Ammann Heinz Gerber tritt zurück

Ammann Heinz Gerber | Der Landanzeiger

An der Sitzung vom 2. Dezember informierte Gemeindeammann Heinz Gerber den Gemeinderat über seine Demission als Gemeindeammann und Gemeinderat. Der Rücktritt erfolgt aus gesundheitlichen Gründen auf die Wahl eines Ersatzmitgliedes, spätestens auf den 31. Mai 2020.

Seit dem 1. Januar 2006 ist er im Gemeinderat und seit 1. Januar 2014 Gemeindeammann. Seine Ressorts sind Strategie, Personal/Verwaltung/Informatik, Polizei, Wasserversorgung, Forstwesen und er steht dem Wahlbüro vor.

Der Gemeinderat bedauert die Demission von Heinz Gerber sehr und ist sich bewusst, dass er ein engagiertes, in der Bevölkerung sehr beliebtes Ratsmitglied gehen lassen muss. Er dankt Heinz Gerber jetzt schon für seinen Einsatz für die Gemeinde Bottenwil und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.

Der 1. Wahlgang für die Ersatzwahl findet am 15. März 2020 statt.

Walliser Sternekoch neu am Herd des «Lutertätsch»

Wallisser Starkoch im Bad Lauterbach | Der Landanzeiger

Ein neuer Geschäftsführer soll dem legendären Landgasthof «Bad Lauterbach» oberhalb von Oftringen neues Leben einhauchen. Und dieser Geschäftsführer ist nicht irgendeiner, sondern der Sternekoch Daniel Pittet (42).

Der Walliser ist seit 27 Jahren erfolgreich in der Gastronomie unterwegs. Zuletzt war er für einige Monate im «Kreuz» in Egerkingen. Seine Lehre absolvierte er 1992, danach bildete er sich stets weiter, besuchte Wirte-, Hotel- und Barfachschule, liess sich in Sachen Wein belehren und war offen für Vieles.

Mehrere Jahre arbeitete er in renommierten Gasthäusern wie dem «Walliserhof» in Saas-Fee und dem «Zermatterhof» in Zermatt. 2003 eröffnete er sein eigenes Restaurant im Wallis und führte dies vier Jahre lang. Danach zog es ihn beispielsweise mit einem eigenen Foodtruck durch die Street-Food-Festivals der Schweiz oder er reiste im Nachtzug quer durch Deutschland, stets von der Faszination für die verschiedenen Aspekte der Gastronomie geleitet.

Nun ist er im «Lutertäsch» gelandet. Dort haben sich die Pächter vor Kurzem vom bisherigen Geschäftsführer getrennt. Daniel Pittet übernimmt per sofort. Er ist begeistert vom Bad Lauterbach. «Perfekt für Eventgastronomie», meint er und schwärmt gegenüber dem Reporter von regiolive.ch von den Räumlichkeiten, der riesigen Bar mit Tanzfläche und der grandiosen Terrasse. Er werde im kleinsten der drei Gasträume auch gehobene Gastronomie anbieten, «weiss gedeckt», verspricht Daniel Pittet, und eine separate Fondue- und Raclette-Stube werde es auch geben mit hauseigenem Käse.

Bis alles so weit sei, wie er sich das vorstelle, dauere es aber noch eine Weile. «Kommt doch in ein paar Wochen wieder», sagte er dem Reporter, «dann seht ihr, wovon er spreche. » Der Sternekoch steht aber bereits ab sofort am Herd des «Lutertäschs» und freut sich auf neue Gäste.

Kontakt

Landgasthof Bad Lauterbach
Lauterbachstrasse 14
4665 Oftringen
Telefon 079 470 62 26
www.landgasthofbadlauterbach.ch

Öffnungszeiten

Restaurant
Mi-Sa 8.00–22.00 Uhr
So 10.00–18.00 Uhr
Mo-Di geschlossen

Bar/Dancing
Do 22.00–24.00 Uhr
Fr-Sa 22.00-2.00 Uhr

Anonyme bedrohen den Gemeindeammann

Uerkheim Gemeindeammann Herbert Räbmatter präsentiert die Drohung | Der Landanzeiger

Im Kampf um die geplante neue Mo-bilfunkantenne auf dem Schulhaus in Uerkheim wurde die rote Linie über-schritten: Gegner drohten dem Ge-meindeammann in einem anonymen Schreiben mit dem Tod.

Die Stimmberechtigten von Uerkheim hatten mit der geplanten Mobilfunkantenne auf dem Schulhaus über ein brisantes Traktandum zu befinden. Bereits im Vorfeld wurde mit harten Bandagen gekämpft. Am vergangenen Freitag, gingen beim Gemeindeammann eine anonyme schriftliche Drohung ein, die man auch als Morddrohung verstehen kann. Der Ammann reichte eine Anzeige ein und erhielt an der Gmeind Polizeischutz. Die Versammlung verlief zwar engagiert, aber gesittet.

Antenne abgelehnt
Der neue Standort der Mobilfunkantenne auf dem Schulhaus Hübeli wurde in der geheim durchgeführten Abstimmung mit 99 zu 66 angelehnt. Das Budget 2020 mit einem reduzierten Steuerfuss von 122 Prozent wurde nach einer Erläuterung durch den Gemeindeammann und einer kurzen Diskussion mit grossem Mehr genehmigt. Ein Ja gab es auch für den Kredit zur Teilrevision der Bau- und Nutzungsordnung sowie den Bau einer Trockensteigleitung von der Säge auf den Heizenberg.

Aarau sagt Ja, Gegner geben nicht auf

Torfeld Süd | Der Landanzeiger

Aufatmen bei den Freunden des FC Aarau und den Befürwortern des geplanten Fussballstadions «Torfeld Süd». Aarau hat die notwendige Planungsänderung und einen 17 Millionen- Franken-Kredit mit 60 zu 40 Prozent bewilligt. Die Stimmbeteiligung betrug hohe 59.5 Prozent.

Dieses Resultat habe wohl nur die kühnsten Optimisten so erwartet: Die Stimmberechtigten haben die Teiländerung der Bau- und Nutzungsordnung (BNO) mit 5038 Ja zu 3234 Nein gutgeheissen und auch der 17 Millionen- Kredit, der Anteil der Stadt Aarau am Stadion, wurde mit 4989 Ja zu 3323 Nein gutgeheissen.

Bekenntnis zum Spitzenfussball
Der Aarauer Stadtrat spracht von einem Freudentag, einem wichtigen Bekenntnis für den Spitzenfussball in Aarau und den Sport im Aargau. «Die Stimmberechtigten sind bereit, in die Sportinfrastruktur von sportlichen Leuchttürmen zu investieren. Das ist wichtig, um Nachwuchs zu fördern», sagt der für den Sport zuständige Stadtrat Daniel Siegenthaler. Der fürs Stadionprojekt zuständige Stadtrat Hanspeter Thür zeigt sich erleichtert: «Wir wussten nicht, wie es herauskommt. Wir sind hoch erfreut über dieses Resultat.» Es sei ein wichtiger Beitrag zur Stadtentwicklung.

Vertreter des Aarauer Stadtrats, des Pro-Komitees und des FC Aarau | Der Landanzeiger
Die Vertreter des Aarauer Stadtrats, des Pro-Komitees und des FC Aarau sind erfreut über das deutliche Ja zum Stadion

«Nun ist der Weg frei für ein modernes Stadion für die grosse FC Aarau Familie », sagt Ruedi Vogt, Sprecher des Komitees «Unser Torfeld». Dieses Resultat sei «ein gewonnener Match für den Breitensport und für Aarau». Das Komitee ist überzeugt, dass bald neues Leben auf dem Areal blühen werde, wo jetzt noch eine Industriebrache sei. Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker forderte die Gegner der Vorlage auf, sie mögen den demokratisch gefällten Entscheid nun akzeptieren. Das dürfte wohl eher Wunschdenken denn Realität sein.

Weiterer Widerstand angekündigt
Während die Abstimmungssieger noch Interviews gaben, verkündeten die Gegner im selben Raum weiteren Wiederstand. «Wir respektieren den demokratischen Entscheid», sagt Albert Rüetschi, Präsident des Vereins Torfeld Süd. «Wir werden aber juristisch gegen die Nutzungsplanung, die Sondernutzungsplanung und die Baubewilligung vorgehen.» Man sei bereit, durch alle Instanzen – Regierungsrat, Verwaltungsgericht und Bundesgericht – zu gehen. «Wir gehen davon aus, dass wir das Projekt juristisch bodigen werden», gibt sich Rüetschi kämpferisch. «Vielleicht gibt die Gegenseite ja vorher auf.» Davon will auch die Generalunternehmen HRS Real Estate AG nichts wissen. Sie will das Stadion bauen und dieses durch die Errichtung von vier Hochhäusern querfinanzieren. Das hat sie am Sonntag mit einem Schreiben nochmals deutlich gemacht. «Die HRS erwartet nun von den Projektgegnern, dass sie in Zukunft auf rein projektverzögernde Einsprachen verzichten», schreibt Martin Kull, CEO und Inhaber HRS Real Estate AG. Sein Unternehmen werde sich dafür engagieren, Anwohnerinnen, Anwohner und die interessierte Öffentlichkeit zeitnah und transparent über die weitere Projektentwicklung auf dem Laufenden zu halten.» Die Stadt, die Stadionbefürworter, die Bauherrschaft und der FC Aarau hoffen, dass ab der Saison 2024/25 der Ball im «Torfeld Süd» rollt.

Fünf Aargauer Rekorde erzielt

Die Athleten des SC Aarefisch freuten sich über viele Finalteilnahmen | Der Landanzeiger

Der SC Aarefisch erlebte eine sehr gelungene Kurzbahn-Schweizermeisterschaft in Neuchâtel mit Bronze durch Robin Affentranger über 200 m Rücken und fünf Aargauer Rekorden.

Die Schweizer Schwimmelite traf sich im Hallenbad Nid-du-Crô in Neuchâtel. Dabei standen in erster Linie die Qualifikationen für die Kurzbahn-EM in Glasgow vom 4. bis 8. Dezember auf dem Spiel. So war eine spezielle Spannung zu erwarten durch die Teilnahme der Nationalkaderschwimmer, speziell wenn mehrere von ihnen in derselben Disziplin starten. Hinter den bekannten Namen wollten sich noch weitere Schwimmerinnen und Schwimmer für die Kurzbahn-Europameisterschaft qualifizieren und Meistertitel holen. Insgesamt waren in Neuchâtel 400 Schwimmerinnen und Schwimmer am Start. Vom SC Aarefisch Aarau standen 4 Frauen und 8 Männer an der Kurzbahn- SM im Einsatz.

Vielen Aarefischen gelang eine Steigerung
Viele Athleten des Aarefisch- Eliteteams, unter der Leitung von Dirk Thölking und Piotr Albinski, zeigten eine deutliche Leistungssteigerung. Als Höhepunkt sicherte sich Robin Affentranger am Sonntag über 200 m Rücken die Bronzemedaille. Erst auf den letzten 50 m des Rennens gelang ihm der Sprung nach vorne, lag er bei Halbzeit doch noch an fünfter Position. Mit einer Zeit von 2:01.01 unterbot er dazu den Aargauer Rekord.

Drei Viertel der Mannschaft glänzten mit Finalteilnahmen, das gesetzte Ziel «mehr Finalteilnahmen als 2018» wurde erreicht. Für A-Finals qualifizierten sich nebst Robin Affentranger auch Nora Wick über 100 m Delfin (7. Rang in 1:03.60) und 50 m Delfin (ebenfalls 7. Rang in 28.34); Anna Vismara wurde Vierte über 400 m Lagen mit der Aargauer- Rekord-Zeit 4:54.97, über 200 m Delfin platzierte sie sich auf dem ausgezeichneten 5. Rang. Ebenfalls in den Top8 platzierte sich David Radam über 1500 m Freistil. B-Finals resp. Top16- Platzierungen erreichten Robin Affentranger, Federico Salghetti-Drioli, Samira Arnold, Kevin Affentranger, Lynn Kammermann, Nora Wick und Anna Vismara. Der Brittnauer Dario Wickihalter schaffte dies bei seinen sechs Einsätzen gleich fünf Mal und unterbot dabei jedesmal seine persönliche Bestleistung und über 200 m und 400 m Freistil den Aargauer Rekord.

Im Punkteklassement rangierte der Schwimmclub Aarefisch auf dem 11. Platz von 48 Vereinen (Frauen 9. und Männer 12.), was die guten Leistungen des gesamten Teams reflektiert.

Spielplatz Gysimatte: Ein tolles Gemeinschaftswerk

Spielplatz Gysimatte | Der Landanzeiger

Nachdem seit Ende Oktober beim Spielplatz Gysimatte in Buchs ein gelber Bagger und diverse Erdhügel die Aufmerksamkeit auf sich zogen, wuselten neulich an einem Samstag grosse und kleine HandwerkerInnen auf dem Spielplatzareal herum. Unter fachkundiger Leitung von Franz Weber (Naturgarten) wurden fleissig Sand geschaufelt, Löcher gebuddelt, Sträucher gepflanzt, Grassofas gebaut und am Boden liegende Baumstämme von der Rinde befreit. Es waren alle mit solchem Eifer dabei, dass bald nicht mehr klar war, ob auf dem Spielplatz gebaut oder auf der Baustelle gespielt wurde.

Grosser Cheque
Kurz vor dem Mittag überraschte Arber Palushi, die Kinder. Er überreichte ihnen einen von der Stiftung Helvetia Patria Jeunesse gesponserten Cheque über 5200 Franken. Der damit finanzierte Wasserlauf wird Gross und Klein noch viel Freude bereiten. Anschliessend stärkten sich alle beim gemeinsamen Mittagessen und wärmten sich am Feuer etwas auf. Eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen machte sich gleich nach dem Essen daran, den Graben für die Wasserleitung zu buddeln. Mit Pickeln und Schaufeln machten sie sich ans Werk. Es war erstaunlich zu sehen, mit welchem Eifer und Durchhaltevermögen sich auch die Kleinsten ins Zeug legten.

Spielplatz Gysimatte | Der Landanzeiger
Mit vereinten Kräften wird ein Baumstamm aufgestellt

Eröffnungsfest im April 2020
Dass dieser Mitbautag und somit die naturnahe Umgestaltung des alten Spielplatzes möglich wurde, brauchte es die Initiative des Familienvereins, die Unterstützung der Einwohnergemeinde Buchs, des Naturamas Aargau und diverser Sponsoren aus Buchs und der Region. Auch die Freizeitwerkstatt und die Ortsbürgergemeinde Buchs leisten ihren Beitrag. Das Departement Bildung, Kultur und Sport des Kanton Aargaus unterstützt zudem den Bereich Jugend. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus VertreterInnen des Natur- und Vogelschutzvereins, der Jugendarbeit Suhr/Buchs, der Schule, des Familienvereins und der Einwohnergemeinde, halfen beim Mitdenken und Mitplanen.

Am 25. April 2020 wird der naturnahe, rauch- und suchtmittelfreie Spielplatz mit einem bunten Eröffnungsfest offiziell eingeweiht.

Sandsteinmuseum: Renovierungsarbeiten am Taglöhnerhaus in vollem Gang

Sandsteinmuseum: Renovierungsarbeiten | Der Landanzeiger

Wer in diesen Tagen am ehemaligen Taglöhnerhaus im Bühl in Staffelbach vorbeifährt, kann die Fortschritte bei der Renovierung schon auf den ersten Blick sehen. Der neue, weisse Verputz strahlt einem entgegen. Auch im Inneren des Hauses gibt es Fortschritte bei den Arbeiten. Während das vergangene Jahr ganz im Zeichen der grundlegenden Renovierung stand, sind für 2020 die Feinarbeiten im zukünftigen Sandsteinmuseum an der Reihe.

Sandstein verwittert schnell
Frank Hauri, Vorstandsmitglied des Vereins Sandsteinmuseum Staffelbach, kümmert sich in enger Zusammenarbeit mit dem Architekten Adrian Kiener um die Koordination der Bauarbeiten. Zufrieden blickt er auf das frisch verputzte Haus. «Es war wichtig, dass das Mauerwerk, gerade jetzt vor dem Winter, wieder geschützt ist», sagt er. Das kleine Haus war immer verputzt und das Mauerwerk aus weichen Sandsteinen von Anfang an darauf angelegt, einen Verputz zu erhalten. Sandstein verwittert schnell. Doch im Inneren des Hauses werden zwei Wände roh bleiben und die Bauweise des Hauses zeigen. Die restlichen Wände werden in den nächsten Wochen verputzt. Doch zunächst müssen noch Elektroleitungen gezogen und Steckdosen eingebaut werden. Und nicht zuletzt hängt es auch vom Wetter und den Aussentemperaturen ab, wie schnell es weitergehen kann, erklärt Hauri. Genauso abhängig vom Wetter ist auch der Einbau der neuen Fenster. «Wir hoffen, dass wir sie noch bevor der Winter richtig kommt, einbauen können», sagt er. Die Fenster stehen schon parat und müssen nur noch einen letzten, schützenden Anstrich erhalten. Typische Holz-Sprossenfenster, nach historischem Vorbild mit einfacher Verglasung, werden in Absprache mit der Kantonalen Denkmalpflege eingebaut. «Wir dürfen das Haus nicht zu sehr abdichten, sonst bekommen wir unter Umständen ein Feuchtigkeitsproblem», weiss Hauri.

Details
Neu am Haus und gut sichtbar ist auch, dass am Balkon und am Giebel über der Eingangstür viel gearbeitet wurde. Morsches Holzwerk wurde entfernt und nicht mehr tragfähige Balken ersetzt. In diesem Zuge wurden auch die Dachunterseiten neu verkleidet. Jetzt wird der kleine Balkon mit dem weiten Blick in Richtung der Sandsteinbrüche sorgsam wieder aufgebaut. Ein schönes Detail ist dabei die alte Tür, die fachgerecht aufgearbeitet wurde. Sie bleibt als Schutz vor einer neu einzubauenden Glastür erhalten. Sogar den alten Türknauf im Inneren hat man aufbewahrt und wieder angebracht. Auch im Bereich der ehemaligen Küche und Stube wurde viel Zeit und Sorgfalt auf die Restaurierung der Ofenanlage verwandt. Nach Möglichkeit blieben hier auch die originalen Bauteile erhalten und die ein oder andere Scharte in den Ofenklappen offenbart den ganzen Charme des alten Hauses.

Steinhauerhütte wird nachgebaut
Erst im kommenden Frühjahr kann es dann an die Herstellung der Aussenanlagen gehen, erklärt Hauri. Bisher wurde vorgängig die Kanalisation und der Anschluss an das Wasser- und Abwassernetz gelegt und eine alte Gartenmauer abgebrochen. Ein grösseres Projekt im Garten ist noch der Bau einer Stützmauer zum darüberliegenden Hang, sobald es die Temperaturen im nächsten Jahr zulassen. Die Mauer dient zugleich als Rückwand einer Steinhauerhütte, die nach altem Vorbild gebaut werden soll. Später, im Museumsbetrieb werden dort die Besucher das alte Steinhauerhandwerk hautnah erleben und in Workshops auch selbst ausprobieren können. Doch das ist noch Zukunftsmusik.

Das Sandsteinmuseum
Interessierte Besucherinnen und Besucher sind jederzeit herzlich eingeladen, sich auf www.sandsteinmuseum. ch zu informieren oder am ehemaligen Taglöhnerhaus vorbeizuschauen. Dort liegt auch Info-Material aus, das über den Baufortschritt Auskunft gibt. Und natürlich freut sich der Verein jederzeit über neue Mitglieder.

Nicht Rekordzahlen stehen im Fokus sondern die Qualität

Nach dem letztjährigen Rekordjahr (2944 Fahren, 102’447 km und 5875 transportierte Personen) verfolgen die Verantwortlichen von Nez Rouge Aargau auch in diesem Jahr hohe Ziele. Allerdings stehen dabei nicht die Rekordzahlen im Vordergrund. «Unser oberstes Ziel ist es, eine unfallfreie Aktion und eine hohe Zufriedenheit bei unseren Fahrgästen und unseren freiwilligen Helferinnen und Helfern zu haben», erklärte Heinz Fehlmann, Vereinspräsident von Nez Rouge Aargau in Hunzenschwil, bei Hauptsponsor Auto Germann.

Über 250 Freiwillige an einem Abend
Um die Zufriedenheit der Fahrgäste hochzuhalten, setzen die Verantwortlichen gleich an mehreren Orten an. «Wir möchten die Wartezeiten verringern, die Erreichbarkeit unserer Telefonzentrale erhöhen und unsere Einsatzzeiten an die umliegenden Kantone anpassen», so Fehlmann. Im Dezember werden die Teams von Nez Rouge Aargau von Sonntag bis Donnerstag jeweils bis 1.30 Uhr unterwegs sein. Freitags und samstags fahren die Freiwilligen bis 3.30 Uhr. Um diese Dienstleistung erbringen zu können, ist Nez Rouge Aargau auf viele freiwillige Helferinnen und Helfer angewiesen, die sich primär als Fahrer, aber auch als Telefonist und Disponent zur Verfügung stellen. Es ist durchaus möglich, dass an einem Abend mehr als 250 Freiwillige im Einsatz stehen. So geschehen beispielsweise an Silvester 2018.

Der Gesellschaft etwas zurückgeben
«Wir bieten unseren Freiwilligen die Möglichkeit, dass sie kostenlos Fahrkurse beim TCS besuchen können. Zudem erhalten Sie eine kleine Pauschalentschädigung für ihre Aufwände und Benzingeld », sagt Fehlmann. «Diese Zusatzleistungen können wir aber nur dank unseren Sponsoren ermöglichen, denn mit den Trinkgeldern decken wir lediglich die Fixkosten der Aktion.» In diesem Jahr unterstützen die TCS Sektion Aargau, Radio Argovia, GastroAargau, Hotellerie Aargau, die Neue Aargauer Bank, Werbung A – Z und Auto Germann die Aktion als Hauptsponsoren.

Das ganze Jahr unterwegs
Anlässlich der Pressekonferenz hat Präsident Heinz Fehlmann auch ein neues Angebot von Nez Rouge Aargau präsentiert: «Nez Rouge Service». «Wir erhielten immer wieder Anfragen von Firmen, Vereinen und Privaten, ob wir auch an ihren Festen fahren könnten. Genau das bieten wir neu das ganze Jahr über an», sagt Fehlmann. Wer den «Nez Rouge Service» buchen möchte, muss sich mindestens vier Wochen im Voraus melden, damit die Verantwortlichen die Fahrer organisieren können, und der Aufwand muss entschädigt werden. Zudem gilt auch für «Nez Rouge Service»: Es werden nur Gäste nach Hause gefahren, die mit ihrem eigenen Fahrzeug am Fest sind. Taxidienste werden keine übernommen.



Freiwillige Helfer gesucht

Der Auftakt zur diesjährigen Aktion von Nez Rouge Aargau ist der 28. November. Danach läuft die Aktion bis zum 31. Dezember. Wer sich als Freiwilliger engagieren möchte, kann sich direkt auf www.nezrougeaargau.ch anmelden und für die gewünschten Einsätze eintragen.

125 Jahre und kein bisschen müde

Der Aargauische Gewerbeverband AGV feierte mit rund 400 geladenen Gästen die Errungenschaften aus über einem Jahrhundert Verbandsarbeit zum Wohle der KMU und der Berufsbildung sowie mit einer Buch-Vernissage.

Passend zum Veranstaltungsort bei Emil Frey AG in Safenwil fuhr die Verbandsspitze in einem Land Rover in den Festsaal. «Wir brauchen Strassen und Fahrzeuge für eine funktionierende Wirtschaft», so Kurt Schmid. Es brauche aber auch Macher. Dazu erzählte er eine Anekdote über den Seefahrer Christoph Kolumbus, der am 7. April 1494 gesagt haben soll, man müsse das Aussergewöhnliche nicht nur denken können, sondern auch tun. Auf den Tag genau 400 Jahre später wurde der AGV gegründet, «von Machern, die zum Wohle des Aargaus gearbeitet haben».

Herausforderungen meistern
Landammann Urs Hofmann dankte in seiner Grussbotschaft dem AGV im Namen des anwesenden Gesamtregierungsrates für das grosse Engagement für die Wirtschaft und die Berufsbildung im Aargau. Der Regierungsrat freue sich auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit. «Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam die Herausforderung des technologischen Wandels und der Demographie meistern werden.»

Rund 400 Gäste feiern im Saal des Classic Car Museums in Safenwil das 125-Jahr-Jubiläum des Aargauischen Gewerbeverbands AGV

Begeisterung wecken
Im anschliessenden Podiumsgespräch kristallisierte sich heraus, dass es Anstrengungen von allen Seiten brauche, um das Image der Berufsbildung weiter zu verbessern. «Wir müssen Geschichten und Emotionen verkaufen», meinte etwa Ramona Bolliger, Berufsweltmeister-Bäckerin 2017.

Luftsprung aus Freude
Das Jubiläumsjahr 2019 wurde im Januar mit einem Luftsprung eröffnet und fand nun mit einer Jubiläums-Gala einen würdigen Abschluss. «Lasst uns noch einmal aufspringen vor Freude, weil wir Freude am AGV haben», forderte Kurt Schmid die Anwesenden am Schluss der Veranstaltung auf.
Einen Einblick in die Verbandsgeschichte gibt das reich illustrierte Zeitdokument «Unternehmerisch», das von Kurt Schmid, Präsident AGV, und Peter Fröhlich, Geschäftsleiter AGV, geschrieben sowie vorgestellt und im Anschluss verteilt wurde.

Erfolgreicher Polizei-Grosseinsatz gegen Einbrecher im Aargau

Erfolgreicher Polizeieinsatz im Aargau gegen Einbrecher | Der Landanzeiger

In einer grossangelegten Aktion in der Nacht auf Freitag fahndeten Polizei und Grenzwache mit zahlreichen Einsatzkräften im ganzen Kanton nach Einbrechern. 14 Personen wurden festgenommen, zehn davon als mutmassliche Einbrecher.

Mit dem Ziel, Einbrüche zu verhindern und Täter zu fassen, führt die Kantonspolizei auch dieses Jahr wieder Fahndungsaktionen durch. Eine davon fand am Freitag, 15. November, statt.

Das Grossaufgebot der Kantonspolizei Aargau mit rund 130 PolizistInnen wurde verstärkt durch Patrouillen von Grenzwachtkorps, Regionalpolizeien und Transportpolizei SBB. Die Aktion dauerte vom frühen Nachmittag bis in die späte Nacht. Sie umfasste Verkehrskontrollen an Autobahnausfahrten und entlang wichtiger Verkehrsachsen. Dazu kamen Personenkontrollen an sogenannten «Hotspots» wie etwa an Bahnhöfen. Auch hielt die Polizei in Wohngebieten Ausschau nach verdächtigen Personen.

Im Einsatz stand auch ein Helikopter der Kantonspolizei Zürich, der mit Wärmebildkamera ausgerüstet die Aktion aus der Luft unterstützte.

Die intensiven Anstrengungen haben sich gelohnt, wie die Polizei in einer Mitteilung schreibt. So kann sie die Festnahme von zehn mutmasslichen Einbrechern verzeichnen. Dazu kommen vier festgenommene Personen, die im Fahndungsregister ausgeschrieben waren.

Zusätzlich kontrollierte die Polizei auch die Fahrfähigkeit der Lenker. Dabei zog sie deren sieben aus dem Verkehr, die unter Alkohol- oder Drogeneinfluss standen. Weitere zwei Lenker waren ohne Führerausweises unterwegs. Sechs Personen wurden wegen Drogenbesitzes und -konsums verzeigt. Schliesslich resultierten rund 90 Ordnungsbussen wegen verschiedener geringfügiger Verkehrsdelikte.

Baustart erfolgt – Eröffnung Ende 2021

Rückbau-Beginn Pont Neuf in Aarau | Der Landanzeiger

Im Beisein von Vertretern des Kantons, der Stadt Aarau, Projektbeteiligten und Anwohnenden wurde gestern Nachmittag der offizielle Baustart für das kantonale Projekt der neuen Aarebrücke in Aarau gefeiert. Wenn die heutige «Kettenbrücke» abgerissen ist, beginnen die Neubauarbeiten für den Pont Neuf. Der Abschluss der Bauarbeiten ist voraussichtlich Ende 2021.

Nach viermonatigen Arbeiten an der Hilfsbrücke fand gestern Mittwoch der offizielle Baustart für die Hauptarbeiten der Aarebrücke in Aarau statt. Stephan Attiger, Vorsteher des Departements Bau, Verkehr und Umwelt, und Werner Schib, Vize Stadtpräsident der Stadt Aarau, begrüssten die Gäste. Mit der neuen Brücke soll der wichtige Aareübergang, der täglich rund 22’000 Fahrzeuge und 600 Busse über die Aare führt, für die nächsten Jahrzehnte sichergestellt werden.

Architekturstudie "Pont Neuf" Aarau | Der Landanzeiger
So soll die neue Aare-Brücke «Pont Neuf» ab 2021 aussehen

Bevor die im Jahr 1949 erbaute Aarebrücke zurückgebaut wird, sind Vorbereitungsarbeiten an den Widerlagern nötig. Die Bereiche zwischen den beiden Brücken müssen vorgängig provisorisch so gebaut werden, damit die Verkehrsbeziehungen über die Aare stets im vollen Umfang zur Verfügung stehen. Nach den Vorbereitungen werden Schüttungen in der Aare getätigt, um die bestehende Brücke abzubrechen.

Wo Schüttungen wegen des Tiefgangs der Aare nicht möglich sind, werden Pontons zum Einsatz kommen. Sobald die heutige Aarebrücke zurückgebaut ist, können voraussichtlich im Frühjahr 2020 die Arbeiten für die neue Aarebrücke beginnen.

Zehn Jahre vom Wettbewerb bis zum Baustart
Im Jahre 2009 startete der Kanton Aargau zusammen mit der Stadt Aarau einen Projektwettbewerb. 21 Projektideen wurden eingereicht. Von der Jury zur Weiterbearbeitung empfohlen wurde das Projekt Pont Neuf (erarbeitet von der Ingenieurgemeinschaft Pont Neuf: Walter Mory Maier Ingenieure, Christ Gantenbein Architekten, August Künzel Landschaftsarchitekten).

Die legendäre Kettenbrücke Aarau | Der Landanzeiger
Die legendäre Kettenbrücke wurde 1851 eröffnet und 1948 abgerissen
(Bild: Leo Wehrli/Bildarchiv ETH)

Zehn Jahre wurde das Projekt durch die verschiedenen Projektstadien geführt, bis im August 2017 die Rechtskraft erlangt werden konnte.
Am 7. Juli 2019 startete der Kanton mit den Arbeiten für die Hilfsbrücke, die während den Hauptarbeiten den Verkehr sicher über die Aare führt. Der Abschluss der Bauarbeiten wird per Ende 2021 terminiert.

Bund, Kanton und Gemeinde beteiligen sich an den Kosten
Die Gesamtkosten für das Projekt Pont Neuf belaufen sich auf 32,89 Millionen Franken. Daran beteiligt sich die Stadt Aarau mit 9,87 Millionen Franken, auf den Kanton entfallen 23,02 Millionen Franken. Der Bund hat für den Neubau Pont Neuf einen Beitrag in der Höhe von rund 3,3 Millionen Franken aus dem Agglomerationsprogramm AareLand gesprochen.

Die Ausführung der Bauarbeiten konnten der ARGE Kettenbrücke vergeben werden – bestehend aus Implenia in Buchs, Rothpletz, Lienhard + Cie in Aarau, Meier Jäggi in Zofingen. Die ARGE Kettenbrücke konnte bereits mit dem Bau der Hilfsbrücke beauftragt werden. Für den Bau der Hilfsbrücke und für den Bau der neuen Aarebrücke wurden zwei unabhängige Submissionsverfahren durch die Bauherrschaft lanciert.

Weitere Details zur Brücke finden Sie hier: www.ag.ch/pontneuf

Das Böröm rockt seit 25 Jahren

Vor 25 Jahren mieteten ein paar junge Entfelder einen Raum in der Alten Bürsti und nannten ihn Böröm pöm pöm. Heute ist es ein Kulturlokal, das sich in der Schweizer Musikszene einen Namen gemacht hat. In diesen Tagen feiert das Böröm sein Jubiläum mit den Gründern und mit dem Publikum.

Im Herbst des Jahres 1994 mieteten die Entfelder Jungs Flügi, Adi, Colani, Döbi, Gisi, Leo, Mü, Speedy, Tschaschp, Töx, Tuchi und Hirschi in der Alten Bürsti einen grösseren Raum gleich neben Flügis Grafikatelier PW Grafics. «Flügi», das ist Philipp Wehrli. Der Initiant ist immer noch aktiv dabei im OK des Kulturvereins Böröm, wie das einstige Böröm pöm pöm heute heisst. Der Name stammt aus dem Refrain eines Songs von Stiller Has, welche Jahre später einen grossen Auftritt im Böröm hinlegen sollten.

Ein Bild aus der wilden Anfangszeit

Anfangs war der Raum als privater Treffpunkt gedacht. Doch dann kamen die Leute, später die Bands. Das Böröm wurde vergrössert, umgebaut, nochmals erweitert und schliesslich richtig ausgebaut. So ist das Böröm heute eine Musik-Bar mit Konzertbühne und komplettem Mischpult, Backstagebereich für Bands, Fumoir, einem vielseitigen Programm und einer grossen Getränkeauswahl.

Livekonzerte mit viel Rock und Metal
Der Eingang zum heutigen Böröm ist hell und farbig

Die Musik ist seit Beginn einer der wichtigsten Pfeiler des Böröm (nebst dem Pfosten vor der Bühne). Hauptsächlich wird der Rock in seiner Vielfältigkeit zelebriert. Sei es Grunge, Punk, Metal, Hardrock, Prog oder Alternative Rock.

Das Böröm ist als Verein organisiert. Das achtköpfige OK und die «Aktiv- Membörs» schmeissen den Laden unentgeltlich in ihrer Freizeit. Heute abend ab 20.00 Uhr wird auf das Jubiläum angestossen.

Mysteriöser «Schlosshübel» gibt den Archäologen Rätsel auf

Auf dem «Schlosshübel» in Staffelbach haben Archäologen der Kantonsarchäologie Sondierungen gemacht. Bereits wenige Zentimeter unter der Humusschicht trafen sie auf einen Graben, der dicht mit Steinen verfüllt war. Nun wird der Fund analysiert.

Vor wenigen Tagen fuhr auf dem «Schlosshübel», ausserhalb von Staffelbach, ein Bagger auf. Dieser machte an vier verschiedenen Stellen auf der Erhebung Sondierschnitte von bis zu zwei Metern Tiefe. Diese sollen den Archäologen Gewissheit geben, ob es sich bei den im Juni festgestellten Mauerresten tatsächlich um eine ehemalige Burg handelt. Bei den Recherchen rund um den Kulturerbe-Tag der Kantonsarchäologie vom 18. August erhielten die Archäologen einen Hinweis aus der Bevölkerung: In der Sage vom «Lochluegenjäger» sei von einer Burg auf dem «Schlosshübel» die Rede. Die Archäologen nahmen die Spur auf und begannen zu forschen. Im Juli führten sie eine Geoprospektion mit Radar, Elektrik und Magnetik auf dem «Schlosshübel» durch. Diese Methoden gaben – ähnlich dem Röntgen – einen Blick ins Innere des «Schlosshübels. Tatsächlich stiessen die Archäologen auf eine Struktur, die vorerst als Ringmauer und Überreste eines Turms gedeutet wurden.

Kulturerbe-Tag der Kantonsarchäologie markierten die Archäologen mit Trassierbändern und Stangen den Standort einer möglichen Schutzmauer und eines Burgturms

«Wir werden keine grossflächigen Ausgrabungen vornehmen», sagte Georg Matter, Leiter der Kantonsarchäologie damals, «sondern uns auf Sondierungen beschränken.» Diese haben am 28. Oktober auf dem «Schlosshübel» begonnen und dauern voraussichtlich noch bis zum 8. November. «Es ist erfreulich, dass wir die vermutete Struktur angetroffen haben», sagt Manuela Weber, Leiterin Ressort Öffentlichkeitsarbeit der Kantonsarchäologie Aargau, «jedoch ist die Struktur noch rätselhaft ». Nun gehe es darum, weitere Infos wie zum Beispiel das Alter des Grabens herauszufinden. Es dürfte laut Manuela Weber noch eine gewisse Zeit dauern, bis definitiv feststeht, ob es sich bei den gefundenen Strukturen tatsächlich um die Burg von Staffelbach handelt.

Nur ein Biber statt Kaiman – dafür existiert er aber tatsächlich

Biber in Uerkheim | Der Landanzeiger

Der Hallwilersee hat seinen Kaiman, Uerkheim «nur» einen Biber – allerdings einen, der tatsächlich existiert, wie das Video des Uerkner Gemeindeschreibers Hans Stadler beweist.

Bei der Hinterhubelstrasse fliesst das Stickelbächli in die Uerke. Hans Stadler konnte den Biber beobachten und sogar filmen, als er in der Röhre verschwand. Über Nachwuchs oder sonstiges ist noch nichts bekannt, soweit der Gemeindeschreiber weiss. Wie lange er schon in der Röhre haust, aus der immer noch Wasser fliesst, ist ihm nicht bekannt. Auch über Angehörige oder Nachwuchs gibt es noch nichts Genaues.

Biber haust in Röhre | Der Landanzeiger
Aussergewöhnlicher Wohnort in Uerkheim: In der Röhre des Stickelbächlis haust ein Biber |
Bild anklicken für Video

Eine Aufenthaltsbewilligung konnte der ungemeldete Badegast nach der ersten Kontaktaufnahme nicht vorweisen, gesprächig war er ebenfalls nicht. Über fehlenden sprudelnden Frischwasserbezug kann sich der Biber jedenfalls nicht beklagen. Auch die Kanalisation scheint ihm zu gefallen.

Interessant in diesem Zusammenhang wäre zu wissen, wie sein Speiseplan aussieht und wie lange er die Gastfreundschaft der Gemeinde Uerkheim in Anspruch nehmen möchte. Der Uerkner Biber scheint jedenfalls friedlicher zu sein, als sein Kollege im Nidau-Büren-Kanal, der laut dem «Bieler Tagblatt» am vergangenen Wochenende einen Aareschwimmer attackiert und in den Rücken gebissen hat.

Schopf brennt nieder – Feuerwehr rettet Tiere

Schopf brennt in Staffelbach | Der Landanzeiger

Am Samstag geriet in Staffelbach ein Schopf in Brand. Dank schnellem Eingreifen der Feuerwehr konnte ein noch grösserer Sachschaden verhindert werden. Die Brandursache ist noch unbekannt.

Anwohner bemerkten am Samstag, 27. Juli, kurz nach 13.30 Uhr, dass ein Schopf am Stammrain in Staffelbach lichterloh brennt. Die Feuerwehr rückte mit einem Grossaufgebot an und hatte den Brand schnell unter Kontrolle und gelöscht. Nebst den Löscharbeiten musste sie auch die benachbarten Häuser und einen angrenzenden Stall mit Nutztieren schützen. Weil das Gebäude voll Rauch war, setzte die Feuerwehr einen speziellen Lüfter ein, damit die Tiere vor einer Rauchvergiftung verschont blieben.

Schopf in Vollbrand in Staffelbach | Der Landanzeiger
Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude verhindern

Der Schopf wurde weitgehend zerstört. Verletzt wurde niemand. Es entstand ein Sachschaden in der Höhe von 400’000 Franken. Die Brandursache ist noch unklar. Die Kantonspolizei Aargau hat ihre Ermittlungen aufgenommen.

Verschieden sein, das ist normal

Schule Densbüren | Der Landanzeiger

Das ist das erklärte Motto, mit welchem die Kooperative Schule Densbüren ins neue Schuljahr startet. Das Modell der kooperativen Klassen, welches die Stiftung Schürmatt bereits seit vielen Jahren in Kindergärten an drei Standorten umsetzt, wird nun auch in der Schule eingeführt.

Im Modell der kooperativen Schule arbeiten die Lehrpersonen der Regelklasse und der Heilpädagogischen Klasse eng zusammen. Die Kooperation verläuft in klar festgelegten Bahnen, daneben werden die Klassen aber auch separat gemäss den Vorgaben der jeweiligen Schulstufe unterrichtet. Alle erreichen ihre Entwicklungs- und Lernziele und noch mehr dazu.

Schulstart
Mit dem Schulstart im August wird ein Schulbus mit sechs bis acht Unterstufenschülern mit kognitiver Beeinträchtigung nach Densbüren fahren. Diese neue Klasse wird durch eine Heilpädagogin unterrichtet. Im Wochenplan sind kooperative Elemente mit der Regelklasse eingebaut, sei dies beispielsweise eine gemeinsame Turnstunde, ein Spiel in der Pause oder gemeinsame Projektarbeit.

Die Erfahrungen aus den kooperativen Kindergärten haben gezeigt, dass es sehr viele verschiedene Möglichkeiten gibt, klassenübergreifend zusammen zu arbeiten.

Umgang mit Verschiedenheit und Vielfalt
Mit der kooperativen Schule wird die Qualität des Unterrichts und der Schule allgemein verbessert werden. SchülerInnen können von der Zusammenarbeit profitieren, denn der tägliche Umgang mit Verschiedenheit und Vielfalt stärkt den sozialen Zusammenhalt, fördert das Bewusstsein für Selbstwirksamkeit und bereitet auf das spätere Leben vor.

Werner Sprenger, Direktor der Stiftung Schürmatt, ist sich sicher: «Die kooperative Schulklasse trägt viel zur Integration von Menschen mit Behinderungen bei und ist zugleich ein Gewinn für alle.»

Zusammenarbeit
Die Stiftung Schürmatt lancierte die erste kooperative Schule, wie sie im Modell bereits drei kooperative Kindergärten in Aarau Rohr, Holziken und Gontenschwil erfolgreich führt. Gemeinderat und Schulpflege Densbüren standen dem Vorhaben von Anfang an offen gegenüber.

Werner Sprenger freut sich: «Mit der Schule Densbüren haben wir einen innovativen Partner gefunden, mit welchem dieses Projekt gelingen wird. Weitere Kooperationen sind in Planung».