«Zäme für eusi Schwiiz – zäme stark!»

Zäme für eusi Schwiiz | Der Landanzeiger

Liebe Aargauerinnen, liebe Aargauer, liebe Leserinnen, liebe Leser

In diesem Jahr ist alles anders. Wegen der Corona-Pandemie trat vieles in den Hintergrund, was vorher wichtig war. Vieles, was von langer Hand geplant war, musste abgesagt werden – so leider auch ganz viele 1. August-Feiern. Ich habe mich darauf gefreut, zusammen mit der Bevölkerung unsere Schweiz zu feiern und die traditionelle 1.-August-Rede in Schöftland zu halten. Weil die Feier in diesem Jahr nicht durchgeführt werden kann, habe ich meine Ansprache auf Video aufgenommen. Meine Botschaft finden Sie ab dem 1. August auf der Internetseite unter www.schoeftland.ch oder untenstehend in schriftlicher Form.

Die Fähigkeit, unbeschadet – ja sogar gestärkt – aus Stress- und Krisensituationen herauszugehen, nennt sich «Resilienz ». Der Begriff Resilienz hat seine Ursprünge in den 50er-Jahren. Damals untersuchte eine Entwicklungspsychologin, warum einige Kinder, welche in prekären Verhältnissen aufgewachsen sind, ihr Leben trotzdem meistern und warum andere dies nicht schaffen. Gründe gab es unterschiedliche. Einer aber war besonders wichtig: Diejenigen, welche zu fürsorglichen, selbstbewussten und erfolgreichen Erwachsenen herangewachsen sind, hatten meist selber eine liebevolle Bezugsperson im Leben, die sich um sie kümmerte. Und das machte sie belastbar, gab ihnen innere Stärke.

Heute gibt es Resilienzkurse für Teams, Führungskräfte, Lehrpersonen, Resilienztrainings mit Hunden oder Pferden und unzählige Ratgeber in Buchform. Aber auch für ein Land ist Resilienz wichtig. Üben lässt sich die Widerstandsfähigkeit allerdings nur bedingt. Und sie zeigt sich erst im Ernstfall. Bei uns in der Schweiz hat sie sich gezeigt. Wir haben während der Corona-Pandemie gesehen, dass unser Land und seine Menschen eine Krise bewältigen können. Und das hat viele Gründe. Die Bürgerinnen und Bürger vertrauen dem Staat und den Institutionen und halten sich an die Regeln. Bei uns finden in Gesellschaft und Politik intensive, aber sachliche Auseinandersetzungen und Debatten statt. Und wir haben eine starke und funktionierende Demokratie, welche fähig ist, vorgängige Entscheide, wenn nötig, auch zu korrigieren und aus Erfahrungen zu lernen. In autokratisch regierten Ländern kann man einen solchen Lernprozess nicht beobachten. Hier versucht die Herrscherklasse vielmehr, Fehlentscheide zu vertuschen, schönzureden und externe Schuldige zu finden. Wichtig für die Resilienz eines Staates sind auch die Solidarität und Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung. Auch diese konnte man in den letzten Monaten überall in der Schweiz und hier im Aargau sehen und spüren.

Die Schweiz ist widerstandsfähig. Wir meistern die Krise. Damit ist es aber noch nicht getan. In einem zweiten Schritt wird es darum gehen, aus der Krise zu lernen, offen zu bleiben auch für unvorhersehbare Dinge und schliesslich auch den Wandel als Chance zu begreifen. Eine Krise ist immer auch eine Chance, sie bietet Möglichkeiten, uns weiterzuentwickeln, uns dort zu bewegen, wo wir uns festgefahren haben. Sie ist eine Gelegenheit, sich neu zu erfinden. Neuen Schub kann unser Land durchaus gebrauchen, etwa im Bereich des Umweltschutzes oder bei der Sicherung der Vorsorge. Auch den Digitalisierungsschub gilt es jetzt zu nutzen und die digitale Transformation voranzutreiben. Die Digitalisierung, das hat sich gezeigt, hat viele Vorteile und sie macht uns nicht zuletzt auch resilienter in Krisenzeiten. Sie gibt uns die Möglichkeit, bei einer Pandemie den nötigen Abstand zu wahren und trotzdem mobil zu bleiben, uns auszutauschen, zu arbeiten.

Ist die Schweiz genug resilient, um die Krise nicht nur zu meistern, sondern auch gestärkt daraus hervorzugehen? Für mich besteht kein Zweifel daran. Denn auch unser Land hat «liebevolle» Bezugspersonen, die sie in Krisenzeiten wie auch in normalen Zeiten stützen. Das sind die Bürgerinnen und Bürger. Das sind Sie, liebe Aargauerinnen und Aargauer. Menschen, die sich um die Mitmenschen kümmern. Menschen, die unser Land und seine Menschen lieben. Unsere Schweiz, und damit wir alle, haben das Glück, uns auf viele solche Menschen stützen zu dürfen. Die Schweiz wird vom Engagement und der Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit unserem Staatswesen getragen und zusammengehalten. Bürgerinnen und Bürger, die sich in der Politik, in Vereinen, Nachbarschaften und Familien engagieren, die unaufgeregt und sachlich handeln und politisieren, die Strategien und Ziele für unser Land haben und diese einbringen, die optimistisch bleiben und auch Verständnis für das Gegenüber aufbringen. Die Menschen sind der eigentliche Erfolgsfaktor unseres Landes.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen Nationalfeiertag und danke Ihnen allen für Ihren ganz persönlichen Einsatz für Ihre Gemeinde, den Aargau und für die Schweiz. Herzlichen Dank! Zäme für eusi Schwiiz! – zäme stark!

Dr. Markus Dieth
Landammann Kanton Aargau

Alexander bringt das Tanzcafe zurück

Alexander bringt das Tanzcafe zurück | Der Landanzeiger

DJ Alexander Näpflin sorgt mit seinem Tanzcafe für Stimmung in den Schweizer Alters- und Pflegezentren. Jeden 2. und 4. Dienstag im Monat von 14.30 bis 16.00 Uhr streamt der Schallplatten DJ aus seinem Musikkeller in Muhen die beliebtesten Schlager und Melodien aus längst vergangenen Zeiten. Das Angebot ist kostenlos.

Über den unten stehenden Link können ältere Menschen, die in Alters- oder Seniorenzentren leben, auch während der Corona-Zeit die Musik aus vergangenen Tagen mit Tanzcafe- Charakter erleben.

Discjockey Alexander spielt die Musik von Schallplatten und moderiert live. Das Angebot ist kostenlos, Spenden sind herzlich willkommen.

Jeden 2. und 4. Dienstag
Ab Juli 2020 jeweils am 2. und 4. Dienstag im Monat streamt Schallplatten-Discjockey Alexander Näpflin via Internet Musik für ältere Menschen und ihre Angehörigen direkt aus seinem Musikkeller. Er legt ausschliesslich mit Schallplatten auf und spielt Evergreens, Schlager, Oldies und Volkstümliche Musik.

Erfahrener Nostalgie DJ
Zusammen mit der bekannten TV- und Radiomoderatorin Verena Speck betreute er von 2017 bis 2018 «Musikmamsell’s Tanzcafe » in Zürich Oerlikon und sofern es die Zeiten zulassen tritt er als Nostalgie Discjockey in Alters- und Pflegezentren in der ganzen Schweiz auf.

Kostenloses Angebot
Das Tanzcafe können Alters- und Pflegezentren für ihre BewohnerInnen kostenlos streamen. Das Tanzcafe finanziert sich über Spenden und aus dem Verkauf von gebrauchten Schallplatten, die Discjockey Alexander in Muhen nach Vereinbarung kostenlos abgegeben werden können.

Nächste Termine
Jeden 2. und 4. Dienstag im Monat, immer von 14.30 bis 16.00 Uhr.
11. und 25. August, 8. und 22. September, 13. und 27. Oktober, 10. und 24. November, 8. und 22. Dezember

Hier gehts zur Homepage von DJ Alexanders Tanzcafe https://www.tanzcafe.ch/

Hier gehts zum Live-Stream an den Tanzcafe https://www.mixcloud.com/live/swissdjalexander/

Studie zeigt: Auch Patienten ohne Risiken können schwer erkranken

Studie zeigt: Auch Patienten ohne Risiken können schwer erkranken | Der Landanzeiger

Das Alter und bestimmte Risikoerkrankungen sind nicht zwingend der Grund für einen schweren Verlauf einer COVID-19-Erkankung. So lautet eines der Ergebnisse einer jüngst publizierten Beobachtungsstudie aus dem Kantonsspital Aarau.

Das Kantonsspital Aarau (KSA) hat kürzlich als eines der ersten Spitäler in der Schweiz die Ergebnisse einer Beobachtungsstudie zu seinen ersten 100 Patientinnen und Patienten, die während der Corona-Pandemie im Spital in Aarau hospitalisiert werden mussten, publiziert. Vergleichbare lokale und retrospektive Studien zu COVID-19 und den damit hospitalisierten Patientinnen und Patienten sind bereits aus anderen Ländern bekannt, so bspw. aus dem chinesischen Wuhan (Frühphase der Pandemie), aus der Lombardei (ITA) oder aus New York (USA).

Im Fokus der Aarauer Studienbeobachtung standen lediglich solche männlichen wie weiblichen Patienten, die positiv auf COVID-19 getestet und hospitalisiert werden mussten. Das Fazit: Rund ein Drittel aller beobachteten stationären Patientinnen und Patienten im KSA zeigten schwere oder komplizierte Krankheitsverläufe, die entweder eine Intensivbehandlung notwendig machten oder zum Tode führten. Interessant ist, dass die Studie zeigt, dass ein sehr hohes Alter oder bestimmte vorhandene Grund, respektive Risiko- Vorerkrankungen, nicht zwingend zu diesen schweren Verläufen führen. Auch jüngere Personen (unter 60-Jährige) ohne schwere Grunderkrankungen können betroffen sein. Die Verweildauer sämtlicher stationären COVIDPatienten im Spital ist ausserdem vergleichsweise lang, so ein weiteres Ergebnis der Beobachtung.

Ob eine COVID-19-Erkrankung tendenziell einen schweren Verlauf nimmt, lässt sich insbesondere anhand von Entzündungs- und Blutsättigungswerten und dem allgemeinen klinischen Zustand des Patienten abschätzen, so die Studie. Die Studienautorinnen und -autoren des KSA erhoffen sich, dass ihre jetzt veröffentlichten Ergebnisse zusammen mit den Daten aus weiteren Schweizer Spitälern es künftig möglich machen werden, Risikomodelle für die Schweiz zu entwickeln, die eine noch bessere Verlaufsprognose ermöglichen und damit auch die Behandlung verbessern helfen. Die Studie wurde am 15. Juli 2020 im Swiss Medical Weekly publiziert.

Hier gehts zur Studie des Kantonsspitals Aarau https://smw.ch/covid-19

Herausforderung mit Bravour gemeistert

Auch für die Regionalpolizei haben sich die Aufgaben durch das Coronavirus und der Arbeitsalltag verändert. Reto Tresch, der Stellvertretende Repol- Zofingen-Chef, erlaubt einen Einblick in den neuen Alltag der Regionalpolizei, die in Schöftland einen Aussenposten betreibt und für die Region Wigger-, Suhren- und Ruedertal zuständig ist.

Permanent achtete unsere Regionalpolizei auf die Einhaltung der vom BAG festgelegten Verhaltensregeln im öffentlichen Raum: Social Distancing im 2-Meter-Mindestabstand, das Verbot von Menschenansammlungen oder der Aufenthalt auf Sport-, Freizeitund Schulanlagen zwischen 20 und 8 Uhr morgens mussten kontrolliert werden. In Absprache mit der Kantonspolizei Aargau führte die Repol gewerbepolizeiliche Kontrollen in Geschäften, Restaurationsbetrieben, Fitnesscentren, Autowaschanlagen und anderen Lokalitäten durch. In der Anfangsphase wiesen die Ordnungshüter noch präventiv auf die Beachtung der Regeln hin.

54 Covid-19-Ordnungsbussen wurden bisher ausgestellt
Der Stellvertretende Chef der Regionalpolizei Zofingen, Reto Tresch (48), der seit 21 Jahren zuerst der Stadt- und dann der Regionalpolizei angehört, erlaubt einen Einblick in die Arbeit während des Corona- Lockdowns. «Durch den Rechtsstillstand im Betreibungsbegehren und den Wegfall an Rechtshilfeersuchen sowie des Verkehrs- und Jugendpräventionsunterrichts an Schulen blieb die Polizeipräsenz im Einzugsgebiet gewährleistet» versichert Tresch glaubwürdig, und fügt an: «Das von der Polizeiführung erarbeitete Schutzkonzept zum Eigenschutz und die damit verbundenen Hygienemassnahmen sowie die Einhaltung der Abstandsregeln gehörten von Anfang an zum täglichen Geschäft in Gebäuden wie auch im Aussendienst. Dank ausreichender Personalressourcen und einer angepassten Patrouillenstrategie hielten sich die geleisteten Überstunden im gewohnten Rahmen. Die höhere Anzahl an Doppelpatrouillen erlaubte es, flexibel und zeitnah auf gesellschaftliche Verhaltensänderungen schnell zu reagieren», so der stellvertretende Repol-Chef.

Positives Feedback aus allen Teilen der Bevölkerung bewiesen, dass die erhöhte Polizeipräsenz wahrgenommen und weitestgehend positiv aufgenommen wurde. Trotz des Ausfalls von sechs Risikopersonen waren Sicherheit und Ordnung zu jeder Zeit gewährleistet und die Einsatzfähigkeit zu 100 Prozent sichergestellt, betont der Adjutant.

Sechs Risikopersonen und acht Verdachtsfälle in Selbstisolation
Erwähnenswert sind die polizeilichen Interventionen bei acht Corona-Verdachtsfällen. Eine Selbstisolation der uniformierten Einsatzkräfte wurde jeweils angeordnet. Erfreulicherweise fielen alle Tests bei den Personen, die mit den Polizistinnen und Polizisten in körperlichen Kontakt kamen, negativ aus, sodass die Polizeiangestellten innerhalb von 48 Stunden ihren Dienst fortsetzen konnten. Hohe Flexibilität in der Dienstplanung wurde jedem Einzelnen abverlangt. Bis heute verzeichnet die Regionalpolizei Zofingen keine Corona- Erkrankung. Alle sechs Risikopersonen nahmen ihre Arbeit in ihren Teams wieder auf.

Ein Satz aus dem Leitbild der Polizei lautet «Der Mensch steht im Mittelpunkt». Wie wichtig diese Aussage ist, präzisierte Tresch abschliessend: «Für mich ist dieser Leitsatz der Regionalpolizei Zofingen gegen innen und aussen zentral. Tagtäglich bemühe ich mich, diesem gerecht zu werden, nicht zuletzt in der Corona-Krise hat sich gezeigt, wie wichtig jeder Einzelne ist, um eine solche Pandemie gesund meistern und gestärkt daraus hervorgehen zu können.» Während der Lockdown-Phase war die Agenda, die sonst von Besprechungen, Rapporten und weiteren fremdgesteuerten Verpflichtungen geprägt ist, weniger voll. Nach dem dritten Lockerungs-Massnahmenpaket war aber schon spürbar, dass sich dies in Zukunft schnell wieder ändern und der normale Polizeialltag bald wieder einkehren wird.

Nach Notlandung im Maisfeld mit Heli abtransportiert

Nach Notlandung im Maisfeld mit Heli abtransportiert | Der Landanzeiger

Ein geplanter Alpenrundflug nahm am Sonntag eine dramatische Wende und führte zu einer Notlandung in einem Maisfeld bei Reitnau. Verletzt wurde niemand. Es entstand nur Sachschaden. Das Flugzeug wurde am Dienstagmorgen mit einem Hubschrauber zurück aufs Birrfeld geflogen.

Nach Notlandung im Maisfeld mit Heli abtransportiert | Der Landanzeiger
Nach Notlandung im Maisfeld mit Heli abtransportiert | Der Landanzeiger

Ein Pilot startete am Sonntag zusammen mit einer Passagierin zu einem Alpenrundflug ab dem Flugplatz Birrfeld. Über dem Suhrental stellte plötzlich der Motor ab. Weil es nicht für eine Landung auf dem Flugplatz Triengen reichte, entschied sich der Pilot für eine Notlandung auf einem Feld in Reitnau. Bei der Landung am Ende eines Maisfelds brach das Bugrad ab und der Propeller wurde verbogen. Verletzt wurde niemand. Nach ersten Untersuchungen der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle und der Kantonspolizei wurde das Flugzeug am Dienstagmorgen mit einem Hubschrauber zurück ins Birrfeld geflogen.

Der Rueder-Taler ist getauft

Der Rueder-Taler ist getauft | Der Landanzeiger

Ab sofort gibt es im Ruedertal eine neue Währung. Goldig glänzend, massiv und hübsch anzusehen wird der Ruedertaler als neues Zahlungsmittel in den Portemonnaies und in den Kassen des Ruedertales zu finden sein. Darauf hofft der Gewerbeverein Inorued und die Gemeinden Schlossrued und Schmiedrued, die am vergangenen Sonntagnachmittag in der Badi Walde zur Taufe des Talers eingeladen hatten. 20 Kinder waren eingeladen, nach denen im Schwimmbad verteilten Talern zu tauchen. War das ein Fest, wenn wieder einer der Taler in der Tiefe des Beckens gefunden wurde.

Der Rueder-Taler ist getauft | Der Landanzeiger
Erwartungsfroh warteten die Kinder darauf, nach den Talern tauchen zu dürfen

Deshalb gibt es den Rueder-Taler
Der Gewerbeverein Inorued informierte auf der Webseite und vor Ort, vertreten durch Matthias Müller, Präsident von Inorued, und dem Vizeammann von Schmiedrued, Heinz Sommerhalder, über Sinn und Zweck des Ruedertalers und was er bewirken soll: «Wussten Sie, dass es über hundert gewerbliche Betriebe im Tal gibt? Dieses vielfältige Gewerbe vor Ort ist wichtig. Es stellt die Nahversorgung sicher, bietet Arbeits- und Ausbildungsplätze, generiert Steuerertrag und unterstützt unzählige Vereinsanlässe mit Sponsoring.» Der Gewerbeverein Inorued will die Arbeitsund Ausbildungsplätze im Tal erhalten. Die Gemeinderäte von Schmiedrued und Schlossrued teilen dieses Interesse vollends. Darum haben Inorued und die beiden Gemeinden den Rueder-Taler ins Leben gerufen. Diese Währung soll den Umsatz im Tal steigern.

Ein Taler entspricht einem Schweizerfranken. Die dekorativen Geldbeutel, gefüllt mit Talern, können ab sofort auf den Gemeindeverwaltungen, im Detailhandel sowie in den Restaurants gekauft werden, die aktuellen Abgabeorte für die Taler findet man auf (www.inorued. ch/Rueder Taler Verkaufsstellen. Einlösbar sind die Taler in allen Betrieben des Gewerbevereins Inorued (www. inorued.ch/firmen). Neue Firmen im Verein sind herzlich willkommen.

Im Anschluss an den offiziellen Teil waren alle Badegäste zu einem Apéro eingeladen und für die Kinder gab es eine der feinen Ruedertaler Hofglacen.

Der Rueder-Taler ist getauft | Der Landanzeiger
Auch Viviane war beim Tauchen erfolgreich

Einen Blick in die Aarauer Zukunft werfen

Einen Blick in die Aarauer Zukunft werfen | Der Landanzeiger

Bereits die Abbrucharbeiten der Kettenbrücke haben zahlreiche Zuschauer angelockt. Altes und historisches verschwindet und wird durch Neues ersetzt, das will man mitverfolgen. Während von der Hilfsbrücke aus die Arbeiten an der neuen Brücke weiter mitverfolgt werden können, lockt die Kettenbrücke nun auch mit einem Blick in die Zukunft. Denn am Geländer der Hilfsbrücke befinden sich seit neustem drei verschiedene QRCodes.

Einen Blick in die Aarauer Zukunft werfen | Der Landanzeiger
Unter und über die neue Kettenbrücke
Einen Blick in die Aarauer Zukunft werfen | Der Landanzeiger
Der Blick der Kettenbrücke entlang Richtung Altstadt

«ÜberBrücken Sie die Zeit» steht dort bei den Codes. Scannt man einen dieser Drei dann mit der Kamera des Handys ein, bekommt man die Visualisierung der neuen Kettenbrücke zu sehen. Ein sonniger Tag, entlang der Aare spazieren Menschen, der Bus fährt gleich über die Brücke und im Hintergrund zu erkennen ist der Eniwa-Kraftwerkturm. Je nachdem welchen der drei Codes eingescannt wird, passt sich die Visualisierung dem Standort des Betrachters an. Nun kann hin und her geblickt werden und sowohl zoomen als auch ein Panoramablick sind möglich.

Wer nun keine Möglichkeit hat, zur Kettenbrücke zu reisen, dem soll der Blick in die Zukunft nicht verwehrt werden. Mit dem untenstehenden QRCode gelangen Sie zu einer der drei Visualisierungen.

Hier gibt es eine 3D-Visualisierung

Neues aus dem Wildpark Roggenhausen

Tierpfleger im Roggi | Der Landanzeiger

Sommer, Sonne, Ferienzeit – ein Besuch im Wildpark Roggenhausen lohnt sich nicht nur, weil es da bei Temperaturen um die 30 Grad spürbar angenehmer ist. Im Roggi gibt es derzeit auch ganz viele Tier-Kinder zu beobachten. Der Jöö-Effekt ist garantiert.

Zwar liess sich der neue Platzhirsch im Roggi und sein Gefolge am Tag des Besuchs nicht blicken (zu heiss waren die Temperaturen, die Rothirsche zogen sich in den kühleren Wald zurück), aber man ist sehr zufrieden mit Rothirsch Silvio. Der zurückhaltende Bursche hat seine Aufgabe gemeistert und dem Wildpark Rothirsch-Nachwuchs geschenkt. Silvio hat im Februar 2019 die Nachfolge von Rothirsch Aaro eingenommen.

Kleiner Tipp: Silvio verzieht sich gerne in die Ecke seines Geheges Richtung Wildschweine. Dort kann der Prachtskerl mit seinem wachsenden Geweih gut beobachtet werden.

Die Rothirsche liessen sich nicht blicken, dafür genossen aber die Damhirsche ihre Ruhe im Schatten der Bäume, bevor auch die sich in den Wald verzogen. Und auch da gibt es putzigen Nachwuchs. Sie sind im vergangenen Monat auf die Welt gekommen.

Wildschweine im Roggi | Der Landanzeiger
Die 18 Wildschweinkinder können richtige Rabauken sein … doch bei 30 Grad geniessen auch sie ein Nickerchen im Schatten

Immer spannend zu beobachten, sind die Wildschweine. Die zwei Wildschwein-Mütter haben im Februar einmal zehn und einmal neun Babys auf die Welt gebracht. Eines, es war auch das Schwächste, hat es nicht geschafft. Die 18 Wildschweinkinder können für richtig Action sorgen.

Vergangene Woche frisch geschlüpft sind vier Pfauenbabys. Gut behütet von Mama erkunden sie Gras und Gebüsch. Pfauenbabys sind im Roggenhausen nicht selten, dass es aber gleich vier aufs Mal sind, das ist eher selten.

Minipigs im Roggi | Der Landanzeiger
Leckerschmecker Eis-Überraschung bekommen die Minipigs

Grossen Spass an der Hitze hatten die Minipigs. Denn sie bekamen zum ersten Mal in diesem Sommer, für die drei Kleinen sogar das erste Mal in ihrem Leben, einen eisigen Snack. Randen, Bananen, Birnen, Karotten umhüllt von Eis. Damit sind sie um die zwei, drei Stunden beschäftigt.

Ponys haben sich gut eingelebt
Sie sind definitiv keine Tierkinder mehr, aber trotzdem neu im Roggenhausen: Die Pony-Jungen Max, Moritz und Archie. Als Pony Morengo im Oktober 2019 starb, kamen die zwei Shetlandpony-Zwillinge Max und Moritz ins Roggi. Im Februar 2020 starb auch Mira. Archie hat die Gruppe wieder vervollständigt. Die drei haben sich wunderbar eingelebt, kommen gut miteinander aus, sind kinderlieb und freuen sich auf jeden Besuch.

Vor zwei Monaten haben auch die Steinböcke Nachwuchs bekommen. Wie auch die flauschigen Schafe, die im März Junge bekommen haben.

Schäfchen im Roggi | Der Landanzeiger
Flauschig und süss sind die jungen Schäfchen

Die Tierpfleger im Roggi haben auch sonst etwas zu feiern: Sie verabschieden Lehrlingstochter Cheyenne Keller, die nach drei Jahren im Roggenhausen erfolgreich ihren Abschluss gemacht hat. Sie wird im August bei einer Tierklinik in Staffelbach starten.

Hochbetrieb in der «Fürobe-Bar»

Hannes Roth, Linda Bolliger und Rico Peter | Der Landanzeiger

Wie die meisten Betriebe hatte auch Linda Bolligers Fürobe-Bar in diesem Jahr keinen guten Start. Covid-19 lässt grüssen. Am vergangenen Donnerstag herrschte allerdings Hochbetrieb. Gegen 19 Uhr, die Gartenwirtschaft war schon zu diesem Zeitpunkt gut besetzt, fuhren plötzlich noch über 20 Töfflibuebe aus den Suhren-, Uerken-, Rueder- und Seetal kommend vor. Dazu gesellte sich auch noch Rico Peter, der ehemalige Spitzen-Bobpilot. «Das ist so richtig cool hier», sagte Peter. Mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht studierte er die perfekt zurechtgemachten Töffli. «So mögen wir das», sagte Linda Bolliger lachend. Vor zwölf Jahren hatte sie und Roger Klaus, der ehemalige Pinte-Wirt, die Fürobe-Bar auf die Beine gestellt. Seit vier Jahren ist die Pinte als Restaurant geschlossen und Linda Bolliger führt die Bar in Eigenregie.

Ende Juni kam die Erlösung
«Normalerweise sind wir zu dritt im Einsatz. Pascal Hofmann in der Küche, hinter dem Tresen steht Lisa Roth und ich und wenn ich zusätzlich Hilfe benötige, kann ich auf meine Schwester Pia zählen», so Bolliger. «Jetzt können wirs umsetzen!» – «Ich war wirklich froh, als wir diesen Hinweis auf unserer Webseite veröffentlichen konnten.» Dank dem grossen Platzangebot können die Vorschriften des BAG problemlos umgesetzt werden.

Einmal im Monat gibt es einen speziellen Event, der im Landanzeiger und auf der Webseite www.pinte-event.jimdo.com publiziert wird. Die Events laufen jeweils Freitag und Samstag unter den Namen Schnetzu-Plausch, Metzgete, Risotto und so weiter. Wer sich informieren möchte, findet alles auf der Webseite. Auch die Telefonnummer für Platzreservierungen. 

Xoán Castiñeira ist der neue Intendant

argovia philharmonic | Der Landanzeiger

Mit Xoán Castiñeira hat das argovia philharmonic einen Nachfolger für Intendant Christian Weidmann gefunden werden. Die Verantwortlichen sind glücklich, zusammen mit Castiñeira die nächsten Schritte für eine erfolgreiche Zukunft des Aargauer Leuchtturms einzuleiten.

Die freigewordene Stelle des Intendanten des argovia philharmonic stiess auf grosses Interesse. 36 Personen aus den verschiedensten Bereichen der Musik bewarben sich. Ungefähr die Hälfte aus dem nahen und fernen Ausland, die andere Hälfte aus der Schweiz. Die Findungskommission prüfte die Bewerbungen in zahlreichen Sitzungen, führte Gespräche mit sechs Bewerbern und entschied sich schliesslich einstimmig und im Einvernehmen mit dem Chefdirigenten Rune Bergmann und dem Vereinsvorstand, Xoán Elías Castiñeira Varela als neuen Intendanten vorzuschlagen. Der Vorstand hat diesem Antrag an seiner Sitzung vom 12. Juni 2020 einstimmig zugestimmt.

Lebt seit 2013 in der Schweiz
Xoán Castiñeira wurde 1983 in Galizien geboren. Nach seinem Schulabschluss widmete er sich dem Klavierstudium und erwarb 2006 an der katalanischen Musikhochschule in Barcelona den Bachelor of Music, gefolgt vom 2008 erlangten Master of Music in Advanced Musical Studies an der Royal Holloway University in London. Sein Klavierstudium schloss er 2012 mit dem Diplom als Konzertpianist am Chicago College of Performing Arts ab. Seit 2013 lebt Xoán Castiñeira in der Schweiz; nach zwei Jahren als stellvertretender Geschäftsführer der Vertriebs AG der J.S. Bach-Stiftung wurde er im Juli 2015 zum geschäftsführenden Intendanten der J.S. Bach St. Gallen AG befördert, deren Geschicke er seither erfolgreich leitet. Vom März 2017 bis August 2018 absolvierte er an der Universität St. Gallen ein Nachdiplomstudium in General Management, das er als Executive MBA abschloss. Er spricht neben seiner Muttersprache Galizisch natürlich auch Spanisch und Katalanisch, beherrscht Englisch und Deutsch fliessend in Wort und Schrift und versteht unsere Mundart problemlos. Er ist verheiratet und Vater einer einjährigen Tochter.

60-Prozent-Anstellung
Xoán Castiñeira wird seine Stelle am 1. September in einem Teilpensum von 60 Prozent antreten und damit auch die volle Verantwortung für die Intendanz des argovia philharmonic übernehmen. Für seinen jetzigen Arbeitgeber, die J.S. Bach St. Gallen AG, bleibt Xoán Castiñeira vorläufig operativ verantwortlich. Die Verantwortlichen des argovia philharmonic sind davon überzeugt, mit Xoán Castiñeira einen hoch qualifizierten Nachfolger für Christian Weidmann gefunden zu haben und heissen ihn schon heute herzlich willkommen.

www.argoviaphil.ch

21 Gemeinden bekommen Geld, 6 zahlen ein

Finanzausgleich 2021 | Der Landanzeiger

Im Jahr 2021 erhalten 138 Aargauer Gemeinden Finanzausgleichsbeiträge in der Höhe von rund 93 Millionen Franken. Davon finanziert der Kanton rund 28 Millionen Franken, während der grössere Teil durch jene 72 Gemeinden finanziert wird, die Abgaben von rund 65 Millionen Franken leisten. Dazu gehört auch die Stadt Aarau, die rund 7,8 Millionen Franken einschiesst.

Der Finanzausgleich setzt sich aus dem Ressourcenausgleich und dem Lastenausgleich zusammen. Gemeinden mit unterdurchschnittlicher Finanzkraft erhalten aus dem Ressourcenausgleich Beiträge, während Gemeinden mit überdurchschnittlicher Finanzkraft Abgaben leisten. Gemeinden, die trotz dieser Ausgleichszahlungen eine minimale Ressourcenstärke (84 Prozent des kantonalen Mittelwerts) nicht erreichen, erhalten zusätzlich Mindestausstattungsbeiträge.

Aus dem Lastenausgleich erhalten jene Gemeinden Beiträge, die in den Bereichen Bildung und Soziales sowie auf- grund räumlich-struktureller Gegebenheiten überdurchschnittliche Lasten zu tragen haben. Unterdurchschnittlich belastete Gemeinden leisten Abgaben.

93 Millionen werden verteilt Im Jahr 2021 erhalten 138 Gemeinden Finanzausgleichsbeiträge (21 davon aus dem Landanzeiger-Gebiet) in der Höhe von rund 93 Millionen Franken netto. Mit 3,026 Millionen Franken erhält Oberentfelden am Meisten aller LA-Gemeinden aus diesem Topf. Den höchsten Zuschuss im Aargau bekommt Spreitenbach mit 5,468 Millionen Franken.

72 Gemeinden (sechs davon aus dem LA-Gebiet) leisten Abgaben von rund 65 Millionen Franken netto. Aarau zahlt mit 7,865 Millionen Franken am meisten aus dem LA-Gebiet. Den grössten Beitrag in diese Kasse bezahlt Baden mit 11,088 Millionen Franken. Aus den kantonalen Steuerzuschlägen werden rund 28 Millionen Franken finanziert.

Das Gesamtvolumen der Beiträge und der Abgaben liegt um je etwa drei Millionen höher als im Vorjahr. In erster Linie erhöht sich das Niveau des Ressourcenausgleichs, was auf die generell ansteigenden Steuererträge zurückzuführen ist.

Aus Sicht der einzelnen Gemeinden sind die Beiträge und Abgaben mehrheitlich als relativ stabil einzustufen. Bei der Hälfte der Gemeinden beträgt die Abweichung gegenüber dem Vorjahr weniger als 20 Franken pro Kopf.

Der neue Finanzausgleich sieht Ergänzungsbeiträge für jene Gemeinden vor, die trotz Finanzausgleichszahlungen ihren Haushalt nur ausgeglichen gestalten können, wenn sie den Steuerfuss um mehr als 25 Prozentpunkte über das kantonale Mittel anheben würden. Für 2020 wurden zehn Gesuche für Ergänzungsbeiträge gutgeheissen. Nur zwei Gemeinden haben aber ihren Steuerfuss auf die für den Bezug der Beiträge erforderliche Höhe (127 Prozent) angehoben. Die Beitragsansprüche aller betroffenen Gemeinden werden jährlich überprüft. Zusätzlich wurden im laufenden Jahr zwei neue Gesuche eingereicht.

OrtschaftBezahlte BeträgeErhaltene Beträge
Aarau7’865’000
Biberstein725’000
Bottenwil301’000
Buchs1’522’000
Densbüren651’000
Erlinsbach99’000
Gränichen881’000
Hirschthal248’000
Holziken223’000
Hunzenschwil118’000
Kirchleerau15’000
Kölliken965’000
Küttigen805’000
Moosleerau50’000
Muhen386’000
Oberentfelden3’026’000
Reitnau507’000
Safenwil1’245’000
Schlossrued602’000
Schmiedrued901’000
Schöftland40’000
Staffelbach561’000
Suhr2’630’000
Teufenthal834’000
Uerkheim308’000
Unterentfelden420’000

Letztmals Übergangsbeiträge Im kommenden Jahr werden letztmals Übergangsbeiträge ausgerichtet. Diese erhalten jene Gemeinden, deren Finanzhaushalt durch den Systemwechsel beim Finanzausgleich und die Veränderungen bei der Aufgabenteilung im Jahr 2018 zusätzlich belastet wurde. Der Betrag der Übergangsbeiträge nimmt jedes Jahr um 25 Prozentpunkte ab. Im Jahr 2021 werden noch rund 4,3 Millionen Franken ausbezahlt, die an 87 Gemeinden gehen. 

«Chutzerüedu» denkt ans Aufhören

Ruedi Baumann «Chutzerüedu» | Der Landanzeiger

Es gibt Pferdeflüsterer, Hundeversteher und Schlangenbändiger. Und dann gibt es noch es Rudolf «Chutzerüedu» Baumann. Der 75-Jährige hegt und pflegt seit über 40 Jahren verschiedene Tiere. Seine grosse Liebe gehört den Greifvögeln. Zu Spitzenzeiten waren über 20 Vögel in seinen Gehegen zu Hause. Jetzt sucht er jemanden, der sein Lebenswerk weiterführt.

Kaum trat Ruedi Baumann vor seinem Haus im Bühl Staffelbach, da kreisten auch schon zwei Milane über seinem Kopf. Ihre Rufe waren nicht zu überhören. Es schien, als kenne man sich. «Chutzerüedu», wie ihn seine Kollegen nennen, lacht und sagt. «Ja, zumindest der eine von ihnen war auch schon bei mir in der Pflege.» Ruedi Baumann holt etwas Futter, winkt damit gegen den Himmel und schon geht der Milan in den Angriffssturzflug über. Schnell wirft der Vogelliebhaber das Futterstück in die Luft, der Milan fängt es mit halsbrecherischen Flugmanövern und mit 100-prozentiger Präzision, fliegt mit der Beute weg, setzt sich auf einen nahen Baum und geniesst sein Fressen.

Schon als Schulbub, noch zu Hause in Attelwil, hatte Ruedi Baumann die Liebe zu Tieren entdeckt. Angefangen hatte er mit Taubenzucht, wo er auch schon bald erste Erfolge an Ausstellungen verbuchen konnte. Kaninchen und Zwerghühner kamen dazu. «Zum Glück,» so Baumann, «fand ich später mit meiner Frau Vreni eine Partnerin, die mein Hobby teilt und die auch jetzt noch nach über 40 Jahren Ehe immer fleissig mithilft.»

Noch heute wollen gut 100 Kaninchen, einige Hühner und die sechs Eulen täglich gepflegt und umsorgt werden. Genau wegen diesen Eulen bekam Ruedi Baumann später seinen Übernamen «Chutzerüedu».

Greifvögel sind etwas ganz Besonderes Es hatte sich schnell weit über die Grenzen von Staffelbauch hinaus herumgesprochen, dass Ruedi Baumann Greifvögel in seinen Volieren beherbergt. «Dafür benötigt man eine Haltebewilligung vom Veterinäramt, die alle zwei Jahre erneuert werden muss», erzählt Baumann. So war es dann auch nicht weiter verwunderlich, dass immer mehr Leute im Bühl in Staffelbach vorbeikamen. In Kartonschachteln brachten sie verletzte Sperber, Milane, Bussarde, Eulen, Käuze und dergleichen. «Chutzerüedu» konnte damals nicht Nein sagen, pflegte die Tiere gesund und freute sich immer, wenn er wieder einen dieser beeindruckenden Greifvögel in die Freiheit entlassen konnte. Zusammengezählt dürften es in den vergangenen Jahren über 50 Greifvögel gewesen sein, die er gesundpflegte.

Waren die Verletzungen zu heftig, brachte Baumann die Vögel zum Tierarzt. Diesen bezahlte er aus der eigenen Tasche. So etwas geht nur, wenn man sich wie das Ehepaar Baumann ganz für die Tiere lebt. «In den vergangenen 40 Jahren waren wir genau zwei Tage nicht zu Hause», blickt Baumann zurück.

Nachfolger gesucht Nun möchte der Tierliebhaber gerne kürzer treten. «Für uns wird es immer schwieriger die anfallenden Arbeiten zu bewältigen», sagt Ruedi Baumann, der mit seinen 75 Jahren auch noch mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat. «Wenn jemand Interesse, das nötige Gespür, die Zeit und den Willen hat, sich ganz und gar dieser Aufgabe rund um die Tiere zu widmen, kann er sich gerne bei mir melden.» 

Ein Wahrzeichen im urbanen Raum

KWC-Tower | Der Landanzeiger

Stolze 11 Meter hoch ist die markante Skulptur von Gabriela von Habsburg, die vor dem neuen Tower des KWC-Gelände steht. Das ganze Areal gehört der Artemis Immobilien AG aus Aarburg. Wie aus einem übergrossen Wasserhahn fliesst im Kunstwerk Wasser aus einer Höhe von 8 Metern. Der grosse ovale Bogen dient unten auf einer Länge von 16 Metern als Sitzgelegenheit.

«Einen Platz, zu dem verschiedene architektonische Elemente gehören, mit einer Skulptur zu gestalten, ist immer eine schöne und spannende Herausforderung», erklärt Gabriela von Habsburg. Bei ihren Skulpturen ist der Zwischenraum und der umschriebene Raum genauso wichtig wie die Skulptur an sich. «Meine Skulptur hat auf eine reduzierte Weise zwei grosse Formen und drei Elemente. Es ist das Oval am Boden aus Beton und ein gefühltes Oval aus Edelstahl durch den grossen Bogen, der durch das Wasser und Licht geschlossen wird. Das Wasser ist der kinetische Teil meiner Skulptur». Dies kann man als Betrachter nicht nur mit den Augen erfassen, man kann Teil davon werden, denn es ist eine begehbare Skulptur.

Wenn man an warmen Tagen auf der horizontalen Form sitzt, sie hat eine angenehme Höhe und Breite, kann man das beruhigende und entspannende Rauschen des Wassers hören. Jeder schaut gerne in fliessendes, bewegtes Wasser (ähnlich wie man gern in ein Kaminfeuer schaut).

Abends verströmt die Skulptur ein angenehmes Licht durch das angestrahlte Wasser und wieder kann man die Formen der Skulptur auf eine andre Weise empfinden.

Matthias Frehner, langjähriger Direktor des Kunstmuseum Bern, sagt über die Künstlerin folgendes: «Gabriela von Habsburg kreiert Wahrzeichen im urbanen Raum, sie transformiert die gesamtkunsthafte Denkmalanlage früherer Epochen in eine zeitgemässe Formensprache. Skulpturaler Architektur antwortet sie mit architektonischer Plastik.»

Die Eckdaten Fertigstellung: 2020, Produktionszeit: 1,5 Jahre, Grosser Bogen auf Boden: 16 m (Sitzgelegenheiten) oval, Becken: Ø 6 m. Höhe gesamt: 11,4 m, Höhe ab Wasser oben: 8 m, Gewicht: 9,6 t, Licht: LED erzeugt Lichtspiel bei Schnee, Regen und Nebel.

Gabriela von Habsburgs Skulptur vor dem neuen Tower des KWC-Geländes lädt zum Verweilen und zur Begegnung ein. Die erste Begehung des Geländes mit dem Auftrag an die Künstlerin erfolgte vor anderthalb Jahren. Recht schnell habe sich die Form herauskristallisiert. Auf die Frage, ob das Loslassen schwerfalle, sagt Gabriela von Habsburg: «Nein. Wenn alles stimmt, dann fällt es mir nicht schwer.»

Circus Knie plant, im September nach Aarau zu kommen

Zirkus Knie | Der Landanzeiger

Der Circus Knie hat sich entschlossen, ab 4. September die Tournee 2020 aufzunehmen. Die Premiere soll in Bern stattfinden. Vom 30. September bis 4. Oktober plant der Zirkus auch in Aarau zu sein. Mit dabei auch Ursus & Nadeschkin, mit dem gebürtigen Aarauer Urs Wehrli.

Für das treue Deutschschweizer Knie-Publikum gibt es gute Neuigkeiten. Die Direktion des Circus Knie hat beschlossen, ab dem 4. September eine verkürzte Tournee durch die Deutschschweiz zu machen. Das gab Circus Knie in einer Mitteilung bekannt. Das Programm für die Tournee steht schon lange und alle Artisten stehen in den Startlöchern. 12 Städte stehen auf dem Programm, darunter auch Aarau.

Leider musste der Circus Knie in diesem sehr speziellen Jahr auf die Gastspiele in der Romandie und im Tessin verzichten. Es war keine einfache Entscheidung, aber nötig, um die verkürzte Tournee und die damit verbundene Reisezeit möglichst effizient zu planen, schreibt das Unternehmen weiter.

Das preisgekrönte Clownduo Ursus & Nadeschkin kehrt nach 18 Jahren zum Circus Knie zurück und wird als einer der Höhepunkte der Tournee 2020 angepriesen. Die beiden werden sich in der Manege – wie immer – komplett neu erfinden und sich an Kunststücken und Dressuren heranwagen, die einzig für den Circus Knie geschaffen sind, schreibt der Zirkus in der Vorschau.

Da die Kurz-Tournee völlig anders aussieht, als anfänglich geplant, können alle bereits gekauften Tickets für die Gastspiele ab sofort zurückgegeben werden. Wer Tickets online bei ticketcorner.ch oder beim Ticketcorner Call Center gekauft haben, sendet diese direkt an Ticketcorner zurück. Wer sein Ticket an einer Vorverkaufsstelle erworben hat, kann dieses dort wieder zurückgegeben. Bei einer abgesagten Veranstaltung gilt eine Rückerstattungsfrist von 30 Tagen ab Veranstaltungsdatum.

Die Familie Knie hofft, dass man sich bald wieder den magischen Momenten der Manege widmen kann. «Es haben alle den Applaus des Publikums vermisst und freuen sich umso mehr darauf», schreibt der Zirkus. 

Tourneeplan 2020
Bern, 4. – 20. September
Langenthal, 22. – 23. September
Thun, 25. – 27. September
Aarau, 30. September – 4. Oktober
Buchs (SG), 6. – 7. Oktober
Chur, 9. – 11. Oktober
Zürich, ab 14. Oktober
St. Gallen, 10. – 18. November
Wil (SG), 20. – 22. November
Rapperswil, 25. – 29. November
Zug, 4. – 6. Dezember
Luzern, 9. – 31. Dezember

Ein Maienzug für die Geschichtsbücher

Maienzug 2020 grossartige Blumendekos | Der Landanzeiger

Ja, der Maienzug in seiner gewohnten Form wurde abgesagt. Aber nein, so ganz kann und will Aarau nicht auf den schönsten Tag im Jahr verzichten.

Der Maienzug 2020 war anders, er wird so oder so in die Geschichte eingehen aber auch er war wunderschön. Grosser Anziehungspunkt waren die wunderbar geschmückten Brunnen. So viel geschmückt wie in diesem Jahr, wurde noch nie. Aber auch traditionelle weisse Kleider und Blumenkränze waren an diesem Freitag viel zu sehen.

Wer das Bankettessen nicht in einem privaten Rahmen einnehmen wollte, traf sich in einem Restaurant oder nahm an einem der angebotenen Bankette teil. Der Maienzug 2020 war in seiner aussergewöhnlichen Art schön zu erleben. Doch es sind sich alle einig: Man freut sich auf 2021, um dann hoffentlich wieder einen stinknormalen Maienzug zu erleben.

Über Nacht sind 20 Kaninchen verschwunden

Über Nacht sind 20 Kaninchen verschwunden | Der Landanzeiger

In einem Stall in Gränichen sind in der Nacht vom 17. auf den 18. Juni alle Kaninchen entwendet worden. Die Polizei wurde zur Ermittlung eingeschaltet. Der Züchter ist ratlos und hofft auf Informationen der Landanzeiger- Leserschaft.

Seit 32 Jahren züchtet Hans Bähler* Kaninchen. «So etwas habe ich noch nie erlebt und ich kann mir schlicht und einfach nicht erklären, was hier passiert ist!», sagt er. Fakt ist: In der Nacht vom Mittwoch auf den Donnerstag, 17./18. Juni sind alle 20 Kaninchen verschwunden. Alle Boxen sind leer. Hier waren alle Muttertiere und zwei Würfe mit der Mutter als Familiengruppe in Boxen untergebracht. Die jungen Kaninchen waren erst 10 Wochen alt. Eine umgehende Suche von Hans Bähler und später auch von der Polizei in der näheren Umgebung lässt darauf schliessen, dass die Kaninchen nicht freigelassen worden sind, sondern abtransportiert wurden. Für eine solche Aktion waren gemäss Bähler mindestens drei Personen nötig. Die Polizei fand jedoch keine Einbruch- Spuren. Direkt vor einer Boxe lag ein totes Muttertier. Bähler vermutet, dass es wegen der Aufregung an einem Herzschlag starb. Vor dem Stall im Freien fand er ein weiteres totes Tier. Vermutlich konnte es bei der illegalen Aktion fliehen und wurde später Opfer eines Wildtieres, zum Beispiel eines Fuchses. 

Tierbefreiungs-Aktion oder Diebstahl? 
Wer aber aus welchem Grund seine Tiere gestohlen hat, diese Frage beschäftigt Hans Bähler. Es könnte sich um eine Befreiungs-Aktion von Tierschützern handeln, oder dass jemand die Kaninchen aus Hunger entwendete. «Wenn jemand ein oder zwei Tiere stiehlt, könnte ich das noch einigermassen nachvollziehen», sagt Bähler. Jedoch waren elf Kaninchen erst zehn Wochen alt und brachten ‹erst› 500 Gramm auf die Waage. Ausgewachsene Kaninchen bringen es auf drei Kilogramm. Auch die Tierbefreiungs-Theorie geht für Bähler nicht auf: «Bei einer Befreiungs-Aktion sind die Tiere einem riesigen Stress ausgesetzt, was ja auch nicht im Sinne des Tierschutzes sein kann.» Eine dritte Möglichkeit wäre ein Diebstahl durch einen Kaninchen-Halter. Aber auch dies tönt für Bähler wenig schlüssig. Was ist hier passiert? Wo sind die 20 Kaninchen geblieben?

* Name geändert, der richtige Name ist der Redaktion bekannt