Dr. Lorenz Strebel, Recht­san­walt und Notar

Bar-Gründung einer GmbH?

Von | 9. Jan­u­ar 2020 | Rat­ge­ber Recht

FRAGE | Ich möchte ein GmbH grün­den. Man hat mir gesagt, in meinem Fall sei eine Bar­grün­dung das Beste. Meine GmbH wird Über­set­zun­gen anbi­eten und benötigt kein schon vorhan­denes Inven­tar. Nun habe ich das Geld beisam­men, aber der Notar weigert sich, das Geld für die Grün­dung ent­ge­gen­zunehmen. Muss ich diesen «Boykott» akzep­tieren?

ANTWORT | Ja. Bere­its seit 1992 müssen Geldein­la­gen für die Grün­dung bei einem dem Bankenge­setz unter­stell­ten Insti­tut hin­ter­legt wer­den. Konkret läuft die Grün­dung so ab: Zuerst müssen Sie mit dem Notar abklären, ob die gewün­schte Fir­ma (Name) der GmbH zuläs­sig und noch zu haben ist. Danach eröff­nen Sie bei ein­er Bank ein Sper­rkon­to zugun­sten der zu grün­den­den GmbH. Darauf bezahlen Sie das gewün­schte Stammkap­i­tal ein (min­destens Fr. 20’000.–). Sobald die Bank das Geld hat, bestätigt sie dies schriftlich. Die Bestä­ti­gung muss im Orig­i­nal an den Notar. 

Danach, und wenn auch die übri­gen Doku­mente wie Statuten etc. erstellt sind, kann die Grün­dungsver­samm­lung vor dem Notar stat­tfind­en. Nach erfol­gter Anmel­dung und Ein­tra­gung der Grün­dung im Han­del­sreg­is­ter gibt die Bank das Kap­i­tal zugun­sten der GmbH frei.

Rechts­fra­gen kön­nen gestellt wer­den an:

Dr. Lorenz Strebel, Recht­san­walt und Notar, Bahn­hof­s­trasse 86, Post­fach 4039,
5001 Aarau, E-Mail: kontakt@strebel-recht.ch