Fritz und Con­ny Eggen füh­ren mit ihren Blu­men­fel­dern wei­ter, was Vater Fritz vor vie­len Jah­ren ins Leben geru­fen hat (Bild: Mar­tin Zür­cher)

Blumen sind ihr tägliches Leben

7. Novem­ber 2019 | News

Was Vater Fritz Eggen mit sei­nem ersten «self-pic-Blu­men­feld» als Pio­nier ins Leben rief, führt sein Sohn Fritz mit sei­ner Fami­lie nun erfolg­reich wei­ter.

Schnell einen Blu­men­strauss besor­gen. Die­sen Gedan­ken dürf­ten wohl alle schon ein­mal gehabt haben. Seit es vie­ler­orts die «self-pic-Blu­men­fel­der» gibt, ist das auch an einem Sams­tag­abend oder einem Fei­er­tag kein Pro­blem mehr. Auch in Köl­li­ken an der Kreu­zung Hard­stras-se/­Wal­ke­stras­se fin­det man so ein Feld. Bewirt­schaf­tet wird die­ses vom Ehe­paar Con­ny und Fritz Eggen aus Moos­leerau. Fritz Eggens Vater war vor gut 30 Jah­ren einer der Pio­nie­re, die mit den «self-pic-Blu­men­fel­dern» began­nen. «Mein Vater hat im Raum Oftringen/Zofingen die ersten Blu­men­fel­der ange­pflanzt», sagt Fritz Eggen Juni­or. «In den besten Jah­ren waren es gegen zehn Fel­der im gan­zen Kan­ton ver­teilt. Ich bin also schon mit Blu­men auf­ge­wach­sen.»

Kar­tof­feln muss man aus­gra­ben
Con­ny und Fritz Eggen pflanz­ten ihr erstes gemein­sam bewirt­schaf­te­tes Feld im Jahr 2011 an. Mit den Blu­men hat­ten sie von Beginn an Erfolg. Ein Ver­such mit Boh­nen, Kar­tof­feln und Räben schlug fehl. «Unse­re Kun­den hat­ten ja eigent­lich Freu­de am Gemü­se», sagt Con­ny Eggen. «Sie ver­stan­den aber nicht, dass man Kar­tof­feln aus­gra­ben und man nicht nur an der Stau­de zie­hen kann.»

Zum Teil wur­de das Gemü­se auch zu früh geern­tet, also bra­chen die Eggens die­sen Ver­such wie­der ab. Wenn es nach den ersten Früh­lings­blu­men frei­en Platz gibt, pflanzt Con­ny Eggen Busch­boh­nen, Lauch und «Cha­b­is». Dies aber auch nur wenn das Wet­ter es erlaubt.

Son­nen­blu­men sind der Ren­ner
«Unse­re Haupt­sai­son beginnt in den Som­mer­fe­ri­en und dau­ert bis zum ersten Frost», so Fritz Eggen. Das immer noch war­me Wet­ter begün­stigt die Dau­er der Sai­son. So hat es immer noch Zin­ni­en, Son­nen­blu­men, Dah­li­en und ver­schie­de­ne ande­re Blu­men, die auch etwas käl­te­re Tem­pe­ra­tu­ren ertra­gen. «Die «Läue­mü­li» sind aber defi­ni­tiv kaputt­ge­gan­gen, als es das erste Mal unter fünf Grad war», sag­te Con­ny Eggen. Auf­fal­lend ist, dass es immer sau­ber und gepflegt aus­sieht auf dem Feld der Eggens. Jeden Tag sind Fritz oder Con­ny Eggen min­de­stens ein­mal auf dem Feld anzu­tref­fen und wenn Not am Mann ist, kom­men die drei Kin­der zu Hil­fe.

«Die Zah­lungs­mo­ral unse­rer Kun­den ist gut», sagt Con­ny Eggen. «Schwar­ze Scha­fe sind die Aus­nah­me.» Und was machen sie, wenn die Blu­men vor­bei sind? «Wir sind schon fleis­sig dar­an, die Weih­nachts­bäu­me für den Ver­kauf vor­zu­be­rei­ten», so Fritz Eggen.

TIZ