Sieg im Supercup – erster Titel seit 20 Jahren

Sieg im Supercup | Der Landanzeiger

Was für ein Saisonstart! Der HSC Suhr Aarau überzeugt am Handball Supercup in Winterthur mit einem starken Kollektiv und erkämpft sich den ersten Titel der Vereinsgeschichte. Die Aargauer gewinnen den ersten Final der Saison gegen die Kadetten Schaffhausen, verdient und überraschend deutlich mit 25:20 (11:9).

20 Jahre nach dem TV Suhr holt der HSC Suhr Aarau den Supercup zurück in die Region. Der Auftritt des Aussenseiters vor 1000 Zuschauern in der ausverkauften AXA Arena in Winterthur war überzeugend. Die Mannschaft von Trainer Mischa Kaufmann kämpfte von Beginn an mit Leidenschaft um den Titel und zermürbte die Schaffhauser mit einer starken Deckung. Nach einer Viertelstunde stand es in der von viel Physis geprägten Partie erst 3:2 für die Kadetten – und es sollte die letzte Führung des Titelverteidigers bleiben.

Gegner zum Verzweifeln gebracht
Die starke Verteidigung des HSC stellte die Kadetten vor grosse Probleme, und die Aargauer erarbeiteten sich beim 10:7 erstmals eine Drei-Tore-Führung. Überragender Akteur war der Portugiese Joao Ferraz, der sowohl offensiv, als auch defensiv ein grosses Pensum absolvierte und insgesamt sechs Treffer zum Erfolg beisteuerte. Suhr Aarau konservierte den Vorsprung bis zur Pause (11:9), und baute den Abstand nach dem Seitenwechsel gar weiter aus.

Die Kadetten fanden schlicht kein Mittel gegen die agile, aufopferungsvolle gegnerische Deckung. In Abwesenheit von Zarko Sesum und Angel Montoro hatten die Schaffhauser nicht die nötigen Varianten – und weil sich HSC-Keeper Dragan Marjanac in der zweiten Halbzeit immer weiter steigerte und gemeinsam mit seinen Vorderleuten ein fast unüberwindbares Bollwerk darstellten, war es um den Favoriten bald geschehen.

Der HSC Suhr Aarau führte nach 47 Minuten beim 21:14 erstmals mit sieben Toren und erstickten in der Folge jeden Versuch der Kadetten, eine Aufholjagd zu starten, im Keim. Die Mannschaft des neuen Kadetten-Trainers Adalsteinn Eyolfsson blieb am frühen Sonntagabend blass. Sie fand ihren Meister in einem starken Aargauer Kollektiv, das den Titel von der ersten Minute an gewinnen wollte. Und sich am Ende ebenso souverän wie verdient durchsetzte.

Kaum Zeit zum Feiern
Ausgelassen feiern konnte der HSC Suhr Aarau seinen ersten Titel der Vereinsgeschichte nicht. Bereits gestern Mittwoch startete die neue Meisterschaft mit dem Auswärtssspiel gegen St. Otmar St. Gallen und am Sonntag geht es zu Hause, in der Schachenhalle Aarau, mit dem Aargauer Derby gegen den TV Endingen weiter. 

Eine Woche lang nur Fussball

Juniorencamp FC Aarau | Der Landanzeiger

Das FC Aarau Juniorencamp feiert Jubiläum: Zum 25. Mal findet es statt. Fast wäre es jedoch nichts geworden mit dem Jubiläum. Das in den Frühlingsferien geplante Camp musste abgesagt werden. Sehr zur Freude der 260 Kids kann es diese Woche im Schachen doch noch stattfinden.

Am Sonntag war alles (fast) wie immer: Der Startschuss des FC Aarau Juniorencamps im Festzelt im Schachen mit 260 Kids, deren Eltern, den Organisatoren, Trainern, Betreuern, Küchenmannschaft, Sanitätern und weiteren Helfern. Wegen des Coronavirus galten auch hier spezielle «Spielregeln». So herrschte im Festzelt, das in Sektoren unterteilt war, für alle Erwachsenen eine Maskentragepflicht, an die sich alle hielten. «Wir sind froh, dass wir im Jubiläumsjahr unser Camp doch noch durchführen können», sagte Yannik Schmitter vom OK an seiner Begrüssungsrede. OK-Präsident Thomas Valli erklärte, dass alle aussersportlichen Aktivitäten wie beispielsweise der VIP-Apéro gestrichen wurden und dass man sich dadurch voll und ganz auf die Kinder konzentrieren könne, auf die ein paar zusätzliche Highlights warteten. 

Für die 260 Kids, die noch bis heute Donnerstag im Schachen sind, heisst es: Eine Woche lang nur Fussball spielen, was gibt es Schöneres?! 

Auf Aarauer Brunnen-Tour

Auf Aarauer Brunnen-Tour | Der Landanzeiger

Dass die Brunnen in Aarau richtige Publikums-Magnete sind, das hat der Maienzug vor einigen Wochen wieder einmal bewiesen. Doch die Aarauer Brunnen sind auch ohne Blumenschmuck richtige Hingucker. Zelgli, Gönhard, Aeschbachquartier, weiter in den Stadtteil Rohr und wieder mitten in die Altstadt – Wir haben uns auf Entdeckungsreise gemacht, um hier eine kleine Auswahl an Aarauer Brunnen zu präsentieren. Und es gibt noch ganz viele weitere Brunnen, die es sich zu entdecken lohnt. Können Sie, ohne die Bildlegende zu lesen, alle Brunnen korrekt verorten?

Wasser spielt seit jeher in der Aarauer Stadtgeschichte eine spezielle Rolle. Sie wollen mehr über Brunnen, Mühlen, Wasserrinnen und den Stadtbach erfahren? aarau info bietet mit «Wasser in Aarau – einst und heute» einen spannenden Stadtrundgang zu diesem Thema an. Die nächste Führung ist für Samstag, 25. Juli vorgesehen. Weitere Informationen dazu gibt es auf aarauinfo.ch.

Stadtrundgang zum Thema «Wasser in Aarau»

Ein Maienzug für die Geschichtsbücher

Maienzug 2020 grossartige Blumendekos | Der Landanzeiger

Ja, der Maienzug in seiner gewohnten Form wurde abgesagt. Aber nein, so ganz kann und will Aarau nicht auf den schönsten Tag im Jahr verzichten.

Der Maienzug 2020 war anders, er wird so oder so in die Geschichte eingehen aber auch er war wunderschön. Grosser Anziehungspunkt waren die wunderbar geschmückten Brunnen. So viel geschmückt wie in diesem Jahr, wurde noch nie. Aber auch traditionelle weisse Kleider und Blumenkränze waren an diesem Freitag viel zu sehen.

Wer das Bankettessen nicht in einem privaten Rahmen einnehmen wollte, traf sich in einem Restaurant oder nahm an einem der angebotenen Bankette teil. Der Maienzug 2020 war in seiner aussergewöhnlichen Art schön zu erleben. Doch es sind sich alle einig: Man freut sich auf 2021, um dann hoffentlich wieder einen stinknormalen Maienzug zu erleben.

Acker pflügen einmal anders

Motocross Training bei Hängärtner Suhr | Der Landanzeiger

Über 70 Motocross-Fahrer aus der halben Schweiz nutzen die Möglichkeit, auf dem Gelände neben dem Kompostierplatz Hängärtner in Suhr zu trainieren. Es herrscht eine Stimmung wie an einem richtigen Rennen.

Bis vor kurzer Zeit wuchs auf dem 1,6 ha grossen Feld neben dem Kompostierplatz der Firma Hängärtner in Suhr noch Gerste. Nach der Ernte fahren zum ersten Mal in diesem Jahr die «Pflüge» auf. Sandro Hängärtner und sein Vater Heino luden ihre Motocross-Kollegen zum ersten von drei «Fiirobe- Trainings» auf dem offenen Feld ein.

Gekommen sind über 70 Lizenzierte und Unlizenzierte, Hobbyfahrer und Einsteiger. Sie alle nutzen die Möglichkeit für ein dreistündiges Training zwischen der Bahnlinie und der Autobahn an der Grenze zwischen Oberentfelden und Suhr.

Wenig Trainingsmöglichkeiten
Wer sich im Wagenpark umsieht, trifft auf Autonummern aus der halben Schweiz. «Solche Trainingsmöglichkeiten gibt es nur ganz wenige in unserer Region», weiss Sandro Hängärtner, der früher selber Rennen fuhr, so wie sein Vater auch.

«Eine Supersache habt ihr hier wieder organisiert », lobt ihn ein Fahrer aus der Zentralschweiz in einer Trainingspause. Auch er gehört zu denen, die sonst weite Wege ins Ausland auf sich nehmen, um Trainings absolvieren zu können.

Für die Zuschauer und Betreuer hat Vater Heino und Renate Hängärtner mit vielen fleissigen Helferinnen und Helfern eine Festhütte direkt an der Rennstrecke aufgestellt. Für Speis und Trank ist reichlich gesorgt. Das Publikum ist bunt gemischt. Vom kleinen Dreikäsehoch – mit guten Gehörschutz ausgestattet – und dem Plüschteddy unter dem Arm, über den Fachmann bis hin zur mitfiebernden Mutter, alles ist vor Ort. Tolle Sprungeinlagen werden gewürdigt, Fahrfehler kritisch beäugt und bei Stürzen wird mitgelitten.

Eine grosse Familie Nach drei Stunden ist wieder Ruhe auf dem Feld. Die Motorräder – egal ob zwei-, drei- oder vierrädrig, wieder versorgt und die Fahrer abgekämpft. Nach einer ersten Grobreinigung wird der Rest von Staub und Dreck mit etwas Kühlem heruntergespült. Im Festzelt wird gelacht und die einzelnen Zweikämpfe eifrig diskutiert. Der jüngste Trainingsteilnehmer ist längst im Bett, als die letzten Motocrosser das Gelände verlassen. Man freut sich schon heute auf ein Wiedersehen, egal ob in Suhr oder sonst wo auf einer Trainings- oder Rennstrecke.

Wenn das Herz schneller schlägt

Maienzug 2019

Ein wunderbarer Vorabend, das Schönwetterprogramm am Maienzug, die weissen Kleider, der Blumenschmuck und dann noch das Einläuten der Sommerferien. Das alles macht den Maienzug für alle Aarauerinnen und Aarauer zum schönsten Tag im Jahr.

«Am ersten Freitag im Juli ist ein Aarauer ein Aarauer. Ob er dann gerade in Haiti ist, als Reporter oder im Studio 10 in Leutschenbach als Tagesschau-Moderator. Am ersten Freitag im Juli ist er immer Aarauer», sagt Florian Inhauser nach dem Umzug an der Morgenfeier im Telliring treffend.

Vor allem das Schönwetterprogramm, hat einmal mehr dafür gesorgt, dass alle, die Aarau im Herzen tragen, an den Maienzug kommen. Alle Jahre wieder ist der Maienzug für sie der schönste Tag im Jahr.

2019 gab es einige Neuerungen: So wurde am Bankett erstmals ein feines Vegi-Menü serviert. Wer sich einen Gemüsestrudel aussuchte, der teilte auch gerne mit seinen neugierigen, fleischessenden Nachbarn. So hörte man da und dort immer wieder: «Nächstes Jahr nehme ich auch das Vegi-Menü.»

Auch das Abendprogramm mit Tanz auf der Schanz schien gut anzukommen. Man sah dort viele «Maienzügler», die ansonsten schon nach Hause gegangen wären. Nun freut sich jeder Aarauer darauf, dass es im 2020 wieder einen ersten Freitag im Juli gibt.

Spektakel im Glutofen

Bergrennen Reitnau 2019 | Der Landanzeiger

Schon früh am Sonntagmorgen war klar, dass dies für alle eine harte Sache werden wird. Es war schon heiss, als der Starter Walter Gigli die ersten Rennfahrer zu ihren Trainingsläufen auf die Strecke schickte.

Am Ende waren es wieder die üblichen Verdächtigen die die drei schnellsten Zeiten fuhren: Eric Berguerand brannte mit 47.22 Sekunden für die 1.6 Kilometer lange Strecke erneut einen Streckenrekord in den Reitnauer Teer. Der Oberdiessbacher Marcel Steiner erkämpfte sich den 2. Platz und 3. wurde Thomas Amweg, der vor den Augen seines Vaters Fredy (die Reitnauer Rennsport-Legende schlechthin) erstmals die 50-Sekunden-Marke unterbot.

Einige der Piloten übertrieben ein bisschen. Sie crashten ihre Rennwagen und sie benötigen wohl mehr als eine Nachtschicht, um diese wieder renntauglich hinzukriegen.