Das The­ma Ostum­fahrung Suhr lock­te viele Inter­essierte an (Bild: zvg)

Baubeginn der Umfahrung Suhr im Idealfall 2024

18. Sep­tem­ber 2019 | News

An der ordentlichen Mit­gliederver­samm­lung der IG Ostum­fahrung Suhr ori­en­tierte der Kan­ton­sin­ge­nieur-Stel­lvertreter Matthias Adels­bach über den Pla­nungs­stand des Grosspro­jek­tes Verkehrsin­fra­struk­tur-Entwick­lung Raum Suhr (VERAS). Das Strassen­baupro­jekt ist eine Kom­bi­na­tion von Ost- und Südum­fahrung und bein­hal­tet eben­so die Lösung des Bahn­schranken­prob­lems bei der Pfis­ter AG.

Wichtig sei, so betonte Matthias Adels­bach, dass das Umfahrung­spro­jekt mit flankieren­den Mass­nah­men dem Agglo­raum Aare­Land einen Nutzen bringe. Das Strassen­pro­jekt mit den flankieren­den Mass­nah­men verbessere die Wohn- und Leben­squal­ität in der Gross­re­gion Wynen­tal, Suhr bis Ent­felden markant. Dies sei das primäre Ziel des Pro­jek­tes.

Laut Zeit­plan wird der Regierungsrat im Früh­ling 2020 über den Anhörungs­bericht entschei­den und das Pro­jekt in die Vernehm­las­sung schick­en. Gegen Ende 2020 wird der Grosse Rat über die Fest­set­zung von VERAS im Richt­plan entschei­den. 2021/2022 erfolge dann die endgültige Ausar­beitung des Baupro­jek­tes, 2023 käme es zur Kred­it­genehmi­gung. Im Ide­al­fall wäre der Baube­ginn 2024 oder 2025.

Baukosten ca. 200 Mil­lio­nen Franken
Der Kan­ton rech­net mit Baukosten von rund 200 Mil­lio­nen Franken (+/- 30 Prozent). Davon hat die Stan­dort­ge­meinde Suhr rund 13 Mil­lio­nen zu tra­gen. Im Früh­jahr ist der Kan­ton mit einem Brief an die Wynen­taler Gemein­den gelangt, mit der Bitte einen Sol­i­dar­itäts­beitrag von gesamthaft 1 Mio. Franken zu leis­ten.

Für den Gemein­de­präsi­den­ten von Suhr, Mar­co Genoni, eine willkommene Geste. Bei diesem Pro­jekt gehe es ja im Wesentlichen auch um die Verteilung des Verkehrs von und nach dem Wynen­tal.

Der anwe­sende Gemein­deam­mann von Unterkulm, Emil Huber, äusser­ste sich eher skep­tisch zu diesem Anliegen. Es sei dekretsmäs­sig klar fest­gelegt, welche Gemein­den finanziell beteiligt seien.

Vizepräsi­dentin und Gross­rätin Maja Riniker wies auf die Bedeu­tung der Sol­i­dar­ität der Wynen­taler Gemein­den hin. Beim Agglom­er­a­tionspro­gramm Aare­Land 4 wink­ten hohe Beiträge von­seit­en des Bun­des, erk­lärte sie.

Die Mit­gliederver­samm­lung genehmigte unter den stat­u­ar­ischen Geschäften das Bud­get 2020 und bestätigte den Vor­stand in der bish­eri­gen Zusam­menset­zung mit Hans-Peter Zehn­der als Präsi­dent. Zum Schluss betonte Vizepräsi­dent Rudolf Obrecht die gute und ein­vernehm­liche Zusam­me­nar­beit zwis­chen Kan­ton und der IG Ostum­fahrung.

ZVG