Forst: Weitere Gemeinde plant Alleingang statt Grossfusion

Forst: Weitere Gemeinde plant Alleingang statt Grossfusion | Der Landanzeiger

Der Forstbetrieb Suhrental Ruedertal wird wohl nicht mit zehn Gemeinden starten, wie lange angenommen wurde. Der Gemeinderat Reitnau plant einen Alleingang. Deshalb wird den Ortsbürgern am 31. Mai 2021 nicht der Zusammenschluss, sondern eine alternative Lösung unterbreitet. Diese soll den Zusammenschluss der anderen Gemeinden nicht beeinträchtigen.

Nach Schmiedrued möchte sich nun auch Reitnau aus dem Projekt der Grossfusion zum Forstbetrieb Suhrental Ruedertal zurückziehen. Das hat der Gemeinderat Reitnau am Montagabend in einem Schreiben verkündet. Reitnau hat den Zeitpunkt zum Anlass genommen, nebst einer Mitwirkung im neuen Verband auch nach alternativen Lösungen zu suchen. In Zusammenarbeit mit der Ortsbürgerkommission strebt Reitnau eine günstigere Lösung an, mit einer Beförsterung durch Hans Rudolf Hochuli von der ortsansässigen hr projects GmbH.

Mehr Verantwortung – mehr Selbstbestimmung
Ein Alleingang bedeute mehr Verantwortung für Gemeinderat und Kommissionen sowie generelle Mehrarbeit im administrativen Sinne. Auch könne das finanzielle Risiko nicht auf mehrere Schultern verteilt werden, sondern müsse zu 100 Prozent alleine getragen werden. Trotzdem gewichten Gemeinderat und Ortsbürgerkommission die Vorteile der Selbstbestimmung weitaus grösser. Zudem sei man bei der Vertragsgestaltung auch flexibler. Die Dienstwege seien kürzer und man könne schneller reagieren, schreibt der Gemeinderat weiter. Hans Rudolf Hochuli sei zwar auf sich alleine gestellt, doch könne es von Vorteil sein, wenn er sich voll und ganz dem Wald widmen könne und sich nicht mit einer zeitintensiven Personalplanung beschäftigen müsse. Die eigene Beförsterung stehe nicht in Konkurrenz zum lokalen Gewerbe – im Gegenteil, es werde die Unterstützung von einheimischen Unternehmen angestrebt. Der Forstbetrieb Suhrental Ruedertal rechnet diesbezüglich für seinen eigenen Betrieb mit viel Ertrag aus Arbeiten für Dritte.

Hans Rudolf Hochuli sei mit dem Reitnauer Wald bestens vertraut und so könne er auch auf die Bedürfnisse individuell eingehen. Betreffend Kosten seien keine Investitionen in Bauten zu tätigen, alles Nötige sei bereits vorhanden. Auch mit einer eigenen Lösung soll Nachhaltigkeit kein Fremdwort bleiben. Hans Rudolf Hochuli wie auch dem Gemeinderat sei es wichtig, dass die Waldflächen so genutzt und betreut werden, dass ihre Lebenskraft auch für zukünftige Generationen anhält.

Ausgaben halbiert
Hans Rudolf Hochuli errechnet in seinem Budget Ausgaben von 124’100 Franken sowie Einnahmen von 108’000 Franken. Die Belastung der Ortsbürgerkasse falle mit rund 16’100 Franken somit knapp halb so hoch aus wie bei einer regionalen Zusammenarbeit. Im Gegensatz zu Schmiedrued, das dem Forstbetrieb Leerau-Rued angehörte, hat Reitnau den Vertrag mit dem Forstbetrieb Oberes Suhrental (er betreut die Waldung der Gemeinden Reitnau, Schöftland, Staffelbach und Wiliberg), noch nicht gekündigt.

Was passiert bei einem Nein?
Sagen die Reitnauer Ortsbürger Nein zum Vorschlag des Gemeinderates und der Ortsbürgerkommission, so muss eine neue Lösung ausgearbeitet werden oder die Gemeinde schliesst sich doch dem Forstbetrieb Suhrental Ruedertal an.

Der Vertrag, über den an der Ortsbürgergemeinde Reitnau vom 31. Mai abgestimmt wird, kann während der Auflagefrist für die Vorlagen der Gemeindeversammlung auf der Kanzlei eingesehen werden.

Aarau ist bisher glimpflich davongekommen

Aarau ist bisher glimpflich davongekommen | Der Landanzeiger

Die Ladengeschäfte sind geöffnet, die Aussenterrassen auch bei Regen gut besucht. Es kehrt wieder Leben in die Stadt ein. Wie aber geht es der Stadt nach über einem Jahr «Leben mit Corona»? Wie sieht der Stand der Dinge aus? Die Stadt Aarau lud zur Medienkonferenz ins Rathaus ein, bei der Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker eine Zwischenbilanz präsentierte.

Trotz Medienkonferenz ist es still im Rathaus. Die Schalter der Stadt sind zwar offen, aber nur das allernötigste Personal ist im Haus. Der Rest befindet sich im Homeoffice. Bald schon werden die Mitarbeitenden zweimal in der Woche getestet werden, denn die Stadtverwaltung hat sich für repetitive Corona-Tests angemeldet.

In den städtischen Alters- und Pflegeheimen sind bei den Bewohnern 90 Prozent geimpft. Erst 30 Prozent sind es bei den Angestellten, der Trend gehe aber nach oben, sagt Hanspeter Hilfiker. Bei der Stadtpolizei scheint man impfwilliger zu sein. Denn dort hat fast jeder mindestens die erste Impfdosis erhalten. Es gäbe nur Einzelne, die nicht wollen würden.

Hanspeter Hilfiker

Keine langen Leerstände
Vor der Medienkonferenz hat sich Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker noch mit Citymanagerin Romana Waller unterhalten. Aus dem Gespräch berichtet Hanspeter Hilfiker, dass bisher noch keine Konkurse bei den «Gwerblern» eingetreten sind, die direkt auf die Coronakrise zurückzuführen sind. Er stellt jedoch auch klar, dass man die Folgen von Corona erst zu einem späteren Zeitpunkt deutlich zu sehen bekommt. Hanspeter Hilfiker freut sich darüber, dass die Befürchtungen des Stadtrates, es könnte bei Ladenschliessungen lange Leerstände geben, nicht eingetreten sind. So zum Beispiel der frühere Herrenglobus, der bald zum Gesundheitszentrum wird oder das ehemalige Gossip, das ebenfalls bald wiederbelebt wird.

Die Stadt kommt den Gewerbetreibenden weiterhin mit dem Verzicht auf die Nutzungsgebühren für den öffentlichen Raum bis Oktober entgegen.

Bauprojekte vorangetrieben
Die «Lockdown-Zeit» hat die Stadt Aarau genutzt, um ihre eigenen Bauprojekte voranzutreiben. So zum Beispiel die Bauarbeiten an der Igelweid, die Lüftung beim Schützenhaus oder für den Bau eines neuen Foyers bei Saal 4 im KuK. Baufreudig bleiben die Aarauer auch im Privaten. Hanspeter Hilfiker sagt: «In den ersten vier Monaten 2021 hatten wir noch einmal mehr Baugesuche als in den gleichen Monaten 2020».

Littering und Lärm: Neue Hotspots melden
Und wenn man es Zuhause dann doch nicht mehr aushält, so sucht man sich Draussen und in der Natur Abwechslung. Dies führte im vergangenen Jahr zu mehr Lärmemmissionen und mehr Littering. In der Innenstadt werden nun die Kübel häufiger geleert und entlang der Aare wurden grössere Abfalleimer aufgestellt.

Es entstehen neue Hotspots wie aktuell im Spittelgarten. Sowohl Stadtpolizei als auch Werkhof sind auf die Problematik sensibilisiert. Anwohner*innen sollen sich bei der Stadt melden, wenn es Probleme gibt, so Hanspeter Hilfiker.

Hoffen auf zweites Halbjahr
Bis zu den Sommerferien sieht es in Sachen Veranstaltungen weiterhin trist aus. «Wir haben bereits relativ früh alle Veranstaltungen bis zu den Sommerferien abgesagt», sagt Hanspeter Hilfiker. «Deswegen ist es auch konsequent, eine Zusammenkunft von 6500 bis 8500 Leuten nicht zu erlauben. Vor allem, wenn beabsichtigt wird, die Massnahmen nicht unbedingt einzuhalten.» Die Rede ist von der Corona-Kundgebung mit Protestmarsch, die am 8. Mai hätte stattfinden sollen, die Stadt aber keine Bewilligung erteilt hat. Dass trotzdem Leute auftauchen, damit wird gerechnet. Man ist deshalb mit der Kantonspolizei in Kontakt.

Noch nicht abgesagt sind Anlässe wie die 1. August-Feier oder auch der Bachfischet. Hanspeter Hilfiker sagt: «Ich hoffe, dass sobald der Impfanteil grösser wird, auch der eine oder andere Anlass im zweiten Halbjahr stattfinden kann.»

Nun liegt es an den Ortsbürgern

Nun liegt es an den Ortsbürgern | Der Landanzeiger

Heute bilden elf Gemeinden im oberen Suhrental drei Forstreviere. Weil alle drei zuständigen Förster bis 2025 in Pension gehen, sollen die drei Reviere zusammengelegt und von zwei Förstern geführt werden. Ein entsprechendes Projekt hat eine hochkarätige Arbeitsgruppe drei Jahre lang erarbeitet. Nun müssen die Ortsbürger als Waldbesitzer im Sommer an ihren jeweiligen Gemeindeversammlungen über die Gründung entscheiden.

Selten wird die Meinung der Ortsbürger wichtiger sein als in diesem Sommer. Denn über den neuen Forstbetrieb werden sie entscheiden und nicht etwa die Einwohnergemeindeversammlung. Grund dafür ist, dass der Wald im Besitz der Ortsbürger ist.
Mit der Gründung des Forstbetriebes Suhrental Ruedertal würde einer der grössten und modernsten Betriebe im Aargau entstehen. Dieser ersetzt die heutigen Forstbetriebe Muhen-Hirschthal-Holziken, den Forstbetrieb Oberes Suhrental und den Forstbetrieb Leerau-Rued. Deren aktuelle Förster gehen die nächsten vier Jahre in Pension; der Reihe nach Martin Leu (Förster Oberes Suhrental, Pension 2021), Urs Gsell (Förster Muhen-Hirschthal-Holziken, Pension 2024) und Daniel Zehnder (Leerau-Rued, Pension 2025).

Drei Jahre lang war eine Arbeitsgruppe (AG) im Einsatz. Sie erarbeitete das Projekt sowie eine Botschaft an die Gemeinden. Vergangene Woche hat die AG über die Details und die Strategie des neu entstehenden Forstbetriebs Suhrental Ruedertal im Waldhaus Muhen informiert.
Die achtköpfige Arbeitsgruppe bestand aus den drei Präsidenten der heutigen Forstbetrieben, den drei aktuellen Förstern, dem Projektverfasser Theo Kern, Geschäftsführer von «WaldAargau» und dem Projektleiter Christoph Fischer, ehemaliger Aarauer Stadtoberförster und heutiger Moosleerauer Gemeinderat.

1 Gemeinde – 1 Stimme
«Wir hoffen, dass das Projekt zum fliegen kommt», wünscht sich Christoph Fischer bei der Präsentation vergangene Woche. «Unsere Idee kam bei den Gemeinden sehr gut an.» Ausser in Schmiedrued, gilt es zu vermerken. Sie hat sich früh für eine eigene Lösung entschieden, ein privates Forstunternehmen aus dem Kanton Luzern beauftragt und ist aus dem Forstbetrieb Leerau-Rued ausgetreten.

Bleiben also zehn Gemeinden. Für Christoph Fischer ist wichtig: «Mit dem neuen Forstbetrieb bleiben die Arbeitsplätze und Lehrstellen in den Gemeinden erhalten». Auch bei der Finanzierung ändert sich nicht viel. Neu ist einzig der Schlüssel, nach welchem der Sockelbeitrag berechnet wird, den jede beteiligte Gemeinde nach wie vor jährlich einzahlen wird. Neu wird dafür nicht mehr nur die Wald-Hektarenzahl, sondern nun auch die Einwohnerzahl berücksichtigt. Zum Start zahlen die Ortsbürger der beteiligten Gemeinden für den Eigenkapitalbedarf einmalig 620’000 Franken ein.
Eine weitere Frage, die sich die Arbeitsgruppe stellte, war: Wer hat wieviele Stimmen? Soll Schöftland mit über 4400 Einwohnern deutlich mehr Stimmen haben als beispielsweise Wiliberg mit seinen rund 170 Einwohnern. «Wir haben uns entschieden für die Losung: eine Gemeinde – eine Stimme», erklärt der Projektleiter. Der neue Forstbetrieb Suhrental Rudertal ist gegründet, wenn die zustimmenden Gemeinden mindestens 80 Prozent der Einwohner aller zehn Gemeinden repräsentieren. Dann eilt es und die Gemeinde-Delegierten müssen beispielsweise Personal- und PK-Reglemente erarbeiten, damit der Start am 1. Januar 2022 erfolgen kann.

Viel Goodwill aus den Gemeinden
Schlossrueds Vizeammann und Präsident des heutigen Forstbetriebes Leerau-Rued, Gotthold Müller, blickt zurück: «Vor fünfzig Jahren hatte jede Gemeinde noch einen Förster und die Bauern kümmerten sich um die Holzerei. 1998 schlossen sich die beiden Leerauer und die beiden Ruedertaler Forste zusammen. Heute sind Forstbetriebe moderne Wirtschaftsunternehmen. Da macht es Sinn, wenn sich ein noch grösserer Kreis zusammenschliesst, ich stehe voll und ganz dahinter!»

Gertrud Jost, Muhens Frau Vizeammann und Präsidentin des Forstbetriebes Muhen-Hirschthal-Holziken, betont, dass die Idee zu diesem Projekt aus den beteiligten Gemeinden selber stamme. Auch sie sieht viele Vorteile: «Eine grössere Betriebsstruktur bietet mehr Flexibilität und was für uns sehr wichtig ist: die Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze bleiben unserer Gemeinde erhalten.»
Schöftlands Gemeinderätin und Präsidentin des Forstbetriebs Oberes Suhrental, Gertrud Müller, sieht den Wald als Naherholungsgebiet, das gerade in Zeiten wie diesen sehr beliebt ist. «Der Wald hat sich zu einem Freizeitpark entwickelt, gerade zu Coronazeiten sind so viele Menschen im Wald unterwegs, wie noch nie.» Sie lobt die gute Zusammenarbeit in der Arbeitsgruppe und steht ebenfalls hinter dem Projekt.

Nun liegt es an den Ortsbürgern | Der Landanzeiger
Die drei aktuellen Förster Martin Leu (Oberes Suhrental), Daniel Zehnder (Leerau Rued) und Urs Gsell (Muhen-Hirschthal-Holziken).

Neu: 1888 Hektaren Wald
Förster Urs Gsell schliesslich nannte konkrete Zahlen: Der neue Forstbetrieb bietet sieben Forstarbeitsplätze, er wird in den zehn Gemeinden mit 17’000 Einwohnern 1888 Hektaren Wald umfassen. Gsell freut sich, dass das gesamte heutige Forstpersonal vom neuen Forstbetrieb übernommen wird, ebenso die Lernenden. Was die Förster angeht: Martin Leu geht in Pension, Urs Gsell und Daniel Zehnder werden beim Start des Forstbetriebes die beiden Förster sein – bis zu ihrer jeweiligen Pensionierung.
«Unsere Branche ist enorm im Wandel», erklärt er und meint damit nicht nur die fallenden Holzpreise. Wirtschaft, Naturschutz und vor allem der Klimawandel haben grossen Einfluss auf den Wald. «Der Holzbau boomt, wie aktuelle Bauten wie das neue Schulhaus in Schöftland zeigen.» Das heisst für Förster wie Urs Gsell und seine Kollegen, dass die Forstbetriebe in Zukunft vermehrt auf Qualitätsholz setzen, statt auf Massenware.

Wie geht es weiter?
Die Zeit bis zu den Abstimmungen im Sommer wird von den Gemeinden genutzt, um die Bevölkerung zu informieren und vom Projekt zu überzeugen. So ist für Mittwoch, 5. Mai in Muhen eine Infoveranstaltungen für die Ortsbürger von Muhen, Hirschthal und Holziken geplant.
Auf der letzten Folie, die Förster Urs Gsell im Waldhaus Muhen präsentierte, stand der Slogan: «WALD: Wir Alle Leben Davon».

Drei Eingaben gegen den Ausbau des Heliports

Drei Eingaben gegen den Ausbau des Heliports | Der Landanzeiger

Die Firma Rose Helicopter AG in Holziken möchten den Heliport umbauen. Die private Flugplatzhalterin sieht den Bau eines neuen Hangars und wenn möglich auch einer Tiefgarage und neuem Helikopterstandplatz nördlich des bestehenden Gebäudes vor. Drei von sechs Nachbarn haben während der Mitwirkung beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) eine Eingabe gemacht, bestätigt das BAZL eine Meldung des Regionaljournals Aargau-Solothurn. Mitwirkende und Nachbarn befürchten unter anderem mehr Lärm und mehr Flugbewegungen. Nun muss der Bundesrat entscheiden, ob mit der Anpassung des SIL-Objektblatts die Planungsgrundlage für die Ausbaupläne geschaffen werden soll.

Mehr Bewegungen möglich
Der private Heliport in Holziken besteht seit 45 Jahren und liegt idyllisch versteckt, in der Landwirtschaftszone, zwischen Holziken und Uerkheim. Jährlich kommt es zu rund 300 Flugbewegungen. Ein Start und eine Landung gelten als zwei Flugbewegungen. Ein Überfliegen der Piste in Holziken gilt laut BAZL als zwei Flugbewegungen. Gemäss dem geltenden Betriebsreglement sind in Holziken rund dreimal mehr Flugbewegungen möglich, als zurzeit stattfinden, wie aus dem aktuellen Objektblatt für den Heliport Holziken hervorgeht.

Im Objektblatt werden die künftigen Aus- und Umbauten der Infrastruktur sowie die Ausrichtung des Betriebs eines Flugplatzes behördenverbindlich festgelegt. Es enthält Vorgaben für den Betrieb, zum Flugplatzperimeter, zur Lärmbelastung, zur Hindernisbegrenzung, zum Natur- und Landschaftsschutz sowie zur Erschliessung. Das Objektblatt ist Voraussetzung für die Genehmigung des Betriebsreglements und die Bewilligung von Flugplatzanlagen (Plangenehmigung).

Weniger Lärm, mehr Sicherheit
Mit dem Bau eines neuen Hangars und einem neuem Helikopterstandplatz nördlich des bestehenden Gebäudes, soll einerseits die Lärmsituation im Nahbereich des Heliports verbessert werden, da die Schwebeflüge durch Aufhebung des südlichen Helikopterstandplatzes wegfallen, heisst es im Objektblatt. Zudem soll auch die Sicherheit auf dem Heliport deutlich verbessert werden. Das Bauvorhaben bedingt aber auch eine Erweiterung des Flugplatzperimeters.

Ausserdem ist eine Änderung im Flottenmix vorgesehen. Aufgrund der zunehmend schwierigen Ersatzteilbeschaffung beim bis anhin eingesetzten Helikoptertyp «EC 120B» soll Ersatz angeschafft werden. Vergleichbare Ersatzhelikopter sind jedoch lauter. Aus diesem Grund bedingt die Änderung im Flottenmix eine Anpassung des «Gebiet mit Lärmbelastung», wie aus dem Objektblatt hervorgeht. Die Lärmobergrenze wird aber auch mit den neuen Helikoptern deutlich unterschritten.

Was sagt der Bundesrat?
Die Mitwirkung dauerte bis am 12. April. Der Bundesrat genehmigt jeweils die Änderungsanträge eines Objektblatts und muss sich nun auch mit den drei Eingaben zum Heliport auseinandersetzen. Bis im Sommer soll der Entscheid feststehen. Das Verfahren zum Bauprojekt folgt später. Die Anpassung der Planungsgrundlage (Objektblatt) ist Voraussetzung für das nachfolgende Baubewilligungsverfahren.

Frau Hummel: Was bringen die vielen Massentests wirklich?

Aargauer Kantonsärztin Yvonne Hummel im Interview | Der Landanzeiger

Testen, testen, testen – so lautet ein Grundsatz, um die Pandemie möglichst schnell einzudämmen. Der Aargau will Anfang Mai sogenannte repetitive Tests – salopp Massentests genannt – auf möglichst viele Schulen und Betriebe ausweiten. Verantwortlich dafür ist Kantonsärztin Yvonne Hummel. Sie war Gast im ZT-Talk und sprach unter anderem …

… über positive Aspekte der Pandemie.
Yvonne Hummel: «Die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung war sehr gross – und ist immer noch sehr gross. Es gehen viele Hilfsangebote ein», so Hummel (der Kanton hat vor mehr als einem Jahr unter der Internetadresse www.ag.ch/helfen eine Plattform für Freiwillige aufgeschaltet). Auch die Kooperationsbereitschaft sei hoch. Zwar komme es da und dort zu Protesten, aber «grundsätzlich macht die Bevölkerung sehr, sehr gut mit».

… über die repetitiven Tests, die im Kanton Aargau ausgeweitet werden sollen – und die Frage, ob sich der Aufwand dafür wirklich lohnt.
Yvonne Hummel: Ziel sei es, möglichst viele infizierte Personen zu identifizieren und Infektionsketten zu unterbrechen. Bei diesen Tests könnten zudem Infizierte sehr früh erkannt werden: «Das Virus wird so innerhalb von Schulen und Betrieben weniger weit verbreitet, es gibt weniger Infektionsausbrüche.» In den Schulen könne der Präsenzunterricht besser gewährleistet werden, Betriebe erhalten mehr Sicherheit bei der Personalplanung.

… über das Pilotprojekt an der Kanti Zofingen, bei dem es bei sechs repetitiven Testreihen nur eine einzige positive Poolprobe gab.
Yvonne Hummel: Auf den ersten Blick erscheine das als wenig, so Hummel. Aktuell liege die Inzidenz bei 200 Personen pro 100’000 Einwohner. Bei repetitiven Tests sei also zu erwarten, dass 0,2 Prozent der getesteten Personen infiziert seien und identifiziert werden könnten. «Glücklicherweise ist es ja so, dass die allermeisten Leute nicht infiziert sind.» – «Beim Testen ist nicht nur das positive Ergebnis wichtig», so Hummel. Negative Ergebnisse vermittelten den Getesteten Sicherheit und brächten Ruhe in einen Betrieb.

… über den bevorstehenden Start der Massentests – und wann die Kampagne auf Hochtouren laufen soll.
Yvonne Hummel: Man wolle möglichst schnell loslegen. «Es nützt nichts, wenn wir erst im Sommer oder im Herbst parat wären.» Zurzeit fänden noch Vorbereitungs- und Planungsarbeiten statt. «Ziel ist, dass wir Anfang Mai starten können. Und dann möglichst schnell möglichst viele Betriebe an Bord nehmen, sodass wir bis Mitte Juni auf die Zielzahl von 200’000 getesteten Personen pro Woche kommen.»

… über einen Ratschlag an alle, die wieder Fitnesscenter besuchen.
Yvonne Hummel: «Es ist wichtig, dass Fitnesscenter gute Schutzkonzepte und eine gute Lüftung haben. Dann ist es problemlos. Noch viel problemloser ist sportliche Betätigung im Freien.»

… über die Aussichten, dass Restaurants im Mai auch die Innenbereiche wieder öffnen können.
Yvonne Hummel: Das werde auf nationaler Ebene entschieden. «Wenn sich die Fallzahlen im aktuellen Rahmen halten, dann gibt es eine gute Chance für weitere Lockerungsschritte.» Der R-Wert liege aktuell im Kanton Aargau bei 1,07 (Stand letzte Woche). «Das ist aber nicht der einzig wichtige Wert», so Hummel. Wichtig sei auch, wie sich die Kapazitäten im Gesundheitswesen entwickelten, insbesondere auf den Intensivstationen. «Aktuell ist die Situation fragil.»

… über Lieferverzögerungen beim Impfstoff und die Frage, bis wann mit einer Durchimpfung im Aargau zu rechnen ist.
Yvonne Hummel: «Das ist von den Impfstofflieferungen abhängig. Der Aargau ist bereit, den Impfstoff, der kommt, zu verimpfen. Wir hoffen, dass die Lieferversprechen auch eingehalten werden.» Wichtig sei, dass sich möglichst viele AargauerInnen registrieren: «Auf keinen Fall warten. Das ist für alle gut und gibt eine bessere Planbarkeit.»


Zur Person

Yvonne Hummel ist seit Februar 2020 Kantonsärztin im Departement Gesundheit und Soziales von Regierungsrat Jean-Pierre Gallati. Sie hat an der Universität Basel Medizin studiert und verfügt über den Facharzttitel für Innere Medizin und Medizinische Onkologie. Yvonne Hummel hat während 17 Jahren als Ärztin in verschiedenen Spitälern in der Schweiz gearbeitet und führte eine eigene Praxis. 2013 hat sie den Fähigkeitsausweis Vertrauensarzt erlangt. Anschliessend leitete sie unter anderem den Vertrauensärztlichen Dienst der Krankenversicherung Sanitas. Yvonne Hummel ist verheiratet und wohnt in Sins.


Neues Ausstellungsformat: «Digital Auto Show Aargau»

Neues Ausstellungsformat: «Digital Auto Show Aargau» | Der Landanzeiger

Vom 1. bis 16. Mai 2021 führt der AGVS auf der neuen Website www.digital-auto-show.ch die Premiere seines innovativen Ausstellungsformats «Digital Auto Show Aargau» durch.

Wer jetzt ein neues Auto sucht, ist auf der Website www.digital-auto-show.ch genau richtig. Hier präsentieren sich über 20 namhafte Garagisten aus dem ganzen Kanton Aargau mit rund 200 Fahrzeugen von 25 bekannten Automarken.

Als Alternative zu den physischen Ausstellungen lancierte der AGVS (Auto Gewerbe Verband Schweiz), Sektion Aargau, diese neue Art der Auto Ausstellung für seine Mitglieder und natürlich für alle Kundinnen und Kunden.

Persönlich – Regional – Digital
Präsident Martin Sollberger erklärt: «Jede Garage präsentiert sich mit einer Auswahl ihrer Neuwagen, ihren Koordinaten, Fotos sowie den Links auf ihre Website und Social-Media-Kanäle, und die Besucher können Probefahrten vereinbaren.»

Digitaler Gedanke
Einzelne Aussteller zeigen sich mit Videos, virtuellem Showroom und Live-Sessions. Wer sich über aktuelle Themen in der Autobranche informieren will, findet auf der Website zudem einen Podcast sowie Blogbeiträge.

Wettbewerb und Messefeeling
Die Website-Besucher können am Glücksrad drehen und Tagespreise gewinnen. Als Hauptpreis locken 4 Pirelli Sommer- oder Winterreifen bis max. 18 Zoll im Wert von Fr. 1200.–.


Event: «Digital Auto Show Aargau»

Datum: 1. bis 16. Mai 2021
Öffnungszeiten: 24 Stunden täglich
Online-Messe-Location: www.digital-auto-show.ch


Sommerferien geniessen und gleichzeitig Auto fahren lernen

Sommerferien geniessen und gleichzeitig Auto fahren lernen | Der Landanzeiger

Die Sommerferien geniessen und gleichzeitig Auto fahren lernen. Für Jugendliche ein Traum! Dieser könnte bald in Erfüllung gehen. Der TCS Aargau führt auch in diesem Sommer wieder ein Jugendfahrlager in Ambri durch. Ab sofort kann man sich anmelden.

Um am TCS-Jugendfahrlager während einer Woche in den Sommerferien teilzunehmen, müssen die Jugendlichen schon über ihren eigenen Schatten springen, denn die Woche im Tessiner TCS-Feriendorf Scruengo kostet natürlich wie jedes andere Lager oder Ferien am Strand auch etwas. Als Gegenleistung winkt dafür eine Vollpension, modernste Übungsfahrzeuge, ein grosses abgesperrtes Übungsgelände auf dem Flugplatz Ambri, eine sehr gute Betreuung auf die Theorieprüfung, spannende Fahrübungen und ein unterhaltsames Lagerfeeling. Radwechsel und Niveaukontrollen am Fahrzeug sind anschliessend auch keine Fremdwörter mehr. Selbst die Wirkungen und Möglichkeiten der neusten Assistent-Systeme, die heute in Fahrzeugen vorhanden sind, werden einen Bestandteil im Lager sein. All das sind Inhalte, die in diesem Umfang nicht in der Fahrausbildung behandelt werden, aber trotzdem von sehr grossem Nutzen sind für die zukünftige Karriere als AutofahrerIn.

Die ersten Fahrversuche in angenehmer Umgebung
Mit dem TCS-Jugendfahrlager kann man sich so besonders ideal für das Autofahren vorbereiten – und das mit anderen Jugendlichen. Erfahrene, engagierte FahrlehrerInnen unterstützen die Jugendlichen während dieser Woche und vermitteln interessante und spannende News rund ums Auto. Am Ende dieser Woche wird direkt im Lager die Basis-Theorieprüfung absolviert. Die Woche wird verfeinert durch ein abwechslungsreiches Freizeit- und Sportprogramm. Schon seit vielen Jahren führt der TCS Aargau diese Kurse sehr erfolgreich durch. Die jungen Leute erlangen nach dieser Woche mit Sicherheit eine Topbasis für die ersten Fahrstunden beim Fahrlehrer.

Weitere Informationen auf: www.tcs-aargau.ch/jufala.

Kommunikation mit Köpf(ch)en

Kommunikation mit Köpf(ch)en | Der Landanzeiger

Kommunikation, die fruchtet, ist für jedes Unternehmen Gold wert. Die Agentur Stutz Kommunikation aus Oberentfelden unterstützt seit bald zehn Jahren kleinere und mittlere Betriebe im Marketing, in der Werbung und in der externen Kommunikation. Das Rezept, weshalb die Kommunikationsdienste für die Kunden funktionieren, ist im Prinzip ganz einfach.

Eine Kreativ-Zentrale, eine News-Redaktion, eine Video-Werkstatt und ein Web-Labor: Das sind die vielfältigen Dienste von Stutz Kommunikation. Vorwiegend möchten die Kunden von Stutz Kommunikation Dienstleistungen vermarkten und dadurch den Verkauf ankurbeln. Hier sind kreative Ideen und sinnvolle Massnahmen gefragt. «Besonders in der heutigen digitalen Zeit ist es für den Kunden oft schwierig, den Überblick im Werbemarkt zu behalten. Er muss sich in erster Linie um sein Tagesgeschäft kümmern. Die Vermarktung lagert er dann zu uns aus und wir unterstützen ihn in der Erreichung seiner Ziele», erklärt Inhaber und Geschäftsführer Markus Stutz.

Vielseitigkeit
So werden kreative Strategien entwickelt und erfolgversprechende Botschaften kreiert. Diese werden dann beispielsweise in News-Beiträgen auf einer Webseite, als Newsletter, Flyer, Broschüre, Online-Werbung oder Social-Media-Post publiziert. Oder als PR-Artikel, wie dieser hier. Dabei soll eine möglichst hohe Reichweite bei der potenziellen Zielgruppe erreicht werden. Bei Stutz Kommunikation wird also getextet, gelayoutet, fotografiert, gefilmt und programmiert. Derzeit setzen sich sieben Angestellte mit Herzblut für das Unternehmen ein.

Engagement
Stutz Kommunikation unterstützt meist regionale Firmen aus unterschiedlichen Branchen. Entweder für ein punktuelles Vorhaben oder mit regelmässigen Kommunikationsmassnahmen als Hausagentur das gesamte Jahr über. «Wir streben enge und langfristige Partnerschaften an. Budgetlösungen oder Hauruck-Übungen haben da weniger Platz», führt Stutz mit einem Augenzwinkern aus und ergänzt: «Ein guter Service ist etwas wert, weil er Mehrwert bringt.»

Wertschätzung
Doch was sind denn nun die Zutaten des erfolgreichen Rezepts von Stutz Kommunikation? «Stutz Kommunikation legt viel Wert auf eine verständliche und wertschätzende Sprache. Der Konsument wird nicht als Produkt betrachtet, der stupide kaufen soll. Wir gehen mit den Menschen in einen Dialog und zeigen ihnen Möglichkeiten auf. Zudem sind unsere Ideen sowie unsere Kreativität unser Kapital», führt Markus Stutz aus.


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Biberburg derzeit in neuem Look

Biberburg derzeit in neuem Look | Der Landanzeiger

Nach bald 12 Betriebsjahren wurde auf, in und rund um die Biberburg eine Generalüberholung fällig. Die massiven Holzstämme auf dem Dach wurden allesamt entfernt und die Bäume rund um die Biberburg wurden markant zurückgeschnitten.

Bevor die Biberburg voraussichtlich am 6. Mai die Gartenwirtschaft wieder öffnet, wurden in den letzten Tagen grössere Arbeiten ausgeführt. Aktuell sieht sie ziemlich «nackt» aus. Schon von weitem ist sichtbar, dass die Bäume rundherum zurückgeschnitten wurden und auch die massiven Baumstämme auf dem Dach sind nicht mehr da. «Wir haben bemerkt, dass das Blechdach einige Druckstellen aufwies, die von den Baumstämmen herrühren», erklärt Urs Gsell vom Biberburg-Team auf Anfrage. Um zu kontrollieren, ob das Blechdach bereits Risse aufweist, oder nicht, wurde entschieden, das Dach von den Baumstämmen komplett zu räumen. «Erfreut haben wir nun gesehen, dass es zwar massive Druckstellen auf dem Dach gibt, das Blechdach selber ist aber noch gut.» Derzeit wird im Team diskutiert, was aufs Dach kommt. Ob es wieder Baumstämme sind, welche quasi eine echte Biberburg symbolisieren, oder etwas anderes, oder gar nichts, ist gemäss Urs Gsell noch offen. «Wir haben auch Rückmeldungen erhalten von Leuten, denen es so gefällt, wie es aktuell aussieht.»

Biberburg derzeit in neuem Look | Der Landanzeiger
So sah die Biberburg vor der Generalüberholung aus.

Weil zahreiche Bäume rund um die Biberburg zurückgeschnitten wurden, ist die Holzkonstruktion momentan so gut zu erkennen, wie seit Jahren nicht mehr. Weshalb die Bäume im grossen Stil zurückgeschnitten wurden, erklärt Urs Gsell, der nebst seiner Tätigkeit im Biberburg-Team Förster ist im Forstbetrieb Muhen-Hirschthal-Holziken: «Die Bäume mussten wir wegen dem massiven Schneedruck zurückschneiden, vor allem betroffen waren die weichen Hölzer wie die Weiden, aber auch die Erlen.»

Die Bäume und die üppige Natur werden dafür sorgen, dass die Biberburg schon bald wieder «gut getarnt» an der Suhre zu ihrer alten Schönheit erblühen wird. Mit oder ohne Baumstämme auf dem Dach. Was Urs Gsell und das Biberburg-Team besonders freut, ist, dass die Biberburg am 6. Mai die Gartenwirtschaft eröffnen wird und neues Leben einkehrt.

Erste Badis öffnen am 1. Mai

Erste Badis öffnen am 1. Mai | Der Landanzeiger

Noch bevor alle Details aus Bern klar sind – und auch der Wetterbericht noch nicht weiss, ob das kühle Wetter dann zu Ende ist – geben die Badis in unserer Region bekannt, wann sie öffnen wollen.

Das Schwimmbad im Aarauer Schachen und das Freibad Suhr wollen am Samstag, 1. Mai öffnen. Dies hat eine Umfrage der Aargauer Zeitung (az) ergeben. Entfelden teilt dem Landanzeiger als Öffnungstermin für das Freibad den Auffahrtstag 13. Mai mit. Das Hallenbad bleibt nach wie vor geschlossen. Noch kein Datum festlegen wollen die Betreiber des Schwimmbad Wührimatt in Küttigen. Derzeit sei man daran, das Schutzkonzept zu aktualisieren, lässt sich der Gemeindeschreiber Robert Rütimann in der «az» zitieren. Normalerweise öffnet Küttigen Mitte Mai.

Wie sieht es bei den weiteren Badis aus? In Unterkulm soll es am 12. Mai wieder losgehen mit dem Badibetrieb. Dort dürfen sich die Kinder auf die 45 Meter lange Rutschbahn freuen. Am 1. Mai will die beliebte Biobadi in Biberstein eröffnen. Auch in Schöftland, das über geheiztes Badewasser verfügt, soll es bereits am 1. Mai wieder losgehen. Noch kein Öffnungsdatum gibt es hingegen in Walde. Dort können sich die Badigäste dann aber auf einen neuen Brätliplatz freuen. «Fleissige Büezer» hätten diesen Platz erstellt, meldet die Badi. Voraussichtlich am 15. Mai öffnet die Badi Bottenwil-Uerkheim seine Tore. Ob sie offen ist oder nicht, wird täglich mit dem Hissen der Fahne signalisiert. Ebenfalls am 15. Mai will gemäss einer Gemeindenachricht die Badi Kölliken wieder öffnen.

Keine Probleme mit Luchsen in der Region

Keine Probleme mit Luchsen in der Region | Der Landanzeiger

Der Luchs ist im nördlichen Jura wieder heimisch geworden. Er lebt hier in einer natürlichen Bestandesdichte und verursacht keine nennenswerten Konflikte, schreiben Pro Natura Aargau und Solothurn. Für den Wald sei seine Rückkehr von grosser Bedeutung, da er der natürlichen Verjüngung helfe.

Der Luchs ist zurück in den Kantonen Aargau und Solothurn. Nachdem die Tierart im Jura vor 200 Jahren ausgerottet wurde, erfolgte im Westschweizer Jura in den 1970er Jahren eine Wiederansiedelung. Bereits in den 1980er Jahren wurden erste Luchse im nördlichen Jura registriert, schreiben Pro Natura Aargau und Solothurn in einer gemeinsamen Mitteilung. Doch erst um die Jahrtausendwende etablierten sich Luchse vermehrt im Kanton Solothurn und seit einigen Jahren werden auch auf den Jurahöhen im Kanton Aargau regelmässig Luchse nachgewiesen. Diese Rückkehr einer einst heimischen Tierart stellt laut Pro Natura, einen grossen Erfolg für den Artenschutz dar.

Im Aargau leben etwa sechs Luchse
Doch immer wieder werde mit gesuchten, teils regelrecht absurden Behauptungen gegen den Luchs argumentiert, schreibt Pro Natura weiter. Das sei unverständlich, denn die Luchse würden kaum Konflikte verursachen und führen hier ein zurückgezogenes, natürliches Leben. Pro Natura Aargau und Solothurn machen auf sechs Fakten zum Luchs in den beiden Kantonen aufmerksam. Luchse werden in der Schweiz mittels eines systematischen Fotofallenmonitorings gezählt. Im nördlichen Jura wurde mit dieser Methode eine im landesweiten Vergleich durchschnittliche Bestandesdichte ermittelt. Es leben hier rund 2.55 Luchse pro 100 km2 geeignetem Habitat. Das ist mehr als beispielsweise in der Zentralschweiz, aber weniger als im Berner Oberland oder im südlichen Jura. Im Kanton Solothurn leben rund 10–15 Luchse, im Kanton Aargau dürften es weniger als ein halbes Dutzend sein.

Seit dem Jahr 2009 hat sich die Luchsdichte im nördlichen Jura nicht mehr weiter erhöht. Das systematische Fotofallenmonitoring findet seit 15 Jahren alle drei Jahre mit derselben Methode statt und liefert daher fundierte, überprüfbare Daten. Diese zeigen, dass es seit 2009 keine statistisch signifikante Änderung in der Bestandesdichte des Luchses im nördlichen Jura gegeben hat. Die Luchse im nördlichen Jura weisen keine körperlichen Auffälligkeiten auf. Durch Jäger, Naturfotografen und Interessierte erfolgen fortlaufend Luchsnachweise in Form von Fotos. Auf diesen sind ausnahmslos gesunde Luchse zu sehen. Hinweise auf schlechte Nährzustände oder gesundheitliche Probleme sind nicht zu erkennen. Auch das vor einigen Jahren bei den Jura-Luchsen nachgewiesene FI-Virus (Katzen-Aids) ist wieder aus der Population verschwunden.

Keine Häufung von gerissenen Nutztieren
Die Luchse im Schweizer Jura ernähren sich artgerecht von Rehen und Gämsen. Nutztiere spielen nur eine geringe Rolle in ihrer Ernährung. In den letzten 20 Jahren hat die Zahl der vom Luchs gerissenen Nutztiere zwischen 2 und 48 geschwankt, ohne eine steigende Tendenz. 2019 wurden im gesamten Schweizer Jura gerade mal 19 Nutztiere von Luchsen gerissen, obwohl hier mehrere Zehntausend Schafe und Ziegen leben. Luchse stellen damit kein Problem für die Nutztierhaltung dar. Entgegen immer wieder geäusserten Befürchtungen, lässt sich ein Einfluss des Luchses auf die Entwicklung der Jagdstrecken grossräumig kaum feststellen. Eine detaillierte Analyse der Jagdstrecken in den Luchsgebieten und deren Vergleich mit umliegenden Gebieten ohne Luchseinfluss zeigt nur marginale Unterschiede, die statistisch nicht signifikant sind. Der Luchs verunmöglicht die Jagd nicht.

Luchs hilft dem Wald
Der Luchs hilft der Jägerschaft bei der notwendigen Regulierung der Pflanzenfresser Reh und Gämse. Zu hohe Wildbestände beeinträchtigen die natürliche Verjüngung der Wälder. Die zunehmende Klimaveränderung sorgt für einen Notstand im Wald: Fichten und seit kurzem auch Buchen sterben im Jura aufgrund starker Trockenheit gebietsweise grossflächig ab. Die Buche stellt im Moment noch die wichtigste Baumart im Jura dar und ist prägend für ihn. Klimaresistentere Baumarten wie Eichen oder in den Hochlagen des Juras auch Weisstannen müssen daher gefördert werden. Ausgerechnet diese Arten werden von Wildtieren aber bevorzugt verbissen. Ohne regulierte Wildbestände gelingt der aus klimatischen Gründen notwendige Waldumbau nicht. Der Luchs ist für den Wald der Zukunft daher unverzichtbar! Pro Natura Solothurn und Aargau hoffen, dass die Diskussion um den Luchs wieder vermehrt auf der Basis von Fakten und Wissen geführt werde, nicht mit Vorurteilen.

Wann ist es an der Zeit, neue Reifen zu kaufen?

Wann ist es an der Zeit, neue Reifen zu kaufen? | Der Landanzeiger

Wie lange ein Reifensatz hält, hängt von der Fahrweise, den zurückgelegten Kilometern und der Lagerung bei Nichtgebrauch ab. Die Garagisten des Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS) unterstützen Automobilistinnen und Automobilisten nicht nur beim Reifenwechsel, sondern bieten auch optimale Lagerbedingungen für Saisonreifen an.

Die Profildicke der Reifen sind das offensichtlichste Kriterium, um festzustellen, wie es um deren Zustand steht. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern. Abgelesen werden kann sie meist anhand kleiner Erhöhungen, die in den Profilrinnen angebracht sind. «Ist das Profil bis zu dieser Höhe runtergefahren, ist die Mindestprofiltiefe erreicht», erklärt Markus Peter, beim AGVS verantwortlich für Technik & Umwelt. Je nach Fahrweise und abgespulten Fahrkilometern nutzen sich die Reifen schneller ab.

Wechsel bei 4 Millimetern
Obwohl Sommerreifen bei trockener Fahrbahn selbst bei einer Profiltiefe von 1,6 Millimetern noch gut haften, wird empfohlen, einen Wechsel bei 3 bis 4 Millimetern vorzunehmen. Die Gefahr vor Aquaplaning wird entscheidend minimiert. «Bei abgenutzten Reifen wird das Wasser nicht mehr gut aus den Profilrinnen abgeleitet. Besonders kritisch wird es ab einer Geschwindigkeit von 80 km/h», so der AGVS-Experte. Der Effekt des Aquaplanings sei vergleichbar mit einem Hochgeschwindigkeits-Tragflächenboot, das ab einer gewissen Geschwindigkeit mit dem Rumpf nicht mehr vollständig das Wasser berührt. Bei Winterreifen sollte bei 4 Millimetern ein Garagist aufgesucht werden, um die Reifen zu ersetzen und auf verschneiten, matschigen oder vereisten Strassen kein Sicherheitsrisiko einzugehen.

Gummi wird spröde
Einen zweiten Anhaltspunkt über den Zustand liefert die Beschaffenheit des Reifengummis. Aufgrund der Ausdünstung der Weichmacher in der Gummimischung geht mit der Zeit die Elastizität verloren. Der Gummi wird hart und spröde. Die Strassenhaftung des Reifens verschlechtert sich. «Aus diesem Grund sind Reifen, die acht Jahre oder älter sind, zu ersetzen», sagt Markus Peter, der für einen Reifenwechsel noch ein drittes Argument nennt. Der Reifen sei schliesslich ein Produkt, das stetig weiterentwickelt wird. «Ein neuer Reifen ist nicht nur besser, weil er neu ist. Er ist besser, weil die modernste Technologie integriert ist.»

Es ist aus mehreren Gründen sinnvoll, wenn die Garagisten den Wechsel gleich selbst vornehmen. Sie verfügen über das richtige Werkzeug, können die Reifendrucksensoren anlernen und ziehen die Radschrauben bzw. Radmuttern mit dem korrekten Drehmoment an. Und etwas können Fahrzeugbesitzerinnen und Fahrzeugbesitzer definitiv nicht selbst machen: Die Räder auswuchten. «Die Auswuchtung verhindert eine vorschnelle Abnutzung der Fahrwerkskomponenten und verbessert sowohl Fahrsicherheit als auch Komfort. Sie vermeidet Vibrationen, die sich über die Lenkung aufs Lenkrad übertragen.» Ausserdem reinigen die Garagisten die Kontaktfläche zwischen Felgen und Bremsscheibe. Verschmutzte Kontaktflächen können im schlechtesten Fall für einen unebenen Sitz des Rades und somit zum Lösen der Verschraubung führen.

Ein nicht zu unterschätzendes Thema stellt die Lagerung der Reifen dar. Ob Sommer- oder Winterreifen: Pneus sollen vor Feuchtigkeit, Wärme und Sonneneinstrahlung geschützt werden. Die Garagisten verfügen über optimale Bedingungen und teilen bereits vor der Einlagerung mit, ob das Profil für die kommende Saison ausreichend ist. Zu guter Letzt gilt es zu beachten, dass die Entsorgung ausgedienter Reifen in die Hände von Profis gehört. Bilder von irgendwo im Freien deponierten Reifen zeugen davon, dass dieses Bewusstsein leider nicht immer vorhanden ist.

Ein wenig Normalität für die Kids

Ein wenig Normalität für die Kids | Der Landanzeiger

Der Basketballclub Alte Kanti Aarau (BC AKA) führte vergangene Woche das alljährliche Frühlingscamp unter strikten Corona-Schutzmassnahmen durch. Kinder und Jugendliche aus der Region Aarau durften beim Frühlingscamp des BC AKA während vier Tagen ein wenig Normalität erleben. Die neuen Lockerungen des Bundesrates im Sportbereich für die Jahrgänge 2001 und jünger ermöglichte diese abwechslungsreiche Basketballwoche.

Dabei erlernten oder festigten die jungen Talente von morgen aus der Region das Basketball-ABC und konnten sich mit Gleichaltrigen in verschiedenen spielerischen sowie körperlichen Herausforderungen messen. Der organisierende BC AKA zieht dabei eine positive Bilanz – das sportliche Angebot wurde besonders in dieser speziellen Zeit von vielen sehr geschätzt und die Kinder und Jugendlichen hatten viel Spass.

Weltweit auf Fahrspass getrimmt

Weltweit auf Fahrspass getrimmt | Der Landanzeiger

Der vollelektrische Nissan Ariya ist mit eingebauter Fahrspassgarantie unterwegs: Der neue Coupé-Crossover bietet ein aussergewöhnliches Fahrerlebnis in nahezu jeder Situation. Ein umfassendes Testprogramm zeichnet für Fahrdynamik und -komfort, aber auch für die hohe Stabilität des Flaggschiffs verantwortlich.

Ein Team erfahrener Technikexperten hat jedes Element des Fahrzeugs sorgfältig unter die Lupe genommen – von der Beschleunigungsleistung und dem scharfen Handling bis hin zur niedrigen Geräuschentwicklung. Um die Bedürfnisse von Fahrern aus aller Welt bestmöglich zu erfüllen, verfolgt Nissan einen globalen Ansatz: Auf dem Testgelände im japanischen Hokkaido wurde der kurvenreiche Asphalt so gestaltet, dass er auch Strassen beispielsweise in Europa simuliert.

Der japanische Automobilhersteller begnügt sich allerdings nicht mit den dort gewonnenen Erkenntnissen – und testet den Ariya auch in unterschiedlichen Regionen vor Ort. Um die Leistungsfähigkeit zu beurteilen, muss das Elektrocoupé beispielsweise auch enge Kurven, schnelle Autobahnen und Bergstrassen in Europa meistern. Das Nissan Technical Centre im britischen Cranfield arbeitet eng mit den japanischen Kollegen und Kolleginnen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und Anpassungen vorzunehmen.

«Die Entwicklung des Nissan Ariya ist eine komplexe, aber lohnenswerte Reise. Als Teil dieses Prozesses arbeiten wir eng mit unseren japanischen Kollegen zusammen, um die europäischen Kundenanforderungen bereits in die frühen Entwicklungsphasen einzubringen. Nun wird die endgültige Produktvalidierung genau hier auf europäischen Strassen vorgenommen», erklärt Ian Shepherd, Project Management Director im Nissan Technical Centre Europe. «Dank des detaillierten Testprogramms und der gewonnenen Erkenntnisse sind wir sicher, dass der Ariya die Erwartungen unserer Kunden übertreffen wird.»

Einen Blick hinter die Kulissen der umfangreichen Tests liefert das YouTube- Video: www.youtube.com.

Medaillen und Qualifikationen für internationale Meisterschaften

Medaillen und Qualifikationen für internationale Meisterschaften | Der Landanzeiger

Nun ist sie vorbei, die ungewohnt fünftägige Langbahn Schweizermeisterschaft unter Coronabedingungen mit täglich je zwei Vorlauf- und zwei Finalabschnitten, getrennt nach Frauen und Männer. Zuschauer waren nicht zugelassen, der Wettkampfbereich war ausschliesslich den teilnehmenden SchwimmerInnen des entsprechenden Abschnitts, den TrainerInnen, den Jurymitgliedern sowie den HelferInnen vorbehalten.

Das raubte dem Event zwar die Atmosphäre, die er sonst hat, aber 6 Schweizer Rekorde und 17 Meisterschaftsbestzeiten zeigen die Verbesserungen im nationalen Leistungsniveau auf.

Auch der Schwimmclub Aarefisch konnte seine Fortschritte bestätigen. Neben Silber und Bronze von Robin Affentranger im Rücken als 2. über 200 m in 2:03.71 und als 3. über 100 m in 57.34 bewiesen die 11 neuen Aargauer Rekorde den tollen Formstand des Aarefisch Teams. Die neuen kantonalen Bestmarken in den Einzelrennen erzielten Affentranger 50 m, 100 m und 200 m Rücken; Dario Wickihalter 200 m Lagen; Federico Salghetti-Drioli 400 m Lagen und Anna Vismara 50 m Delphin, 50 m und 100 m Rücken.

Die genannten AthletInnen, Affentranger, Wickihalter und Vismara unterboten bei ihren Rennen auch Limitezeiten für die Junioren-EM vom nächsten Juli in Rom. Noch nie schafften soviele Aarefische auf einmal einen Einsatz für die Schweiz. Federico Salghetti- Drioli ist als Olympia Qualifier am 17. Juni in Portugal über 10 km am Start, wenn der internationale Verband die letzten Startplätze im Open Water Schwimmen vergibt.

Paraschwimmerin Nora Meister schwamm über mehrere Freistildistanzen und unterbot über 100 m in 1:23.39 die Qualifikationszeit für die Paralympics. Nachdem sie von Swiss Paralympic Ende März für die auf dieses Jahr verschobene World Para Swimming European Open Championships in Madeira selektioniert wurde, kann Nora ihren Fokus immer mehr Richtung Paralympics im Juli richten. In der Punktewertung, die sämtliche 40 Rennen umfasste, belegte der Aarefisch Rang 5 der teilnehmenden 46 Schweizer Vereine. Diese gute Rangierung verdeutlichte das augenblicklich hohe Leistungsniveau des Vereins. So waren jeweils auch Kevin Affentranger, Samira Arnold im Brust, David Radam, Sven Thalmann über die langen Freistildistanzen und Nora Wick in verschiedensten Finalläufen am Start.

Die Leistungen der Herren in den drei Staffelbewerben, die immer mit einem neuen Aargauer Rekord endeten, trugen ebenfalls massgeblich zur Punktewertung bei: 4 × 200 m Freistil Herren 5. Rang (Wickihalter, Affentranger R., Affentranger K., Radam) in 7:50.26, 8 Sekunden schneller als bisher; 4 × 100 m Freistil 8. Rang 3:35.83 (Wickihalter, Radam, Marinucci, Affentranger K.) und 4 × 100 m Lagen 6. Rang 3:56.96 (Affentranger R., Affentranger K., Radam, Wickihalter). Natürlich zeigte sich Cheftrainer Dirk Thölking mit diesen Resultaten sehr zufrieden. Die letzten Trainingswochen im Hallenbad sind nun in Sicht, bald ist wieder Outdoor Training angesagt.

Nach Sanierung: Das «Frohdörfli» macht seinem Namen alle Ehre

Nach Sanierung: Das «Frohdörfli» macht seinem Namen alle Ehre | Der Landanzeiger

Die Handwerker sind abgezogen, die Häuser im Frohdörfli strahlen in frischem Weiss. Am Wochenende packten die Bewohner selbst an: Sie entrümpelten ihre Wohnungen, gestalten Sitzplätze und Gärten und sind bestrebt, dem Quartier neues Leben einzuhauchen.

Das Frohdörfli hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Die in den 60er-Jahren von der Migros hauptsächlich für ihre Mitarbeiter erbaute Siedlung kam in den letzten Jahren unter neuem Besitzer in Verruf, weil dieser kaum etwas in den Unterhalt der Liegenschaften, geschweige denn für den Zusammenhalt der Bewohner tat.

In bewohntem Zustand saniert
Die Profond Anlagestiftung übernahm die 175 Wohnungen im Jahr 2017 und hat 135 Wohnungen im vergangenen Jahr für rund 6 Millionen Franken umfangreich saniert. Zwei Wohnblocks mit total 40 Wohnungen werden zu einem späteren Zeitpunkt abgerissen und neue gebaut. «Hier lohnt sich eine Renovation nicht mehr», sagt Kristina Menken von Profond. Es blieb aber nicht nur bei einem neuen Aussenanstrich der Häuser. «Es gab neue Fenster, teilweise neue Küchen und Bäder und auch die Balkone wurden vergrössert», sagt Kristina Menken weiter. «Und weil wir den Mietern keinen Umzug zumuten wollten wurde alles in bewohntem Zustand saniert.» Die Mieten steigen nun zwar an, aber moderat, wie Profond betont.

In diesem Jahr zieht neues Leben ein, die alten und neuen Bewohnerinnen und Bewohner nehmen gemeinsam die Aussenflächen in Besitz. Mit der Unterstützung soziokultureller Begleiterinnen und Begleiter von ITOBA bringen sie sich in die Gestaltung und Pflege der Aussenräume ein und machen so den grossen Park zu ihrem Garten. «Wir wollen den Mietern zu einem besseren Zusammenleben verhelfen», sagt Kristina Menken, «denn wer sein Zuhause liebt, trägt auch mehr Sorge und bleibt auch gerne.»

Start mit Quartierspionage und Entsorgungstag
Der Auftakt dazu erfolgte letzte Woche: Die Kinder machten eine Quartierspionage, um ihre Lieblingsorte im Park zu finden. Die Erwachsenen besprachen in Rundgängen, wo was entstehen soll. Am Freitag und Samstag wurde aufgeräumt: Die Dorfgemeinschaft entrümpelten gemeinsam mit Profond und Entsorgungsprofis ihre Wohnungen und Keller und machten Platz für Neues. Die Kinder halfen beim «Fözzele» vor der Neueinsaat auf den Wiesen. «In den kommenden Monaten wird der Park dann Stück für Stück zum zweiten Wohnzimmer des Frohdörfli», freut sich Kristina Menken.

Mit grosser Freude verfolgt auch die Gemeinde Suhr die Entwicklung im Frohdörfli. «Wir sind sehr glücklich darüber, wie sich die neuen Besitzer für das Quartier und die Bewohner einsetzen», sagt Gemeindepräsident Marco Genoni. Er macht sich am Freitag persönlich ein Bild der Entrümpelungsaktion vor Ort. Mit einem neuen Kindergarten und dem Nachbarschaftshaus der Quartierentwicklung hatte die Gemeinde ihrerseits mitgeholfen, in Suhr Süd für neuen Wind zu sorgen. Im Töpferhaus soll zudem bald eine Cafeteria öffnen und zum Kindergarten hin soll ein Quartierplatz entstehen. Das Frohdörfli blüht neu auf.

Nach Sanierung: Das «Frohdörfli» macht seinem Namen alle Ehre | Der Landanzeiger
Am Wochenende entrümpelten die Mieter ihre Wohnungen im Frohdörfli im grossen Stil.
Nach Sanierung: Das «Frohdörfli» macht seinem Namen alle Ehre | Der Landanzeiger
Suhrs Gemeindepräsident Marco Genoni betrachtet die Entwicklung im einst verschrienen Quartier mit grosser Freude.