landschaftlichen Schönheit unter Tag, zählen die intensive Wahrnehmung der Geräusche und Lichtverhältnisse in der Dämmerung und Nacht zu den eindrücklichsten. «Auf dieser Fahrt traf ich auf Rehe, Gämse, Füchse, Dachse, Marder, Wiesel, Murmeltiere aber zum Glück nicht auf den Wolf, vor den mich ein Bauer bei meiner späten Fahrt im Gebiet bei Habkern etwas Angst einflössen wollte. Der ausgelöste Adrenalinschub kam mir gerade gelegen, da ich mit durchschnittlichen drei Stunden Schlaf allmählich in einer Art Trancezustand befand», schildert Lauzon. 

1000 km von Bodensee zum Genfersee | Der Landanzeiger

Neben einem Depot an Energieriegel und Gels, ernährte er sich am liebsten in Bäckereien, Berghütten oder Restaurants. Die Begegnungen mit so vielen hilfsbereiten Menschen verliehen einen zusätzlichen Energieschub. Einen genau solchen erlebte er im Entlebuch, wo die 500-km-Grenze überschritten wurde. Der dort ansässige Hansruedi Fluder spielt jedem Teilnehmenden auf der Trompete ein ganz privates Gratulationsständchen, welches schon von weitem zu hören ist. «Ich muss offen gestehen, das hat mich zu Tränen gerührt, so stoppte ich kurz, um mich bei diesem unglaublichen Gentleman zu bedanken». erzählt Mark Lauzon. Diese Energie begleitete ihn bis ins Ziel, wo er nach einer 24-Std.- Schlussfahrt in den frühen Morgenstunden nach 5 Tagen 21 Stunden 17 Minuten das Ziel in Montreux erreichte

Mark Lauzon

Mark Lauzon wohnt in Schlossrued, ist 53 Jahre alt, Vater von 3 Töchtern (7/13/16) und arbeitet als Projekt Manager und Consultant bei der andrion ag aus Baden, wo er Firmen bei der Planung und Umsetzung von Digitalisierungs-Vorhaben unterstützt. Bikepacking ist sein Hobby und Ausgleich, um regelmässig seinem hektischen Alltag zu entrinnen und seiner sogenannten «Me Time» zu frönen.

Über Nacht sind 20 Kaninchen verschwunden

Über Nacht sind 20 Kaninchen verschwunden | Der Landanzeiger

In einem Stall in Gränichen sind in der Nacht vom 17. auf den 18. Juni alle Kaninchen entwendet worden. Die Polizei wurde zur Ermittlung eingeschaltet. Der Züchter ist ratlos und hofft auf Informationen der Landanzeiger- Leserschaft.

Seit 32 Jahren züchtet Hans Bähler* Kaninchen. «So etwas habe ich noch nie erlebt und ich kann mir schlicht und einfach nicht erklären, was hier passiert ist!», sagt er. Fakt ist: In der Nacht vom Mittwoch auf den Donnerstag, 17./18. Juni sind alle 20 Kaninchen verschwunden. Alle Boxen sind leer. Hier waren alle Muttertiere und zwei Würfe mit der Mutter als Familiengruppe in Boxen untergebracht. Die jungen Kaninchen waren erst 10 Wochen alt. Eine umgehende Suche von Hans Bähler und später auch von der Polizei in der näheren Umgebung lässt darauf schliessen, dass die Kaninchen nicht freigelassen worden sind, sondern abtransportiert wurden. Für eine solche Aktion waren gemäss Bähler mindestens drei Personen nötig. Die Polizei fand jedoch keine Einbruch- Spuren. Direkt vor einer Boxe lag ein totes Muttertier. Bähler vermutet, dass es wegen der Aufregung an einem Herzschlag starb. Vor dem Stall im Freien fand er ein weiteres totes Tier. Vermutlich konnte es bei der illegalen Aktion fliehen und wurde später Opfer eines Wildtieres, zum Beispiel eines Fuchses. 

Tierbefreiungs-Aktion oder Diebstahl? 
Wer aber aus welchem Grund seine Tiere gestohlen hat, diese Frage beschäftigt Hans Bähler. Es könnte sich um eine Befreiungs-Aktion von Tierschützern handeln, oder dass jemand die Kaninchen aus Hunger entwendete. «Wenn jemand ein oder zwei Tiere stiehlt, könnte ich das noch einigermassen nachvollziehen», sagt Bähler. Jedoch waren elf Kaninchen erst zehn Wochen alt und brachten ‹erst› 500 Gramm auf die Waage. Ausgewachsene Kaninchen bringen es auf drei Kilogramm. Auch die Tierbefreiungs-Theorie geht für Bähler nicht auf: «Bei einer Befreiungs-Aktion sind die Tiere einem riesigen Stress ausgesetzt, was ja auch nicht im Sinne des Tierschutzes sein kann.» Eine dritte Möglichkeit wäre ein Diebstahl durch einen Kaninchen-Halter. Aber auch dies tönt für Bähler wenig schlüssig. Was ist hier passiert? Wo sind die 20 Kaninchen geblieben?

* Name geändert, der richtige Name ist der Redaktion bekannt

Sonnen-Garage wechselt in jüngere Hände

Sonnen-Garage wechselt in jüngere Hände | Der Landanzeiger

Paul Müller ist seit gestern Mittwoch, 1. Juli in Pension. Seine Nachfolge ist geregelt: Antonio Russo, der bereits seit zweieinhalb Jahren in die Unternehmensführung eingebunden ist, übernimmt die Sonnen-Garage und will den Vier-Mann-Betrieb mit der günstigsten Tankstelle weit und breit im bewährten Stil erfolgreich in die Zukunft führen.

Die Sonnen-Garage an der Hauptstrasse mitten im Zentrum Moosleeraus, schräg gegenüber des Restaurants, das ebenfalls Sonne heisst, ist für viele Autofahrer der Ort, wo es das günstigste Benzin gibt. Nun wechselt die sonnige Garage mit der günstigen Tankstelle ihren Besitzer. Paul Müller ist seit dem 1. Juli, also seit gestern, in Pension. Er übernahm die Sonnen- Garage im Jahr 1994. Nach und nach etablierte sich die Autogarage im Dorf und weit darüber hinaus. Anfangs noch mit nur einem Mitarbeiter wuchs der Betrieb schrittweise auf seine heutige Grösse von vier Arbeitsplätzen. 

Ein Traum geht in Erfüllung 
Seit zweieinhalb Jahren ist Antonio Russo bereits in die Führung der Sonnen-Garage eingebunden. Jetzt hat er die GmbH von Paul Müller vollständig übernommen und wird sein Nachfolger. «Es war schon immer ein Traum von mir, eines Tages eine Garage zu führen», verrät der neue Geschäftsleiter. «Mit Antonio Russo habe ich die optimale Nachfolgelösung gefunden», sagt Paul Müller. «Dank seiner Kompetenz garantiert er den Kunden höchste Kontinuität in Service und Qualität.» 

Auch unter der Führung von Antonio Russo bleibt die Sonnen-Garage weiterhin eine unabhängige Garage vor allem für die Marke Skoda, aber auch für Seat, VW und Audi. Die Werkstatt ist eingerichtet für alle Marken, betont Antonio Russo. 

Die Garage bietet ihren Kunden alles an rund ums Auto: allgemeine Reparaturen, Services, Radwechsel, Reifen auswuchten, ein Pneulager und vieles mehr. Eine Spezialität der Garage sind die «Jahreswagen», die sie als hochwertige und preislich interessante Occasionen anbieten können. 

Paul Müller freut sich auf seine wohlverdiente Pension, die er schon vor zwei Jahren hätte antreten können. «Ich habe genug gearbeitet», meint er mit einem Lachen. Ganz weg geht er nicht: Er will sich bei Bedarf weiterhin ab und zu um Stammkunden kümmern, die ihn und die Sonnen-Garage seit vielen Jahren treu begleiten und so zu ihrem Erfolg entscheidend beitrugen.

Sonnen-Garage GmbH

Luzernerstrasse 145 
5054 Moosleerau 
Telefon Werkstatt: 062 726 13 25 
Telefon Verkauf: 062 726 08 08 
www.sonnen-garage.ch

MAG 2020 – nicht durchführbar!

MAG 2020 – nicht durchführbar | Der Landanzeiger

Der Markt Aarauer Gewerbetreibender (MAG) findet dieses Jahr nicht statt. Der MAG-Vorstand unterstützt den Antrag von Mikel Zettel, der mit seiner Firma Kein Ding GmbH mit der Organisation beauftragt ist.

Die Hoffnung währt am längsten, die Geduld wurde aber nicht belohnt. Der MAG 2020 wird trotz zunehmender Teilnehmerzahlen und gutem Programm abgesagt. «Die Auflagen können nicht eingehalten werden und die Seele des traditionellen Herbstanlasses müsste derart eingeschränkt werden, dass Erlebnis und Wirtschaftlichkeit arg bluten würden», erklärt Mike Zettel mit Wehmut. Der MAG-Vorstand will seinen Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie leisten und für Aussteller und Organisator Planungssicherheit schaffen. «Diese Entscheidung fällt wirklich nicht leicht», meint MAG-Präsident Rainer Zulauf. Mit gutem Gewissen hätte er einer Durchführung aber nicht zustimmen können. «Wir hoffen auf das Verständnis von Ausstellern und Besuchern und packen mit Freude die Organisation der Ausgabe 2021 an, die vom 30. September bis 3. Oktober stattfinden wird». Die Standgebühren werden bis auf eine kleine Organisationsabgabe zurückbezahlt. 

MAG erst dreimal abgesagt 
Seit der Gründung im Jahre 1937 musste der MAG erst dreimal abgesagt werden. 1939 war der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges der Grund dafür, von 1940 bis 1944 fand er aber statt. 1953 pausierte der MAG zum zweiten Mal, Grund war die Konzentration der Festlichkeiten im Herbst auf das Jubiläum «150 Jahre Kanton Aargau» in Aarau. 1971 verordnete der MAG-Vorstand eine «Denkpause» und verzichtete auf eine Durchführung, Gründe waren die Konjunktur, das abnehmende Interesse der Aussteller sowie «Verkehrsprobleme». 

Die erste MAG-Durchführung für den mit der Organisation beauftragten Mike Zettel reiht sich mit der Absage in die historisch schwierigen Momente der MAG-Geschichte. Der MAG-Vorstand versichert allerdings Mike Zettel seine volle Unterstützung bei Planung und Durchführung des MAG 2021, welcher vom 30. September bis 3. Oktober stattfinden wird.

Wird der Gränicher Mut belohnt?

Wird der Gränicher Mut belohnt? | Der Landanzeiger

Turnusgemäss findet im November dieses Jahres die Gränicher Gwärbi statt. Geht es nach den Verantwortlichen, so soll das auch in diesem Jahr so sein. Vorausgesetzt, die Situation lässt es überhaupt zu.

Die Vorbereitungen für die Gränicher Gwärbi 20 sind in vollem Gang. Obwohl niemand sagen könne, wie die Lage im Herbst aussehen werde, habe bereits eine stattliche Zahl an Unternehmen für die Gwärbi zugesagt, verkündet OK-Präsident Manuel Eichenberger am Infoabend in der Gränicher Mehrzweckhalle. «Die kürzlich in Kraft getretenen Lockerungen rund um die Corona-Masnahmen lassen uns positiv in den Herbst blicken und hoffen, dass die Gwärbi 20 wie geplant stattfinden kann.» 

Den Verantwortlichen ist durchaus bewusst, dass es mutig ist, in diesem Jahr noch eine Grossveranstaltung zu planen: «Das OK ist zur Überzeugung gelangt, dass wir innerhalb der durch Vorschriften, Weisungen und Empfehlungen begrenzten Möglichkeiten den Handlungsspielraum voll nutzen, und das Ausstellungsmotto ‹Gräniche läbt› an der Ausstellung zeigen wollen», sagt Manuel Eichenberger. «Absagen und ins nächste Jahr verschieben, das machen schon alle anderen Veranstaltungen. » Manuel Eichenberger gibt am Infoabend, an dem über 100 Vertreter von Unternehmen teilnahmen zu, dass auch im neunköpfigen Gwärbi-OK die Meinungen über eine Durchführung auseinander gegangen seien. «Wir sind aber zum Schluss gekommen, dass wir dem Gewerbe und der Bevölkerung etwas bieten wollen und schreiten deshalb mit unseren Vorbereitungen weiter voran.» 

Hilferuf des Gewerbes 
Dies auch, weil die Verantwortlichen des Gewerbevereins und des OKs von Gewerbetreibenden aufgefordert wurden, etwas zu unternehmen und den Betrieben eine Plattform zu bieten. 

Aufgrund der guten Infrastruktur im Dorf, gibt es aus Sicht der Verantwortlichen mehrere Möglichkeiten für die Gwärbi 20. So sei eine Ausstellung nur in der Mehrzweckhalle, oder nur in der Dreifachturnhalle, oder an beiden Orten durchaus denkbar. Auch das legendäre Chalet wurde wieder in die Planung einbezogen. Erstmals werden auch Kleinststände angeboten, dies, damit auch Unternehmen mit zurzeit kleinerem Budget teilnehmen können. Mit Marktständen soll zudem eine Art Dorfplatz in der Ausstellung geschaffen werden, an dem sich wohltätige Organisationen oder gemeinnützige Vereine präsentieren können. 

Entscheid über Durchführung an der GV 
Die Verantwortlichen mussten sich am Infoabend Lob und Tadel für ihre Ideen anhören. Während die einen das Glas halb leer sehen, sprechen die Verantwortlichen von einem halbvollen Glas. «Gränichen lebt dank den Angeboten des lokalen Gewerbes, Gränichen lebt, weil wir das Positive in den Fokus rücken, Gränichen lebt, wenn wir zusammen etwas unternehmen und uns der Bevölkerung präsentieren», macht OK-Präsident Eichenberger deutlich. Er könne keinem Unternehmer die Entscheidung abnehmen, ob er an der Gwärbi mitmachen wolle oder nicht, sagt Eichenberger weiter. Der Anmeldeschluss sei am 20. Juli eingeplant. 

Über eine definitive Durchführung der Gwärbi 2020 in Gränichen werde an der Generalversammlung des Gewerbevereins Ende August oder Anfang September entschieden, stellte Vereinspräsident Hans Schibli in Aussicht. Vielleicht entscheide auch der Bundesrat, ob die Gwärbi durchgeführt werden könne oder nicht, blickt Manuel Eichenberger voraus. «Aber jetzt schon aufgeben ist nicht unsere Art.»

Ab sofort gibt es heisse Menüs «Ufem Chalt»

Zusätzliche Tische und Festbänke brauchte es am Eröffnungstag in der Bergwirtschaft «Ufem Chalt» | Der Landanzeiger

Am Sonntag wurde die Bergwirtschaft «Ufem Chalt» eröffnet. Viel mehr Gäste als erwartet liessen sich bei schönem Wetter auf der Terrasse und im Innern der Holzkonstruktion bewirten, die im Pavillonstil neu gebaut wurde. Zusätzliche Tische waren nötig. Der Generationenbetrieb der Familie Müller meisterte die Feuertaufe dank vollem Einsatz mit Bravour.

Was für ein Start! Die Bergwirtschaft «Ufem Chalt» platzte am Eröffnungstag schier aus allen Nähten. Am Sonntag um die Mittagszeit mussten nach und nach zusätzliche Tische und später auch Festbänke aufgestellt werden, um den grossen Ansturm zu meistern. Der Generationenbetrieb der Familien Rudolf Müller und Michael Müller legte einen Traumstart hin. Viel Lob gab es von den Gästen für die wunderschöne Holzkonstruktion der neu gebauten Wirtschaft. «Wieviele Leute heute da waren, können wir nicht sagen, aber normalerweise bietet unsere Bergwirtschaft drinnen und auf der Terrasse insgesamt 62 Sitzplätze», erklärt Katja Müller.

Das Team «Ufem Chalt», von links: Katja Müller, Andrea Müller, Renate Rykart, Margreth Müller, Ruedi Müller und Michael Müller – es fehlt: Chantal Müller | Der Landanzeiger
Das Team «Ufem Chalt», von links: Katja Müller, Andrea Müller, Renate Rykart, Margreth Müller, Ruedi Müller und Michael Müller – es fehlt: Chantal Müller

An drei Tagen bedient, sonst Selbstbedienung mit «Alkohol-Buzzer»
Organisation und Verantwortlichkeit liegen bei Katja und Margreth Müller. Sie und ihr Familien-Team werden die Bergwirtschaft täglich zu einem guten Teil in Selbstbedienung offen halten. Bedient ist «Ufem Chalt» mittwochs von 14 bis 18 Uhr, freitags von 16 bis 23 Uhr und sonntags von 9 bis 18 Uhr. Wer zu Selbstbedienungszeiten Alkohol bestellen will, ein Bier aus Bottenwil zum Beispiel oder ein Bio-Wein vom hauseigenen Weinberg, der drückt auf den «Alkohol-Buzzer». «Dann kommt schnell jemand von der Familie vorbei zum Servieren», erklärt Katja Müller. In der Bergwirtschaft befindet sich auch der Hofladen mit eigenen Produkten.

Der Start ist geglückt
«Es hat alles geklappt, wir hatten sehr viel zu tun, aber das hat uns allen viel Freude bereitet », zog Margreth Müller am Ende des Eröffnungstages eine durchwegs positive Bilanz. Die Wartezeit für die Gäste sei im Rahmen geblieben und keines der angebotenen Produkte der Speisekarte sei ausgegangen. Sonntags wird ein Menü gekocht. Dieses und auch das jeweilige Gastgeber- Team ist jederzeit auf der Homepage www.ufemchalt.ch zu finden.

Heisse Zeiten im Naturama

Regierungsrat Alex Hürzeler, die Fotografen Mathias Braschler und Monika Fischer sowie Denis Vallan, Leiter des Bereiches Museum und Sammlungen im Naturama in der Ausstellung «Heisse Zeiten: Klimaportraits» | Der Landanzeiger

Mit einer Vernissage hat das Naturama Aargau am 25. Juni 2020 die neue Sonderausstellung «Heisse Zeiten: Klimaportraits» eröffnet. Das Schweizer Fotografenteam Braschler/Fischer hat 22 Menschen portraitiert, die darüber berichten, wie sie weltweit mit den Folgen des Klimawandels leben müssen.

Im Zentrum der vom Naturama Aargau kuratierten Ausstellung «Heisse Zeiten: Klimaportraits» sind 22 grossformatige Portraits von Menschen, die den Klimawandel hautnah erleben. Das mit dem World Press Photo Award ausgezeichnete Schweizer Fotografenteam Braschler/ Fischer hat auf jedem Kontinent und in jeder Klimazone Aufnahmen gemacht und mit den Portraitierten gesprochen. Kurzfassungen der Interviews sind in der Ausstellung zu lesen und zu hören. So wird eindrücklich nachvollziehbar, wie vielfältig die Effekte des Klimawandels sind und worunter die Betroffenen leiden.

Einzelpersonen als auch Schulklassen
An der Vernissage betonte der Vorsteher des Aargauer Departementes Bildung, Kultur und Sport, Regierungsrat Alex Hürzeler, den Bildungsauftrag des Naturamas und zeigte sich überzeugt, dass neben Einzelpersonen auch viele Schulklassen die Ausstellung besuchen werden.

Monika Fischer vom Fotografenteam Braschler/Fischer sprach über ihre Motivation für das Projekt: «Mit unseren Bildern geben wir denen eine Stimme, die sonst nicht angehört werden. Allen Portraitierten haben wir versprochen, über ihr mit dem Klimawandel verbundenes Schicksal zu berichten. » «Dass jeder und jede von uns zur Verlangsamung des Wandels beitragen, ist ein Akt der Fairness gegenüber denen, die weltweit massiv darunter leiden », ergänzte Mathias Fischer.

Der Schäfer Christian Kaufmann aus Grindelwald, mit dessen Bild das Naturama für die Ausstellung wirbt, berichtete, wie er die klimatischen Veränderungen erlebt. «Der Fieschergletscher, der auf dem vor zehn Jahren aufgenommenen Foto von mir zu sehen ist, ist mittlerweile dort kaum noch zu sehen. Mit meinen Schafen konnte ich über den Gletscher damals das Tal queren. Weil das Eis geschmolzen ist, geht das nicht mehr. Den Fluss, der jetzt dort fliesst, können meine Tiere nicht überwinden. Meine Arbeit ist deutlich schwieriger geworden, manchmal fast unmöglich.»

Die Rhätische Bahn fährt durch seinen Garten

Andreas Herzig mit seiner Gartenbahn in Staffelbach | Der Landanzeiger

Wer den Bernina-Express, die Rhätische Bahn oder den Glacier-Express sehen will, kann ins Bündnerland reisen oder viel einfacher, den Eisenbahnfan Andreas Herzig in Staffelbach besuchen. Er hat um sein Haus eine Gartenbahn von über 300 Metern Länge.

Bei Andreas Herzig dreht sich täglich alles um die Bahn: Beruflich um die Autobahn, in seiner Freizeit um die Modelleisenbahn. Genauer gesagt um seine Gartenbahn. Der 63-jährige Strassenmeister auf den Aargauer Autobahnen mag es zu Hause etwas gemächlicher. Obwohl auch hier viel Verkehr herrscht.

Schon als kleiner Bub wurde Andreas Herzig von seinem Vater mit dem Modelleisenbahn- Virus infiziert. Es folgten erste Bauten von Märklin-Anlagen und weiteren. Doch so richtig glücklich wurde Andreas Herzig erst viel später, nämlich 2003. Mit dem Einverständnis der Familie gings an die Realisierung einer eigenen Gartenbahn. Pläne wurden gezeichnet, Kosten berechnet und dann die grossen Geräte aufgefahren. Er riss den schönen Rasen auf, kippte 110 Kubik Strassenkies und 10 Tonnen Felsgestein in den Garten. Gwundrig verfolgten Anwohner und Zaungäste seine nie enden wollenden Arbeiten.

Lange war für Aussenstehende nicht ersichtlich, was daraus dereinst werden soll. Erst als Andreas Herzig mit einem Schnurgerüst die erste grobe Streckenführung aussteckte, kam Licht ins Dunkel.

Der Glacier-Express (oben) wird von einer HCD-Lok gezogen

Rhätische Bahn als Vorbild
Es war viel Arbeit, die sich Andreas Herzig aufgebürdet hatte, denn er hatte genaue Vorstellungen von seiner Bahn. Hier sollte dereinst die Rhätischen Bahn ihre Runden drehen.

Warum sich Herzig gerade für die RhB entschieden hat, erklärt er so: «Zum einen gefällt es mir in Graubünden ganz besonders gut und zum andern hatte der ehemalige Bahnhersteller LGB vor allem sehr attraktive Modelle der RhB in seinem Programm. So viel mir die Entscheidung leicht.» Es wurden Bogenbrücken gebaut, Tunnels betoniert, Geleise verlegt und die passende Flora gesät und gepflanzt. Für den Modelleisenbahner Herzig war es nicht wichtig, einen bestimmten Streckenabschnitt der RhB nachzubauen. Lachend meinte er, dazu habe einfach der Platz gefehlt.

Nun, viele Jahre nach der aufwendigen Arbeit, freut sich Andreas Herzig über sein gelungenes Projekt. Auf 155 Quadratmetern fahren schwer beladene Güter- und Personenzüge auf einem Schienennetz von rund 310 Metern Länge. In den mit Plastikfiguren besetzten Panoramawagen des Glacier-Express erfreuen sich die Fahrgäste an der nachgebauten Bergwelt. Und am Rand von Herzigs Garten stehen Kinder und Erwachsene gleichermassen mit staunenden Augen.

Auch ein «Krokodil» hat Andreas Herzig in seinem Garten | Der Landanzeiger
Auch ein «Krokodil» hat Andreas Herzig in seinem Garten

Anlage ist noch nicht fertig
«In jedem steckt ein kleiner Bähnler», hat Andreas Herzig schon oft festgestellt. Ihn selber zog es beruflich aber nie in die Welt der realen Eisenbahnen. Auch nach weit über 1000 Arbeitsstunden sei die Anlage noch nicht fertig. «Das wird sie wohl auch nie», gibt der Staffelbacher zu. Immer habe er wieder neue Ideen, die er noch umsetzen möchte. «Das ist ja bei allen Modelleisenbähnlern so.» Die Bahn hat er zwar für sich gebaut, gibt den Fahrtregler aber auch gerne Mal an kleine und grosse Modellbaufreunde weiter, die mit leuchtenden Augen bei ihm am Gartenzaun stehen.

Auf seine Ausgaben angesprochen meinte Herzig nur: «Für ein schönes Auto der oberen Mittelklasse würde es schon reichen.» Seine Frau Käthi ergänzte schmunzelnd aus dem Hintergrund: «Ja, es hätte sicher auch für ein paar sehr schöne Ferienwochen gereicht.»

Mehr Bilder der Gartenbahnanlage gibt es in der Landanzeiger-Galerie

Wie weiter mit dem Holzunterstand des NVVK?

Der neue Unterstand des Natur- und Vogelschutzvereines Kölliken | Der Landanzeiger

Der Natur- und Vogelschutzverein Kölliken (NVVK) muss seinen Holzunterstand bis Ende August dieses Jahres rückbauen. So will es der Kanton Aargau. Mit einer Petition (Wir berichteten am 16. April darüber) versuchen Mitglieder und Freunde des Natur- und Vogelschutzvereins Kölliken, den Abriss zu verhindern.

214 Personen haben die Petition unterschrieben. Diese wurde nun zusammen mit einer Antwort des Kölliker Gemeinderates an den Kanton weitergeleitet. Der Unterstand, der seit 1969 eingangs Wald an der Oberhubelstrasse in Kölliken steht, ist nicht zum ersten Mal in den Schlagzeilen. Bereits vor einigen Jahren musste der NVVK den betonierten Boden rückbauen, weil er nicht den Vorschriften entsprach.

Zum Verhängnis wurde dem NVVK diesmal, dass er den veralterten Unterstand erneuerte und unerlaubterweise auch vergrösserte. Das passte dem Tierschützer und Nachbarn Peter Suter gar nicht. Er intervenierte mehrfach bei Gemeinde und Kanton. Letzterer wies das nachträglich eingereichte Baugesuch ab und verlangt die Entfernung des bestehenden Unterstandes. Anfänglich bis Ende Mai, aufgrund der Corona-Krise nun bis Ende August.

Aus der Petitions-Antwort des Gemeinderates Kölliken an den Kanton geht hervor, dass das Engagement des Natur- und Vogelschutzvereins Kölliken gewürdigt und für das Anliegen der Petition grosses Verständnis gezeigt wird. Der Gemeinderat habe mit Vertretern des NVVK, des Kantons, des Forstes sowie der Gemeinde eine Ersatzlösung gesucht und gefunden, heisst es in der Antwort. Der neue Standort für die Holzaufbereitung ist hinter dem Waldhaus «Salamander» vorgesehen, bestätigen die Verantwortlichen des NVVK. Glücklich ist damit aber niemand. Und wer weiss, vielleicht lenkt der Kanton ja doch noch ein. Das hoffen jedenfalls alle rund um den NVVK und noch steht der Unterstand.

Das erste Jahresheft der Bühne Aarau ist da

Geschäftsführerin Barbara Stocker, Präsidentin des Vereins Arta, Christine Egerszegi und der künstlerische Leiter Peter Kelting präsentieren das erste Jahresheft der neu gegründeten Bühne Aarau | Der Landanzeiger

Voller stolz und mit grosser Vorfreude stellten Christine Egerszegi, Präsidentin des Vereins Arta, der künstlerische Leiter Peter Kelting und Geschäftsführerin Barbara Stocker das erste Programm der neu gegründeten Bühne Aarau vor.

Rund 200 Vorführungen gibt es in der Spielzeit 2020/2021 zu erleben. Das Spektrum ist riesig: vom Klassiker bis zum kritischen Gegenwartstheater, Figurentheater, Koproduktionen und Uraufführungen, Tanz, Bewegung und Zirkus. Für Gross und Klein – es ist für alle etwas dabei. Bis zur Eröffnung der Alten Reithalle im Oktober 2021 werden die Veranstaltungen an den Standorten Tuchlaube und Kultur- und Kongresszentrum (KuK) stattfinden.

Eröffnung mit Zirkus und Vortrag
Eröffnet wird die Saison am 4. und 5. September. Dann verwandelt die Bühne Aarau den Kirchplatz in eine Zirkusarena. Die schweizerisch-französische Gruppe Cirque La Compagnie zeigt dort ihre Show «L’avis bidon». Gewissermassen als Kontrapunkt setzt sich der deutsche Philosoph und Publizist Mathias Greffrath in seinem Festvortrag zur Gründung der Bühne Aarau unter dem Titel «Die Schaubühne als antropoligische Anstalt betrachtet. Spielen mit Anthropozän» mit den Aufgaben des Theaters in unserer sich verändernden Umwelt auseinander.

Neu: Bühne Aarau Ensemble
Die Bühne Aarau bleibt auch weiterhin Heimat für alle spielfreudigen Menschen, die gerne selbst auf der Bühne stehen: Die fünf Spiel- und Jugendclubs für verschiedene Altersstufen entwickeln ihre Stücke im Laufe einer Spielzeit und zeigen sie vor öffentlichem Publikum. Eine Sonderstellung nimmt das «Bühne Aarau Ensemble» ein.

Hervorgegangen aus der B’bühne spielen ausgewählte Laien unter professioneller Leitung Inszenierungen zu Themen, die sie unmittelbar angehen. Das erste Projekt des Bühne Aarau Ensembles stellt unter dem Titel «Start 21» Menschen auf die Bühne, die sich während der Corona-Krise allen Unkenrufen zum Trotz entschlossen haben, eine Familie zu gründen.

Neue Abonnements
Neben dem Schauspiel-Abonnement, das die Bühne Aarau von der Theatergemeinde übernommen hat, gibt es zwei neue Abo-Angebote. Mit dem Wahl-Abo kann man sich sein eigenes Programm individuell zusammenstellen. Das neue Halbtax-Abo ermöglicht Besuche zum halben Preis.

Die Verantwortlichen der Bühne Aarau sind zuversichtlich, die Saison 2020/21 wie geplant durchführen zu können. Wie in anderen Kulturhäusern wird der Spielbetrieb durch ein Schutzkonzept flankiert, das dem Publikum wie den Künstlerinnen und Künstlern grösstmögliche Sicherheit vor der Ansteckung durch das Covid-19-Virus garantiert. Aktuell wird mit einer maximalen Auslastung von 70 geplant, so dass die Vorgaben der Gesundheitsbehörden erfüllt werden können. Die Rückverfolgbarkeit im Falle einer Ansteckung ist durch das Ticketingsystem sichergestellt.

Die neue Webseite www.buehne-aarau.ch ist seit Freitag online.

Eine neue Gastgeberin in der Kettenbrücke Aarau

Hotel Kettenbrücke erhält per 1. Juli 2020 eine neue Direktorin: Theresia Sokoll (rechts) übernimmt die Führung und löst damit Vera Schäfer ab

Das Hotel Kettenbrücke in Aarau erhält per 1. Juli 2020 eine neue Direktorin: Theresia Sokoll übernimmt die Führung des 2016 neu eröffneten Viersterne-Hauses und soll frischen Wind in das beliebte Geschäfts- und Stadthotel bringen.

Theresia Sokoll heisst die neue Gastgeberin, die ab 1. Juli die Gäste des Hotel und Restaurant Kettenbrücke empfängt. Die 46-Jährige ist bereits seit 30 Jahren in der Hotel- und Gastronomie- Branche tätig und kennt die Aargauer Gastroszene in all ihren Facetten. Von 2008 bis 2014 war sie im Hotel aarau-WEST mit Golfrestaurant in Oberentfelden tätig. Nach vier Jahren Leitung der Gastronomie der aarReha Schinznach AG folgt nun ab dem 1. Juli die nächste spannende Herausforderung in der Kettenbrücke Aarau.

Eine Gastgeberin mit Herzblut
Die Inhaber Werner Eglin und Stefan Wetzel freuen sich darüber, dass erneut eine engagierte Frau das Kettenbrücke-Ruder übernimmt. Stefan Wetzel: «Mit Theresia Sokoll haben wir eine Gastgeberin mit Herzblut gefunden, die uns von der ersten Begegnung mit ihrer Zielstrebigkeit, ihrer Fachkompetenz und ihrer gewinnenden Art überzeugt hat».

Die designierte Direktorin ist gebürtige Österreicherin, mit Ex-Fernsehmann Michael Sokoll verheiratet, sie hat zwei Kinder und wohnt im Seetal. Sie freut sich sehr auf die Rückkehr in die Hotellerie: «Mit der Kettenbrücke in Aarau geht ein Traum in Erfüllung, auf den ich in den letzten Jahren hingearbeitet habe». Dazu gehört auch ein Nachdiplomstudium HF Hotelmanagement zur Dipl. Hotelmanagerin NDS HF, das sie mit Bravour und einem Sonderpreis für die beste Diplomarbeit ihres Jahrgangs abgeschlossen hat.

Theresia Sokoll soll nun das nächste Kapitel der bereits erfolgreichen Geschichte der Kettenbrücke schreiben und gemeinsam mit dem Team und den Gästen die Zukunft dieses historischen Hauses weiter gestalten. Dies vor allem in den aktuell herausfordernden Corona-Zeiten. Seit den Lockerungen von Mitte Mai sind sowohl Hotel wie auch Restaurant für die Gäste wieder geöffnet.