Speer­w­er­fer-Leg­ende Urs von Wart­burg (Bild: zVg)

BTV Aarau

BTV feiert sein 175-jähriges Bestehen

15. Novem­ber 2018 | Sport

Am Sam­stag, 27. Okto­ber, feierte der BTV Aarau in der Auen­halle in Aarau Rohr sein 175-jähriges Beste­hen. Eine grosse Schar BTVler aus allen Riegen fan­den sich in Rohr ein und feierte den Geburt­stag. 1843 wurde der BTV in den Schweiz­erischen Turn­ver­band aufgenom­men, dies geht aus Pro­tokollen des damals in Aarau stattge­fun­de­nen Eid­genös­sichen Turn­festes her­vor. Heute, 175 Jahre später, beste­ht der BTV aus fünf Riegen und gegen 1000 Mit­glieder.

Rund 150 Mit­glieder fan­den sich in der fes­tlich geschmück­ten Auen­halle in Aarau Rohr ein. Mit Archiv­bildern des Vere­ins­fo­tografen Hans Spiel­mann und Infor­ma­tio­nen zu den einzel­nen Riegen wur­den die BTVler begrüsst und schon bald wurde rege disku­tiert. Auch aus der Poli­tik und vom Aar­gauis­chen Turn­ver­band war hoher Besuch angekündigt: Lan­dammann Alex Hürzel­er, Stad­trat Daniel Siegen­thaler und ATV-Präsi­dent Jürg Sen­nrich über­bracht­en Gruss­botschaften. Mit dem Aarauer Jon­gleur Kas­par Tri­bel­horn wurde der Saal zum Staunen und Lachen gebracht.

Vere­in­skassier und Ehren­mit­glied Hans Rein­hard hat sich über viele Stun­den durch zahlre­iche Festschriften, Turn­blät­ter und viele weit­ere Doku­mente gekämpft und die umfassende Geschichte des BTVs für die Besuch­er in einen unter­halt­samen Rück­blick zusam­menge­fasst.

Grün­dung und Anfangszeit des BTV

In den Anfangs­jahren des Vere­ins wurde der BTV vor allem durch den damals stark präsen­ten Kan­ton­ss­chüler­turn­vere­in (KTV) unter­stützt. In frühen Festschriften find­et man dabei auch einige inter­es­sante Anek­doten. Nach gemein­samen Auftrit­ten bei Turn­festen fol­gten bald Schwierigkeit­en. Der junge BTV glänzte mit sportlichen Leis­tun­gen, der KTV eher auf Seit­en des Alko­holkon­sums. Trotz­dem wurde in den frühen BTV-Jahren eine enge Zusam­me­nar­beit mit dem KTV gepflegt. Früher war das gemein­same Ein­tur­nen ein fes­ter Bestandteil ein­er jeden Turn­stunde. Hans Rein­hard zeigte auf, wie die Turn­stun­den damals funk­tion­ierten: «Die Zuteilung erfol­gte auf­grund der per­sön­lichen Nei­gun­gen der einzel­nen Turn­er. Die »Gelenki­gen« wur­den Kun­st­turn­er, die läuferisch Begabten und Kräfti­gen wur­den Leich­tath­leten und die »Ver­spiel­ten« began­nen mit dem Hand­ball.»

Die Riegen des BTV

Mehr und mehr woll­ten sich die einzel­nen Turn­er aber spezial­isieren und so wurde die Grün­dung einzel­ner Riegen unauswe­ich­lich. Dank dieser «Spezial­isierun­gen» haben sich die einzel­nen BTV-Riegen heute etabliert und sind sehr erfol­gre­ich unter­wegs. Die Leich­tath­leten stell­ten beispiel­sweise mehrere Olympiateil­nehmer und haben auch heute nationale Top-Ath­letinnen und Ath­leten in ihren Rei­hen. Die Vol­ley­baller glänzen bei den Frauen und Män­nern mit dem Auf­stieg in die 1. Liga und die Geräte­turner­in­nen ste­hen regelmäs­sig an den Wet­tkämpfen des Turn­ver­bands im Ram­p­en­licht. Aber auch der Bre­it­en­sport darf nicht fehlen, so kann man sich beispiel­sweise in der Fit­ness- oder Män­nerriege fit hal­ten und gemein­same Aus­flüge zur Pflege der Kam­er­ad­schaft geniessen.

Dig­i­tal­isierung beim BTVs

Auch im Vere­in­swe­sen hält die Dig­i­tal­isierung Einzug. Ehren­mit­glied Urs Anten­er hat in zahlre­ichen Stun­den das gesamte BTV-Vere­in­sarchiv dig­i­tal­isiert. Dabei hat er mit seinem Team keine Mühe gescheut.

Nicht ein­mal das Aare-Hochwass­er 2007 kon­nte ihn dabei aufhal­ten. Zahlre­iche Stun­den wur­den mit dem Ein­scan­nen von vergilbten Seit­en und der manuellen Auf­bere­itung von Tex­ten ver­bracht. Das Resul­tat kann sich sehen lassen: Über 900 Doku­mente sind ab sofort öffentlich zugänglich auf der Home­page des BTV Aarau (www.btvaarau.ch) abruf­bar. Das Archiv ver­fügt über eine intel­li­gente Voll­textsuche über alle Doku­mente. So kann auch unser Nach­wuchs dig­i­tal in die 175-jährige Geschichte des BTV Aaraus ein­tauchen, ohne sich dafür müh­selig durch ein Arse­nal von Bildern, Zeitschriften oder Festschriften wühlen zu müssen.

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