«Gemeinsam sind wir stark!»

«Gemeinsam sind wir stark!» | Der Landanzeiger

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Freunde des Landanzeigers

Wieder haben Sie eine Ausgabe des Landanzeigers vor sich. Bereits die 42. in diesem Jahr. Obwohl Corona auch in diesem Jahr nicht spurlos am Landanzeiger vorbeigeht, haben Verlag und Redaktion immer alles darangesetzt, eine Zeitung herauszugeben.
Voller Tatendrang sind wir ins neue Jahr gestartet, wurden aber, wie viele andere Unternehmen, Organisationen und Vereine auch, im 2021 von der Pandemie rasant ausgebremst. Viele verschobene und neu geplante Veranstaltungen blieben erneut aus, zahlreiche Unternehmen mussten ihre Türen gezwungenermassen (vorübergehend) schliessen.

Wenn die Zeitung in den letzten Monaten dünner war, dann aber nicht etwa, weil die Redaktion weniger gearbeitet und geschrieben hätte, sondern schlicht und ergreifend, weil viel weniger bezahlte Inserate und Berichte über Veranstaltungen in der Zeitung erschienen sind.
Auch der Landanzeiger musste sein Team personell verkleinern, um über die Runden zu kommen. Redaktion und Verlag haben sich in dieser ungemütlichen Situation aber gesagt «Wir lassen uns nicht unterkriegen» und einfach weitergemacht.

Das Landanzeiger-Team würde sich sehr freuen, wenn Sie uns mit Ihrem freiwilligen Zustellbeitrag von 35 Franken weiterhin unterstützen, um diese schwierige Zeit finanziell zu überbrücken. Der Landanzeiger bekommt nämlich kein Geld aus den Corona-Unterstützungsfonds des Bundes oder des Kantons, so wie andere Medienhäuser, die teilweise grosszügig von Millionen-Unterstützung profitiert haben.

Mit Ihrer Beteiligung kann die Redaktion auch weiterhin den unzähligen Anfragen von lokalen Vereinen, Lokalpolitik und Geschäften nach Berichterstattung nachkommen.

Herzlichen Dank vom ganzen Landanzeiger-Team für Ihre Unterstützung! Wer den freiwilligen Zustellbeitrag von 35 Franken, mit dem in dieser Zeitung beigelegten Einzahlungsschein einbezahlt, bekommt eine Gratis-Kleinanzeige (Wert 20 Franken) geschenkt. Diese können Sie gegen Abgabe des abgestempelten Empfangsscheines am Schalter des Landanzeigers in Oberentfelden einlösen.

«Gemeinsam sind wir stark!» | Der Landanzeiger
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Tempo 60 statt 80: gefährliche Kreuzung soll sicherer werden

Tempo 60 statt 80: gefährliche Kreuzung soll sicherer werden | Der Landanzeiger

Viele Verkehrsteilnehmer fürchten den Knoten Oberfeld, weil dieser eine gefährliche und unfallreiche Kreuzung ist. Nun soll die Einmündung der Muhenstrasse in die parallel zur Autobahn führende Suhrentalstrasse mit einer Sofortmassnahme des Kantons einfacher und sicherer werden.

Viel Verkehr und Tempo 80 machen das Einbiegen von der Muhenstrasse in die Suhrentalstrasse oft schwierig und auch gefährlich. In den letzten Jahren gab es an dieser Kreuzung immer wieder zahlreiche Unfälle, teilweise mit Verletzten. Nun wird der Kanton aktiv. Gemäss einer Meldung der «Aargauer Zeitung» soll die Kreuzung temporär entschärft werden. Gemäss dieser Meldung will der Kanton mit einer «Sofortmassnahme zur Entschärfung des Unfallschwerpunkts» im Bereich des Knotens Oberfeld die Höchstgeschwindigkeit von aktuell 80 auf 60 km/h reduzieren. Der Kanton hat das Vorhaben amtlich publiziert. Bevor Tempo 60 gilt, muss die Einsprachefrist abgewartet werden, die bis am 15. November läuft.

Diese Temporeduktion ist wie erwähnt eine «Sofortmassnahme» des Kantons. Längerfristig soll der Knoten Oberfeld im grösseren Stil umgestaltet werden. Gemäss der «AZ» läuft hierzu bereits ein Projekt, damit der Verkehr von Muhen her dereinst direkt auf die Suhrentalstrasse geführt wird.

«Das Uto ist nicht einfach ein Club, es ist Familie»

«Das Uto ist nicht einfach ein Club, es ist Familie» | Der Landanzeiger

Nach fast 50 Jahren hat Edy Schneider den Ü30 Club Utopia an seinen Nachfolger Marcel Giger übergeben. Dieser will den «Uto»-Spirit beibehalten und den Club ganz im Sinne von Edy weiterführen.

«Viel Glück» steht auf der grünen Schwedentorte, unter dem Schriftzug ein Schlüssel. Zwar hat Marcel Giger den Utopia Club bereits vor ein paar Monaten von Edy Schneider übernommen, zu einer offiziellen Schlüsselübergabe ist es aber nie gekommen. Das wurde nun nachgeholt.

Der «Uto»-Spirit soll beibehalten werden
«Einen Club zu übernehmen, darauf habe ich eigentlich nicht gewartet», sagt Marcel Giger mit einem Lachen. «Doch das Utopia ist seit eh und je Kult und das darf nicht zu Ende gehen.» Zusammen mit seinem Kollegen, Marcel Stucki, hat er sich deshalb dazu entschieden, den Ü30 Club zu übernehmen und auch so weiterzuführen. Marcel Giger ist kein Unbekannter im Utopia. Seit 13 Jahren veranstaltet er in der ganzen Schweiz die Tanznacht40. Seit neun Jahren besucht er mit der Veranstaltung auch regelmässig das Utopia. «Schnell habe ich gemerkt, das «Uto» ist nicht einfach ein Club, das «Uto» ist eine Familie», sagt er. «Mein Ziel ist es, das Utopia im Sinne von Edy weiterzuführen, damit diese Familie weiterbestehen kann.»

Fast 50 Jahre mit Herzblut und Leidenschaft
Der Club wird sicherlich ein Ü30 Club bleiben, auch die verschiedenen Partys werden vorerst übernommen und das Personal bleibt das gleiche. Viel wird sich unter der neuen Führung nicht ändern. «Uns schwebt ein Abend für Paartänzer vor und wir werden vermehrt auf die Vermietung an Privatpersonen setzen», erzählt Marcel Giger. Auch zwei, drei kleinere bauliche Massnahmen wurden umgesetzt. Doch der «Uto»-Spirit – und das ist Marcel Giger sehr wichtig – soll beibehalten werden. Edy Schneider führte das Utopia knapp 50 Jahre mit viel Herzblut und Leidenschaft. Er eröffnete den ersten Aarauer Jugendclub und machte nach 40 Jahren einen Ü30 Club daraus.

«50 Jahre im Utopia, dann wäre ich 97 Jahre alt, das werde ich wohl nicht schaffen», sagt Marcel Giger lachend. «Aber es ist ganz klar, ich habe das Utopia nicht übernommen, um es gleich wieder loszuwerden. Es ist ein längerfristiges Projekt.» Auf jeden Fall wünscht ihm Edy Schneider genau das, was auch auf der Torte steht: «Viel Glück». «Ich wünsche ihm und dem Utopia, dass es noch eine ganze Weile so weitergehen kann. Und ich wünsche allen Stammgästen, dass sie noch lange mit Freude ins Uto gehen und es noch lange als ihr zweites Zuhause bezeichnen.»


Die nächsten Partys im Utopia

Tanznacht40
22. Oktober

Best of 80s
5. November

Nouvelle Vague
6. November

Weitere Informationen gibt es auf www.utopia-club.ch.


Jubiläum: Vor 30 Jahren erschienen

Jubiläum: Vor 30 Jahren erschienen | Der Landanzeiger

Am Samstag, 12. Oktober 1991, taufte Chris Regez seine zweite CD «For All My Friends», an der «Äntfälder Gwärb-Mäss». Die CD produzierte er damals in Nashville, Tennessee.

Chris Regez erinnert sich an die CD-Produktion, wie wenn es gestern gewesen wäre: «Die Aufnahmen aller Instrumente, meiner Leadstimme und der Backgroundstimmen erfolgten im Frühling 1991 im Fireside-Studio in Nashville. Die Chorstimmen für ‚For All My Friends‘ nahmen wir im Sommer in einem Studio in der Schweiz auf. Beim Chor des Titelsongs sangen Kolleginnen und Kollegen aus der Region Aarau mit. Im Herbst reiste ich fürs Einsingen meiner Leadstimme und den finalen Mix extra nochmals nach Nashville. Ich war damals erst 23 Jahre alt, aber die Erinnerungen sind noch taufrisch.»

CD an der «Äntfälder Gwärb-Mäss» vorgestellt
Die rauschende CD-Taufe fand am 12. Oktober 1991 vor vollem Haus im Rahmen der «Äntfälder Gwärb-Mäss» in der Bau- und Wirtefachschule in Unterentfelden statt.

Hei-ei-ei-brum-brum-brum
Einer der Songs der CD, den Chris noch heute an jedem Konzert singt, heisst «6 Tag uf de Schtross». Es ist die schweizerdeutsche Version des Dave Dudley Trucker-Hits «6 Days On The Road», den Chris für die Schweiz adaptierte und mit dem Zusatz «Hei-ei-ei-brum-brumbrum » ergänzte. Dieser Klassiker ist einer der beliebtesten Chris Regez Songs und ist natürlich auch auf Spotify zu finden – so wie auch alle anderen seiner Songs. Im Jahr 1991 spielte Chris Regez zudem am ersten Radio Argovia Fäscht in Baden.

Die neunte CD wird im Februar 2022 erscheinen
30 Jahre später steht der Singer und Songwriter immer noch auf der Bühne und unterhält Fans von Country, Rock ‚n‘ Roll und Blues. So zum Beispiel am Internationalen Country-Music Festival Albisgütli in Zürich oder am Trucker & Country Festival Interlaken. Inzwischen sind sechs weitere CDs dazu gekommen und Chris Regez hat über 700 Konzerte gespielt. Zurzeit arbeitet Chris Regez an seiner neunten CD-Produktion mit dem Titel «In The Cloud». Sie wird unter dem Bandnamen Chris Regez & Guitar Mike erscheinen und ausschliesslich Eigenkompositionen enthalten. Aufgrund der Corona-Situation sandte Chris die Demo-Versionen der Songs nach Nashville, wo ein Produzent die Songs arrangierte und mit Studiomusikern einspielte. Die Leadstimme, Background-Vocals und Gitarrensoli werden gegenwärtig in der Schweiz aufgenommen und später in Nashville abgemischt.

Jubiläum: Vor 30 Jahren erschienen | Der Landanzeiger
Chris Regez ist heute immer noch musikalisch aktiv.

Hobby-Tag wurde zum grossen Fest

Hobby-Tag wurde zum grossen Fest | Der Landanzeiger

Sechs Kirchleerauerinnen und Kirchleerauer stellten an vier Orten ihr Hobby vor. Motorisierte Fahrzeuge, Töpfern und Bilder waren der Renner, und ein Schachamateur forderte die Ausstellungsbesucher heraus.

Drei der Hobbyfrönenden präsentierten sich auf dem Areal der Bachmann AG. Die Traktoren und motorbetriebene Maschinen vor dem im Bau befindlichen Gebäude waren nicht zu übersehen. Erstaunen über den Umfang sorgte die Traktorenparade von Peter Bachmann im zweiten Stock, während eine Etage tiefer Simon Steiger an drei Schachbrettern auf anspruchsvolle Gegner wartete. Schachpartner jeden Alters kennenzulernen oder Interessierte für das Spiel der Könige zu begeistern, war seine Absicht.

Seit 25 Jahren: Lastwagenmodelle von Maja Hirt

Mit Begeisterung führte auf dem Hof Maja Hirt ihre in Wintermonaten gebauten Lastwagenmodelle vor. Langeweile kommt bei ihr nicht auf, ihr Hobby betreibt sie schon seit 25 Jahren. Ihr Bezug zu schweren Fahrzeugen liegt auf der Hand, über 30 Jahre fuhr sie Fahrmischer, Kipper und Silowagen für Fischer Kies + Beton Staffelbach.

Schmids Offroad Buggys
Heisse Rennen demonstrierte Nico Schmid auf einem selbstgebauten Trainingsparcours für Meisterschaften mit Offroad Buggys. Der sechsfache Schweizer Meister und vierfache Vize führte vor, wie man den Kurs mit mehreren Schanzen meistert, ohne dass sich das Modellauto überschlägt. Vater Dieter beschränkte sich darauf, Blicke in das Innenleben von Tourenwagenmodellen zu gewähren, Bausätze und die Funktionalität der Elektronikbauteile zu erklären.

Die «schräge Frau» von Madlen Grabher-Duner
Einige Häuser weiter scharten sich die Besucher vor einem runden Brennofen für Keramik und Porzellan im Hobbyraum von Madlen Grabher-Duner. Sie töpfert Gratinformen und winterharte Dekorationsgegenstände, verwendet wird Ton mit Schamott. Die Erzeugnisse werden mit 980 Grad gebrannt und mit aufgetragener Glasur ein zweites Mal bei 1220 bis 1260 Grad um die Wetterbeständigkeit zu erreichen. Ihre Lieblingsstücke sind die «Schrägen Frauen».
Sieben motorisierte Zweiräder, Ausrüstungsgegenstände und Motorradkleidung gab es im Keller von Fritz Müller zu bewundern. Sein Ältestes Stück ist ein BSA-Sloper (Birmingham Small Arms Company Limited) aus dem Jahr 1928 mit einem Ein-Zylindermotor und 500 ccm Hubraum. Oben in der guten Stube servierte Frau Altgemeindeammann Walburga Müller Espresso oder Café Creme mit Käsetoast den Ausstellungsbesuchern. Ihnen blieb nichts anderes übrig, als auch die Acryl-Bilder des passionierten Motorradfans zu begutachten. Elefanten, Löwen und Zebras liessen den Verdacht aufkommen, der Künstler habe sie auf Safaris gemalt. Doch weit gefehlt, bei den 50 Motiven handelt sich um Replikationen, häufig Rolf-Knie-Werke. «Malen entspannt » meint der 77-Jährige zu seiner künstlerischen Seite.

Hobby-Tag wurde zum grossen Fest | Der Landanzeiger
Madlen Grabher-Duner hält eines ihrer Lieblingsobjekte – eine schräge Frau – in der Hand.

Hobby-Tag wurde zum grossen Fest | Der Landanzeiger
Nico und Dieter Schmid begeistern die Kirchleerauer für ihr Automodell-Hobby.
Hobby-Tag wurde zum grossen Fest | Der Landanzeiger
Fritz Müller in seinem Hobbyraum mit allem, was sich um Motorräder dreht.

Edy Schneider übergibt an Nachfolger

Edy Schneider übergibt an Nachfolger | Der Landanzeiger

Nach fast 50 Jahren hat Edy Schneider den Club «Utopia» an seinen Nachfolger übergeben und hat den wohlverdienten Ruhestand angetreten.

«Die 50 wollte ich eigentlich noch erreichen », sagt Edy Schneider. Corona hat die Pläne des Clubbetreibers aber ziemlich auf den Kopf gestellt. Zuvor noch voller Tatendrang wurde er durch die Pandemie total ausgebremst. Und je länger das Utopia geschlossen bleiben musste, desto mehr gewöhnte sich Edy Schneider an das, was eigentlich erst diesen September hätte anfangen sollen: der Ruhestand. «Nach so langer Ruhephase noch einmal starten, wollte ich dann auch nicht mehr.» Er übergab sein geliebtes Utopia an seinen Nachfolger Marcel Giger weiter. Marcel Giger ist kein Unbekannter im Utopia. Er veranstaltete dort jeweils die Tanznacht40. Wenige Wochen nach dem Deal schlug das Schicksal zu: Anfangs Juni 2021 erlitt Edy Schneider einen Schlaganfall. «Ich konnte nicht mehr sprechen und nicht mehr schreiben, ich musste wieder laufen lernen und sah nur noch mit einem Auge», erzählt er. Glücklicherweise erholte sich Edy sehr schnell wieder. Heute merkt man ihm kaum an, was vor knapp fünf Monaten geschehen ist. Noch hat er etwas Gleichgewichtsprobleme, das Sprechen ist noch nicht ganz perfekt und der Geschmackssinn ist noch nicht zurück. «Ohne Geschmackssinn fällt mir meine Diät aber viel einfacher», witzelt der 70-Jährige. Seinen Humor und sein positives Denken hat er nicht verloren.

Vom Jugendclub zum Lokal mit Ü30 Parties
Am 11. September 2021 hätte er sein 50-Jähriges im Utopia gehabt. Mit gerade einmal 20 Jahren hat Edy Schneider damals den Utopia-Club übernommen. Dass er das «Uto» fast 50 Jahre lang leiten wird, hätte er damals nie gedacht. Zwei, drei Jahre vielleicht, so damals die Idee. Das Utopia ist Edy Schneider einfach immer mehr ans Herz gewachsen. Aber auch die Jugend. So war Edy Schneider nicht einfach nur Clubbetreiber, er war Anlaufstelle, Problemlöser und Berater für die Jugendlichen. In seinem Jugendclub Alkohol auszuschenken, das hat Edy Schneider immer abgelehnt. «Ich wollte den Jungen beweisen, dass es auch ohne Alkohol geht», sagt Edy Schneider, der selber nie Alkohol trinkt. Das wurde auf Dauer aber zum Problem. «Vor allem ab dem Zeitpunkt, an dem das Jugendhaus begonnen hat, Alkohol auszuschenken», schildert er. So kam er an den Punkt, an dem er sich entscheiden musste. Entweder aufhören oder eine komplette Änderung. Nach 40 Jahren als alkoholfreier Jugendclub wurde das Utopia zum Lokal mit Ü30 und Ü40 Partys. Und Edys Gäste waren plötzlich wieder dieselben, die schon ihre Jugendzeit im Utopia verbrachten. Ein grosses Klassentreffen quasi.

Er hätte sich gerne richtig verabschiedet
Mit diesem Konzept hat Edy Schneider das «Uto» nun an seinen Nachfolger übergeben. Die Partys wie «Best of 80s» oder die «Depeche Mode»-Party gehören weiterhin zum Programm. Auch das Personal wurde von Marcel Giger übernommen. Dem Utopia nachtrauern, das tut Edy Schneider nicht. Er geniesst seine Pension. Mehr Zeit zu zweit mit seiner Frau, mehr Zeit für Hobbys. Langweilig wird ihm bestimmt nicht. Trotzdem: Er hätte sich sehr gerne noch offiziell bei seinen Gästen verabschiedet. Dem Club ganz fernbleiben, das wird er aber nicht. Eines seiner Hobbys, das Singen, wird er an den Karaoke-Abenden im «Uto» weiterhin ausleben.

Abgewählter Ammann geht per sofort

Abgewählter Ammann geht per sofort | Der Landanzeiger

Er hätte noch bis Ende Jahr im Amt bleiben sollen. Doch der Schöftler Ammann Rolf Buchser legt eine Woche nach seiner Abwahl sein Amt per sofort nieder. «Vor allem aus gesundheitlichen Gründen», wie die Gemeinde am Montag mitteilte. Nach 24 Jahren im Dienst der Gemeinde endet die Ära Buchser abrupt. Vize Thomas Buchschacher übernimmt bis Jahresende die Geschäfte des Gemeindeammanns.

Am späteren Montagnachmittag gab die Gemeinde Schöftland in Form einer Pressemitteilung mit dem Titel «Veränderungen im Gemeinderat» die sofortige Demission von Gemeindeammann Rolf Buchser bekannt. Dieser war acht Tage zuvor als Gemeindeammann nicht mehr wiedergewählt worden. Auch die Wahl zum Gemeinderat schaffte Buchser nicht mehr. Hauptgrund dafür dürfte das umstrittene Dossier «Hegmatte» gewesen sein.

Noch bis Ende Jahr hätte die Amtszeit von Rolf Buchser gedauert. Die Gemeinde bedauert es in ihrer Mitteilung «ausserordentlich», dass er nach 24 Jahren im Dienst der Gemeinde «vor allem aus gesundheitlichen Gründen, aber auch unter Berücksichtigung des Wahlergebnisses vom 26. September» am Montag dieser Woche vorzeitig aus dem Rat ausscheidet.

Die sofortige Demission ist von der Gemeindeabteilung des Departements des Innern des Kanton Aargau abgesegnet worden. Die Geschäfte des Gemeindeammanns übernimmt bis Ende Jahr Rolf Buchsers ordentlicher Stellvertreter, der Vizeammann Thomas Buchschacher. Dieser wird auch die nächste Gemeindeversammlung vom 29. November leiten.


Über zwei Jahrzehnte im Dienst der Gemeinde

Der Gemeinderat zeigt in seiner Mitteilung grosses Verständnis für die vorliegende Situation und den daraus resultierenden Entscheid und wünscht Rolf Buchser «alles Gute und beste Gesundheit ».

Verdankt wird vor allem «sein beachtliches Engagement für und rund um die Gemeinde Schöftland, seinen Einsatz zum Wohle der Gemeinschaft, vor allem auch zur Schaffung und zum Erhalt eines gesunden Finanzhaushaltes, seine Arbeit in verschiedenen Kommissionen und der Gemeindebehörde, verbunden mit dem dafür nötigen Respekt und dem gebührenden Mass an verdienter Wertschätzung.»

Angefangen hatte Rolf Buchsers Dienst für die Gemeinde Schöftland vor 24 Jahren als Mitglied der Planungskommission. «Bis zur heutigen Beendigung seiner Tätigkeit als Gemeinderatsmitglied und Gemeindeammann hat sich Rolf Buchser über 24 Jahre lang in den Dienst der Gemeinde gestellt und dabei viele wichtige und zukunftsweisende Entwicklungsschritte eingeleitet, bei der Ausführung eng begleitet, respektive geführt und umgesetzt», heisst es in der Mitteilung, und weiter: «Die Gemeinde Schöftland, wie sich diese heute, als zentrale Gemeinde und Anlaufstelle für die Region Suhrental, präsentiert, ist stark geprägt vom unermüdlichen Wirken von Gemeindeammann Rolf Buchser. Der Gemeinderat dankt nochmals in aller Form für die langjährige Zusammenarbeit und die überaus geschätzte Arbeit.»

Rolf Buchser legt auch sein Amt als Präsident des Regionalverbands Suhrental (RVS) ab, den er seit 2014 präsidierte. «Der RVS bedauert dies ausserordentlich », teilt der Verband mit. Diese grosse Wertschätzung seitens Gemeinderat und Regionalverband dürfte Balsam sein für Rolf Buchser.


Rennen um Nachfolge

Ebenfalls am Montagnachmittag, nur wenige Stunden vor der Bekanntgabe von Buchsers sofortiger Demission, meldete die SVP Ortssektion, dass sie ihre Gemeinderätin Trudy Müller als Kandidatin für das Amt des Vizeammanns in den zweiten Wahlgang schickt und als Nachfolger von Rolf Buchser den FDP-Gemeinderat Thomas Buchschacher bei der Ammann- Wahl unterstützt. Dieses «bürgerliche Bündnis» tritt bei der Ammann- Wahl an gegen Anja Gestmann (SP) und bei der Vizeammann-Wahl gegen Andres Wälty (parteilos). Der zweite Wahlgang vom 28. November wird damit noch spannender.

Dies alles ändert eine Sache nicht: Wer auch immer Nachfolger wird von Rolf Buchser und wie auch immer der neue Gemeinderat aufgestellt ist. Das Dossier «Hegmatte» liegt als Knacknuss immer noch im Schloss Schöftland auf dem Tisch des Gemeinderates.

Die neue Tiertafel hilft, wenn Herrchen kein Futter mehr kaufen kann

Die neue Tiertafel hilft | Der Landanzeiger

Angelina Pulver hat in Uerkheim eine «Tiertafel» gegründet. Armutsbetroffene können dort fürs Haustier einkaufen.

Die vier Hunde sind aufgeregt. In diesem Uerkner Ladenlokal gibt es lauter Sachen, die sie kennen. Hundekissen, Leinen, Ballis und ein ganzes Regal voll Futter. Sie beschnüffeln alles, selbst die Säcke mit Katzenstreu, und springen an ihrem Frauchen Angelina Pulver hoch. Doch diese lässt sich nicht erweichen. Die Leckerli und Spielzeuge sind nicht für sie bestimmt. Alles, was die Hunde so aufmerksam beäugen, wurde gespendet. Auch Katzentüren sind darunter, Transportkörbe und Tierbücher. Gedacht sind sie für Menschen, die finanziell abgerutscht sind und kein Geld mehr für ihr Haustier haben. Am 1. September hat Angelina Pulver die Tiertafel Aargau gegründet. Vorbild ist der Verein Schweizer Tiertafel, der seit 2017 existiert. Zwar ist ihre tiertafel-ag.ch diesem nicht angeschlossen. Da sie die gespendeten Produkte in einem gemieteten Lokal anbietet, zahlen die Kunden ein kleines Entgelt. Die Schweizer Tiertafel gibt alles gratis ab. Aber der nationale Verein steht ihr mit Rat beiseite.


Tiere als Psychologen

Angelina Pulver ist 46. Sie wohnt mit Mann und Tochter in der Nähe des Uerkner Kirchleins, gegenüber den tierischen Mitbewohnern im Haus sind die drei Menschen aber in der Minderzahl. Neben den Hunden sind da noch Katzen, Schildkröten, Hasen und Rennmäuse. Tiere machen glücklich. In Deutschland, wo es Tiertafeln schon seit mehreren Jahren gibt, haben Freiwillige die Wirkung des Tiers als Psychologen schon längst erkannt. Wenn sich der Mensch in einer Krise befindet, dient ihm sein Haustier als Stütze. Dieses weggeben zu müssen, würde den ohnehin angeschlagenen Zustand noch verschlimmern. Dann schwappte die Idee hinüber in die Schweiz.

Nach dem Vorbild der Schweizer Tiertafel kann auch bei Angelina Pulver fast gratis einkaufen, wer eine Bestätigung vom Sozialamt hat. 2 Franken zahlt man pauschal pro Woche, 6 Franken pro Monat. Auch Personen, die keine Sozialhilfe beziehen, dürfen in der Aargauer Tiertafel an der Bergstrasse 1 einkaufen. Sie erhalten die Produkte nicht zu einem Pauschalpreis, sondern zahlen pro Produkt einen herabgesetzten Preis.

Weil eine Freundin von ihr bis nach Luzern reiste, um günstigeres Hundefutter zu kaufen, entstand die Idee mit der Aargauer Tiertafel. Es sei ein Glücksfall, dass sie das Ladenlokal im Keller des ehemaligen Restaurants Eintracht gefunden habe. Der Bus hält gleich in der Nähe, man braucht also nicht mit dem Auto anzufahren.


Auf einen Kaffee vorbeischauen

Mittwochs und samstags, jeweils zwischen 14 und 17 Uhr, ist die Aargauer Tiertafel geöffnet. «Die Kunden tröpfeln langsam rein», sagt die Gründerin. Alle, die seit der Eröffnung bei ihr einkaufen kamen, erfuhren übers Sozialamt von ihr. Oft treten auch schwere Schicksale und viele Sorgen über ihre Schwelle. Armut aufgrund Erkrankung, einer zu kleinen Rente oder falschen Entscheiden vor Jahren. «Dafür gibt es im Laden einen Bistrotisch und eine Kaffeemaschine», sagt Angelina Pulver. Sie sei für die Menschen genauso da, wie für ihr Tier. Gar nicht tropfenweise trafen die Spenden in der Tiertafel in Uerkheim ein. Ein paar Mails an Hersteller und Vertreiber, ein Aufruf auf Facebook – und es «hagelte » Futter, Hundedecken und Katzenbürsten.

Eniwa erhöht den Preis für Gas

Eniwa erhöht den Preis für Gas | Der Landanzeiger

Aufgrund geopolitischer und konjunktureller Entwicklungen sind die Energiepreise am Grosshandelsmarkt im Laufe der letzten Monate markant angestiegen. Der Beschaffungspreis für Eniwa stieg um ein Mehrfaches, was sich auf die Endkundenpreise auswirkt. Per 1. Oktober 2021 sind diese um 2.37 Rp./kWh gestiegen.

Seit Jahren bewegt sich der Erdgaspreis in Europa auf sehr tiefem Niveau. Mit Beginn des laufenden Jahres beobachten wir nun an den internationalen Grosshandels-Energiemärkten wieder stark steigende Preise. Grund dafür ist unter anderem die europaweit anhaltend hohe Nachfrage aufgrund der kühlen Witterung im ersten Halbjahr und des Ausstiegs aus Kohle und Nuklear. Diese Entwicklung macht eine Korrektur der Erdgas-/Biogaspreise für nötig. Eine Veränderung der Marktpreise wirkt sich zeitlich verzögert auf die Gaspreise aus. Eniwa beobachtet die Entwicklung weiterhin sorgfältig und reagiert auf Veränderungen. Per 1. Oktober 2021 ist der Arbeitspreis für Erdgas/Biogas um 2.37 Rp./kWh (inkl. MwSt.) gestiegen. Dies wirkt sich folgendermassen auf die Endpreise der Eniwa Naturgas Produkte aus (inkl. MwSt.):
Für ein Einfamilienhaus mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 20ʼ000 Kilowattstunden pro Jahr steigen die monatlichen Kosten um 39.50 Franken. Der Grundpreis und die CO2-Abgabe bleiben unverändert. So auch der standardmässige Biogasanteil von 20 Prozent. Das seit 1. Oktober 2021 gültige Preisblatt sowie weitere Informationen zur Preisentwicklung ist auf der Website von Eniwa zu finden: www.eniwa.ch/naturgas.


Die Klimaziele erreichen

Die Schweiz hat sich verpflichtet, bis 2030 ihren Treibhausgasausstoss gegenüber 1990 zu halbieren. Ab dem Jahr 2050 soll die Schweiz kein Treibhausgas mehr ausstossen. Eniwa unterstützt diese Ziele und nimmt die Kundinnen und Kunden mit auf den Weg zur Klimaneutralität. Dem Standardprodukt «Eniwa Naturgas» werden deshalb 20 Prozent Biogas beigemischt. Ausserdem werden zwei Wahlprodukte angeboten:

– «Eniwa Naturgas 2030»: besteht zu 50 Prozent aus Biogas und entspricht damit dem Ziel, den CO2-Ausstoss bis ins Jahr 2030 halbiert zu haben.
– «Eniwa Naturgas 2050»: besteht zu 100 Prozent aus Biogas und spiegelt das Klimaziel für das Jahr 2050 wider: Netto-Null-CO2.

Nebst den beiden Wahlprodukten bietet Eniwa den Kundinnen und Kunden auch die Möglichkeit, den Biogasanteil im Standardprodukt «Eniwa Naturgas» individuell zu erhöhen. Eniwa produziert das Biogas in eigenen Anlagen (im luzernischen Inwil und im aargauischen Reinach) oder bezieht es aus definierten Anlagen. Auch die CO2-Kompensation für den Erdgas-Anteil am Gasprodukt ist dank der Partnerschaft von Eniwa und «myclimate» nach wie vor möglich.

Eniwa erhöht den Preis für Gas | Der Landanzeiger

Das sind die Neuen in den Räten

Das sind die Neuen in den Räten | Der Landanzeiger

Die Gesamterneuerungswahlen brachten in vielen Gemeinden einen Mitte-Links-Rutsch, endlich mehr Frauen in die Führungsgremien und viel Hoffnung nach frischem Wind. Eine Übersicht zeigt, was sich in den Räten im Landanzeiger-Gebiet alles geändert hat.

Aarau: Der Aarauer Stadtrat bleibt politisch links: Silvia Dell’Aquila verteidigt den freien SP-Sitz erfolgreich und setzt sich deutlich gegen Nicole Burger von der SVP durch. Damit verpasst die SVP erneut den Wiedereinstieg in die Aarauer Stadtregierung. Vor vier Jahren hat es bereits der Ehemann von Nicole Burger probiert – ebenfalls ohne Erfolg. Die übrigen sechs Bisherigen schaffen die Wahl problemlos und auch Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker und Vizepräsident Werner Schib werden deutlich wiedergewählt.

Biberstein: Der Gemeinderat bleibt ein Männergremium. Jlona Costan Dorigon konnte sich nicht gegen die fünf Bisherigen durchsetzen. Willy Wenger bleibt Ammann, Martin Hächler Vizeammann.

Buchs: In Buchs gibt es am Wahlsonntag eine Niederlage für die SVP, sie ist neu nicht mehr in der Führungsriege der grossen Gemeinde vertreten. SVP-Kandidat Samuel Hasler holt am wenigsten Stimmen aller Kandidierender und verpasst die Wahl damit deutlich. Erobert hat den SVP-Sitz im Buchser Gemeinderat der bisherige Einwohnerrat Reto Fischer, der nun neu in die Exekutive einzieht. Ihren Sitz im Gemeinderat verteidigt hat dafür die EVP, für welche Joel Blunier neu in der Gemeindeführung Einsitz nimmt.

Bottenwil: Die fünf Bisherigen wurden ohne Gegenkandidaturen wiedergewählt. Silvan Bärtschi wurde als Ammann bestätigt.

Densbüren: Die parteilose Edith Suter ist neu im fünfköpfigen Gemeinderat, Robert Wernli bleibt Ammann.

Erlinsbach: Die fünf Bisherigen wurden ohne Gegenkandidaturen wiedergewählt. Monika Schenker-Eissenring (die Mitte) als Frau Gemeindeamm und Heinz Pfluger (parteilos) als Vizeammann wurden klar wiedergewählt.

Gränichen: Die FDP verteidigt einen Sitz im Gränicher Gemeinderat. Als Nachfolger von Peter Hofmann, der nach zehn Jahren im Amt altershalber nicht mehr angetreten ist, wird Rütihof-Wirt Andreas Fetscher gewählt. Die bisherigen Mitglieder des Gemeinderates, sowie Ammann und Vizeammann werden alle wiedergewählt.

Hirschthal: Der langjährige Ammann Peter Stadler trat nach 24 Amtsjahren nicht mehr an. Die einzige Kandidatin wurde gewählt: Irene Bärtschi von der EVP wird neue Frau Gemeindeammann. Livia Hofmeier verteidigte Stadlers FDP-Sitz und sitzt neu im Gemeinderat.

Holziken: Nach der Demission von Jacqueline Gloor wurde ein Sitz im Gemeinderat frei. Dieser geht an den parteilosen Raphael Borer. Das Wahlresultat war hier sehr ausgeglichen. Nur 17 Stimmen lagen zwischen dem bestgewählten Lukas Treier (parteilos, 315 Stimmen) und dem «schlechtest» gewählten Raphael Borer (298 Stimmen).

Hunzenschwil: Patrick Sommer (SVP) und Reto Sterki (parteilos) sind neu im Gemeinderat. Urs Wiederkehr bleibt Gemeindeammann.

Kirchleerau: Die fünf Bisherigen wurden wiedergewählt, der Ammann Erich Hunziker erhielt dabei die wenigsten Stimmen.

Kölliken: Jan Siegenthaler (FDP) und der parteilose Sandro Suter sind neu im Gemeinderat. Mario Schegner (parteilos) wurde als Ammann wiedergewählt.

Küttigen: Der parteilose Holzbauunternehmer Andreas Wehrli, bis Anfang Jahr noch SVP-Mitglied, wurde mit einem hervorragenden Resultat neu in den Gemeinderat gewählt.

Moosleerau: Lorenz Stephan Uebelhart (parteilos) wurde neu in den Gemeinderat gewählt. Christoph Fischer (parteilos) wird neuer Vizeammann. Er war fast 30 Jahre Stadtoberförster von Aarau, heute ist er pensioniert.

Muhen: Die fünf Bisherigen wurden alle wiedergewählt. Keiner der vier zusätzlich angetretenen Kandidatinnen und Kandidaten schaffte die Wahl. Andreas Urech (SVP) bleibt Ammann.

Oberentfelden: Im Gemeinderat bleibt doch alles beim Alten. Das Zukunftsraum-Referendum brachten Exponenten der IG Pro Oberentfelden letztes Jahr zustande, mit fast 61 Prozent Nein-Stimmen verhinderten sie die Grossfusion. Für die Wahlen dieses Jahr aber hat es nicht gereicht, weder ins Wahlbüro, noch in die Finanzkommission oder in den Gemeinderat, wo sie gar drei Kandidaten stellten. Gewählt wurden nebst den bisherigen Markus Bircher (FDP), Hans-Peter Widmer (FDP), Petra Huckele-Rigoni (SP) und Kevin Friker (SVP) neu auch Yvette Körber (SVP). Die Geschäftsführerin eines weltweit tätigen Unternehmens ist auch beliebt bei Exponenten der Grünliberalen, die sie öffentlich zur Wahl empfahlen. Damit konnte die SVP den Sitz der abtretenden Gemeinderätin Priska Ott verteidigen.

Reitnau: Der Gemeinderat ist mit zwei neuen Mitgliedern wieder komplett. Gewählt werden die beiden Parteilosen Doris Hürzeler und der erst 20-jährige Jus-Student Nando Suter. Frau Gemeindeammann bleibt Katrin Burgherr (SVP).

Safenwil: Neu in den Gemeinderat gewählt wurden Roger Hänggi (parteilos, von er SP postiert) und, als einzige Frau im fünfköpfigen Gemeinderat Beatrice Tschanz (SVP). Gemeindeammann bleibt Daniel Zünd (SVP), Philippe Bally (FDP) bleibt Vizeammann.

Schlossrued: Die parteilose Beatrice Neeser zieht mit dem besten Resultat aller Gewählten neu in den Gemeinderat ein. Sie ersetzt Vizeammann Gotthold Müller der nicht mehr antrat. André Windisch (parteilos) ist neuer Vizeammann.

Schmiedrued: Der Gemeinderat ist dank der Wahl von Samuel Bolliger (parteilos) wieder komplett. Er ersetzt mit dem zweitbesten Resultat aller Gewählten David Habegger, der nicht mehr antrat.

Schöftland: Der neue ist nicht der alte Gemeindeammann. Der amtierende Rolf Buchser (FDP) erhielt am wenigsten Stimmen aller acht Gemeinderatskandidaten. Der parteilose Andres Wälty schafft mit dem zweibesten Resultat aller Kandidierenden den Sprung in den Rat. Die Entscheidung um das Ammann- und Vizeammann-Amt sind weiterhin offen, denn niemand erreichte das absolute Mehr. Falls es nicht zu stillen Wahlen kommt, findet der 2. Wahlgang am 28. November 2021 statt.

Staffelbach: Stefan Morgenthaler wurde zum Vizeammann gewählt und der parteilose Lars Beusch in den Gemeinderat, beide ersetzen Karin Hürzeler, die nicht mehr antrat.

Suhr: Carmen Suter-Frey (parteilos) heisst die neue Frau Gemeindeammann von Suhr. Sie ersetzt Marco Genoni, der nicht mehr antrat. Mit David Hämmerli (IG Pro Suhr) schaffte einer von vier Neuen den Sprung in den Rat. Beat Woodtli (SVP, neu) wurde zwar als Vizepräsident gewählt, weil er aber den Sprung in den Gemeinderat nicht schaffte, ist dieses Amt noch nicht besetzt. Einer der vier Gewählten wird am 28. November zum Vizepräsidenten gewählt.

Teufenthal: Hier wurde der Gemeinderat bereits am 13. Juni und im ersten Wahlgang neu gewählt. Raffael Eggmann und Reto Hofmann schafften den Sprung in den Rat. Sie ersetzen Vizeammann Peter Weber und Roland Lutz. Matthias Anderau heisst der neue Vizeammann.

Uerkheim: Die fünf Bisherigen wurden ohne Gegenkandidaturen wiedergewählt. Gemeindeammann Herbert Räbmatter gelang das beste Resultat. Peter Basler wurde als Vizeammann bestätigt.

Unterentfelden: Alfred Stiner (SP) steigt vom Vizeammann zum Ammann auf. Neu im Gemeinderat sind zudem Guido Scherer (FDP), Lucia Engeli (SP) und Marion Fischer (GLP). Der bisherige Martin Löffel (SVP) schaffte die Wiederwahl nicht. Gemeindeammann Heinz Lüscher (SP) und Yasmin Dätwyler (SVP) traten nicht mehr an. Das Amt des Vizeammanns ist noch offen, niemand erreichte das absolute Mehr. Am 28. November 2021 findet ein 2. Wahlgang statt.

Wiliberg: Die kleinste Gemeinde im Aargau hat erst vier gewählte Gemeinderäte. Der Ersatz für den nicht mehr angetretenen Benedikt Wolf (Vizeammann) ist noch nicht gefunden. Neuer Vizeammann ist hingegen Manfred Müller. Am 28. November 2021 findet ein 2. Wahlgang statt.

«Bereue den Auftritt nicht»

«Bereue den Auftritt nicht» | Der Landanzeiger

Die Bottenwilerin Sophia Plüss (18) über ihre Erfahrungen bei «Switzerland’s Next Top Model» und ihre Zukunftswünsche.

In der Castingshow «Switzerland’s Next Top Model» war auch die 18-jährige Bottenwilerin Sophia Plüss dabei. Sie bestritt ihr erstes Fotoshooting und einen Walk in der sonnigen Hitze der griechischen Urlaubsinsel Naxos. Die beiden Jurymitglieder waren begeistert und sie wählte Papis Loveda als ihren Coach. Leider überzeugte sie auf dem Catwalk nicht und leistete sich einen Fauxpas, da sie ihre Körpermasse nicht kannte. Als erste von 18 Mitstreitern schied sie aus der Castingshow.

Verlorene Wette
Der Weg zur Show war lange. Angemeldet hatte sie sich als knapp 17-Jährige. Damals verliert sie eine Wette und bewirbt sich für die Castingshow. «Lange hörte ich nichts, da aufgrund von Corona 2020 keine Show stattfand», erzählt sie. Anfang 2021 kam dann die Einladung. «Mein erster grosser Erfolg, denn ich hatte mich mit meiner Bewerbung gegen 3000 Mitbewerber durchsetzen können», erzählt sie mit Freude.

Sophia verbrachte ihre ersten Lebensjahre in Riga (Lettland) bei ihren Grosseltern, wo sie ihre Muttersprache Russisch erlernte, die sie heute noch fliessend spricht. Sie verlor ihren Vater früh und lebt seither mit ihrer Mutter Olga im Uerkental. «Es ist einfach wunderschön hier. Friedlich und idyllisch», sagt sie. Sie besuchte die obligatorischen Schuljahre in Bottenwil und Zofingen. Ihre ersten professionellen Shootings hatte sie schon als 15-Jährige. «Unvergessen ist mein erster Dreh für einen Ricola-Werbespot, der nur in Kanada und den USA ausgestrahlt wurde», erzählt sie begeistert.

Im August 2020 begann sie ihre kaufmännische Lehre in einem Hotel in Graubünden, die sie nach nur sechs Monaten abbrach. «Meine Mutter war überzeugt, dass diese Ausbildung mir viele Möglichkeiten bieten würde, was leider nicht so war», erklärt sie.

Milchtechnologin und Model
«Fotoshootings und Videodrehs bereiten mir viel Freude, aber für den Catwalk bin ich wohl weniger geschaffen», sagt Sophia Plüss. «Das Modeln half mir, mein Selbstwertgefühl zu steigern, mich kennen und lieben zu lernen.» Die 180 cm grosse Brünette ist temperamentvoll und sorgt in ihrem Umfeld immer wieder für Aufsehen. Ausserdem ist sie begeisterte Hobbyköchin der orientalischen Küche und liebt Käse über alles. Wer sie erst auf dem TV-Bildschirm und dann in ihrem Heimatdorf sieht – oder ihrem neuen Lehrbetrieb, wo sie zur Milchtechnologin ausgebildet wird – wird überrascht sein. Denn dort trifft man auf ein Mädel mit ganz herkömmlichen Träumen. «Ich will authentisch bleiben, mir selbst treu sein, meine Stärken und Talente fördern, einen vielseitigen Beruf erlernen, meine Zukunft gestalten und nebenbei modeln.» Die Teilnahme bei SNTM bereue sie nicht, konnte sie doch dort wertvolle Erfahrungen sammeln, sich mit Gleichgesinnten austauschen und wunderbare Menschen kennenlernen.

Stadt will nicht verkaufen

Stadt will nicht verkaufen | Der Landanzeiger

Die grossrätliche Kommission für allgemeine Verwaltung (AVW) heisst den Verpflichtungskredit für den erforderlichen Mieterausbau und die jährlich wiederkehrenden Mietkosten betreffend Bezirksgericht Aarau, Obergerichtsbibliothek, Spezialverwaltungsgericht und Konkursamt im Eniwa-Verwaltungsgebäude an die Gerichte Kanton Aargau mit grosser Mehrheit gut.

Die Kommission AVW hat sich an den beiden Sitzungen vom 8. und 20. September mit dem Kreditbegehren für die geplanten baulichen Massnahmen und jährlich wiederkehrenden Mietkosten für das Eniwa-Verwaltungsgebäude befasst. Die Kommission für Justiz (JUS) hat im Rahmen eines Mitberichts bereits vorgängig dazu Stellung genommen und das Kreditbegehren knapp abgelehnt.

Notwendigkeit unbestritten
Das Bezirksgericht Aarau ist seit der Einführung der Familiengerichte in drei Gebäuden untergebracht. Diese Situation sowie die kritischen Platzverhältnisse und veralteten Infrastrukturen entsprechen nicht mehr den Anforderungen an einen zeitgemässen Gerichtsbetrieb. Die beiden Kommissionen JUS und AVW sind sich dieser Situation durchaus bewusst.

Gemäss Immobilienstrategie des Kantons Aargau verfolgt der Regierungsrat den Leitsatz «Eigentum vor Miete». Während die Kommission JUS den Verpflichtungskredit ablehnte, verlangte die Kommission AVW bei den Gerichten Kanton Aargau und dem Departement Finanzen und Ressourcen (DFR) weitere Angaben zum Vorgehen.

Der Kommission AVW wurde dargelegt, dass sich der Regierungsrat beim Verwaltungsrat der Eniwa AG mehrmals und sehr deutlich für einen Kauf der Liegenschaft eingesetzt hatte. Die Eigentümerin, die zu 95 Prozent der Stadt Aarau gehört, ist jedoch nicht gewillt, die Liegenschaft zu verkaufen.

Auslagerung erfordert Gesetzesänderung
Es wurden Voten geäussert, das Bezirksgericht könnte auch ausserhalb des Bezirkshauptorts angesiedelt werden. Dazu wäre jedoch eine Gesetzesänderung erforderlich: Im Gerichtsorganisationsgesetz (GOG) ist geregelt, dass sich der Standort der Gerichtsbehörden des Bezirks am jeweiligen Bezirkshauptort befindet.

Rückweisungsantrag abgelehnt
Ein aus der Kommission gestellter Rückweisungsantrag, verbunden mit dem Auftrag, ein entsprechendes Projekt auf dem Areal Schäferwiese in Aarau zu prüfen, wurde grossmehrheitlich abgelehnt.

Nachdem die Kommission JUS das Geschäft im Rahmen eines Mitberichts knapp abgelehnt und die Kommission AVW das Geschäft nun mit grosser Mehrheit gutgeheissen hat, wird der Grosse Rat voraussichtlich im November 2021 über das Geschäft entscheiden.

2022 wird es eine Gewerbeausstellung geben

2022 wird es eine Gewerbeausstellung geben | Der Landanzeiger

Was 2017 mit einer Abstimmung an der GV des Gewerbevereins Kölliken Uerkental begann, soll im Herbst 2022 Tatsache werden: Eine mehrtägige Gewerbeausstellung unter dem Namen «KöGA 22». An der Infoveranstaltung deckte das OK die Karten auf.

Die Vorbereitungen für die im 2022 geplante Kölliker Gewerbeausstellung «KÖGA 22» sind bereits im vollem Gang. Das zehnköpfige OK hat in Absprache mit den Gewerbetreibenden und der Schule das Ausstellungsdatum auf den 14. bis 16. Oktober 2022 (letztes Wochenende der Herbstferien) festgelegt.

Erstmals nach sieben Jahren wird in Kölliken wieder eine Gewerbeausstellung stattfinden. Die Ausstellung steht unter dem Motto «metenand – förenand», wie OK-Präsident Klaus Reihlen an der Infoveranstaltung in der Arche in Kölliken bekannt gab. «Damit soll das lokale Gewerbe und die gegenseitige Unterstützung im Dorf hervorgehoben werden.» Die Mitglieder des Gewerbevereins Kölliken Uerkental bieten ein breites und attraktives Spektrum an Handwerk und Dienstleistungen an und seien ein wichtiger Pfeiler für die hiesige Wirtschaft, wie Klaus Reihlen weiter ausführte. «Unsere Unternehmen halten den Motor am Laufen, machen aus Kindern Berufsleute und sind auch sonst ein wichtiger Bestandteil des Dorfes.»

Das Ziel der Ausstellung sei ein «kreativer, lebender Auftritt des Kölliker und Uerkentaler Gewerbes», betont das OK. Auch der kulinarische Teil soll nicht zu kurz kommen und die Gastronomie aus dem Dorf abgedeckt werden. Um den lokalen Bezug zu verstärken, setzt die KÖGA auf ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit örtlichen Vereinen. Auf einen Lunapark wird verzichtet.

Doppelturnhalle und Zelt
Das Ausstellungsgelände wird rund 4000 m2 gross sein. 900 m2 davon werden in der Doppelturnhalle und in einem grossen Aussenzelt auf dem roten Tartanplatz angeboten. Der Rest ist Ausstellungsfläche im Aussenbereich, angefangen auf dem Parkplatz beim Gemeindehaus, rund um das Aussenzelt bis hoch zum Schulhaus.

Der Gastrobereich, mit dem Essens- und Getränkeangebot, ist rund um den Pausenplatz beim Schulhaus und im Mehrzwecksaal vorgesehen, ähnlich dem Sommernachtsfest von 2019. Bei schönem Wetter werden draussen Festbänke aufgestellt, wo die Verpflegung genossen werden kann. Auch eine Bar ist vorgesehen, entweder angedockt an den Mehrzwecksaal oder als Aussenangebot auf dem Pausenplatz. Am Sonntagmorgen soll ein Brunch mit Unterhaltung im Mehrzwecksaal stattfinden.

Mitglieder des Gewerbevereins und Vereine aus dem Dorf werden bei der Wahl der Food-Stände prioritär behandelt. In der Aula bietet der Elternverein in Zusammenarbeit mit der örtlichen Spielgruppe, einen Kinderhort an. Zudem gibt es in der Kinderzone verschiedene Aktivitäten für kleine und grössere Kinder.

Das OK wünscht sich von den Ausstellern, dass diese jüngere Besucher auch über Berufsmöglichkeiten informieren. «Idealerweise werden Lernende beim Mitwirken an den Ständen miteinbezogen», sagt OK-Präsident Klaus Reihlen. Anmeldeschluss für die KöGA 22 ist der 15. Oktober 2021.

www.koega.ch

Pilzkontrolleur tritt per sofort zurück

Pilzkontrolleur tritt per sofort zurück | Der Landanzeiger

Die Pilzkontrollstelle Kölliken ist per sofort geschlossen. 18 Jahre lang führte Daniel Leutwyler für die Gemeinden Kölliken, Safenwil, Ober- und Unterentfelden die Pilzkontrolle durch. Mit grosser Freude und Engagement habe er dieses «Ehrenamt» ausgeübt, trotz teils grossem Aufwand, gerade an Abenden oder an Wochenenden. «Es war ein Dienst an der Gesellschaft», wie er in einer Mitteilung schreibt. Dann kam Covid-19 mit den bekannten Massnahmen und der Zertifikatspflicht.

Daniel Leutwyler ist nicht gegen Covid-19 geimpft, aber genesen. Er ist in diesem Jahr an Corona erkrankt, liess aber mit dem Schnelltest den «falschen Test» machen und erhielt kein Zertifikat. «Zertifikatslos wird er jetzt auf behördliche Verordnung von vielen gesellschaftlichen Aktivitäten ausgeschlossen», wie er weiter schreibt. Deshalb sei er nun nicht länger bereit, sich ehrenamtlich in den Dienst einer Gesellschaft zu stellen, die ihn gleichzeitig vom allgemeinen Leben ausschliesst.

Daniel Leutwyler betont, dass dieser Entscheid in keiner Weise mit der Zusammenarbeit mit den betroffenen Gemeinden zu tun habe. Diese sei immer gut verlaufen.

Daniel Leutwyler rät den Pilzsammlern dennoch, ihre gesammelten Pilze einem Experten zur Begutachtung vorzulegen. Es ist der sichere Schutz vor möglichen Vergiftungen. Die nächsten Pilzkontrollstellen befinden ich in Aarau, Küttigen, Schöftland oder Moosleerau. Die Adressen der regionalen Kontrolleure sind unter www.vapko.ch ersichtlich.

Leerstände nehmen um 1724 Einheiten ab

Leerstände nehmen um 1724 Einheiten ab | Der Landanzeiger

Im Kanton Aargau standen am 1. Juni 2021 total 7009 Wohnungen leer. Das sind 1724 Einheiten weniger als im Vorjahr. Nachdem der Leerwohnungsbestand im letzten Jahr noch um 4,2 Prozent gestiegen ist, ist nun ein deutlicher Rückgang zu beobachten.

Nach dem letztjährigen Anstieg des Leerwohnungsbestands um 356 Einheiten (+4,2 Prozent), sinkt dieser nun gegenüber dem Vorjahr um 1724 Einheiten (-19,7 Prozent). Neu standen am 1. Juni dieses Jahres im Kanton Aargau 7009 Wohneinheiten leer.

Über den Zeitraum von 1995 bis heute betrachtet ist dies die grösste absolute und relative Abnahme innerhalb eines Jahres. Die Leerwohnungsziffer, welche den Anteil der leerstehenden Wohneinheiten am Gesamtwohnungsbestand misst (333’007 Einheiten per 31. Dezember 2020), sinkt damit von 2,65 auf 2,10. Mehrheitlich befinden sich die leer stehenden Wohneinheiten in Altbauten (91,7 Prozent). Weniger als ein Zehntel (8,3 Prozent) befindet sich in Gebäuden, die in den letzten zwei Jahren erstellt wurden, also in Neubauten.

Vergleich nach Wohnungsgrösse
Einzig Wohneinheiten mit nur einem Zimmer stehen verglichen mit dem Vorjahr häufiger leer: Die Zahl der leerstehenden Einzimmerwohnungen hat um 8,8 Prozent (+38 Einheiten) auf 469 zugenommen. Die grössten absoluten Abnahmen der Leerstände erfolgten bei den Wohneinheiten mit drei Zimmern (-707) und vier Zimmern (-532). So stehen in diesen beiden Kategorien noch 2368 beziehungsweise 2153 Wohnungen zur Miete oder zum Verkauf zur Verfügung. Aber auch die leerstehenden Wohneinheiten mit fünf und mehr Zimmern erfuhren sowohl grosse relative wie auch absolute Abnahmen. Die Zahl der leerstehenden Einfamilienhäuser hat um 259 oder 26,3 Prozent abgenommen.

Regional grosse Unterschiede
Der Leerwohnungsbestand und die Leerwohnungsziffer sind in allen Bezirken ausser Rheinfelden gesunken. Über der kantonalen Leerwohnungsziffer von 2,10 liegen die Bezirke Kulm (3,62), Zofingen (3,25), Brugg (3,05) und Rheinfelden (2,24). Unter dem Wert für den Kanton Aargau liegen die Bezirke Laufenburg (2,09), Bremgarten (2,06), Zurzach (1,98), Aarau (1,79), Baden (1,49), Lenzburg (1,30) und Muri (1,18).

Wiliberg 0, Gränichen 198
In den 27 Gemeinden des Landanzeiger- Gebiets stehen momentan 1204 Wohneinheiten leer. Das sind 773 weniger als noch vor einem Jahr. In Gränichen steht mit 198 Einheiten (-60) am meisten Wohnraum leer, aber auch in Safenwil (126, -32), Buchs (123, -25), Schöftland (105, -17) sind über 100 Wohnungen ohne Mieter. Die grösste Abnahme an Leerwohnungen erlebte Suhr, wo 294 Wohneinheiten wieder besetzt wurden, noch stehen dort noch 67 Einheiten leer. Reitnau ist die einzige Gemeinde im Landanzeiger-Gebiet, in der es mehr Leerbestände (+2) hat als noch im Vorjahr. In Kölliken (92) und Moosleerau (9) und Wiliberg (0) gab es keine Veränderungen.

Kaum Leerwohnungen gibt es seit Jahren in Moosleerau (9, +/-0), Reitnau (8, +2), Densbüren (4, -20), Kirchleerau (4, -4) und Bottenwil (3, -6). In Wiliberg, der kleinsten Gemeinde im Kanton, ist seit vier Jahren kein Wohnraum mehr frei.

Leerstände nehmen um 1724 Einheiten ab | Der Landanzeiger