Das Bergren­nen als Bild auf dem PC: Thomas Kohler nimmt Stel­lung zur Absage (Bild: Mar­tin Zürcher)

Motor­sport

Bergrennen Reitnau ist abgesagt

18. März 2020 | Sport

Schon im Ver­lauf der ver­gan­genen Woche hat­te sich Thomas Kohler, der Geschäfts­führer vom ACS Mitte, dazu entschlossen, den grössten Motor­sportan­lass im Kan­ton Aar­gau, das Bergren­nen in Reit­nau, das Ende Juni stat­tfind­en sollte, abzusagen.

Kohler sagte dazu: «Am Don­ner­stag­mor­gen, 12. März 2020, um 8.00 Uhr habe ich die Absage flächen­deck­end und Gesamtschweiz­erisch kom­mu­niziert. Mir war wichtig, dass alle, die in irgen­dein­er Art und Weise etwas mit dem Bergren­nen zu tun haben, gle­ichzeit­ig informiert wer­den.» Schon zwei Wochen vorher machte sich Kohler seine Gedanken und er fragte sich, was wäre, wenn. Zwei Aspek­te waren für seine frühe Entschei­dungs­find­ung beson­ders wichtig: Zum Einen nan­nte er die spezielle Sit­u­a­tion in -Reit­nau. Das ganze Dorf wird während des Ren­nens zur Box­en­gasse und zum Fahrerlager. Die Ren­nwa­gen ste­hen auf pri­vat­en Haus­plätzen und über die ganzen Jahre haben sich fre­und­schaftliche Bande zwis­chen den Ren­n­fahrern und der Bevölkerung gebildet. Die soll­ten nun in dieser speziellen Sit­u­a­tion nicht unnötig belastet wer­den.

Laut Kohler ist es auch wichtig, dass das Bergren­nen und der Motor­sport für die Fans, für den Ver­anstal­ter und für alle andern Mmit­machen­den eine Freude, aber keine Notwendigkeit ist. «Mir war es bei der Entschei­dungs­find­ung nicht wichtig, Recht zu haben. Mir war es aber wichtig, den Good­will, den ich seit 20 Jahren als Organ­isator des Bergren­nens immer wieder erfahren habe, nicht auszunützen und nicht auf die Probe zu stellen.»

Bei anderen Ver­anstal­tern von Anlässen ern­tete Kohler mit sein­er muti­gen, drei Monate vorauss­chauen­den Entschei­dung, vor­erst nicht sehr viel Applaus. Doch diese Hal­tung dürfte sich schon nur ein paar Tage nach der Absage gründlich geän­dert haben.

TIZ