(Bild: zVg)

Fahrfit­ness im Seniorenal­ter

BFU stellt Selbstcheck zur Verfügung

14. Feb­ru­ar 2019 | Mobil

Die BFU- Beratungsstelle für Unfal­lver­hü­tung bietet ein neues Instru­ment an, mit dem Senior­in­nen und Senioren ihre Fahreig­nung sel­ber prüfen kön­nen. Die Lancierung des Fahrsicher­heits-Checks fällt mit der Erhöhung des Alters für die verkehrsmedi­zinis­che Kon­trol­lun­ter­suchung zusam­men – die erste Unter­suchung find­et neu mit 75 statt 70 Jahren statt. Wenn Auto­mo­bilis­ten ihre Fahrkom­pe­tenz früh genug sel­ber ein­schätzen, kann dies Unfälle ver­hin­dern, wie mehrere Stu­di­en bele­gen.

In den let­zten Jahren sind auf Schweiz­er Strassen durch­schnit­tlich 25 Men­schen bei Unfällen ums Leben gekom­men, die von Aut­o­fahrern und Aut­o­fahrerin­nen über 70 Jahre verur­sacht wur­den. In durch­schnit­tlich 14 dieser 25 Fälle kam die Per­son am Steuer ums Leben. Das Risiko, welch­es im Strassen­verkehr von Senioren aus­ge­ht, sollte jedoch nicht über­schätzt wer­den – junge Autolenk­ende weisen pro gefahre­nen Kilo­me­ter ein ähn­lich hohes Risiko für tödliche Unfälle auf.

Die BFU rät Senioren und Senior­in­nen, ihre Fahrfit­ness regelmäs­sig sel­ber ser­iös einzuschätzen. Es ist wis­senschaftlich erwiesen, dass dies für die Verkehrssicher­heit sehr wichtig ist. Wenn sich ältere Men­schen und ihre Fam­i­lien mit der Fahrkom­pe­tenz auseinan­der­set­zen, sind sin­nvoll aufge­baute, stan­dar­d­isierte Selb­st­beurteilun­gen eine gute Entschei­dung­shil­fe.

Regelmäs­sig aus­füllen
Ab sofort stellt die BFU Senior­in­nen und Senioren einen Fahrsicher­heits-Check zur Ver­fü­gung. Der Zeit­punkt ist kein Zufall: Zu Beginn dieses Jahres ist das Alter für die erste oblig­a­torische verkehrsmedi­zinis­che Unter­suchung von 70 auf 75 Jahre gestiegen. Sel­ber beurteilen kann man sich aber auch früher jed­erzeit.

Der Check umfasst sechs The­men­blöcke: Als Fahrzeu­glenker auf der Strasse, Sehver­mö­gen, Denkver­mö­gen, Fit­ness, Gesund­heit, Medika­mente und Alko­hol. Jedes Kapi­tel enthält mehrere Fra­gen. Wer ehrlich und selb­stkri­tisch antwortet, wird heik­le Punk­te für die eigene Fahrsicher­heit rasch erken­nen.

Dank ergänzen­den Tipps kön­nen Prob­leme ern­sthaft ange­gan­gen und in manchen Fällen behoben wer­den. Die Selb­stein­schätzung sollte man jedes Jahr wieder­holen – min­destens aber alle zwei Jahre oder wenn beim Fahren Prob­leme auftreten.

Die Selb­st­beurteilung kann man online aus­füllen. Eine gedruck­te Ver­sion kann kosten­los via Bestell­for­mu­lar ange­fordert wer­den.

Fahrber­ater und tech­nis­che Unter­stützung
Neb­st diesem frei­willi­gen Fahrsicher­heits-Check emp­fiehlt die BFU:

– Opti­male Unter­stützung seit­ens Ärzt-Innen und Apothek­er, um die Fahrkom­pe­tenz lange aufrechtzuer­hal­ten
– Probe­fahrt mit einem Fahrber­ater (spezial­isiert­er Fahrlehrer für ältere Men­schen)
– Besuch eines Auf­frischungskurs­es
– Ein­satz von Fahras­sis­ten­zsys­te­men (zum Beispiel Not­brem­sas­sis­tent)

ZVG

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