Anonyme bedrohen den Gemeindeammann

Uerkheim Gemeindeammann Herbert Räbmatter präsentiert die Drohung | Der Landanzeiger

Im Kampf um die geplante neue Mo-bilfunkantenne auf dem Schulhaus in Uerkheim wurde die rote Linie über-schritten: Gegner drohten dem Ge-meindeammann in einem anonymen Schreiben mit dem Tod.

Die Stimmberechtigten von Uerkheim hatten mit der geplanten Mobilfunkantenne auf dem Schulhaus über ein brisantes Traktandum zu befinden. Bereits im Vorfeld wurde mit harten Bandagen gekämpft. Am vergangenen Freitag, gingen beim Gemeindeammann eine anonyme schriftliche Drohung ein, die man auch als Morddrohung verstehen kann. Der Ammann reichte eine Anzeige ein und erhielt an der Gmeind Polizeischutz. Die Versammlung verlief zwar engagiert, aber gesittet.

Antenne abgelehnt
Der neue Standort der Mobilfunkantenne auf dem Schulhaus Hübeli wurde in der geheim durchgeführten Abstimmung mit 99 zu 66 angelehnt. Das Budget 2020 mit einem reduzierten Steuerfuss von 122 Prozent wurde nach einer Erläuterung durch den Gemeindeammann und einer kurzen Diskussion mit grossem Mehr genehmigt. Ein Ja gab es auch für den Kredit zur Teilrevision der Bau- und Nutzungsordnung sowie den Bau einer Trockensteigleitung von der Säge auf den Heizenberg.

Aarau sagt Ja, Gegner geben nicht auf

Torfeld Süd | Der Landanzeiger

Aufatmen bei den Freunden des FC Aarau und den Befürwortern des geplanten Fussballstadions «Torfeld Süd». Aarau hat die notwendige Planungsänderung und einen 17 Millionen- Franken-Kredit mit 60 zu 40 Prozent bewilligt. Die Stimmbeteiligung betrug hohe 59.5 Prozent.

Dieses Resultat habe wohl nur die kühnsten Optimisten so erwartet: Die Stimmberechtigten haben die Teiländerung der Bau- und Nutzungsordnung (BNO) mit 5038 Ja zu 3234 Nein gutgeheissen und auch der 17 Millionen- Kredit, der Anteil der Stadt Aarau am Stadion, wurde mit 4989 Ja zu 3323 Nein gutgeheissen.

Bekenntnis zum Spitzenfussball
Der Aarauer Stadtrat spracht von einem Freudentag, einem wichtigen Bekenntnis für den Spitzenfussball in Aarau und den Sport im Aargau. «Die Stimmberechtigten sind bereit, in die Sportinfrastruktur von sportlichen Leuchttürmen zu investieren. Das ist wichtig, um Nachwuchs zu fördern», sagt der für den Sport zuständige Stadtrat Daniel Siegenthaler. Der fürs Stadionprojekt zuständige Stadtrat Hanspeter Thür zeigt sich erleichtert: «Wir wussten nicht, wie es herauskommt. Wir sind hoch erfreut über dieses Resultat.» Es sei ein wichtiger Beitrag zur Stadtentwicklung.

Vertreter des Aarauer Stadtrats, des Pro-Komitees und des FC Aarau | Der Landanzeiger
Die Vertreter des Aarauer Stadtrats, des Pro-Komitees und des FC Aarau sind erfreut über das deutliche Ja zum Stadion

«Nun ist der Weg frei für ein modernes Stadion für die grosse FC Aarau Familie », sagt Ruedi Vogt, Sprecher des Komitees «Unser Torfeld». Dieses Resultat sei «ein gewonnener Match für den Breitensport und für Aarau». Das Komitee ist überzeugt, dass bald neues Leben auf dem Areal blühen werde, wo jetzt noch eine Industriebrache sei. Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker forderte die Gegner der Vorlage auf, sie mögen den demokratisch gefällten Entscheid nun akzeptieren. Das dürfte wohl eher Wunschdenken denn Realität sein.

Weiterer Widerstand angekündigt
Während die Abstimmungssieger noch Interviews gaben, verkündeten die Gegner im selben Raum weiteren Wiederstand. «Wir respektieren den demokratischen Entscheid», sagt Albert Rüetschi, Präsident des Vereins Torfeld Süd. «Wir werden aber juristisch gegen die Nutzungsplanung, die Sondernutzungsplanung und die Baubewilligung vorgehen.» Man sei bereit, durch alle Instanzen – Regierungsrat, Verwaltungsgericht und Bundesgericht – zu gehen. «Wir gehen davon aus, dass wir das Projekt juristisch bodigen werden», gibt sich Rüetschi kämpferisch. «Vielleicht gibt die Gegenseite ja vorher auf.» Davon will auch die Generalunternehmen HRS Real Estate AG nichts wissen. Sie will das Stadion bauen und dieses durch die Errichtung von vier Hochhäusern querfinanzieren. Das hat sie am Sonntag mit einem Schreiben nochmals deutlich gemacht. «Die HRS erwartet nun von den Projektgegnern, dass sie in Zukunft auf rein projektverzögernde Einsprachen verzichten», schreibt Martin Kull, CEO und Inhaber HRS Real Estate AG. Sein Unternehmen werde sich dafür engagieren, Anwohnerinnen, Anwohner und die interessierte Öffentlichkeit zeitnah und transparent über die weitere Projektentwicklung auf dem Laufenden zu halten.» Die Stadt, die Stadionbefürworter, die Bauherrschaft und der FC Aarau hoffen, dass ab der Saison 2024/25 der Ball im «Torfeld Süd» rollt.

Fünf Aargauer Rekorde erzielt

Die Athleten des SC Aarefisch freuten sich über viele Finalteilnahmen | Der Landanzeiger

Der SC Aarefisch erlebte eine sehr gelungene Kurzbahn-Schweizermeisterschaft in Neuchâtel mit Bronze durch Robin Affentranger über 200 m Rücken und fünf Aargauer Rekorden.

Die Schweizer Schwimmelite traf sich im Hallenbad Nid-du-Crô in Neuchâtel. Dabei standen in erster Linie die Qualifikationen für die Kurzbahn-EM in Glasgow vom 4. bis 8. Dezember auf dem Spiel. So war eine spezielle Spannung zu erwarten durch die Teilnahme der Nationalkaderschwimmer, speziell wenn mehrere von ihnen in derselben Disziplin starten. Hinter den bekannten Namen wollten sich noch weitere Schwimmerinnen und Schwimmer für die Kurzbahn-Europameisterschaft qualifizieren und Meistertitel holen. Insgesamt waren in Neuchâtel 400 Schwimmerinnen und Schwimmer am Start. Vom SC Aarefisch Aarau standen 4 Frauen und 8 Männer an der Kurzbahn- SM im Einsatz.

Vielen Aarefischen gelang eine Steigerung
Viele Athleten des Aarefisch- Eliteteams, unter der Leitung von Dirk Thölking und Piotr Albinski, zeigten eine deutliche Leistungssteigerung. Als Höhepunkt sicherte sich Robin Affentranger am Sonntag über 200 m Rücken die Bronzemedaille. Erst auf den letzten 50 m des Rennens gelang ihm der Sprung nach vorne, lag er bei Halbzeit doch noch an fünfter Position. Mit einer Zeit von 2:01.01 unterbot er dazu den Aargauer Rekord.

Drei Viertel der Mannschaft glänzten mit Finalteilnahmen, das gesetzte Ziel «mehr Finalteilnahmen als 2018» wurde erreicht. Für A-Finals qualifizierten sich nebst Robin Affentranger auch Nora Wick über 100 m Delfin (7. Rang in 1:03.60) und 50 m Delfin (ebenfalls 7. Rang in 28.34); Anna Vismara wurde Vierte über 400 m Lagen mit der Aargauer- Rekord-Zeit 4:54.97, über 200 m Delfin platzierte sie sich auf dem ausgezeichneten 5. Rang. Ebenfalls in den Top8 platzierte sich David Radam über 1500 m Freistil. B-Finals resp. Top16- Platzierungen erreichten Robin Affentranger, Federico Salghetti-Drioli, Samira Arnold, Kevin Affentranger, Lynn Kammermann, Nora Wick und Anna Vismara. Der Brittnauer Dario Wickihalter schaffte dies bei seinen sechs Einsätzen gleich fünf Mal und unterbot dabei jedesmal seine persönliche Bestleistung und über 200 m und 400 m Freistil den Aargauer Rekord.

Im Punkteklassement rangierte der Schwimmclub Aarefisch auf dem 11. Platz von 48 Vereinen (Frauen 9. und Männer 12.), was die guten Leistungen des gesamten Teams reflektiert.

Spielplatz Gysimatte: Ein tolles Gemeinschaftswerk

Spielplatz Gysimatte | Der Landanzeiger

Nachdem seit Ende Oktober beim Spielplatz Gysimatte in Buchs ein gelber Bagger und diverse Erdhügel die Aufmerksamkeit auf sich zogen, wuselten neulich an einem Samstag grosse und kleine HandwerkerInnen auf dem Spielplatzareal herum. Unter fachkundiger Leitung von Franz Weber (Naturgarten) wurden fleissig Sand geschaufelt, Löcher gebuddelt, Sträucher gepflanzt, Grassofas gebaut und am Boden liegende Baumstämme von der Rinde befreit. Es waren alle mit solchem Eifer dabei, dass bald nicht mehr klar war, ob auf dem Spielplatz gebaut oder auf der Baustelle gespielt wurde.

Grosser Cheque
Kurz vor dem Mittag überraschte Arber Palushi, die Kinder. Er überreichte ihnen einen von der Stiftung Helvetia Patria Jeunesse gesponserten Cheque über 5200 Franken. Der damit finanzierte Wasserlauf wird Gross und Klein noch viel Freude bereiten. Anschliessend stärkten sich alle beim gemeinsamen Mittagessen und wärmten sich am Feuer etwas auf. Eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen machte sich gleich nach dem Essen daran, den Graben für die Wasserleitung zu buddeln. Mit Pickeln und Schaufeln machten sie sich ans Werk. Es war erstaunlich zu sehen, mit welchem Eifer und Durchhaltevermögen sich auch die Kleinsten ins Zeug legten.

Spielplatz Gysimatte | Der Landanzeiger
Mit vereinten Kräften wird ein Baumstamm aufgestellt

Eröffnungsfest im April 2020
Dass dieser Mitbautag und somit die naturnahe Umgestaltung des alten Spielplatzes möglich wurde, brauchte es die Initiative des Familienvereins, die Unterstützung der Einwohnergemeinde Buchs, des Naturamas Aargau und diverser Sponsoren aus Buchs und der Region. Auch die Freizeitwerkstatt und die Ortsbürgergemeinde Buchs leisten ihren Beitrag. Das Departement Bildung, Kultur und Sport des Kanton Aargaus unterstützt zudem den Bereich Jugend. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus VertreterInnen des Natur- und Vogelschutzvereins, der Jugendarbeit Suhr/Buchs, der Schule, des Familienvereins und der Einwohnergemeinde, halfen beim Mitdenken und Mitplanen.

Am 25. April 2020 wird der naturnahe, rauch- und suchtmittelfreie Spielplatz mit einem bunten Eröffnungsfest offiziell eingeweiht.

Debora Burgherr für Nationalkader selektioniert

Debora Burgherr aus der Moosersagi | Der Landanzeiger

Debora Burgherr (13) hatte in Opglabbeek (Belgien) ihren ersten Auslandstart. Am Freitag siegte sie in der Small- Tour der Children-Springreiter, am Samstag wurde sie in der Big Tour 1.25 gute 5. und am Sonntag ritt sie beim Grand-Prix ebenfalls auf den 5. Rang, dies nach zwei fehlerfreien Runden. Diese und andere Erfolge verhalfen ihr zur Selektion fürs Children-Nationalkader 2020.

Debora Burgherr reitet seit vier Jahren. Mit acht Jahre machte sie das, mit neun Jahren den Silbertest und mit 10 Jahren den Goldtest mit Springlizenz. Danach wurde sie ins Förderprogramm ZKV Future aufgenommen und kurz danach sogar ins Regionalkader in welchem sie jetzt zwei Jahre war. Dank dem Förderprojekt Swiss Youth Jumping Academy der Familie Strauhmann wurde sie gezielt gefördert und durfte erste CSI Erfahrungen sammeln. Am CSI Lausanne im Juni startete Debora Burgherr dreimal und klassierte sich mit ihrem ersten Pferd «Camina du Buisson» auf der Höhe von 1.20 –1.25 m.

An den Schweizermeisterschaften der Children in Wädenswil ritt sie mit dem ihr wenig bekannten Pferd «Quadriga KZI» nach einem Sieg in der Einlaufprüfung und zwei fehlerfreien Umgängen und einer Stange im Stechen auf Rang 3.

Im Oktober ritt sie für die Schweiz am CSI Chevenez ihren ersten Nationenpreis, das Schweizerteam der Children (12 – 14 jährige) holte auch hier eine Medaille, und zwar die Bronzene.

Skoda Superb Combi iV

Skoda Superb Combi iV | Der Landanzeiger

Das Flaggschiff der Marke wird mit dem umweltfreundlichen Plug-in-Hybrid- Antrieb erhältlich sein.

Der Superb iV mit Plug-in-Hybridantrieb ist das erste elektrifizierte Serienfahrzeug von Skoda. Ein 1,4Liter-TSI-Benziner und ein Elektromotor entwickeln eine Systemleistung von 218 PS und 400 Nm. Die rein elektrische Reichweite beträgt bis zu 62 Kilometer (WLTP), wobei die Gesamtreichweite bis zu 930 Kilometer beträgt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 224 km/h und der Spurt von 0 auf 100 km/h braucht 7,7 Sekunden. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei 1,1 bis 1,9 l/100 km bei einen CO2-Ausstoss von 25 bis 42 g/km.

Elektrifizierter Antrieb
Die Batteriekapazität beträgt 13 kWh und die 37 Ah- Lithium-Ionen-Batterie wird beim Bremsen durch Rekuperation automatisch geladen. Sie lässt sich zudem über ein Ladekabel beispielsweise an einer Wallbox mit einer Ladeleistung von 3,6 kW in 3,30 Stunden aufladen. Das Antriebssystem bietet verschiedene Antriebs- Möglichkeiten, die über die Fahrprofilauswahl Driving Mode Select eingestellt werden können: SPORT Modus für eine maximale Systemleistung und maximales Drehmoment, E Modus für rein batterieelektrisches Fahren und Hybrid Modus für das Zusammenspiel zwischen Benzin- und Elektromotor. Die neue Antriebsvariante ist für den Superb in den Ausstattungslinien Ambition, Style, SportLine und L&K verfügbar. Die Markteinführung des ausschliesslich als Combi angebotenen Superb iV erfolgt anfangs Jahr. er und ist ab Fr. 45’790.– erhältlich (Bonus von Fr. 5800.– abziehbar, Verkaufspreis von Fr. 39’990.–).

Sandsteinmuseum: Renovierungsarbeiten am Taglöhnerhaus in vollem Gang

Sandsteinmuseum: Renovierungsarbeiten | Der Landanzeiger

Wer in diesen Tagen am ehemaligen Taglöhnerhaus im Bühl in Staffelbach vorbeifährt, kann die Fortschritte bei der Renovierung schon auf den ersten Blick sehen. Der neue, weisse Verputz strahlt einem entgegen. Auch im Inneren des Hauses gibt es Fortschritte bei den Arbeiten. Während das vergangene Jahr ganz im Zeichen der grundlegenden Renovierung stand, sind für 2020 die Feinarbeiten im zukünftigen Sandsteinmuseum an der Reihe.

Sandstein verwittert schnell
Frank Hauri, Vorstandsmitglied des Vereins Sandsteinmuseum Staffelbach, kümmert sich in enger Zusammenarbeit mit dem Architekten Adrian Kiener um die Koordination der Bauarbeiten. Zufrieden blickt er auf das frisch verputzte Haus. «Es war wichtig, dass das Mauerwerk, gerade jetzt vor dem Winter, wieder geschützt ist», sagt er. Das kleine Haus war immer verputzt und das Mauerwerk aus weichen Sandsteinen von Anfang an darauf angelegt, einen Verputz zu erhalten. Sandstein verwittert schnell. Doch im Inneren des Hauses werden zwei Wände roh bleiben und die Bauweise des Hauses zeigen. Die restlichen Wände werden in den nächsten Wochen verputzt. Doch zunächst müssen noch Elektroleitungen gezogen und Steckdosen eingebaut werden. Und nicht zuletzt hängt es auch vom Wetter und den Aussentemperaturen ab, wie schnell es weitergehen kann, erklärt Hauri. Genauso abhängig vom Wetter ist auch der Einbau der neuen Fenster. «Wir hoffen, dass wir sie noch bevor der Winter richtig kommt, einbauen können», sagt er. Die Fenster stehen schon parat und müssen nur noch einen letzten, schützenden Anstrich erhalten. Typische Holz-Sprossenfenster, nach historischem Vorbild mit einfacher Verglasung, werden in Absprache mit der Kantonalen Denkmalpflege eingebaut. «Wir dürfen das Haus nicht zu sehr abdichten, sonst bekommen wir unter Umständen ein Feuchtigkeitsproblem», weiss Hauri.

Details
Neu am Haus und gut sichtbar ist auch, dass am Balkon und am Giebel über der Eingangstür viel gearbeitet wurde. Morsches Holzwerk wurde entfernt und nicht mehr tragfähige Balken ersetzt. In diesem Zuge wurden auch die Dachunterseiten neu verkleidet. Jetzt wird der kleine Balkon mit dem weiten Blick in Richtung der Sandsteinbrüche sorgsam wieder aufgebaut. Ein schönes Detail ist dabei die alte Tür, die fachgerecht aufgearbeitet wurde. Sie bleibt als Schutz vor einer neu einzubauenden Glastür erhalten. Sogar den alten Türknauf im Inneren hat man aufbewahrt und wieder angebracht. Auch im Bereich der ehemaligen Küche und Stube wurde viel Zeit und Sorgfalt auf die Restaurierung der Ofenanlage verwandt. Nach Möglichkeit blieben hier auch die originalen Bauteile erhalten und die ein oder andere Scharte in den Ofenklappen offenbart den ganzen Charme des alten Hauses.

Steinhauerhütte wird nachgebaut
Erst im kommenden Frühjahr kann es dann an die Herstellung der Aussenanlagen gehen, erklärt Hauri. Bisher wurde vorgängig die Kanalisation und der Anschluss an das Wasser- und Abwassernetz gelegt und eine alte Gartenmauer abgebrochen. Ein grösseres Projekt im Garten ist noch der Bau einer Stützmauer zum darüberliegenden Hang, sobald es die Temperaturen im nächsten Jahr zulassen. Die Mauer dient zugleich als Rückwand einer Steinhauerhütte, die nach altem Vorbild gebaut werden soll. Später, im Museumsbetrieb werden dort die Besucher das alte Steinhauerhandwerk hautnah erleben und in Workshops auch selbst ausprobieren können. Doch das ist noch Zukunftsmusik.

Das Sandsteinmuseum
Interessierte Besucherinnen und Besucher sind jederzeit herzlich eingeladen, sich auf www.sandsteinmuseum. ch zu informieren oder am ehemaligen Taglöhnerhaus vorbeizuschauen. Dort liegt auch Info-Material aus, das über den Baufortschritt Auskunft gibt. Und natürlich freut sich der Verein jederzeit über neue Mitglieder.

Der Herbst ist da und das Laub auch … wohin damit?

Das Laub liegen lassen oder räumen? | Der Landanzeiger

Gärtner empfehlen, das Herbstlaub im Garten liegen zu lassen, denn es liefert den Wintertieren überlebenswichtige Nahrung. Jedoch nicht auf dem Rasen, der sollte unbedingt Laubfrei gehalten werden, sonst drohen im nächsten Jahr gelbe Stellen. Das Laub soll an gewissen Stellen, beispielsweise auf Blumenrabatten und unter Sträuchern, bewusst liegen gelassen werden.

Der Herbst ist eine sehr schöne Jahreszeit: Die Bäume leuchten in bunten Farben und man geniesst die letzten warmen Tage des Jahres im Garten – wenn da nur das ganze Laub nicht wäre, das nach den ersten kalten Nächten in Massen zu Boden fällt und viele Gärtner schier zur Verzweiflung bringt. Aber keine Sorge: Es gibt genügend Möglichkeiten, die Blätter sinnvoll zu verwenden. Laub lässt sich sehr vielfältig im Garten einsetzen und hat nur auf Wegen und Rasenflächen nichts verloren.

Der Rasen muss sauber sein
Im eigenen Garten muss das Laub vor allem vom Rasen entfernt werden. Nässe und Lichtmangel würden den Winter über sonst zu Fäulnis und gelben Flecken führen. Ein Tipp: Wer keine Lust hat, das ganze Laub zusammenzurechen, kann seinen Rasenmäher benutzen – mit oder ohne Fangkorb. Das ist nicht so anstrengend und hat auch sonst seine Vorteile. Dieses perfekt zerkleinerte Material können Sie verwenden, um es als Kompost oder Frostschutz zu verwenden. Der Vorteil ist, dass es durch die Zerkleinerung auch schneller verrottet als unzerkleinert.

Herbstlaub als Winterschutz
Fällt das Laub auf Beete und zwischen Pflanzen, kann man die Blätter ruhig liegen lassen. Unzählige kleine Helfer zersetzen die Blätter und dadurch werden Nährstoffe für die Pflanzen frei, die so wieder in den Kreislauf eingespeist werden können. Laub eignet sich auch zum Schutz empfindlicher Pflanzen gegen Frost. Häufeln Sie einfach die Blätter um beispielsweise Rosen an. Damit der Wind sie nicht wegbläst, legen Sie ein paar Fichtenzweige darüber – fertig ist der perfekte Winterschutz.

Ab in den Kompost
Laubkompost ist die eleganteste Art, Laub zu beseitigen. Sammeln Sie die Blätter aus dem Garten ein und lassen diese leicht antrocknen. Anschliessend zerkleinern Sie sie mit einem Häcksler oder Rasenmäher. Geben Sie nun eine etwa 30 cm starke Laubschicht in den Kompostbehälter, darauf kommt eine Hand voll Steinmehl, eine Schicht Erde mit etwas Hornmehl, dann wieder eine Laubschicht und immer so weiter. Im Frühjahr wird der Kompost umgeschichtet und zum Herbst können Sie Kompost in bester Qualität auf den Beeten ausbringen. Aufpassen müssen Sie nur bei den Blättern von Eichen, Platanen, Pappeln, Buchen und Kastanien. Ausser Eichen- und Walnusslaub sind alle Blätter für diese Art der Kompostierung geeignet.

Laubspeicher aus Maschendraht
Sind die Beete bereits mit Laub abgedeckt und alle Kompostbehälter voll? Dann kaufen Sie einfach ein paar Meter Maschendraht von der Rolle und verbinden Sie Anfang und Ende mit einem Stück Blumendraht. So entstehen mit wenig Aufwand geräumige Drahtkörbe, die als Laubspeicher dienen. Durch das Gewicht und die langsame Verrottung sackt die Füllung langsam ab, so dass bald nach der ersten Füllung wieder Platz für neue Blätter ist.