Testvolumen steigt in beiden Testcentern weiter an

Testvolumen steigt in beiden Testcentern weiter an | Der Landanzeiger

Genossenschaftspräsident Toni Mancino sagte in seiner Begrüssung, «dass er sich sehr freue, dass die Versammlung endlich wieder physisch stattfinden könne.» In seinem Jahresbericht erwähnte er, dass die Pandemie den Arbeitsalltag auch im letzten Jahr sehr stark bestimmte.
Die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge stieg erneut an. Dadurch nahm das Testvolumen in beiden Testcentern weiter zu. Beide Standorte waren wegen der Erneuerung von technischen Einrichtungen, infolge Pensionierungen und Neueinstellungen sowie krankheitsbedingter Ausfälle sehr stark gefordert.
Der Präsident erwähnte zudem, dass die Ablösung der veralteten Software im Raum steht und entsprechende Abklärungen stattfinden. Weiter wies er auf die Zusammenarbeit mit dem Strassenverkehrsamt hin: «Während des Umbaus des Strassenverkehrsamts werden wir mithelfen, die Prüfbereitschaft sicherzustellen.»
Dann äusserte sich Toni Mancino zu weiteren Zukunftsplänen: «Wir optimieren die Testcenter in Zofingen und Kleindöttingen laufend. Zudem suchen wir nach Lösungen, wie wir die stetige Zunahme der Prüfungen abfedern können. In Zofingen planen wir deshalb eine dritte Bahn.»
Die von Sekretär Thomas Kaiser präsentierte Rechnung 2021 schloss erfreulich ab und wurde genauso wie das Budget 2022 einstimmig genehmigt.
In seinem Schlusswort erwähnte Toni Mancino einmal mehr die «einzigartige Zusammenarbeit» mit dem Strassenverkehrsamt. Dann bedankte er sich bei Peter Schreiber für dessen langjährigen Einsatz bis zur Pension und stellte dessen Nachfolger, Beat Widmer, vor, der die Testcenter seit letztem August leitet.



Zwei AGVS Testcenter
Die Genossenschaft Testcenter AGVS betreibt in Zofingen und Kleindöttingen je ein Prüfcenter. Geprüft werden Personenwagen, Motorräder, Kleintransporter bis 3,5 Tonnen, Oldtimer und Anhänger. Mit diesen Dienstleistungen wird das Strassenverkehrsamt in Schafisheim entlastet. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit hilft, die Fahrzeugprüfungen fristgerecht durchzuführen und die Sicherheit auf den Strassen zu gewährleisten.

Publikumsliebling spielt eine Liga höher

Publikumsliebling spielt eine Liga höher | Der Landanzeiger

Mehr als 4,5 Millionen Mal wurde der Škoda Fabia seit seinem Start 1999 verkauft. Ein Kassenschlager also. Ein Auto, das viele von uns irgendwann im Leben schon begleitet hat. Grund für den Erfolg ist in erster Linie das Preis-Leistungs-Verhältnis. Aber auch Sicherheit, Funktionalität und Platzangebot. Nun, just in letzterer Hin sicht ist jetzt, da das Auto erstmals auf einer neuen Plattform steht, ein Quantensprung vonstattengegangen. Obwohl der feine Kleine in der Breite um 48 mm gewachsen ist und in der Länge erstmals die 4-Meter-Marke knackt (+ 11 mm) und damit ins Mittelklassensegment aufsteigt, bleibt der Einstiegspreis moderat. Ab Fr. 17’740 ist man in der Top of spartanischen Variante, am unteren Ende der Skala also, dabei. Dafür gibt es 65 PS aus einem 1-Liter-Benziner ohne Turbo, 15-Zoll-Räder und eine 5-Gang-Handschaltung. Funktioniert auf der Kurzstrecke total. Allein, wenn man auf der Landstrasse überholen will, so könnte es etwas länger dauern. Voll bepackt mit 150 PS, 17 Zoll-Rädern und 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe kann man freilich mit dem Fabia auch die 30’000-Franken-Marke knacken. Keinen Einfluss hat der Preisund Triebwerk-Leistungsunterschied auf den Komfort im Innern.

Bewusst veränderte Essenz
Innen herrscht jetzt noch viel mehr Platz. Ein Gefühl von Kleinwagen kommt da nicht mehr auf. Der neue Fabia bietet durch den 94 mm längeren Radstand im Vergleich zum Vorgänger vor allem auch Passagieren im Fond reichlich physiologisches Verwirklichungspotenzial. Mit einem Radstand von 2564 mm übertrifft der Kleine gar den Octavia der 1. Generation. Echt keine Panik also punkto Raum in der Zeit. Die symmetrische Instrumententafel mit frei stehendem Zentraldisplay und die horizontalen Dekorleisten betonen die neue Breite des Innenraums. Drei Infotainment-Systeme sind verfügbar. Das Topsystem Amundsen verfügt über ein konfigurierbares 9,2-Zoll-Display und eine Navigationsfunktion mit Online- Unterstützung inklusive WLANHotspot. Für die Stromversorgung weiterer Mobilgeräte stehen bis zu fünf USB-C-Anschlüsse zur Verfügung, einer davon am Innenspiegel, beispielsweise für eine Dashcam. Für einen noch besseren Klang sorgt ein optional erhältliches Škoda-Soundsystem mit einem zusätzlichen Verstärker und einem Subwoofer im Kofferraum. «Mit der vierten Generation des Fabia gehen wir bei der Škoda-typisch emotionalen Designsprache den nächsten Schritt. Unser Einstiegsmodell wirkt dank der neuen Proportionen deutlich dynamischer und erwachsener», sagt Oliver Stefani, Leiter Škoda Design. «Gleichzeitig steht der neue Fabia auf den ersten Blick für einen modernen Lifestyle ». Was die Essenz des Viertgeneration- Fabia angeht, habe man die bewusst verändert, so Stefani. «Als typischer Škoda ist er ein funktionaler, praktischer Begleiter im Alltag».

110 PS passen tipptopp
Der hier gefahrene 110-PS-Benziner mit manuellem Sechsgang-Getriebe lässt sich auch sehr Schaltfaul fahren. Die Gänge, die präzis eingelegt werden können, sind weit ausgelegt, sodass man auch in der Stadt nicht permanent am Rudern ist. Wobei – in der City eignen sich die Automaten (110 und 150 PS Version) zweifellos besser. Mit einem Drehmoment von 200 Nm ist ausreichend Zug auf den Gummis, um quirlig und agil durch den Urban-Traffic zu flitzen. Auch Überland überzeugt der grosse, kleine Neue. Fahrkomfort, Lenkung, Bremse und Strassenlage – voll im grünen Bereich. Dank des Wechsels auf den modularen Querbaukasten MQB-A0 konnte die aktive und passive Sicherheit verbessert werden, unter anderem durch Assistenzsysteme, die bisher nur Modellen aus höheren Klassen vorbehalten waren. So sind beispielsweise der Travel Assist und der Parklenkassistent erstmals im neuen Fabia an Bord. Dazu gibt es bis zu neun Airbags.

Jetzt noch cleverer
Je nach Ausstattung bietet der Fabia bis zu 43 praktische Details, die den Umgang mit dem Fahrzeug im Alltag erleichtern – mehr als jemals zuvor. Nebst den Klassikern wie dem Eiskratzer mit Messskala für die Reifenprofilkontrolle in der Tankklappe, dem Parktickethalter an der A-Säule und dem Regenschirm in der Fahrertür, sorgen im Ablagefach in der Mittelkonsole ein neuer Befestigungsclip für eine Kreditkarte oder ein Parkhausticket und ein Gummizug als Stifthalter für Ordnung. Mehr Flexibilität ermöglicht optional ein abnehmbarer Becherhalter zwischen den Vordersitzen. Eine ebenfalls auf Wunsch erhältliche Box auf dem Mitteltunnel bietet Passagieren im Fond eine clevere Ablagemöglichkeit für Kleinteile. Die Box wird einfach zwischen Mittelkonsole und Rücksitzbank platziert und fixiert sich selbst. Für den Kofferraum ist auf Wunsch ein flexibles Ablagefach erhältlich. Es befindet sich platzsparend an der Seitenwand und lässt sich bei Bedarf ausziehen, um Gegenstände im Gepäckraum zu fixieren. Zudem debütiert, die als Zubehör für das optionale Panoramadach erhältliche Sonnenblende. Wenn sie nicht gebraucht wird, lässt sie sich einfach auf einen Drittel ihrer Grösse zusammenfalten und unter der Gepäckraum- Abdeckung verstauen. Simply clever und jetzt auch noch edler.

Vom Jäger zum Gejagten

Vom Jäger zum Gejagten | Der Landanzeiger

Es ist das erste Mal für die Oberentfelder Faustballer, dass sie als Titelverteidiger in eine Feldsaison starten dürfen. Dies nach dem sensationellen Titelgewinn im letzten September. Trainer Koni Keller glaubt jedoch nicht, dass dies für seine Mannschaft eine grosse Veränderung sein wird. «Natürlich fliegen wir als Titelverteidiger nicht mehr unter dem Radar, aber ich glaube auch nicht, dass wir deswegen plötzlich zu hohe Erwartungen an uns selbst haben », so Keller. «Aber wir haben das Selbstbewusstsein entwickelt, dass wir wissen, dass wir gegen jede Mannschaft bestehen und Punkte holen können.»
Dennoch wird die Qualifikation für das Final4-Turnier in dieser Saison alles andere als ein Selbstläufer. Auch nicht für die Schweizer Meister aus Oberentfelden. Denn die Teams sind – so sind sich die Experten einig – im Hinblick auf diese Nationalliga A Saison näher zusammengerückt. Das hängt einerseits damit zusammen, dass mit Affeltrangen ein starker Aufsteiger ins Oberhaus gekommen ist. Und andererseits das Team aus Wigoltingen auf zwei erfahrene Rückkehrer zählen darf, die viel Qualität mitbringen.

Bewährte Kräfte
Und so umfasst die Gruppe der potenziellen Final4-Teilnehmer neben Oberentfelden sicherlich auch die stark einzustufenden Teams aus Elgg-Ettenhausen und Widnau, sowie die Equipen aus Neuendorf und Wigoltingen. Trainer Koni Keller rechnet zudem auch mit Diepoldsau und Affeltrangen. «Das sind zwei Wundertüten – wenns ihnen läuft, sind sie sehr gefährlich und können sich fürs Final4-Turnier qualifizieren. »
Mit insgesamt sieben Teams, die um vier Plätze kämpfen, erwartet die Oberentfelder eine spannende Saison. Die Equipe von Koni Keller kann dabei auf denselben Kern zählen, der zuletzt auf dem Feld und in der Halle den Schweizer Meistertitel gewonnen hat. Im Angriff sind dies Robin Häfeli und Nationalspieler Tim Egolf. In der Abwehr spielen Captain Ramon Hochstrasser, Routinier Reto Hunziker, sowie das U18-Nachwuchstalent Silvan Bisig und Maik Keller. Altmeister Dominik Gugerli steht punktuell als Verstärkung zur Verfügung.

Zum Auftakt eine Heimrunde in Oberentfelden
Am ersten Spieltag kommt Gugerli aber garantiert zum Einsatz. Denn beim Saisonauftakt auf der heimischen Sportanlage am Erlenweg in Oberentfelden (Samstag, ab 17 Uhr) wird er an Stelle von Koni Keller das Coaching übernehmen. Keller ist aus privaten Gründen verhindert. Die Oberentfelder treffen zum Start in die neue Meisterschaft auf die beiden Teams aus Neuendorf und Jona. Insbesondere das Aufeinandertreffen mit Neuendorf dürfte eine spannende Angelegenheit werden, denn die Solothurner möchten sich in diesem Jahr wieder fürs Final4- Turnier qualifizieren, was ihnen letzte Saison nicht gelungen ist. Gegen Jona, das zu Beginn der Meisterschaft si cher lich noch auf den verletzten Hauptangreifer Yanick Landolt verzichten muss, sind die Oberentfelder klar zu favorisieren.

Nora Gmür empfiehlt sich für höhere Aufgaben

Nora Gmür empfiehlt sich für höhere Aufgaben | Der Landanzeiger

Die Frühform von Nora Gmür stimmt. Die 21-jährige Triathletin hat bei ihren ersten beiden Europacup-Einsätzen in diesem Jahr die Ränge acht und zwei belegt. Insbesondere der zweite Platz beim Rennen in der Türkei über Ostern gilt es hervorzuheben, denn es ist erst der zweite Podestplatz auf dieser Stufe für Nora Gmür. Zuvor hatte die Schöftlerin im letzten Herbst Rang drei in Portugal herausgeholt. «Dieser zweite Platz ist ein toller Erfolg für mich. Vor allem auch deshalb, weil ich in allen drei Disziplinen eine wirklich gute Leistung zeigen konnte», freute sich Gmür.
Dank ihren beiden starken Auftritten zum Auftakt der neuen Saison hat sich Nora Gmür auch für höhere Aufgaben empfohlen. Eine Top 10 Klassierung war nämlich gefordert, um auf der nächsthöheren Stufe im Weltcup antreten zu können. Das hat Nora Gmür definitiv geschafft und wird sich darum schon bald mit der absoluten Weltspitze messen dürfen. «Das wird eine grosse Herausforderung», weiss sie. «Als ich letzte Saison in Hamburg erstmals bei einem solchen Rennen starten durfte, bin ich ziemlich ‹auf die Welt gekommen›. Das Niveau ist schon sehr hoch.»

Fortschritte in allen Bereichen
Angesichts ihrer guten Form muss sich Nora Gmür vor der internationalen Konkurrenz aber nicht verstecken. Denn im Vergleich zur letzten Saison hat sie in allen drei Disziplinen grosse Fortschritte erzielt. Das belegen beispielsweise auch die beiden Bronzemedaillen an den Schweizer Meisterschaften, die Nora Gmür über 3000 Meter in der Halle und in der Alterskategorie U23 im Crosslauf geholt hat. «Diese beiden Erfolge haben mir sicher viel Selbstvertrauen gegeben und waren auch wertvoll, um die nötige Rennhärte für den Saisonstart zu holen», sagt die Junioren Vize-Europameisterin von 2019.
Zudem hat Nora Gmür auch intensiv in der Disziplin Schwimmen gearbeitet. «Ich habe mit meinem Schwimmtrainer Dirk Thölking vom SC Aarefisch viel an meiner Technik gearbeitet und auch einige Spezialtrainings eingelegt. Das hat sich sicher bezahlt gemacht », so Gmür, die bei ihrem zweiten Platz in der Türkei als Fünfte aus dem Wasser gekommen war.

Der Olympiatraum lebt
Für die kommenden Monate hat sich Nora Gmür, die Mitglied des Schweizer Elite Nationalkaders ist, hohe Ziele gesteckt. Sie will an den U23 Europameisterschaften in Polen über die Supersprint-Distanz eine Top 5 Klassierung herausholen. Auch der Start an den European Games bei der Elite steht auf der Liste mit ihren Zielen genauso wie die Teilnahme an den U23 Weltmeisterschaften in Abu Dhabi im Herbst. Und mit guten Resultaten im Weltcup möchte die 21-Jährige wichtige Punkte für die Qualifikation für die Olympischen Spielen 2024 in Paris sammeln. «Die Spiele in Paris sind ein Traumziel von mir. Es wäre mega cool, wenns klappt. Aber die Schweiz hat ja nur zwei, maximal drei Startplätze – das wird also nicht einfach», sagt Nora Gmür, die nach dem Abschluss der Sport Kanti in Aarau im letzten Sommer ein Fernstudium in Mediendesign begonnen hat.
Um künftig noch optimaler trainieren zu können, hat sich Nora Gmür entschieden, ab Oktober die Spitzensport RS in Magglingen zu absolvieren. «Dort profitiere ich von den idealen Trainingsbedingungen, dem Austausch mit anderen Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern, sowie der finanziellen Unterstützung der Schweizer Armee, was mir als Triathletin sehr gelegen kommt», so Gmür.

«Jeder von uns will der Schnellste sein»

Jeder von uns will der Schnellste sein | Der Landanzeiger

Während viele andere Menschen 2021 nicht in guter Erinnerung behalten werden, war es für den jungen Rennfahrer Ricardo Feller das Jahr, in dem er den Durchbruch schaffte. Zusammen mit dem Deutschen Christopher Mies gewann er auf einem Audi R8 die ADAC GT-Masters und auf einem Lamborghini Huracán GT3 die Silber Klasse der GT World Challenge. «Das hat mir viele Türen geöffnet, aber ich habe mich dafür entschieden, in diesem Jahr für das ABT-Team erstmals in der DTM zu starten», erzählt das aktuell grösste Schweizer Talent im Automobilsport. «Momentan passt diese Rennserie am besten zu mir. Ich freue mich schon riesig auf den Saisonstart Ende April.» Feller wird dann eine Weiterentwicklung seines letztjährigen Siegerautos pilotieren. Letzteres ist im Showroom der Garage seiner Eltern in Suhr ausgestellt ist und zieht dort noch mehr Blicke auf sich als die exklusiven Sportwagen, die zum Verkauf stehen. Sein künftiger R8 LMS Evo II wird ungefähr 550 PS haben und viel schneller sein als der serienmässige, 600 PS starke Audi RS6 wäre, der ihm als Dienstwagen zur Verfügung steht. «Den Unterschied machen das pickelharte Fahrwerk, das niedrigere Gewicht, die breiten Pneus und die Aerodynamik, die eine stärkere Bodenhaftung erzeugt», erklärt Feller. «Der 10-Zylinder-Saugmotor klingt noch viel lauter als der Achtzylinder-Turbo. »Ohne Gehörschutz würde ich es im R8 gar nicht aushalten!»

Besonnener Fahrer
Obwohl der Aargauer noch sehr jung ist, sagt er von sich, dass er keine Mühe habe, seinen Fahrstil und sein Tempo den Regeln anzupassen, die auf öffentlichen Strassen gelten. «In der Schweiz braucht man oft viel Geduld, um vorwärts zu kommen, aber ich würde nie rasen – dafür ist mir mein Führerausweis zu wichtig.» Bisher hat er nur die eine oder andere bezahlbare Busse für Geschwindigkeitsübertretungen bekommen. Besonnen agiert Feller auch auf der Rennstrecke. «Ich bin mehr der Fahrer, der konstant 99 Prozent seiner Fähigkeiten abrufen kann als jemand, der 103 Prozent riskiert», meint er, schwärmt aber dennoch von den «richtig geilen Zweikämpfen», die es im Tourenwagensport gibt. «Manchmal jagt man sich mehrere Runden lang Tür an Tür über den Kurs, berührt sich seitlich oder fährt dem anderen Mal ins Heck, aber meistens ist das für die Fahrer okay und für die Zuschauer mega. Nur die Teams finden es nicht so toll, wenn sie die kleinen Schäden nachher reparieren müssen …», erzählt Feller schmunzelnd. Ob er mit René Rast, dem dreifachen DTMChampion (2017, 2019, 2020), und dem letztjährigen Gesamtdritten Kelvin van der Linde, aneinandergeraten wird oder als Rookie von seinen erfahrenen Teamkollegen bei ABT Tipps bekommen wird, weiss er nicht. «Ich bin jedoch sicher, dass jeder von uns der Schnellste sein will. Ob wir trotzdem beste Freunde werden, wird man sehen. »

Benzin im Blut
Ricardo wurde 2000 geboren und wuchs im Betrieb auf, den seine Eltern 1989 übernommen haben. «Wenn andere Kinder auf den Spielplatz gingen, habe ich mich lieber in der Tuning- Werkstatt herumgetrieben und meinem Vater zugeschaut, wie er Autos tiefer legte, Karosserien verbreiterte oder auf dem Prüfstand testete, wie viele zusätzliche PS er aus den Motoren herausgekitzelt hatte», erinnert er sich. «Einmal hat es bei einem Ford Cosworth eine Stichflamme gegeben. Das muss wohl die Initialzündung für meine Rennsportkarriere gewesen sein!» Obwohl er auch Freude an seiner Holzeisenbahn hatte, wollte er nie Lokomotivführer werden. Schöne und schnelle Autos faszinierten ihn mehr. Erste Speed-Erfahrungen sammelte Feller auf den Kartbahnen von Roggwil, Wohlen und Lyss. Als Zehnjähriger bekam er von seinen Eltern den ersten Rennkart geschenkt. «Da er viel schneller war als ein Mietkart, traute ich mich die ersten zwei Mal gar nicht, auf die Strecke zu gehen», bekennt er. «Erst im dritten Anlauf machte es Klick. Danach habe ich mich angeschnallt und bin losgefahren.» 2015 wurde er bei den Junioren Schweizer Kartmeister und erzielte beim Campionato Italia Adria vielversprechende Resultate. Darauf wechselte er in die Formel 4, wo er im dritten Rennen seinen ersten und bisher einzigen schweren Unfall erlitt. «Bei einem Überholmanöver hatte mir ein anderer Fahrer keinen Platz gelassen, worauf ich mit hoher Geschwindigkeit auf die Randsteine geriet und in die Luft katapultiert wurde. » Feller musste mit einem Helikopter ins Spital geflogen werden, wo die Verletzung eines Rückenwirbels diagnostiziert wurde.

Glück im Unglück
«Ich kam mit einem blauen Auge davon. Die Saison war gelaufen, aber der Rücken nach drei, vier Monaten ausgeheilt. Ich denke nicht mehr oft daran. Es ist Vergangenheit. Ich schaue nach vorne.» Da es sehr teuer ist, nur schon in der Formel 3 mitfahren zu können, setzte sich Feller in Abstimmung mit seinen Eltern, die ihn immer in jeder Hinsicht unterstützen, 2017 neu zum Ziel, sich im Tourenwagen-Rennsport zu etablieren. Das fiel ihm nicht schwer, da nicht nur die Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel und Lewis Hamilton zu seinen Vorbildern zählen, sondern auch Rallye-König Walter Röhrl und Marcel Fässler, der auf Audi dreimal die legendären 24 Stunden von Le Mans gewann. Da passte es wunderbar, dass Feller ins Talentförderprogramm Audi Sport Racing Academy aufgenommen wurde und dadurch mit erst 16 Jahren als jüngster Pilot in der Geschichte der ADAC GT Masters in dieser Serie starten konnte. Während Feller damals noch im Betrieb der Eltern, in dem heute seine beiden jüngeren Geschwister arbeiten, eine Sport-KV-Lehre machte, kann er nun als Vollprofi vom Rennfahren leben. Obwohl er es sich nun leisten könnte, eine eigene Wohnung zu nehmen, wohnt er gerne weiter im «Hotel Mama» in Bözberg. Alles andere würde gar keinen Sinn machen so viel wie er unterwegs sei. Schon bald geht er mit seinem RS6 wieder auf Dienstreise, diesmal nach Kempten im Allgäu, wo sich der ABT-Hauptsitz befindet. «Es gibt Gespräche mit dem Teamchef, Ingenieuren und Mechanikern. Ausserdem wird meine Sitzschale gegossen, damit alles bereit ist, wenn Testfahren möglich werden», erzählt Feller, der sich bereits auf die Duelle mit der ähnlich potenten Konkurrenz von Porsche, Mercedes, BMW und Lamborghini freut. «Bis zum Saisonstart am 1. Mai in Portugal dauert es zwar noch eine Weile, aber es kribbelt schon gewaltig!»



DTM-Kalender 2022
Im DTM-Kalender 2022 finden sich insgesamt acht Veranstaltungsorte, an denen jeweils zwei Rennen gefahren werden. Wie im Vorjahr werden Fahrer-, Team- und Hersteller-Meister also in insgesamt 16 Rennen ermittelt.
30.04./01.05: Portimao, Portugal
21./22.05: Lausitzring, Deutschland
18./19.06.: Imola, Italien
02./03.07.: Norisring, Deutschland
27./28.08.: Nürburgring. Deutschland
10./11.09.: Spa, Belgien
24./25.09.: Spielberg, Österreich
08./09.10.: Hockenheim, Deutschland



Feller startet auch 2022 im ADAC GT Masters
Ricardo Feller wird nicht nur bei den Deutschen Tourenwagen-Meisterschaften DTM fahren, sondern auch weiterhin am ADAC GT Masters starten. Dieses hat er im letzten Jahr zusammen mit Teamkollege Christopher Mies gewonnen. Sein Auto wird Feller neu aber mit dem 19-jährigen Jusuf Owega teilen. Das verändert die Stellung von Feller im Team: «Bis jetzt war ich immer der junge Fahrer im Auto und hatte einen Routinier an meiner Seite. Nun bin ich derjenige, der einem Nachwuchsfahrer zur Seite steht und ihm hilft, besser zu werden», so der 21-jährige Feller. An zwei Wochenenden wird Feller aber fehlen, da sich der Rennkalender mit der DTM überschneidet. Das ADAC GT Masters startet vom 22. bis 24. April in der Motorsport Arena Oschersleben in die neue Saison, alle Rennen werden bei NITRO samstags und sonntags jeweils ab 12.30 Uhr live übertragen. RAN

Jeder von uns will der Schnellste sein | Der Landanzeiger
Ricardo Feller

Aarefisch überrascht mit Bronze

Aarefisch überrascht mit Bronze | Der Landanzeiger

Eine Woche nach der Langbahn Schweizermeisterschaft fand in der modernen Wettkampfanlage der Sportarena Campus Sursee die Finalrunde NLA undNLB der Schweizer Vereinsmeisterschaft im Schwimmen statt. Als Veranstalter zeichnete sich wiederum das bewährte Team des Schwimmclubs Aarefisch Aarau aus, das seit 2018 für die Durchführung von verschiedenen nationale Meisterschaften verantwortlich war.

Zwei Schweizerrekorde
Eine solche Vereinsmeisterschaft hat zum Ziel, die Verbindung eines Schwimmers gegenüber seinem Team und seinem Verein zu stärken. Dass das keine leeren Worte sind bewiesen auch die international bekannten Schweizer Schwimmstars wie Noé Ponti, Jérémy Desplanches, Roman Mityukov, Antonio Djakovic, Maria Ugokova und andere, die ihre persönlichen Ambitionen ihrem Verein unterordneten und teilweise in der NLB starteten. Stellvertretend für die Leistungsbereitschaft aller an diesem Wettkampf war das Rekord-Duell zweier Spitzenathleten: Djakovic, SC Uster Wallisellen, legte am Samstag im zweitletzten Rennen über 1500m Freistil mit 14:59,81 einen historischen Rekord vor, der erste Schweizer unter der 15 Minuten Schallmauer. Kurz darauf gelang dem Genfer Roman Mityukov ein neuer Schweizer Rekord über 100m Freistil.

Bronze für die Aarefisch Frauen in der NLA
Die Schwimmerinnen und Schwimmer des Schwimmclubs Aarefisch liessen sich durch diese tolle Atmosphäre mitreissen. Bei den Damen wuchsen Anna Vismara, Nora Wick, Samira Arnold, Soyala Déverin, Twyla Reinhard und Michelle Armandi über sich hinaus und sicherten dem Aarauer Verein zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte eine Medaille in der NLA: Bronze hinter den überlegenen SC Uster Wallisellen und Lausanne Natation. Somit stellte der SC Aarefisch zurzeit eine der schnellsten Schweizer Vereinsmannschaften. Anna Vismara, die am nächsten Wochenende mit dem Junioren-Nationalkader in Kranj (SLO) am Start steht, erzielte am Samstag mit 25:98 einen neuen Aargauer Rekord über 50m Freistil, sie ist die erste Aargauerin unter 26 Sekunden.

Männer im Abstiegskampf
Bei den Herren stellte sich die Ausgangslage völlig anders dar. Nachdem mit Dario Wickihalter und dem Langstreckenspezialist Federico Salghetti- Drioli, immer noch krank seit Mitte der Langbahn Schweizermeisterschaft vor einer Woche, zwei wichtige Teamstützen fehlten und David Radam, gerade genesen, wenigstens noch ein Training vor diesen Meisterschaften absolvieren konnte, ging es darum, den Abstieg zu vermeiden. Nach der Hälfte der 28 Disziplinen sah es am Samstagabend schlecht aus, die Herren Ariël Asti, Radam, Sven Thalmann, Kevin und Robin Affentranger sowie Malte Rohden lagen auf einem der Abstiegsplätze. Da ein Schwimmer im ersten Umgang (Samstag) und am zweiten Umgang (Sonntag) zusammen maximal fünf Mal eingesetzt werden kann, jedoch nur einmal in der gleichen Disziplin, brauchte Cheftrainer Dirk Thölking aus Suhr präzise Einschätzungen und Berechnungen, um mit der optimalsten Besetzung die höchstmögliche Punktzahl herauszuholen. Mit der hervorragenden Einstellung des Herrenteams, sicher auch mitgerissen durch die sich abzeichnende Bronzemedaille der Damen, wuchsen die Herren ebenfalls über sich hinaus und überholten die beiden vor ihnen liegenden Mannschaften: 10. Schlussrang und Verbleib in der NLA. Natürlich war Cheftrainer Thölking sehr zufrieden, eine Bronzemedaille, die Aarefisch Teams bei den Damen und den Herren auch 2023 in der NLA, und nicht zuletzt die erfolgreiche Organisation einer Schweizermeisterschaft, alles in allem wieder ein erfolgreiches Wochenende mehr.

Neue Produkte und innovative Antriebstechnologien

Neue Produkte und innovative Antriebstechnologien | Der Landanzeiger

Zugunsten einer neuen Ära in der Mobilität verzichtet Nissan dabei auf Investitionen in Euro-7-konforme reine Verbrenner. Dadurch werden ab 2023 neue Personenwagen nur noch mit teiloder vollelektrischen Antrieben in Europa eingeführt. Das Unternehmen erwartet, dass bis zum Geschäftsjahr 2026 bereits 75 Prozent seiner Neuwagen in der Region elektrifiziert unterwegs sein werden. Ende des Jahrzehnts sollen es 100% sein. Diese ehrgeizigen Ziele spielen eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung der langfristigen Unternehmensvision Nissan Ambition 2030.

«Nissan ist auf dem Weg in eine elektrifizierte Zukunft – und Europa nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein. Nissan Ambition 2030 gibt eine klare Richtung vor, während unsere neue elektrifizierte Modellpalette den Weg in eine nachhaltige Zukunft weist», erklärt Guillaume Cartier, Vorsitzender der Nissan AMIEO-Region (Afrika, Naher Osten, Indien, Europa und Ozeanien). «Mit der Unterstützung unserer globalen Präsenz und unserer Allianzpartner stellen wir unser bisher umfassendstes elektrifiziertes Produktangebot vor – ein Meilenstein für Nissan in Europa. Dabei spielen wir unser Naturell und unser Know-how im Bereich der Elektromobilität aus, um elektrifizierte Antriebstechnologien anzubieten, die die Bedürfnisse unserer Kunden decken, ohne dabei Kompromisse in puncto Fahrspass einzugehen.»

Nissan beschränkt sich allerdings nicht allein auf Fahrzeuge und Technologien: Im britischen Sunderland entsteht das EV-Kompetenzzentrum EV36Zero. Als ganzheitliches Ökosystem vereint es die Automobil- und die Batterieproduktion; erneuerbare Energien liefern die für die Fertigung notwendige Energie. In dem Zentrum werden darüber hinaus Initiativen zur Optimierung und Erweiterung des Batterie-Energiemanagements vorangetrieben. In Verbindung mit der elektrifizierten Modellpalette schlägt Nissan so ein neues Kapitel in Europa auf.

Mit seinem elektrifizierten Modellangebot bietet Nissan mehr Auswahl, Spannung und erschwingliche Innovation als jemals zuvor. Der Juke rollt erstmals als Vollhybrid auf die Strasse, während seine Geschwister Qashqai und X-Trail auf Wunsch mit dem einzigartigen e-POWER Antriebssystem vorfahren. Mit dem Ariya ergänzt ab Herbst 2022 – neben dem Leaf und dem Townstar EV – zudem ein weiteres reines Elektroauto das Produktportfolio. Damit bietet Nissan unterschiedliche Elektrifizierungsgrade für die verschiedenen Bedürfnisse und Ansprüche seiner Kunden.

Passt wie Fondue in die Schweiz

Passt wie Fondue in die Schweiz | Der Landanzeiger

Auch wegen Autos wie ihm investiert VW in den nächsten Jahren mächtig Geld in den Ausbau erneuerbarer Energien – in Wind- und Solarparks in Europa zum Beispiel. Der iD.4 GTX ist der sportliche Bruder des iD.4 und hat vor allem Allradantrieb! Allein dafür erhält er den Schweizer Pass. Herr und Frau Schweizer sind bekanntlich die feurigsten Allrad-Fetischisten auf dem Planet Erde. Abgesehen vielleicht von den Isländern und ein paar alaskischen Bärenjägern. Wobei: Der Frontmotor schaltet sich erst ein, wenn erhöht Leistung gefragt ist. Sonst schieben nur die Hinterräder.

Fast 300 PS
Die 299 PS und das Sportfahrwerk sorgen für GTI-ähnliche Fahrleistungen. Wer es nicht übertreibt, kriegt den Elektrizitäts-Volksbrocken nicht aus der Spur. Die rund 500 Kilogramm schwere Batterie hockt zwischen den Achsen am tiefsten Punkt. Das wiederum sorgt für eine Gewichtsverteilung nahe am Idealwert von 50:50 und lässt das Auto satt und platt auf der Strasse liegen. Auf der Autobahn fährt der GTX teilautonom, hält prima automatisch Spur und Abstand. Von 0 auf 100 geht es in 6,2 Sekunden. In 3,2 Sekunden flitzt der iD.4 GTX aus dem Stand auf 60 km/h. Mit dem sofort anliegendem Drehmoment von 460 Nm kommt der 2,2-Tönner in Nullkommanichts in den Gang und schiesst beim Spurwechsel oder Einbiegen in den Verkehr blitzschnell in jede Lücke.

Toller E-Einstiegs-Begleiter
Das Sport-E-SUV ist geräumig, komfortabel, sicher und kommod im Unterhalt. In dem Auto braucht niemand ellbögeln, um sich Platz zu verschaffen. Auch für hoch getragene Köpfe gibt nach oben immer ausreichend Luft. Von aussen ist der iD.4 GTX ein kompaktes und wendiges SUV, von innen bietet er reichlich Platz. Das hängt auch damit zusammen, dass alle Nebenaggregate eines Verbrennungsmotor wegfallen. So können die Designer einen kurzen Vorderwagen und einen viel Innenraum konzipieren. Das Auto ist vor allem auch ein wunderbarer Begleiter, um in die Welt der E-Mobilität einzusteigen. Wieso? Weil das, was an Reichweite auf der Uhr steht steht nicht aus dem Reich von 1001 Nacht kommt, sondern absolut realistisch ist. 350 Kilometer gehen immer. Wer das mit dem Rekuperieren raus und seinen rechten Fuss fein getunt hat, respektive sich an die Tempolimits hält, kommt auch mehr als 400 Km weit. Und das freilich ohne Thermo- Unterwäsche und Ski-Anzug am Steuer, weil die Heizung und alle übrigen Stromfresser zwecks Reichweitengewinn off gestellt sind. Der iD.4 GTX verbraucht offiziell 16,3 kWh auf 100 Kilometer. Ein adäquater Verbrenner kommt auf rund 7 l pro 100 Kilometer – das entspricht einer Energie von rund 60 kWh. Und selbst wenn es in der Realität beim iD.4 GTX etwas mehr als 19 kWh im Alltag auf 100 Km sind, ist der Unterschied immer noch frappant. Kann man den iD.4 mit Ökostrom laden, ist sein Co2-Fussabdruck schon nach rund 50 000 Km weit unter jenem eines Verbrenners. Neigt sich der Saft im Akku dem Ende zu, ist schnell nachgetankt. Der 77 kWh-Akku erlaubt an einer Schnelllade-Säule laden mit bis zu 125 kW. Nach einer halben Stunde sind so wieder mehr als 300 Kilometer Reichweite im «Tank». Derzeit bewegen sich die Kosten je nach Anbieter und Ladeleistung zirka zwischen 30 und 75 Rappen pro Kilowattstunde. Man rechne …

Sehr sicher und informativ
Ein ganzes Paket moderner Fahrerassistenzsystemen sorgt im iD.4 GTX für viel Sicherheit und wirklich gute Testwerte. Je nach System kommen Frontradar, Frontkamera, vier Umfeldkameras, zwei Heckkameras und acht Ultraschallsensoren zum Einsatz. Damit sieht das Auto was um rundherum passiert. Unfälle aus Unachtsamkeit sollten damit der Vergangenheit angehören. Das Auto liest Verkehrszeichen und passt selbstständig das Tempo den Schildern an. Das ist erstens dann ganz angenehm, wenn man nicht so genau weiss, wie schnell man gerade sein darf. Und zum anderen schützt es vor Blitzern. Über die grossen Türen steigt man sehr angenehm und unverkrampft in die etwas erhöhte Karosserie ein – just das schätzen viele an einem SUV. Einmal bieten die Sportsitze guten Halt. Die roten Ziernähte der GTX-Stoffsitzbezüge finden sich an der Instrumententafel und in den vorderen Türen wieder. Hinter dem Lenkrad gibt es ein kleines Display für die nötigsten Infos. Der iD.4 GTX verfügt über ein Navigationssystem, Android Auto und Apple CarPlay sowie Klimatronic, Sprachbedienung und ein schlüsselloses Zugangssystem. Top ist das Augmented-Reality- Head-up-Display. Unten im Sichtfeld liegt ein flaches Band mit Geschwindigkeit, erkannten Verkehrszeichen sowie den Assistenz- und Navigationssymbolen. Diese Anzeigen scheinen zirka drei Meter vor dem Fahrer zu schweben. Der Testwagen kostet inklusive diversen Paketen (u. a. Performance, Design, Interieur) sowie 21-Zöllern und voller Infotainment- und Assistenz-Dröhnung rund 71’000 Franken. Und das bei einem Basispreis von 57’750 Franken. Tönt nicht nach wenig, dafür gibt es aber ein wirklich tolles E-Auto, mit dem man auch richtig Geld im Unterhalt einsparen kann.

Aarau spielt um den Aufstieg

Aarau spielt um den Aufstieg | Der Landanzeiger

Wie schon in Spiel 1 startete Aarau konzentriert und ging durch Marco Stoltenberg früh mit 1:0 in Führung. Die Antwort der Berner folgte aber postwendend, ehe Rafael Hug in einem erneut engen 1. Drittel im Powerplay auf 2:1 stellte. Nach der Pause legten die Gäste dann richtig los. Zuerst erhöhte Marvin Wagner auf 3:1, ehe der bestens aufgelegte Rafi Hug seinen zweiten Treffer erzielte und schlussendlich Dominic Stettler mit der ersten Ballberührung nach seiner Einwechslung zum 5:1 traf. Aarau agierte in der Folge jedoch zu passiv, sodass Zulgtal den Rückstand bis zur zweiten Pause wettmachen konnte und auf 4:5 herankam. Aarau überstand diese matchentscheidende Phase und entschied die Partie mit drei Treffern in einer Minute durch Dominic Stettler, Florian Kull (beide 44.) und Oli Bürgi mit seinem ersten Saisontor (45.). Den 5. Berner Treffer beantworteten Florian Schwaller und erneut im Powerplay Rafi Hug zum vielumjubelten Endstand von 10:5. Die Adler sicherten sich damit den Einzug in die Aufstiegsspiele gegen den 1. Ligisten Hornets Regio Moosseedorf. Zum ersten Duell kommt es bereits am kommenden Samstag, 19. März, um 19.00 Uhr in der Schachenhalle in Aarau. Am Sonntag gastieren die Adler auswärts bei den Hornets. Ebenfalls für die Aufstiegsspiele in die 3. Liga qualifizieren konnten sich die Herren 2. Im Spitzenkampf gegen Deitingen II mussten die Adler zwar eine 0:2-Niederlage hinnehmen, dank dem 4:1 gegen Schwarzenbach II sicherte man sich trotzdem die vorzeitige Qualifikation für die Aufstiegsspiele.

Ein Ritterschlag und ein Lebenstraum

Ein Ritterschlag und ein Lebenstraum | Der Landanzeiger

Hier müssen Sportfreaks leben: Der Wäscheständer auf dem Sitzplatz vor dem Haus am Strengelbacher Dorfrand ist voll mit Trainingskleidern. Drinnen hängen an einer Alustange Medaillen statt Gardinen. Startnummern zieren die Wände und allerlei Trophäen dekorieren die Regale. Neben dem Sofa stehen zwei Bikes fürs Indoor-Training. Beim Esstisch liegt ein Gerät fürs Atemmuskeltraining. «Der Sport ist unsere grosse Leidenschaft und gibt uns extrem viel», sagt Katharina Roer und rückt ihr Ironman-Cap zurecht. «Insbesondere der Ironman hat es uns angetan, der ist für uns mehr als ein Rennen, er ist zum Lifestyle geworden », ergänzt ihr Partner Antonio Caracciolo. Die beiden verliebten sich 2014 in einem Trainingslager. Nun haben sie sich beide einen Startplatz für die Ironman-WM auf Hawaii am 6. Oktober 2022 gesichert. Selten schafft ein Paar eine gemeinsame Teilnahme – die Schweizer Lucia und Pablo Erat waren eine Ausnahme, Roer und Caracciolo sind es ebenso.

Für einen Slot braucht es Fleiss und ein wenig Glück
Denn das Qualifikationsverfahren für die WM auf Hawaii ist ausgeklügelt. Pro Jahr gibt es rund 40 Ironman- Events, an denen man sich einen «Slot» in seiner Altersklasse sichern kann. Bei den Frauen gibt es pro Rennen meist nur einen Startplatz für Hawaii abzuholen. Roer erklärt: «Du musst gewinnen oder hoffen, dass die vor dir verzichten.» Die 37-Jährige «buchte» ihren Slot im November 2021, als sie in Cozumel (Mex) Fünfte wurde. Die vor ihr Klassierten hatten ihren WM-Startplatz bereits oder wollten nicht nach Hawaii. Diese frohe Botschaft erhielt die Deutsche am 3. Januar per E-Mail. «Ich las die Nachricht, begann zu zittern und freute mich wahnsinnig.» Antonio Caracciolo hatte sich bereits Anfang 2020 für Hawaii qualifiziert, doch dann sorgte die Pandemie für zwei Absagen der Ironman-WM auf Kona.
Was macht denn die Faszination aus für das Rennen über 3,86 km Schwimmen in der Bucht von Kailua-Kona, 180 km Radfahren auf dem Queen Kaahumanu Highway und 42 km Laufen auf dem Alii Drive? «Der Event ist ein Mythos, da starten zu können ist der Ritterschlag für alle Triathleten», formuliert es Caracciolo. Er übt diesen Sport seit 25 Jahren aus und bestritt schon 20 Langdistanz-Wettbewerbe, unter anderem den Powerman Zofingen. Der 53-Jährige behandelte in seiner Massagepraxis auch die Küngoldingerin Natascha Badmann, sechsfache Hawaii- Siegerin. Wie die sogenannte «Queen of Kona» sagt Caracciolo: «Unterwegs leidest du, aber du geniesst das Rennen auch.» Roer ergänzt: «Die Emotionen an der Ziellinie sind unbeschreiblich.»
In der Vorbereitung hält sich das Duo strikt an die Pläne des Trainers. Ob Schwimmen um 6 Uhr in der Sportarena in Oberkirch, Laufen über Mittag oder zu Randzeiten auf der Bahn in Olten oder Nottwil oder längere Radfahrten – alles planen die Zwei um ihre 100-Prozent-Jobs als Medizinischer Masseur und Sales-Managerin bei einer Medizintechnikfirma herum. Das Pensum ist happig. «Wenn wir abends k.o. heimkommen, will niemand mehr in den Ausgang», scherzt Roer. «Die Akzeptanz, dass der Sport so viel Zeit einnimmt, ist stets da und erleichtert einiges», so Caracciolo. Aus dem Sport schöpfen beide Kraft. «Wir sind gerne draussen und tun etwas für Körper und Geist. Sich mit Hartnäckigkeit, Biss und Begeisterung auf ein Ziel vorzubereiten, das kann man auch sonst im Leben brauchen», betont Caracciolo, «diesen positiven Spirit, den auch der Ironman vermittelt, wollen wir transportieren – vielleicht einst mit Vorträgen.»

Eine kostspielige Sache und ein Crowdfunding
Er spricht von Referaten, die das Paar im Rahmen des Crowdfundings auf www.ibelieveinyou.ch anbietet, als Gegenleistung für die, die das «Iron Couple» auf dem Weg nach Kona finanziell unterstützen möchten. Rund 1300 Franken Einschreibegebühr pro Person fallen an. Hinzu kommen Flüge, die Appartementmiete während rund drei Wochen auf Hawaii, Sportfood, Trainingslager, Lizenzen, Kleidung, Material – alles in allem sei die Rede von rund 20’000 Franken. «Das Ganze macht man als Amateur wohl nur einmal im Leben», sagt Roer. 2013 hätte sie bereits einen Slot gehabt, musste aber mangels Urlaubstagen, aus finanziellen Gründen und wegen Pfeifferschem Drüsenfieber passen. Umso mehr schätzt sie es, die Vorfreude nun mit Toni teilen zu können. «Seit wir zusammen sind, hoffen wir, einmal gemeinsam auf Hawaii antreten zu können.» Sie, der Wirbelwind, die immer voller Energie ist, und ihr Partner, der ruhende Pol, sind sich einig: «Für uns erfüllt sich mit der gemeinsamen Hawaii-Teilnahme ein Lebenstraum.»

Die beiden Söhne übernehmen

Die beiden Söhne übernehmen | Der Landanzeiger

Bei der Neueröffnung der Plüss AG am Grenzsteinweg 3 in Safenwil stand Alfred Plüss am Samstag gut gelaunt am Grill. Ein paar Schritte weiter waren die Festbänke in der Autowerkstatt gut besetzt. Dort kümmerten sich seine beiden Söhne Oliver und Dominik um die Gäste. Wer herzhaft in die Bratwurst biss, konnte sehen, was die beiden Söhne von Alfred Plüss neu anbieten: Reparaturen von Unfallautos, Carosserieund Lackierarbeiten, sowie das Ersetzen von Frontscheiben. Neben den Festbänken waren die ersten Aufträge der beiden Geschwister Oliver und Dominik ausgestellt: ein frisch restaurierter Oldtimer-Buick; daneben ein alter, wunderschöner Ford, der noch auf die Vollendung wartet; sowie ein Unfallauto, dessen «Hinterteil» praktisch fehlt und die Geschwister Plüss wohl noch viele Arbeitsstunden lang beschäftigen wird.
Zwanzig Jahre und mehr arbeiteten Oliver und Dominik Plüss bei der Emil Frey gleich neben der Plüss AG. Oliver als Spengler, Dominik als Lackierer. Nun arbeiten sie zusammen im selben Betrieb, den ihr Vater 1984 gegründet hat, damals als Transportunternehmen. Von dieser Zeit noch geblieben sind die Betriebszweige Logistik und das Pneuhaus.

Firma ist spezialisiert auf Unfallreparaturen
«Idealerweise bringen die Kunden ihr Unfallauto direkt zu uns, ohne den teureren Umweg über ihre Hausgarage», erklären Oliver und Dominik Plüss. Auf Unfallreparaturen sind sie spezialisiert, die Restaurierung von Oldtimern beherrschen sie mindestens so gut, wie schon ihr Vater. Dieser will nun, mit rund 70 Jahren, «nur noch ab und zu an einem Oldtimer herumschrauben, aber sonst viel Ferien machen und den Ruhestand geniessen, es wurde ja auch langsam Zeit», erklärt Alfred Plüss, der sichtlich froh ist auf seine innerfamiliäre Nachfolgeregelung.

«Das machen wir jetzt noch einmal»

«Das machen wir jetzt noch einmal» | Der Landanzeiger

Landanzeiger: Die letzten zwei Jahre konnte die beliebte Ausstellung des AGVS (Auto Gewerbe Verband Schweiz), Sektion Aargau, aus bekannten Gründen nicht stattfinden. Jetzt kann sie das – und sogar ohne Schutzmassnahmen. Als Sie die Ausstellung planten, war dies aber alles andere als sicher. Mutig, blauäugig oder war das Risiko kalkulierbar?
Martin Sollberger: Ein Risiko hat tatsächlich bestanden. Wir waren jedoch zuversichtlich und auch sicher, dass wir die Ausstellung durchführen können, und haben uns auf verschiedene mögliche Massnahmen vorbereitet. Chris Regez: Wir planten Schritt für Schritt und hatten dabei immer auch einen klaren Plan für den Fall, dass wir die Ausstellung wie in den beiden Vorjahren nicht durchführen könnten. Aus den letzten beiden Jahren hatten wir diesbezüglich wertvolle Erfahrungen gesammelt. Nun waren und sind aber die Vorzeichen dieses Jahr deutlich besser.

Die 20 Aussteller präsentieren 30 verschiedene Automarken und rund 140 Fahrzeuge. Was können die Besucher an den drei Ausstellungstagen sonst noch alles erwarten?
Martin Sollberger: Als Verbandspräsident des Berufsverbandes AGVS Sektion Aargau freut es mich, dass unser Verband sowie auch Carrosserie Suisse Aargau mit je einem Berufsbildungsstand vertreten sind für Jugendliche, die sich über die diversen Berufe in der Autobranche informieren wollen. Chris Regez: Dann gibt es auch diverse Gastaussteller, die sehr interessant sind. Dies gibt einen zusätzlichen Mix von Themen rund ums Auto. Da dies eine reine Autoausstellung ist, dreht sich bei uns wirklich alles darum. Das ist sehr wichtig für die Autofans, das schätzen sie und deshalb machen wir diese Ausstellung auch.

Was sind die momentanen Trends auf dem Automarkt?
Martin Sollberger: Sicher die verschiedenen Antriebsarten und die sich verändernde Motorisierung. «Downsizing» ist hierzu das Stichwort, also kleinere Motoren, die jedoch viel effizienter sind in ihrer Leistung, dafür aber geringer sind im Verbrauch und auch beim CO2-Ausstoss. Das ist momentan das grosse Thema und die grosse Herausforderung der Mobilitätsbranche.

Die Zahl der Elektro- oder Hybrid-Fahrzeuge nimmt weiter zu. Gehört ihnen die Zukunft, oder ist der Wasserstoff- Antrieb die Zukunftstechnologie?
Martin Sollberger: Wenn man sich die Zahlen des letzten Jahres anschaut, wird es sichtbar: Es wurden 59,2 Prozent mehr reine alternative Fahrzeuge verkauft als im Vorjahr. Das ist ein riesiger Sprung. Dies gilt aber nicht für Wasserstoff-Fahrzeuge. Hier wurden keine hundert Fahrzeuge verkauft. Sie stecken noch in den Kinderschuhen. Der Grund dafür ist einfach: Zurzeit fehlt eine flächendeckende Infrastruktur für Tankstellen. Hingegen bei den elektrisch betriebenen Fahrzeugen sind wir sehr weit, ebenso bei den Hybrid- und Plug-in-Hybridfahrzeugen. Dieser Trend wird sich fortsetzen. In diesem Januar wurden in der Schweiz 41,7 Prozent mehr alternativ betriebene Fahrzeuge verkauft als im Januar des letzten Jahres. Im Januar 2022 wurden nur acht Wasserstoff-Autos verkauft, aber 2000 Elektroautos, 4000 Hybridund 1500 Plug-in-Hybridautos. Das ist ein deutlicher Trend.

In welchem Masse ist das regionale Autogewerbe an Ihrer Ausstellung in Oberentfelden vertreten und was werden Sie uns präsentieren?
Chris Regez: Das ist die Besonderheit an unserer Ausstellung: Alle Aussteller sind aus der Region. Das war und ist seit jeher unser Konzept. Martin Sollberger: Dass die Garagisten von hier sind, das ist sogar Bedingung. Es ist ein Schaufenster für die Aussteller aus dieser Region rund um Aarau, von Zofingen bis Lenzburg.

Es wird die letzte Ausstellung im Tenniscenter aarau-West sein, weil die Hallen noch in diesem Jahr abgebaut werden. Wie sieht die Zukunft Ihrer Auto Ausstellung aus?
Martin Sollberger: Im Moment haben wir ein paar spannende Perspektiven auf dem Radar. Es ist allerdings nicht so einfach, eine Ausstellungsfläche zu finden, so wie wir sie im Tennis aarau- West haben mit 5000 Quadratmetern. Wir waren jetzt zehn Jahre in Entfelden, zuvor in Aarau in der KEBA mit Aussenzelt, Aussenfeldern und Curlinghalle. Das war sehr aufwändig, auch mit der Security. Hier in Entfelden haben wir zwei Hallen, wo wir am Abend nur den Schlüssel drehen müssen und gut ist. Aber eben, das ist sicher die zehnte und die letzte Ausstellung und danach, wenn es gut läuft, finden wir einen neuen Standort in der Region Aarau.
Chris Regez: Nach der Derniere in Oberentfelden werde ich mich intensiv um den neuen Standort kümmern. Momentan bin ich sehr stark mit der Organisation der aktuellen Ausstellung beschäftigt. Gerade weil sie letztmals in Entfelden ist und weil sie die letzten beiden Jahre wegen Corona nicht stattfinden konnte, sind wir alle jetzt voll fokussiert und motiviert: nicht nur wir Organisatoren, sondern auch die 20 Aussteller, das spüren wir. Sicher freuen sich auch die Stammbesucher ganz besonders auf diese letzte Ausstellung im Tennis aarau-West.

Aus all diesen Gründen wird dies eine ganz spezielle letzte Ausstellung im Tenniscenter aarau-West werden?
Martin Sollberger: Ja genau, und hier schliesst sich der Kreis zu Ihrer ersten Frage. Wir wollten diese Plattform unbedingt bieten. Wir haben dies unseren Mitgliedern versprochen, dass wir alles daran setzen, dass die Ausstellung noch ein letztes Mal in diesem Rahmen und an diesem Ort stattfindet. Da hatten wir sehr viele Anfragen. Irgendwann kam der Punkt, wo wir sagten: Das machen wir jetzt noch einmal!

Öffnungszeiten AGVS Auto Ausstellung
Tennis aarau-West, Oberentfelden
Freitag, 11. März, 17 – 21 Uhr
Samstag, 12. März, 10 – 18 Uhr
Sonntag, 13. März, 10 – 17 Uhr
Info: www.agvs-ag.ch



Die Geschichte der Auto Ausstellung aarauWest
Bereits in den 1990er Jahren wurde für die Garagisten der Region eine Aarau Auto Ausstellung durchgeführt. Sie fand in den damaligen Lokalitäten der Firma Hangartner in der Telli in Aarau statt. Danach zügelte die Ausstellung in die KEBA in Aarau, wo sie während Jahren im Frühling erfolgreich durchgeführt wurde. Im Jahr 2008 übernahm der AGVS (Auto Gewerbe Verband Schweiz), Sektion Aarau, die Messeorganisation.
In all den Jahren konnte der Standort Aarau beibehalten werden. Dies änderte sich, als die KEBA umgebaut wurde und nicht mehr zur Verfügung stand. Deshalb erfolgte vor zehn Jahren der Umzug nach Oberentfelden in die Hallen von Tennis aarau-West. Dass dieses Kapitel nun ebenfalls zu Ende geht, ist sehr bedauerlich, denn die Infrastruktur war für die Ausstellung sehr gut geeignet.
Auf der Ausstellerliste der Ausstellung von 1998 finden sich zahlreiche Traditionsbetriebe, die noch immer erfolgreich auf dem Markt präsent sind und sich auch in diesem Jahr wieder auf viele Besucherinnen und Besucher freuen. CRC


«Voll parat» für Abenteuer und Alltag

«Voll parat» für Abenteuer und Alltag | Der Landanzeiger

Wirklich Gutes muss nicht teuer sein – das ist Dacia mehr denn je! Der schön ifizierte Duster bietet alles, was ein Auto in der Gegenwart für ein hippes Publikum mindestens bieten muss. Was nice-to-have ist, muss in dem Fall nicht unbedingt sein oder kann auch in einer schlichteren Ausführung da sein. Insofern kauft man sich heute einen Dacia, weil man einen Dacia will und nicht, weil man sich nichts anderes leisten kann.
Nach zwei Millionen verkaufter Exemplare (s. II. Text) wurde der Volumenmacher attraktivitätsoptimiert sprich einem Facelift unterzogen. Eine neue LED-Lichtsignatur vorn und hinten, ein leicht geänderter Kühlergrill, neue Kopfstützen und Sitzbezüge – mehr nicht. Die Wirkung ist merklich – der in Rumänien produzierte Duster ist optisch voll «en vogue». Ein Schönling sogar, wobei Optik ja immer mit einer Pizza zu tun hat – nicht allen schmeckt alles. Unter dem Anzug gibt es jetzt Voll-LED-Scheinwerfer in Serie. In der gefahrenen Prestige-Ausstattung ist auch ein neues 8-Zoll-Navi, eine Heckkamera, ein Totwinkelwarner, abgedunkelten Scheiben hinten oder eine Klimaautomatik implementiert.
Die längs verschiebbare Armlehne mit üppigem Staufach steigert den Komfort ebenso wie die Knöpfe für Tempomat/ Begrenzer, die sich jetzt intuitiv am Lenkrad und nicht mehr ausgelagert im Cockpit-Raum befinden. Und auch was die Raumausmasse betrifft können alle Plus-Minus-Durchschnittsgrössen beruhigt sein – kein Problem was Schulter-, Bein- und Kopffreiheit angeht. Also nichts, das fundamental fehlen würde.

Flotter Galopp
In der stärksten Benzinvariante bringt der Turbobenzinder jederzeit genug Zug auf die Gummis, um im tempolimitierten Verkehrsumfeld überall locker, ja forsch mitzuhalten. Selbst im sechsten Gang zieht er noch spürbar durch. Der Low-Coaster lässt sich tipptopp handeln, bietet immer ausreichend Komfort und überrascht mit vergleichsweise moderaten Fahrgeräuschen.
Wer mit 4×4 und ausreichend Bodenfreiheit über Stock und Stein kraxeln will, muss (leider) selber schalten. Das kann je nach Verkehrssituation im Zeitalter der Blechlawinen ganz mühsam sein. Freilich ist das bei jeder Marke genau gleich. Das feine, brandneue, automatische Doppelkupplungsgetriebe gibt es nur mit Frontantrieb. Allein, für alle die nicht in der hochalpinen Pampa leben reichen zwei angetriebene Vorderräder in 99 Prozent des meteorologischen Tatbestandes auch.

Gut vernetzt
Um alle digitalen Bedürfnisse abzudecken, sind neu zwei Multimediasysteme erhältlich. Das System Media Display mit seiner intuitiv bedienbaren Oberfläche verfügt über eine Bluetooth- Verbindung, eine kabelgebundene Smartphone-Spiegelung und sechs Lautsprecher. Das System Media Nav ist mit einer integrierten Navigation und einer kabellosen Smartphone-Spiegelung ausgestattet. Beide erlauben Zugriff auf praktische Informationen und sind mit Android Auto und Apple Car- Play kompatibel. Im Fond verfügen die Passagiere über zwei USB-Anschlüsse zum Aufladen von Tablets und Smartphones. Langen und entspannten Reisen steht nichts mehr im Wege – also ab gehts. Die Renault-Tochter hat sich inzwischen zu einer absoluten Trendmarke entwickelt.

www.dacia.ch

Derby-Sieg gegen das NLA-Team aus Oftringen gibt Moral

Derby-Sieg gegen das NLA-Team aus Oftringen gibt Moral | Der Landanzeiger

Mit dem ausgezeichneten zweiten Platz am Neujahrsturnier in Frauenfeld und den Siegen gegen Liestal und Möhlin im Halbfinale des Schweizercups legten die Schöftler Baumann/ Schenk den Grundstein für einen positiven Start in die neue Saison der NLB.

Abstieg gut verdaut
Wie hat das Team den Abstieg am Ende der vergangenen Meisterschaft verkraftet? Dies war vor Beginn der Finalspiele im Schweizercup die grosse Frage. Die Antwort liess nicht lange auf sich warten. Man spürte den Willen, vorwärts zu schauen und möglichst bald wieder wichtige Siege zu erringen. Das erste Spiel gegen den nachmaligen Cupsieger Pfungen ging nach einer 2:0-Führung zwar mit 2:7 verloren. Auch im zweiten Spiel gegen Frauenfeld verliessen Michi Baumann und Freddy Schenk das Spielfeld mit einer knappen 3:4-Niederlage. Dann aber besann man sich auf die eigenen Qualitäten und fegte Altdorf mit 8:1 vom Platz, um anschliessend im Rangierungsspiel gegen das neu formierte NLA-Team von Oftringen einen überzeugenden 4:2-Sieg zu realisieren. Andreas Zaugg, der von Mosnang zu seinem Heimclub Oftringen zurückgekehrt war, spielte mit seinem neuen Partner Patrick Luder. Die Abstimmungsprobleme bei den Angriffen der Oftringer waren nicht zu übersehen und zeigten, dass es noch ein paar Ernstkämpfe braucht, bis die Beiden zu einem homogenen Team zusammenwachsen.
So konnte Schöftland profitieren und nutzte die Chancen gnadenlos aus. Der Lohn für die beiden guten Finalspiele war der 5. Schlussrang im diesjährigen Schweizer Radballcup. Neben Angreifer Freddy Schenk wusste vor allem auch Torwart Michi Baumann als Realisator schöner Tore zu überzeugen. Hinter dem Cupsieger Pfungen klassierten sich Mosnang, Altdorf 3, Frauenfeld, Schöftland, Oftringen, Winterthur und Altdorf 1.

Ein gutes Omen
Freddy Schenk ist überzeugt: «Der heutige Sieg im letzten Spiel gegen den NLA-Vertreter Oftringen gibt uns ein gutes Gefühl und macht uns Mut, unser Saisonziel in der neuen Meisterschaft zu erreichen.» Als Absteiger wolle man in der NLB unbedingt vorne mitspielen und möglichst bald wieder in die NLA aufsteigen, gibt sich Schenk selbstsicher.

Kölliken vergibt «sicheren Sieg»

Kölliken vergibt «sicheren Sieg» | Der Landanzeiger

Die Zufiker Luftgewehrschützen feierten in der Aarauer Kasernenhalle einen historischen Erfolg. Erstmals nach 20 Jahren fanden die Sportschützen Wettingen-Würenlos einen Bezwinger. Die vier Ostaargauerinnen erwischten einen rabenschwarzen Tag und blieben weit hinter ihrem Leistungsvermögen zurück. Angeführt vom ehrgeizig kämpfenden Altinternationalen Rafael Bereuter mit dem Topresultat von 391 Zählern, setzten sich die Freiämter mit 1522:1519 Punkten durch. Besondere Freude bekundete Behindertenschütze Marcel Brumann, dem mit 382 Punkten das zweitbeste Resultat im Zufiker Quartett gelang.

Pistolenschützen Kölliken abgefangen
Im Gruppenwettkampf der Pistolenschützen schien Kölliken bis Halbzeit einem sicheren, ja ungefährdeten Sieg entgegen zu gehen. Doch der Klingnauer Schützenkönig Dieter Grossen lancierte zusammen mit Reto Gantenbein die grosse Aufholjagd. Weil bei Kölliken Altmeisterin Doris Burkhardt und Marc Fischer hinter ihren Möglichkeiten blieben, siegten doch noch die favorisierten Nordostaargauer mit 1444:1428 Punkten.

Zweimal Gold für Zufikon
Stark schossen auch die älteren Zufiker Semester mit dem Luftgewehr aufgelegt. Bei den Seniorenveteranen nahmen Andreas Christoffel (310,4), Hans Fawer (310,3) und Roland Senn (309,1) für die Freiämter Hochburg alle drei Podestplätze in Beschlag. Bei den Veteranen siegte der Tägliger Willi Gloor (307,2), der ebenfalls den Luftgewehrschützen Zufikon angehört. In der Seniorenklasse setzte sich der Ittenthaler Alexander Buttazzo mit 309,1 Punkten souverän durch. Bei den Pistolenschützen heimste der Oberentfelder Leonardo Iapello mit 280 Punkten die Goldmedaille ein. Bei den Seniorenveteranen triumphierte der Niederlenzer Werner Nyffeler gar mit 284 Zählern.

Rangliste unter www.agsv.ch

John Deere kommt Leader Fendt deutlich näher

John Deere kommt Leader Fendt deutlich näher | Der Landanzeiger

Im vergangenen Jahr wurden in der Schweiz insgesamt 2278 Traktoren zugelassen. Fendt konnte seine Spitzenposition mit 465 Traktoren halten. Doch John Deere machte deutlich Boden gut. Das geht aus der Zulassungsstatistik des Schweizerischen Landmaschinen- Verbandes hervor. 2021 war für einige Traktorenhersteller ein gutes Jahr. Nebst John Deere verzeichneten mengenmässig auch New Holland und Deutz-Fahr deutliche Zugewinne. Einen Zuwachs zwischen 10 und 20 Schleppern verzeichneten auch Fendt, Claas, Hürlimann, Valtra, Mc Cormick und Rigitrac. Weniger gut lief es für Massey Ferguson, Case und Kubota. Sie mussten Einbussen zwischen 16 bis 23 Schleppern hinnehmen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 239 Stück mehr verkauft als noch im Jahr 2020.