Medaillen und Qualifikationen für internationale Meisterschaften

Medaillen und Qualifikationen für internationale Meisterschaften | Der Landanzeiger

Nun ist sie vorbei, die ungewohnt fünftägige Langbahn Schweizermeisterschaft unter Coronabedingungen mit täglich je zwei Vorlauf- und zwei Finalabschnitten, getrennt nach Frauen und Männer. Zuschauer waren nicht zugelassen, der Wettkampfbereich war ausschliesslich den teilnehmenden SchwimmerInnen des entsprechenden Abschnitts, den TrainerInnen, den Jurymitgliedern sowie den HelferInnen vorbehalten.

Das raubte dem Event zwar die Atmosphäre, die er sonst hat, aber 6 Schweizer Rekorde und 17 Meisterschaftsbestzeiten zeigen die Verbesserungen im nationalen Leistungsniveau auf.

Auch der Schwimmclub Aarefisch konnte seine Fortschritte bestätigen. Neben Silber und Bronze von Robin Affentranger im Rücken als 2. über 200 m in 2:03.71 und als 3. über 100 m in 57.34 bewiesen die 11 neuen Aargauer Rekorde den tollen Formstand des Aarefisch Teams. Die neuen kantonalen Bestmarken in den Einzelrennen erzielten Affentranger 50 m, 100 m und 200 m Rücken; Dario Wickihalter 200 m Lagen; Federico Salghetti-Drioli 400 m Lagen und Anna Vismara 50 m Delphin, 50 m und 100 m Rücken.

Die genannten AthletInnen, Affentranger, Wickihalter und Vismara unterboten bei ihren Rennen auch Limitezeiten für die Junioren-EM vom nächsten Juli in Rom. Noch nie schafften soviele Aarefische auf einmal einen Einsatz für die Schweiz. Federico Salghetti- Drioli ist als Olympia Qualifier am 17. Juni in Portugal über 10 km am Start, wenn der internationale Verband die letzten Startplätze im Open Water Schwimmen vergibt.

Paraschwimmerin Nora Meister schwamm über mehrere Freistildistanzen und unterbot über 100 m in 1:23.39 die Qualifikationszeit für die Paralympics. Nachdem sie von Swiss Paralympic Ende März für die auf dieses Jahr verschobene World Para Swimming European Open Championships in Madeira selektioniert wurde, kann Nora ihren Fokus immer mehr Richtung Paralympics im Juli richten. In der Punktewertung, die sämtliche 40 Rennen umfasste, belegte der Aarefisch Rang 5 der teilnehmenden 46 Schweizer Vereine. Diese gute Rangierung verdeutlichte das augenblicklich hohe Leistungsniveau des Vereins. So waren jeweils auch Kevin Affentranger, Samira Arnold im Brust, David Radam, Sven Thalmann über die langen Freistildistanzen und Nora Wick in verschiedensten Finalläufen am Start.

Die Leistungen der Herren in den drei Staffelbewerben, die immer mit einem neuen Aargauer Rekord endeten, trugen ebenfalls massgeblich zur Punktewertung bei: 4 × 200 m Freistil Herren 5. Rang (Wickihalter, Affentranger R., Affentranger K., Radam) in 7:50.26, 8 Sekunden schneller als bisher; 4 × 100 m Freistil 8. Rang 3:35.83 (Wickihalter, Radam, Marinucci, Affentranger K.) und 4 × 100 m Lagen 6. Rang 3:56.96 (Affentranger R., Affentranger K., Radam, Wickihalter). Natürlich zeigte sich Cheftrainer Dirk Thölking mit diesen Resultaten sehr zufrieden. Die letzten Trainingswochen im Hallenbad sind nun in Sicht, bald ist wieder Outdoor Training angesagt.

David Huser wird neuer Chef Spitzensport beim STV

David Huser wird neuer Chef Spitzensport beim STV | Der Landanzeiger

Der Zentralvorstand des Schweizerischen Turnverbandes STV hat den Aargauer David Huser zum neuen Chef Spitzensport beim Schweizerischen Turnverbandes STV gewählt. Er wird sein Amt per 1. Juli antreten.

David Huser (34) heisst der neue Chef Spitzensport des Schweizerischen Turnverbandes STV. Der Aargauer konnte sich dank seiner langjährigen Erfahrung im Turnsport und seinem ausgewiesenen Fachwissen gegen zahlreiche weitere kompetente Mitbewerbende durchsetzen. «David Huser konnte uns von seinen Plänen und Ideen für den Bereich Spitzensport überzeugen. Zudem bringt er als amtierender Chef Spitzensport des Aargauer Turnverbandes bereits grosses Knowhow und ein Netzwerk in diesem Bereich mit», sagt STV-Direktorin Béatrice Wertli.

Viel Know-how und ein grosses Netzwerk
David Huser wird diese Stärken nutzen, um die strukturellen und sportlichen Rahmenbedingungen innerhalb des Schweizerischen Turnverbandes gemeinsam mit seinem neuen Team weiterzuentwickeln. Mit der Wahl von David Huser zum neuen Chef Spitzensport führt der Schweizerische Turnverband STV somit seinen Weg des Wandels, der Innovation, der Transparenz und des Neuanfangs konsequent weiter.

David Huser ist seit Juli 2012 Chef Spitzensport beim Aargauer Turnverband ATV in Lenzburg und ist Mitglied der Geschäftsleitung des Aargauer Turnverbandes. Darüber hinaus steht David Huser als Projektleiter vom neuen Turnzentrum Aargau vor und ist ebenfalls Mitglied des Verwaltungsrates der Genossenschaft des Aargauer Turnzentrums in Niederlenz. All diese Qualifikationen haben die Geschäftsleitung des STV dazu bewogen, David Huser dem Zentralvorstand als neuen Chef Spitzensport zur Wahl vorzuschlagen. Dieser Empfehlung ist der Zentralvorstand gefolgt.

David Huser nimmt die Herausforderung als neuer Chef Spitzensport gerne an. «Ich freue mich sehr, habe aber auch Respekt vor dieser verantwortungsvollen Aufgabe. Es gibt in naher Zukunft einige Herausforderungen zu meistern und wichtige Weichen für die Zukunft zu stellen. Ich werde all meine Energie und Kraft dafür einsetzen, um meine Pläne und Visionen zu verwirklichen, damit der strategische Neuanfang erfolgreich sein wird und wir auch im sportlichen Bereich in Zukunft weiterhin Erfolge feiern können. Ausserdem möchte ich unsere Athletinnen und Athleten in ihrer persönlichen Entwicklung stärker unterstützen und fördern.»

Spitzensportkonzept ein Prioritäten-Schwerpunkt
Der 34-Jährige Huser bleibt bis Ende Juni beim Aargauer Turnverband in angestammter Funktion als Chef Spitzensport tätig und nimmt das Amt als neuer Chef Spitzensport STV per 1. Juli 2021 auf. Allerdings wird Huser den STV auf seinem strategischen Neuanfang im Bereich Spitzensport schon zeitnah bei einzelnen und dringlichen Themen und Projekten verstärken. Priorität hat dabei die ergebnisoffene Überarbeitung des Spitzensportkonzepts.

David Huser übernimmt die Position des Chef Spitzensport von Felix Stingelin, der diese Funktion von 2008 bis 2020 besetzte. Vergangenen Oktober wurde das Arbeitsverhältnis zwischen Felix Stingelin und dem STV im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst. Seither leiten Anja Altorfer (Rhythmische Gymnastik und Trampolin) und Bruno Cavelti (Kunstturnen) als Koordinatoren Spitzensport STV die Abteilung Spitzensport interimistisch. «Anja Altorfer und Bruno Cavelti haben die Funktionen als Koordinatoren Spitzensport STV mit hoher Integrität, Professionalität und Loyalität ausgefüllt. Wir danken Anja Altorfer und Bruno Cavelti herzlich für ihr Engagement in der Zeit des Neuanfangs», sagt STV-Direktorin Béatrice Wertli. Bruno Cavelti wird sich nach dem Übergang wieder auf seine angestammte Funktion, als Chef Sponsoring, konzentrieren und Anja Altorfer wird weiterhin als Koordinatorin Spitzensport tätig sein.

Playoff-Aus nach starker Partie

Playoff-Aus nach starker Partie | Der Landanzeiger

Die Basketballsaison endet für die Frauen der Alten Kanti Aarau in Playoff-Viertelfinal. Gegen Favorit Fribourg zeigten die Aarauerinnen zweimal eine starke Leistung.

Der Basketballclub Alte Kanti Aarau (BC AKA) scheidet im Playoff Viertelfinale gegen den klaren Favoriten Fribourg aus – damit endet die turbulente Saison für die NLA-Mannschaft. Die Aarauer Basketballerinnen legten im zweiten Spiel dieser Serie eine stärkere Leistung an den Tag als im ersten Spiel vergangenen Mittwoch – damit bewiesen sie, dass sie gegen den amtierenden Schweizer Meister Stand halten können. Erfreulich ist auch in dieser speziellen Zeit, dass der BC AKA als einziges NLA-Team einer Quarantäne entfliehen konnte.

Starker Auftritt im zweiten Spiel
Das erste Playoffspiel der Viertelfinalserie bestritten die Aarauer Basketballerinnen auswärts in Fribourg. In der ersten Halbzeit spielte der BC AKA noch mit. Vor allem Katja Wasser stich an diesem Tag hervor. Das junge Talent musste dabei in der Offense sowie Defense gegen die grossen, erfahrenen Spielerinnen anhalten – und dies gelang ihr besonders gut in diesem zweiten Viertel. Die zweite Halbzeit glitt den Aarauerinnen komplett aus der Hand und Fribourg holte sich den ersten Sieg (98:55). Im zweiten Spiel war bis zur sechsten Spielminute vor Spielschluss das Ende noch ungewiss. Die Aarauer NLA-Mannschaft macht dem BCF Fribourg das Leben bis zum Ende des dritten Viertels schwer. Erst kurz vor Ende des Spiels konnten sich die Damen aus dem Üechtland einen verhältnismässigen leichten Vorsprung von 19 Punkten erspielen (67:86) und in das Halbfinale einziehen.

«Wir tun alles, um bereit zu sein»

Wir tun alles, um bereit zu sein | Der Landanzeiger

Die Faustballer des STV Oberentfelden hoffen, dass die Saison am 1. Mai in irgendeiner Form starten kann.

Nach all den Absagen und Verschiebungen von Sportveranstaltungen und Meisterschaften reibt man sich die Augen, wenn man die Nachricht von Swiss Faustball liest. Der nationale Verband ruft auf seiner Homepage «alle Mannschaften dringend dazu auf, das Training unter Beachtung der Schutzmassnahmen seriös auf den Start am 1. Mai auszurichten». Während die Corona- Zwangspause in vielen Sportarten andauert, scheint der Optimismus bei den Faustballern gross – oder täuscht dies? Koni Keller, Trainer des STV Oberentfelden, grinst, wenn er auf den geplanten Meisterschaftsstart vom 1. Mai angesprochen wird. Er sagt: «Ich habe leider keinen direkten Draht zum Bundesrat und aktuell sind wir von Lockerungen leider weit entfernt. Aber ja, wir hoffen, es klappt mit dem Saisonstart und wir tun alles, was möglich ist, um bereit zu sein.»

Auf dem Trockenplatz wird kräftig geschwitzt
«Alles» bedeutet beim STV Oberentfelden derzeit ein leicht reduziertes Training. Einmal pro Woche treffen sich die NLA-Faustballer, um auf dem Trockenplatz gemeinsam zu schwitzen. Der Rasen, der sonst für die Übungseinheiten zur Verfügung steht, wird aktuell saniert. An Schlagtrainings ist auf dem harten Terrain noch nicht zu denken. «Grundlagentrainings und technische Basics sind aber gut möglich und Faustball, wo kaum Körperkontakt stattfindet, ist auch mit Schutzmassnahmen und Abstand umsetzbar », sagt Koni Keller. Der 62-Jährige verbindet derzeit auf dem Hartplatz Konditionsübungen mit Technikelementen, analog zu Trainings in der Halle in den Wintermonaten. «In dieser Kombination mühen sich die Jungs zwar ab, haben als Zückerchen aber immerhin den Ball in den Händen», so der 119-fache ehemalige Nationalspieler, der vor seiner siebten Spielzeit mit den Entfeldern steht, wenn man die Hallen- und Feldsaisons zusammenzählt.

Teamsportler wollen gemeinsam trainieren
Nebst dem Mannschaftstraining absolvieren die Spieler individuelle Fitnessprogramme – mittlerweile eher etwas widerwillig, was Koni Koller versteht: «Faustballer sind Teamsportler. Auf Dauer ist es ihnen zu langweilig, alleine zu trainieren. Sich in einer Mannschaft abzustrampeln, ist schon etwas ganz anderes, weil der neben dir auch pumpt und schnauft und man sich so automatisch gegenseitig motiviert. » Nach Ostern, so hoffen die Oberentfelder, geht es endlich wieder auf den Rasen, wo die Trainings praktisch normal stattfinden können. Ob das auch für die Meisterschaft gilt, ist fraglich. An den NLA-Spieltagen, wie sie aktuell ab 1. Mai noch geplant sind, würden sich jeweils deutlich mehr als 15 Personen begegnen. Und dass die Restriktionen im Breitensport, zu dem im Faustball auch die nationalen Ligen zählen, gelockert werden, ist mit Blick auf die aktuellen Covid-19-Kennzahlen eher unrealistisch. Vonseiten des Faustball-Verbandes heisst es, dass entsprechende Spiel-Varianten ausgearbeitet wurden, je nachdem, ob der Bundesrat am 16. April Verschärfungen, den Status quo oder Lockerungen bekanntgibt.

15-Personen-Regel als grosses Fragezeichen
Auch Koni Keller hat sich Gedanken gemacht und zieht zum Beispiel einzelne Partien statt Spieltage in Erwägung – insbesondere, wenn die 15-Personen- Regel bestehen bleibt. «Das würde trotzdem heissen, dass die Kader der beiden aufeinandertreffenden Mannschaften beschränkt sind, weil ja auch Schieds- und Linienrichter, Trainer und Betreuer zu den 15 erlaubten Leuten gezählt werden müssten», so Keller. Einzelspiele würden zudem die Anzahl Fahrten an die Matches erhöhen und einen komplizierteren Spielplan bedeuten. «Weil wir alle aber unbedingt wieder spielen wollen, wären wir bereit, den Mehraufwand zu betreiben», sagt der Trainer. Nach der verkürzten Feldsaison 2020 und der ausgefallenen Hallensaison letzten Winter sei der Hunger nach Ernstkämpfen gross. «Ich bastle zwar noch am Kader, aber die, die dabei sind, werden Vollgas geben, sobald sie wieder dürfen», sagt Koni Keller.

Niederlage im letzten Spiel vor den Playoffs

Niederlage im letzten Spiel vor den Playoffs | Der Landanzeiger

Vorletztes Wochenende ergatterten sich die Aarauer Spielerinnen vom Basketballclub Alte Kanti Aarau (BC AKA) den zweiten Saisonsieg und bestritten vergangenen Samstag das letzte Meisterschaftsspiel gegen Hélios Basket. Die 68:88-Niederlage widerspiegelt nicht den gesamten Spielverlauf, insbesondere im Angriff konnten die Aarauerinnen ihr Spiel erfreulicherweise verbessern.

Der BC AKA legte einen guten Start an den Tag – und dies, obwohl das Aarauer Kader dezimiert auftreten musste. Aufgrund gesundheitlichen Gründen konnte Dijana Milenkovic nicht am letzten Auswärtsspiel der regulären Saison teilnehmen. Im Angriff funktionierten die Aarauer Spielzüge um einiges besser als in den Spielen zuvor. Die Verteidigungswand von Hélios konnte besser gelesen werden und einige wichtige Punkte vielen dadurch in den ersten Spielminuten. Aarau ging in den ersten zehn Spielminuten leicht in Vorsprung (21:22). Einzig in der Verteidigung fand man keine gute Lösung gegen die grossen Innenspielerinnen von Hélios. Rund 18 offensive Rebounds erkämpfte sich die Heimmannschaft aufgrund kleiner defensiver Fehler der Aarauerinnen.
Im zweiten Viertel agierte die NLA-Mannschaft des BC AKA sehr diszipliniert und konnte dadurch zwischenzeitlich einen Vorsprung von acht Punkten erspielen (30:38). Kurz vor der Halbzeit riss der Faden leicht und Hélios konnte die Führung in die zweite Halbzeit mitnehmen (44:40).

19:0-Run von Hélios
Im dritten Viertel nutzte Hélios die kleinen Fehler der Aarauerinnen gnadenlos aus (61:48). Doch der BC AKA liess sich dies nicht gefallen und konnte fünf Minuten vor Spielende bis auf einen Punkt aufholen. In den letzten Minuten glitt die Kontrolle über den Ball den Aarauerinnen komplett aus der Hand und ermöglichte der Heimmannschaft einen 19-0 Lauf. Trotz starken Aktionen und besserer Wurfquoten musste sich der BC AKA in den letzten Minuten geschlagen geben.

SBLW Nächste Phase: Playoffs
Bereits anfangs Saison war klar, dass alle acht NLA-Damenmannschaften für die Playoff Viertelfinale qualifiziert sind. So trifft der letztplatzierte BC Alte Kanti Aarau (2 Siege) auf das erstklassierte Team BCF Elfic Fribourg (21 Siege). «Das letzte Spiel gegen Hélios gibt Zuversicht auf die kommenden Playoffspiele, auch wenn es schwer wird», so der Head Coach Velko Evgenievksi nach dem Spiel letzten Samstag. Im Viertelfinale gilt der Modus «Best-of- Three». So spielte der BC AKA gestern auswärts das erste Spiel dieser Viertelserie. Morgen empfängt der BC AKA dann für das zweite Spiel der Serie Fribourg zu Hause in der Tellihalle (ohne Zuschauer, live auf Youtube). Je nach Punktestand wird ein weiteres Spiel am Sonntag auswärts in Fribourg angesetzt.

«Räbi und Co» zurück im Trainingsalltag

«Räbi und Co» zurück im Trainingsalltag | Der Landanzeiger

Die besten 120 Schwinger dürfen ab sofort mit Körperkontakt trainieren. Dies beschloss der eidgenössische Schwingerverband ESV zusammen mit dem Bundesamt für Sport BASPO und Swiss Olympic. Elf Aargauer Schwinger profitieren davon.

Die besten 120 Schwinger des Landes dürfen ab sofort wieder richtig trainieren. «Ich freue mich riesig», sagt der Uerkner Doppeleidgenosse Patrick Räbmatter. Der Eidgenössische Schwingerverband (ESV) hat zusammen mit dem Bundesamt für Sport und Swiss Olympic Massnahmen beschlossen, welche eine Lockerung im Trainingsbetrieb ermöglichen. «Schade ist nur, dass meine Kollegen des Schwingklubs Zofingen noch nicht eingreifen dürfen», sagt Räbmatter, «ich verstehe natürlich, wenn der Entscheid bezüglich Chancengleichheit nicht bei allen gut ankommt und bei denjenigen, die noch warten müssen, Frust vorhanden ist. Aber ich glaube, wir müssen jetzt Schritt für Schritt wieder zur Normalität finden.»

11 Aargauer dürfen wieder
Vom Nordwestschweizer Teilverband zählen 16 Sägemehlathleten zu den Glücklichen, 11 davon kommen aus dem Aargau. Diese wurden jetzt in Vierer- und Dreiergruppen eingeteilt. «Räbi» (41 Kränze) bildet mit dem Lenzburger Nick Alpiger (Staufen/43 Kränze) und den beiden Aarauern Kaj Hügli (Reitnau/9 Kränze) und Oliver Hermann (Muhen/7 Kränze) eine Trainingsgemeinschaft, die von Matthias Arnold (Reidermoos) betreut wird.

Tiago Vieira muss warten
Tiago Vieira (Buchs/12 Kränze) sucht man vergebens auf der Liste, obwohl auch er vom sportlichen Erfolg her betrachtet, trainingsberechtigt wäre. «Wir wissen nicht genau, welche Pläne er verfolgt», sagt Roger Schenk (Kirchleerau), Technischer Leiter des Aargauer Kantonalschwingerverbandes auf Anfrage. Vieira, der schon an vier Eidgenössischen Schwingfesten teilgenommen hat, und nicht verletzt ist, erfuhr vom Verband per SMS, dass er im NWS-Kader vorerst nicht mehr erwünscht ist. Er gibt aber nicht auf und will sich mit guten Resultaten für das nächste Eidgenössische 2022 in Pratteln empfehlen.

Nachwuchs trainiert schon
Mit der schrittweisen Öffnung von Anfang März, welche den bis 20-Jährigen bereits das Schwingen im Trainings- und Wettkampfbetrieb ermöglicht, konnte nun ein weiterer Fortschritt zur Erreichung der Normalität für den Schwingsport erreicht werden, schreibt der ESV in seiner Mitteilung. Er hofft, dass bald die nächsten Lockerungsmassnahmen möglich sind und sämtliche Schwinger wieder trainieren dürfen. Das würde nicht nur Tiago Vieira freuen.

Ein Kaltstart gäbe viele Verletzte

Ein Kaltstart gäbe viele Verletzte | Der Landanzeiger

Wie funktioniert ein Training im American Football ohne Körperkontakt? Ein Besuch bei den Argovia Pirates im ersten Training nach dem Sport-Lockdown.

Tacklen, den Gegner angreifen, zu Boden bringen, in die Mangel nehmen – dies ist eine Komponente im American Football, die viele Männer überhaupt zu diesem Sport zieht. Nun ist Körperkontakt im Breitensport aktuell aber verboten. Trotzdem trainieren die Argovia Pirates wieder gemeinsam als Mannschaft, auf ihrem Platz in Buchs. Zwei 15er-Gruppen liess Headcoach Chris Humbel via virtuellem Teamplanbuch aufmarschieren, eine dritte wäre möglich. Mit Masken trafen die Footballer ein.
Das letzte NLB-Meisterschaftsspiel bestritten die Argovia Pirates im Juli 2019. Danach sorgten Lockdowns und Sportanlagenschliessungen mehrmals für lange Trainingsunterbrüche. «Viele haben sich seit Monaten nicht gesehen», sagt Vereinspräsident Viktor Gegeckas, «vom sozialen Aspekt her ging durch Corona schon sehr viel verloren, was sonst das Vereinsleben ausmacht. » Trotzdem sind er und der Staff guten Mutes, dass bis zum Saisonstart eine schlagkräftige Piraten-Truppe beisammen sein wird. Rund 50 Spieler versucht man zu akquirieren, auch mit einem Probetraining am letzten März-Wochenende.

Nicht alle sind nach dem Lockdown gleich fit
Das erste Meisterschaftsspiel könnte Ende Juli oder Anfang August sein, schätzt Gegeckas, sodass die Saison im Oktober zu Ende wäre. «Wir brauchen zwei, noch besser drei Monate Zeit, in der wir wieder normal und mit Körperkontakt trainieren dürfen. Tacklen will gelernt sein, von null auf hundert funktioniert nicht, wenn es darum geht, den Gegner zu Boden zu bringen oder sich zu wehren, sonst haben wir zu viele Verletzungen.»
Bis zu entsprechenden Lockerungen der Corona-Einschränkungen feilt Coach Chris Humbel mit seinen Jungs an Kondition, Kraft, Ausdauer und Schnellkraft. «Ich sehe, wer sich in den letzten Monaten fit hielt, und wem ich vielleicht Hausaufgaben geben muss», sagt er. Sein Grinsen ist trotz Maske zu erahnen. Obwohl es an jenem Abend 5 Grad kalt ist, kommen die Piraten bei koordinativen Laufübungen ins Schwitzen, schwatzen und lachen zuerst noch bei Liegestützen, Sprints und Burpees, später ist nur lautes Schnaufen und das eine oder andere Fluchwort zu hören. Humbels Frage nach einer Stunde, «möget der no?», ist rhetorisch. Im ersten Training nach einer gefühlten Ewigkeit geben alle mehr, als sie bei Homeworkouts geben würden. «Es ist dieses gegenseitige Pushen, das fehlt, wenn du nicht mit dem ganzen Team trainieren kannst», sagt Viktor Gegeckas.
In den letzten gut 30 Minuten des zweistündigen Trainings erfolgen Übungen mit Ball: angetäuschte Zweikämpfe, Wurf- und Fangübungen kombiniert mit Laufwegen und Sprints. «Endlich mal wieder einen Ball in den Händen zu halten, ist geil», findet einer, «dann fang ihn doch auch richtig», scherzt ein anderer.

Teamspirit kann sich endlich wieder entwickeln
Die Piraten absolvieren ihr gesamtes Training mit Maske und in ihrer fixen 15er-Gruppe und bleiben meist mehr auf Distanz, als nötig wäre. «Klar würde ich lieber Übungen machen, in denen es zu Körperkontakten kommt, aber das geht nicht», sagt Humbel, «es gibt aber einiges, was wir tun können, bis wir wieder richtig ran dürfen. Hauptsache, wir sehen uns alle, das ist wichtig für den Teamspirit.» Sich später auf dem Feld aufeinander verlassen zu können, den gegenseitigen Respekt in Vertrauen umzuwandeln, sei ein Prozess. «Diese Saison kann eine Art grosser Teamevent werden», meinte Humbel bei seiner Ansprache vor dem ersten Training. «Schön, dass ihr wieder alle hier seid.»

Leo Dillier und sein Traum von Olympia

Leo Dillier und sein Traum von Olympia | Der Landanzeiger

Swiss Volley hat den erst 19-jährigen Aarauer Leo Dillier zum Mitglied der Elite-Beachvolleyball- Nationalmannschaft ernannt. Seit vergangenem Herbst trainiert er nebst seiner Sportlerlehre bei der Firma Rockwell Automation in Aarau täglich im nationalen Trainingszentrum in Bern unter der Leitung von Headcoach Michael Suter.

Seit einigen Jahren wird Dillier beim nationalen Verband als «TopTalent» geführt, was bedeutet, dass er komplett in den Trainingsplan des Nationalteams in Bern integriert und durch die dortigen Strukturen im Ball- und Krafttraining betreut wird. Für den Nachwuchsbeachvolleyballer hat das zur Konsequenz, dass er täglich den Weg von Aarau in die Hauptstadt auf sich nehmen muss, um vom professionellen Umfeld zu profitieren.
Die Ziele von Swiss Volley im Bereich Beachvolleyball sind gemäss Cheftrainer Michael Suter in den nächsten Jahren klar. Um Erfolge zu gewährleisten, müssen die richtigen Spieler früh selektioniert werden, damit sie den Anforderungen gerecht zu werden können. Bereits vorhandene Eigenschaften, aber auch gute Lernfähigkeit und Lernbereitschaft sind mitentscheidend für eine solche Selektion.

Viel Potential
«Leo zeigt bereits in vielen Bereichen sehr gute Ansätze», erklärt Suter. «Er hat unter anderem mit seinem Potential auf verschiedenen Gebieten auf sich aufmerksam gemacht und konnte bereits auch einige Erfolge feiern.» Der Trainer stellt aber weiter fest, dass der Schritt vom Schweizer Junioren Beachvolleyball-Level zur internationalen Spitze sehr gross ist. Um den Anschluss zu schaffen, wird Leo Dillier noch auf mehreren Ebenen arbeiten müssen. Die Ansprüche an die Fähigkeiten eines Beachvolleyball-Athleten sind hoch und werden über die kommenden Jahre eher noch steigen. «Bei Leo ist speziell, dass ihm aufgrund seiner Lehre, welche er im Sommer abschliessen wird, nur begrenzte Zeitfenster fürs Training zur Verfügung stehen. Es zeichnet ihn aber aus, dass er bereit ist, alles für das Erreichen seiner Ziele zu geben. Er ist sehr ambitioniert und willensstark. Ich muss ihn eher einmal bremsen als antreiben! Nebst seiner Bereitschaft schätze ich seine Fähigkeit, fokussiert und im Detail zu arbeiten, sehr.»

Ziel Olympiade 2028
Da Dillier bis Ende Juli noch in der Lehre ist und seine Abschlussprüfungen bestehen muss, wird bis dahin der Fokus auf seine physische Entwicklung gelegt. Das Ziel ist, eine gute Basis zu legen und Fortschritte zu erzielen. Danach werden die Turniere den Schwerpunkt bilden, die er mit seinem neuen Partner Simon Hagenbuch absolviert. Die Wettkämpfe bieten die Möglichkeit die Trainingsinhalte anzuwenden und im Ernstkampf zu festigen.
Auf die Frage, was die langfristigen Ziele sind, antwortet Michael Suter: «Für Leo sind die Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris wohl noch etwas zu früh. Sich die Teilnahme an der Olympiade 2028 in Los Angeles als Ziel zu setzen, ist sicher realistischer. Darauf werden wir mit ihm hinarbeiten. Mit der Selektion ins Elite-Nationalteam haben wir ein Signal gesetzt, aber es ist klar, dass der Weg noch weit ist. Der Erfolg wird sehr davon abhängen, wie gut wir in den nächsten Jahren arbeiten werden.»

Trotz Corona, ein gutes Jahr

Trotz Corona, ein gutes Jahr | Der Landanzeiger

Das Jubiläumsjahr «50 Jahre Aargauer OL-Verband» begann mit einer Première. Nicht in einem schmucken Saal wurde gefeiert, sondern «ganz trocken» am 19. Februar zu Hause am eigenen Computer-Bildschirm in allen Ecken des Kantons Aargau. 24 Personen, der Vorstand des AOLV sowie die Vereinsdelegierten und einige Gäste, folgten aufmerksam den Ausführungen des Co-Präsidium-Duos Daniel Bär (OLK Wiggertal) und Rebekka Suter (OLG Cordoba).

Ein halbes Jahrhundert alt wird der Aargauer Verband (AOLV) im 2021 und man hofft, das Jubiläum ohne grosse Einschränkungen feiern zu können. Vorgesehen sind im August und im September, an zwei unabhängigen Samstagen, eine JubiläumsStaffel sowie eine offizielle Feier in einem Saal. Die Verantwortlichen, Leonhard Suter (OLG Cordoba) und Christoph Wildhaber (OLG Kölliken), verrieten aber noch keine Details.

Acht Wertungsläufe für die Jugend
Dank viel Einsatz und der Schaffenskraft der durchführenden Vereine und deren Mitglieder gelang es, acht Wertungsläufe der Aargauer Schüler- und Jugendmeisterschaft (McDonald’s Cup) durchzuführen. Das Präsidium und die Verantwortlichen des Aargauer OL-Nachwuchskaders dankten allen Beteiligten für diesen grossen Effort. So war es dann im Oktober 2020 möglich, nach dem letzten Wertungslauf eine stimmungsvolle Rangverkündigung für die jungen Cracks durchzuführen. Zum letzten Mal verantwortlich für diese Jugendmeisterschaft war Judith Suter-Schadegg (OLG Cordoba). Sie ist auf diese DV hin von ihrem Amt zurückgetreten und übergibt es an Oliver Grimm vom OLK Argus. Leider konnten 2020 keine internationalen Meisterschaften durchgeführt werden und somit hatte auch die Boniswilerin Eline Gemperle (OLK Argus) nicht die Chance, ihren Sprint-Junioren-WM-Titel von 2019 zu verteidigen. Trotzdem gab es einen sportlichen Erfolg zu vermelden: Dem Aargauer OL-Nachwuchskader unter der Leitung von Cheftrainer Lukas Frei gelang es, den Schweizer OL-Jugend-Cup zu gewinnen.

Wettkampfplanung weiterhin etwas unsicher
Damit auch in den nächsten Jahren gute Strukturen vorhanden sind, wurde die «Vision 2030» vorgestellt. Ebenso wurde auf die Wettkampf-Saison 2021 eingegangen und man hofft sehr, dass der alljährliche Scool-Cup sowie der Aargauer 3-Tage-OL durchgeführt werden können.

Der Rücktritt von Judith Suter war der einzige aus dem AOLV-Vorstand. Die verbleibenden Mitglieder wurden einstimmig wiedergewählt: Daniel Bär (OLK Wiggertal) und Rebekka Suter (OLG Cordoba) als Co-Präsidium, Florian Haller und Martin Gantenbein (OLG Rymenzburg), Peter Lais (OLG Suhr), Leonhard Suter und Jacqueline Keller (OLG Cordoba), Jerôme Käser (bussola ok und Lukas Frei (OLK Argus). Als Revisoren weiterhin tätig sind Oliver Lienhard (OLK Argus) und Peter Dauwalder (OLG Cordoba).

Begeistert von den aktiven Aargauer Vereinen
Der vormalige Präsident des AOLV, Christoph Wildhaber, nun beim Dachverband swiss orienteering tätig, überbrachte via Video-Botschaft die Grüsse des Schweizer Verbandes und erwähnte gerne, dass man immer wieder Freude habe, mit wie viel Elan die Aargauer Vereine organisatorisch tätig und wie erfolgreich die Sportler sind.

Die 51. Delegiertenversammlung des AOLV wird hoffentlich im 2022 wieder «ganz normal» stattfinden können, hoffen alle Beteiligten. Die OLG Suhr hat sich gerne nochmals für die Organisation zur Verfügung gestellt.

HSC-Präsident ausgezeichnet

HSC-Präsident ausgezeichnet | Der Landanzeiger

Der frühere Kranzschwinger René Zehnder hat den HSC Suhr Aarau als Vereinspräsident in der NLA der Handballer etabliert – nun wird er mit dem Special Award ausgezeichnet. «Die Auszeichnung freut mich riesig. Es ist eine grosse Ehre», sagt René Zehnder (64). Der Präsident des HSC Suhr Aarau, wurde anlässlich des Handballspieles Suhr Aarau – Winterthur, mit dem Special Award ausgezeichnet. Der Suhrer ist nach Ernst Lämmli (Fussball, 2011), Beat Stirnemann (MTB, 2013) und Freddy Blatter (Tennis, 2015) der vierte Gewinner aus dem «Landanzeiger»-Gebiet.

Die Auszeichnung wurde 2011 vom Verband Aargauer Sportjournalisten (VASJ) ins Leben gerufen. Seit drei Jahren wird der Special Award nun vom VASJ, der IG Sport Aargau und dem BKS gemeinsam an Personen mit speziellen Verdiensten für den Leistungssport im Kanton Aargau vergeben. René Zehnder nahm auf die Saison 2012/13 hin als Nachwuchsverantwortlicher Einsitz im Vorstand des HSC Suhr Aarau. Im Januar 2015 bildet er zusammen mit Andy Siegenthaler ein Co-Präsidium. In derselben Form führt er den Verein in der Saison 2015/16 zusammen mit Thomas Kähr. Seit dem Frühling 2016 präsidiert René Zehnder den HSC in Eigenregie. Der Verein hat sich unter Zehnder massiv weiterentwickelt und in der NLA etabliert. Das alles kulminiert im Sommer 2020 im Gewinn des Supercups – dem ersten Titel für den Verein nach 20 Jahren.

«Wir planen Szenarien für Turnfeste»

«Wir planen Szenarien für Turnfeste» | Der Landanzeiger

Kurt Hunziker aus Kirchleerau hat nach dem Abgang von STVGeschäftsführer Ruedi Hediger ad interim die operative Führung des Schweizerischen Turnverbandes übernommen. Im Gespräch mit dem «Landanzeiger» spricht er über die Verfehlungen in der Rhythmischen Gymnastik, die Herausforderungen rund um die Pandemie und die neue STV-Direktorin.

Kurt Hunziker, Sie führten vom 1. Januar bis 28. Februar ad interim die Geschäftsstelle des Schweizerischen Turnverbands. Wie liefs?
Kurt Hunziker: Es war eine intensive aber auch eine sehr erfüllende Zeit. Ich durfte auf ein erfahrenes und motiviertes Team auf der Geschäftsstelle zählen, das mich unterstützte.

Welches waren die wichtigsten Arbeiten?
Kurt Hunziker: Die Herausforderungen aufgrund des Corona-Virus sowie die Untersuchungen in der Rhythmischen Gymnastik und im Frauenkunstturnen waren und sind die wichtigsten Themen, die den STV aktuell bewegen. Als Finanzchef des Verbandes beschäftigte mich zudem der Abschluss der Jahresrechnung 2020.

Der STV ist in die Kritik geraten, weil es angeblich zu Verfehlungen in der Rhythmischen Gymnastik und im Frauenkunstturnen gekommen sei. Wie sehr hat Sie das getroffen?
Kurt Hunziker: Die verschiedenen Vorwürfe haben mich sehr betroffen gemacht. Es ist uns sehr wichtig, dass diese Vorwürfe nun geprüft und aufgearbeitet werden. Deshalb liessen wir diese durch eine externe Anwaltskanzlei und durch die unabhängige Ethikkommission untersuchen.

Wie hat sich das Turnen und ihre Arbeit seit Corona verändert?
Kurt Hunziker: Vor allem die Absage nahezu aller Wettkämpfe, der Turnunterhaltungen und das teilweise Trainingsverbot schmerzt sehr. Unsere Turnerinnen und Turner vermissen den Sport und das gesellige Zusammensein im Turnverein sehr. Das ständige Überarbeiten der Planungen, die fehlende Planungssicherheit und die generelle Ungewissheit erschwert die Arbeit. Das ist für alle Stufen der Turnfamilie herausfordernd.

Das STV-Budget 2020 sah ein Minus von rund 500’000 Franken vor, bei einem Umsatz von rund 19,5 Mio. Franken. Welche finanziellen Auswirkungen hat die Pandemie für den STV?
Kurt Hunziker: Nach Eintreten der Pandemie haben wir relativ früh Eventualplanungen ausgearbeitet und bei anstehenden Anlässen Absageszenarien entwickelt und durchgespielt, juristische Unsicherheiten geklärt, damit wir die Risiken und Kosten im Griff haben. Von dieser Weitsicht profitieren wir nun: Das Rechnungsjahr 2020 wird besser abschliessen als budgetiert, da wir nicht alles realisieren konnten, was geplant war. Die Minderausgaben übersteigen die Mindereinnahmen. Insgesamt «schrumpft» der Umsatz um 16 Prozent. Der STV konnte aber vor allem auch auf die Kulanz und Unterstützung seiner Partner und Sponsoren zählen! Das ist nicht selbstverständlich. Umso mehr schätzen wir das. Je länger die Pandemie andauert, desto grösser wird der Schaden für das Turnen sein. Die Mitglieder sind das Rückgrat des Verbandes. Wenn ganze Jahrgänge nicht eintreten und übertreten würden, dann hätte dies grosse finanzielle Konsequenzen.

Wie budgetierten Sie fürs 2021?
Kurt Hunziker: Wir haben die Verschiebung von Anlässen und einen Nachholbedarf an Leiter- und Richterkursen für 2021 budgetiert. Die Planung 2021 beinhaltet aber auch die Durchführung von Europameisterschaften im Kunstturnen in Basel Ende April 2021, WM Akrobatikturnen in Genf im Juli 2021 und die Faustball WM der Frauen Mitte Juli in Jona SG. Wir sind froh, dass Organisationen im Turnsport durch das Stabilisierungspaket COVID-19 des Bundes über eine gewisse Absicherung für coronabedingte Schäden verfügen. Ohne das Stabilisierungspaket des Bundes wären viele Sportanlässe und Events dieses Jahr auf Grund des hohen finanziellen Risikos nicht durchführbar.

Wann rechnen Sie wieder mit offenen Turnhallen und ersten Turnfesten?
Kurt Hunziker: Wir hoffen, dass unsere Turnvereine sobald wie möglich wieder normal trainieren können. Wann dies sein wird, ist sehr schwierig vorherzusehen. Seit letztem Herbst besteht eine Task Force, die zusammen mit den Turnfestorganisatoren in drei verschiedenen Szenarien die Durchführung der Turnfeste 2021 plant. Da die Vereine nicht trainieren können – insbesondere in den schätzbaren Disziplinen – wird es immer schwieriger. Die Entscheide über die Art der Durchführung werden durch die OK’s demnächst gefällt.

Nach dem Rücktritt von Ruedi Hediger wurde eine Nachfolge gesucht. Hat Sie dieses Amt nicht gereizt?
Kurt Hunziker: Ich bin in meiner Funktion als Finanzchef sehr glücklich. Und mit Béatrice Wertli hat der STV eine tolle Persönlichkeit als neue Direktorin gefunden. Ich freue mich, dass erstmals eine Frau zur Direktorin des STV gewählt wurde. Sie bringt eine grosse Erfahrung mit und verfügt über ein ausgezeichnetes Netzwerk. Wir arbeiten bereits sehr gut zusammen. Ich bin überzeugt, dass sie die Richtige ist, um den STV sowohl im Sportlichen als auch als Organisation in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.


Zur Person

Kurt Hunziker, 44 Jahre
Wohnort: Kirchleerau
Zivilstand: verheiratet, 1 Tochter
Erlernter Beruf: Fachmann Finanz- und Rechnungswesen
Jetziger Beruf: Chef Finanzen Beim STV seit: 1996
Turnt aktiv: Männerriege Moosleerau
Teilnahmen an Eidg. Turnfesten: 1996 Bern, 2002 Baselbiet, 2007 Frauenfeld, 2013 Biel, 2019 Aarau
Hasst: diese Pandemie
Liebt: gutes Essen, mit guten Freunden und guten Gesprächen bei einem guten Glas Wein (ich vermisse es)
Lebensmotto: Du kannst den Wind nicht ändern, aber du kannst die Segel anders setzen. (Aristoteles)


Gold, Bronze und ein Schweizer Rekord

Gold, Bronze und ein Schweizer Rekord | Der Landanzeiger

An den Hallen Schweizermeisterschaften in Magglingen wurde der BTV-Aarau-Sprinter Silvan Wicki seiner Favoritenrolle gerecht und gewann die 60 Meter in neuer Schweizer Rekordzeit. In 6.59 Sekunden unterbot Wicki den Schweizer Rekord über 60 m von Pascal Mancini (Estavayer) und Cédric Grand (Genf) um 1 Hundertstelsekunde. Mit diesem Sieg kürte er sich bereits zum dritten Mal in Folge zum Schweizer Meister über 60 m. Mit seiner Zeit katapultierte sich der BTVAthlet zugleich auf Rang 4 der europäischen Bestenliste.

Valentina Rosamilia (18) lief in ihrer ersten Hallen-SM bei den Aktiven über 800 m auf Rang 3. Der Final war hochkarätig besetzt. Rosamilia setzte sich von Beginn weg an die Spitze und sorgte für ein schnelles Rennen, wurde dann von Lore Hoffmann und Selina Rutz-Büchel überholt, sicherte sich im Zweikampf mit Selina Fehler dann aber den dritten Platz. Damit erweitert die zweifache Doppel-Nachwuchsschweizermeisterin der Jahre 2019 und 2020 (400 m und 1000 m) ihr Palmarès. Mit ihrer Zeit von 2:05.52 Min. lief Rosamilia so schnell wie noch nie zuvor, verpasste jedoch die EM-Limite um nur zwei Hundertstelsekunden.

Alle haben Lehrgeld bezahlt

Alle haben Lehrgeld bezahlt | Der Landanzeiger

Der Kölliker Rico Peter blickt auf seine erste Weltcup-Saison als Spartenchef Bob bei Swiss Sliding zurück.

Nach 13 Jahren als Spitzensportler ist Rico Peter im Bob-Weltcup ein alter Hase. Trotzdem haben dem 37-jährigen Kölliker, der 2018 als Pilot zurückgetreten ist, die vergangenen Monate die Augen geöffnet. In seiner ersten Saison als Spartenchef Bob bei Swiss Sliding erhielt Peter nochmals eine neue Sicht auf die Geschehnisse rund um den Eiskanal. «Meine Arbeit beschränkt sich längst nicht nur auf das Buchen der Bahn oder darauf, dem Athleten zu zeigen, wo die optimale Linie liegt. Ich muss ständig organisieren und für die Zukunft planen», zeigt er sich überrascht und beeindruckt zugleich vom Aufwand.

Viel Papierkram
Hinzu kommen zahlreiche Fragen der Athletinnen und Athleten, die es zu beantworten gilt. «Es bereitet mir grosse Freude, ihnen zu helfen, damit sie weiterkommen », sagt Peter. Im administrativen Bereich konnte Peter auf die Unterstützung von Sportchefin Fabienne Meyer zählen. «Sie hat sich mit den vielen Dokumenten, die man einreichen muss, mächtig ins Zeug gelegt. Darüber war ich sehr froh», sagt Rico Peter. Mit dem sportlichen Abschneiden seiner Schützlinge zeigt sich Peter zufrieden. Aus den ersten vier Zweierrennen in Sigulda resultierten drei dritte Plätze und ein zweiter Platz. An diesen fulminanten Auftakt vermochte das junge Schweizer Team im weiteren Saisonverlauf nicht anzuknüpfen, was auch auf den verspäteten Weltcup-Einstieg der Athleten aus den USA und Kanada zurückzuführen ist. «Als sie dabei waren, wurde es für uns schwieriger, stabil vorne reinzufahren», erklärt Rico Peter.

Zu langsam am Start
Für den Unterschied sorgte die Konkurrenz hauptsächlich auf den ersten Metern. «Jene Athleten, die regelmässig auf das Podest fahren, sind am Start eine Zehntelsekunde schneller als wir. Mit ihrem Material und den wenigen Fahrfehlern, die sie begehen, ist es schwierig, diesen Rückstand in der Bahn aufzuholen», sagt Peter. Neben den Anschiebern müssen auch die Piloten zulegen, «damit sie nicht ständig in den Seilen hängen, sondern befreiter fahren können». Die Gespräche mit den Athleten sind für Peter bisweilen eine Gratwanderung: «Ich will ihnen nicht zu viel Druck machen, gleichzeitig aber zeigen, wie es gehen müsste», sagt er. Den grössten Fortschritt ortet Rico Peter im mentalen Bereich. Beispielsweise die erst 22-jährige Pilotin Martina Hasler, die trotz ihres jungen Alters die gesamte Weltcupsaison bestritt, oder Michael Vogt, der nach einem starken ersten WM-Lauf im Zweier auf den fünften Platz zurückfiel, konnten viele Erfahrungen sammeln. «Sie haben gelernt, mit Niederlagen umzugehen und trotzdem motiviert zu bleiben und alles zu geben», freut sich Peter, der hofft, dass sein Team aus diesen Fehlern lernen und im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking profitieren kann.

Nach dem letzten Europacuprennen in Königssee (De) folgen die Schweizer Meisterschaften in St. Moritz und eine Testwoche in La Plagne (Fr), ehe im Mai die Vorbereitung für die nächste Saison beginnt. «Wir werden intensiv trainieren, um bei den Olympischen Spielen das Beste rauszuholen», sagt Rico Peter.

Ohne Vorstandsmitglieder gehts nicht mehr

Ohne Vorstandsmitglieder gehts nicht mehr | Der Landanzeiger

Im Dezember 2020 hat sich die Freie Aargauer Talschafts-Keglervereinigung (FATKV) aufgelöst. Ihre beiden letzten Präsidenten, Hansruedi Steiner (Oberentfelden) und Patrick Berger (Hirschthal), suchten vergeblich nach neuen Vorstandsmitgliedern. Nach 62 Jahren ging ein Stück Aargauer Keglergeschichte zu Ende.

Die Familienabende der Talschaftskegler waren legendär. Der Unterverband zählte in den 80er Jahren gegen 600 Mitglieder und füllte den Saalbau bis auf den letzten Platz. Doch im letzten Vierteljahrhundert gings sportlich und mitgliedermässig stetig bergab. Als Hansruedi Steiner 2019 schwer erkrankte und drei weitere Vorstandsmitglieder zurücktraten, rückte das Ende der FATKV schneller als erwartet näher. Als Retter der Vereinigung für ein letztes Jahr tat sich Vizepräsident Patrick Berger hervor. Das mit 51 Jahren fast jüngste Mitglied mobilisierte an der Generalversammlung im November 2019 die letzten Kräfte unter den verbliebenen 70 Keglerinnen und Keglern. Ranglistenführer Max Lehner (Gränichen) und Sportchef Alfons Gmeiner (Beromünster) hängten ein Jahr an, Heidi Voramwald (Zetzwil) liess sich als Kassierin überreden, Markus Bolliger (Suhr) als Aktuar.

Corona als zusätzliche Hürde
Als wäre es nicht schon genug schwer, einen überalterten Sportverband mit noch zehn Kegelklubs zu führen, stellte sich 2020 das C-Virus in die Quere. Dennoch führte der unermüdliche Vorstand acht von zehn Meisterschaften durch. Der Mut, den Sportbetrieb nach der ersten Coronawelle wieder aufzunehmen, belohnten immerhin 100 Keglerinnen und Kegler aus der ganzen Deutschschweiz.

Hinter den Kulissen weibelte Patrick Berger um eine Erneuerung des Vorstandes. Doch das hohe Alter vieler Mitglieder war ein zu grosses Hindernis. Er fand keine neuen Kräfte. So bestätigte die Präsidentenkonferenz im Juni 2020 mit einer einzigen Gegenstimme, dass der FATKV Ende Jahr aufgelöst werden soll. Zu allem Übel verhinderte die zweite Viruswelle das geplante grosse Abschluss- und Auflösungsfest.

50 Mitglieder machen weiter
Als letzten Erfolg berichtet Abschiedspräsident Berger über den Wechsel von 8 Vereinen mit gut 50 Keglerinnen und Keglern zu einem benachbarten Unterverband. So kegelt der KK Maiglöggli beispielsweise im Freien Aargauer Verband weiter, der den westlichen Kantonsteil abdeckt. Dadurch finden auf den drei schönen Kegelbahnen im Gemeinschaftszentrum Telli in Aarau weiterhin Meisterschaften statt.

Westwärts wechselt auch der einst stolze Klub Sport I Gontenschwil. Dieses Team beherrschte den Talschaftsverband sportlich von den 70er bis in die 90er Jahre und feierte 1979 den Unterkulmer Willi Lüthy als Schweizer Cupsieger. Letzter Grosserfolg für den FATKV waren die beiden Schweizer Meistertitel 2018 und 2019 der vorletzten Kassierin Maya Kamber aus Safenwil.

Nun blickt Patrick Berger zuversichtlich vorwärts. Er freut sich, wenn die Meisterschaft in einem neuen Unterverband im März beginnt. Im Internet geht der Talschaftsverband nicht vergessen, denn der Internetverantwortliche Max Lehner informiert unter der Adresse www.fatkv.wordpress.com die Keglerfamilie weiterhin über das aktuelle Geschehen auf den Aargauer Kegelbahnen. Auch er kanns nicht lassen.

Vom Schwingkeller an den Wickeltisch

Vom Schwingkeller an den Wickeltisch | Der Landanzeiger

Für den Uerkner Schwinger Patrick Räbmatter geniesst der Sport momentan aus verschiedenen Gründen nicht oberste Priorität.

Die knapp drei Wochen alte Ronja liegt dösend auf Papas muskulösem Arm und geniesst es sichtlich. Ronja, die bei der Geburt 47 cm klein und 2855 g leicht war, gibt kaum einen Mucks von sich – und das anscheinend nicht nur, wenn Besuch da ist. «Sie schläft gut und bereits fünf, sechs Stunden am Stück», erzählt der Uerkner Schwinger Patrick Räbmatter. Das hilft bei der Angewöhnungszeit, die schon ziemlich fortgeschritten ist. «Am Anfang bin ich immer mit aufgestanden und wir haben zusammen nach ihr gesehen», erklärt der stolze Vater, «entgegengekommen ist mir diesbezüglich auch die Coronazeit. Ich bin am Sonntag jeweils nicht weg, trainiere nicht viel und kann die Zeit mit der Familie geniessen.»

Filigranarbeit gefordert
«Er macht sich sehr gut als Vater», sagt «Räbis» Ehefrau Vanessa, «ich kann mich wirklich nicht beklagen.» Noch habe er etwas Respekt, wenn es ums Wickeln des zierlichen Persönchens gehe, «aber wenn es nicht anders geht, macht er auch das. Ausserdem badet er sie immer.»

Das Schwingen geriet aus mehreren Gründen deshalb zuletzt ins zweite oder sogar dritte Glied. Heirat, Geburt und das Verbot für die Trainings im Schwingkeller und im Fitnesscenter. «Seit Beginn des zweiten Lockdowns habe ich nichts mehr gemacht», gibt der zweifache Eidgenosse Patrick Räbmatter offen zu. Ich habe zwar einige wenige Geräte im Keller, aber Joggen ist mit meiner Statur auf die Dauer keine gute Idee.» Bedenken um seine Konkurrenzfähigkeit macht er sich trotzdem keine: «Kraftmässig verlor und verliere ich in dieser Zeit schätzungsweise 10 bis 15 Prozent. Das ist für mich aber kein so grosses Problem, weil ich ja einen guten Körperbau habe. Und das Schwingerische verlernt man nicht so schnell. Hingegen müssen dann die Automatismen wieder greifen, und das bringt man nur mit Schwingen hin.» Er hoffe auf eine baldige Lockerung und damit Wiedereröffnung der Sportanlagen, «dann gebe ich wieder Vollgas».

Die Begeisterung und den Ehrgeiz hat er trotz schwierigem sportlichen Jahr nicht verloren. «So aufhören könnte ich auch nicht», so Patrick Räbmatter, «eigentlich habe ich einmal gesagt, ich mache bis 2022 und damit bis zum ESAF in Pratteln weiter. So aber gibt es vielleicht noch ein, zwei Jahre mehr.» Obwohl derzeit in seinem Leben andere Dinge Priorität geniessen, ist dem 29-Jährigen anzumerken, wie sehr er das Schwingen vermisst. «Es fehlen mir vor allem die Begegnungen auf den Schwingplätzen», erklärt Patrick Räbmatter. So ist klar, dass er sich nach einer Saison ohne ein einziges Schwingfest möglichst bald wieder mit anderen messen möchte. «Ich hoffe, es ist ab Mitte Mai wieder so weit», sagt «Räbi». Nicht zuletzt auch deshalb, weil er befürchtet, dass je länger die Zwangspause droht, je mehr Junge auch aufhören werden.

Wann startet Saison 2021?
So viel zu seinem Wunsch. Ob dieser auch in Erfüllung geht, bleibt aber mehr als fraglich. Deshalb kam von Verbandsseite auch die Idee von speziellen Anlässen auf: Wettkämpfe ohne Zuschauer oder Schwingfeste nur für Eidgenossen und Kranzer. Patrick Räbmatter scheint davon nicht begeistert: «Es hat immer geheissen, dass beim Schwingen alle gleich behandelt werden sollen – und daran glaube ich, auch wenn ich mich natürlich freuen würde, wenn ich wieder ins Sägemehl dürfte. Wenn es wieder Schwingfeste gibt, versuche ich sicher teilzunehmen – notfalls auch ohne Zuschauer.»

Und sonst bleibt immerhin mehr Zeit für Frau Vanessa und Tochter Ronja, die dereinst übrigens sportlich nicht unbedingt in seine Fussstapfen treten soll: «Ich glaube nicht, dass es aus Ronja eine Schwingerin geben wird, aber man weiss nie. Sie soll einfach machen, was sie will.»

Virtueller Powerman ist gestartet und dauert einen ganzen Monat

Virtueller Powerman ist gestartet und dauert einen ganzen Monat | Der Landanzeiger

Der Powerman Zofingen und Swiss Duathlon unterstützen die internationale Powerman Vereinigung bei der weltweit ersten «Powerman Virtual Challenge». Dieses Rennen steht seit vergangenem Freitag, 5. Februar der gesamten Powerman Community für einen Monat offen – ungeachtet, ob Amateur- oder Profi-Sportler.

«Wir wollen allen Powerman-Athleten, Läufern und Radfahrern auf der ganzen Welt eine motivierende Möglichkeit und ein sportliches Ziel in diesen Zeiten der gesellschaftlichen Distanzierung bieten. Unser Motto ist: Im Duathlon vereint werden und auf ein gemeinsames Ziel hinlaufen/ radeln/ laufen», so Initiant John Raadschelders, Präsident der International Powerman Association (I.P.A.).

Gemeinsam mit weiteren Veranstaltern weltweit möchte auch der Powerman Zofingen «die Welt bewegen». Das Ziel des virtuellen Powermans ist nämlich, «dass wir die faszinierende Distanz von 10’000 km Laufen, 60’000 km Radfahren und 10’000 km Laufen erreichen», heisst es in einer Mitteilung des Zofinger Powermans. Würde dieses sportliche Ziel erreicht werden, entspräche dies der faszinierenden Distanz einer 2-maligen Umrundung der Erde oder der Bewältigung von 1000 Powerman Classics.

Unabhängig von Nationalität, Alter, Wohnort oder Trainingsstand haben die Sportler die Möglichkeit, die eigene individuelle Aktivitäten (Indoor oder Outdoor) per Upload zum Gesamt-Rennen beizutragen und ein lebendiger Teil des Weges zur virtuellen Ziellinie zu werden. Es geht nicht um Zeit oder Geschwindigkeit: «Es geht um die Idee, in dem Sport, den wir lieben, vereint zu sein und als Powerman-Community ein gemeinsames Ziel anzustreben.»

Wie es funktioniert
Wann? Vom 5. Februar, 0.00 Uhr und endet am 5. März um 23.59 Uhr. Alle Laufund Rad-Aktivitäten müssen innerhalb dieses Zeitrahmens durchgeführt werden, um gültig zu sein. Wer? Jeder kann mitmachen und ein wertvoller Beitrag zu unserem Ziel werden. Stellen Sie sicher, dass Sie in Übereinstimmung mit den aktuellen Cov-19-Pandemie-Regeln Ihres Landes trainieren.

Wie kann man tracken? Sie können Ihre Lauf- oder Radstrecke mit GPS-Uhren, Fahrradcomputern, Smart-Trainern und ähnlichen Geräten verfolgen. Bevorzugt sind Sie mit Trainingsplattformen wie Strava, Garmin, Polar oder Komoot verbunden. Stellen Sie sicher, dass Ihre Aktivität «für die Öffentlichkeit sichtbar» ist (Privatsphäre-Einstellungen).

Aktivitäten hochladen
Wie das Hochladen Ihrer Lauf- und Radfahr-Aktivitäten funktioniert:

  1. Führen Sie Ihre Trainingseinheit durch und laden Sie Ihre Aktivität auf eine der von Ihnen verwendeten Trainingsplattformen hoch!
  2. Besuchen Sie unsere Plattform und wählen Sie Ihre Wettkampfdisziplin
  3. Es ist keine Vorregistrierung erforderlich.
  4. Kopieren Sie den Aktivitätslink aus Ihrem Trainingstagebuch auf Strava, Polar, Garmin und weiteren ähnlichen Geräten.
  5. Laden Sie den Link Ihrer Lauf- oder Radaktivität auf unsere Plattform hoch.
  6. Nach dem Hochladen überprüfen und bestätigen wir Ihre Aktivität.
  7. Jede hochgeladene Distanz zählt für das Powerman Virtual Challenge Goal und Ihre persönlich zurückgelegte Distanz.
  8. Es gibt kein Upload-Limit, Sie können also so viele Trainingseinheiten teilen, wie Sie möchten.

Sobald Ihre hochgeladene Aktivität bestätigt ist, können Sie Ihr individuelles Challenge-Zertifikat mit Ihrer aktuell erreichten Distanz herunterladen.

Hier gibt es weitere Infos zum virtuellen Powerman www.events.larasch.de