Rund 300’000 Franken Gewinn

Rund 300’000 Franken Gewinn | Der Landanzeiger

Bereits über ein Jahr ist vergangen, seit das 76. Eidgenössische Turnfest 2019 in Aarau stattgefunden hat. Anlässlich der Generalversammlung des Trägervereins wurde ein Reingewinn von knapp 300’000 Franken präsentiert, welcher nun zu 100 Prozent dem Sport zugutekommt.

Knapp 70’000 Turnerinnen und Turner und rund 200’000 Besucherinnen und Besucher waren bei der 76. Austragung des Eidgenössischen Turnfestes im Juni 2019 in Aarau mit dabei. 2349 Vereine haben sich in total 108 Disziplinen gemessen. Bereits vor der Ermittlung des Reingewinnes von 299’178 Franken konnte den rund 4100 Helfern den maximal versprochenen Helferslohn von 8 Franken pro Stunde ausbezahlt werden. «Es ist natürlich doppelt erfreulich, dass nach der erfolgreichen organisatorischen Durchführung nun auch der finanzielle Abschluss positiv ausfällt», fasst der damalige OK Präsident und Regierungsrat, Alex Hürzeler, zusammen. Die Hälfte des Reingewinnes geht gemäss Vertrag an den Schweizerischen Turnverband. 100’000 Franken bekommt der Aargauische Turnverband zu Gunsten des neuen Turnzentrums in Lenzburg und 50’000 Franken gehen zu Gunsten von Sportprojekten an die Stadt Aarau. Das 77. Eidgenössischen Turnfest findet 2025 in Lausanne 2025 statt.

Bolliger holt Gold im Para-Cycling

Bolliger holt Gold im Para-Cycling | Der Landanzeiger

Der VC Pfaffnau-Roggliswil führte die Para-Cycling Strassen-Schweizermeisterschaften durch. Zum ersten Mal konnte auch eine Schweizermeisterschaft (SM) im Rad-Strassenrennen der PluSport-Athleten «Standings» ausgetragen werden. Dabei konnte sich der Bottenwiler Lokalmatador Roger Bolliger durchsetzen.

16 Runden bei den Frauen, 20 Runden bei den Männern. Alle Teilnehmer mussten alle Runden absolvieren, auch bei Überrundungen. Schon früh zeichnete sich der Kampf ums Podium ab. Fabio Bernasconi attackierte gleich zu Beginn des Rennens und diktierte das Tempo. Alleine im Wind war aber der Effort zu gross, er liess sich von den Verfolgern Kamel Vauclair und Laurent Garnier einholen und arbeitete fortan mit ihnen zusammen. Roger Bolliger hingegen, der einer tieferen Startklasse angehört (tieferer Faktor), fuhr von Beginn weg sein Tempo. Zur Rennhälfte lag der Bottenwiler in der virtuellen Rangliste (faktorisierte Zeiten) knapp 20 Sekunden vor dem Trio Bernasconi, Vauclair und Garnier. Nach 20 Runden kam es zum Schlusssprint des Trios – Bernasconi setzte sich vor Vauclair und Garnier durch. Zu dieser Zeit hatte Bolliger noch 1,5 Runden zu absolvieren und ab dann wurde es ein Rennen gegen die Uhr. Sein Vorsprung schmolz und die vorgelegte Zeit von Bernasconi rückte näher. Das Publikum feuerte Roger auf den letzten Metern kräftig an und zählte den verbleibenden Vorsprung wie einen Countdown zurück. 5, 4, 3, 2, und…? Mit einer einzigen Sekunde Vorsprung überquerte Bolliger das Ziel und konnte sich den Titel schnappen

Bronze nach Wechselbad der Gefühle

Bronze nach Wechselbad der Gefühle | Der Landanzeiger

Das Topteam der Schützengesellschaft Aarau hat an der Schweizer Gruppenmeisterschaft 300 m Gewehr in Emmen erneut Bronze im Feld A geholt. Bei den Sturmgewehrschützen erreichte die SG Lauffohr Rang 5.

Trotz Covid-19 feierte der Aargauer Schiesssportverband (AGSV) in der Schweizer Gruppenmeisterschaft einen schönen Erfolg. Landesweit starteten 957 Fünfergruppen in die erste Hauptrunde. Für den von Zürich nach Emmen verlegten Finaltag qualifizierten sich 64 Gruppen in drei Kategorien. Vier Aargauer Gruppen gelang diese Qualifikation.

Als sicherer Wert erwies sich einmal mehr das Quintett der SG Aarau im Feld A mit Sportgewehren. Allerdings geriet Medaillenanwärter aus dem Aargau schon in der ersten Runde ins Zittern. Doch Hansjörg Schmied (196 Punkte) und Rafael Bereuter (198) schossen erstklassig, womit das Team vom 14. auf den 7. Platz vorrückte, was für den Vorstoss in Runde 2 genügte. In diesem Durchgang trumpfte die SG Aarau mit dem Spitzenresultat von 972 Punkten gross auf. «Sofort abhaken und sich auf den Final konzentrieren», lautete gemäss Teamchef Jörg Fankhauser die Devise. Weil in jeder Runde bei null begonnen wird, war dies für einen erfolgreichen Medaillenkampf zentral.

«Höchstes Ziel» verfehlt
Im Final der besten vier Teams liefs nicht mehr perfekt. 962 Punkte waren für das Aarauer Quintett zwar immer noch eine gute Leistung, «aber unser höchstes Ziel haben wir nicht erreicht», kommentierte Jörg Fankhauser die Bronzemedaille. Gold ging überraschend an Schwanden vor Höri. Titelverteidiger Tafers verfehlte das Podest um fünf Punkte.

Neuer Präsident für den SC Schöftland

Neuer Präsident für den SC Schöftland | Der Landanzeiger

An der gutbesuchten Generalversammlung des SC Schöftland wurden die zwei langjährige Vorstandsmitglieder Ruedi Gmür und Andi Jurt verabschiedet und zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Die 109. Generalversammlung des Sportclub Schöftland fand Anfang September im Cinema 8 unter Einhaltung der Corona-Vorgaben statt. Die 100 Mitglieder genehmigten die Pflichttraktanden Protokoll, Jahresrechnung 2019/20, Budget 2020/21, Mitgliederbeiträge und die Abnahme der Saisonberichte ohne Bemerkungen.

Ruedi Gmür tritt nach 12-jähriger Vorstandstätigkeit, davon die vier letzten Jahre als Präsident, zurück. Auch Andi Jurt tritt nach 11 Jahren als Sportchef und Beisitzer im Vorstand kürzer. Beide haben hervorragende Arbeit zum Wohle des Sportclub Schöftland geleistet und wurden mit einem Geschenk verabschiedet und zu Ehrenmitgliedern gemacht.

Neuer Präsident für den SC Schöftland | Der Landanzeiger
Neue Ehrenmitglieder (von links): Ruedi Gmür und Andi Jurt erhalten von Reto Dambach ein Geschenk für ihre treuen Dienste

Vorstand aufgestockt
Neu wurden Heinz Wölfli als Präsident, Mauro Caputo als Leiter Nachwuchs und Markus Mahler als Beisitzer in den Vorstand gewählt. Dieser besteht neu aus folgenden zehn Mitgliedern: Heinz Wölfli (Präsident), Philipp Andris (Vize-Präsident), Roger Hunziker (Leiter Spielbetrieb), Christian Rohr (Leiter Finanzen), Manuel Moor (Sportchef), Dominic Bäni (Leiter Marketing), Philipp Bachmann (Leiter Veranstaltungen), Reto Dambach (Beisitzer), Mauro Caputo (Leiter Nachwuchs) und Markus Mahler (Beisitzer). Das Sekretariat wird von Brigitte Hauri geführt.

Der Sportclub Schöftland hat zurzeit rund 380 Mitglieder, diese spielen in sechs Aktiv- und acht Juniorenmannschaften. Dazu kommt noch eine grosse Fussballschule mit über 60 Kindern. Die erste Mannschaft spielt in der 2. Liga interregional. «Wir sind stolz, so vielen fussballbegeisterten Aktiven und Junioren eine sinnvolle Freizeitgestaltung bieten zu können», sagt der neue Präsident Heinz Wölfli. «Dies ist nur dank der hervorragenden Infrastruktur auf der Sportanlage Rütimatten möglich.»

www.scschoeftland.ch

Aus schon im Viertelfinal

Aus schon im Viertelfinal | Der Landanzeiger

Die Oberentfelder Faustballer müssen sich am Final6-Turnier in Widnau bereits im Viertelfinal geschlagen geben und konnten so nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen.

Trainer Koni Keller findet nach der 0:3-Niederlage im Viertelfinal gegen Neuendorf klare Worte. «Unsere Qualität auf dem Platz hat schlicht nicht gereicht. Neuendorf war nicht unantastbar, aber wir waren nicht gut genug.» Dabei hatten sich die Oberentfelder viel vorgenommen für das Final6- Turnier. Nachdem in der zweiten Saisonhälfte mit drei Niederlagen aus vier Spielen nicht alles optimal gelaufen war, wollten sie beim Saisonhighlight in Widnau zeigen, dass sie auch auf dem Feld zu den Spitzenteams gehören. Dies nachdem sie in der abgelaufenen Hallensaison den Vize-Schweizer-Meistertitel geholt hatten.

Kein einziges Mal in Führung
Doch dieses Ziel haben Koni Keller und seine Jungs verpasst. Im Viertelfinal gegen Neuendorf lagen sie permanent in Rücklage. Nicht ein einziges Mal konnten sie in Führung gehen während des gesamten Spielverlaufs. «Das ist natürlich für den Gegner äusserst angenehm. Wir konnten immer wieder Rückstände aufholen. Doch wenn wir hätten vorlegen können, vergaben wir diese Chancen mit einfachen Fehlern», so Keller. Im ersten Durchgang glichen die Oberentfelder, die mit Tim Egolf und Robin Häfeli im Angriff, sowie mit Manuel Mosimann, Reto Hunziker und Nicolas Voit in der Abwehr spielten, einen 4:7 Rückstand aus. Wenig später verloren sie den Startsatz dennoch mit 9:11. Im zweiten Satz schafften es die Oberentfelder gar nach einem 2:7 Rückstand noch zwei Mal, das Spielgeschehen auszugleichen. 10:10 und 11:11 stand es. Doch auch der zweite Satz ging mit 11:13 verloren. Danach gabs im Spiel der Oberentfelder nochmals einen Bruch und der dritte Satz war mit 6:11 schnell weg.

Enttäuschung zum Abschluss
«Es ist für mich schon eine Enttäuschung, wie wir in diesem Viertelfinal gespielt haben. Wir begingen viel zu viele einfache Fehler auf allen Positionen und waren zu wenig genau», so Keller. Vor allem eine Sache bereitet dem Mann an der Seitenlinie Kopfzerbrechen. «Wir haben viel und gut trainiert. Die Leistungen in den Trainings waren teil- weise richtig stark, aber wir haben es nicht geschafft, diese in der Meisterschaft auf den Platz zu bringen. Daran müssen wir arbeiten. Das ist die neue Herausforderung, der wir uns stellen müssen.»

Keller glaubt, dass die mentale Komponente dabei durchaus eine Rolle gespielt haben dürfte. «Nach dem Vize- Meistertitel in der Halle ist die Erwartungshaltung natürlich gestiegen. Auch bei uns. Vielleicht hat das dazu geführt, dass wir die Lockerheit und den Mut etwas verloren haben im Vergleich zur Hallensaison, wo wir unsere Leistung ziemlich konstant abrufen konnten.» Koni Keller und seinen Spielern geht die Arbeit also nicht aus. Schon in etwas mehr als zwei Monaten bekommen die Oberentfelder jedoch die nächste Chance, um die Trainingsleistungen im Match umzusetzen. Dann nämlich beginnt die neue Hallensaison.

Zum ersten Mal als Schwinger im Sägemehl

Zum ersten Mal als Schwinger im Sägemehl | Der Landanzeiger

Der Schwingklub Aarau und Umgebung hat am Samstag zum Schnuppertag eingeladen. Bei bestem Sommerwetter versuchten sich rund zehn junge Burschen zum ersten Mal als Schwinger.

Der Schwingklub hofft, mit dieser Aktion neue Jungschwinger zu finden. «Weil dieses Jahr die Ernstkämpfe fehlten, war es schwierig, den Nachwuchs bei Laune zu halten», erklärt David Anderegg sen., der Technische Leiter Chef des Schwingklubs. Immerhin kamen auch so zehn junge Burschen auf den «Outdoor»-Schwingplatz im Wallaland zum gelungenen Testtag.

Durchwegs neue Titelgewinner

Durchwegs neue Titelgewinner | Der Landanzeiger

An den Aargauer Meisterschaften der 50-m-Gewehrschützen in Muhen sorgte nicht zuletzt die Coronakrise für einen totalen Umsturz. In sämtlichen Kategorien setzten sich neue Meister an die Spitze, wobei das Niveau «Luft nach oben» biete, wie Marcel Brunner, Leistungssportchef im Aargauer Schiesssportverband, resümierte.

Weil die Dreistellungskonkurrenz mangels Beteiligung ausfiel, ging Nationalkadermitglied Chiara Leone als einzige Elitetitelgewinnerin hervor. Die 22-jährige Frickerin gewann den Liegendfinal dank Ruhe und Übersicht. In der 60-Schuss-Qualifikation hatte sie nur knapp das Bestresultat geschossen. Aber im Final traf sie solid, während der vermeintliche Herausforderer Matthias Stöckli auf Rang 4 absackte. Um Gold fiel die Entscheidung im drittletzten Schuss, als sich der Birmenstorfer Matthias Baldinger mit 9,1 Punkten gegenüber 10,8 von Leone ein zu grosses Handicap einhandelte. Darauf schoss die Fricktalerin ihren ersten Aargauer Liegendtitel mit 2,1 Zählern Reserve nach Hause.

Fankhausers Sieg nach Ansage
Eine eindrückliche Vorstellung gab Jörg Fankhauser bei den Senioren. Der 55-jährige Rombacher sprach schon vor dem ersten Schuss vom Sieg und liess der Ankündigung Taten folgen. Mit 617,7 Punkten erzielte er das beste Matchresultat des Tages. Weil die Senioren in diesem Jahr keinen Final schossen, bedeutete dies Fankhausers ersten Aargauer Titelgewinn Senioren 50 m liegend. Den Veteranentitel eroberte Wettkampfleiter Peter Häsler. Für das zweite Highlight des Tages sorgte Nina Staudacher. Die 14-jährige Hottwilerin ging mit erstaunlicher Abgeklärtheit und Nervenstärke in den U21-Final gegen die ältere Konkurrenz. Erst in der Schlussphase erlaubte sie sich zweimal 9,1 Punkte. Aber mit zweimal 10,1 zum Abschluss hielt sie die favorisierte Mettauerin Vanessa Zürcher klar auf Distanz. Die Ehre für die gastgebenden Sportschützen Muhen rettete Lukas Burkhalter mit Bronze. Die grosse Hoffnung Marion Obrist stürzte im Final auf Rang 8 ab.

Abgeklärter Geri Zoller
Zum Abschluss der Meisterschaften auf der Schiessanlage Rüteli kämpfte der Nachwuchs um den Dreistellungstitel. Titelverteidigerin Vanessa Zürcher misslang nach dem besten Qualifikationsresultat der Final. Rang 6 entsprach nicht ihren Fähigkeiten. Die Gunst der Stunde nützte der 19-jährige Burger Geri Zoller. In der Schlussphase bewahrte er gegen die fünf Jahre jüngeren Mettauertalerinnen Fiona Kitanovic und Nina Staudacher die nötige Ruhe, obwohl er vor den letzten zwei Schüssen nur um zwei Zehntelspunkte vorne lag.

Endlich Rolf Denzler
Am ersten Wettkampftag realisierte Rolf Denzler im Zweistellungsmatch für Ü30-Schützen den längst fälligen Aargauer Meistertitel. Nach vier Siegen in Serie musste sich Jürg Luginbühl gegen den Hallwiler deutlich geschlagen geben. Denzler meldete seine Ambitionen mit überragenden 588 Ringen in der Qualifikation an. Im Final zog der Seetaler schnell vorne weg. Bei zunehmend schwierigeren Lichtverhältnissen hatte er kniend dann zu kämpfen. Weil dies auch auf Luginbühl zutraf, lag Denzler zuletzt um sechs Punkte vorne. Hauchdünn Silber verfehlte der Suhrer Roland Brand.

Den Meisterschaftsauftakt hatten die Seiniorenveteranen liegend aufgelegt bestritten. Bei dieser zweiten Austragung duellierten sich Ernst Lüscher und Jost Mathis. Letzterer schoss schnell und legte 305,6 Punkte vor. Lüscher sorgte für Spannung und riss die Goldmedaille mit dem allerletzten Schuss um drei Zehntelpunkte an sich. Leistungssportchef Brunner zeigte sich mit den drei Meisterschaftstagen in Muhen zufrieden. «Die Resultate fielen angesichts der Corona-Umstände gut aus. Doch in fast allen Kategorien haben unsere Schützen für die Schweizer Meisterschaften Luft nach oben.»

Sieg im Supercup – erster Titel seit 20 Jahren

Sieg im Supercup | Der Landanzeiger

Was für ein Saisonstart! Der HSC Suhr Aarau überzeugt am Handball Supercup in Winterthur mit einem starken Kollektiv und erkämpft sich den ersten Titel der Vereinsgeschichte. Die Aargauer gewinnen den ersten Final der Saison gegen die Kadetten Schaffhausen, verdient und überraschend deutlich mit 25:20 (11:9).

20 Jahre nach dem TV Suhr holt der HSC Suhr Aarau den Supercup zurück in die Region. Der Auftritt des Aussenseiters vor 1000 Zuschauern in der ausverkauften AXA Arena in Winterthur war überzeugend. Die Mannschaft von Trainer Mischa Kaufmann kämpfte von Beginn an mit Leidenschaft um den Titel und zermürbte die Schaffhauser mit einer starken Deckung. Nach einer Viertelstunde stand es in der von viel Physis geprägten Partie erst 3:2 für die Kadetten – und es sollte die letzte Führung des Titelverteidigers bleiben.

Gegner zum Verzweifeln gebracht
Die starke Verteidigung des HSC stellte die Kadetten vor grosse Probleme, und die Aargauer erarbeiteten sich beim 10:7 erstmals eine Drei-Tore-Führung. Überragender Akteur war der Portugiese Joao Ferraz, der sowohl offensiv, als auch defensiv ein grosses Pensum absolvierte und insgesamt sechs Treffer zum Erfolg beisteuerte. Suhr Aarau konservierte den Vorsprung bis zur Pause (11:9), und baute den Abstand nach dem Seitenwechsel gar weiter aus.

Die Kadetten fanden schlicht kein Mittel gegen die agile, aufopferungsvolle gegnerische Deckung. In Abwesenheit von Zarko Sesum und Angel Montoro hatten die Schaffhauser nicht die nötigen Varianten – und weil sich HSC-Keeper Dragan Marjanac in der zweiten Halbzeit immer weiter steigerte und gemeinsam mit seinen Vorderleuten ein fast unüberwindbares Bollwerk darstellten, war es um den Favoriten bald geschehen.

Der HSC Suhr Aarau führte nach 47 Minuten beim 21:14 erstmals mit sieben Toren und erstickten in der Folge jeden Versuch der Kadetten, eine Aufholjagd zu starten, im Keim. Die Mannschaft des neuen Kadetten-Trainers Adalsteinn Eyolfsson blieb am frühen Sonntagabend blass. Sie fand ihren Meister in einem starken Aargauer Kollektiv, das den Titel von der ersten Minute an gewinnen wollte. Und sich am Ende ebenso souverän wie verdient durchsetzte.

Kaum Zeit zum Feiern
Ausgelassen feiern konnte der HSC Suhr Aarau seinen ersten Titel der Vereinsgeschichte nicht. Bereits gestern Mittwoch startete die neue Meisterschaft mit dem Auswärtssspiel gegen St. Otmar St. Gallen und am Sonntag geht es zu Hause, in der Schachenhalle Aarau, mit dem Aargauer Derby gegen den TV Endingen weiter. 

«Magnesiaklotz» wird die Turnzentrumhülle

«Magnesiaklotz» wird die Turnzentrumhülle | Der Landanzeiger

Seit 1998 betreibt der Aargauer Turnverband (ATV) äusserst erfolgreich ein Turnzentrum in Niederlenz. Nun wird der Platz überbauen und das Zentrum muss weichen. Der ATV hat sich für einen Neubau in Lenzburg entschieden. Nach dem erfolgten Landkauf erhält das Bauprojekt erstmals ein Gesicht und die Pläne für das Baugesuch sind bereit.

Das Aargauer Turnzentrum hat sich in den letzten Jahren als wichtige Säule für die Aus- und Weiterbildung von Nachwuchs- und Spitzenturnerinnen und -turnern sowie den Breitensport bewährt. Aufgrund der nationalen Bedeutung und der erreichten Erfolge will der Aargauer Turnverband das Leistungszentrum mit modernster Trainingsinfrastruktur als Neubau in Lenzburg zwischen der Traitafina AG und der A1 weiterführen.

Die Kosten für Land, Infrastruktur und Gebäude betragen rund 14 Millionen Franken. Die Finanzierung ist dank Subventionen, Beiträgen, Spenden und Bankfinanzierung auf gutem Weg. Der Aargauer Turnverband will mit Fundraising und Sponsoring mindestens zwei Millionen Franken beitragen. Gegen eine halbe Million Franken sind trotz Corona-Krise, Stillstand des Turn- und Wettkampfbetriebes und Wegfall zahlreicher Sammelaktivitäten als Spenden eingegangen. Das Baugesuch wird spätestens im Oktober eingereicht.

Doppelt so gross
Ein Generalplaner-Team unter Federführung der am-architektur GmbH aus Lenzburg wurde mit der Projektierung beauftragt. Das geplante Turnzentrum ist als Zweckbau konzipiert und symbolisiert einen simplen «Magnesiaklotz». «Magnesia verkörpert den Turnsport wie kein anderes Hilfsmittel – es gibt den Turnerinnen und Turner den nötigen Halt, schützt sie vor Verletzungen und ist in seiner Form schlicht, funktional und doch elegant», so Architekt André Meier. «Dies trifft auch auf das neue Turnzentrum Aargau zu.

Die Funktionalität der Halle und die Sicherheit der Turnenden stehen bei der Planung im Vordergrund». Die neue Trainingsinfrastruktur berücksichtigt die individuellen Bedürfnisse des Spitzen- als auch des Breitensports. Die Halle ist mit 1900 m2 fast doppelt so gross wie das aktuelle Turnzentrum in Niederlenz und bietet optimale Bedingungen für den Turnsport. Ergänzend zur modernen Halle stehen den Sportlern geeignete Infrastrukturanlagen wie Physio-, Kraft- und Erholungsräume zur Verfügung.

Beste Bedingungen
«Damit werden für den Trainingsbetrieb beste Bedingungen geschaffen, womit die Voraussetzungen für die Ausbildung unserer Athleten für internationale Erfolge ermöglicht wird», so David Huser, Chef Spitzensport beim Aargauer Turnverband und Turnzentrum Aargau-Projektleiter. «Mit der örtlichen Integration des Regelschulmodells Kunstturnen werden zudem die Bedingungen für die Aargauer Kaderathleten optimiert und noch besser auf den Spitzensport abgestimmt». Weiter sind zwei Spiegel- und Tanzräume geplant, welche für Gymnastik, Aerobic, Tanzen, Yoga oder ähnliche Bewegungsangebote ausgelegt sind. Für die Geschäftsstelle des Aargauer Turnverbandes sind Büroräumlichkeiten vorgesehen. Weitere Sitzungs- und Schulungsräume sowie die Trainingsinfrastruktur werden für Ausund Weiterbildungen, Trainings, Lager, Wettkämpfe oder andere Veranstaltungen öffentlich angeboten.

Jetzt geht es in grossen Schritten vorwärts: so laufen die letzten Vorbereitungen für die Baueingabe, während parallel die Aktivitäten für die Finanzierung intensiviert werden.

www.turnzentrum-aargau.ch

Klauenbösch und Bereuter in Topform

Klauenbösch und Bereuter in Topform | Der Landanzeiger

An den Aargauer Meisterschaften der Pistolenschützen in Möhlin trumpfte Tamara Vock auf. Das Topresultat gelang dem Bottenwiler Schnellfeuerspezialisten Christian Klauenbösch. Bei den 300-m-Gewehrschützen setzte der Internationale Rafael Bereuter das Glanzlicht. Der SG-Aarau-Schütze egalisierte im Dreistellungsmatch mit freier Waffe seine persönliche Bestleistung von 589 Punkten.

Die Beteiligung an den Aargauer Meisterschaften der Pistolen- und Gewehrschützen fiel zwar deutlich bescheidener aus als in Jahren ohne Coronakrise. Doch die antretenden Schützinnen und Schützen sorgten auf der Regionalschiessanlage Röti in Möhlin für ein hohes Niveau. Mit der Pistole übertrumpfte Tamara Vock die Männer. Die Krönung war der abschliessende CMatch auf 25 m. Die 29-jährige Freiämterin lag nach dem Präzisionsteil mit 289 Punkten an der Spitze vor dem Bottenwiler Christian Klauenbösch (287) und Dieter Grossen (286). Im Schnellfeuer doppelte Tamara Vock mit 288 Punkten nach und hielt Grossen auf Distanz. Die 577 Punkte hätten in anderen Jahren überlegen zum Titelgewinn gereicht. Aber nicht, wenn Klauenbösch dabei ist. Der Schweizer Schützenkönig des Jahres 2010 beherrscht das Schnellfeuer perfekt. So begann der 28-jährige Bottenwiler die zweiten 30 Schüsse mit zehn Volltreffern. Schliesslich resultierten 294 Punkte. Mit dem Total von 581 schnappte sich der Favorit überlegen den Titel.

Rafael Bereuter mit dem Gewehr eine Klasse für sich
Auch die 300-m-Gewehrschützen massen sich in Möhlin an den Aargauer Meisterschaften. Der Internationale Rafael Bereuter setzte dabei das Glanzlicht. Der Buttwiler, der für die SG Aarau schiesst, egalisierte im Dreistellungsmatch mit freier Waffe seine persönliche Bestleistung von 589 Punkten. Die beiden Zweistellungstitel gingen ebenfalls an Routiniers: Rolf Denzler siegte mit dem Standardgewehr, Stefan Mathis mit dem Sturmgewehr.

Das Maximum von 200 Punkten liegend, 197 Ringe knieend und 192 stehend: Das sind die Teilresultate von Rafael Bereuters beeindruckendem Dreistellungsmatch auf der anspruchsvollen Schiessanlage Röti in Möhlin. «Ich wollte heute ein gutes Resultat erreichen und habe mich selber unter Druck gesetzt», erklärte der 34-Jährige seine Glanzvorstellung, ohne dass er von der Konkurrenz gefordert war. Zufrieden konstatierte er nach dem letzten Stehendschuss, einer Neun: «Die Hauptprobe für die bevorstehende Schweizer Meisterschaft ist mir gelungen.»

Klauenbösch und Bereuter in Topform | Der Landanzeiger
Eliteschütze Rafael Bereuter, der für die SG Aarau antritt, erzielte mit 589 Punkten im Dreistellungsmatch in Möhlin das überragende Resultat bei den 300-Meter-Schützen

Der Aargauer Schiesssportverband blickt den am Wochenende beginnenden Schweizer Meisterschaften in Thun zuversichtlich entgegen

Mit neuem Trikot, Ehrgeiz und Leidenschaft

Flavio Caserta (links) und Olivier Jäckle | Der Landanzeiger

Nur Stunden vor der traditionellen Saison-Medienkonferenz im Brügglifeld gab der FC Aarau am Dienstagmorgen eine Erklärung ab, die auf einen Schlag alles andere unwichtig erscheinen liess: «In Absprache mit  Nicolas Schindelholz informieren wir euch, dass unser 32-jähriger Abwehrspieler an einem Lungentumor erkrankt ist.»

Der FC Aarau sichere dem Team-Kollegen und seinen Angehörigen jegliche Unterstützung zu, hiess es in einer kurzen Mitteilung weiter, gefolgt von einer Botschaft an den erkrankten Spieler: «Die ganze FCA-Familie steht bedingungslos hinter dir. Ihr werdet diesen Kampf nicht alleine bestreiten. Wir sind mit euch!»

Später, an der Medienkonferenz, merkte man schnell, dass der Schock beim FC Aarau tief sitzt. Sportchef Sandro Burki ordnete die Gedanken in Worte, erklärte aber auch, dass man sich zum Thema aus Respekt nicht weiter äussern werde. Dass beim FC Aarau ein erster Corona-Fall zu beklagen ist, ging da schon fast unter. Der betroffene Spieler stand am 10. August in Kontakt mit einer positiv getesteten Person und begab sich vorbildlich und sofort in Selbstisolation. Am 13. August wurde dann auch er positiv getestet und der Spieler bleibe deshalb weiterhin in Isolation. Aufgrund der Ferien hatte der Spieler in den letzten zwei Wochen keinen Kontakt mit anderen Mitgliedern des FC Aarau.

Ein Platz in der oberen Tabellenhälfte
Professionell führten die Referenten nun durch die Saison-Medienkonferenz und wandten sich den Themen zu, die man in den vergangenen Wochen minutiös vorbereitet hatte und die für den Club zukunftsweisend sind. Mit einer Vision und einem Leitbild soll der Aufstieg in die Super League nicht nur erreicht, sondern die Ligazugehörigkeit nachhaltig gesichert werden. Als Saisonziel gibt man für die im September startende Spielzeit jedoch «nur» einen «Platz in der oberen Tabellenhälfte» an. «Der Aufbau braucht Zeit»«, erklärte Cheftrainer Stephan Keller. Erreichen will man das Ziel mit der Ausbildung von jungen Spielern wie Flavio Caserta, Ersan Hajdari und Silvan Schwegler, die jüngst mit Zweijahresverträgen ausgerüstet wurden. Aber auch Erfahrung soll im Team von Keller Platz finden. Ohne die Langzeitverletzten Marco Thaler und Miguel Peralta sowie Nicolas Schindelholz, fehlen dem FCA aber genau diese erfahrenen Spieler. Es ist also durchaus möglich, dass das Team noch mit dem einen oder anderen Routinier verstärkt wird.

Neuer Ausrüster – neues Trikot
Bis auf Torhüter Simon Enzler (kommt von Luzern) gab es in dieser Hinsicht bisher nichts Neues zu vermelden. Neu ist jedoch das Trikot, in welchem sich der FC Aarau in Zukunft präsentieren wird. Dank dem neuen Ausrüster «gpard» verfügen die Aarauer nun über ein individuelles Outfit, das ein echter Hingucker ist. Auf der Brust prangt auf dem Platz des Hauptsponsors neu das Logo des SRK. Das Schweizerische Rote Kreuz Kanton Aargau darf den Platz unentgeltlich in Anspruch nehmen, bis ein zahlender Hauptsponsor gefunden wird. «Ein schwieriges Unterfangen in der Corona-Zeit», räumte der designierte Präsident Philipp Bonorand ein.

Der FC Aarau startet in drei Wochen auswärts im Cup, ehe die Meisterschaft am 18. September los geht. Noch fehlt der Spielplan, klar ist aber, dass das erste Heimspiel im Brügglifeld mit maximal 1000 Fans ausgetragen wird. Ab Oktober greift dann ein Schutzkonzept, das es noch fertig auszuarbeiten gilt. 

Neu und treu: Sponsoren stärken den FC Aarau Frauen beim Neustart den Rücken

FC Aarau Frauen | Der Landanzeiger

Zum Vereins-Neustart präsentieren die FC Aarau Frauen mit der Neuen Aargauer Bank (NAB) nicht nur ihre neue Hauptsponsorin, sondern auch ein neues Vereins- und Staff-Management. Namhafte Aargauer und Aarauer Unternehmen glauben an die Vereinsvision, in Zukunft zu den besten Adressen im Schweizer Frauenfussball zu gehören.

Mit der ausserordentlichen Mitgliederversammlung Ende Juni 2020 haben die FC Aarau Frauen ihren Verein neu aufgestellt. In Kürze wurden für die neue Saison alle Spielerinnen beim Fussballverband gemeldet, das neue Vereins- und Sportmanagement hat sich konstituiert und neue Sponsoren aquiriert.

Die NAB unterstützt die FC Aarau Frauen als neue Hauptsponsorin gleich für die nächsten drei Saisons. NAB CEO Roland Herrmann freut sich: «Unser Engagement ist Ausdruck unserer starken Verbundenheit mit dem Aargau und zum Leistungssport der FC Aarau Frauen. Die hohe Leistungsbereitschaft und die Leidenschaft, als Team erfolgreich zu sein, passen perfekt zu unseren Werten. Gleichzeitig unterstützen wir mit den FC Aarau Frauen nun auch das Aushängeschild des Aargauer Frauenfussballs.»

«Perfekte Partner»
Auch das Energieunternehmen Eniwa ist neuer Sponsor der FCA Frauen. «Uns begeistern die Spielerinnen mit ihrem klaren Ziel vor Augen. Dazu trainieren die Fussballerinnen neben Schule, Ausbildung, Studium und Beruf bewundernswert energiegeladen – das braucht auch verlässliche Unterstützung, um die Batterien immer wieder aufzuladen», bekräftigt Hans-Kaspar Scherrer, CEO der Eniwa AG.

Die Lindenapotheke mit ihren 13 Geschäftsstellen ist ebenfalls neuer Sponsor der FC Aarau Frauen. «Wir unterstützen seit Jahren den Leistungsfussball in der Region und wollen mit unserem Engagement die Förderung der jungen Fussballerinnen stärken», sagt Andreas Brunner.

«Für die FC Aarau Frauen sind sowohl die NAB als Hauptsponsorin, aber auch die Eniwa und die Lindenapotheke perfekte Partner und Begleiter für unsere strategische Ausrichtung! Aber wir freuen uns auch sehr, dass uns bestehende Sponsoren wie Previon+ und das Zentrum für Gefässmedizin die Treue halten. Uns ist bewusst, dass dies, gerade in dieser durch Corona schwierigen Zeit, nicht für jedes Unternehmen möglich ist. Um so mehr hoffen wir, dass wir mit unserer Vision und Arbeit allen Sponsoren von Nutzen sind und letztendlich Aarau und der Umgebung vorbildhaft qualitative Leistung aber auch Spass und Freude bereiten», freuen sich Willy Wenger und Walter Berli von den FC Aarau Frauen.

Es gibt noch viel zu tun für die FC Aarau Frauen. Die Trainings müssen unter Corona-Vorgaben organisiert, Sponsoringvertragsinhalte umgesetzt und die Abläufe und Prozesse unter der neuen Vereinsführung eingerichtet und gelebt werden. 

Tim Egolf: Mit Technik und Spielwitz statt roher Kraft

Tim Egolf: Mit Technik und Spielwitz statt roher Kraft | Der Landanzeiger

Tim Egolf (21) bestritt letzte Woche seine ersten Länderspiele für die ANationalmannschaft. Mit seinen Leistungen möchte sich der Angreifer des STV Oberentfelden für weitere Einsätze aufdrängen.

Einmal für die A-Nationalmannschaft auflaufen. Das war der grosse Traum von Tim Egolf. Und zwar schon lang. «Bereits als kleiner Junge war das mein grösstes Ziel», erinnert sich der mittlerweile 21-Jährige. Und dieses Ziel hat Tim Egolf mit viel Ehrgeiz und Leidenschaft für seinen Sport verfolgt. «Ich mache keine halben Sachen. Für mich war klar, dass ich alles tun werde, was ich kann, um mein Ziel zu erreichen.» Letzte Woche ist der Traum von Tim Egolf in Erfüllung gegangen. In den vier Testländerspielen gegen Österreich und Weltmeister Deutschland hat der Angreifer des STV Oberentfelden seine ersten vier Einsätze fürs Nationalteam absolviert.

Der Vater als Vorbild
Die Leidenschaft für den Faustballsport wurde Tim Egolf quasi in die Wiege gelegt. Beide Eltern haben Faustball gespielt. Sein Vater Reto hat als Angreifer mit seinem Team Full-Reuenthal die Schweizer Liga in den 90er-Jahren dominiert. Für seine Leistungen wurde Egolf, der 44 Mal für die Schweizer Nationalmannschaft auflief, gar als «Schweizer Angreifer des Jahrhunderts» ausgezeichnet.

Kein Wunder also, dass Tim Egolf auch die Position des Angreifers gewählt hat. «Mein Vater war schon immer mein grosses Vorbild. Beim Zuschauen hat mich diese Position stets am meisten fasziniert. Du trägst Verantwortung und kannst mehr Einfluss aufs Spiel nehmen. Das gefällt mir», erzählt Tim Egolf, der zusätzlich zu den Mannschaftstraining auch regelmässig mit seinem Vater auf dem Faustballplatz steht und an seiner Technik feilt.

Nicht der Prototyp des Angreifers
Die Technik ist im Spiel von Tim Egolf eine zentrale Komponente. Mit seiner Körpergrösse von 1,78 m und einem Gewicht von 72 Kilogramm entspricht er nicht unbedingt dem Prototyp des modernen Angreifers. Diese bringen meist mehr Zentimeter und mehr Masse mit und punkten vor allem mit kraftvollen Schlägen und Power. «Natürlich ist es ein Vorteil, wenn du grösser bist und mehr Kraft hast. Aber das hat mich nie daran gehindert, als Angreifer zu spielen. Ich bin überzeugt: Mit Technik und Spielintelligenz kannst du sehr viel kompensieren», so Egolf.

Den Beweis dafür hat er selber erbracht. Bereits mit 18 spielte er in der NLAEquipe des STV Oberentfelden. Und in der letzten Hallensaison hat er mit seinen Leistungen dazu beigetragen, dass die Oberentfelder den Vize-Schweizer- Meistertitel gewonnen haben. Auch in der laufenden Feldsaison halten die Oberentfelder mit der Spitze mit. Aktuell stehen sie auf Rang zwei. Nicht zuletzt dank Tim Egolf.

Muskelmasse zugelegt
Die Fortschritte des 21-jährigen Aargauers sind natürlich auch Nationaltrainer Oliver Lang aufgefallen. Er hat Egolf seit Längerem auf dem Radar. «Tim ist ein riesen Talent. Er ist der wohl intelligenteste und vielseitigste Schläger, den wir derzeit im Nationalteam haben», lobt er seinen Schützling. «Für den internationalen Durchbruch fehlt ihm allerdings noch immer ein wenig Kraft und Masse. Aber ich glaube, dass seine Entwicklung noch nicht zu Ende ist. Er hat noch mehr Potenzial.»

Davon ist auch Tim Egolf selber überzeugt. Allein im letzten Jahr hat er über fünf Kilogramm an Muskelmasse zugelegt. Und es sollen noch ein paar Kilogramm dazukommen. «Es hilft halt schon, wenn du ab und zu auch richtig an den Ball hauen kannst», sagt er lachend. «Sonst wird mein Spiel trotz guter Technik zu berechenbar. Aber ich will auch mein Schlagrepertoir weiter ausbauen.»

Für weitere Einsätze empfehlen
Wenn Tim Egolf auch in den nächsten Jahren mit demselben Ehrgeiz weiterarbeitet, dann ist es gut möglich, dass er weitere Fortschritte macht. Die ersten Einsätze in der A-Nati dürften da als zusätzliche Motivationsspritze dienen. «Es bedeutet mir sehr viel, dass ich in der Nati dabei sein darf. Es ist ein Traum, der in Erfüllung geht. Und ganz ehrlich: Hätte mir jemand vor zwei oder drei Jahren gesagt, dass ich schon jetzt für die ANati spielen darf, hätte ich das nicht geglaubt. Für mich ist es eine grosse Ehre», sagt Egolf.

Aber wer Tim Egolf kennt, der weiss: Nur dabei sein, reicht ihm nicht. Dafür ist er zu ehrgeizig. Daraus macht er auch kein Geheimnis. «Ich will meine Qualitäten zeigen und mich mit meinen Leistungen für die Europameisterschaft und die World Games in den kommenden Jahren aufdrängen.»

Jahres-Weltbestleistung am Abendmeeting egalisiert

Aarauer Abendmeeting | Der Landanzeiger

Der Schweizer Hochspringer Loïc Gasch von der US Yverdon sorgte für das Spitzenresultat am Leichtathletik-Abendmeeting im Aarauer Schachen. Er sprang 2,30 m und egalisierte die aktuelle Jahres-Weltbestleistung im Hochsprung. Auch der Aarauer Sprinter Silvan Wicki überzeugte erneut mit einem starken 100-Meter-Lauf.

Höher, schneller, weiter. Davon träumen alle Organisatoren. Auch die des erstmals seit acht Jahren wieder durchgeführten Aarauer Abendmeetings im Schachen. Hochspringer Loïc Gasch von der US Yverdon machte dem BTV Aarau das Geschenk und übersprang erstmals 2,30 m. Damit egalisiert er nicht nur die Jahres-Weltbestleistung im Hochsprung. Er kam auch bis auf einen Zentimeter an den Schweizer -Rekord von Roland Dalhäuser aus
dem Jahr 1981 heran. Mit der Höhe von 2,30 m teilt sich Gasch zusammen mit vier anderen Athleten die Spitzenposition in der Jahres-Weltbestenliste.

Das Exploit von Loïc Gasch kommt nicht völlig überraschend. Bereits am letzten Wochenende überzeugte der 26-Jährige mit einem Sprung über 2,25 m in Bern. In Aarau legte er jedoch bei zwischenzeitlich 34 Grad noch einen drauf. Im dritten Versuch meisterte er die 2,30 m und verbesserte somit seine Freiluft-Bestleistung um 4 cm (in der Halle beträgt sein Bestwert 2,27 m). Als er dann die Latte bei 2,33 m zweimal touchierte, beendete er den Wettkampf. «Es ist toll, dass ich heute diese Höhe geschafft habe», sagt Gasch erfreut. «Vielleicht öffnet sich nun sogar eine Tür zur Diamond League. Das Wichtigste ist jedoch, dass ich nächstes Jahr in Topform bin.»

Erneute Topzeit von Silvan Wicki
Mit 10,33 Sekunden über 100 m beweist Silvan Wicki vom BTV Aarau Athletics erneut seine Topform. Der aktuell Zweitschnellste der Europäischen Bestenliste stellte mit dieser Zeit die beste Zeit des Tages auf. Mit diesem Resultat kommt er zwar nicht ganz an seine persönliche Bestzeit von 10,11 Sekunden heran, welche er in Bulle vor rund zwei Wochen aufgestellt hat, trotzdem ist es seine viertbeste je gelaufene Zeit. Unter nicht ganz optimalen Windbedingungen von 0,1 m/s Rückenwind nahm er seinen direkten Verfolgern gut 20 Hundertstel ab. «Meine Beschleunigung auf den ersten Metern war gar nicht optimal. Ich konnte mich erst ab etwa 40 Metern vom Rest des Feldes absetzen und so meinen Lauf gut durchziehen. Mit meinen 10,33 Sekunden bin ich absolut zufrieden.» Seinen nächsten Wettkampf wird Wicki am Samstag, 15. August in La Chaux-de-Fonds absolvieren.

BTV-Kaderathleten zeigen starke Leistungen
Mit Lukas Baroke und Anna Archidiaccono zeigten zwei weitere BTV-Kaderathleten eine starke Leistung. Der erst 19-jährige Baroke warf den 6 kg schweren Hammer auf satte 58,07 m. Damit verfehlte er seinen U20-Schweizerrekord, welchen er vor rund einem Monat in Olten aufgestellt hat, um knapp einen Meter. Mit seinem zweitweitesten Wurf seiner Karriere war der Nachwuchsathlet des BTV-Aaraus jedoch mehr als zufrieden.

Glücklich war auch die 100-m-Hürdenläuferin und letztjährige U20-EM-Teilnehmerin Anna Archidiaccono, welche mit 14,07 Sekunden eine neue persönliche Saisonbestleistung aufstellte. Damit klassierte sie sich hinter Ditaji Kambundji, der jüngsten der vier Kumbundji-Schwestern, die mit 13,56 Sekunden erneut ein weiteres Topresultat lieferte.

Trotz Coronavirus und all seinen Einschränkungen sind Leichtathletik-Anlässe möglich. Dies hat die Schweizer Leichtathletikszene bereits gezeigt. Dass die Athleten «heiss» sind auf Meetings, zeigt die Zahl von knapp 400 Angemeldeten. Trotz allem konnte auch das Aarauer Abendmeeting nicht unter «normalen» Bedingungen stattfinden. Im Stadion galt eine allgemeine Maskenpflicht, das Wettkampfgelände wurde abgesperrt und es wurden keine Zuschauer zugelassen.

Junges Organisationskomitee zeigt sich zufrieden
Das vierköpfige Organisationskomitee war äusserst zufrieden mit dem Verlauf des Wettkampfs. «Ein Wettkampf in Zeiten von Corona neu zu lancieren, stellte uns definitiv auf die Probe», so Philip Salathe, der Wettkampfleiter des Aarauer Abendmeetings. «Die ständig aktualisierten Bedingungen für die Durchführung eines Leichtathletikwettkampfs verlangt grosse Flexibilität sowohl von Seiten der Athleten wie auch von Seiten der Organisatoren. Doch genau davon konnten wir auch profitieren. So gingen zahlreiche internationale Athleten an den Start, welche in ihren Heimatländern wie Deutschland, Italien oder Frankreich keine Startmöglichkeiten mehr gefunden haben.» Das Aarauer Abendmeeting soll gemäss Salathe wieder zu einem festen Bestandteil des Schweizer Leichtathletikkalenders werden.

Eine Woche lang nur Fussball

Juniorencamp FC Aarau | Der Landanzeiger

Das FC Aarau Juniorencamp feiert Jubiläum: Zum 25. Mal findet es statt. Fast wäre es jedoch nichts geworden mit dem Jubiläum. Das in den Frühlingsferien geplante Camp musste abgesagt werden. Sehr zur Freude der 260 Kids kann es diese Woche im Schachen doch noch stattfinden.

Am Sonntag war alles (fast) wie immer: Der Startschuss des FC Aarau Juniorencamps im Festzelt im Schachen mit 260 Kids, deren Eltern, den Organisatoren, Trainern, Betreuern, Küchenmannschaft, Sanitätern und weiteren Helfern. Wegen des Coronavirus galten auch hier spezielle «Spielregeln». So herrschte im Festzelt, das in Sektoren unterteilt war, für alle Erwachsenen eine Maskentragepflicht, an die sich alle hielten. «Wir sind froh, dass wir im Jubiläumsjahr unser Camp doch noch durchführen können», sagte Yannik Schmitter vom OK an seiner Begrüssungsrede. OK-Präsident Thomas Valli erklärte, dass alle aussersportlichen Aktivitäten wie beispielsweise der VIP-Apéro gestrichen wurden und dass man sich dadurch voll und ganz auf die Kinder konzentrieren könne, auf die ein paar zusätzliche Highlights warteten. 

Für die 260 Kids, die noch bis heute Donnerstag im Schachen sind, heisst es: Eine Woche lang nur Fussball spielen, was gibt es Schöneres?! 

Projekt 1418coach wird ausgebaut

Projekt 1418coach wird ausgebaut | Der Landanzeiger

Seit vergangenem August fanden drei 1418coach-Ausbildungswochenenden im Kanton Aargau statt. Dabei wurden über 100 Jugendliche in den verschiedensten Sportarten als Hilfsleitende ausgebildet. Das Bedürfnis nach Ausbildungsplätzen ist gross. Aufgrund dessen hat der Regierungsrat im Frühjahr grünes Licht für den Ausbau des Pilotprojekts gegeben.

Bereits seit letztem Herbst organisiert der Kanton Aargau 1418coach-Ausbildungen für Jugendliche aus den Sportarten Geräteturnen/Kunstturnen, Turnen, Handball, Volleyball, Fussball und Leichtathletik. Mit dem Ausbau finden neu jährlich sechs Ausbildungswochenenden statt. Mit Unihockey und Kampfsport kommen im Kanton Aargau 2020 zwei neue Sportarten hinzu.

Die zusätzlichen Kurse stärken das regionale Angebot und bieten mehr Ausbildungsplätze für interessierte Jugendliche aus Aargauer Sportvereinen. «Es ist toll, dass wir nun doppelt so viele Ausbildungswochenenden anbieten können, wie ursprünglich geplant», freut sich Natalja Hochstrasser, Projektleiterin 1418coach bei der Sektion Sport Kanton Aargau. Zwar musste wegen des Corona- Lockdowns das Ausbildungswochenende für die Sportarten Leichtathletik und Fussball abgesagt respektive verschoben werden. «Wir haben die Zeit genutzt, um die zusätzlichen Kurse, die im Herbst stattfinden werden, zu planen», so Hochstrasser.

Grosses Bedürfnis bei Vereinen
Die vielen positiven Feedbacks und die hohen Anmeldezahlen zeigen es: Mit dem Projekt 1418coach hat der Kanton Aargau den Nagel auch bei Aargauer Sportvereinen auf den Kopf getroffen. «Bereits seit vielen Jahren setzen wir Hilfsleiterinnen und Hilfsleiter unter 18 Jahren ein, um sie langsam an die Leitertätigkeit heranzuführen und ihnen nach und nach mehr Verantwortung zu übergeben», so Ramona Uebelmann, J+S-Coach des Turnvereins Oeschgen. «Dass wir nun die Möglichkeit haben, diese Leiterpersonen ausbilden zu lassen und ihnen so auch mehr Sicherheit in der Halle geben zu können, ist für uns wahnsinnig wertvoll. Die zusätzliche Entschädigung ist dabei das Tüpfchen auf dem i.»

Kantonsübergreifende Zusammenarbeit
Hilfsleitende auszubilden ist ein schweizweites Bedürfnis. Seit Anfang des Jahres pflegt der Kanton Aargau deshalb eine Zusammenarbeit mit anderen Kantonen, die das Programm 1418coach ebenfalls umsetzen. Jugendliche aus Vereinen in den Kantonen Aargau, Bern, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Schaffhausen, Schwyz, Zug und Zürich respektive dem Fürstentum Lichtenstein können an allen anerkannten 1418coach-Ausbildungen teilnehmen. So profitieren die Jugendlichen von einem grossen Kursangebot und alle Sportarten haben die Möglichkeit, 1418coaches ausbilden zu lassen.

Gleichzeitig ging der neue Webauftritt online, auf dem kantonsübergreifend sämtliche Kursangebote schnell und einfach ersichtlich sind. «Die Website vereinfacht die Suche nach passenden Kursen enorm», so Marc Ringgenberg, der 1418coach zurzeit im Kanton Bern aufbaut. «Wir erhoffen uns, dass mit dieser Plattform und dem Teilnehmeraustausch 1418coach auch für weitere Kantone interessant wird.»

Finanziert durch den Swisslos Sportfonds Aargau
Das Projekt wird durch den Swisslos Sportfond des Kantons Aargau finanziert und ist bis Ende 2023 befristet. Rund 600 Jugendliche aus Aargauer Sportvereinen sollen in der fünfjährigen Pilotphase in kantonalen und ausserkantonalen Kursen zu 1418coaches ausgebildet werden. Eine Weiterführung des Projekts 1418coach wird angestrebt.

Weitere Infos zum Projekt https://www.ag.ch/de/verwaltung/bks/sport_ausserschulische_jugendfoerderung/j_und_s/1418caoch/1418coach.jsp