Den Kulturkanton Aargau stärken

Den Kulturkanton Aargau stärken | Der Landanzeiger

Die Promotionskampagne #kulturkanton soll in den nächsten vier Jahren die Wahrnehmung der kulturellen Aushängeschilder stärken und den Ruf des Aargaus als Kulturkanton festigen.

Die jetzige Zeit mit den anhaltenden Einschränkungen ist für die Kulturbranche sehr einschneidend. Je länger je mehr kann es für einzelne existenzbedrohend sein. Die Hilfsmassnahmen von Bund und Kanton waren wichtig. «Doch mit Finanzen kann nicht alles gelöst werden», sagt Regierungsrat Alex Hürzeler. «Jetzt gilt es, die Kulturinstitutionen weiter zu unterstützen. Und das auch inhaltlich. Deshalb kommt die Kampagne zum besten Moment.»

#kulturkanton heisst die Promotionskampagne die von der Abteilung Kultur des Departements Bildung, Kultur und Sport (BKS) gemeinsam mit Aargau Tourismus und den beteiligten Institutionen lanciert wurde. Mit der Kampagne sollen in den nächsten vier Jahren die elf kulturellen Aushängeschilder wie beispielsweise das KIFF, Argovia philharmonic, das Aargauer Kunsthaus oder das Fantoche-Festival gestärtkt werden und der Ruf des Aargaus als Kulturkanton gefestigt werden. Die Promotionskampagne für die kulturellen Aushängeschilder wurde bereits 2016 als Massnahme für das Kulturkonzept formuliert.

Kernpunkte der Kampagne
Zentrales Element der Kampagne, die den Aargauer Kulturinstitutionen zu einer noch breiteren öffentlichen Wahrnehmung verhelfen soll, ist der #kulturkanton auf Instagram und Facebook. Die Besucherinnen und Besucher der Aargauer Kulturinstitutionen sind eingeladen mitzumachen und ihre Schnappschüsse von Kulturerlebnissen im Aargau mit #kulturkanton auf den Sozialen Medien zu posten. Auf diese Art sollen möglichst viele Interessierte dazu animiert werden, mit einem eigenen Beitrag den Aargau als attraktiven Kulturkanton zu stärken.

Plakatkampagne gestartet
Neben dem Austausch in den Sozialen Medien und der als Informations- und Kommunikationsplattform dienenden Webseite (www.kulturkanton.ch), setzt die Kampagne auch auf klassische Kommunikationskanäle wie Inserate und Plakate. Mit der derzeit im Kanton Aargau und den umliegenden Kantonen laufenden Plakatkampagne erhaltenalle beteiligten Aushängeschilder unter dem Motto #kulturkanton «überraschend vielfältig» einen ersten grossen Auftritt. Auch die 3D-Buchstaben,die beim Kampagnenstart am vergangenen Donnerstag betanzt wurden, sollen immer wieder einmal bei grösseren Anlässen zum Einsatz kommen.

Ein Tal feiert und erhält ein Buch

Ein Tal feiert und erhält ein Buch | Der Landanzeiger

Das Schwabistal ist eines von drei Seitentälern in Muhen. In diesem Jahr feiert das «Schwobischtel», wie es genannt wird, Geburtstag: Es wurde vor 725 Jahren erstmals urkundlich erwähnt. Dies nahm der ehemalige Gemeindeammann Kurt Rey zum Anlass, dem Tal, wo er selbst wohnt, ein Buch zu widmen. Am Freitag war Vernissage beim Strohdachhaus mit rund 120 Zuhörenden.

Die Jubiläumsschrift «725 Jahre Schwabistal» von Kurt Rey fördert, wie der Historiker Pirmin Meier in seiner markigen Laudatio sagte: «mit einer unglaublichen Präzision die Geschichte und Geschichten aus dem Schwabistal zu Tage». Darin finde sich auch ein Stück Weltgeschichte. Weltgeschichte? Das kann man so sehen, denn das Buch von Kurt Rey beschreibt beispielsweise auch den «Seuchenzug» aus dem Jahr 1742 und dokumentiert eine Pandemie, vergleichbar mit der heutigen. Auch die Spanische Grippe von 1918 wird im Buch «Schwabistal 1295 bis 2020» erwähnt. Diese Grippe forderte damals drei bis vier Tote täglich in Kölliken, Entfelden und Muhen. «Das Buch von Kurt Rey ist ein überaus wertvoller Beitrag zur historischen Volkskunde in dieser Region», schloss Pirmin Meier seine Rede an der Vernissage, zu der 120 Besucher zum Strohdachhaus strömten. Das waren rund doppelt so viele wie einen Tag später an der Gemeindeversammlung.

«Man kann mit diesem Buch via Muhen auf die Welt kommen», spannte Pirmin Meier noch einmal einen doppeldeutigen Bogen zur Welt. Bei seiner Laudatio auf das Werk sparte er nicht an Superlativen. Die höchsten Töne des Lobes sind wohl auch angebracht in Anbetracht der historischen und akribischen Arbeit, die hinter der Jubiläumsschrift steckt. Unzählige Stunden verbrachte Kurt Rey in Staatsarchiven. Immer auf der Suche nach neuen Fakten und Episoden zum Tal, wo er selber wohnt. Die anwesenden Mühelerinnen und Müheler jedenfalls griffen nach der Laudatio kräftig zu und erwarben das Buch mit den 240 Seiten voller Geschichte und Geschichten über «ihr» Schwabistal.

«Für mich ist es eine Freude, dass soviele Menschen interessiert sind an meinem Buch», erklärt Kurt Rey zufrieden und geradezu bescheiden.

Nun wird der neue Kindergarten gebaut

Nun wird der neue Kindergarten gebaut | Der Landanzeiger

Rund 4.3 Millionen Franken wir der neue Vierfachkindergarten in Schöftland kosten. Die bisherigen Kindergartenstandorte «Dorf» und «Kosthaus» sollen in einem Gebäude vereint am bisherigen Standort «Dorf» zusammengeführt werden. Am vergangenen Freitag wurden die Bauarbeiten dazu mit einem feierlichen Spatenstich in Angriff genommen. «Mit diesem Spatenstich legen wir nun ein weiters Steinchen ins Gesamtmosaik der Schöftler Schullandschaft», sagte Gemeinderat und Baukommissionspräsident Daniel Wehrli (Bildmitte).

Es soll ein farbenfroher, den Kindern, ihrem Alter und ihren Ansprüchen entsprechender Kindergarten gebaut werden. Genau wie das vor gut einem Jahr eingeweihte Schulzentrum wird auch der Zweigeschossige Vierfachkindergarten ein Holzbau sein, für den es die Auflage gibt Schweizer Holz zu verwenden. Bereits diese Woche wird der alte Kindergarten Dorf abgerissen. Schon Mitte November soll das Fundament und die Kellerräume fertig sein, damit anschliessend mit den Holzarbeiten begonnen werden kann. Im August 2021 werden die Kindergärteler in ihr neues Reich einziehen können. Bis dahin hat man ihnen einen Ersatzkindergarten im «Bahnhöfli» eingerichtet.

Leichte Verzögerung beim Bau der Kettenbrücke

Leichte Verzögerung beim Bau der Kettenbrücke | Der Landanzeiger

Es ist momentan relativ ruhig bei der Baustelle zur neuen Kettenbrücke. Denn durch die grosse Wassermenge, kann das obligate Rettungsboot nicht auslaufen, die Arbeiten nähe des Wassers wären zu gefährlich. Trotzdem wird, wo möglich, fleissig gewerkelt. Träger werden zusammengeschweisst und weitere Vorbereitungsarbeiten für den Dienststeg laufen. Regierungsrat Stephan Attiger und Projektleiter Roberto Scappaticci nutzten die Gelegenheit, die Medien über den Stand der Dinge zu informieren. Der Dienststeg, an dem momentan gearbeitet wird, wird als Transsportweg vom Südufer ans Nordufer dienen. Zudem wird er als Leergerüst die neue Brücke tragen. Relativ frisch ist auch die Wasserhaltung beim Pfeiler Süd. Die Bleche der Wasserhaltung gehen neun Meter in den Aareboden hinein. Momentan wird noch Wasser abgepumpt und die Blechschachtel wird fertig abgedichtet, damit nachher die Fundamente betoniert werden können.

Verschiedene Faktoren führten zu Verzögerung
Denn ist der Dienststeg erst einmal gebaut, kommen ziemlich rassig die ersten Betonierarbeiten zum Zug. Als erstes die Pfeiler und das Widerlager Nord. Eigentlich wäre geplant, dass die neue Kettenbrücke 2021 eröffnet werden kann. «Im Moment haben wir leichte Verzögerungen. Wir sind gerade am Evaluieren, was das für den Bau bedeutet. Deshalb ist es heute schwierig zu sagen, wann die Kettenbrücke aufgehen wird», sagt Stephan Attiger. Und Roberto Scappaticci führt weiter aus: «Es waren mehrere Faktoren, die zu einer Verzögerung führten. Corona ist dabei marginal.» So wurden sie beispielsweise vom Fundament von 1850 überrascht. Um dort durch den Kalkstein zu kommen, brauchten sie auch eine stärkere Maschine. Auch Sanierungen sorgten für Verzögerungen. So zum Beispiel als eine Asbest-Leitung gefunden wurde, die sie vorsichtig zurückbauen mussten. «Wir erhoffen uns aber, dass wir die verlorene Zeit mit den kommenden Arbeiten wieder gutmachen können.» Budgetmässig sei man momentan auf Kurs.

Wie vor 100 Jahren
Die grösste Herausforderung wird, durch seine spezielle Geometrie, der eigentliche Brückenkörper sein. «Wir machen die Brücke wie vor 100 Jahren. Brett für Brett wird angenagelt. Nichts mit grosser Vorfabrikation sondern echte Handarbeit », sagt Roberto Scappaticci. Vor allem diese Phase sei dann entscheidend für die Bauzeit.

Ein Wahrzeichen für Aarau
«Die Kettenbrücke war ein Wahrzeichen für Aarau und sie soll auch wieder zu einem werden», sagt Stephan Attiger. Man ist deshalb bestrebt, genau das zu bekommen, was man auch bestellt hat. Das auch bei der Farbgebung der Brücke. Bei den letzten Mustern, die Unterhalb der Hilfsbrücke zu sehen sind, gab es je nach Pigmentierung und Bearbeitung der Bretter wahnsinnig viele Unterschiede. «Wir wollen keine graue Brücke sondern ein warmer bräunlich-gelblicher Farbton. Das zu erreichen, ist ein Herantasten», sagt Roberto Scappaticci. Deshalb sollen auch noch einmal, unter Ausschluss der Öffentlichkeit, Muster angefertigt werden.

Sieg im Supercup – erster Titel seit 20 Jahren

Sieg im Supercup | Der Landanzeiger

Was für ein Saisonstart! Der HSC Suhr Aarau überzeugt am Handball Supercup in Winterthur mit einem starken Kollektiv und erkämpft sich den ersten Titel der Vereinsgeschichte. Die Aargauer gewinnen den ersten Final der Saison gegen die Kadetten Schaffhausen, verdient und überraschend deutlich mit 25:20 (11:9).

20 Jahre nach dem TV Suhr holt der HSC Suhr Aarau den Supercup zurück in die Region. Der Auftritt des Aussenseiters vor 1000 Zuschauern in der ausverkauften AXA Arena in Winterthur war überzeugend. Die Mannschaft von Trainer Mischa Kaufmann kämpfte von Beginn an mit Leidenschaft um den Titel und zermürbte die Schaffhauser mit einer starken Deckung. Nach einer Viertelstunde stand es in der von viel Physis geprägten Partie erst 3:2 für die Kadetten – und es sollte die letzte Führung des Titelverteidigers bleiben.

Gegner zum Verzweifeln gebracht
Die starke Verteidigung des HSC stellte die Kadetten vor grosse Probleme, und die Aargauer erarbeiteten sich beim 10:7 erstmals eine Drei-Tore-Führung. Überragender Akteur war der Portugiese Joao Ferraz, der sowohl offensiv, als auch defensiv ein grosses Pensum absolvierte und insgesamt sechs Treffer zum Erfolg beisteuerte. Suhr Aarau konservierte den Vorsprung bis zur Pause (11:9), und baute den Abstand nach dem Seitenwechsel gar weiter aus.

Die Kadetten fanden schlicht kein Mittel gegen die agile, aufopferungsvolle gegnerische Deckung. In Abwesenheit von Zarko Sesum und Angel Montoro hatten die Schaffhauser nicht die nötigen Varianten – und weil sich HSC-Keeper Dragan Marjanac in der zweiten Halbzeit immer weiter steigerte und gemeinsam mit seinen Vorderleuten ein fast unüberwindbares Bollwerk darstellten, war es um den Favoriten bald geschehen.

Der HSC Suhr Aarau führte nach 47 Minuten beim 21:14 erstmals mit sieben Toren und erstickten in der Folge jeden Versuch der Kadetten, eine Aufholjagd zu starten, im Keim. Die Mannschaft des neuen Kadetten-Trainers Adalsteinn Eyolfsson blieb am frühen Sonntagabend blass. Sie fand ihren Meister in einem starken Aargauer Kollektiv, das den Titel von der ersten Minute an gewinnen wollte. Und sich am Ende ebenso souverän wie verdient durchsetzte.

Kaum Zeit zum Feiern
Ausgelassen feiern konnte der HSC Suhr Aarau seinen ersten Titel der Vereinsgeschichte nicht. Bereits gestern Mittwoch startete die neue Meisterschaft mit dem Auswärtssspiel gegen St. Otmar St. Gallen und am Sonntag geht es zu Hause, in der Schachenhalle Aarau, mit dem Aargauer Derby gegen den TV Endingen weiter. 

Ausserordentliche Gemeindeversammlung vom Mittwoch, 2. September 2020 – ABGESAGT!

Aufgrund der aktuellen Corona Lage an der 6. Primarschulklasse in Unterentfelden hat der Gemeinderat an seiner Sitzung vom 31. August 2020 entschieden, die ausserordentliche Gemeindeversammlung vom Mittwoch, 2. September 2020, abzusagen.

Bei diesem Entscheid hat der Gemeinderat die Gesundheit der gesamten Bevölkerung sowie die demokratische Legitimation in den Vordergrund gestellt.

Über das weitere Vorgehen wird im Laufe der Woche entschieden und kommuniziert.

31. August 2020
Der Gemeinderat

Im Aargau werden 14 NAB- und 4 CS-Filialen geschlossen

Im Aargau werden 14 NAB- und 4 CS-Filialen geschlossen | Der Landanzeiger

Die Neuen Aargauer Bank AG (NAB) wird mit der Credit Suisse zusammengeführt und im Kanton Aargau unter einer Marke vereint, das teilte die Grossbank am Dienstagmorgen mit. Von den heute 26 NAB-Filialen bleiben nur 12 bestehen. Welche 14 geschlossen werden, wird erst später bekanntgegeben.

Die Credit Suisse und ihre 100-prozentige Tochtergesellschaft NAB werden zusammengeführt. Von den 30 Geschäftsstellen (4 CS, 26 NAB) werden nur noch 12 weitergeführt. Welche 14 NAB-Filialen geschlossen werden, wird noch nicht bekannt gegeben, ist aber bereits beschlossene Sache. Die «Aargauer Zeitung» berichtet, dass die vier CS-Filialen in Aarau, Zofingen, Baden und Rheinfelden geschlossen werden sollen und die Geschäfte in den NAB-Gebäuden weitergeführt werden sollen.

Kunden müssen nichts unternehmen
Auch nach dem Zusammenschluss soll im Kanton Aargau mit insgesamt 12 Filialen ein breites Geschäftsstellennetz erhalten bleiben. Für die Kundinnen und Kunden der NAB ergeben sich bis auf Weiteres keinerlei Änderungen. Ihre Bankbeziehung wird nach erfolgter Zusammenführung der beiden Institute automatisch auf die Credit Suisse übertragen, schreibt die CS in ihrer Mitteilung. Die Bank wird ihre Kunden in den nächsten Tagen persönlich über den geplanten Zusammenschluss und das weitere Vorgehen informieren.

Die 1812 als «Zinsbringende Ersparniskasse für die Einwohner des Kantons Aargau» gegründete Bank, wurde 1989 in die Neue Aargauer Bank umbenannt. Seit 1994 ist sie im Mehrheitsbesitz der Credit Suisse. Sie beschäftigt rund 530 Mitarbeitende (Vollzeitstellen). In der Mitteilung sucht man vergebens nach Angaben über den Stellenabbau. Es heisst nur, dass ein Abbau «unvermeidlich» sei. Ein Sozialplan stehe zur Verfügung. «Oberstes Ziel ist es, dass möglichst alle von einem Stellenabbau betroffenen Mitarbeitenden eine interne oder externe Weiterbeschäftigung finden», schreibt die CS weiter.

Die Leitung des Private Banking sowie die Verantwortung für die Gesamtregion Aargau wird nach erfolgter Zusammenführung Roberto Belci übernehmen, bisher Leiter Private Banking-, Privat- und Firmenkundengeschäft und Mitglied der Geschäftsleitung der NAB. Roland Herrmann, der bisherige CEO der NAB, wird abgesetzt und für die Integration durch Roger Suter ersetzt.

Mit diesen Massnahmen erhofft sich die CS eine jährliche Kosteneinsparungen von 100 Millionen Franken. Konzernweit will die Bank ab 2022 jährlich rund 400 Millionen einsparen.

Aargauer Regierung enttäuscht
«Der Aargauer Regierungsrat ist über den Entscheid der Credit Suisse, die NAB aufzulösen, enttäuscht; er bedauert, dass mit dem Verschwinden dieser Aargauer Traditionsbank viele wertvolle Arbeitsplätze verloren gehen», erklärt Regierungsrat Urs Hofmann, Vorsteher des Departements Volkswirtschaft und Inneres (DVI) am Dienstagmorgen. «Die NAB ist als starke Regionalbank sowie wichtiger Arbeit- und Auftraggeber für die kantonale Volkswirtschaft von grosser Bedeutung.» Der Regierungsrat erwartet, dass NAB-Besitzerin Credit Suisse nach Lösungen sucht, um die Zahl der Kündigungen möglichst gering zu halten, indem die Mitarbeitenden bei der Credit Suisse weiterbeschäftigt werden.

Vandalen in der Biobadi

Unbekannte warfen grosse und kleine Gegenstände ins Schwimmbecken | Der Landanzeiger

Die Biobadi musste gleich zweimal nach massiven Vandalenakten aufgeräumt werden. Nebst Sachbeschädigungen und Verwüstungen aller Art wurden auch Lebensmittel wie beispielsweise Reis so gestreut, dass die Pumpen in Mitleidenschaft gezogen wurden. Das Bademeisterpersonal musste jeweilen in stundenlanger Handarbeit die Badi und Maschinen wieder auf Vordermann bringen.

Der Gemeinderat verurteilt solche Taten aufs Schärfste. Bei der Polizei wurde Anzeige gegen unbekannt erhoben. Für sachdienliche Hinweise können gerne die Gemeindekanzlei oder direkt die Polizei kontaktiert werden

Schulgarten in der Suhrenmatte in Buchs

Schulgarten in der Suhrenmatte in Buchs | Der Landanzeiger

Seit einigen Monaten wird unser aller Leben vom Coronavirus mitbestimmt. Die Entstehung des Schulgartens in der Suhrenmatte in Buchs hätte nicht zu einem besseren Zeitpunkt kommen können. Thomas Amrein und Zeliah Cengiz starteten die Umsetzung des Projektes direkt nach der Wiederaufnahme des Unterrichts im Mai. So ergab sich eine gute Möglichkeit, die beiden Klassen mehr aufzuteilen und viel draussen zu arbeiten.

Die Schülerinnen und Schüler haben Beete mit Schnur und Sägemehl ausgemessen, Zaunpfähle eingeschlagen, das von ihnen ausgewählte Saatgut ausgebracht, gejätet, gewässert, Kartoffelkäfer abgelesen und viele weitere Arbeitsschritte kennengelernt, die im Klassenzimmer nicht möglich gewesen wären. Der Schulgarten ist mehr als 800 m2 gross und in drei Teile unterteilt: Privatbeete der Schüler, Auftragsbeete von Kunden und Zucchini- und Kürbissbeete. Es ist schön mitanzusehen, wie motiviert die Schüler während der ganzen Zeit, auch während der Sommerferien, mitanpackten.

Nun blüht der Garten prächtig und es können erste Erträge gepflückt und verteilt werden. Bei der Initiantin Zeliah Cengiz haben wir nachgefragt, wie der Schulgarten entstanden ist und wie es weitergeht.

Aus welchem Bedürfnis heraus ist die Idee des Schulgartens entstanden?
Die Erfahrung hat uns gezeigt, dass projektartiges Unterrichten die Schüler mehr motiviert und der Lernerfolg grösser ist. Genau wie vom neuen Aargauer Lehrplan vorgegeben steht nicht nur die Schulung der Sach- und Fachkompetenzen im Vordergrund, sondern insbesondere auch die überfachlichen Kompetenzen wie Verantwortung übernehmen, Kommunikation und Zusammenarbeit. Diese werden gefördert und stärken das Selbstkonzept der SchülerInnen. Besonders für Realschüler, die manchmal schulmüde sind oder Mühe haben, sich für einen Stoff zu begeistern, ist solcher Projektunterricht lebensnah, ansprechend und herausfordernd. Plötzlich ist der Schüler, der im Schulzimmer manchmal durch Schwatzen auffällt, der beste und stärkste Arbeiter im Garten. Auf diese positiven Erfahrungen kann man anschliessend im Schulzimmer aufbauen und sie stärken.

Auch war es uns wichtig, den Schülern zu zeigen, was für Arbeitsschritte es braucht, bis die leckeren Pommes oder anderes Gemüse auf dem Teller landen.

Wie sind Sie zu dieser Fläche von 800 m2 gekommen und wo befindet sich diese?
Wegen der Organisation war es uns wichtig, dass der Schulgarten in der Nähe vom Schulhaus Suhrenmatte ist. Mit dem Buchser Landwirt Roger Gysi zusammen haben wir dann die möglichen Plätze begutachtet. So sind wir auf den jetzigen Standort gekommen. Das Land gehört der Gemeinde, wir durften es für einen sehr fairen Betrag pachten. Roger Gysi war uns eine sehr grosse Hilfe und hat den Boden für uns gepflügt und geeggt.

Wie funktioniert das mit den Auftragsbeeten? Wer ist Abnehmer für diese Produkte?
Wir haben zuerst nur in unserem engsten Umfeld Werbung gemacht, da wir schauen wollten, wie das Interesse der Leute ist. Auch wollten wir unsere Schüler nicht mit zu grossen Bestellungen überfordern. Unsere Kunden haben ein Formular erhalten, mit welchem sie zwischen verschiedenen Gemüsesorten auswählen konnten.

Die Ernte verläuft bei den Auftragsbeeten sehr unterschiedlich. Einige Kunden kommen selber vorbei und pflücken ihr Gemüse mit den Kindern, andere haben es lieber, wenn die SchülerInnen ihnen mithelfen. So entstehen spannende soziale Kontakte und Gespräche. Es kam auch vor, dass wir für unsere Kunden geerntet haben und wir es ihnen dann nach Hause gebracht haben.

Können sich noch «Auftraggeber» bei Ihnen melden?
Leider nicht mehr, da wir unseren Garten komplett bepflanzt haben. Einige wenige freie Plätze haben wir mit schönen Blumen dekoriert. Wir bereiten jedoch auf Bestellung Überraschungs-Gemüsetaschen vor, welche die SchülerInnen entweder ausliefern oder man im Garten abholen kann. Diese Aktion habe ich auf meiner Facebook-Seite ausgeschrieben. Für diese Taschen haben wir keine fixen Preise, man kann also frei entscheiden, wie viel man zahlen möchte. Ich möchte mich hier noch einmal bei all unseren Kundinnen und Kunden für ihre Unterstützung und die grosszügigen Beträge bedanken. Unser grösster Abnehmer für das Gemüse ist der Gasthof Schützen in Aarau. Der Chef Peter Schneider ist durch Facebook aufmerksam geworden und hat mich dann angeschrieben. Wir haben inzwischen auch angefangen, Einmachgläser mit Zucchinis abzufüllen. Sobald die Kürbisse reif sind, werden wir diese auch sinnvoll verarbeiten. Im Herbst ist zusätzlich ein Suppentag geplant und vielleicht sind wir mal an einem Samstagsmarkt in Aarau anzutreffen.

Wie wird das Projekt Schulgarten weitergeführt?
Nach Abschluss des Schulgartens im Herbst werden wir das Projekt evaluieren und über eine Weiterführung entscheiden. Wir erhalten sehr positive Rückmeldungen von allen Seiten, besonders von unserem Schulleiter Patrik Brack, der uns jederzeit gross unterstützt hat. Darum stehen wir einer Fortsetzung grundsätzlich positiv gegenüber.

Der Aarauer Einwohnerrat hat «Ja» gesagt

Der Aarauer Einwohnerrat hat «Ja» gesagt | Der Landanzeiger

Der Aarauer Einwohnerrat hat am Montagabend entschieden, den nächsten Schritt im Projekt Zukunftsraum zu gehen. Mit 30 zu 12 Stimmen stimmt er der Ausarbeitung der Fusionsverträge zu. Doch es gibt Gegenwind: Das Referendum soll ergriffen werden.

Der Entscheid für den nächsten Schritt im Zukunftsraum Aarau fiel mit 30 zu 12 Stimmen bei drei Enthaltungen. Kurz zuvor hat sich der Einwohnerrat noch für eine Ergänzung und somit für den Antrag der FGPK ausgesprochen (mit 30 zu 15 Stimmen). So soll sich der Stadtrat in den Fusionsverhandlungen dafür einsetzten, dass im zukünftigen Einwohnerrat 60 anstelle der geplanten 50 Ratsmitglieder sitzen dürfen.

Referendum ergreifen
Während die Bevölkerung der anderen Zukunftsgemeinden Ober- und Unterentfelden (Gemeindeversammlungen am 2. September), Densbüren (Gemeindeversammlung am 16. September) und Suhr (Urnenabstimmung am 27. September) über die Erarbeitung der Fusionsverträge abstimmen, kann das Aarauer Stimmvolk erst im Juni 2021 über die Fusionsverträge entscheiden. Dass die Aarauer Bevölkerung noch in diesem Jahr ein Votum abgeben soll, wollten die drei Einwohnerräte Susanne Heuberger (SVP), Patrick Deucher (FDP) und Matthias Zinniker (FDP). Sie wollten den Entscheid dem Behördenreferendum unterstellen. Doch dieser Antrag wurde im Einwohnerrat mit 32 zu 13 Stimmen abgelehnt.

Mit diesem Entscheid überhaupt nicht glücklich zeigte sich SVP-Fraktionspräsidentin Susanne Heuberger gleich nach den Abstimmungen: «Der Einwohnerrat hat es verpasst, die Bevölkerung über diese wichtige Projektphase abstimmen zu lassen. Wir werden deswegen das fakultative Referendum ergreifen. » Ein breit abgestütztes Komitee, eine «Volksbewegung», wie Susanne Heuberger sagt, werde sogleich eine Unterschriftensammlung lancieren.

Komitee pro Zukunftsraum gegründet
Am Beispiel des Pro Komitees aus Suhr wurde aber auch ein «Aarauer Komitee Pro Zukunftsraum» gegründet. Dieses wird angeführt von FDP-Fraktionspräsident Yannick Berner, versteht sich aber als überparteilich. So sind auch Vertreter aus fast allen Einwohnerratsparteien vertreten: Alois Debrunner (SP), Fabio Mazzara (Pro Aarau), Daniel Ballmer (Grüne), Lukas Häusermann (CVP), Alexander Umbricht (GLP) und Matthias Keller (EVP) gehören zu den Gründungsmitgliedern.

Rapport für die neubrevetierten Offiziere des Kantons Aargau

Rapport für die neubrevetierten Offiziere des Kantons Aargau | Der Landanzeiger

73 Armeeangehörige aus dem Kanton Aargau haben im Verlauf des letzten Jahres als Offiziere brevetiert. Regierungsrat Jean-Pierre Gallati bedankt sich bei den neu Brevetierten.

Militärdirektor Jean-Pierre Gallati dankte den neuen Offizieren für ihren Einsatz: «Im Namen des Regierungsrats und der Aargauer Bevölkerung spreche ich Ihnen unseren Dank aus: In einer Zeit, in der viele nur das Nötigste machen, leisten Sie mehr.» Am Rapport für die neu brevetierten Offiziere sprach zudem Oberst i Gst Roger Keller, Regionenleiter Aarau der Neuen Aargauer Bank, über den Mehrwert der militärischen Führungsausbildung für die Wirtschaft. Die praktische Führungserfahrung werde ihnen in ihrer beruflichen Tätigkeit nutzen.

Divisionär Daniel Keller, Kommandant Territorialdivision 2, begrüsste die neubrevetierten Offiziere und geladenen Gäste in der Kaserne Aarau und motivierte zum Beitritt in die Offiziersgesellschaften. Der Rapport wird einmal im Jahr durch das Kreiskommando Aargau organisiert. Eingeladen sind auch die Präsidenten der Aargauer Offiziersgesellschaften, die die neubrevetierten Offiziere in ihren Reihen willkommen heissen. Von der Offiziersgesellschaft Aarau nahmen am Rapport folgende neubrevetierte Offiziere teil: Lt Oliver Lardon, Lt Ardian Sejdiu, Lt Lars Stark und Lt Cédric Süss. Sie wurden durch Hauptmann Sandro Senn begrüsst, den Vizepräsidenten der Offiziersgesellschaft Aarau und Lt Seraina Ummel.

KIFF-Neubauprojekt geht in die nächste Phase

Visualisierung Siegerprojekt KIFF | Der Landanzeiger

Seit im September 2019 der Architekturwettbewerb für das Neubauprojekt KIFF 2.0 erfolgreich abgeschlossen werden konnte, hat sich einiges getan. Dies trotz Coronakrise, welche die Veranstaltungs- und Kulturbranche hart trifft. Nachdem klar wurde, welche Version des Neubauprojektes weiterverfolgt wird, wurde der Projektierungskredit bei der öffentlichen Hand beantragt und es können erste Aus-sagen zu den Gesamtprojektkosten gemacht werden.

Das Siegerprojekt von Enzmann Fischer Partner AG wurde im vergangenen Winter in Zusammenarbeit mit dem KIFF weiterbearbeitet. Ziel war es, das Raumprogramm des Bauprojektes zu optimieren und, wo es konzeptionell sinnvoll und möglich war, zu reduzieren. In diesem Prozess entstanden drei Varianten des zukünftigen KIFF mit dazugehörigen Schätzungen der Bau- und Projektkosten.

Das KIFF beriet sich anschliessend mit den Hauptpartnerinnen Stadt Aarau und der Abteilung Kultur des Kantons Aargau, ob und in welchem Umfang die zusätzlichen kulturellen Nutzungen umsetzbar sind und in die Projektierung miteinbezogen werden können. Man kam gemeinsam zu dem Entschluss, dass die Bereitstellung von Kulturproduktionsräumen für die Kreation von Musik, Kunst und Kultur für das neue Kulturhaus ein wichtiger Bestandteil sind. Zudem ist die Idee einer kulturellen Drittnutzung durch das Radio Kanal K, von Büroarbeitsplätzen für das Kulturschaffen und einer integrierten -Gastronomie für die BesucherInnen von kulturellen Veranstaltungen weiter -Bestandteil des Neubauprojektes.

Nach diesem Grundsatzentscheid wurde die sogenannte «KIFF Midi Minus Version» weiterverfolgt. Gegenüber dem ursprünglichen Wettbewerbsprojekt konnten dadurch rund 25% Geschossfläche und 20% Volumen eingespart werden. Dies wurde erreicht, indem das gesamte Raumprogramm intensiv geprüft und wo immer möglich reduziert wurde. Gleichzeitig konnte das Grundkonzept mit zwei Veranstaltungssälen mit maximalen Kapazitäten von 1000 bzw. 250 Personen, einer integrierten Gastronomie und vielseitig nutzbaren Kulturproduktionsräumen erhalten bleiben.

Neue Kostenschätzung und Eingabe Projektierungskredit
Aufgrund dieser Entscheidung konnte auch eine genauere Grobkostenschätzung gemacht werden. Die Gesamtkosten des Neubau-projektes KIFF 2.0, inklusive allen zukünftigen wie auch bereits getätigten Projektentwicklungskosten sowie die Betriebsausstattung des Neubaus, werden zurzeit auf rund 25 Millionen Franken geschätzt. Davon sind rund 21 Millionen Franken Erstellungskosten inklusive Honorare und Reserven.

Aufgrund dieser neuen Kostenberechnung hat das KIFF im Frühling 2020 ein Projektierungskreditantrag an die Stadt Aarau und an den Swisslos-Fonds des Kantons Aargau von je 900’000 Franken gestellt. Diese Gelder werden einerseits für die Entwicklung des Vor- und Bauprojektes mit den ArchitektInnnen und FachplanerInnen und andererseits für die Weiterbearbeitung des Projektes bis zur Eingabe des Baukredites eingesetzt. 

Eigenfinanzierung
Der Verein KIFF Kultur in der Futterfabrik ist bemüht, einen wesentlichen Teil der budgetierten Bausumme selber über Dritte und Fundraising zu finanzieren. Dies stellt den Kulturverein, insbesondere auch durch die anhaltende Coronakrise und den damit einhergehenden wirtschaftlichen Unsicherheiten, vor eine grosse Herausforderung. Mit ersten möglichen PartnerInnen und Stiftungen wurde bereits vor dem Sommer Kontakt aufgenommen. Im Herbst 2020 werden die Bemühungen intensiv weiterverfolgt. Der Verein KIFF ist aufgrund der ersten Gespräche zuversichtlich, dass er bald erste konkrete finanzielle Zusagen von neuen PartnerInnen für das Neubauprojekt erhalten wird.

Parallel dazu werden wo immer möglich weitere Einsparungen in der Projektierungsphase geprüft.

Der Zeitplan sieht weiterhin vor, dass der Umzug von der alten Futterfabrik in das neue Kulturhaus und die anschliessende Eröffnung des neuen KIFF im Herbst/Winter 2024 stattfindet.

Wird die Telli zum Zentrum der Oberstufen?

Die Stadt Aarau beschäftigt sich mit der Standortentwicklung ihrer Schulen. Konkret ist der Stadtrat mit dem Kanton Aargau im Austausch über die künftigen Nutzungen der Areale der Sportanlage Telli und der Bezirksschule Zelgli.

Das Oberstufenschulhaus im Schachen muss ersetzt werden und auch die Kantonsschulen bräuchten mehr Platz. Könnte ein Hochhaus den Schulstandort Aarau sichern? Ein Schulhochhaus ist auf jeden Fall Teil in zwei von drei Varianten in einer Machbarkeitsstudie, die die Stadt Aarau in Auftrag gegeben hat. Die Machbarkeitsstudie verfasst hat die Ernst Niklaus Fausch Partner AG. Sie prüften dafür den Standort Leichtathletikanlage Telli.

Die Machbarkeitsstudie dient als Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen. Sie soll aufzeigen, ob das vorhandene Areal für die Umsetzung eines ausbaufähigem Oberstufen-standorts denkbar ist.

Die drei Varianten
Der Hauptteil des Areals gehört der Ortsbürgergemeinde Aarau und ist im Baurecht an den Kanton abgegeben. Der Bericht zeigt, dass das Areal der heutigen Sportanlagen der Alten Kantonsschule Aarau in der Telli (Hallenbad, Sporthallen und Aussenanlagen) vielfältige Optionen als ausbaufähiger Oberstufenstandort bietet – auch bei einer weiteren Nutzung des bestehenden Hallenbads und der Turnhallen durch die Alte Kantonsschule.

Das Areal musste folgende Bedingungen erfüllen: 66 Abteilungen, davon 30 Abteilungen in der 1. Etappe und 36 Abteilungen in der 2. Etappe und Aussensport- und ein Freiflächenbedarf von ca. 20›000 Quadratmeter. Variante 1 und 2 weisen beide ein 60 Meter hohes Hochhaus auf. Bei der Variante 1 kommen noch zwei 5-geschossige Bauten hinzu, bei Variante 2 ein Atriumbau. In der Variante 3 hat es kein Hochhaus. Der Bau nimmt aber dadurch auch mehr Aussenfläche weg.

Platz für alle Oberstufenabteilungen
Dadurch, dass in der Telli so Platz für alle drei Oberstufenabteilungen, also Real, Sek und Bez entstehen würde, hätte die Neue Kantonsschule im Zelgli die Möglichkeit das jetzige Bezirksschulhaus zu nutzen.

Der Stadtrat strebt bis Ende 2020 Grundsatzentscheide zum weiteren Vorgehen an.

Hier geht es zur Machbarkeitsstudie www.aarau.ch/politik-verwaltung/aktuelles/news-details-testseite.html/204/news/2855

Machbarkeitsstudie Telli zum Oberstufen-Zentrum | Der Landanzeiger
Variante 1 mit drei Gebäuden – Punktbauten
Machbarkeitsstudie Telli zum Oberstufen-Zentrum | Der Landanzeiger
Variante 2 mit Atrium- und Punktgebäude
Machbarkeitsstudie Telli zum Oberstufen-Zentrum | Der Landanzeiger
Variante 3 mit gestaffeltem Gebäude

Stabsübergabe bei «Zukunft Suhr» erfolgt

Stabsübergabe bei «Zukunft Suhr» | Der Landanzeiger

Nach sieben Jahren gibt die «Zukunft Suhr»-Präsidentin Martha Brem ihr Amt ab. Es übernimmt das neue Team mit Joachim Greuter, Präsident, und Bastian Wittwer, Vize-Präsident.

Seit 2014 führte Martha Brem die überparteiliche Gruppierung «Zukunft Suhr». Die gewählten Mitglieder von Zukunft Suhr stellen inzwischen in Finanzkommission, Schulpflege und Gemeinderat jeweils die Mehrheit. Bei Finanzkommission und Schulpflege leiten Yvonne Dietiker und Sonja Ihle die Gremien; den Gemeinderat präsidiert Marco Genoni.

Seit die Mitte-Links-Gruppierung «Zukunft Suhr» vor rund 15 Jahren in die Suhrer Politik eingestiegen ist, haben sich die politische Landschaft und die Gemeinde grundlegend verändert. Gut ausgebaute familienergänzende
Tagesstrukturen, eine Fachstelle Alter, ein Leitbild, realisierte Schulhausbauten, das Energiestadt-Label oder eine vorbildliche Quartierentwicklung gehören zum Leistungsausweis von «Zukunft Suhr».

Stabsübergabe erfolgt
Im Rahmen der Kerngruppensitzung vom 13. August 2020 hat nun die Präsidentin Martha Brem die Leitung in die Hände von Joachim Greuter und Bastian Wittwer übergeben. Der 48-jährige Joachim Greuter lebt im Quartier Feld, ist seit langem bei «Zukunft Suhr» aktiv und im Verwaltungsrat der TBS AG. Er ist Vater von drei Kindern und arbeitet als Geschäftsführer bei RAILplus. Der 36-jährige Bastian Wittwer lebt im Dorfzentrum und engagiert sich seit zwei Jahren in der Kerngruppe von «Zukunft Suhr». Er ist Vater von zwei Kindern und arbeitet als Entwicklungs-ingenieur bei ABB.

Neben Martha Brem hat auch die ebenfalls langjährige Buchhalterin, Kerstin Schröder, ihr Amt abgegeben. Neu amtet in dieser Funktion Michael Schmid und wird auch neues Mitglied des Vorstands.

«Ein unverzeihliches Präjudiz»

Neumatte | Der Landanzeiger

Geht es nach dem Willen der Gemeinde Hirschthal, deren Bevölkerung und der ortsansässigen Investoren, soll die als Landwirtschaftszone ausgewiesene «Neumatte» in eine Gewerbezone umgewandelt werden. Im Juli dieses Jahres hat der Regierungsrat, trotz Opposition in der Vernehmlassung, der Änderung im Richtplan zugestimmt. Nun verlangt Pro Natura vom Grossen Rat, den Antrag der Regierung abzulehnen.

Entstehen sollen an dieser Stelle Erweiterungsmöglichkeiten für drei ortsansässige Firmen. Es ist von 100 neuen Arbeitsplätzen die Rede. Für die Umzonung der 2,48 Hektaren im Siedlungstrenngürtel zwischen Hirschthal und Holziken braucht es einerseits eine überarbeitete Bau- und Nutzungsordnung (BNO) der Gemeinde, andererseits eine Anpassung im kantonalen Richtplan. Nachdem es 2018 von den Hirschthaler Stimmberechtigten kaum Einwendungen gab, gingen die Meinungen von Parteien und Verbänden anlässlich der Anfang 2020 durchgeführten Vernehmlassung jedoch weit auseinander.

Regierungsrat sagt «ja»
Von Kantonsseite wurde dem Gemeinderat Hirschthal hiernach aufgetragen, die Pläne zu überarbeiten, was dieser auch getan hat. Nicht nur konnte eine zusätzliche Kompensation für den Verlust der Fruchtfolgeflächen erzielt werden, offenbar gelang es mittels Dialog die Kritiker zu besänftigen. Aufgrund dieser Entwicklungen stimmte der Regierungsrat Mitte Juli der Änderung zu. Das Geschäft liegt nun beim Grossen Rat, der das vorläufig letzte Wort hat und bereits im Herbst darüber entscheiden könnte. 

Die BNO-Revision auf Gemeindeebene soll noch in diesem Jahr an der Gmeind von den Stimmberechtigten genehmigt werden.

Pro Natura verlangt Ablehnung
Überhaupt nicht einverstanden mit den Umzonungsplänen ist Pro Natura. Deren Präsident Matthias Bettsche findet in einer Mitteilung von dieser Woche klare Worte: «Die Einzonung der Neumatte widerspricht sämtlichen raumplanungsrechtlichen Grundsätzen. Sie ist ein planerischer und politischer Rückfall in die Zeiten vor dem geltenden Raumplanungsrecht.» Siedlungtrenngürtel seien aber wichtig, denn sie wirken der genetischen «Verinselung» der Tierwelt entgegen. Auch diene der Trenngürtel unter anderem der grossräumigen Gliederung der Landschaft, sowie der ökologischen Vernetzung und der Identität der Gemeinden und Agglomerationen, schreibt Pro Natura weiter.

Als Lösung hält es der Verband für angezeigt, dass die Interessen der lokalen Gewerbebetriebe auf anderen Parzellen realisiert werden, die ausserhalb des Siedlungstrenngürtels liegen. Aus der Botschaft des Regierungsrates an den Grossen Rat käme relativ klar heraus, dass die Einzonung der Neumatte nicht den Anforderungen des Raumplanungsrechts entspricht und mit der benachbarten Surmatte eine Alternative eigentlich vorhanden wäre. 

Pro Natura Aargau bittet den Grossen Rat im Interesse der Landwirtschaft, des haushälterischen Umgangs mit dem Boden, der Landschaft und der einheimischen Flora und Fauna, den Antrag des Regierungsrates zur Reduktion des Siedlungstrenngürtels durch die Einzonung der Neumatte abzulehnen.

Fast 78’000 Schüler starteten ins neue Schuljahr

Fast 78000 Schüler starteten ins neue Schuljahr | Der Landanzeiger

Fast 78’000 Volksschülerinnen und -schüler starteten ins neue Schuljahr 2020/21. Für 7200 von ihnen war es der erste Tag im Kindergarten, für 7100 der erste Schultag. Unterrichtet wird nach dem neuen Aargauer Lehrplan. Auf allen Stufen findet der Unterricht ab dem 10. August wieder im Vollbetrieb im Klassenverband statt.

Die Schutzmassnahmen an der Volksschule richten sich nach den schweizweit geltenden Eckwerten des Bundesamts für Gesundheit, schreibt der Kanton Aargau in seiner Mitteilung zum Schulbeginn. Die Eckwerte besagen, dass sich Kinder im Volksschulalter untereinander im Klassenverband, auf dem Schulweg und auf den Pausenplätzen weitgehend normal verhalten und bewegen dürfen. Hingegen sollen die Schülerinnen und Schüler im Kontakt mit den Lehrpersonen sowie die Erwachsenen unter sich den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Falls dies nicht möglich ist, können beispielsweise Trennwände aus Plexiglas eingesetzt werden.

Auch auf der Sekundarstufe II (Berufsfachschulen, Mittelschulen, Höhere Fachschulen) kommt der Einhaltung der Hygienemassnahmen und Verhaltensregeln eine wesentliche Bedeutung zu. Wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, kommt eine situative Maskenpflicht für bestimmte gemeinschaftlich genutzte Räume oder schulische Situationen zum Tragen.

Meilenstein in der Geschichte der Aargauer Volksschule
Ab dem Schuljahr 2020/21 gelten für die Aargauer Volksschule zwei wesentliche Neuerungen: Zum einen bildet der neue Aargauer Lehrplan die Grundlage für den Unterricht an der Volksschule, zum anderen wird die bisher geltende Bereitstellung, Bewilligung und Finanzierung von Pensen für Lehrpersonen und Schulleitungen an der Volksschule durch eine neue, pauschalierte Ressourcierung abgelöst. Im Hinblick auf das neue Schuljahr haben die Schulen ein Ressourcenkontingent erhalten, mit dem sie unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben und der Bildungsrechte der Schülerinnen und Schüler ein angemessenes, sachgerechtes und möglichst wirkungsvolles Schulangebot bereitstellen. Der kommunale Gestaltungsraum wird damit deutlich erhöht.

«Medien und Informatik» als neues Schulfach
Die Einführung des neuen Aargauer Lehrplans führt unter anderem dazu, dass die Schülerinnen und Schüler der Volksschule ab der 5. Klasse bis zum Ende der Oberstufe neu im Fach «Medien und Informatik» unterrichtet werden. Neu beginnt auch der Französischunterricht und damit das Erlernen einer zweiten Fremdsprache in der 5. statt wie bisher in der 6. Primarschulklasse. Die Zahl der Aargauer Schülerinnen und Schüler an der Volksschule steigt seit dem Schuljahr 2014/15 kontinuierlich an von damals 71’900 auf heute rund 77’900 Schülerinnen und Schüler. Das Wachstum der Schülerzahlen zeigt sich besonders im Kindergarten und an der Primarschule, aber auch an der Oberstufe steigen die Schülerzahlen an.

Im neuen Schuljahr unterrichten an der Volksschule rund 8840 Lehrerinnen und Lehrer. Sie teilen sich 5600 Vollzeitstellen und werden von 480 Schulleiterinnen und Schulleitern geführt. Bei steigenden Schülerzahlen braucht es auch mehr Lehrpersonen. Den Schulleitungen ist es trotz Lehrpersonenknappheit ein weiteres Mal gelungen, auf den Schuljahresbeginn für alle Abteilungen eine verantwortliche Klassenlehrerin oder einen Klassenlehrer einzustellen. Für Teilpensen trifft dies aber nicht überall zu. Für diese müssen schulinterne Überbrückungslösungen gefunden werden. Die Situation am Stellenmarkt bleibt damit – gerade auch im Aargau – weiterhin angespannt. Dies gilt insbesondere für die Primarstufe sowie für die Bereiche der schulischen Heilpädagogik und der Logopädie.

Stabile Schülerzahlen an der Sekundarstufe II
Die Gesamtschülerzahlen an der Sekundarstufe II sind zurzeit stabil. In den kommenden Jahren werden sich diese aufgrund der steigenden Schülerzahlen aus der Volksschule ebenfalls kontinuierlich erhöhen. 1415 Schülerinnen und Schüler haben sich für einen allgemeinbildenden Lehrgang am Gymnasium oder der Fachmittelschule entschieden, 6024 Lernende treten neu in die duale Berufsbildung oder ein vollschulisches Berufsbildungsangebot ein. Die Neueintritte in die Berufsbildung liegen damit zum Schuljahresbeginn leicht unter jenen des Vorjahrs. Weil die Lehrstellensuche im ersten Halbjahr aufgrund der Coronavirus- Pandemie erschwert war, bleiben offene Lehrstellen bis Ende August aufgeschaltet und Lehrverträge werden bis Ende Oktober genehmigt. Die Anmeldungen in die Brückenangebote haben leicht zugenommen.