Tolles FCA Junioren Fussballcamp

Tolles FCA Junioren Fussballcamp | Derr Landanzeiger

In der letzten Sommerferienwoche fand im Aarauer Schachen das beliebte FC Aarau Junioren Fussballcamp statt. Mit dabei waren 262 Kids, davon 36 Mädchen. Wie immer besuchten auch die FCA-Stars das Camp. «Trotz schwierigen Witterungsverhältnissen hatten wir eine tolle Woche ohne namhafte Unfälle», zog OK-Präsident Thomas Valli ein positives Fazit.

Spektakel vor 1000 Zuschauern

Spektakel vor 1000 Zuschauern | Der Landanzeiger

Der Uerkner Patrick Räbmatter verliert den Schlussgang des gut besuchten 54. Homberg-Schwinget ob Reinach gegen Joel Strebel.

«Ich bin stolz auf euch, das war ein begeisternder Schwinget»: So würdigte OK-Präsident André Bergmann am Rangverlesen die Sägemehlshow der 39 Schwinger auf der Wiese beim Berggasthof. 1000 Zuschauer spendeten oft Szenenapplaus bei den angriffig geführten Zweikämpfen. Ohne Coronabeschränkung wäre die Kulisse noch grösser gewesen. Der Schwingklub Kreis Kulm musste zahlreichen Schwingerfreunden den Zutritt verwehren, weil die erlaubte Besucherzahl erreicht war.

Sportlich drückten die vier eidgenössischen Kranzschwinger dem Hosenlupf den Stempel auf. Patrick Räbmatter vom Schwingklub Zofingen lancierte den Kampf um Siegerpreis «Caluna», einem trächtigen Holsteiner Rind. Der Uerkner Brocken besiegte in einem von fünf «Eidgenossenduellen» den Sarmenstorfer Andreas Döbeli mit Kreuzgriff. Nach drei Gängen führte «Räbi» die Rangliste mit 30 Punkten an. Die Konkurrenz lag mit 1,25 Zählern und mehr zurück. Doch der zweite Freiämter Eidgenosse, Joel Strebel, verlieh dem Siegeskampf wieder Spannung. Er bodigte Räbmatter im vierten Gang mit innerem Haken.

Das Einteilungsgericht wies dem Uerkner noch einen «Eidgenossen» zu, Nick Alpiger, der gestern sein Comeback gab. Alpiger hatte zu Beginn gegen Strebel gestellt. Entsprechend musste er im Kampf um den Schlussgang gegen seinen Trainingskollegen etwas riskieren. Das Duell wogte hin und her, als «Räbi» nach drei Minuten einen Schlungg wagte. Dabei lag er beinahe selber auf dem Rücken, begrub aber mit dem daraus entstehenden Schwung den favorisierten Staufener unter sich.

Beide wollten den Sieg
In der Endausmarchung stand ihm zum vierten Mal an diesem Nachmittag ein «Böser» gegenüber. Wie im vierten Gang traf Räbmatter auf Joel Strebel. Auch der auf maximal zehn Minuten angesetzte Schlussgang begeisterte das Publikum, weil beide Schwinger den Sieg suchten. Räbmatter wehrte Strebels dynamischen Kurzversuche ab, ehe das Duell abflachte. Gegen Ende der fünften Minute hatte Strebel seine Kräfte wieder gesammelt und beförderte mit einem Kurzangriff samt ganzer Drehung seinen Kontrahenten auf den Rücken. Rang 2 erreichte Andreas Döbeli, der den letzten Homberg-Schwinget vor zwei Jahren gewonnen hatte, und «Räbi» auf Platz 3 verwies. 4. wurde Markus Meyer aus Aarau, 5b. Pirmin Reinhard (Attelwil), 7d. Adrian Reinhard (Attelwil), 8a. Lukas Hermann (Muhen) und 20. wurde Roman Reinhard (Attelwil).

Kaj Hügli aus Attelwil schwang am Berner Kantonalschwingfest in Aarberg, wo er Rang 7b belegte. Gewonnen hat dort Kilian Wenger.

Martin Gloor ist Schweizer Meister bei den Senioren

Martin Gloor ist Schweizer Meister bei den Senioren | Der Landanzeiger

An den nationalen Titelkämpfen der Senioren hat die Aargauer Delegation überzeugt und total sieben Medaillen gewonnen. Dank dem Teufenthaler Martin Gloor, Sandra Hopfner und Peter Hausherr gabs insgesamt drei Titelgewinne. Silber gewann zudem auch Philippe Ruch vom TC Teufenthal.

Für Sandra Hopfner geht das Goldmedaillen- Sammeln an den Schweizer Meisterschaften weiter. Die R2-Spielerin des TC Wettingen liess in der Kategorie der Seniorinnen 50+ rein gar nichts anbrennen und holte sich ihren 27. Schweizer Meistertitel.

Zweiter Titel für Gloor
Sandra Hopfner war jedoch nicht die einzige Goldmedaillengewinnerin für den Kanton Aargau. Auch Martin Gloor (R3, TC Teufenthal) durfte sich in Bern als Sieger feiern lassen. Und auch er spielte sich auf äusserst überzeugende Art und Weise zum Titel. Gloor war in der Altersklasse 60+ an Nummer zwei gesetzt und wurde dieser Setzlistenposition in den ersten Runden souverän gerecht. Bis ins Halbfinale gab er lediglich vier Games ab und blieb auch in den letzten beiden Partien des Turniers ohne Satzverlust. Zuerst schlug er Manuel Faure (R6) 6:4, 6:3 und dann den an Nummer drei gesetzten Thomas Steinmann (R3) mit 6:4, 6:2. Für Gloor ist es der zweite Schweizer Meistertitel.

Bereits seinen fünften Titel konnte derweil Peter Hausherr (R6, TC Bremgarten) feiern. Bei den Senioren 80+ war der Freiämter der stärkste Spieler. Zwar musste er gleich in seinem ersten Spiel über die volle Distanz von drei Sätzen gehen, gab in der Folge aber keinen Satz mehr ab. Das Finalspiel gegen Roland Schuck (R7) gewann er klar mit 6:1, 6:1. Schuck hatte zuvor im Halbfinal mit Samuel Mathys (R6, TC Reinach) einen weiteren Aargauer eliminiert. Mathys sicherte sich aber immerhin die Bronzemedaille.

Silber für Ruch
Die einzige silberne Auszeichnung für den Kanton Aargau geht auf das Konto von Philippe Ruch (R1, TC Teufenthal). Ruch war in der Kategorie 35+ an Nummer zwei gesetzt und spielte sich entsprechend souverän ins Halbfinale. Dort wartete aber mit dem früheren Profispieler Riad Sawas (R2) ein harter Brocken. In einer ausgeglichenen Partie setzte sich Ruch mit 5:7, 7:6, 6:3 durch und erreichte das Endspiel. Allerdings war dort dann der ungesetzte David Emery (R3) zu stark. Emery hatte zuvor bereits die Turniernummer eins geschlagen und setzte sich im Endspiel gegen Ruch mit 7:5, 6:2 durch.

Stadion, Brücke und Spital stehen hier bereits

Besuch im Rathaus | Der Landanzeiger

Im Aarauer Rathaus kommt es regelmässig zu Änderungen und Anpassungen, von denen die Bevölkerung kaum etwas mitbekommt. Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker gewährte einen Einblick.

Wer ins Aarauer Rathaus eintritt, stellt schnell fest, hier verschmelzen Vergangenheit und Gegenwart. Da die dicken Mauern des sogenannten Turms Rore, des mittelalterlichen Bergfrieds, um den herum das Rathaus gebaut wurde. Dort der neue Eingangsbereich mit Glas, Metall und modern geschwungenen Sitzgelegenheiten. An den Wänden, im öffentlich zugänglichen Teil, hängen Bilder aus der eigenen Sammlung, die zweimal pro Jahr gewechselt werden. Im eher dunklen, gotischen Stadtratszimmer fällt eine Schnitzerei auf, die, geschmückt mit dem Aarauer Wappenadler, die Jahreszahl 1520 trägt. Daneben stehen die schwarzen Ledersessel und ein Grossbildschirm. Auch hier trifft neu auf alt.
Angrenzend und nur durch eine kleine Holztüre getrennt, der Archivraum, in dem die Stadtrats-Protokolle der letzten 40 Jahre in gebundener Form gelagert werden.
Der Stadtpräsident hat ein kleineres Büro als seine Vorgänger. Es ist modern eingerichtet. Vom Bürotisch aus blickt Hanspeter Hilfiker auf ein riesiges, mit Bleistift gezeichnetes Bild von Max Matter, seinem einstigen Zeichnungslehrer an der Kantonsschule. Im Rücken hängen sechs grosse, bewusst verschwommene Farbfotos von Werner Erne, aufgenommen an der Streetparade.

Besuch im Rathaus | Der Landanzeiger
Das Aarauer Rathaus steht seit über 500 Jahren an diesem Ort.
Besuch im Rathaus | Der Landanzeiger
Die Kapellglocke auf dem Rathaus läutet hier seit 1762 viertelstündlich.
Besuch im Rathaus | Der Landanzeiger
Im altehrwürdigen Stadtratszimmer im Rathaus werden alle wichtigen Entscheide getroffen.




Vorbei an der Ahnengalerie der ehemaligen Stadtoberhäupter geht es zum Nordbalkon, mit dem schönen Ausblick auf Halde, Aare und Hungerberg. Nach einem Besuch im neusten Sitzungszimmer, dem vierten im Haus, gehts ab in den Estrich. Direkt unter dem Dach steht das eindrückliche Stadtmodell. Dieses zeigt Aarau und Rohr im Massstab von 1:500 und entstand in den Jahren 1960 bis 1981. Es wird immer wieder ergänzt. Im Gegensatz zur Wirklichkeit sind hier das Fussballstadion, das neue Spitalgebäude, die Pont Neuf oder auch die Erweiterung des Polizeikommandos bereits gebaut. Zum Abschluss zeigte Andi Jurt, Standortleiter Betrieb und Unterhalt, im Keller des Rathauses die betriebseigene Produktionsanlage für umweltschonendes Putzmittel.

Stadtpräsident Dr. Hanspeter Hilfiker blättert in einer gebundenen Ausgabe der Stadtratsprotokolle der letzten 40 Jahre.

Andi Jurt zeigt die Anlage, in der die Stadt Aarau ihr eigenes Putzmittel produziert, mit dem sie 80 Prozent aller Arbeiten erledigen kann.
Besuch im Rathaus | Der Landanzeiger
Die Fahne des Füsilier-Stadtbataillons 57 hat ihren letzten Platz im Rathaus.
Besuch im Rathaus | Der Landanzeiger
Teile der mittelalterlichen Mauer des Rathauses sind bis drei Meter dick.
Besuch im Rathaus | Der Landanzeiger
Den Mitarbeitenden der Stadt stehen vier E-Bikes zur Verfügung.
Besuch im Rathaus | Der Landanzeiger
Die Stadt besitzt auch eine Gartenanlage, die an das Rathaus angrenzt.

Nissan Qashqai – der ultimative Crossover

Nissan Qashqai – der ultimative Crossover | Der Landanzeiger

Der Crossover-Pionier rollt jetzt in dritter Modellgeneration auf die Strasse. Die Neuauflage kombiniert ein geschärftes Design mit einem vernetzten, aufgewerteten Innenraum, neuen Technologien und Features sowie einem elektrifizierten Antrieb – Zutaten, die maximalen Fahrspass in nahezu jeder Situation garantieren. Zusätzliche Sicherheit bietet unter anderem der autonome Notbrems-Assistent mit vorausschauender Funktion. Wenn die fortschrittlichen Radarsensoren erkennen, dass das vorausfahrende Fahrzeug plötzlich bremst, löst das System eine automatische Bremsung aus und reduziert damit die Gefahr einer Kollision.

Elektrifizierte Antriebe
Für den Vortrieb stehen zwei elektrifizierte Motoren zur Wahl: ein in zwei Leistungsstufen (140 PS und 158 PS) angebotener 1,3-Liter-Benziner mit Mildhybrid- System und zu einem späteren Zeitpunkt das erstmals in der Schweiz und Europa angebotene e-POWER System.

1,3-Liter-Benziner mit Mildhybrid: Das 12-Volt-Mildhybrid-System im neuen Nissan Qashqai ist eine erschwingliche Hybridtechnologie, die spührbare Vorteile bei der Drehmomententwicklung sowie der Stopp-Start-Automatik bietet. Der Einsatz des ALiS (Advanced Lithiumion System) Mildhybrids steigert das Fahrzeuggesamtgewicht gerade einmal um 22 Kilogramm und sorgt für Einsparungen bei Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoss. Während die CO2-Werte damit auf wettbewerbsfähigem Niveau liegen, gehört der Antrieb im Qashqai in punkto Leistung und Drehmoment zu den besten im Segment. So schaltet sich der Benziner bereits bei Geschwindigkeiten von unter 18 km/h und aktivierter Bremse frühzeitig ab, wodurch die Dauer des Motorstopps verlängert und zusätzlich Sprit eingespart wird. In dieser Zeit wird die Bord-Elektronik von dem in der Lithium- Ionen-Batterie gespeicherten Strom versorgt.

Der 1,3-Liter-Benziner mit Mildhybrid wird in Verbindung mit einem Sechsgang- Schaltgetriebe oder einem Xtronic- Automatikgetriebe (nur 158 PS) angeboten. Die Automatik bietet das Beste zweier Welten: Bei Teillastbetrieb zum Beispiel im Stadtverkehr bietet sie den Komfort einer gleichmässigen Beschleunigung bei konstanter Motordrehzahl.

In Verbindung mit dem Allradsystem kommt eine neue Direktkupplung zum Einsatz: Erkennt das System Schlupf an den Vorderrädern, wird die Kraft fünfmal schneller an die Hinterräder geleitet. Über den Fahrmodus-Schalter in der Mittelkonsole kann der Fahrer zudem sein bevorzugtes Programm einstellen – von Standard über Eco bis zu Sport, Schnee und Off-Road.

Jetzt Babyschalen und Kindersitze mieten

Jetzt Babyschalen und Kindersitze mieten | Der Landanzeiger

Die Sicherheit eines Kindes in einem Fahrzeug hängt überwiegend von der Sitzvorrichtung ab, auf der das Kind Platz nimmt. Um Familien finanziell zu entlasten, vermieten die TCS-Sektionen Aargau, Freiburg und Tessin jetzt Babyschalen. Sie beraten und verkaufen auch Kindersitze in drei verschiedenen Kategorien. Alle Vorrichtungen sind vom TCS geprüft und haben mindestens das Prädikat «sehr empfehlenswert» erhalten.

Das neue Projekt des Clubs zielt darauf ab, die optimale Sicherheit für Kinder zu gewährleisten, indem es den Familien eine persönliche Beratung anbietet und dabei gleichzeitig den finanziellen Aufwand für die Sitzwechsel reduziert. So können in den TCSSektionen Aargau, Freiburg und Tessin jetzt Babyschalen gemietet werden. Diese Schalen, sowie neue Kindersitze verschiedener Kategorien – passend für jedes Alter – stehen dort auch zum Kauf zur Verfügung. Alle sind bei den TCS-Tests als mindestens «sehr empfehlenswert » bewertet worden.

Individuelle Beratung durch TCS-Experten
Für junge Eltern ist die Geburt eines Babys mit erheblichen Kosten verbunden. Dazu zählen auch die Aufwendungen für die Spezialsitze, die für den Transport des Babys im Auto benötigt werden. Bei einem Unfall bietet nur ein an die Grösse des Kindes angepasster Sitz, der korrekt montiert und verwendet wird, einen optimalen Schutz. Auch während des Heranwachsens des Kindes ist das Budget erheblich, da der Sitz mehrfach gewechselt werden muss. Babyschalen werden dagegen nur für einen begrenzten Zeitraum verwendet.

Mieten statt kaufen – auch Langzeitmiete möglich
Durch die kurze Nutzungsdauer sind sie beim Austausch der Sitzvorrichtung meist noch in einem sehr guten Zustand. Um jungen Eltern, Grosseltern, Freunden und Verwandten, die gelegentlich ein Kind befördern, diesen Aufwand zu ersparen, vermieten die TCS-Sektionen Aargau, Freiburg und Tessin ab sofort Babyschalen direkt bei ihren jeweiligen Anlaufstellen auf Monats- oder Jahresbasis. Dort werden auch zwei Kategorien von neuen Kindersitzen zum Verkauf an geboten. Alle Sitze entsprechen den gültigen Normen und sind bei den TCS-Tests mindestens mit «sehr empfehlenswert » eingestuft worden. Zusätzlich zu diesen Qualitätssitzen können Familien eine persönliche Beratung durch TCS-Experten vor Ort in Anspruch nehmen, was den Einbau, die Nutzung, die Kompatibilität mit ihrem Fahrzeug und den Komfort des Kindes im Strassenverkehr betrifft.

www.tcs-aargau.ch

«Montreal 1976 war ein grossartiges Erlebnis»

Montreal 1976 war ein grossartiges Erlebnis | Der Landanzeiger

Der ehemalige Uerkner Bahnrennfahrer Walter Bäni (64) blickt für den «Landanzeiger» zurück auf seine Olympia-Teilnahme im Jahr 1976 in Montreal. Was er damals alles erleben durfte, davon können viele Sportlerinnen und Sportler in Tokio zurzeit nur träumen.

Die Olympischen Spiele in Tokio wurden vor einigen Tagen eröffnet. Dabei werden viele schöne Erinnerungen an mein eigenes Olympia-Abenteuer wach. 45Jahre ist es her, aber ich weiss noch so viele kleine Details. Es war ein grossartiges Erlebnis!

Immer schon war Olympia für Sportler eine Art «Ritterschlag». Wer es nie an die Olympischen Spiele schafft, der hat etwas verpasst. Und doch tun mir die heutigen Athleten etwas leid. Olympia ohne Zuschauer, da fehlt die Stimmung, es ist einfach nicht dasselbe. Ich hoffe, die Athleten können sich dennoch freuen. So wie ich damals: Die 57 Schweizer Teilnehmerinnen und Teilnehmer, all die Sportgrössen der damaligen Zeit, versammelten sich in Kloten, um gemeinsam nach Kanada zu fliegen. Von ihnen hatte ich wenige Jahre zuvor noch Autogramme gesammelt, nun gehörte ich selber zu dieser Elite.

Andere Schweizer gesiezt
Ich war 19 und konnte es kaum glauben. Vor lauter Ehrfurcht sagte ich zunächst zu allen Sie! Für die Dauer der Spiele (drei Wochen lang) wohnten wir gemeinsam im Olympischen Dorf, und nach der Schlussfeier flogen alle zusammen wieder nach Hause. Wir sechs Radrennfahrer teilten uns ein winziges Appartement mit Etagenbetten mit den zwei Judokas. Ich hatte das Glück, bereits am fünften Tag im Einsatz zu sein. Danach konnte ich mehr als zwei Wochen lang den Geist der Spielegeniessen. Ich besuchte andere Wettkämpfe, ging im Olympischen Dorf ins Restaurant, ins Kino oder in die Disco und lernte Sportler und Sportlerinnen aus der ganzen Welt kennen. Auch bei den glanzvollen Eröffnungs- und Schlussfeiern durfte ich dabei sein. Ich bekomme heute noch Gänsehaut, wenn ich daran denke. Heute reisen die Athleten so kurz wie möglich vor ihrem Einsatz an und müssen Tokio, nach Beendigung ihres Wettkampfs, nach maximal 36 Stunden wieder verlassen. Wie schade, sie verpassen einiges.

Nie mehr vergesse ich den Tagmeines Wettkampfs. Ich wartete auf das Startkommando, und mir wurde bewusst: Dies war der Moment, von dem ich jahrelang geträumt hatte. Gleich würde ich im voll besetzten Stadion ganz alleinmeine Runden drehen. Ichwusste, dass praktisch alle Einwohner von Uerkheim jetzt vor dem Fernseher sassen und mir die Daumen drückten. Und ich wollte ja eine Medaille gewinnen. So viel Druck! Am liebsten wäre ich davongerannt, möglichst weit weg, auf eine einsame Insel in der Südsee.

Ich tat es dann nicht, sondern trat im Velodrome mit voller Energie in die Pedalen und «strampelte» die 1000 Meter ab. Am Ende wurde ich Achter, heute gibt es dafür ein Olympisches Diplom, damals bekamen das nur die ersten sechs. Ich weiss nicht, ob sich mein Leben verändert hätte, wenn ich eine Medaille gewonnen hätte. Aber zu erleben, wie man sich als kleiner Star fühlt, das war auch mir gegönnt.

Unvergesslicher Empfang
Der Empfang, den mir mein Heimatdorf Uerkheim bereitete, gehört zu den schönsten Erinnerungen meines Lebens. Per Oldtimer wurde ich durchs Dorf gefahren und durfte den Leuten am Strassenrand zuwinken. Auf dem Schulhausplatz gab es eine grosse Feier mit der Musikgesellschaft, dem Jodlerchörli, dem Männerchor und vielen Festrednern. So manches Autogramm durfte ich schreiben, und meine Beliebtheit bei den Mädchen stieg schlagartig an. Später wurden wir auch im Bundeshaus in Bern von Bundespräsident Rudolf Gnägi empfangen. Lange stand beim Dorfeingang in Uerkheim eine grosse Tafel «Herzlich willkommen Walter Bäni». Ich habe all das genossen. Aber ich war auch froh, als nach ein paar Wochen wieder Normalität einkehrte. Viele Spitzensportler möchten auf dem Höhepunkt der Karriere zurücktreten. Hätte ich danach gehandelt, hätte ich mit 19 aufhören müssen. Im selben Jahr Zweiter der Weltrangliste, zwei Schweizer-Meister- Titel, fünf Schweizer Rekorde, einen Beinahe-Weltrekord und einen 8. Platz bei Olympia, das erreichte ich nie mehr.

Für mich war mit 22 die Zeit des Abschieds gekommen. Weil ich etwas anderes machen wollte: eine Rucksack- Weltreise! Natürlich kamen mir auch Zweifel an meinem Entschluss. Endgültige Klarheit erhielt ich im Südseeparadies Bora-Bora. Dort dachte ich an meine Kollegen der Nationalmannschaft, die nun in der härtesten Trainingsphase für die Olympischen Spiele von Moskau 1980steckten. Ich nahm einen weiteren Schluck meines gekühlten Drinks, streckte mich auf dem Liegestuhl, blinzelte in die Sonne und wusste: Mein Entscheid war richtig: der, für den Traum einer Olympiateilnahme auf vieles zu verzichten, und der, vom Velo zu steigen und im Leben auch noch andere Projekte anzupacken.


Eindrücke aus Walter Bänis Fotoalbum



Zur Person
Walter Bäni (17. Februar 1957) ist in Uerkheim geboren und aufgewachsen. Er hat als Radrennfahrer in der Disziplin Kilometerzeitfahren an den Olympischen Spielen von Montreal 1976 den8. Rangbelegt. Fast 30 Jahre lang lebte er in Davos, wo er bei der «Davoser Zeitung» als Sportredaktor tätig war, ehe er sich 2007 selbständig machte. 2017 zog er ins Zürcher Oberland. Nun kommt er zurück in seine Heimat. Ab Ende Oktober wohnt Walter Bäni in Schöftland.


Sprinter Silvan Wicki vertritt den BTV Aarau in Tokio

Regionale Olympiateilnehmer | Der Landanzeiger

Die 32. Olympischen Sommerspiele in Tokio sind seit sieben Tagen in vollem Gang. Am Samstag erfolgt der erste Einsatz des 100-Meter-Sprinters Silvan Wicki (26) vom BTV Aarau. Er ist der einzige Athlet aus dem «Landanzeiger »-Gebiet in Japan. Aber nicht der Erste, der die Farben des BTV Aarau bei Olympia vertritt. Ein Rückblick auf ehemalige Olympioniken aus der Region.

Mit Hansruedi Jost (Hammer) und Gusti Schlosser (Weitsprung) nahmen 1960 erstmals Sportler des BTV Aarau an den Olympischen Spielen teil. Diese fanden in Rom statt.

Der legendäre Aarauer Speerwerfer Urs von Wartburg (84) vertrat die Schweiz fünfmal an Olympischen Spielen. Seine beste Platzierung, einen 5. Platz, erreichte er vor 57 Jahren an den Olympischen Spielen 1964, ebenfalls in Tokio. Im Jahre 1965 wurde er zum Sportler des Jahres gewählt und bei den Olympischen Spielen 1972 war er Fahnenträger der Schweizer Delegation. Er gewann zwischen 1957 und 1980 nicht weniger als 26 Landesmeisterschaften, 22 im Speerwurf, drei im Fünfkampf, eine im Zehnkampf.

Mit 400-Meter-Läuferin Vreni Leiser (76) vertrat 1972 die erste BTV-Athletin die Aarauer Farben bei Olympia. Das Aarauer Olympia-Quintett in München wurde durch Werner «Düsewerni» Dössegger (10’000 m), Werner Meier (1500m) und Linus Rebmann (Weitsprung) komplettiert.

Der Moderne Fünfkämpfer Peter Minder (64) vertrat die Aarauer Farben 1984 an den Olympischen Spielen in Los Angeles. Dort erreichte das Team mit Andy Jung, Peter Minder und Peter Steinmann den 4. Platz und holte ein Olympisches Diplom. Im Einzel belegte Peter Minder Rang 19. Später machte er sich einen Namen als Sport-Kommentator und -Moderator beim Schweizer Fernsehen.

1988 gewann der in Aarau lebende Ruderer Beat Schwerzmann (55) zusammen mit Ueli Bodenmann im Doppelzweier die Silbermedaille in Seoul. Vier Jahre später, in Barcelona, belegte er im Doppelvierer Rang 4. In Seoul amtete Beat Schwerzmann als Schweizer Fahnenträger bei der Schlussfeier. Beat Schwerzmann gewann während seiner Karriere 14Schweizer-Meister-Titel in verschiedenen Bootsklassen.

Mit Martina Stoop (48) vertrat 1996eine 400-Meter-Hürdenläuferin die Aarauer Farben an den Olympischen Spielen in Atlanta. An denselben Spielen war der Suhrer Robbie Kostadinovich (48) Teil der Schweizer Handballnationalmannschaft, die am Ende den guten 8. Rang belegte. Kostadinovich bestritt 181 Länderspiele und erzielte deren 771 Tore.

Der Mountainbiker Florian Vogel (39) aus Kölliken vertrat die Region nicht nur regelmässig und erfolgreich an Welt- und Europameisterschaften, sondern 2008 (Peking) und 2012 (London) auch zweimal an den Olympischen Spielen. Vogel gewann in seiner Karriere zwei Europameistertitel, drei WM-Medaillen, zwei Weltcupsiege und mehrere Meistertitel.

Petra Henzi (52) aus Rombach vertrat die Region 2004 und 2008 als Mountainbikerin bei Olympia. 2008 in Peking fuhr sie auf den sehr guten 6. Platz. Sie stand auch vier Jahre zuvor in Athen im Aufgebot, verletzte sich dort jedoch in einer Trainingsfahrt vor Ort und konnte am Wettkampf nicht teilnehmen. Ihr grösster sportlicher Erfolg war der Marathon-Weltmeistertitel 2007 in Verviers. Sie gewann insgesamt auch sieben Titel an den Schweizer Meisterschaften in den Disziplinen Cross-Country, Mountainbike- Marathon und Querfeldein.

Weiter waren auch Trainer (z. B. Beat Stirnemann, Gränichen, MTB) oder Funktionäre (z. B. Daniel Plattner, Oberentfelden, Chef de Mission und Präsident des Schweizerischen Olympischen Verbands, des Vorgängers von Swiss Olympic) aus der Region Teil der olympischen Familie. Die Liste der Athleten ist nicht vollständig.

Muhen atmet auf: «Hochwasserschutz hat einmal mehr funktioniert»

Muhen atmet auf | Der Landanzeiger

Trotz vielfach bewährtem Hochwasserschutz musste in Muhen vergangene Woche die Feuerwehr vereinzelt Keller auspumpen. Drohnenbilder zeigen eindrückliche Bilder. Bange Anwohner fragen: Muss man beim Hochwasserschutz nachbessern? «Nein, der Hochwasserschutz hat einmal mehr planmässig funktioniert», sagen der Feuerwehrkommandant und der Gemeindeammann.

Die Bilder von letzter Woche sind eindrücklich: westlich des Hochwasserdamms, auf dem die WSB zwischen Hirschthal und Obermuhen fährt, fliesst ein breiter brauner Strom. Das ist so geplant. Das ist der Hochwasserschutz von Muhen. Eingeweiht im Dezember 2004 hat er sich seitdem oft bewährt. In Muhen ist man froh und auch stolz auf diesen Schutz. Eine «Entlastungsrinne » leitet einen Teil des Suhre-Hochwassers ab einem gewissen Pegel noch auf Hirschthaler Boden über Kulturland ab und nach dem Gefahrenbereich weiter unten beim Schulhaus wieder in die Suhre ein.

Auch auf der Ostseite des Damms, also entlang des eigentlichen Suhrelaufs, hat die Suhre ihr Bett verlassen und südlich der Kesslerstrasse/Bändeli eine ganze Fläche überschwemmt (Bild Mitte). Ander Kesslerstrasse 1, wo die Suhre unter der ehemaligen Fabrik durchfliesst, staute sich viel Schwemmholz, blockierte den Lauf der Suhre zusätzlich und verschärfte die Situation. Im Erdgeschoss ist das Fotostudio von Hannes Kirchhof. Er liess eine Drohne steigen und verbreitete eindrückliche Bilder auf sozialen Medien. Zwar hat er schon manches Hochwasser erlebt, diesmal aber kam sehr viel Wasser. Schätzungsweise soviel wie 2005, ein halbes Jahr nach der Eröffnung des Hochwasserschutzes.

Bangen bei den Anwohnern
Hannes Kirchhof und seine Nachbarn erlebten bange Stunden. Die Feuerwehr musste an der Kesslerstrasse/Bändeli einige Keller auspumpen. Unter diesem Eindruck stellte sich bei den Anwohnern die Frage: Muss man in Muhen in Sachen Hochwasserschutz nun über die Bücher? Muss man sogar nachbessern? «Aus Sicht der Feuerwehr hat der Hochwasserschutz auch diesmal funktioniert. Das Wasser der ausgepumpten Keller an der Kesslerstrasse war eindeutig kein Suhrewasser, sondern Grundwasser, von dem wir nicht genau wissen, aus welchem Grundes in die Keller floss», erklärt Dominik Graber, Kommandant der Feuerwehr Entfelden-Muhen.

Auch für Muhens Gemeindeammann Andreas Urech hat der Hochwasserschutz diesmal wieder einwandfrei funktioniert. Die Drohnenbilder von Hannes Kirchhof stimmen nach seinen Aussagen sogar ziemlich exakt mit den im Projekt skizzierten überschwemmbaren Zonen überein. «Wir müssen nicht nachbessern», so das zufriedene Fazit von Andreas Urech.

Einsprecher blockiert Spital-Neubau

Einsprecher blockiert Spital-Neubau | Der Landanzeiger

Eigentlich ist alles bereit für den Baustart des neuen Hauptgebäudes des Kantonsspitals Aarau. Die Baubewilligung wurde am 29. März erteilt. Doch der Baubeginn des 569-Millionen-Projekts wird von einem Einsprecher blockiert.

«In der Beschwerde wird hauptsächlich behauptet, der Neubau des KSA habe zusammen mit dem geplanten Parkhaus für Mitarbeitende eine bedeutende Verkehrszunahme im angrenzenden Quartier zur Folge», sagt Stadtrat Hanspeter Thür (Grüne) gegenüber der Aargauer Zeitung. In seiner Beschwerdeantwort bestreitet der Stadtrat diesen Zusammenhang und weist darauf hin, dass der Neubau zu keiner Vergrösserung des Spitals führe und deshalb kein zusätzlicher Verkehr generiert werde.

Die Identität des Einsprechers darf aus rechtlichen Gründen nicht preisgegeben werden. Klar ist aber: Der KSA-Einsprecher muss aus dem angrenzenden Quartier stammen, denn sonst kann er keine legitimierte Einsprache machen. Der Aarauer Stadtrat hat dem KSA die Baubewilligungam29.März erteilt und dabei drei Einwendungen abgewiesen. Mit zwei der drei Einsprecher konnten sich die Verantwortlichen einigen. Der Dritte hat den stadträtlichen Entscheid mittels Beschwerde beim Kanton angefochten. «Das Spital hat anschliessend ein weiteres Mal versucht, mit dem Einsprecher zu verhandeln», schreibt die AZ weiter.

Der Aargauer Regierungsrat muss nun entscheiden, ob er der Beschwerde die aufschiebende Wirkung entzieht, damit ein baldiger Baustart möglich wird. Denn bis die eigentliche Beschwerde behandelt ist, dürfte bis zu einem Jahr vergehen. «Es wird darumein weiterer Versuch unternommen, sich mit dem Beschwerdeführer gütlich zu einigen», schreibt die Aargauer Zeitung. «Wie aus seinem Umfeld zu hören ist, gibt es noch diese Woche eine Verhandlung unter Leitung des regierungsrätlichen Rechtsdienstes.» Die Verantwortlichen des KSA, der Stadt und des Kantons hoffe nauf eine baldige und gütliche Einigung.

«Für das Suhr der Zukunft wünsche ich mir etwas mehr Gelassenheit im politischen Alltag»

Suhrs Gemeindeammann Marco Genoni | Der Landanzeiger

Marco Genoni ist seit 2018 Gemeindepräsident von Suhr. Er hat sich entschieden, an den Gesamterneuerungswahlen im Herbst nicht mehr anzutreten. Das ist aber kein Grund bereits jetzt auf die Bremse zu treten. Suhr ist in Bewegung und formt sich seine Zukunft. Und Marco Genoni ist mitten im Geschehen und möchte noch einiges erledigen.

Herr Genoni, kürzlich lud der Verein «Zukunft Suhr» die Bevölkerung dazu ein, unter dem Motto «Wie sieht DEIN Suhr in Zukunft aus?» Ideen für eine bessere Gestaltung des Aussenraums einzubringen. Wie würden Sie sich die Gestaltung von Suhr wünschen?
Marco Genoni: Für eine gute Lebensqualität nimmt der Wert unseres unmittelbaren Umfeldes an Bedeutung zu. Zwei Aspekte ergänzen sich bestens: Massnahmen, um den Klimawandel im Dorf erträglicher zu machen, bieten gleichzeitig angenehme Aufenthalts- und Begegnungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum: Bäume, Sitzmöglichkeiten, Grünflächen, naturnahe unversiegelte Flächen, Aussenflächen für Restaurants und Gewerbe, Wasserspiele usw. Wir arbeiten daran.

Bis zum 13. August läuft auch noch das Mitwirkungsverfahren zum Thema Verkehr. Worum geht es dabei?
Mit dem Kommunalen Gesamtplan Verkehr KGV geht die Gemeinde die grossen Bögen bei der Entwicklung der Mobilität in Suhr an. Ziel ist ein gutes Nebeneinander von Fussverkehr, Radverkehr und Autoverkehr. Mit einer guten Planung sollen Wege, Plätze und Verbindungen sicherer und attraktiver werden.

Bevölkerungsumfragen, Mitwirkungsverfahren und regelmässige Informationsforen– Weshalb scheint es Suhr so wichtig, seine Bevölkerung überall mit einzubeziehen?
Grundsätzlich werden Entwicklungsschwerpunkte und Projekte besser, wenn sie von verschiedenen Perspektivenbetrachtet und diskutiert werden. Wir leben diese Vielfalt bereits im Gemeinderat, aber durch die verschiedenen Möglichkeiten der Mitwirkung durch engagierte Bürgerinnen und Bürger gibt es eine grössere Vielfalt. Der Gemeinderat versucht dann nach Möglichkeit, Ideen und Kritikpunkte aller Beteiligten zu berücksichtigen und einen gemeinsamen Nenner zu finden.

Das Projekt Zukunftsraum ist gescheitert. Welche positiven Aspekte ziehen Sie dennoch aus der Projektarbeit rund um den Zukunftsraum?
Der Austausch mit anderen Gemeinden ist immer befruchtend. Er hilft, sich gegenseitig besser zu verstehen und die eigenen Strukturen und Arbeitsweisen kritisch zu betrachten. Dieses Projekt hat mich jedoch sehr viel Kraft gekostet. Die Positionen waren von Anfang an bereits bezogen. Diese Polarisierung hat zu verhärteten Fronten geführt. Leider fehlt im politischen Alltag oft eine gewisse Gelassenheit. Es ist selten etwas schwarz/weiss.

Es sind Sommerferien! Führt es Sie in der Regel ans Meer oder in die Berge?
Das Meer war wichtig, solange unsere Söhne klein waren. Jetzt bin ich gerne in den Bergen und verbringe ein Teil der Ferien auch gerne in Suhr. Es gibt immer wieder Einiges zum Entdecken und viele interessante Angebote in unserer Region.

Sie stammen aus der Region Airolo. Schlägt das Herz im Eishockey automatisch für Ambri?
Das ist so. Als Teenager war die Valascia ein wichtiger Treffpunkt. Es ging auch nicht nur um Eishockey, sondern auch um die sozialen Kontakte, den Ausgang und das Feiern.

Sind Sie eigentlich mit dem Eishockeytorhüter Leonardo Genoni vom EV Zug verwandt?
Nein, er ist nicht verwandt. Ein Brand hat Ende des 19. Jahrhunderts die Archive in Airolo leider zerstört. Vieles ist verloren gegangen betreffend Geschichte, aber auch in Bezug auf Stammbäume. Deswegen ist eine allfällige Verwandtschaft nicht mehr nachvollziehbar. Gute Reflexe sind ja auch in der Politik wichtig.

Zurück nach Suhr: Wohin ziehen Sie sich jeweils zurück, wenn Sie etwas Abstand und Erholung brauchen?
Kurze Erholung hole ich mich in unserem Garten oder auf der Terrasse. Es tut mir immer gut, wenn ich Zeit finde, ins Boxtraining zu gehen. Es geht um ein intensives Konditionstraining und die Reaktionen werden natürlich auch geübt. Eine tolle Gruppe ausserhalb meiner politischen und privaten Kontakte.

Sie haben entschieden, an der Erneuerungswahl im Herbst nicht mehr anzutreten. Was möchten Sie unbedingt noch abschliessen, bevor Sie abtreten?
Mir ist eine geordnete Übergabe sehr wichtig, weil die Arbeit im Gemeinderat langfristiger Natur ist. Vieles ist gut eingefädelt. Wir haben dieses Jahr die interne Arbeit mit der Kanzlei neu organisiert. Wir haben die Geschäftsleitung gestärkt und sind sehr gut aufgestellt für die nächsten Jahre.

Auf was sind Sie in Suhr besonders stolz?
Ich bin besonders stolz auf unsere Schule. Sie ist organisatorisch und fachlich sehr gut aufgestellt. Wir haben in all den Jahren miteinander (Schulpflege, Schulleitung und Gemeinderat) gemeinsame Ziele verfolgt und so Vieles erreicht. Nach aussen sind vor allem die gute Infrastruktur ersichtlich: alle Kindergärten sind neugebaut oder saniert worden, wir haben für die Primarschule im Feld angebaut und im Dorf mit dem Vinci einen wichtigen Schritt gemacht. Die vielen Investitionen konnten wir nur teilweise aus eigener Kraft finanzieren. Diese Investitionen sind langfristiger Natur. Über eine längere Zeitachse ist Suhr finanziell gut aufgestellt und hat seine Aufgaben gelöst. Nach einem schwierigen Jahr 2020 schätze ich für meine Nachfolgerin oder Nachfolger auch finanziell einen positiven Abschluss fürs Jahr 2021.

Was wünschen Sie sich für das Suhr der Zukunft?
Etwas mehr Gelassenheit im politischen Alltag und Respekt vor allen Personen, die sich politisch für unsere Gemeinschaft einsetzen. Und selbstverständlich hoffe ich, dass Suhr sich weiterhin so positiv entwickelt und dass die Suhrerinnen und Suhrer Freude haben am gemeinsamen Gestalten des Dorflebens.



Zur Person Marco Genoni
Alter: 59
Beruf: Geschäftsführer von rund 2000 Milchproduzenten von Glarus bis Bern
Erlernter Beruf: Ingenieur Agronom ETH
Zivilstand: verheiratet, zwei Söhne
Partei: unabhängig, Mitglied von Zukunft Suhr
Im Gemeinderat seit: 2010
Gemeindepräsident seit: 2018
Aufgewachsen in: Airolo
Lebt in Suhr seit: 2003
Das mag er: feines Essen in guter Gesellschaft oder eine Mountainbike-Tour in der Leventina
Das mag er weniger: die sozialen Ungerechtigkeiten auf dieser Welt

Suhr der Zukunft | Der Landanzeiger

Aluminium lässt die Pfunde purzeln

Aluminium lässt die Pfunde purzeln | Der Landanzeiger

Mit dem neuen Qashqai setzt Nissan jetzt in Europa verstärkt auf Leichtbau: Dank des grossflächigen Einsatzes von leichtem Aluminium bringt die neue Crossover-Generation weniger Gewicht auf die Waage.

Die Motorhaube, die Türen und die vorderen Kotflügel sind aus einer Aluminiumlegierung gestanzt. Allein dadurch ist der neue Qashqai rund 60 Kilogramm leichter als die Vorgängerversion. Die Gewichtseinsparung verbessert nicht nur die Effizienz, sondern gibt auch Spielraum für den Einsatz neuer und zusätzlicher Technologien – darunter der elektrifizierte Antriebsstrang, der erstmals beim Qashqai zum Einsatz kommt. Um dies zu ermöglichen, hat Nissan insgesamt 52 Millionen Pfund (60,26 Millionen Euro) in die Aluminiumproduktion im Werk Sunderland investiert. Damit wurden unter anderem eine zweite extragrosse Presslinie, die letztes Jahr eingeführt wurde, und der «Zyklon» installiert: Die Recycling-Anlage stösst Schrott mit 150 km/h aus und verarbeitet mehr als sieben Tonnen Metall pro Stunde, was den Abfall reduziert und eine umweltfreundlichere Produktion ermöglicht.

Recycling-Kreisläufe
Während die Motorhauben und Türen in Form gestanzt werden, wird das überschüssige Material zerkleinert und abgesaugt – die unterschiedlichen Aluminiumsorten bleiben dabei sorgfältig getrennt. Durch diese Trennung kann Nissan hochwertigen Schrott an die Lieferanten und Zulieferer zurückgeben, die daraus Aluminiumlegierungsbleche fertigen und diese wiederum in den Produktionsprozess des japanischen Automobilherstellers einbringen. Dieses «geschlossene» Recycling-Systemreduziert Abfall undCO2-Emissionen und trägt damit zum Unternehmensziel bei: Nissan will bis 2050 klimaneutral arbeiten – im gesamten Geschäftsbetrieb genauso wie über den Lebenszyklus der Fahrzeuge hinweg. Das Recycling von Aluminiumschrott spart mehr als 90 Prozent der Energie, die zur Herstellung einer vergleichbaren Menge aus Rohstoffen benötigt wird.

Erneuerbare Energien
«Wir suchen permanent nach Möglichkeiten, sowohl unsere Fahrzeuge als auch unseren Fertigungsprozess nachhaltiger zu gestalten. Der Einsatz von leichtem Aluminium im neuen Qashqai ist ein grossartiges Beispiel dafür», erklärt Alan Johnson, Vice President Manufacturing bei Nissan Sunderland. Auf dem Weg zur Klimaneutralität wird Nissan bis Anfang der 2030er Jahre sein komplettes Modellportfolio in Europa und anderen Schlüsselmärkten elektrifizieren. In der Produktion setzt das Unternehmen zudem auf erneuerbare Energien.

Deutliche Vorteile bei Nässe und im Gefälle

Deutliche Vorteile bei Nässe und im Gefälle | Der Landanzeiger

Antiblockiersysteme (ABS) gehören bei Autos, Lastwagen und Motorrädern zum Stand der Technik, bei E-Bikes sind solche Systeme noch nicht verbreitet. E-Bikes mit ABS haben vor allem bei nassem Untergrund und im Gefälle deutliche Vorteile. Dies ist das Ergebnis eines Tests, den die BFU erstmals durchgeführt hat – in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe für Unfallmechanik AGU Zürich.

Bremsen mit dem E-Bike auf nasser Fahrbahn – das ist heikel und mit einem hohem Sturzrisiko verbunden. Vorteile hat, wer ein E-Bike mit ABS fährt. Die Systeme haben beim Geradeaus fahren vor allem bei nassem Untergrund und beim anspruchsvollen Übergang von einer griffigen zu einer rutschigen Fahrbahnmessbare Vorteile. Dort verkürzt sich der Anhalteweg deutlich, und das E-Bike bleibt besser in der Fahrspur.
Das sind erste Ergebnisse eines Tests auf verschiedenen Fahrflächen, den die BFU in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe für Unfallmechanik AGU Zürich durchgeführt hat. Der Test hat aber auch gezeigt: Trotz ABS bleibt ein nasser Untergrund immer schwierig und rutschig. Nachgewiesen wurde mit dem Test auch, dass bei einer Vollbremsung auf trockenem Untergrund das Hinterrad bei einem E-Bike mit ABS nicht abhebt. Dies verhindert einen Überschlag – besonders im Gefälle. Das Verhalten beim Bremsen in der Kurve wurde in diesem Test nicht untersucht. Beim Fahren mit einem beladenen Veloanhänger hat der Test positive und negative Effekte gezeigt: Einerseits verkürzt sich der Bremsweg sowohl auf trockener als auch auf nasser Fahrbahn. Andererseits schert durch den Schub des Anhängers das Hinterrad bei einem E-Bike mit ABS stärker aus.

So wurde getestet
Am Dynamic Testcenter (DTC) in Vauffelin haben die BFU und die AGU Zürich verschiedene E-Bike-Modelle mit und ohne ABS auf gerader Fahrbahn getestet. Die E-Bikes wurden mit GPS und Geschwindigkeitssensoren ausgerüstet, um die Beschleunigung, den Anhalteweg und die Fahrspur des E-Bikes exakt zu bestimmen. An drei Messstationen hat das Testteam zudem Videoaufnahmen gemacht, um die Verzögerung auch visuell darzustellen. An der ersten Messstation wurde die Vollbremsung auf trockener Fahrbahn ausgemessen, an der zweiten das Bremsen auf einem Übergang des Belags von trocken zu nass und an der dritten Messstation wurde analysiert, wie sich die nasse Fahrbahn auf den Anhalteweg auswirkt. Weitere Tests fanden im Gefälle sowie auf gerader Fahrbahn mit einem beladenen Veloanhänger statt. Die AGU Zürich wertet nun alle technischen Daten aus, und die BFU wird die Erkenntnisse aus dem Test in einer wissenschaftlichen Publikation veröffentlichen.

ABS allein schützt vor Unfällen nicht
Ein erstes Fazit des Tests fällt positiv aus: «Der Test hat gezeigt, dass Antiblockiersysteme der Sicherheit beim Bremsen zuträglich sind, indem sie etwa bei Nässe den Bremsweg verkürzen und im Gefälle die Gefahr eines Überschlags reduzieren», sagt Roland Grädel, BFU-Produkteexperte. «Es macht daher Sinn, beim E-Bike-Kauf auf ABS zu achten.» Um einen Unfall zu verhindern, ist jedoch auch die Fahrweise entscheidend: Deshalb ist es wichtig, mit dem E-Bike defensiv und vorausschauend zu fahren. Ebenfalls wichtig ist das Tragen eines Velohelms, da sich damit die Wahrscheinlichkeit einer Kopfverletzung bei einem Unfall deutlichreduziert. Bessere Sichtbarkeit hilft ebenfalls, da E-Bikes von anderen Verkehrsteilnehmenden leicht übersehen oder zu spät wahrgenommen werden. Auf dem E-Bike empfiehlt sich, auch am Tag mit Licht zu fahren und eine Leuchtweste zu tragen. Alle Tipps für eine sichere Fahrt mit dem E-Bike finden sich in der neuen nationalen Kampagne, welche die BFU in diesem Jahr lanciert hat.

Zur Versöhnung zwei Aargauer Königstitel

Zur Versöhnung zwei Aargauer Königstitel | Der Landanzeiger

Der Aargauer Schiesssportverband hatte im Ständematch enttäuscht, doch zum Abschluss des Eidgenössischen Schützenfestes trumpften die Aargauer Aushängeschilder mit zwei Königstiteln und einem zweiten Rang gross auf.

Der Aargau hat die besten Pistolenschützen des Landes. Der 47-jährige Fuller Dieter Grossen bewies im 50-m-Final Nervenstärke und krönte seine lange Karriere mit dem Schützenkönigstitel. Im Final der besten 25-m-Schützen zeigte der 29-jährige Bottenwiler Christian Klauenbösch einmal mehr seine grosse Stärke im Schnellfeuer. Nach 2010 in Aarau feierte er in Emmen seinen zweiten Königstitel. Knapp an der Titelverteidigung vorbei schlitterte Rafael Bereuter bei den300-m-Gewehrschützenmit Sportwaffen. Der 34-jährige Buttwiler, der für die SG Aarau schiesst, musste sich mit den letzten zwei Schüssen kniend knappgegen den Baselbieter Roger Itin geschlagen geben.

Starke Aargauer Spitze
Fehlte dem Aargau im Ständewettkampf die leistungsmässig starkeBreite, rehabilitierten sich die AGSV-Spitzenschützen in den Königskonkurrenzen eindrücklich. Die 19 im Königsausstich angetretenen Aargauerinnen und Aargauer erzielten fast durchwegs gefreute Resultate. Einzig die Brugger Sturmgewehrschützen Hans und Walter Schumacher blieben hinter den Erwartungen zurück und verfehlten den Final der besten Acht in ihrer Kategorie deutlich. Stattdessen meldeten Grossen und Klauenbösch mit der Pistole sowie Bereuter und Rolf Denzler mit dem 300-m-Sportgewehr ihre Ambitionen auf einen Podestplatz, ja gar Königstitel an. Grossen hat sich im B-Programm auf die 50-m-Distanz deutlich an die Spitze gesetzt. Obwohl ihm der Finalauftakt nicht optimal gelang, blieb er in der Nähe der Spitze und setzte dann die Konkurrenz unter Druck. In der Schlussphase schmolz zwar sein Vorsprung, aber der Fuller rettete bei 100er-Wertungzweimikrige Pünktlein über die Distanz von 24 Schüssen. «Dass ich selber mit dem Sieg liebäugelte, machte die Sache mental nicht einfacher.», resümierte Grossen.

Souveräner Christian Klauenbösch
Nach zweitem Platz im Ausstich trat auch Christian Klauenbösch als Königsfavorit an, denn der Schnellfeuermodus kam dem Zofinger entgegen. Schliesslich war er mit 27:23 Treffern aus 50 Schüssen klar besser als der Waadtländer Cédric Grisoni. «So klar hätte ich den Sieg nicht erwartet», freute sich Klauenbösch über den zweiten Königstitel. 2015 hatte ihn im Wallis eine Waffenstörung an der Titelverteidigung gehindert. Entsprechend gross war jetzt die Genugtuung. Nur kurz ärgerte sich Rafael Bereuter. Obwohl er in der Schlussphase bei den 300-m-Schützen, Feld A, die Führung hatte übernehmen können, kam für ihn die Niederlage gegen Roger Itin nicht überraschend. «Ich hatte Mühe mit meiner Kniendstellung, konnte aber infolge Zeitdruck nichts ändern.» Denbeachtlichen4. Platz erreichte der älteste Finalteilnehmer, Rolf Denzler. Der 57-jährige Hallwiler gab sich denn auch nicht enttäuscht über die «lederne »Medaille.

Zur Versöhnung zwei Aargauer Königstitel | Der Landanzeiger
Erneut den Königstitel gewonnen: Christian Klauenböschs Jubel unmittelbar nach der Rückeroberung des Schützenkönigtitels.

Valentina Rosamilia erkämpft sich an U20-EM Bronze

Valentina Rosamilia erkämpft sich an U20-EM Bronze | Der Landanzeiger

Nach Silber am Olympischen Festival der Europäischen Jugend 2019 doppelt Valentina Rosamilia (BTV Aarau) in diesem Jahr nach: Über 800merkämpft sie sich an der U20-EM in Tallinn (EST) sensationell Bronze. Sprinter Lucien Kern konnte mit der 4 × 100 m-Staffel wichtige Erfahrungen sammeln.

Im 800-Meter-Finallauf standen drei Schweizerinnen an der Startlinie: Nebst Valentina Rosamilia (BTV Aarau) haben sich auch Audrey Werro (CA Belfaux) und Lea Ammann (TV Thalwil) für den Final qualifiziert. Der Finallauf wurde von Audrey Werro, die zusammen mit Valentina Rosamilia als grosse Titelfavoritin gehandelt wurde, schnell angegangen. Rosamilia lief in der Verfolgergruppe, die auf der Zielgeraden noch aus drei Athletinnen bestand. Eine Medaille gewinnen konnten jedoch nur deren zwei. Das wusste auch die BTV-Atheletin und holte nochmals alles aus ihr raus, doch die anderen beiden liessen sich nicht abschütteln. Nur wenige Meter vor dem Ziel befanden sich alle drei Athletinnen noch auf derselben Höhe. Kurz vor dem Ziel strauchelte Valentina Rosamilia und stürzte über die Ziellinie. Dort bliebt sie erschöpft am Boden liegen. Umso grösser war die Freude, als sie als Gewinnerin der Bronze-Medaille ausgerufen wurde. Es war ein Wimpernschlagfinale: Valentina Rosamilia erreichte sechs Hundertstel hinter der Ukrainierin Svittlana Zhulzhyk Platz 3, drei Hundertstel zurück folgte die Griechin Elli-Eutychia Deligianni, die Vierte wurde. Gewonnen hat die Schweizerin Audrey Werro.

Für den BTV-Athlet Lucien Kern war es bereits eine grosse Ehre, für die 4 × 100m-Staffel selektioniert zu sein. Er erhielt damit die Bestätigung, dass er zu den schnellsten U20-Sprintern der Schweiz gehört. Umso toller ist, dass er nicht nur als Ersatzläufer in Tallinn mit dabei war, sondern zum Resultat der Schweizer Staffel als Läufer etwas beitragen konnte und zwar als Schlussläufer der gesamten Staffel. Er drehte nochmals richtig auf und sicherte der Schweiz in neuer Saisonbestleistung mit 40.70s den vierten Rang im schnellen Vorlauf mit GB, Frankreich, Türkei, Polen, Finnland und der Slowakei. Leider reichte es nicht für eine Finalqualifikation, aber die Erfahrung eines Starts an einem Grossanlass dürfte für den BTV-Läufer sehr wertvoll sein.

Die Schule während 42 Jahren geprägt

Die Schule während 42 Jahren geprägt | Der Landanzeiger

An ihrer kleinen, schulinternen Abschlussfeier wurden an der Kreisschule Leerau vor den Sommerferien nicht nur die 6.-Klässler und 6.-Klässlerinnen «useglüütet», sondern auch Lehrer Daniel Gerhard. Er hat die Schule während der letzten vier Jahrzehnten massgeblich geprägt.

Erneut schloss die Kreisschule Leerau das «alte» Schuljahr nicht mit einer öffentlichen Schulschlussfeier ab. Stattdessen traf sich die gesamte Schule beim Schulhaus Kirchleerau und erlebte im ersten Teil des Morgens, auf zwei Gruppen aufgeteilt, einen lustvollen Drum-Circle, bei dem Körper, Stimme und verschiedensten Perkussionsinstrumenten alles abverlangt wurde. Im Anschluss daran wurden die 6.-Klässlerinnen und 6.-Klässler von allen anderen Kindern der Kreisschule Leerau durch ein Spalier geleitet und mit einer «Uselüüti» aus der Primarschule verabschiedet. Die Klasse verabschiedete sich ihrerseits mit einemgrossartigen Tanz, mit dem sie mit Sicherheit in positiver Erinnerung bleibt.

Daniel Gerhard | Der Landanzeiger
Daniel Gerhard

Die Schule mitgestaltet
Mit dem Spalier sowie dem «Glöggelikonzert » wurde auch Daniel Gerhard ein warmherziger Abschied beschert, der die Kreisschule Leerau nach sage und schreibe 42 Jahren Richtung Pension verlässt. Nachdem Daniel Gerhard bereits ein Jahr «in Teilzeit» am Rentnerleben geschnuppert hat, freut er sich nun, noch mehr Zeit für seine Familie, ganz besonders für seinen Enkel, zu haben und sich noch intensiver der Malerei widmen zu können. Auch das Wandern, Skifahren und Fotografieren in den Bergen wird er sich künftig noch flexibler einrichten können.

In den mehr als vier Jahrzehnten hat Daniel Gerhard viele Veränderungen in der Schullandschaft erlebt und mitgetragen und bis zuletzt mit grossem Engagement seinen Unterricht gestaltet und die Schule Moosleerau und später die Kreisschule Leerau mitgestaltet. Er hielt Ansprachen, erzählte Geschichten und begleitete die ganze Schule mit seiner Gitarre ebenso engagiert wie er Krippenspiele, Lieder und Jahresmottos kreierte oder den Schulhäusern mit guten Ideen für Dekorationen seinen Stempel aufdrückte.

Die Kreisschule Leerau lässt Daniel Gerhard nur ungern ziehen, wünscht ihm aber von Herzen alles Gute für die Zukunft. Die Türe steht ihm offen–Zeit für ein «Kafi» findet sich immer!