Spuren der wilden Silvesterparty

Strick- und Häckelarbeiten | Der Landanzeiger

Aus Wiliberg, Buchs, Muhen, Ober- und Unterentfelden hat unsere Redaktion über die Festtage und den Jahreswechsel Leserbilder erhalten von Littering und Vandalismus. In einem Fall wurde Anzeige bei der Kantonspolizei erstattet. 

Die Frauen des Handarbeitsclub Unterentfelden sind entsetzt: In der Silvesternacht wurden ihre Strick- und Häckelarbeiten in einer Unterführung mutwillig angezündet. Die graue und unfreundliche Unterführung Distelberg (Erlifeldstrasse/Quellmattstrasse) wurde vor einigen Jahren durch die fleisigen Frauen mit farbenfrohen kunsthandwerklichen Strick- und Häkel-Arbeiten ausgeschmückt. Dadurch erhielt der Durchgang ein fröhliches und aufstellendes Aussehen; sehr zur Freude der täglichen Benutzer. In der Silvesternacht hat nun eine unbekannte Täterschaft über 40 Stück dieser Handarbeiten durch Brandstiftung zerstört. Die Mitglieder des Handarbeitsclubs haben bei der Kantonspolizei Anzeige erstattet.

In Wiliberg wurden am vergangenen Wochenende drei Kessel mit noch flüssigen Farbmengen rund 50 Meter neben dem Schulhaus an der Buchackerstrasse in Wiliberg entsorgt. 

Einen weiteren Fall von Littering gab es in Oberentfelden, wo eine Grünguttonne massiv überfüllt wurde. 

Weitere Bilder haben uns aus Buchs erreicht, wo die Wiese im «Bärerank» nach der Silvesternacht und auch Tage später übersäht war von allerlei Feuerwerks- und weiterem Partyabfall.

Auch in Muhen wurde das neue Jahr mit viel privatem Feuerwerk gefeiert. Unser Bild zeigt eine Rakete, die kopfvoran in einem Rübenfeld steckt. Offenbar waren solche Bilder vielerorts zu sehen. Die Aargauer Landwirtschaft zeigte auf facebook ähnliche Bilder und sprach von einem «schalen Beigeschmack» für die Landwirtschaft.

Wiliberg wieder am öV-Netz angeschlossen

Wiliberger Ruftaxi | Der Landanzeiger

Mit dem zum Jahresbeginn gestarteten Ruftaxibetrieb zur Anbindung an den öffentlichen Verkehr erlebte die Gemeinde Wiliberg bereits einen ersten Höhepunkt im 2020. Gemeindeammann Patric Jakob zog am Neujahrsapéro aber auch Bilanz über die Beseitigung der Unwetterschäden und Trockenheit.

Die Aufnahme des dreijährigen Ruftaxiprobebetriebs zu Jahresbeginn war dem Gemeinderat eine Testfahrt nach Zofingen wert. 12 Franken kostet die Einzelfahrt pro Person nach Reiden, Bottenwil oder Reitnau – der Rufbus nach Zofingen 35 Franken, die Rückfahrt auch. «Das Ruftaxi ist sicher nicht so günstig, wie der öffentliche Bus, aber dafür flexibler», sagt Gemeindeammann Patric Jakob.

Nach dem Neujahrsapéro überzeugte sich der Gemeinderat persönlich von Bequemlichkeit und Pünktlichkeit des Ruftaxibetriebs und machte eine Fahrt im Bus der Firma Tschannen AG zum Niklaus-Thut-Platz nach Zofingen.

Eine bessere Teambildungsmassnahme hätte sich die neue Gemeinderätin Stephanie Weber-Gloor kaum vorstellen können. Sie übernimmt mit Ausnahme des Kulturwesens, die Ressorts ihrer Vorgängerin Angelika Voser Meier, dieses geht an Petra Grädel.

Seit 2008 ohne öV
Wiliberg war seit Ende 2008 – als der öffentliche Busverkehr eingestellt wurde – vom öffentlichen Verkehr abgeschnitten. Nun hat der Gemeinderat in Zusammenarbeit mit dem Kanton nach dem Vorbild der Gemeinde Kallern ein Ruftaxi-Konzept ausgearbeitet. Drei Jahre soll der Probebetrieb dauern und pro Jahr maximal 20’000 Franken kosten. In der Probezeit trägt die Gemeinde 75 Prozent der Kosten und 25 Prozent der Kanton. Bei definitiver Einführung des Ruftaxis teilen sich Gemeinde und Kanton die Kosten ebenbürtig. Zwei Mal pro Woche werden fahrplanmässige Fahrten nach Reiden und Reitnau angeboten, einmal pro Woche nach Bottenwil. Zusätzlich können Tag und Nacht individuelle Fahrten bestellt werden, die in diese drei Gemeinden und zusätzlich nach Zofingen führen.

Nur effektive Kosten bezahlen
Noch sei unklar, wie viele Fahrten tatsächlich nötig seien, sagte Gemeinderat Manfred Müller anlässlich der Vorstellung des Ruftaxi-Probebetriebs im Juni des letzten Jahres. Der Kostenrahmen sei nach einer Hochrechnung aus den Erfahrungen der Gemeinde Kallern abgesteckt worden. Kallern hat gut doppelt so viele Einwohner wie Wiliberg und kennt das Ruftaxi seit gut sechs Jahren. Während des Probebetriebs in Wiliberg seien durchaus Anpassungen möglich, sagte Müller.

Letzte Chance Im Gegenteil zum öffentlichen Verkehr, bezahlen die Wiliberger nur die effektiven Kosten der Fahrten. Da müsse die Gemeinde ihren Beitrag leisten, auch wenn das Angebot nur wenig genutzt werde, sagt Müller weiter. Wird das Projekt abgebrochen, wird Wiliberg wohl nie mehr die Chance haben, an den öffentlichen Verkehr angebunden zu werden. Oder wie es Kritiker sagen: «Das Problem der Dörfer ist nicht, dass keine Busse fahren, sondern dass niemand mit dem Bus fährt.»

Im Jahres-Rück- und Ausblick des Gemeindeammanns war das Unwetter 2017 nochmals ein Thema. Es hat auch in der Gemeindekasse seine Spuren hinterlassen. Die Instandsetzung der Flurwege und des Hangabrutschs werden mit 29‘000 Franken in die Rechnung 2019 eingehen, den Rest der 140‘000 Franken für die Schadensbehebung übernehmen Bund und Kanton.

Mit dem Grobkonzept für den Um- bzw. Neubau des Feuerwehrmagazin der Feuerwehr Uerkental mit Standort Bottenwil oder Uerkheim wird sich die Gemeinde im Verlauf des Jahres beschäftigen. Aber auch das Schutzzonenreglement mit den Quellfassungen ist ein Thema im 2020. Die Zonen sollen grösser werden. Der Entwurf zu Beurteilung wurde ist beim Kanton eingereicht. Die Bevölkerung muss 2020 mit höheren Abwassergebühren rechnen. 

Rauschende Oldies-Night im Neonlicht

Oldies-Night in der Zofinger Mehrzweckhalle | Der Landanzeiger

Am Samstagabend trafen sich die Fans alter und guter Musik in der altehrwürdigen Mehrzweckhalle in Zofingen. Schon am frühen Abend ging so richtig die Post ab.  

Schlossrueder und Brittnauer | Der Landanzeiger
Schlossrueder und Brittnauer feierten in Zofingen gemeinsam

Das Motto der 26. Oldies-Night lautete «Neon». Die vier Hauseigenen Oldies-DJs liessen sich aber auch gar nicht lange bitten. Sie trafen von Beginn an den richtigen Musiknerv des Publikums so, dass es niemanden lange auf den Stühlen hielt. Noch bevor die Bühne von den Tanzwütigen in Beschlag genommen wurde, gab es für diejenigen, die das Motto «Neon» wortwörtlich nahmen, etwas zu gewinnen. Wer sich in schrillem Outfit präsentierte und das Glück hatte, von der Jury als Gewinner ausgewählt wurde, erhielt vom Organisator Roland Geffroy eine Getränke-Freikarte geschenkt. 

Auszubildende übernehmen wieder das Lehrlingsrestaurant

Die diesjährigen Auszubildenden | Der Landanzeiger

Bereits zum siebten Mal übernehmen die Lernenden des Gasthof zum Schützen Aarau vom 9. bis 26. Januar die Führung des Restaurants Waldhaus Gehren in Erlinsbach. Die Vorbereitungen sind in vollem Gange.

l Erlinsbach Jedes Jahr, wenn die Lernenden des Gasthof zum Schützen Aarau die Projektwoche «Lehrlingsrestaurant» vorbereiten, kommt Spannung auf. Schon die Aufgabe selber ist für das Team eine Herausforderung und der Leistungs-Vergleich zum Vorjahr spielt gerade bei Jugendlichen immer eine wichtige Rolle. Alle sind während drei Projekt-Jahren dabei und übernehmen während dieser Zeit jeweils verschiedene Funktionen.

In den drei Wochen des Lehrlingsbetriebes werden die Lernenden im Gasthof zum Schützen fehlen. Typische «Lehrlingsaufgaben» werden für einmal durch das Servicepersonal ausgeübt.

Alles sei eine grosse Umstellung und die Aufgabe nicht einfach, finden Mara Lorenzi und Nicola Christen. «Die Erfolge und Anerkennung aus den letzten Jahren lassen auch Erwartungen aufkommen», finden sie. Zudem bleiben Traditionen: Das Gästebuch wurde von Kyra Messmer und Delfina Borovski gestaltet und der beliebte Lehrlings-Apéro von Andelka Andrijanic ausgeheckt. «Dieses Jahr empfehlen wir unseren Gästen einen Apéro mit Rum, Amaretto, Zitrone und Süssmost vom Küttiger Bauern, garniert mit einem Rosmarin-Zweig». Gesamt-Organisa-tion, Werbemassnahmen und Arbeitspläne liegen in der Verantwortung der Lernenden im dritten Lehrjahr. Um durchgehend ein funktionsfähiges Team vor Ort zu haben, mussten sogar die Schultage umorganisiert werden. Die Lernenden sind bereit, für solche Probleme Lösungen zu finden und die extra Meilen zu gehen.

Die Auszubildenden können es kaum erwarten, die Gäste vom 9. bis 26. Januar, jeweils von Donnerstag bis Sonntag, 9 bis 22 Uhr, im Lehrlingsrestaurant Waldhaus Gehren begrüssen und verwöhnen zu dürfen. Den Gästen wird empfohlen, den Besuch mit einer Reservation anzukündigen.

Polizei braucht mehr Ressourcen

Auskunft über das Polizeijahr 2019

Der Polizeidirektor Urs Hofmann und die obere Führung der Kantonspolizei Aargau zeigten sich zufrieden mit der Polizeiarbeit im vergangenen Jahr. Sie machten aber deutlich, dass es zur Bewältigung der anstehenden Herausforderungen mehr Personal benötigt.

Die Präventions-Strategie der Kantonspolizei Aargau zahlt sich aus. So sind die Sicherheitskräfte im vergangenen Jahr sehr erfolgreich mit koordinierten Fahndungsaktionen gegen Einbrecher vorgegangen. «Es ist der Polizei im Bereich der Einbruchskriminalität 2019 gelungen, die bereits tiefen Zahlen des Vorjahres noch zu unterbieten», sagte Urs Hofmann (SP), Justiz- und Polizeidirektor des Kantons Aargau. «Die Strategie, vermehrt vorbeugend zu agieren, hat sich ausbezahlt.»

Obwohl die Aargauer Polizei 2019 auch in andern Bereichen erfreuliche Resultate verbuchen kann, wiest Hofmann darauf hin, dass der Aargau – -gemessen an der Einwohnerzahl – die geringste Polizeidichte der Kantone aufweise. Während im Kanton Basel-Stadt ein Polizist für 287 Einwohner «verantwortlich» ist, so muss sich im Aargau ein Polizist um 709 Einwohner kümmern. In den Nachbarkantonen Solothurn sind es 1:602, in Luzern 1:600 und in Zürich 1:372. «Dass die Aargauer Polizeikräfte ihre Aufgabe, die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten, trotz dieses offenkundigen Unterbestandes auch 2019 hervorragend erfüllt haben, ist bemerkenswert», sagt Hofmann weiter. «Um die Erwartungen der Bevölkerung und die stetig wachsenden Herausforderungen bewältigen zu können, braucht es zusätzliche Ressourcen.»

Stabile Lage, aber hohe Dynamik
«Die Kriminalitätslage im Aargau ist stabil», sagte Polizeikommandant Michael Leupold. «Die offenen Grenzen und die und die schnell weiterentwickelnden technischen Möglichkeiten wie das Internet, sorgen für eine hohe Dynamik.» Der Islamische Staat (IS) sowie Rechts- und Linksextremismus erachtet Leupold weiterhin als «unverändert Gefahren für die öffentliche Sicherheit in unserem Land».

Zahl der Verkehrstoten weiter rückläufig
«Die Zahl der Verkehrstoten, der Verletzten und der Verkehrsunfälle ist 2019 zurückgegangen», sagt Rudolf Scherer, Abteilungschef Mobile Polizei. Im vergangenen Jahr starben elf Menschen (bei 510’000 Motorfahrzeugen) auf Aargauer Strassen – darunter ein Kind in Kirchleerau. Das sind fünf Menschen weniger als im Vorjahr. Seit Beginn der Unfallauswertungen im Jahr 1950 sind im Aargau noch nie so wenige Personen im Strassenverkehr ver-storben. 1971 starben 150 Menschen auf Aargauer Strassen, damals waren rund 40’000 Motorfahrzeuge eingelöst.

Alle Tötungsdelikte geklärt
«Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der leichten und mittelschweren Gewaltdelikte leicht angestiegen», sagt Markus Gisin, Chef der Kriminalpolizei. Auch die Zahl der Raubüberfälle auf Läden und Tankstellenshops sei im Vergleich zu 2018 höher. Danke dem Einsatz von Sonderkommissionen konnten die Täter der beiden Tötungsdelikte von Aarau und Killwangen ermittelt werden.

Die Cyberkriminalität hält die Kantonspolizei mehr denn je in allen Richtungen auf Trab. Eine Sparte sei der Anlagebetrug im Internet, sagt Kripochef Gisin weiter. Hier belief sich die Deliktsumme auf 3,5 Millionen Franken. Immer mehr seien auch Kleinanleger im Visier der professionell agierenden Täter.

Immer mehr Aargauer Firmen erleiden massive Cyberangriffe. Sind diese erfolgreich, werden ganze Unternehmensnetzwerke grossflächig verschlüsselt und lahmgelegt, um Lösegeld zu erpressen. Seit dem vergangenen Mai baut die Kantonspolizei ein Kompetenzzentrum auf, um den besonderen Anforderungen bei der Bekämpfung der digitalisierten Kriminalität entgegenwirken zu können.

Aarau als Hotspot
Am Bahnhof Aarau ereignen sich im Aargau am meisten Delikte wie Raub, Körperverletzung, Tätlichkeit oder Entreissdiebstahl. Das zeigt der Blick auf die Dichtekarte «Gewalt im öffentlichen Raum 2019». Dem können nur mit starker, sichtbarer Präsenz und vielen Personalkontrollen entgegengewirkt werden, sagt Heinz Meier, Chef der stationierten Polizei. Auch im Bereich Einbruch- und Einschleichdiebstähle zählen Aarau, aber auch die Region Oftringen/Zofingen zu den Hotspots im Kanton. 

Holziken bald ohne Dorfladen

Theres und Toni Rast | Der Landanzeiger

Der Dorfladen Holziken schliesst per 18. Januar. Das Team um Theres und Toni Rast erklärt in den Gemeindenachrichten, wie es dazu gekommen ist. Die Schliessung hat mehrere Gründe.

«Die Kosten- und Ertrags-Situation sind aufgrund der knappen Umsatz-Ergebnisse in keinem vernünftigen Verhältnis», nennen Theres und Toni Rast als Hauptgründe der Schlies-sung von «Toni’s Treffpunkt» in Holziken. «In absehbarer Zeit wären einige Investitionen angefallen, wie zum Beispiel Kühlanlagen, Kühlbuffet etc., welche sich nur lohnen würden, wenn das Mietverhältnis geregelt und längerfristig abgesichert wäre.»

Lebensmittelladen unerwünscht
Der Gemeinderat Holziken war an einer Nachfolgeregelung interessiert, schreibt er in den Gemeindenachrichten. Die Vermieterschaft machte jedoch unmissverständlich klar, dass eine weitere Vermietung für einen Lebensmittelladen ausgeschlossen sei.

«Investitionen wie diese lohnen sich nur, wenn ein Mietverhältnis mindestens 10 Jahre dauert», lassen sich Theres und Toni Rast zitieren. «Wir haben uns entschieden, die volle Konzentration auf unser Hauptgeschäft in Aarau und unsere Präsenz am Wochenmarkt am Graben Aarau, zu setzen und damit die geplanten Projekte sicher zu stellen.» Theres und Toni Rast führen im Aarauer Goldernquartier seit fünf Jahren ihr Hauptgeschäft. Unlängst konnte dort der Mietvertrag um weitere fünf Jahre verlängert werden. Zuvor haben die beiden fast zwei Jahrzehnte lang die Chäsi in Muhen geführt. Für Tonis weitum berühmte Käsespezialitäten muss man ab dem 18. Januar künftig also wieder etwas weiter fahren. Die beiden Geschäftsinhaber bedanken sich im Schreiben abschliessend bei der Holziker Kundschaft für die Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen.

Freiwillige gesucht
Mit der Schliessung des Dorfladens «Toni’s Treffpunkt» entfällt die letzte Einkaufsmöglichkeit in Holziken. Insbesondere für ältere oder in der Mobilität eingeschränkte Einwohner kann dies ein Problem darstellen. Aus diesem Grund sucht die Gemeinde im Rahmen des Projekts «Fürenand – Mitenand» Freiwillige, welche sich für den Einkauf für jene Personen zur Verfügung stellen. Möglich wäre die Begleitung beim Einkauf oder aber das Einkaufen im Auftrag jener Personen. Interessierte melden sich bei der Gemeindekanzlei.

AGVS Auto Ausstellung Aarau West 2020 in der Erfolgsspur

Martin Sollberger (links) und Chris Regez | Der Landanzeiger

Autofans sollten sich schon jetzt das Datum der nächsten AGVS Auto Aus-stellung Aarau West in Oberentfelden reservieren. Sie findet vom 13. bis 15. März 2020 im Tenniscenter Aarau West statt.

Die Besucherinnen und Besucher können erneut auf 5000 m2 über 160 Modelle von über 30 Automarken bewundern und darin Platz nehmen und den einzigartigen Duft eines Neuwagens einatmen. Dies lässt die Herzen eines jeden Autofans höher schlagen. Als weitere Attraktion findet im Aussenbereich erneut ein Food-Festival mit Köstlichkeiten aus aller Welt statt.

Über 160 Autos hautnah fühlen, sehen und riechen
Martin Sollberger, Präsident AGVS (Auto Gewerbe Verband Schweiz), Sektion Aargau, bringt es auf den Punkt: «Wir sind davon überzeugt, dass unsere Mehrmarkenausstellung mit 25 regionalen Ausstellern den Besuchern ein einzigartiges Erlebnis bietet, denn hier können sich die Interessenten direkt mit unseren Ausstellern unterhalten. Die Kundinnen und Kunden haben heute ein riesiges Bedürfnis, sich bei den Fachleuten über die unterschiedlichen Antriebsmöglichkeiten der einzelnen Modelle zu informieren. Was wird angeboten und was ist sinnvoll? Benzin, Diesel, Hybrid, Elektro oder Plug-in-Hybrid? Dass diese Präsentationsplattform für unsere Aussteller, alles Garagisten aus dem Raum Aarau/Lenzburg, ein wichtiger Anlass ist, zeigt sich daran, dass die gesamte Fläche erneut komplett ausgebucht ist, was mich natürlich sehr glücklich macht.»

Autos und Kulinarik gemeinsam erleben
Für Messeleiter Chris Regez macht ein Besuch an der AGVS Auto Ausstellung Aarau West aber noch aus weiteren Gründen Sinn: «Im Gegensatz zu noch grösseren Auto-Ausstellungen benötigen die Besucher nur wenig Zeit für die Hin- und Rückfahrt und Parkplatz und Eintritt sind erst noch gratis. Gerade für Familien ist dies heutzutage ein wichtiger Aspekt. Zudem ist unsere Ausstellung ein beliebter Treffpunkt, an dem man sich mit Freunden und Bekannten trifft und gemeinsam Spass hat. Im Aussenbereich kann man beim Food-Festival auf eine kulinarische Entdeckungsreise gehen.» Erstmals ist auch die Motorradwelt mit zwei regionalen Ausstellern vertreten – gerade rechtzeitig vor Beginn der «Töff-Saison».

MAG 2020 ist ausgeschrieben

Mike Zettel von der Kein Ding GmbH | Der Landanzeiger

Der Markt Aarauer Gewerbetreibender (MAG) 2019 konnte finanziell positiv abgeschlossen werden und die kommende Austragung vom 24. bis 27. September 2020 wurde vom neuen MAG-Organisator Mike Zettel von Kein Ding GmbH, Dulliken, ausgeschrieben. 

Der MAG-Vorstand traf sich noch vor Weihnachten zum Debriefing der Organisation 2019 und konnte von positiven Rückmeldungen und einer guten Prognose der Jahresrechnung Kenntnis nehmen. Nicht nur der Abschluss der Durchführung 2019 beschäftigte die Vorstandsmitglieder, auch Informationen und Übergabe von Dokumenten an den neuen Organisator Mike Zettel (34) von Kein Ding GmbH, Dulliken, mussten aufbereitet werden. Zudem wurden die von Mike Zettel vorgeschlagene Änderungen besprochen und allesamt gutgeheissen. 

Seit 2013 organisiert Mike Zettel im Auftrag des Quartiervereins rechtes Aareufer erfolgreich die Messe in Olten (MiO) und seit 2015 ist er auch bei der Organisation des Streetfood-Festivals in der Dreitannenstadt beteiligt. Während das Food-Festival im Mai stattfindet, startet der MAG am Donnerstag nach der MiO. Diese gibt es 1946 und soll laut Zettel ursprünglich von der MAG in Aarau inspiriert worden sein.

Voller Tatendrang
«Es gibt viele Ähnlichkeiten bei beiden Messen», sagt Zettel auf Anfrage. Und weil beide Veranstaltungen künftig von seinem Team organisiert werden, will er versuchen, Synergien zu nutzen- So stellt er sich etwa vor, einen Teil der Infrastruktur gemeinsam zu nutzen, an beiden Messen interessierte Aussteller anzusprechen und das Unterhaltungsprogramm auf gemeinsame Nenner abzuklopfen.  Zudem hat er vor, Gewerbler der Weinmesse Mittelland, die er seit 2015 jährlich im Oltner Stadttheater organisiert, auch zum Mitmachen im Weinzelt am MAG in Aarau zu bewegen.

Tradition erhalten
Der Markt Aarauer Gewerbetreibender gibt es seit 83 Jahren und er gehört zu den traditionellen Veranstaltungen im Jahresprogramm der Stadt Aarau. Über 120 Aussteller, Anbieter von Restaurants und Verpflegungsständen, Weinhändler und Keramikhandwerker nahmen 2019 am MAG teil und lockten über 25’000 Besucherinnen und Besuchern nach Aarau. 

Zur Sicherstellung der professionellen Organisation hat sich der MAG-Verein zu einer Auslagerung der Durchführung entschlossen und den Vorstand mit der Ausschreibung und Auswahl beauftragt. Aufgrund verschiedener eingereichter Dossiers und Präsentationen wurde die Zusammenarbeit mit Mike Zettel und seiner Kein Ding GmbH in Dulliken beschlossen. Er hat mit der Ausschreibung des MAG 2020 seine Tätigkeit aufgenommen, wird Traditionen erhalten und Trends berücksichtigen. 

Unveränderte Preise
Die Preise für eine MAG-Teilnahme bleiben unverändert. Bereits im November des letzten Jahres erfolgte die Einladung an bisherige und mögliche neue Aussteller.

Der MAG 2020 findet vom 24. bis 27. September statt. 

«Mobiliar» lässt Bevölkerung am Erfolg teilhaben

Die Mobiliar beschenkte die Stützpunktfeuerwehr Zofingen mit mobilen Containern und Material für den Hochwasserschutz | Der Landanzeiger

Jeder dritte Haushalt in der Schweiz ist bei der Mobiliar versichert. Das genossenschaftlich organisierte Unternehmen lässt die Öffentlichkeit immer wieder an ihrem Erfolg teilhaben. So wurde vor wenigen Tagen ein Hochwasserschutzprojekt in Hirschthal unterstützt. Aber auch die Stützpunktfeuerwehr Zofingen erhielt wichtige Mittel gegen das Hochwasser.

Unwetter, Hochwasser, Murgänge, Steinschlag und Lawinen verursachen in der Schweiz Schäden von durchschnittlich 300 Millionen Franken pro Jahr. Präventionsmassnahmen können solche Schäden effizient reduzieren. Deshalb hat das Mobiliar Lab für Naturrisiken an der Universität Bern unter anderem Hochwasser-Hotspots in der Schweiz identifiziert. Zu denen zählt unter anderem auch die Region Zofingen und das Uerkental.

Deshalb bekam die Region von der Mobiliar in diesem Sommer als eine von fünf besonders exponierten Gemeinden ein mobiles Deichsystem geschenkt. In diesen mobilen Containern sind Module, mit denen innerhalb weniger Stunden Schutzdämme in der Länge von total 440 Meters errichtet werden und Schäden verringert werden können. Die Region Zofingen/Uerkental erlebte am 8. Juli 2017 ein Unwetter, das Schäden in der Höhe von rund 100 Millionen Franken verursachte. Allein bei der Mobiliar gingen damals über 2500 Schadenfälle im Umfang von gegen 20 Millionen Franken ein.

Interessante Karte
Diese Summe macht klar, warum es interessiert, wo in der Schweiz bei einer Überschwemmung welche Werte auf dem Spiel stehen. Die interaktive Karte auf www. schadenpotenzial.ch kennt die Antworten. Die in dieser Form einzigartige Karte wurde am Mobiliar Lab für Naturrisiken entwickelt und geht weit über die bekannte Abbildung von reinen Gefahrenkarten hinaus. Sie zeigt nicht bloss die abstrakte Gefährdung durch Hochwasser, sondern auch das konkrete Schadenpotenzial.

Suhr, Oberentfelden und Kirchleerau sind laut dieser Karte die Gemeinden des Landanzeiger-Gebiets, in denen ein Hochwasser die grössten Schäden anrichten kann. In Oberentfelden sind 25 Prozent aller Gebäude gefährdet, in Kirchleerau 22 Prozent und in Suhr 20 Prozent. In Aarau sind es aber auch 15 Prozent aller Häuser. Sicherer wohnt man in Küttigen mit einer Rate von 6 Prozent, Safenwil mit 2 Prozent oder in Wiliberg mit 1 Prozent, um hier nur einige Gemeinde des Zeitungsgebiets zu nennen.

136 Projekte unterstützt
Mit knapp 37 Millionen Franken aus dem Überschussfonds der Genossenschaft leistet die Mobiliar einen Beitrag an konkrete Präventionsprojekte in der ganzen Schweiz – darunter auch das Hochwasserschutzprojekt in der Gemeinde Hirschthal (wir berichteten). Dort tritt der Talbach bei starken Regenfällen regelmässig über die Ufer und überschwemmt die angrenzenden Liegenschaften. Die Mobiliar beteiligt sich mit maximal 120’000 Franken an den Baukosten für das Hochwasserschutzprojekt, das sich auf rund 1,48 Millionen Franken beläuft. Seit dem Hochwasser 2005, das damals in der Schweiz sechs Todesopfer forderte und Schäden in der Höhe von drei Milliarden Franken verursachte, hat die Mobiliar zur Unterstützung von Präventionsprojekten rund 37 Millionen Franken aus dem Überschussfonds der Genossenschaft bereitgestellt. Bisher hat die Mobiliar schweizweit 136 Projekte unterstützt, einige davon auch in der Region.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.mobiliar.ch

Das wird neu beim Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2019

SBB Zugkomposition | Der Landanzeiger

Das Konzept «S-Bahn Aargau 2016 ff.» wird Schritt für Schritt umgesetzt. Seit einem Jahr verkehrt die S26 aus dem Freiamt direkt nach Olten – ein voller Erfolg. Der nächste Schritt folgt mit diesem Fahrplanwechsel.

  • Die S29 von Turgi–Brugg endet neu nicht mehr in Aarau, sondern fährt nonstop bis Olten und von dort weiter nach Zofingen– Sursee.
  • Zwischen Olten und Sursee verkehren die Züge in der heutigen Lage der S8 und werden neu auf der gesamten Strecke zwischen Turgi und Sursee zur S29.
  • Weiter profitieren die Reisenden zwischen Langenthal und Olten von einem dichteren Takt. Von Montag bis Freitag, von 6 Uhr bis 20 Uhr, gilt neu der durchgehende Halbstundentakt Langenthal– Rothrist–Olten.
  • Ein zusätzliches Zugspaar bei der S11 erweitert den Halbstundentakt am Morgen zwischen Aarau–Lenzburg und dem Limmattal–Zürich.
  • Die Buslinien in den Umsteigeknoten Mellingen Heitersberg und Mägenwil ermöglichen den Anschluss an die neuen S-Bahnzüge. Das Busangebot reagiert auf geänderte Nachfragen und wird punktuell angepasst.
  • Auf den juraquerenden Linien 135 (Staffelegg) und 136 (Benkerjoch) ändern die Fahrzeiten und die Bedienung der Haltestellen, damit die Pünktlichkeit und somit die Anschlussqualität in Aarau und Frick verbessert werden kann.

Auch nächstes Jahr wird es – bedingt durch die zahlreichen Baustellen – Einschränkungen im Bahnverkehr geben. Einzelne Halte können nicht bedient werden und Anschlüsse fallen temporär weg.

Auf den Dezember 2020 zeichnet sich mit der Inbetriebnahme der Vierspur zwischen Olten und Aarau eine Verbesserung ab. Auch wird dann eine der letzten Etappen der S-Bahn Aargau umgesetzt.

Alle Neuerungen zum Fahrplanwechsel sowie weitere Informationen gibt es unter www.ag.ch/verkehr

Drei Forstregionen planen den Zusammenschluss

Zwischen 2021 und 2025 gehen die Förster der Forstbetriebe Oberes Suhrental, Muhen-Hirschthal-Holziken und Leerau-Rued in Pension. Die elf betroffenen Ortsbürgergemeinden prüfen neue Strukturen: Der zukünftige Forstbetrieb soll zwei Förster und einen Standort haben. Bis Mitte Dezember müssen die beteiligten Gemeinden einen Grundsatzentscheid fällen.

Ende 2021 geht Martin Leu, Förster des Forstbetriebs Oberes Suhrental, in Pension. Urs Gsell, Förster des Forstbetriebs Muhen-Hirschthal-Holziken, folgt ihm 2024. 2025 wird Daniel Zehnder, Förster des Forstbetriebs Leerau-Rued pensioniert. Die drei Forstbetriebe nutzen diese Ausgangslage als Chance und hinterfragen die aktuellen forstbetrieblichen Strukturen. «Die betroffenen Waldeigentümer der elf Gemeinden prüfen einen schlagkräftigen und robusten Forstbetrieb mit interessanten Arbeitsplätzen», das schreibt eine Arbeitsgruppe mit Vertreten der drei Forstbetriebe in einer Mitteilung.

Die drei Forstbetriebe haben einen Bericht erarbeiten lassen: darin wird unter anderem abgeklärt, ob es einen oder zwei Betriebe benötigen würde, welches die optimale Rechtsform ist, wie ein künftiges Organigramm aussehen soll, welche Variante am betriebswirtschaftlichsten ist und wo ein gemeinsamer Forstwerkhof stehen könnte.

Betrieb mit zwei Förstern
Die zukunftsfähigste Betriebsstruktur bestehe aus einem Betrieb mit gut 2100 Hektaren Wald und zwei ausgebildeten Förstern an der Spitze, schreibt Theo Kern, Projektverfasser und Geschäftsführer WaldAargau. Er wurde von den drei Forstbetrieben, nach einem Evaluationsverfahren, mit dem Projekt beauftragt. Bei den Maschinisten und Forstwarten sind ebenfalls zwei Gruppen mit 3 bis 4 Mitarbeitern vorgesehen. In einem Betrieb dieser Grösse können die Mitarbeitenden vermehrt nach ihren Fähigkeiten eingesetzt werden, schreibt der Projektverfasser weiter. Fehlen Mitarbeiter aufgrund von Ferien, Militär oder Aus- und Weiterbildung, so könne mit der Zusammenlegung Stellvertretungen auf allen Stufen sichergestellt werden. Diesem Betrieb können sich bei Bedarf weitere Gemeinden anschliessen. «Erste Nachbarschaftsbetriebe haben bereits Interesse bekundet, mehr aber noch nicht», sagt Gertud Müller, Präsidentin des Forstbetriebs Oberes Suhrental, im Gespräch mit dem Landanzeiger.

Als optimale Rechtsform für einen Forstbetrieb mit diesen Rahmenbedingungen sei eine selbständige öffentlich-rechtliche Gemeindeanstalt, schreibt Theo Kern in seiner Projektabklärung. Die Führungsstruktur kann so an die Bedürfnisse der Eigentümer angepasst werden. Eine schlanke Führungsstruktur sei möglich. Das Mitspracherecht könne entsprechend festgelegt werden. Eine Gemeindeanstalt könne auch selbständig in den Fahrzeugpark investieren.

Ein gemeinsamer Forstwerkhof
Die aktuellen Forstwerkhöfe in Kirchleerau, Staffelbach und Muhen sind zu klein für einen gemeinsamen Werkhof. Zudem können sie zum Teil nicht erweitert werden oder liegen am Rande des neuen geplanten Forstbetriebs. Für den Zusammenhalt des neunköpfigen Teams sei ein zentraler Standort wichtig. Der ehemalige Forstwerkhof der Gemeinde Schöftland wäre von der Lage her eine Variante. Theo Kern, Verfasser des Berichts, sagt zu diesem Standort: «Auch dieser ehemalige Forstwerkhof ist zu klein, das Ausbaupotential ist jedoch an diesem zentralen Standort vorhanden. » Kern empfiehlt zudem einen Neubau in einer Industriezone zu prüfen. Ein neuer Werkhof sei nicht viel teurer, könne aber die Bedürfnisse des neuen Betriebs optimal abdecken. Mit einem Neubau in der Industriezone sei die Investition abgesichert.

Neuer Forstbetrieb soll am 1. Januar 2022 starten
«Bis Mitte Dezember müssen die beteiligten Gemeinden ihren Grundsatzentscheid gefällt haben», sagt Gertrud Müller, Präsidentin Forstbetrieb Oberes Suhrental. Folgen die Gemeinden den Empfehlungen des Berichts, so werden bis im Sommer 2020 die nächsten Arbeiten in Angriff genommen. Es werde eine Betriebsstrategie ausgearbeitet und weitere Schritte zur Umsetzung in die Wege geleitet. Die Gemeinden können für die Wintergmeind 2020 die neue Anstaltsordnung traktandieren. «Die aktuelle Planung sieht vor, dass der neue Forstbetrieb per 1. Januar 2022 starten kann», sagt Gertrud Müller abschliessend.

Jetzt droht ein juristisches Hickhack

Die Holziker Stimmberechtigten haben an der Gmeind entschieden, dass das Glockengeläut weiterhin auch in der Nacht zu hören sein soll. Der Investor, der den Stein ins Rollen gebracht hat, kündigt nun an, rechtliche Schritte «durch alle gerichtlichen Instanzen » durchziehen zu wollen, wenn es sein müsse.

«So wie es ist, soll es bleiben » tönt es auf der einen Seite. Die anderen poltern über die «Ewiggestrigen ». So geschehen vor und während der Gemeindeversammlung in Holziken. Ursprünglich hat der Gemeinderat das Begehren der «Neue Wohnbau AG» gutgeheissen. Diese beantragte, dass das Glockengeläut auf dem Dach des alten Schulhauses während der gesetzlichen Ruhezeiten abgestellt wird. Die Investorin aus Baar (ZG) erstellt in unmittelbarer Nähe 42 Eigentumswohnungen. Gut die Hälfte davon ist reserviert oder verkauft, die Bauarbeiten haben bereits begonnen.

Nachdem sich in der Bevölkerung Widerstand formiert hat, liess der Gemeinderat an der «Gmeind» eine Konsultativabstimmung durchführen, nach deren Ausgang er sich richten werde (wir berichteten). Das Votum war eindeutig: 114 HolzikerInnen waren gegen eine Abschaltung, nur 52 dafür.

Josef Scherrer, dem die Neue Wohnbau AG gehört, sagt dazu: «Ich bin gewillt, alle rechtlichen Mittel zu nutzen, um die Abschaltung des Glockengeläuts während der im Polizeireglement festgelegten Ruhezeiten von 23 Uhr bis 06 Uhr durchzusetzen.» Scherrer sieht sich im Recht.

Scherrer: «Rechtliche Schritte»
Neben dem verbindlichen Reglement, gäbe es auch einen positiven Gemeinderatsbeschluss und ein Gutachten «das eindeutig besagt, dass die Immissionen zu hoch sind und wie jeder andere Lärm zu behandeln seien», sagt Josef Scherrer weiter. Zur Erinnerung: beim Glockenturm in Holziken handelt es sich nicht um eine Kirche und selbst bei einer Kirche gehört die Zeitangabe zum «weltlichen Geläut». Eine Abschaltung würde keine religiösen Bräuche verletzen. Der Gemeinderat kann in der Sache von sich aus entscheiden. «Ich habe nichts zu verbergen, alle Dokumente können eingesehen werden», erklärt Scherrer weiter und unterstreicht, dass er Wünschen der Gemeinde bezüglich Besucherparkplätzen oder einem Durchgangsrecht entgegengekommen sei. Er warte nun die schriftliche Bestätigung des Gemeinderates ab und werde alle rechtlichen Schritte ausschöpfen, «wenn es sein muss, durch alle Instanzen ». Scherrer betont aber auch: «Ich bin an einer einvernehmlichen Lösung für alle Holziker und Holzikerinnen und auch für die zukünftigen Einwohner interessiert». Er bleibe weiterhin offen für Gespräche. Wer weiss, vielleicht ergibt sich ja doch noch eine bessere Lösung als ein juristisches und vor allem teures Hickhack.

Telefonkabinen: Ein Fall fürs Museum

Nach 138 Jahren ist Schluss: Die letzte Swisscom Telefonkabine hat den Weg ins Museum für Kommunikation in Bern angetreten.

Fast 60’000 Publifone hatte die Swisscom (früher PTT) vor 30 Jahren noch in Betrieb. Letzte Woche wurde die letzte in Baden abgebaut und ins Museum transportiert. In den letzten beiden Jahren hat Swisscom die letzten rund 3000 Publifone zurückgebaut. Rund 650 wurden umgenutzt, als Getränke- oder Snackautomaten, Defibrillatorstandorte, Bücherschränke oder Bars haben sie ein zweites Leben.

Juri Jaquemet, Kurator am Museum für Kommunikation, nahm das Geschenk gerne entgegen. «Die letzte Telefonkabine repräsentiert eine Art Festnetztelefonie-Leitfossil. Sie zeugt von einer Zeit, als die Telekommunikation noch nicht «mobil» war.» So erfüllt sie den Sammlungszweck aus einer nationalen Perspektive den Wandel der Kommunikation als Geschichte der Medien in ihrer Wechselwirkung mit der Gesellschaft zu dokumentieren.

Die letzte Telefonkabine kommt vorerst ins Depot, wird gereinigt, fotografiert und in der Sammlungsdatenbank erfasst. «In Zukunft wird sie sicher in einer Ausstellung zu sehen sein, damit sich auch Menschen mit Jahrgang 2019 später einmal etwas unter dem Begriff ‹Telefonkabine› vorstellen können», verspricht Juri Jaquemet.

BBA schafft 13 neue Hybridbusse an

Der Busbetrieb Aarau gehörte im Jahr 2013 zu den erste Busbetrieben des Landes, die eine grössere Flotte Hybridbusse anschaffte. Diese Fahrzeuge waren aber sehr störungsanfällig und werden nun durch 13 moderne Busse ersetzt. Die ersten sind schon im Einsatz.

Äusserlich sind die neuen Volvo-Busse kaum von ihren Vorgängern zu unterscheiden. Sogar die Akkus sind gleich gross, obwohl sie nun doppelte Leistung bringen. Im Innern gibt es einige Neuerungen. So sind die Sitze nun alle im BBA-Look, die Bildschirme sind neu ausgerichtet und es gibt USBSteckdosen, wo Mobiltelefone oder Computer aufgeladen werden können. Die Steckdosen hat die BBA nicht bestellt. «Sie gehören aber zur Standard- Ausrüstung der neuen Volvo-Busse», sagt BBA-Geschäftsführer Peter Baertschiger. «Bezahlen mussten wir sie nicht extra.»

Freuen sich auf den Einsatz der neuen Busse: Patrick Bortner (links), Leiter Fahrdienst, und Aeni Wiederkehr, Fahrdienstleiter
Bei den Jungen schon ein Renner: Die Strombuchse im Bus, um Mobiltelefone aufzuladen

Die neuen Volvo-Hybrid 7900H sind Normalbusse mit 12 Metern Länge, 31 Sitz- und 52 Stehplätzen und einem Rollstuhlplatz. «Noch haben wir keine Hybrid-Gelenkbusse», sagt VR-Präsident Peter Forster. «Die Anschaffung ist aber für 2022 geplant.» Dann sollen die 15 zurzeit vorhandenen Langbusse ersetzt werden.

300 Tonnen weniger CO2
«Wir sind sehr zufrieden mit der Hybridtechnik», sagt Peter Baertschiger, «sie hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt und verbessert.» Mit Freude verkündete VRPräsident Peter Forster: «Wir sparen jährlich 150’000 Liter Diesel und verringern so den CO2-Ausstoss um 300 Tonnen.» Man hoffe, dass dank der modernen Technik diese Werte weiter gesteigert werden können. So planen die BBA für das nächste Jahr die erste Anschaffung reiner Elektrobusse. Diese sind aber rund doppelt so teuer wie Dieselbusse. Die 13 neu angeschafften Busse werden in der Regel auf den Linien 3, 4 und 6 eingesetzt. Sie kosten rund 4 Millionen Franken. Die BBA deckt das 55 Kilometer umfassende Liniennetz mit 37 Fahrzeugen ab und beschäftigt total 116 Mitarbeiter.

Ammann Heinz Gerber tritt zurück

Ammann Heinz Gerber | Der Landanzeiger

An der Sitzung vom 2. Dezember informierte Gemeindeammann Heinz Gerber den Gemeinderat über seine Demission als Gemeindeammann und Gemeinderat. Der Rücktritt erfolgt aus gesundheitlichen Gründen auf die Wahl eines Ersatzmitgliedes, spätestens auf den 31. Mai 2020.

Seit dem 1. Januar 2006 ist er im Gemeinderat und seit 1. Januar 2014 Gemeindeammann. Seine Ressorts sind Strategie, Personal/Verwaltung/Informatik, Polizei, Wasserversorgung, Forstwesen und er steht dem Wahlbüro vor.

Der Gemeinderat bedauert die Demission von Heinz Gerber sehr und ist sich bewusst, dass er ein engagiertes, in der Bevölkerung sehr beliebtes Ratsmitglied gehen lassen muss. Er dankt Heinz Gerber jetzt schon für seinen Einsatz für die Gemeinde Bottenwil und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.

Der 1. Wahlgang für die Ersatzwahl findet am 15. März 2020 statt.

Walliser Sternekoch neu am Herd des «Lutertätsch»

Wallisser Starkoch im Bad Lauterbach | Der Landanzeiger

Ein neuer Geschäftsführer soll dem legendären Landgasthof «Bad Lauterbach» oberhalb von Oftringen neues Leben einhauchen. Und dieser Geschäftsführer ist nicht irgendeiner, sondern der Sternekoch Daniel Pittet (42).

Der Walliser ist seit 27 Jahren erfolgreich in der Gastronomie unterwegs. Zuletzt war er für einige Monate im «Kreuz» in Egerkingen. Seine Lehre absolvierte er 1992, danach bildete er sich stets weiter, besuchte Wirte-, Hotel- und Barfachschule, liess sich in Sachen Wein belehren und war offen für Vieles.

Mehrere Jahre arbeitete er in renommierten Gasthäusern wie dem «Walliserhof» in Saas-Fee und dem «Zermatterhof» in Zermatt. 2003 eröffnete er sein eigenes Restaurant im Wallis und führte dies vier Jahre lang. Danach zog es ihn beispielsweise mit einem eigenen Foodtruck durch die Street-Food-Festivals der Schweiz oder er reiste im Nachtzug quer durch Deutschland, stets von der Faszination für die verschiedenen Aspekte der Gastronomie geleitet.

Nun ist er im «Lutertäsch» gelandet. Dort haben sich die Pächter vor Kurzem vom bisherigen Geschäftsführer getrennt. Daniel Pittet übernimmt per sofort. Er ist begeistert vom Bad Lauterbach. «Perfekt für Eventgastronomie», meint er und schwärmt gegenüber dem Reporter von regiolive.ch von den Räumlichkeiten, der riesigen Bar mit Tanzfläche und der grandiosen Terrasse. Er werde im kleinsten der drei Gasträume auch gehobene Gastronomie anbieten, «weiss gedeckt», verspricht Daniel Pittet, und eine separate Fondue- und Raclette-Stube werde es auch geben mit hauseigenem Käse.

Bis alles so weit sei, wie er sich das vorstelle, dauere es aber noch eine Weile. «Kommt doch in ein paar Wochen wieder», sagte er dem Reporter, «dann seht ihr, wovon er spreche. » Der Sternekoch steht aber bereits ab sofort am Herd des «Lutertäschs» und freut sich auf neue Gäste.

Kontakt

Landgasthof Bad Lauterbach
Lauterbachstrasse 14
4665 Oftringen
Telefon 079 470 62 26
www.landgasthofbadlauterbach.ch

Öffnungszeiten

Restaurant
Mi-Sa 8.00–22.00 Uhr
So 10.00–18.00 Uhr
Mo-Di geschlossen

Bar/Dancing
Do 22.00–24.00 Uhr
Fr-Sa 22.00-2.00 Uhr