Aleks Stevic ist neuer HSC-Trainer

Aleks Stevic ist neuer HSC-Trainer | Der Landanzeiger

Nach etwas mehr als fünf Jahren an der Seitenlinie des HSC Suhr Aarau wechselt Trainer Misha Kaufmann per sofort zum ThSV Eisenach in die 2. Bundesliga nach Deutschland. Das Europacup-Heimspiel gegen Krems (25:23) war sein letztes als HSC-Trainer. Aleksandar Stevic (39) heisst der neue HSC-Trainer. Der Serbe hat am Montag seine Arbeit aufgenommen.

Seit Montag wird der HSC Suhr Aarau von Aleksandar Stevic (39) trainiert. Der Serbe ist Nachfolger von Misha Kaufmann, der die Aargauer per sofort verlassen hat und in die 2. Bundesliga wechselt. Stevic kennt den Schweizer Handball bestens, er hat in den vergangenen vier Saisons den BSV Bern trainiert und mit den Hauptstädtern einmal den Cupfinal und zweimal die Playoff-Halbfinals erreicht. Ebenfalls hat er sich mit den Bernern für den EHF Cup qualifiziert. Als Spieler stand er unter anderem für Balingen-Weilstetten und Pfullingen in der Bundesliga auf dem Feld. Als Trainer wurde er mit der A-Jugend von Balingen-Weilstetten Süddeutscher Meister.

Viel Angewöhnungszeit hat Stevic nicht, denn bereits gestern Mittwoch stand das Auswärtsspiel in Genf an, danach ging es mit dem Schlafcar direkt weiter zum Europacup-Rückspiel in Krems. Das erste Heimspiel unter dem neuen Trainer bestreitet der HSC am 14. November gegen Wacker Thun. Aleksandar Stevic sagt zu seinem neuen Job: «Ich habe keine fünf Minuten gebraucht, bis ich Ja gesagt habe. Ich schätze mich sehr glücklich, dass ich hier arbeiten darf.» Er freue sich vor allem auf das junge Team und die grossartige Atmosphäre in der Schachenhalle, die er bereits kennenlernen durfte – allerdings noch als Gegner.

ThSV Eisenach als neue Herausforderung
Misha Kaufmann zieht nach etwas mehr als fünf Jahren an der Seitenlinie des HSC Suhr Aarau weiter. Die 2. Bundesliga lockt. «Der ThSV Eisenach hat unglaubliche Perspektiven und ich hatte das Gefühl, dass sich mir eine einmalige Gelegenheit bietet», sagt Kaufmann zu seinem Wechsel. «Ich hoffe schwer, dass mir die HSC-Familie meinen Weggang verzeiht.» Kaufmann verlässt auch seine Komfortzone, indem er Freunde und Familie in der Schweiz lässt und alleine nach Deutschland zieht. Dem HSC wünscht er nur das Beste: «Ich hoffe, dass der Verein seinen Weg weiterhin kompromisslos geht.» Misha Kaufmanns Verdienste beim HSC sind riesig: Nach dem Aufstieg in die NLA im Frühling 2016 hat er das Zepter der 1. Mannschaft übernommen. Wenige Monate zuvor musste er im Alter von 32 Jahren seine Spielerkarriere aufgrund einer schweren Knieverletzung beenden. Der HSC Suhr Aarau schenkte Kaufmann das Vertrauen, obwohl er damals noch nicht die nötige Trainerlizenz ausweisen konnte. Er hat den HSC Suhr Aarau im ersten Jahr in der obersten Spielklasse halten können und hat das Team kontinuierlich weiterentwickelt. Er setzte stets auf eine starke Defensive. Kaufmann erreichte mit dem HSC 2020 den Cupfinal, der coronabedingt aber nicht ausgetragen wurde. Als «Trost» durfte der HSC Suhr Aarau im August 2020 den Supercup spielen und gewann diesen und damit den ersten nationalen Titel seit 20 Jahren. Unter Kaufmann qualifizierte sich der HSC stets für die Finalrunde und seit 2017/18 auch für die Playoffs. In der Saison 2020/2021 gelang die erstmalige Halbfinalqualifikation.

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Trainer Misha Kaufmann hat am Sonntag den HSC Suhr Aarau verlassen und seine Arbeit beim ThSV Eisenach aufgenommen.

Über seine Zeit beim HSC Suhr Aarau sagt Misha Kaufmann: «Ich habe jeden Tag in den letzten neun Jahren mein Herz in diesen Verein investiert und hier viele Freunde gefunden.» Er habe viele Erfolge feiern und Highlights erleben dürfen – als Spieler und als Trainer. Am meisten gebe ihm wohl der gewonnene Supercup gegen die Kadetten im Jahr 2020. Und auch sein letztes Spiel am Sonntag gehört dazu: «Das Kapitel HSC mit dem Spiel abzuschliessen, auf das der Verein 14 Jahre lang gewartet hat, ist sehr schön.»

Neuer Assistenzcoach aus Finnland

Neuer Assistenzcoach aus Finnland | Der Landanzeiger

Der BTV Aarau Volleyball intensiviert die Zusammenarbeit mit Teemu Oksanen und verpflichtet ihn vollamtlich. Der den 37-jährige Finne leitet bereits seit einem Jahr die Athletik Trainings des Nationalen Nachwuchsvereins BTV Aarau Volleyball (NNV), des NLB Teams und der Regionalen Trainingsgruppe RTG und unterstützt seit August Timo Lippuner, Headcoach NNV, als Assistenzcoach.

Teemu Oksanen verfügt über 20 Jahre Trainererfahrung im Volleyball – vom regionalen Nachwuchsteam bis zum Profisport. Als Volleyball-Headcoach in Finnland und der Schweiz betreute er zahlreiche Teams in der NLA – unter anderem den VBC Cheseaux und VC Kanti Schaffhausen. Seit Jahren ist Oksanen als Athletiktrainer im Volleyball aktiv, betreute die Profi-Eishockeyspieler des HC Lausanne und seit gut einem Jahr die Spielerinnen des Nationalen Nachwuchsvereins (NNV) BTV Aarau Volleyball, der NLB sowie seit Juni den Kader der Regionalen Trainingsgruppe Volleyball Aargau. Neben der vollamtlichen Anstellung beim BTV Aarau Volleyball, unterstützt Teemu Oksanen aktuell die Damen des 1. Bundesliga Teams Schwarz-Weiss Erfurt als Athletikcoach und reist dafür ein bis zwei Mal im Monat nach Ostdeutschland.

Harald Gloor: «Teemu ist eine Bereicherung für den BTV»
Für Harald Gloor, Leiter Sport des BTV Aarau Volleyball, ist die vollamtliche Verpflichtung von Teemu Oksanen eine logische Folge: «Teemu ist eine Bereicherung für den BTV Aarau Volleyball. Wir sind überaus zufrieden mit seiner Arbeitsweise im Elite- und Nachwuchsbereich und sind überzeugt, dass er die jungen Athletinnen des NNV Aarau nicht nur als Athletikcoach sondern auch als Assistenzcoach auf ihrem Weg zu Profivolleyballerinnen bestens unterstützen kann.»

Der Nationale Nachwuchsverein NNV in Aarau wurde im August 2020 von Swiss Volley und dem BTV Aarau Volleyball gegründet. Er bietet Athletinnen mit einer Swiss Olympic Talent Card National die Chance, in einem professionellen Trainingsumfeld zu trainieren, um den Sprung in die NLA zu schaffen und bestenfalls als Profi im Ausland zu spielen.

Aarau schafft Cupsensation

Aarau schafft Cupsensation | Der Landanzeiger

Die Herren 1 des Team Aarau haben im Cup-1/32-Final die Lions Konolfingen mit 8:7 nach Verlängerung besiegt. Als Lohn gastiert im 1/16-Final der amtierende Schweizermeister Floorball Köniz in der Schachenhalle. Leider zum ersten Mal als Verlierer vom Feld mussten die Damen 1.

Als Peter Byland nach gut zwei Minuten in der Verlängerung des Cup-1/32- Finals zum 8:7 ins Tor traf, verwandelte sich die Schachenhalle in eine Festhütte. Die Zuschauer bejubelten die Cup-Sensation gegen die oberklassigen Lions Konolfingen mit einer Standing Ovation.

Bis die Aarauer als Sieger vom Feld konnten, gab es einige bange Momente zu überstehen. Nach frühem Rückstand zog der Underdog bis zur 16. Minute auf 4:1 davon, ehe der Favorit aus dem Emmental kurz vor Ende des 1. Drittels auf 3:4 verkürzte. Ab dem zweiten Abschnitt war die intensive Partie, in der die Adler zu jeder Zeit auf Augenhöhe agierten, ein offener Schlagabtausch – mit dem besseren Ende für Aarau.

Als Lohn wird in den 1/16-Finals kein geringerer als der amtierende Schweizer Meister Floorball Köniz seine Aufwartung im Schachen machen. Aarau hat dieses Highlight mehr als verdient, schliesslich wurde der Cup in der vergangenen Saison unmittelbar vor dem Kracher gegen den damals amtierenden Meister SV Wiler-Ersigen abgebrochen. Das Cup-Duell gegen Köniz wird aller Voraussicht am 23. Oktober stattfinden.

Dank einem hart erkämpfen 8:4 gegen den UHC Burgdorf am Folgetag geht für die Adler der Höhenflug auch in der Meisterschaft weiter. Die Erfolgsstory weiterschreiben konnten auch die Junioren U16 (5:2 im Spitzenspiel gegen Winterthur United), die den Punktestand auf 12 Punkte erhöhen konnten und nun schon 3 Punkte Vorsprung auf das 2.-platzierte Frauenfeld ausweisen. Den ersten Saisonsieg einfahren konnten derweil die Junioren U18. Die Adler gewannen das Spiel gegen die Crusaders Zürich mit 4:2 Während bei den Damen das Fanionteam nach dem 0:2 im Spitzenspiel gegen Zurich Lioness zum ersten Mal in dieser Saison Federn lassen musste, qualifizierten sich die Damen 2 im Ligacup Damen (9:8 gegen Wild Dogs Sissach) für die nächste Cup-Runde. Das Game-Winning-Goal gelang auch hier erst in der Verlängerung.

«Federer» war tatsächlich an der Eröffnung

«Federer» war tatsächlich an der Eröffnung | Der Landanzeiger

Freddy Blatter ist nach 20 Jahren im Oberentfelder Tennis Aarau- West nach Reinach umgezogen. Dort wurde im Beisein einer illustren Gästeschar die für 1,6 Millionen Franken sanierte Tennishalle eröffnet. Nebst viel regionaler war auch nationale Prominenz angereist: Robert Federer, der Vater von Roger Federer, war unter den Gästen.

Es ist ein Bijou geworden, die «neue» Reinacher Tennishalle. Nach wie vor umfasst sie drei Plätze, diese sind aber neu mit einem sogenannten «Rebound- Ace»-Belag ausgestattet. Dieser gilt momentan als Nonplusultra in Sachen Tennisböden. Die Beleuchtung erfolgt mit LED-Lampen, es wurde energetisch Hand angelegt und auch optisch erstrahlt die 39 Jahre alte Halle in neuem Glanz. «Ich bin vierzig Jahre im Tennis und es ist eine der schönsten Hallen, die ich gesehen habe», sagte «Hausherr» Freddy Blatter anlässlich der Eröffnung.

Tennisschule zieht von Oberentfelden nach Reinach um
Im Platzinterview mit Radio-Argovia- Mann Urs «Lupi» Hofstetter, welcher den Anlass moderierte, hielt Blatter fest, Reinach sei eine der sportfreundlichsten Gemeinden, die er kenne. Bekanntlich fällte die Gemeindeversammlung den Sanierungsentscheid damals einstimmig. Die Schule von Freddy Blatter und seiner Frau Monika Blatter-Simmen war bekanntlich bisher in Oberentfelden beheimatet. Blatter war Organisator der Swiss Junior Trophy, das grösste Juniorenturnier Europas, welches dort 13 Mal stattfand. Die dortige Tennsianlage umfasste sieben Hallen- und vier Aussenplätze, muss aber nun einer Wohnüberbauung weichen, weil auch dort eine Sanierung fällig gewesen wäre, aber für die Eigentümer offensichtlich nicht lukrativ genug.
So lobten denn sowohl Alessandro Greco, Leiter Spitzensport bei Swiss Tennis, der extra aus Biel angereist war, wie auch Christian Koch, Leiter Sektion Sport vom kantonalen Departement BKS nicht nur den «unfassbar guten Belag», sondern betonten auch die Wichtigkeit solcher Stätten für den Tennissport.
Nicht nur die Sanierung, sondern auch die Initiative, dass Blatters Tennisschule in Reinach eine neue Heimat fand, ging von Reinach aus. Blatter durfte sich bereits in die Sanierung einbringen und musste schon bald gegen Widerstand kämpfen, als er die Wände blau gestrichen haben wollte. Heute gratulierten ihm alle zu dieser Wahl. Selbst Gemeindeammann Martin Heiz, der erst zu den Gegnern gehört hatte, lobte das Ergebnis. Das Wort «Bijou» fiel in den Verlautbarungen mehrmals, was Architektin Franziska Goldenberger befriedigt zur Kenntnis nahm.
Auch eine Galerie wurde eingebaut. Aus guter Höhe lassen sich so die Spiele ideal verfolgen. Blatter war einst selber Schweizer Top-Ten-Spieler gewesen, hat sechs Schweizer-Meister-Titel geholt und gehörte 1972 zum Schweizer Davis-Cup-Team. Das alles bezeichnete er jetzt als «erste Welle». Dann folgte die «zweite Welle» mit den 20 Jahren Tennisschule Aarau-West, und nun die «dritte Welle» in Reinach. Es mache ihm Riesenspass, auch hier etwas zu bewegen. «Die vierte Welle kommt bestimmt auch noch, ich weiss nur noch nicht womit», so der 72-Jährige.
Urs Hofstetter zog Robert Federer ans Mikrofon. Zum absehbaren Karriere- Ende seines Sohnes hielt er sich bedeckt, er wollte nichts von Wehmut wissen, noch sei Roger viel unterwegs. Nach Erfolgsrezepten befragt nannte er ein gutes Coaching und dass sich junge Menschen polysportiv betätigen und sich nicht zu früh auf eine Sportart festlegen. Auch Roger habe Fussball und auch Squash gespielt. Wichtig seien aber auch Hallen wie hier in Reinach und vor allem Leute, die sich für den Sport engagieren.
Zum Ausklang lieferten sich Sandro Ehrat (Nr. 7 der Schweiz) und Jonas Schär (Nr. 33 der Schweiz) ein Match, wobei der Rankingunterschied deutlich hervortrat. Die beiden Spieler lobten den Belag und zeigten, was darauf möglich ist.

«Federer» war tatsächlich an der Eröffnung | Der Landanzeiger
Freddy Blatter: Der neue «Hausherr» ist voller Tatendrang.
«Federer» war tatsächlich an der Eröffnung | Der Landanzeiger
Von Oberentfelden nach Reinach: Die neue Tennishalle in Reinach ist die neue Wirkungsstätte von Freddy Blatter.

Holziken im Fokus des Dressursports

Holziken im Fokus des Dressursports | Der Landanzeiger

Bei der vierten Auflage der Holziker Herbst-Dressurtage boten die sieben zum ZKV-Championat 2022 zählenden Konkurrenzen sehr schönen Pferdesport.

Während drei Tagen stand die Reitanlage Holziken im Fokus des Dressursports. Pferde und Reiter setzten sich im Aussen-Sandviereck gut in Szene. Viele Paare erreichten hohe Wertungsnoten. Allen voran Lisa Astfalck, die beide Starts in Siege ummünzte: Den erst sechsjährigen braunen Hannoveranerwallach Zinedine II führte sie im M22 überlegen an die Spitze der Rangliste, mit der Turnierhöchstwertung von 72,36 Prozentpunkten. Auch im schweren St. Georg, dem sportlichen Höhepunkt der vom Reitverein Holziken organisierten Dressurtage, holte die elegante Reiterin aus Auw AG die Siegerschleife. Im Sattel von Bruno Banani, ihrem achtjährigen westfälischen Dunkelfuchs, gelang ihr ein präzises, schwungvolles Programm, welches das Richtertrio mit 71,23 Prozent belohnte. Alexandra Zurbrügg mit Daily Romance (70,66) und Lars Bürgler mit First Passion (69,34) klassierten sich auf den weiteren Podestplätzen. Der Kölliker zeigte sich nach dem Auftritt mit seinem Nachwuchspferd sehr zufrieden.

Alle drei M-Prüfungen fanden im Rahmen der ZKV-Kategorie RSM statt. In den höheren M-Prüfungen wurden die Starterfelder durch viele Abmeldungen etwas dezimiert. Sabrina Rietiker mit dem Holsteiner Cuantano SL im M24 und Ueli Bertschi auf seinem bewährten Oldenburger Sir Sandor im M28 reihten sich hier in die Siegerlisten ein. Die beiden Prüfungen der Kategorie RZKV sahen grosse Leistungsdichte und spannende Entscheidungen. Das L14 wurde von Sabine Meier auf der Oldenburgerstute Shari Ann mit 69,85 Prozent gewonnen, knapp vor Sarina Thommen, die mit Indira HBO PSZD CH 69,56 Prozent totalisierte – und sich auch im L16 auf Rang zwei klassierte, diesmal hinter Sarah Luterbacher mit dem sechsjährigen Hannoveraner- Rappen Dancing in the Dark.

Der Sonntag stand im Zeichen von zwei Prüfungen der ZKV-Kategorie Reiterbrevet. Im GA02 ritt Aurelia Antonilli mit dem Falbpony Cookie’n’Cream mit beeindruckenden 71,56 Prozent zum Sieg, vor Sabine Weiss, die auf der CH-Stute Lavida II mit 70,08 Prozent ebenfalls eine Glanzwertung erreichte. Sandra Suter sicherte sich auf Feingold im GA04 die letzte Siegerdecke des Turniers.

Adlerinnen weiter ungeschlagen

Adlerinnen weiter ungeschlagen | Der Landanzeiger

Die Damen 1 des Team Aarau gingen eine Woche nach dem Heimsieg gegen die Red Ants Winterthur auch auswärts gegen die Zürich Oberland Pumas als Siegerinnen vom Platz. Die Aarauerinnen gewannen im zweiten Spiel der 1.-Liga-Grossfeld-Saison nach einem Zwei-Tore-Rückstand knapp mit 4:3. Gegen die bärenstarke Zürcher Torhüterin fanden die Adlerinnen erst im Mittelabschnitt ein Rezept. Ebenfalls siegreich waren die Herren 1 auswärts in Bern gegen die Bern Capitals Ost. Beim 6:3-Erfolg holten sich die Adler mit einer engagierten Mannschaftsleistung ohne zu glänzen die Saisonpunkte 4 bis 6. Die Entscheidung fiel auch in diesem Spiel erst kurz vor Schluss.

Neben den beiden Fanionteams ist eine weitere Mannschaft noch ungeschlagen: Die Junioren U21. Die ältesten Grossfeldjunioren des Vereins gingen auswärts gegen Eschenbach früh mit 2:0 in Führung, gaben den Vorsprung in der körperintensiven Partie aber noch vor der ersten Pause aus den Händen. Optimal lief es im Mitteldrittel, das die Aarauer vorentscheidend mit 4:0 für sich entscheiden konnten. Am Ende gewannen die Adler mit 9:3 und sicherten sich den dritten Sieg im dritten Spiel. Leider noch ohne Sieg und ohne Punkte stehen die Junioren U18 da. Gegen Floorball Uri setzte es vor eigenem Publikum eine 3:6-Niederlage. Besser lief es den Herren 3, die ebenfalls zu Hause zweimal als Sieger vom Feld gingen und auf eine erfolgreiche Woche zurückblicken. Die Kleinfeld-Adler holten an den ersten beiden Runden vier von möglichen acht Punkten und klassieren sich damit in der erweiterten Spitzengruppe der 5. Liga Gruppe 5. Auch die Junioren U16 knüpften (resultatmässig) da an, wo sie an der letzten Runde aufgehört hatten und schlugen Unihockey Fricktal mit 4:1. Bei den acht Partien der Kleinfeld-Junioren bekamen die Fans gleich 127 Team Aarau- Tore zu bestaunen. Die Junioren C1 (29:1 + 14:4), die Junioren C2 (21:1 + 19:0) und die Junioren D2 (19:1, 15:3) feierten allesamt Kantersiege, einzig die Junioren D1 (5:17, 5:11) mussten zweimal als Verlierer vom Platz.

Spatenstich für die Zukunft des Turnsports

Spatenstich für die Zukunft des Turnsports | Der Landanzeiger

Gemeinsam mit zahlreichen Gästen feierte der Aargauer Turnverband einen der wohl wichtigsten Meilensteine in der Geschichte des Aargauer Turnsports: Den Spatenstich des neuen Turnzentrums Aargau in Lenzburg. Nach gut einjähriger Bauzeit soll die neue Halle Ende 2022 eröffnet werden.

Der Spatenstich startete mit einer gemeinsamen Turnshow von Kunstturnerinnen des Aargauer Nachwuchskaders und Geräteturnenden des Turnvereins Wettingen. Eine Vorführung mit Symbolcharakter. Denn neben den rund 100 Kaderathletinnen und -athleten im Kunstturnen werden auch viele der 430 Aargauer Turnvereine die Infrastruktur für zusätzliche Trainings nutzen. Mit dem Bau der 1900 m2 grossen Halle erhalten sowohl der Spitzenals auch der Breitensport optimale Rahmenbedingungen.

Spatenstich für die Zukunft des Turnsports | Der Landanzeiger
Das zukünftige Kompetenzzentrum für den Turnsport wird an der Hammermattstrasse in Lenzburg zwischen der Traitafina AG und der Autobahn A1 gebaut.

Verbandspräsident Jörg Sennrich ist stolz darauf, dass das topmoderne Turnsport-Kompetenzzentrum nach intensiver Planung nun gebaut wird: «Das neue Turnzentrum Aargau wird zu einem zukunftsweisenden Turntempel, zu einem Leuchtturm für den gesamten Breitensport und zur strategischen Turnschmiede für unsere Athletinnen und Athlenten.»

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Die 1900 m2 grosse Trainingshalle in Lenzburg wird Ende 2022 eröffnet und bietet optimale Rahmenbedingungen für den Breiten- und Spitzensport.

Fundraising noch nicht am Ziel
Der Aargauer Turnverband durfte am Spatenstich rund 120 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Sport begrüssen. Unter anderen gab auch die Direktorin des Schweizerischen Turnverbandes, Beatrice Wertli in ihrer Ansprache ihrer Freude Ausdruck, dass der Baustart nun erfolgte. Dieses sportliche Leuchtturmprojekt sei von enormer Bedeutung für die Region, den Kanton und vor allem für die Zukunft des Schweizer Turnsports.

Unter den geladenen Gästen waren auch zahlreiche Spenderinnen und Spendern, welche sich mit grosszügigen Beträgen an der laufenden Fundraising-Kampagne beteiligten. Gut die Hälfte des Fundraising-Ziels von 2 Millionen Franken hat der Aargauer Turnverband dank der grossartigen Unterstützung von Vereinen, Organisationen, Firmen und rund 1500 Einzelpersonen bereits geschafft. «Nun braucht es noch einige Klimmzüge und den gestandenen Abgang, damit wir unser Fundraising-Ziel in den nächsten Monaten erreichen», so Verbandspräsident Jörg Sennrich. Nun gilt es, mit dem Ziel vor Augen und unter klaren Voraussetzungen den ausstehenden Teil des Fundraisingbetrags mit Spenden, Bausponsoring und optimalem Einsatz der Finanzen bei der Realisierung beizubringen. Weitere Informationen sowie eine Übersicht aller Unterstützungsmöglichkeiten sind auf www.turnzentrum-aargau.ch zu finden.

Wenn der Ersatzmann der Beste ist

Wenn der Ersatzmann der Beste ist | Der Landanzeiger

Am Kilchberger Schwinget gab es erstmals einen dreifachen Sieg. Sämi Giger, Damian Ott und Fabian Staudenmann konnten sich gemeinsam feiern lassen. Oliver Hermann (Erlinsbach) war auf Rang 7 der beste Nordwestschweizer. Patrick Räbmatter (Uerkheim) beendete das Fest auf Rang 9.

Erstmals in der 94-jährigen Geschichte des Kilchberger-Schwinget gab es einem Mehrfachsieg. Samuel Giger bezwang im Schlussgang Schwingerkönig Kilian Wenger und holte so Rang 1a. Damian Ott belegt am Ende Rang 1b und Fabian Staudenmann Rang 1c. Alle drei dürfen sich Kilchberger Sieger 2021 nennen.

Vier Eidgenossen auf dem Notenblatt, zwei besiegt
Sehr positiv aufgefallen ist am nur alle sechs Jahre stattfindenden «Kilchberger», aus Nordwestschweizer-Sicht, auch Oliver Hermann (24). Der Athlet vom Schwingklub Aarau hatte am Ende des Tages gegen vier Eidgenossen gekämpft und mit Benji von Ah und Tobias Krähenbühl zwei von ihnen besiegt. Mit etwas Glück hätte es gar noch besser kommen können: Im sechsten Gang war Hermann dem Sieg gegen den Berner Lukas Renfer viel näher, musste sich am Ende aber mit einem Gestellten begnügen.

Der geteilte 7. Rang ist für Hermann, drei Tage vor seinem 25. Geburtstag, der bedeutendste Erfolg seiner Karriere. Dies, wenn man bedenkt, dass er nur als Ersatzmann nachrutschte, weil sich Eidgenosse Joel Strebel (Aristau) am letzten Fest verletzt hatte. Oliver Hermann, der vor dem «Kilchberger» noch nie gegen einen Eidgenossen gewonnen hatte und in seiner Karriere erst zehn Kränze (2 Teilverbandsfest/8 Kantonalfest) gewann, rettete die Ehre der Nordwestschweizer Ehre.

Eidgenosse Räbmatter hat sich mehr erhofft
Im geteilten 9. Rang klassierte sich Patrick Räbmatter. Der Eidgenosse aus Uerkheim startete mit einer Niederlage gegen den Innerschweizer Christian Schuler. Im zweiten und dritten Gang konnte sich der 29-Jährige dann aber rehabilitieren und zweimal gewinnen. Die Niederlage gegen den Berner Nicht-Eidgenossen Dominik Roth kam überraschend und warf Räbmatter aus der Spitzengruppe. Und auch im fünften Umgang unterlag er dem Innerschweizer Eidgenossen Mike Müllestein und fiel damit in der Rangliste noch weiter nach hinten. Immerhin glückte Räbmatter der Abschluss gegen Sven Lang.

Mitfavorit und Eidgenosse Nick Alpiger (Staufen) beendete das Fest auf dem für ihn sehr enttäuschenden geteilten 10. Rang. Für den Eidgenossen Andreas Döbeli (Sarmenstorf), endete das Fest bereits nach vier Gängen.

Reift hier ein kleiner Tom Lüthi heran?

Reift hier ein kleiner Tom Lüthi heran? | Der Landanzeiger

Der junge Reitnauer Motorradfahrer Alessio Arnold (10) hat die norditalienischen Strassen-Meisterschaften gewonnen.

Zwei Jahre nach dem Gewinn des Schweizer-Meister-Titels im Super-Moto Kids 65 ccm hat sich Alessio Arnold in der norditalienischen Motorrad-Strassen-Meisterschaft zum Champion gekrönt. «Dieser Titel bedeutet mir sehr viel. Ich habe den ganzen Winter hart dafür gearbeitet», freut sich der 10-jährige Reitnauer über den verdienten Lohn. Nachdem er bereits im Training auf dem 160-ccm-Motorrad seine Runden drehte, wechselte Arnold auf diese Saison hin auch rennmässig von der 110-ccm-Klasse hin zum stärkeren Motor. «Der Titel war immer mein Ziel. Ich habe aber erst nach dem zweitletzten Rennen gespürt, dass es reichen könnte», gesteht er.

Strenges Programm
Für Vater Franz Arnold ist der jüngste Erfolg umso bemerkenswerter, weil Alessio noch vor zwei Jahren auf dem Super-Moto-Bike sass und jetzt scheinbar mühelos mit bis zu 140 Stundenkilometer über die Pisten rast. «Die meisten seiner Konkurrenten in der norditalienischen Strassen-Meisterschaft haben schon ihre Erfahrungen auf diesem Niveau gemacht», sagt er, «aber Alessio hat die technischen Anforderungen schnell umgesetzt und sich an die andere Fahrtechnik gewöhnt.»

Reift hier ein kleiner Tom Lüthi heran? | Der Landanzeiger
Mit bis zu 140 km/h unterwegs: Der erfolgreiche Reitnauer Nachwuchsrennfahrer Alessio Arnold (10).

Auch die zeitlich intensive Belastung, die seine Passion mit sich bringt, scheint der talentierte Nachwuchspilot mit links zu meistern. Zusätzlich zu den fünf Renn-Wochenenden, die an Orten zwischen Mailand und Venedig ausgetragen wurden, reiste Alessio Arnold gemeinsam mit seinem Vater seit letzten Januar jedes zweite Wochenende zu seinem Trainer Thomas Barreca. Der Italiener ist in Galliate, einige Kilometer westlich von Mailand, zuhause und Besitzer des TT4 Junior Teams, unter dessen Flagge sein Schweizer Schützling fährt. Selbst die Schule kommt nicht zu kurz – die Hausaufgaben erledigt er unterwegs. Franz Arnold ist sich bewusst, dass dieser Aufwand ohne Sponsoren nicht möglich wäre. «Wir fahren auf einem Niveau, das man nicht mehr Hobby nennen kann. Wir haben aber sehr nette Leute um uns, die uns unterstützen. Dafür sind wir dankbar», sagt er.

Fährt er bald international?
Noch ist die Saison nicht vorbei für Alessio Arnold. Am 16. und 17. Oktober findet in der Nähe von Pescara das nationale Finale statt, bei dem sich die besten fünf Fahrer aus dem Norden mit ihren «Pendants» aus der Zentrumsund Süd-Division messen. «Mein Ziel ist ein Platz auf dem Podest oder mindestens in den Top fünf», sagt Arnold, der auch 2022 für das TT4 Junior Team seine Rennen fährt. «Wahrscheinlich wechseln wir in die Mini GP World, eine Serie mit Rennen in Frankreich, Spanien, England und Asien», erklärt Franz Arnold. Der Sprung auf das internationale Parkett soll seinen Schützling dem mittelfristigen Ziel, dem Red Bull Rookies Cup, und letztlich dem Traum vom Motorrad-Profi einen Schritt näherbringen. «Mit Einsätzen beim Mini GP World könnte sich in dieser Hinsicht die eine oder andere Türe öffnen», hofft Franz Arnold.

Hier erfahren Sie noch mehr über das Motorsporttalent Alessio Arnold.

BTV Aarau feiert Doppelaufstieg in die NLA

BTV Aarau feiert Doppelaufstieg in die NLA | Der Landanzeiger

Der Aarauer Schachen war am Samstag ein Hexenkessel der Leichtathletik: Je acht Männer- und Frauenteams der Nationalliga B duellierten sich bei toller Stimmung um den Vereinsmeistertitel. Beim Rangverlesen wurde bekannt: Beide Teams des BTV Aarau Athletics haben den Wettkampf gewonnen, die Männer mit nur einem halben Punkt Vorsprung. Damit schafft der BTV Aarau Athletics den Doppelaufstieg in die Nationalliga A! Was für ein Tag, was für ein grosser Erfolg für den BTV.

Die BTV-Frauen gewannen den Wettkampf mit 290 Punkten und damit mit 12,5 Punkten Vorsprung auf den LC Schaffhausen. Bei den Männern wurde es deutlich knapper: Nur 0,5 Punkte trennen das BTV-Team vom LC Schaffhausen! Damit wird klar: Es hat jeder Zentimeter, jede Sekunde gezählt. Und genau hierfür haben die BTV-AthletInnen alles gegeben.

Erfolgreiche Aarauer Sportler geehrt

Erfolgreiche Aarauer Sportler geehrt | Der Landanzeiger

Corona hat auch die Aarauer Sportlerehrung 2021 beeinflusst. Anfänglich sollte die Feier anlässlich des zweiten Aarauer Fechtturniers stattfinden. Doch leider musste der Wettkampf in der Schachenhalle abgesagt werden. So kamen die Geehrten, aber auch die vielen Vertreterinnen und Vertreter der Aarauer Sportvereine und der Politik, in den Genuss einer speziellen Einführung in die traditionelle Sportart.

Erfolgreiche Aarauer Sportler geehrt | Der Landanzeiger
Der aufstrebende Aarauer Fechtclub gab zu Beginn der Ehrung Einblick in die Sportart.

Weltmeister (Curling Club Aarau), Olympiateilnehmer (Silvan Wicki, BTV Aarau) und Paralympics-Medaillengewinnerin (Nora Meister, Schwimmen) und unzählige Schweizer Meister und Medaillengewinnerinnen und -gewinner wurden am Samstag geehrt. «Ich bin begeistert und hoch erfreut über die tollen Resultate», sagte der abtretende Sportminister Daniel Siegenthaler. «Ihr seid Vorbilder und tolle Repräsentanten für unsere Stadt.» Damit dies so bleibt, investiert die Stadt regelmässig in die Infrastruktur. Zudem wird zurzeit auch das Gemeindesportanlagenkonzept erneuert. Dafür wurden Vereine, aber auch Private mit ins Boot geholt. Dass Corona auch den (Breiten-) Sport stark betrifft, zeigt die Tatsache, dass die Stadt bereits elf verschiedene Schutzkonzepte für die Benutzung der Sportanlagen erarbeiten musste.

Erfolgreiche Aarauer Sportler geehrt | Der Landanzeiger
Schwimmerin Nora Meister kam direkt vom Training zur Ehrung, die Sportminister Daniel Siegenthaler vornahm.
Erfolgreiche Aarauer Sportler geehrt | Der Landanzeiger
Für den gehörlosen Badmintonspieler Marvin Müller und seine Familie wurde die Ehrung in Gebärdensprache übersetzt.

Rekord und drei Medaillen für Bereuter

Rekord und drei Medaillen für Bereuter | Der Landanzeiger

Der Aargau ist und bleibt ein Schützenkanton. An den Schweizer Meisterschaften der Gewehrschützen 50 m und 300 m sowie der Pistolenschützen in Thun sammelten die Athletinnen und Athleten des Aargauer Schiesssportverbandes wie im Vorjahr 14 Medaillen. Erfreulich ist die Steigerung von vier auf sieben Titelgewinne.

50-m-Pistolenschütze Dieter Grossen eröffnete die Aargauer Erfolgsserie schon am ersten Wochenende. Der Full-Reuenthaler holte sich sowohl mit der Sport- wie mit der Freipistole Gold und schlug dabei auch Olympiamedaillengewinnerin Heidi Diethelm Gerber. Der Titelverteidiger aus Wohlen mit der Freipistole, Patrik Hunn, musste sich mit Bronze im B-Programm mit der Sportpistole begnügen.

Bereuter: 600-Punkte-Rekord
Ein regelmässiger Medaillensammler an den nationalen Titelkämpfen ist der 300-m-Internationale Rafael Bereuter. Der 35-jährige Buttwiler Gewehrschütze setzte mit dem Maximum von 600 Punkten im Liegendmatch ein goldenes Ausrufezeichen. Hinzu kamen zwei Bronzeplätzen in Dreistellungskonkurrenzen.

Schwerer taten sich einige arrivierte Aargauer Sturmgewehrschützen. In die Bresche sprangen der Gansinger Claude Chenaux im Liegendmatch der Senioren und der Oberkulmer Bruno Hertig bei den Veteranen mit jeweils dem Spitzenresultat.

Leone mit Schweizer Rekord
Die herausragende Leistung bei den 50-m-Schützen gelang der Frickerin Chiara Leone. Das Nationalkadermitglied schoss im Liegendmatch mit 628,5 Punkten nicht nur Gold heraus, sondern entriss Olympiasiegerin Nina Christen den Schweizer Rekord in dieser Disziplin. Ausserdem gewann Leone im Dreistellungsfinal Bronze.

Am abschliessenden Wochenende sorgte auch der Aargauer Nachwuchs für gute Resultate mit dem Kleinkalibergewehr. Trotz reduziertem Training infolge Rekrutenschule erzielte Geri Zoller eine Silbermedaille. Der 20-jährige Burger steigerte sich im Dreistellungsfinal der Junioren nach Rang 7 in der Qualifikation und behauptete sich dank guten Stehendschüssen zum Abschluss seiner Nachwuchszeit auf dem 2. Platz.

Beim U17-Nachwuchs hatte der Aargau zwei Medaillenanwärterinnen im Einsatz. Fiona Kitanovic und Nina Staudacher von den Sportschützen Mettauertal kämpften bis zum Schluss und sahen sich für die Steigerung im abschliessenden Stehendteil belohnt. Kitanovic rückte noch auf den Bronzerang vor, für Staudacher gabs mit Rang 6 ein Diplom. Dieses verfehlte der Menziker Joël Müller knapp. Dazu fehlte ihm nach 60 Schüssen ein Zähler.

Zu wenig Pistolenmedaillen
Die zwei Goldmedaillen von Dieter Grossen überstrahlen die Aargauer Pistolenbilanz. Die Absenz von 25-m- Schützenkönig Christian Klauenbösch, der bei einer SM-Teilnahme für mehrere Podestplätze in Frage kommt, wog schwer. Ausserdem resultierte bei den Ordonnanzschützen 25 m «nur» Bronze durch Patrick Huber.

Gesamthaft fällt die Aargauer SM-Medaillenbilanz jedoch erfreulich aus. Mit siebenfachem Gold gehört der Aargau zu den erfolgreichsten Kantonen dieser Titelkämpfe.

Oberentfelden erstmals Meister

Oberentfelden erstmals Meister | Der Landanzeiger

Die Männer des STV Oberentfelden zeigen sich am Final4-Turnier in Neuendorf von ihrer besten Seite und sichern sich den ersten Schweizer Meistertitel auf dem Feld in der Vereinsgeschichte.

Oberentfelden als Schweizer Meister – damit hätte wohl vor der Saison niemand gerechnet und auch vor dem Final4-Turnier nur die kühnsten Optimisten. Doch die Jungs um Trainer Koni Keller bewiesen das Gegenteil. Nach zwei bärenstarken Leistungen im Halbfinal und im Final lagen sich die Oberentfelder am Sonntagnachmittag kurz vor 17 Uhr jubelnd in den Armen. Der erste Schweizer Meistertitel auf dem Feld in der Vereinsgeschichte war Tatsache.

«Ich kann es immer noch nicht glauben, dass wir tatsächlich Schweizer Meister geworden sind. Es ist hammergeil und kommt ziemlich unerwartet. Wir fanden es schon toll, überhaupt am Final4-Turnier dabei zu sein – einfach unbeschreiblich», suchte Tim Egolf wenige Minuten nach dem Titelgewinn nach Worten. Der 22-jährige Angreifer der Oberentfelder zeigte ein ganz starkes Final4-Turnier und übernahm an beiden Tagen die Hauptverantwortung am Service und am Rückschlag.

Oberentfelden erstmals Meister | Der Landanzeiger

Tolle Teamleistung
Doch es brauchte weit mehr als nur einen bestens aufgelegten Tim Egolf im Angriff, um diesen Titel zu gewinnen. Auch Altmeister Dominik Gugerli in der Mitte spielte überzeugend und verlieh dem Team als «verlängerter Arm» von Trainer Koni Keller die nötige Stabilität. So konnten an seiner Seite auch die beiden Youngsters Silvan Bisig – gerade mal 17 Jahre alt in seiner ersten NLA-Saison – und Ramon Hochstrasser – mit 20 Jahren wohl der aktuell jüngste Captain in der NLA – brillieren. Und neben Tim Egolf spielte auch Robin Hälfeli im Angriff ein tolles Final4-Turnier.

In dieser Konstellation konnten die Oberentfelder am Samstag im Halbfinal den amtierenden Vize-Schweizer- Meister Diepoldsau in einem Spiel über sieben Sätze mit 4:3 schlagen. Bereits das ein Erfolg, der für viele unerwartet kam. Im Final trafen die Oberentfelder auf die FG Elgg-Ettenhausen. Auch sie hatten sich eher überraschend fürs Endspiel qualifiziert. Als Vierte der Qualifikation hatten sie zuvor Schweizer Meister Widnau aus dem Meisterrennen spediert. Doch an Oberentfelden gab es im Final kein Vorbeikommen. Obwohl – der Start in die Partie verlief mit zwei leichten Eigenfehlern überhaupt nicht nach Wunsch für die Oberentfelder. Er erste Satz war dann auch der einzige, der hätte auf die Seite des Gegners kippen können.

Verdienter Titelgewinn
Doch nachdem die Oberentfelder den ersten Durchgang im Sack hatten (13:11), setzten sie zum Schaulaufen an. Vor allem Durchgang Nummer zwei, den sie mit 11:3 gewinnen konnten, war Faustball der Extraklasse. Und so mussten auch die Gegner nach dem Final neidlos anerkennen: Oberentfelden war an diesem Wochenende das beste Team und darf sich deshalb verdientermassen Schweizer Meister nennen. Dies dank einem überzeugenden 4:0-Sieg im Final gegen Elgg-Ettenhausen.

Nora Meister vom «Aarefisch» gewinnt Bronze in Tokio

Nora Meister vom «Aarefisch» gewinnt Bronze in Tokio | Der Landanzeiger

Nora Meister gewinnt bei ihrer ersten Teilnahme an Paralympics ihre erste Medaille. Die 18-jährige Aargauerin wird in Tokio über 400 m Crawl in der Kategorie S6 Dritte.

Die für den SC Aarefisch Aarau schwimmende Lenzburgerin sorgt über 400 m Freistil für die erste Schweizer Medaille im Tokyo Aquatic Centre. Die 18-Jährige zeigt bei ihrer Paralympics- Premiere Nervenstärke, sie lässt sich von den rasch davonziehenden Jiang Yuyan (CHN) und Jelisaweta Mereschko (UKR) nicht beirren. «Ich habe auf mich selbst geschaut und nicht auf die anderen», sagt Meister. Am Ende schwimmt sie sicher zur Bronzemedaille, die sie überglücklich macht. Ihr strahlendes Lachen bei der Medaillenübergabe spricht Bände. Da spielt es auch keine Rolle, dass Jiang Meisters Weltrekord über die 400 m Freistil um sage und schreibe acht Sekunden auf 5:04,57 Minuten verbessert.

Nora Meister über 100 m Rücken auf Rang 8
Im Final über 100 m Rücken wird Nora Meister 8. Am Tag nach dem Gewinn der Bronzemedaille über 400 m Crawl konnte sie ihre Enttäuschung über die Zeit nicht verbergen: die 1:24,52 Minuten im Final sind fast drei Sekunden über ihrer Bestzeit. «Ich habe momentan eher gemischte Gefühle», sagt sie, weil sie die Leistung in diesem Rennen noch nicht richtig einordnen könne. Aber sie weiss auch, dass bald die schönen Erinnerungen an diese Tage ihrer ersten Paralympics überwiegen werden.

Zum Auftakt der Paralympics in Tokio wurde Nora Meister in ihrem Vorlauf über 50 m Freistil Vierte, verpasste den Final nach den beiden Vorläufen aber um knappe 21 Hundertstel. Für Meister ging es über 50 m Freistil in erster Linie darum, sich bei ihrer Paralympics-Premiere an die Atmosphäre, die Abläufe im Schwimmstadion zu gewöhnen. In 35,68 Sekunden erreichte sie praktisch ihre persönliche Bestzeit. «Für den Auftakt war das recht gut, ich kann daraus sehr viel lernen für die Aufgaben, die nun noch anstehen», sagte sie zu Beginn der Spiele.

Nora Meister schwamm auch über 50 m Schmetterling. In 41,97 Sekunden erreichte sie praktisch ihre persönliche Bestzeit. Den Final verpasste sie. Aufgrund ihrer körperlichen Behinderung, einer partiellen Gelenksteife, setzt Nora Meister beim Schwimmen vor allem ihre Arme ein.

Federico Salghetti-Drioli gewinnt Meistertitel über 3 km und 10 km

Federico Salghetti-Drioli gewinnt Meistertitel über 3 km und 10 km | Der Landanzeiger

Nach der letztjährigen Absage dieser Meisterschaft lief es gut für den 21-jährigen Federico Salghetti-Drioli vom Schwimmclub Aarefisch Aarau. Im Hallwilersee gewann er den Titel über 10 km erneut. Dabei lieferte er sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen mit Christian Schreiber (St. Gallen-Wittenbach), der sich nach der Hälfte der Strecke den Titel der 5 km-Wertung vor Salghetti-Drioli und Sven Thalmann (SC Aarefisch) sicherte.

Der Langstreckenspezialist des Aarefisch teilte seine Kräfte für die 10’000 Meter aber besser ein und siegte in 2:08.28 mit 36 Sekunden Vorsprung. In der Kategorie der 16- und 17-Jährigen gewann sein Clubkollege David Radam. Auch über 5 km holte der Aarefisch eine Goldmedaille: Swen Schubert (Masters 40-44).

Am Sonntag gab es in den 3000-Meter- Rennen weitere Aarefisch-Sieger, nämlich Federico Salghetti-Drioli (Pre- Masters), Cyrill Hess (Masters 35-39), David Radam (Youth B), bei den Damen Nora Wick (Youth A) und Nora Gmür (PreMasters).

Fotofinish in der Mixed-Staffel
Den stimmungsvollen Abschluss der Veranstaltung machten am Sonntagnachmittag die Mixed-Staffeln über 4×1250 Meter. Der SV Baar gewann dieses Rennen im Fotofinish vor dem SC Aarefisch Aarau. Die erste Mannschaft des Aarefisch hatte dabei eine andere Taktik als ihr schnellster Konkurrent gewählt, indem sie die Herren Salghetti- Drioli und Radam in Front und die beiden Damen Anna Vismara und Wick am Schluss einsetzte. Wie erwartet startete die Mannschaft aus Aarau darum mit einem Vorsprung in die letzte Runde. Beim abschliessenden Richtungswechsel kurz vor dem Ziel sah es aber so aus, als würde der Baarer Schwimmer an Nora Wick vorbeiziehen. Sie hielt dann auf der Zielgeraden stark dagegen und erst mit dem letzten Armzug konnten die Zuger einen Wimpernschlag schneller anschlagen und den Titel sichern. Die Bronzemedaille ging an die zweite Mannschaft des SC Aarefisch Aarau.

Teilnehmerrekord und erfolgreiche Organisation
Trotz kühlen Bedingungen verzeichnete die nationale Meisterschaft im Hallwilersee einen neuen Teilnehmerrekord. Der SC Aarefisch Aarau veranstaltete nach der Nachwuchs-Schweizermeisterschaft in Aarau auch dieses Mal eine attraktive Veranstaltung. Dank der grossen Videoleinwand im Strandbad Seerose konnten die Zuschauer den Verlauf der Rennen inklusive spektakulären Panoramabildern verfolgen. Der Rundkurs von 1,25 km verlief in Ufernähe und erlaubte den Schwimmfans die direkte Sicht auf die Athletinnen und Athleten im See.

Sinisha Lüscher bodigt alle Gegner

Sinisha Lüscher bodigt alle Gegner | Der Landanzeiger

Die 150 besten Jungschwinger des Landes griffen am Eidgenössischen Nachwuchsschwingertag in Schwarzenburg zusammen. Im Jahrgang 2006 legte der 15-jährige Uerkner Sinisha Lüscher in allen Gängen seine Gegner souverän auf den Rücken und feierte den Kategoriensieg. Aber auch andere haben stark geschwungen. Die Nordwestschweizer Schwinger waren mit elf Doppelzweiggewinnen so erfolgreich wie noch nie an einem Eidgenössischen Nachwuchs-Schwingertag.