Kreisel soll «Bären-Kreuzung» entschärfen

Kreisel soll «Bären-Kreuzung» entschärfen | Der Landanzeiger

Die Sanierung der Schönenwerderstrasse (K 319) in Kölliken ist längst überfällig. Der Strassenbelag ist abgenutzt – und die letzte Sanierung liegt bereits 20 Jahre zurück. Der Kanton und die Gemeinde haben nun beschlossen, nebst den Sanierungsarbeiten, die noch anstehen, an verschiedenen Kreuzungspunkten Fussgängerinseln zu errichten, damit die Fussgänger die Strasse sicher überqueren können. An der Kreuzung Hauptstrasse und Schönenwerderstrasse entsteht zusätzlich ein Minikreisel, der die Verkehrssicherheit in der Umgebung verbessern soll.

Der Minikreisel an der Einmündung der Schönenwerderstrasse in die Hauptstrasse soll in erster Linie die Übersicht der Autofahrer verbessern. Fahrer, die von Schönenwerd herkommen, haben momentan durch die doppelte Autokolonne an den sogenannten Haifischzähnen erschwerte Sichtverhältnisse, wenn sie sich für das Rechtsabbiegen in die Hauptstrasse aufstellen. Zudem ist der Zebrastreifen auf der Hauptstrasse zu nah an der Abzweigung gelegen, sodass die rechtsabbiegenden Autofahrer Gefahr laufen, die Fussgänger zu verletzen. Durch den Bau des Minikreisels, der eine doppelte Autokolonne verunmöglicht, sowie den Bau einer Mittelinsel auf der Hauptstrasse wird sowohl die Sicherheit der Fussgänger als auch jene der Autofahrer erhöht.

Der Minikreisel alleine wird aber für eine optimale Verkehrssicherheit nicht ausreichen. Eine externe Sicherheitsstudie, die der Kanton bereits 2012 in Auftrag gegeben hatte, ergab im November 2020, dass auch die Fussgängerübergänge bei der Kisper- und Wallenmattstrasse zu unsicher sind. Zurzeit regelt dort der Lotsendienst den Verkehr, wodurch eine gewisse Sicherheit für die Fussgänger schon jetzt besteht. Nun soll im Zuge des Sanierungsprojekts an beiden Kreuzungen eine Mittelinsel entstehen, damit die Fussgänger den Weg sicherer überqueren können.

Gemeinde und Kanton teilen Kosten auf
Die Gesamtkosten des Bau- und Sanierungsprojekts belaufen sich auf 3,9 Millionen Franken. Die Gemeinde Kölliken wird davon 1,3 Millionen Franken übernehmen – das sind 35 Prozent der Gesamtkosten. Zusätzlich fallen weitere 1,4 Millionen Franken für den Bau von Werkleitungen an. Die restlichen Kosten übernimmt der Kanton, wie es auf Anfrage heisst. Wann mit den Bau- und Sanierungsarbeiten begonnen wird, ist jedoch unklar. Als nächster Schritt wird an der Gemeindeversammlung vom 25. November der Baukredit auf Gemeindeebene beantragt. Die Bevölkerung hat zuvor die Möglichkeit, an der Informationsveranstaltung vom 15. November erste Einblicke in das Sanierungsprojekt zu erhalten.

Ideen und Inputs gesammelt

Ideen und Inputs gesammelt | Der Landanzeiger

Viele verschiedene Sitzgelegenheiten, die Stadtbibliothek hat Bücher ausgelegt, die Veloflick-Werkstatt steht bereit, Kaffee wird ausgeschenkt und der Pingpongtisch wird rege genutzt. Der Färberplatz vor der Markthalle ist richtig belebt. Es ist der 12. November, das Begegungscafé findet an diesem Tag zum letzten Mal statt. «Die Begegnungscafés bildeten den Auftakt zum zweijährigen Testbetrieb. Als nächstes gilt es all die Ideen und Inputs in ein Nutzungskonzept zu überführen», zieht City-Managerin Romana Waller ein positives Fazit. Die Ideen waren vielfältig: Kunst, Kultur, Börsen, einen Aufenthaltsraum ohne Konsumzwang, aber auch konkrete Vorschläge wie eine Kletterwand oder eine Pop Up Galerie wurden gesammelt. «Es waren etwa zehn konkrete Vorschläge, zu denen sich auch gleich Macherinnen und Macher bereit erklärt haben», freut sich Romana Waller. Ziel ist es nun, dass im Frühling mit dem neuen Nutzungskonzept gestartet werden kann. Nach Ablauf des zweijährigen Testbetriebs soll die definitive Nutzung feststehen.

Aber nicht nur die Nutzung der Halle soll sich verändern. Vor allem der Aussenraum wird einige Veränderungen erleben. «Dort sind es vor allem Sitzgelegenheiten und Begrünungen, die den Raum zwischen Färberhöfli und Obertor neu prägen sollen», so Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker. Die Bodenbemalung als Gestaltungselement wird bereits heute umgesetzt. Holzpodeste und einzelne Sitzgelegenheiten, grosse Töpfe mit Holzsitzstufen ummantelt – das sind Dinge, die anfangs 2023 umgesetzt werden sollen. Ergänzt mit dem neuen Nutzungskonzept wird sich dann zeigen, in welche Richtung sich die Markthalle und ihr Aussenraum wieter entwickeln wird.

Kölliken ist feuerwehrfreundlichste Gemeinde im Kanton Aargau

Kölliken ist feuerwehrfreundlichste Gemeinde im Kanton Aargau | Der Landanzeiger

Der Aargauische Feuerwehrverband hat anlässlich seiner Delegiertenversammlung vom vergangenen Samstag in Erlinsbach, die Gemeinde Kölliken als «feuerwehrfreundlichste Gemeinde des Aargaus» ausgezeichnet. In Kölliken sind drei Viertel der Mitarbeiter des Werkhofes auch Mitglied der Feuerwehr.

Die Einwohnergemeinde Kölliken hat in den letzten zwei Jahren die Zusammenarbeit zwischen Werkhof und Feuerwehr sehr gefördert. Die Werkhofmitarbeiter und ein Mitarbeiter des Hausdiensts sind Tagesverfügbar und jederzeit für die Feuerwehr abkömmlich. Auch die Fahrzeuge des Werkhofes dürfen jederzeit eingesetzt werden. Da das Milizsystem immer mehr ausgelastet ist, erledigen seit Anfang Jahr die Werkhofmitarbeiter die Transporte zugunsten der Feuerwehr während der Arbeitszeit. Diese Transporte beinhalten die Atemschutzretablierung und Kleiderreinigungstransporte nach Zofingen und zurück. Die Feuerwehrfahrzeuge und Motorspritzen werden für den Service durch die Werkhofmitarbeiter zu den Servicestellen gefahren. Die Einwohnergemeinde Kölliken übernimmt in diesem Bereich eine Vorbildfunktion im Aargau.

Aus diesen Gründen wurde Kölliken in diesem Jahr als die «feuerwehrfreundlichste Gemeinde» ausgezeichnet, erklärt Verbandspräsident Fabian Engel anlässlich der Verleihung des AFV-Awards. Die Übergabe der Auszeichnung übernahm Regierungsrat Jean-Pierre Gallati.
Den AFV Award für «Ehrenamts und feuerwehrfreundliche Arbeitgeber» gibt es erst seit zwei Jahren, er ist mit 500 Franken dotiert. Als erste Gemeinde wurde im letzten Jahr Seon ausgezeichnet.

Silber für Jael Willisegger

Silber für Jael Willisegger | Der Landanzeiger

Die Turnerinnen der Kategorie 5 starteten früh am Samstagmorgen. Für die Uerknerinnen Joelle Fuchs und Noelle Siegrist war es die erste Teilnahme an einer Schweizer Meisterschaft. Zusammen mit Jael Willisegger, die bereits SM-Erfahrung hatte, bildeten sie ein Dreiergespann. Der Start an den Schaukelringen war sehr nervös und die drei mussten eher tiefe Noten in Kauf nehmen. Jedoch konnten sie sich von Gerät zu Gerät steigern. Jael Willisegger gelangen die restlichen Geräte – Sprung, Reck und Boden – fehlerfrei und alle Übungen wurden mit hohen Noten belohnt.

Uerkheim mit den Plätzen 12 und 13 in der Königsklasse
Sehr gross war die Freude, als sich Jael Willisegger letztlich die Silbermedaille um den Hals hängen lassen durfte. «Ein Podestplatz für die Getu Uerkheim im Einzelfinal an einer Schweizer Meisterschaft ist eine Sensation», freute sich Vizepräsidentin Anita Bösch. Joelle Fuchs beendete den Wettkampf auf dem 48. Rang, Noelle Siegrist wurde 59. In der Kategorie Damen war Linda Seiler für die Getu Uerkheim im Einsatz. Sie startete mit kleineren Unsicherheiten am Boden. Danach ging es an den Schaukelringen weiter, wo sie sich eine tiefe Note erturnte. Die beiden letzten Geräte, Sprung und Reck, gelangen ihr danach sehr gut. Seiler landete auf dem 25. Schlussrang.

Als Tagesabschluss nahmen die Turnerinnen der Königsklasse K7 den Wettkampf in Angriff. Die Uerknerinnen Olivia Bösch und Stefanie Fretz zeigten einen souveränen Wettkampf und lieferten sich an allen Geräten ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Sie wurden mit guten Noten belohnt und erreichten die Top 15 der besten Schweizer Turnerinnen.

In der Kategorie 6 startete der Wettkampf für Jasmin Faes vom Getu Uerkheim am Sonntagmorgen. Am ersten Gerät musste sie eine grosse Enttäuschung in Kauf nehmen.

Silber für Jael Willisegger | Der Landanzeiger
Olivia Bösch turnte sich in der Königsklasse auf Rang zwölf.

Ihr Anlauf passte nicht und so konnte sie ihren zweiten Sprung nicht zeigen. Sie bewies aber Kämpferherz und lieferte am Reck, am Boden und an den Schaukelringen hervorragende Übungen ab. Das reichte für den 72. Platz.

Zu viele Fehler
Der letzte Höhepunkt waren die Gerätefinals der Kategorie 7. Die besten Turnerinnen und Turner der Schweiz zeigten nochmals ihr Können. Olivia Bösch und Stefanie Fretz mischten am Sprung und Boden mit. Fehler schlichen sich ein, wodurch sie keinen Einfluss auf die Podestplätze nehmen konnten. Dennoch resümierte Anita Bösch: «Wir durften ein tolles Wochenende erleben. Unser Verein präsentierte sich stark, wir sind sehr stolz auf unsere Turnerinnen.»

Buchser Exploit, Aarauer Debakel

Buchser Exploit, Aarauer Debakel | Der Landanzeiger

Nach dem Halbfinal kündigte sich der obligate Ausgang an. Titelverteidiger Aarau lag mit deutlichem Vorsprung vor dem erwarteten Medaillenanwärter Beinwil/Freiamt an der Spitze. Doch im Final liefs der SG Aarau, die sieben der letzten zehn Austragungen gewonnen hatte, von Beginn weg schlecht. Dieser Trend zog sich durch. Mit einem einzigen Resultat über 190 Punkte rutschte der grosse Favorit auf Rang 4 ab.

Spannend verlief der Kampf ums Aarauer Erbe. Lange führte die schon in den vier Qualifikationsrunden starke FSG Beinwil/Freiamt. Am Schluss sorgte der Solothurner Neuling im Team des SB Buchs, Martin Zaugg, mit 193 Punkten für die Wende. Die Buchser, die als letztes Team in den Final einzogen, setzten sich mit drei Punkten Vorsprung an die Spitze. Die SG Leutwil, Aargauer Mannschaftsmeister vor drei Jahren, verteidigten mit neun Zählern Vorsprung auf Aarau die Bronzemedaille vom Vorjahr.

Mit Leichtigkeit
«Nach unserer knappen Finalqualifikation passte im Final alles. Für uns war der Tag gerettet, und wir konnten ohne Druck schiessen», erklärte Peter Haltiner die überraschende Steigerung der Buchser Mannschaft von 1501 auf 1531 Punkte. Ein wichtiges Mosaiksteinchen beim grössten Erfolg der Vereinsgeschichte war Teamneuling Martin Zaugg, der mit einer B-Lizenz zum Verein stiess. Eine Woche zuvor hatte er mit Haltiner für Niederbuchsiten den Solothurner Mannschaftsmeistertitel erobert.

Für Aufsehen sorgte das Buchser Teammitglied Markus Weibel. Inmitten von lauter Standardgewehrschützen schoss er mit einem aufgerüsteten Sturmgewehr 57 und lieferte im Finaldurchgang das Topresultat von 194 Punkten. Er krönte damit seine starke Saison, in der er bereits Aargauer Veteranenmeister geworden war. Das Buchser Bestresultat im Final in Oeschgen schoss Rolf Gloor (196) vor Haltiner (195).

Die FSG Beinwil/Freiamt feierte ihren zweiten Platz wie einen Sieg. «Auf diese Medaille haben wir lange gewartet», erkläre Teammitglied Manuel Furrer. Den Grundstein zum Topresultat lieferten sein Vater Stefan mit dem Tageshöchstresultat von 197 Punkten und sein Cousin Rolf mit 196.

Ihr Minimalziel erreichte die SG Leutwil. «Eine Medaille ist gut», fasste Spitzenschütze Marco Lüscher die Stimmung nach Wettkampfende zusammen. «Die Leistung war zwar nicht top, aber doch solid.»

«Es war ein komischer Final», brachte Erich Hunziker stellvertretend für das Aarauer Team die Konsternation auf den Punkt. Nach dem Sieg unter der Woche am Rütlischiessen waren die Aarauer noch zuversichtlich gewesen, doch dann ging im Final plötzlich gar nichts mehr.

FSG Moosleerau löst sich auf
Kampflos aus der Meistergruppe verabschiedete sich die FSG Moosleerau. Der Suhrentaler Spitzenverein hat seine Schiessanlage im eigenen Dorf verloren und löst sich Ende Jahr auf.

Swisscom und BMW vernetzen den Privatverkehr

Damit wird das Auto — wie eine Smartwatch oder ein Tablet — zu einem weiteren vernetzten Gerät für die Kunden: quasi ein fahrendes Smartphone. Ein bestehender blue Mobile oder NATEL go Vertrag kann einfach mit der Multi Device Option «Cars & Mobilities» für 10 Franken pro Monat erweitert werden, um so das Fahrzeug mittels eSIM mit dem bestehenden Mobilfunkvertrag von Swisscom zu verknüpfen.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Die eSIM verbindet sich direkt über die Aussenantenne des Fahrzeugs mit dem Swisscom Mobilfunknetz und ermöglicht so die beste Swisscom-Connectivity innerhalb des Autos. Das Fahrzeug wird zum fahrenden Mobile Device — ohne dass das Smartphone dabei sein muss. So funktioniert telefonieren, Nachrichten senden sowie im Internet surfen eigenständig im Fahrzeug, auch wenn das Handy zuhause vergessen wurde. Dank dem integrierten 5G WiFi-Hotspot des Autos profitieren alle Mitfahrenden vom besten Netz. Die Inbetriebnahme via BMWApp und automatischer Installation im Auto gestaltet sich einfach und intuitiv. Paul de Courtois, Präsident & CEO der BMW (Schweiz) AG, sagt: «Mit der Personal eSIM transformieren wir das Automobil quasi in ein weiteres digitales Endgerät im Ökosystem der Kunden. Für diesen Schritt haben wir in der Schweiz mit Swisscom eine starke Partnerin.

www.bmw.ch/personalesim

Der geborene Shuttle auf Erden

Der geborene Shuttle auf Erden | Der Landanzeiger

In den 1990er und Anfang der 2000er Jahre lagen Hochdachkombis wie ein VW Caddy, Citroen Berlingo oder Renault Kangoo bei den familiären Kunden voll im Trend. In Sachen Schönheit kann man immer geteilter Meinung sein, was die Praktikabilität angeht freilich, sind Hochdachkombis absolute Spitze. Das rollende Kinderzimmer, sprich der Hochdachkombi, fasst locker zwei Kindersitze und einiges an Gepäck und die Schiebetüren machen das Be- und Entladen von Koffern, Taschen und Personen einfacher als bei jedem Kombi. Der SUV-Trend hat dann dem rollenden Skischuh etwas den Garaus gemacht.

Für bis zu 7 Personen
Allein, dieser batterieelektrische Hochdachkombi mit dem Blitz ist ein Multitalent und ein echtes Raumwunder. Vollpraktisch, total emissionsfrei und mucksmäuschenstill. Der elektrische Spaceshuttle ist mit ein oder zwei Schiebetüren ausgestattet und kommt als Kurz- (4,40 m) oder XL-Version (4,75 m) für jeweils fünf oder sieben Personen. Die Batterie lässt sich an einer Schnellladestation in rund 30 Minuten bis zu 80% aufladen. Die maximale Ladegeschwindigkeit des Combo-e Life liegt bei 100 kW. Mit einer Leistung von 136 PS und einem maximalen Drehmoment von jetzt auf gleich von 260 Newtonmeter ist im Bedarfsfall ausreichend Schub vorhanden. Der Sprint von 0 auf 100 km/h dauert je nachdem 11,2 Sekunden, der Topspeed ist bei 130 km/h abgeriegelt, was ausreicht, um auf der Autobahn problemlos mitzuhalten. Durch den tiefen Schwerpunkt verbessern sich die Fahreigenschaften, was sich gerade bei starkem Seitenwind und in flott gefahrenen Kurven bei der relativ grossen Angriffsfläche für den Wind sehr positiv auswirkt.

Der neue Opel Combo-e Life ist der ideale Partner für Familien mit vielen Kindern, oder Haustieren Ein Fahrzeug, das man auch als Camper oder Reisemobil benutzen kann. Oder man will mit vielen Freunden zum Einkaufen ins Nachbarland fahren. Sitze umklappen, Stauraum freilegen und einladen. Und das alles mit null Emissionen.


Technische Daten

Motorart Elektro. – Leistung maximal in kW (Systemleistung) 136 PS. – max. Drehmoment 260 Nm. – 0 – 100 km/h 11,7 s. – Höchstgeschwindigkeit 135 km/h. – Batterie 50 kWh. – Verbraucht 19,3 kWh (Test 23,3 kWh). – Reichweite 285 Km (Test 210 Km). – max. Ladegeschwindigkeit 100 kWh. – Ladezeit: von 20 auf 80% 30 min. am Schnellader, 30 Stunden an der Haushaltsteckdose, 4 Stunden an der Wallbox (11 kWh). – Masse: L x B x H 4.403 mm x 1.848 mm x 1.841 mm. – Kofferraum 597 l bis 2126 l. – Leergewicht 1664 kg/max. zul. Geweicht 2300 kg. – Anhängerlast gebremst 750 kg/ungebremst 626 kg. – Wendekreis 11,3 m. – Preis: Ab 41.470 CHF; XL-Version voll ausgestattet ab 46.770 Franken.


Entflechtung von WSB und SBB nimmt Formen an

Entflechtung von WSB und SBB nimmt Formen an | Der Landanzeiger

Die WSB-Linie Aarau–Schöftland (S14, AVA) kreuzt in Oberentfelden die Nationalbahnstrecke Lenzburg–Zofingen der SBB über ein Gleiskreuz. Zukünftige Taktverdichtungen dieser beiden Linien führen aufgrund dieser Kreuzungsstelle zu potenziellen Trasseekonflikten. Eine Trennung und Entflechtung dieser beiden Bahnlinien ist Voraussetzung für den Ausbau des Bahnangebots, schreibt die Aargau Verkehr AG (AVA) in einer Mitteilung. Die AVA wurde vom Bundesamt für Verkehr (BAV) mit der Planung und Umsetzung des Gesamtprojekts Projekt «Entflechtung Oberentfelden» beauftragt. Sie übernimmt die Projektführung in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton Aargau und den Gemeinden beider Entfelden.

Ausbau des Güterverkehrs und Taktverdichtung
Im Rahmen des strategischen Entwicklungsprogramms bzw. dessen Ausbauschritt 2035 (STEP AS 2035) planen die SBB den Ausbau der Nationalbahnstrecke zu Gunsten des Güterverkehrs und einer Taktverdichtung. Das Angebot der WSB (S14) könnte im Abschnitt Aarau–Gränichen verdichtet werden, sofern eine entsprechende Nachfrage prognostiziert wird.

Das Projekt befindet sich derzeit in der Vorprojekt-Phase. Anlässlich einer Variantenstudie ging die Tieferlegung der WSB in einen voraussichtlich 820 Meter langen Tunnel mit einer unterirdischen Haltestelle als beste Möglichkeit hervor, heisst es in der Mitteilung weiter. Die nördlich gelegene WSB-Haltestelle «Uerkenbrücke» in Unterentfelden muss für die Einhaltung der Anforderung des Behindertengleichstellungsgesetzes umgebaut werden und soll gleichzeitig modernisiert werden.

Ortsbild verbessern, Sicherheit erhöhen
Durch den Wegfall der bisherigen WSB-Gleisanlagen soll der Strassenraum sowie das zentrale Ortsbild neugestaltet und die Verkehrssicherheit verbessert werden. Fuss- und Radwegverbindungen sollen erweitert und eine bessere Anbindung an den öffentlichen Verkehr geschaffen werden. Die Entwicklung des Siedlungsraumes und raumplanerische Studien sollen aktiv und in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde in die Planung einbezogen werden. Die Aargau Verkehr AG übernimmt die Projektführung in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton Aargau und den Gemeinden beider Entfelden.

Nutzen des Umbaus
Durch die Entflechtung soll das Angebot der kreuzenden Bahnstrecken ausgebaut werden können. Eine Takterweiterung der WSB und die Kapazitätserhöhung für den Güterverkehr der SBB werden so möglich. Weiter wird die Gefahrensituationen zwischen Bahn (WSB) und Strasse, insbesondere im Raum Engelplatz/Aarauerstrasse, durch die unterirdische Führung der Bahn aufgehoben.

Der freiwerdende Raum im Zentrum von Oberentfelden ermöglicht Kanton und Gemeinde die Planung und Gestaltung des Ortsbildes unter Berücksichtigung des Strassen-, Fuss- und Veloverkehrs. Die WSB-Haltestellen «Engelplatz» und «Uerkenbrücke» können unter Einhaltung der heutigen Vorgaben und Bedingungen den neusten Bestimmungen angepasst und umgebaut werden.


Öffentlicher Informationsanlass

Die Aargau Verkehr AG (AVA), der Kanton Aargau und die Gemeinde Oberentfelden informieren am Mittwoch, 14. September 2022, um 19.00 Uhr, in der Aula des blauen Schulhauses, Isegüetlistrasse 8, in Oberentfelden anlässlich eines öffentlichen Informationsanlasses über das Projekt und stehen anschliessend für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Die Verantwortlichen freuen sich auf den Austausch mit der Bevölkerung und laden im Anschluss gerne zu einem Apéro ein.


Prognostizierte Meilensteine

2020–2022: Vorprojekt
2023: Freigabe Bundesamt für Verkehr zum Start des Auflageprojekts
2024: Eingabe Plangenehmigungsprojekt
2026: Rechtskräftige Plangenehmigung
2027: Baubeginn
2030-2031: Voraussichtliche Inbetriebnahme


Gemeindevertrag für Tagesschule und neue Tagesstrukturen kommt vor die Räte

Gemeindevertrag für Tagesschule und neue Tagesstrukturen kommt vor die Räte | Der Landanzeiger

Der Wunsch nach einer schulergänzenden, modularen Kinderbetreuung und einer Tagesschule ist nicht neu. Doch jetzt geht es mit grossen Schritten voran. In den Einwohnerräten von Aarau und Buchs sowie im Kreisschulrat ist das Traktandum über den Gemeindevertrag für September terminiert, die Urnenabstimmung in Aarau und Buchs soll am 27. November stattfinden. Am Montagmorgen präsentierten die Verantwortlichen von Aarau, Buchs und der Kreisschule Aarau-Buchs den Gemeindevertrag, der die beiden Teile des Projektes und deren Umsetzung definiert.

«Unser Umsetzungsplan ist sportlich», sagte Kreisschulvorstandmitglied Rainer Ziesemer. Bereits ab Mitte 2023 sollen Lösungen definiert werden, ob und, wenn ja, wie die heutigen von Privaten geführten, modularen Tagesstrukturen schrittweise in die Kreisschule Aarau- Buchs übertragen werden. Diese sollen für Kinder ab Kindergarten bis und mit 6. Primarschulklasse angeboten werden. Es ist Gegenstand der Verhandlungen mit den bisherigen Anbietern, ob die Tagesstrukturen, die der Kreisschule übertragen werden, vorerst in den heutigen Horten bleiben können. Langfristig soll sich das Hortangebot aber auf dem Schulareal befinden, damit auch eine gemeinsame Nutzung von Räumlichkeiten möglich wird.

Die Einführung der Tagesschule und die Verbindung von Schulunterricht und ganztägiger Betreuung ist für viele Schulen absolutes Neuland, denn im Aargau bietet erst Baden eine Tagesschule in dieser Form an.
Der Besuch der Tagesschule und der modularen Tagesstrukturen ist freiwillig. Am Angebot der Tagesstrukturen können alle Schülerinnen und Schüler der Kreisschule teilhaben. Die Tagesstrukturen (Betreuungskosten) werden, wie üblich, von den Erziehungsberechtigten finanziert.
Die Tagesschule soll vorerst Platz für maximal sieben Klassen bieten, mit je 22 Kindern. Gerechnet werden mit 15 aus Aarau und 7 aus Buchs. Kinder aus Nachbargemeinden werden dann aufgenommen, wenn es freie Plätze gibt. Für sie müssten die Erziehungsberechtigten aber nebst den Betreuungskosten (rund 11’000 Franken pro Kind und Jahr) auch für das Schulgeld aufkommen. Bei Kindern mit Hauptwohnsitz Aarau oder Buchs entfällt das Schulgeld, da es eine öffentliche Regelschule ist.
Tagesschule und Kinderbetreuung sollen jeweils von Montag bis Freitag, von mindestens 7 bis 18 Uhr geöffnet sein. Während den Ferien ist zur Zeit keine Betreuung vorgesehen.

Gestartet werden soll im Sommer 2025 mit dem Kindergarten und der ersten bis dritten Klasse. Danach kommt einlaufend jedes Jahr eine neue Klasse hinzu, bis 2028 Vollbestand herrscht. Für den Modulbau, der auf dem Areal des Aareschulhauses in Aarau zu stehen kommen soll, rechnen die Verantwortlichen mit Kosten von rund 8,5 Millionen Franken. 960’000 Franken soll später der Kreisschulrat für die Erstausstattung und schon jetzt 320’000 Franken für die Umsetzungsphase der Tagesschule sprechen. Bei den Tagesstrukturen rechnen die Verantwortlichen mit wiederkehrenden Personalkosten von jährlich 45’000 Franken ab Mitte 2023, sowie wiederkehrende Ausgaben bei der Tagesschule von jährlich 480’000 Franken, aufgeteilt unter den Gemeinden, je nach Wohnsitz der Kinder.

Mehr Infos zum Projekt und den Kosten finden Sie direkt hier.

Eine letzte Milch in die Chäsi

Eine letzte Milch in die Chäsi | Der Landanzeiger

In den besten Zeiten lieferten 44 Bauern aus Muhen ihre Milch täglich in der Chäsi ab. Das war im Jahr 1960. Sie produzierten damals 1,3 Millionen Tonnen Jahresmilch. Immerhin noch 35 Bauern waren es 1975. Zum Vergleich: 2013 lieferten die 9 noch verbliebenen Lieferanten 2,1 Millionen Tonnen Jahresmilch. Bei der allerletzten Lieferung vergangene Woche waren es noch zwei Milchbauern. Vor ein, zwei Monaten waren es noch deren fünf: Ueli Matter, Daniel Eichenberger, Christian Lüscher, Jürg Lüscher und Hansueli Lüscher.

Etwas wehmütig wirken sie durchaus, die letzten Müheler Milchbauern, die ihre Milch täglich und eigenhändig frühmorgens in die Chäsi fuhren, sich dort zu manchem Schwatz trafen und dann, bestens informiert über den neusten Dorfklatsch und den aktuellen Milchpreis, ihr arbeitsames Tageswerk weiterführten.

«Es war ein schleichender Prozess», erklärt Hansueli Lüscher, Milchbauer auf dem Egghof, einem stolzen Hof mit 75 Milchkühen und einem modernen Vorzeigebetrieb mit Melkroboter, wo sich die Kühe wann immer sie wollen hinstellen und sich selber melken lassen können, dabei Futter erhalten und nebenbei Leistungsdaten in den Computer liefern. In Zukunft muss Lüscher nicht mehr hinunter in die Chäsi an der Hauptstrasse fahren. Seine täglich rund 2000 Liter Milch wird seit dieser Woche vom Milchtanklastwagen alle zwei Tage abgeholt. Ueli Matter liefert seine Milch an einen Sammelplatz in Schöftland und Jürg Lüscher stellt die Milchproduktion ein.

Das Ende einer langen Ära
Im Jahre 1888 wurde die «Milchgenossenschaft Muhen» gegründet. Damals von 22 Mitgliedern mit 70 Kühen. Für 10’997 Franken bauten sie die Chäsi. Bis ins Jahr 1944 wurde dort Käse gefertigt, seit dann ist die Müheler Milch eine reine «Konsummilch». Seit 1960 wird diese Milch von der AMV/AZM (heute Emmi) abgenommen. Von 1960 bis 1995 war die AMV, Vorgängerin der späteren AZM (Aargauische Zentralmolkerei, Suhr), auch die Pächterin der Chäsi in Muhen. Ab dann, 1995, wirkte die Familie Rast mit grossem Engagement und Erfolg über 20 Jahre lang in der Chäsi. Ähnlich prägend war die Epoche von 1965 bis 1987, als Alfred und Brigitte Steinmann die Chäsi mit Herzblut führten.

Und nun? Es endet eine Ära. Nun fährt jeden zweiten Tag der Milchtanklastwagen der AZM-Nachfolgerin Emmi zu den letzten beiden Höfen in Muhen, zum Egghof und zum Lenzhof, welche die dafür notwendige Jahresmenge des beliebten Naturproduktes Milch liefern können.

Gegen das Thujasterben: Burgherr Gartenbau lanciert die «Hecke zum Meterpreis»

Gegen das Thujasterben: Burgherr Gartenbau lanciert die «Hecke zum Meterpreis» | Der Landanzeiger

Vor allem die Thuja leidet. Der Müheler Gartenbauer Stefan Burgherr hat das Leiden der Koniferenpflanze in Kundengärten auf zahlreichen Fotos dokumentiert. Es sind keine schönen Bilder. «Es gibt schweizweit ein regelrechtes Thujasterben», erklärt er und verweist auf entsprechende Medienberichte, namentlich von SRF. Die Thuja ist eine der beliebtesten Heckenpflanzen hierzulande. Bei den Menschen wohlgemerkt, denn Vögel und Insekten besuchen sie nur selten. Mit der Hitze und der Trockenheit kommt die Thuja nicht gut zurecht, sie stammt aus Gebieten mit wesentlich mehr Niederschlag als bei uns. Mit seinen flach liegenden Wurzeln kommt sie nicht an das tiefer liegende Wasser heran. Sie verdorrt, wird braun und stirbt ab. Beim beliebten Buchs macht ein Schädling Sorgen, der Buchsbaumzünsler. Der nicht heimische Kirschlorbeer ist ein invasiver Neophyt, der auf der schwarzen Liste steht.

Viele sind besser als Thuja
Stefan Burgherr mag nicht tatenlos zuschauen. «Als Gartenbauer ist es meine Pflicht, darauf hinzuweisen, dass diese Pflanzen ungeeignet sind und vor allem will ich den Kunden eine viel bessere Lösung anbieten.»

Deshalb lanciert Burgherr Gartenbau jetzt die «Hecke zum Meterpreis». Stefan Burgherr und sein rund 20-köpfiges Team mit bestens ausgebildeten Facharbeitern wird die Kunden dabei individuell beraten. Der Kunde kann die ganze Hecke einheitlich bepflanzen lassen, oder er kann gemischte Hecken aussuchen. Am besten mit einheimischen Pflanzen. Laut Stefan Burgherr gibt es enorm viele Pflanzen, die besser geeignet sind für eine Hecke als Thuja. Zusammen mit einer Baumschule hat er sechs verschiedene Themen- Hecken definiert: Die Kunden können wählen zwischen «die Mediterrane », «die Duftende», «die Romantische », «die Elegante», «die Einheimische » und «die Immergrüne» Hecke. Natürlich können auch einheitliche Hecken gewählt werden, beispielsweise eine Eibenhecke. Im Meterpreis der Aktion ist nicht nur die Beratung und die fachgerechte Bepflanzung im richtigen Abstand enthalten; die alte Hecke wird fachgerecht ausgebaggert und entsorgt. «Als Privater ist schon nur die Entfernung der verwurzelten Thujahecke eine Herkulesaufgabe», betont Stefan Burgherr, «das sollte man sich nicht antun, lassen sie uns das machen, es geht schneller mit dem kleinen Bagger!»

Gegen das Thujasterben: Burgherr Gartenbau lanciert die «Hecke zum Meterpreis» | Der Landanzeiger
Wenn ihre Thujahecke auch so braun aussieht, dann brauchen sie Stefan Burgherr …
Gegen das Thujasterben: Burgherr Gartenbau lanciert die «Hecke zum Meterpreis» | Der Landanzeiger
… damit ihre Hecke wieder in sattem Grün erstrahlt.

Lassen sie den Fachmann ran
«Einfach ein Loch machen und rein damit, bringt später oft Ärger», erklärt der Gartenbaufachmann Stefan Burgherr. «Die Bodenvorbereitung ist das A und O bei solchen Pflanzungen. Es kostet Zeit und Geld, wenn man nach zwei Jahren schon einen Teil der Büsche ersetzen muss, weil sie eingegangen sind.» Das Wissen und die Sorgfalt des Gartenfachmannes ist die Basis zum Erfolg.

Gewinnen Sie eine neue Hecke
Die Hecken-Aktion startet jetzt, weil nun die beste Zeit ist zum Pflanzen einer Hecke: «So kann sie im Herbst und auch im Winter bereits Wurzeln bilden» erklärt Stefan Burgherr. Im Rahmen dieser Aktion findet ein attraktiver Wettbewerb statt. Zu gewinnen gibt es eine Liguster-Hecke. Infos darüber gibt es demnächst im Landanzeiger.


Burgherr Gartenbau

Stefan Burgherr hat seine gleichnamige Gartenbaufirma 2005 in Muhen gegründet. Mit vollem Einsatz und Liebe zum Detail arbeiten heute rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Betrieb.

Dienstleistungen:
Gartenunterhalt Rasen mähen, Winterschnitt, Pflege.
Begrünungen Bäume, Rasenanlagen, Stauden, Rollrasen.
Sitzplätze Feinstein, Betonstein, Naturstein, Kiesbeläge.
Mauern und Treppen Stufen, Podeste, Sitz- und Stützmauern.
Sichtschutz Holz-, Alu-, Stahl- und Glaselemente, Heckenkonzepte, Stahlplatten, Granitstelen, Pfähle.
Pools Chromstahlpools, Schwimmteiche, Sitzteiche, Filtertechnik.
Wasseranlagen Bachläufe, Wasserfälle und -spiele, Teiche, Quellsteine.
Spielplätze Fallschutz, Sandkästen, Einzelgeräte, Schulanlagen.
Beläge Wege, Grillplätze, Parkplätze, Randabschlüsse.
Ausstattungen Sonnensegel, Beleuchtung, Pergolen, Pavillons.
Gartenholzerei Rodungsarbeiten, Wurzelstöcke entfernen.
Regenwassertank Erdtanks, Versickerung, Bewässerungssysteme.
Allgemein Projektplanung, Konzept, Visualisierungen, Bauführung, Baugesuche.


Burgherr Gartenbau

Grittengasse 20
5037 Muhen
Telefon 062 723 26 26
www.burgherr-gartenbau.ch

Ein dezenter Familientyp

Ein dezenter Familientyp | Der Landanzeiger

Die Form eines Hochdachkombis ist nicht jedermanns Sache. Allein, sie hat einen wesentlichen Vorteil: Auf einer geringen Fahrzeuglänge ist sehr viel Raum praktisch nutzbar. Der voll elektrifizierte Peugeot e-Rifter bietet, wie die mit Sprit angetriebene Version, bis zu sieben Sitze und ist in zwei Längen – 4,40 und 4,75 – erhältlich. Aufgrund seines überdurchschnittlichen Platzangebotes und seiner Robustheit ist er für die aktive, moderne Familie wie gemacht. Die zweite Sitzreihe ist mit drei umklappbaren Einzelsitzen ausgestattet, die jeweils einen Kindersitz aufnehmen können. Zudem kann man den Beifahrersitz versenken, so dass lange Gegenstände easy eingeladen werden können. Wer sich für die Standardversion mit fünf Sitzplätzen entscheidet, bekommt ein Kofferraumvolumen von 571 bis 1.050 Liter. Entscheidet man sich für die Langversion, sind bei umgeklappten Sitzen bis zu 2700 Liter möglich. Enorm viel also. Die Anhängelast gebremst beträgt 750 Kilogramm. Das Heck besteht de facto nur aus der mächtigen Ladeklappe mit niedriger Ladekante, die wegen einer separat zu öffnenden Heckscheibe verdankenswerterweise nicht jedes Mal gestemmt werden muss. Zum eigentlichen Raumwunder wird der Rifter durch die Fülle von Ablagen, die in rekordverdächtiger Zahl im Fahrzeug – in der Mittelkonsole, im Dachhimmel, in den Türen, in der ersten und zweiten Reihe und im Kofferraum gibt. Die optischen Unterschiede zum Verbrenner liegen im Detail. Der e-Rifter ist mit einem Monogramm e-Rifter auf der Rückseite ausgestattet, zudem gibt es je nach Version 16-Zoll-Räder und die Ladeklappe zum Strom tanken ist auf dem linken hinteren Kotflügel angebracht.

In 30 Minuten auf 80 Prozent
Der Elektromotor bringt eine Leistung von 136 PS und ein Drehmoment von 260 Nm. Von 0 auf 100 km/h dauert es so rund 11 Sekunden. Egal ob Standard oder Langversion, die Kapazität der Batterie beträgt 50 kWh. Ein Bordladegerät, der 11-kW-On-Board-Charger, ist serienmässig mit dabei. So kann der e-Rifter an einer Haushaltssteckdose, einer Wallbox und an einem Schnelllader geladen werden. Wer an der Haushaltssteckdose lädt, muss mit gut 30 Stunden rechnen. Tankt man an einer 11-kW-Wallbox, dauert die Ladung noch knapp 5 Stunden und an einer 100-kW-Schnellladestation ist die Batterie in 30 Minuten zu 80% voll. Die Reichweite beträgt offiziell 282 Kilometer. Sagen wir: Gut 200 gehen immer. Aufgrund seiner arttypischen, nicht wirklich sehr aerodynamischen Form verbraucht der Hochdachkombi rund 20 kWh/100 km. Für eine optimale Energienutzung gibt es zwei Bremsmodi. Beim verstärkten Modus bremst das Auto von selbst, sobald der Fuss vom Gaspedal genommen wird. Hier hat man deshalb eine erhöhte Rekuperation der Batterie.

Drei sinnvolle Modi
Im Cockpit liefern zwei Kombiinstrumente alle Informationen, die für die Nutzung eines Vollstromers erforderlich sind. Zum Beispiel ist da eine Verbrauchsanzeige für Temperaturkomfort (Heizung, Klimaanlage) und einer Batterieladestandsanzeige. Das Kombiinstrument verfügt über mehrere Anzeigemodi, die man über einen Drehknopf am Lenkrad wählen kann. Optional ist das TomTom 3D-Echtzeitnavi, das Ladepunkte und Reichweite zu Ladestationen, basierend auf der verbleibenden Akkulaufzeit, angibt. Drückt man die Taste e-Toggle greift man auf die Steuerfunktionen des elektrischen Automatikgetriebes zu und zwischen den drei Fahrmodi Eco, Normal und Power wechseln. Eco (60 kW, 190 Nm) für eine optimierte Reichweite; Normal (80 kW, 210 Nm) für den alltäglichen Gebrauch inner- und ausserhalb der Stadt; Power (100 kW, 260 Nm) stellt die maximale Leistung bereit. Die Spreizung ist allein schon von der zur Verfügung gestellten Leistung her spürbar.

Hält sich gut
Das Auto liegt, trotz hohem Aufbau, gut auf der Strasse. Sicher nicht gemacht für Vollgaskurven, aber allemal ok. für den Hausgebrauch. Dafür sorgt u.a. auch die Batterien, die sich im Boden befinden und den Schwerpunkt tief halten. Der Federungskomfort ist voll ok. Eine dezent ansprechende, speziell kalibrierte Servolenkung, mit einem Wendekreisdurchmesser von 10,8 m, sorgt für Agilität. Und was kostet diese Pracht? Den elektrischen e-Rifter gibt es ab 38’990 Franken. Die top ausgestattete Version GT kostet rund 45’000 Franken. Der Testwagen kommt u.a. mit Multifunktionsdach, Speziallackierung Deep Blue, dem City Paket mit Einparkhilfe vorne, seitlichen Parksensoren, Totwinkelassistenz und Parkassistent, Online-Navigation auf 51’000 Franken. Dafür gibt es dann aber wirklich tuttiquanti on Board.


Peugeot e-Rifter

Leistung: 136 PS, 260 Newton Drehmoment, 0 bis 100 km/h in 11,2 Sekunden, Beschleunigung von 80 auf 120 km/h in 8,9 Sekunden
50-kWh-Batterie, Verbrauch ca. 20,3 kWh/100 km
Reichweite offiziell 282 Kilometer (Test ca. 220 km).
Masse: (L×B×H) 4403 ×2107 × 1921 mm
Kofferraum: bis 2693 Liter
Radstand: 2785 mm
Leergewicht: 1765 kg
zulässige Gesamtmasse: 2305 kg
Nutzlast 615 kg
Preis: ab 38’990 Franken
Topversion GT: ab 45’000 Franken


Top-20-Platz bei der Premiere

Top-20-Platz bei der Premiere | Der Landanzeiger

Wenn es zählt, ist Nino Schurter kaum zu schlagen. Dank einem herausragenden Auftritt an der Weltmeisterschaft im französischen Les Gets krönte sich der 36-Jährige am Sonntag bereits zum 10. Mal zum Mountainbike-Weltmeister. Einen starken Auftritt zeigte auch sein Teamkollege Marcel Guerrini mit Schlussrang fünf. Der Tessiner Filippo Colombo wurde Neunter. Die nächstbesten Schweizer waren Vital Albin auf Rang 15 und Joel Roth auf Platz 18. Der Kölliker wies am Ende einen Rückstand von 4:22 Minuten auf Sieger Schurter auf.

Joel Roth gelang eine Woche nach seinem elften Platz im Cross-Country- Rennen der Europameisterschaften in München auch der Start in die Welttitelkämpfe in Frankreich, seiner Elite- WM-Premiere. In der ersten von insgesamt sieben Runden wurde er in den Nadelöhren der Strecke zwar wie viele andere Fahrer etwas gestoppt, aber er konnte sich um die Position 20 einreihen und sich dort halten. «Ich bin grundsätzlich sehr happy mit meinem Rennen», erklärte der 23-jährige Joel Roth, «der Start war eventuell ein bisschen zu schnell. Und deshalb musste ich gegen Ende so leiden wie noch nie in dieser Saison.» Viel Zeit verlor er dann trotzdem nicht mehr, allerdings fiel der Kölliker schliesslich noch von einer Top-15-Position auf den 18. Rang zurück. «Mit diesem Schlussresultat an meiner ersten Elite-WM bin ich definitiv glücklich», sagte Joel Roth. «Das ist ein tolles Resultat von Joel Roth», wurde der Kölliker auch vom TV-Experten und ehemaligen Spitzenfahrer Thomas Frischknecht gelobt, «er ist eine grosse Hoffnung für die Zukunft.»

Freude auf der einen, Frust auf der anderen Seite

Freude auf der einen, Frust auf der anderen Seite | Der Landanzeiger

Der 26-jährige Kölliker Tobias Widmer darf bereits im siebten Gang über seinen ersten eidgenössischen Kranz jubeln. Er macht mit Matthias Herger kurzen Prozess und sichert sich damit das begehrte Eichenlaub. Zuvor hatte er sich in Gang fünf gegen den Berner Florian Weyermann durchgesetzt und einen Gestellten im sechsten Kampf gegen den Eidgenossen Florian Gnägi erreicht. Im achten Gang scheint es, als ob die Spannung beim Kölliker weg wäre. Nach wenigen Sekunden unterliegt er König Kilian Wenger. Dennoch fällt das Fazit positiv aus: «Als ich mir die Schulter kurz vor dem Eidgenössischen ausrenkte, dachte ich, das darf doch nicht wahr sein». Doch dann zeigte die Untersuchung, dass es nicht allzu schlimm ist. Und Widmer startete in Pratteln: «Es ist unglaublich.»

Zum Auftakt des Festes hatte der Kölliker, der in den letzten Jahren und Monaten immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen worden war, den Zürcher Roman Schnurrenberger besiegt. Im zweiten Gang gab es für Widmer einen «guten» Gestellten gegen den Eidgenossen Erich Fankhauser. Nach dem Mittagessen setzte sich Widmer dann gegen den Zürcher Remo Ackermann durch. In Gang vier liess er dem Eidgenossen Martin Herrsche schliesslich keine Chance.

Grosse Fragezeichen
Der erste für Tobias Widmer, dafür kein dritter eidgenössischer Kranz für Patrick Räbmatter aus Uerkheim. «Ich bin sehr enttäuscht», so sein knappes Fazit, «ich habe keine Ahnung, was falsch gelaufen ist.» Im entscheidenden achten Gang muss er sich vom Innerschweizer Eidgenossen Mike Müllestein das Sägemehl vom Rücken wischen lassen. Müllestein feiert, «Räbi» ist konsterniert. Bis zum Sonntagmittag lag der Doppeleidgenosse noch auf Kranzkurs. Zu Beginn des zweiten Tages hatte er den Berner Reto Thöni bezwungen und liess danach auch dem Innerschweizer Urs Doppmann keine Chance. Im siebten Gang musste «Räbi» aber eine Niederlage gegen den Berner Altmeister Thomas Sempach einstecken – und geriet damit unter Zugzwang. Bereits der erste Tag war nicht nach dem Gusto des Uerkners verlaufen. Im Anschwingen gegen den routinierten Berner Eidgenossen Bernhard Kämpf versuchte es «Räbi» früh mit einem Kurz, Kämpf konterte aber mit einem Hüfter. «Ich war gut auf ihn eingestellt, er aber anscheinend noch besser auf mich», so Räbmatter. Mit dem Sieg im zweiten Kampf gegen den Berner John Grossen schien Räbmatter dann im Fest angekommen zu sein. Im dritten Gang setzte es für den Uerkner aber eine überraschende Niederlage gegen den Westschweizer Sven Hofer ab. «Ich habe den Gang gemacht und war nahe am Resultat», erklärte Räbmatter, «dann bin ich ihm aber reingelaufen. » Zum Abschluss des ersten Tages besiegte «Räbi» dann erst zehn Sekunden vor dem Ende des Ganges den St. Galler Michael Bernold.

Olivier Hermann aus Erlinsbach schrammt haarscharf am Kranz vorbei. Obwohl er im achten Gang gegen Dominik Zangger mit einer 10 gewinnt, fehlen ihm am Ende 0,25 Punkte für den Kranz. 74,50 Punkte haben auch schon zur Eichenlaubauszeichnung an einem ESAF gereicht. Zuletzt in Zug brauchte es allerdings auch 74.75 Punkte für den Kranz. Hermann verbuchte vier Siege, drei gestellte, zwei davon gegen die Eidgenossen Beni Notz und Stefan Burkhalter und nur eine Niederlage gegen den Teilverbandskranzer Reto Kaufmann. Für Herrmann war es die dritte Teilnahme an einem ESAF.

Die Beinahe-Sensation
Eine tolle Leistung zeigte auch der 16-jährige Uerkner Sinisha Lüscher, der jüngste Schwinger im Feld. Am Ende seines ersten Eidgenössischen bei den Aktiven fehlen ihm nur 0,5 Punkte für den Kranz. «Es ist ein bisschen schade, dass es so knapp nicht gereicht hat», sagte Lüscher, «aber es ist ja meine erste Saison bei den Aktiven und ich kann es langsam angehen. » In seinem allerersten ESAFKampf stellte Sinisha Lüscher gegen den Berner Teilverbandskranzer Michael Moser. Im zweiten Kampf holt er sich gegen den Kanadier Roger Badat eine glatte 10. Und in Gang drei doppelte er nach und feierte gegen den routinierten Alex Schuler seinen ersten Erfolg gegen einen Eidgenossen. Auch wenn es in Gang vier gegen Mike Müllestein die erste Niederlage absetzte, durfte er mit dem ersten Tag zufrieden sein. Gegen den Luzerner Roman Wandeler holte sich Sinisha Lüscher im fünften Kampf seinen dritten Sieg. Der sechste Gang gegen Eidgenosse Benjamin Gapany dauerte dann nur zwei Sekunden, bevor der Uerkner auf dem Rücken lag. Im siebten Kampf unterlag er dem Urner Lukas Bissig. Zum Abschluss durfte Sinisha Lüscher gegen Ronny Schöpfer noch einmal jubeln. Lüscher kam mit vier Siegen, einem Gestellen und drei Niederlagen auf ein Total von 74.25 Punkten. «Ich hätte es mir insgesamt nicht viel besser vorstellen können», sagte er, «ich bin sehr zufrieden, dass ich mein Ziel erreicht habe und acht Gänge absolvieren durfte. Es war ein eindrückliches Erlebnis.»

Etwas mehr als Lüscher, nämlich 0,75 Punkte, fehlten dem Attelwiler Kaj Hügli letztlich zu Eichenlaub. «Eine leise Enttäuschung ist da, aber ich kann trotzdem mit dem Gezeigten leben und bin stolz auf meinen Auftritt.» Vor allem am Samstag zog Hügli einen sehr guten Tag ein. Der Attelwiler gewann zuerst gegen Jonathan Droxler und stellte im zweiten Gang gegen den Eidgenossen Alex Schuler. Im dritten Kampf bezwang Hügli den US-Amerikaner Grant Widmer, bevor er zum Abschluss des Tages mit Reto Nötzli einen Eidgenossen bodigte. Zum Auftakt der zweiten Pensumhälfte kassierte Kaj Hügli gegen den Berner Michael Moser die erste Niederlage. Und dann gegen den Muotathaler Dario Gwerder gleich die zweite. Im siebten Gang konnte er gegen den Luzerner Samuel Schwyzer immerhin stellen. «Ich hatte ein kleines Tief in den Gängen fünf bis sieben», sagte Hügli. Zum Abschluss des Festes besiegte er noch den Berner Peter Beer.

Gegen drei Eidgenossen
Der erst 17-jährige Tim Roth (Erlinsbach) hatte im achten Gang die Chance, mit einem Sieg gegen den Berner Teilverbandskranzer Stefan Gäumann den Kranz zu gewinnen. Dazu ist es nicht gekommen. Trotz der Enttäuschung zum Schluss darf Roth mit Stolz auf ein hervorragendes Fest zurückblicken. Er klassierte sich auf Rang 12f und verbuchte vier Siege, zwei Gestellte und zwei Niederlagen. Mit Burkhalter Stefan, Gerber Christian und Bieri Marcel musste er gegen drei Eidgenossen antreten, gegen Bieri verlor Roth, gegen die anderen zwei Eidgenossen stellte er.

Mehr erhofft
Für Tiago Vieira (Buchs) endete seine vierte ESAF-Teilnahme enttäuschend. Tiago, der in den letzten Schwingfesten eine stark aufwärts zeigende Form an den Tag legte, startete mit einem Sieg gegen Teilverbandskranzer Stefan Studer. Gegen die Eidgenossen Andi Imhof und Simon Anderegg, aber auch gegen den Teilverbandskranzer Matthias Herger gab es Niederlagen. Vieira klassierte sich am Ende auf Rang 17e.

Lehrgeld bezahlte Jan Roth (Erlinsbach). Der Zwillingsbruder von Tim Roth startete mit einer Niederlage ins Fest. Nach dem ersten Tag hatte er zwei Siege und zwei Niederlagen auf seinem Notenblatt. Im fünften Gang gabs nochmals einen Sieg, bevors gegen den Eidgenossen Andi Imhof und die anderen beiden Gegner, drei Niederlagen in Serie absetze. Jan Roth ist auf Rang 19c klassiert und holte an seinem ersten ESAF 72,25 Punkte.

Den zweiten Tag nur noch als Zuschauer miterleben durfte der ESAFNeuling Pirmin Reinhard (Attelwil). Der 20-Jährige kam auf 35,50 Punkte. Er bezwang zum Auftakt den Westschweizer Antoine Ducry. Im zweiten Gang kam er zu einem Unentschieden gegen den Innerschweizer Marco Heiniger. Am Nachmittag verlor Reinhard dann aber zweimal (gegen Stephan von Büren und Lukas Heinzer). «Im Grossen und Ganzen bin ich zufrieden », sagt Pirmin Reinhard. Das Erlebnis sei grossartig gewesen und mit keinem anderen Schwingfest zu vergleichen: «Mein Ehrgeiz ist geweckt, ich will in drei Jahren in Mollis wieder dabei sein.»

Bilder vom ESAF in Pratteln finden Sie hier in der Bildergalerie.

Max Voss hat mehrere Eisen im Feuer

Max Voss hat mehrere Eisen im Feuer | Der Landanzeiger

Max Voss liebt Pferde, er ist als Sohn eines Hufschmiedes in Norddeutschland geboren. Für die vierjährige Ausbildung zog er 2018 in die Schweiz, seine Eltern blieben in Deutschland. Während in Deutschland die Ausbildung zum Hufschmied eine zweijährige Weiterbildung ist, dauert sie in der Schweiz vier Jahre. In dieser Zeit gehört einmal wöchentlich der Besuch der Berufsfachschule dazu und regelmässige ÜKs.

«Die Ausbildung als Hufschmied ist das Beste, was mir passiert ist», sagt Max Voss. Er trainiert seit Wochen täglich für die Meisterschaft, die vom 7. bis am 10. September in Bern stattfindet. Drei Tage, an denen zum Beispiel aus einem Stück Flachstahl innerhalb einer vorgegebenen Zeit ein präzis passendes Hufeisen geschmiedet wird. Oder das Anwenden der erlernten Schmiede- und Arbeitstechniken gezeigt werden muss.

Ein Dutzend am Start
Exakt ein Dutzend ausgebildete Hufschmiede, davon eine Hufschmiedin, treten gegeneinander an, drei davon aus dem Aargau. Max Voss lässt das «gegeneinander» nicht gelten: «Wir kennen uns und jeder mag den Sieg dem anderen gönnen, jeder hat es verdient zu gewinnen.»

Als Hufschmied passt Max Voss jedem Pferd das passende Schuhwerk an. Egal ob ein spezieller Beschlag oder ein klassisches Hufeisen – er weiss genau, welches Pferd welchen Beschlag benötigt. Alle sechs bis acht Wochen braucht ein Pferd neue Hufeisen. Die Hufe wachsen nach, die Hufeisen nützen sich ab, oder das Tier braucht eine orthopädische Korrektur.

Röntgenbilder lesen
Dabei sei es sehr wichtig, auf die Anatomie des Tieres Rücksicht zu nehmen: «Jedes Pferd ist anders. Der Hufschutz ist wichtig. Ich muss auch Röntgenbilder lesen können und wissen, wie ich die Hufe entsprechend anpassen kann, um die beanspruchten Gelenke und Sehnen des Pferdes beispielsweise zu schonen.»

Spezielle Beschläge helfen bei abnormen Gangarten oder Krankheiten. Diese Anfertigungen erfordern nicht nur Kenntnisse in Anatomie und Physiologie, sondern auch das Wissen über mögliche Therapieformen der Tiere. Dabei beachtet er die individuelle Gangart des Pferdes und die Verwendung des Tieres. Ist es ein Sportpferd, wird es als Freizeitpferd für gelegentliche Ausritte genutzt, oder ist es ein Arbeitstier? Überhaupt sei der Kontakt mit den Pferdehaltern sehr wichtig. Beide wollen das Beste für das Tier. Ein respektvoller, wertschätzender Umgang mit dem Tier und dem Besitzer sei das A und O eines guten Hufschmieds, neben dem präzisen Handwerk.

Die Berufsmeisterschaft in Bern ist eine Herausforderung, auf die Max Voss gut vorbereitet ist. Er freut sich darauf. Nach den SwissSkills will er Weiterbildungen besuchen und sein Handwerk verbessern. «Man hat nie ausgelernt», sagt er bescheiden. DANIELLE OCHSNER

800-Jahr-Feier: Zwei Tage lang herrschte friedliche Party-Stimmung bei Jung und Alt

800-Jahr-Feier: Zwei Tage lang herrschte friedliche Party-Stimmung bei Jung und Alt | Der Landanzeiger

Dass es zum Festbeginn kühl war und leicht regnete, tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Das OK hatte mit einem weiteren grossen Zelt dafür gesorgt, dass man die Konzerte im Trockenen geniessen konnte. Pünktlich um 23 Uhr betrat Bligg unter tosendem Applaus die Bühne. Er verstand es, das Publikum von Beginn weg in seinen Bann zu ziehen. Wie eine Kurzumfrage im Publikum ergab, war das Bligg-Konzert ein voller Erfolg. «Es war grossartig. Die Stimmung war bombastisch. Bligg hat alle mitgerissen, er versteht es mit dem Publikum zu kommunizieren. Bligg ist mega sympathisch, seine Show war ein grosses Fest.» Einziger Wermutstropfen: «Das Konzert war mit knapp einer Stunde viel zu kurz!» Am Samstag ging das Fest bei idealem Wetter weiter. Die Auftritte der Bands «Heimweh» und der «Draufgänger» sorgten für Stimmung, und an zahlreichen Verpflegungsständen konnte man sich stärken.

800-Jahr-Feier: Zwei Tage lang herrschte friedliche Party-Stimmung bei Jung und Alt | Der Landanzeiger
Bei solch tollen Rhytmen muss man einfach mittanzen.
800-Jahr-Feier: Zwei Tage lang herrschte friedliche Party-Stimmung bei Jung und Alt | Der Landanzeiger
Alexandra Dreier aus Schöftland hat die Ohren ihrer Tochter bestens geschützt.
800-Jahr-Feier: Zwei Tage lang herrschte friedliche Party-Stimmung bei Jung und Alt | Der Landanzeiger
Der Auftritt der «Mountain Crew» eignete sich bestens für ein Selfie.
800-Jahr-Feier: Zwei Tage lang herrschte friedliche Party-Stimmung bei Jung und Alt | Der Landanzeiger
Fast kein Durchkommen: Die zahlreichen Verpflegungsstände auf dem Roten Platz lockten das Publikum in Scharen an.
800-Jahr-Feier: Zwei Tage lang herrschte friedliche Party-Stimmung bei Jung und Alt | Der Landanzeiger
Kurz vor Festbeginn voll motiviert: Die Volleyballerinnen des BSV Schöftland an ihrem Stand.
800-Jahr-Feier: Zwei Tage lang herrschte friedliche Party-Stimmung bei Jung und Alt | Der Landanzeiger
Das OK der grossen Feier auf der Bühne vereint (von links): Thomas Buchschacher, David Rickenbach, Trudy Müller, Sabrina Zehnder, Roger Maurer, Bruno Gerber und Michael Urben.

Zurzeit fühle er sich etwas ausgelaugt, sagte Thomas Buchschacher am Sonntagmorgen zum «Landanzeiger». «Die langen Nächte gingen in die Knochen – und in die Stimme wie man hört! Am Freitag war ich vor Festbeginn leicht nervös. Mir fiel ein grosser Stein vom Herzen, als ich sah, wie viele Leute sich zum Eröffnungskonzert der «Mountain Crew» eingefunden hatten. Mein grosser Dank gilt allen die mitgeholfen haben. Ohne sie wäre ein solches Fest gar nicht möglich geworden.»

Insgesamt seien die beiden Tage sehr ruhig und gesittet verlaufen. «Der Sanitätsposten wurde nur wegen drei kleineren Sachen beansprucht, grössere Verletzungen gab es keine.» Seine Bilanz sei durchwegs sehr positiv, sagte der OK-Präsident weiter. «Es herrschte eine tolle Party-Stimmung. Am Freitag waren rund 3500 Personen anwesend, am Samstag knapp 4000. Besonders gefreut hat mich, dass das Publikum sehr gemischt war. Auf dem Festplatz sah man Jung und Alt.»