«Montreal 1976 war ein grossartiges Erlebnis»

Montreal 1976 war ein grossartiges Erlebnis | Der Landanzeiger

Der ehemalige Uerkner Bahnrennfahrer Walter Bäni (64) blickt für den «Landanzeiger» zurück auf seine Olympia-Teilnahme im Jahr 1976 in Montreal. Was er damals alles erleben durfte, davon können viele Sportlerinnen und Sportler in Tokio zurzeit nur träumen.

Die Olympischen Spiele in Tokio wurden vor einigen Tagen eröffnet. Dabei werden viele schöne Erinnerungen an mein eigenes Olympia-Abenteuer wach. 45Jahre ist es her, aber ich weiss noch so viele kleine Details. Es war ein grossartiges Erlebnis!

Immer schon war Olympia für Sportler eine Art «Ritterschlag». Wer es nie an die Olympischen Spiele schafft, der hat etwas verpasst. Und doch tun mir die heutigen Athleten etwas leid. Olympia ohne Zuschauer, da fehlt die Stimmung, es ist einfach nicht dasselbe. Ich hoffe, die Athleten können sich dennoch freuen. So wie ich damals: Die 57 Schweizer Teilnehmerinnen und Teilnehmer, all die Sportgrössen der damaligen Zeit, versammelten sich in Kloten, um gemeinsam nach Kanada zu fliegen. Von ihnen hatte ich wenige Jahre zuvor noch Autogramme gesammelt, nun gehörte ich selber zu dieser Elite.

Andere Schweizer gesiezt
Ich war 19 und konnte es kaum glauben. Vor lauter Ehrfurcht sagte ich zunächst zu allen Sie! Für die Dauer der Spiele (drei Wochen lang) wohnten wir gemeinsam im Olympischen Dorf, und nach der Schlussfeier flogen alle zusammen wieder nach Hause. Wir sechs Radrennfahrer teilten uns ein winziges Appartement mit Etagenbetten mit den zwei Judokas. Ich hatte das Glück, bereits am fünften Tag im Einsatz zu sein. Danach konnte ich mehr als zwei Wochen lang den Geist der Spielegeniessen. Ich besuchte andere Wettkämpfe, ging im Olympischen Dorf ins Restaurant, ins Kino oder in die Disco und lernte Sportler und Sportlerinnen aus der ganzen Welt kennen. Auch bei den glanzvollen Eröffnungs- und Schlussfeiern durfte ich dabei sein. Ich bekomme heute noch Gänsehaut, wenn ich daran denke. Heute reisen die Athleten so kurz wie möglich vor ihrem Einsatz an und müssen Tokio, nach Beendigung ihres Wettkampfs, nach maximal 36 Stunden wieder verlassen. Wie schade, sie verpassen einiges.

Nie mehr vergesse ich den Tagmeines Wettkampfs. Ich wartete auf das Startkommando, und mir wurde bewusst: Dies war der Moment, von dem ich jahrelang geträumt hatte. Gleich würde ich im voll besetzten Stadion ganz alleinmeine Runden drehen. Ichwusste, dass praktisch alle Einwohner von Uerkheim jetzt vor dem Fernseher sassen und mir die Daumen drückten. Und ich wollte ja eine Medaille gewinnen. So viel Druck! Am liebsten wäre ich davongerannt, möglichst weit weg, auf eine einsame Insel in der Südsee.

Ich tat es dann nicht, sondern trat im Velodrome mit voller Energie in die Pedalen und «strampelte» die 1000 Meter ab. Am Ende wurde ich Achter, heute gibt es dafür ein Olympisches Diplom, damals bekamen das nur die ersten sechs. Ich weiss nicht, ob sich mein Leben verändert hätte, wenn ich eine Medaille gewonnen hätte. Aber zu erleben, wie man sich als kleiner Star fühlt, das war auch mir gegönnt.

Unvergesslicher Empfang
Der Empfang, den mir mein Heimatdorf Uerkheim bereitete, gehört zu den schönsten Erinnerungen meines Lebens. Per Oldtimer wurde ich durchs Dorf gefahren und durfte den Leuten am Strassenrand zuwinken. Auf dem Schulhausplatz gab es eine grosse Feier mit der Musikgesellschaft, dem Jodlerchörli, dem Männerchor und vielen Festrednern. So manches Autogramm durfte ich schreiben, und meine Beliebtheit bei den Mädchen stieg schlagartig an. Später wurden wir auch im Bundeshaus in Bern von Bundespräsident Rudolf Gnägi empfangen. Lange stand beim Dorfeingang in Uerkheim eine grosse Tafel «Herzlich willkommen Walter Bäni». Ich habe all das genossen. Aber ich war auch froh, als nach ein paar Wochen wieder Normalität einkehrte. Viele Spitzensportler möchten auf dem Höhepunkt der Karriere zurücktreten. Hätte ich danach gehandelt, hätte ich mit 19 aufhören müssen. Im selben Jahr Zweiter der Weltrangliste, zwei Schweizer-Meister- Titel, fünf Schweizer Rekorde, einen Beinahe-Weltrekord und einen 8. Platz bei Olympia, das erreichte ich nie mehr.

Für mich war mit 22 die Zeit des Abschieds gekommen. Weil ich etwas anderes machen wollte: eine Rucksack- Weltreise! Natürlich kamen mir auch Zweifel an meinem Entschluss. Endgültige Klarheit erhielt ich im Südseeparadies Bora-Bora. Dort dachte ich an meine Kollegen der Nationalmannschaft, die nun in der härtesten Trainingsphase für die Olympischen Spiele von Moskau 1980steckten. Ich nahm einen weiteren Schluck meines gekühlten Drinks, streckte mich auf dem Liegestuhl, blinzelte in die Sonne und wusste: Mein Entscheid war richtig: der, für den Traum einer Olympiateilnahme auf vieles zu verzichten, und der, vom Velo zu steigen und im Leben auch noch andere Projekte anzupacken.


Eindrücke aus Walter Bänis Fotoalbum



Zur Person
Walter Bäni (17. Februar 1957) ist in Uerkheim geboren und aufgewachsen. Er hat als Radrennfahrer in der Disziplin Kilometerzeitfahren an den Olympischen Spielen von Montreal 1976 den8. Rangbelegt. Fast 30 Jahre lang lebte er in Davos, wo er bei der «Davoser Zeitung» als Sportredaktor tätig war, ehe er sich 2007 selbständig machte. 2017 zog er ins Zürcher Oberland. Nun kommt er zurück in seine Heimat. Ab Ende Oktober wohnt Walter Bäni in Schöftland.


Sprinter Silvan Wicki vertritt den BTV Aarau in Tokio

Regionale Olympiateilnehmer | Der Landanzeiger

Die 32. Olympischen Sommerspiele in Tokio sind seit sieben Tagen in vollem Gang. Am Samstag erfolgt der erste Einsatz des 100-Meter-Sprinters Silvan Wicki (26) vom BTV Aarau. Er ist der einzige Athlet aus dem «Landanzeiger »-Gebiet in Japan. Aber nicht der Erste, der die Farben des BTV Aarau bei Olympia vertritt. Ein Rückblick auf ehemalige Olympioniken aus der Region.

Mit Hansruedi Jost (Hammer) und Gusti Schlosser (Weitsprung) nahmen 1960 erstmals Sportler des BTV Aarau an den Olympischen Spielen teil. Diese fanden in Rom statt.

Der legendäre Aarauer Speerwerfer Urs von Wartburg (84) vertrat die Schweiz fünfmal an Olympischen Spielen. Seine beste Platzierung, einen 5. Platz, erreichte er vor 57 Jahren an den Olympischen Spielen 1964, ebenfalls in Tokio. Im Jahre 1965 wurde er zum Sportler des Jahres gewählt und bei den Olympischen Spielen 1972 war er Fahnenträger der Schweizer Delegation. Er gewann zwischen 1957 und 1980 nicht weniger als 26 Landesmeisterschaften, 22 im Speerwurf, drei im Fünfkampf, eine im Zehnkampf.

Mit 400-Meter-Läuferin Vreni Leiser (76) vertrat 1972 die erste BTV-Athletin die Aarauer Farben bei Olympia. Das Aarauer Olympia-Quintett in München wurde durch Werner «Düsewerni» Dössegger (10’000 m), Werner Meier (1500m) und Linus Rebmann (Weitsprung) komplettiert.

Der Moderne Fünfkämpfer Peter Minder (64) vertrat die Aarauer Farben 1984 an den Olympischen Spielen in Los Angeles. Dort erreichte das Team mit Andy Jung, Peter Minder und Peter Steinmann den 4. Platz und holte ein Olympisches Diplom. Im Einzel belegte Peter Minder Rang 19. Später machte er sich einen Namen als Sport-Kommentator und -Moderator beim Schweizer Fernsehen.

1988 gewann der in Aarau lebende Ruderer Beat Schwerzmann (55) zusammen mit Ueli Bodenmann im Doppelzweier die Silbermedaille in Seoul. Vier Jahre später, in Barcelona, belegte er im Doppelvierer Rang 4. In Seoul amtete Beat Schwerzmann als Schweizer Fahnenträger bei der Schlussfeier. Beat Schwerzmann gewann während seiner Karriere 14Schweizer-Meister-Titel in verschiedenen Bootsklassen.

Mit Martina Stoop (48) vertrat 1996eine 400-Meter-Hürdenläuferin die Aarauer Farben an den Olympischen Spielen in Atlanta. An denselben Spielen war der Suhrer Robbie Kostadinovich (48) Teil der Schweizer Handballnationalmannschaft, die am Ende den guten 8. Rang belegte. Kostadinovich bestritt 181 Länderspiele und erzielte deren 771 Tore.

Der Mountainbiker Florian Vogel (39) aus Kölliken vertrat die Region nicht nur regelmässig und erfolgreich an Welt- und Europameisterschaften, sondern 2008 (Peking) und 2012 (London) auch zweimal an den Olympischen Spielen. Vogel gewann in seiner Karriere zwei Europameistertitel, drei WM-Medaillen, zwei Weltcupsiege und mehrere Meistertitel.

Petra Henzi (52) aus Rombach vertrat die Region 2004 und 2008 als Mountainbikerin bei Olympia. 2008 in Peking fuhr sie auf den sehr guten 6. Platz. Sie stand auch vier Jahre zuvor in Athen im Aufgebot, verletzte sich dort jedoch in einer Trainingsfahrt vor Ort und konnte am Wettkampf nicht teilnehmen. Ihr grösster sportlicher Erfolg war der Marathon-Weltmeistertitel 2007 in Verviers. Sie gewann insgesamt auch sieben Titel an den Schweizer Meisterschaften in den Disziplinen Cross-Country, Mountainbike- Marathon und Querfeldein.

Weiter waren auch Trainer (z. B. Beat Stirnemann, Gränichen, MTB) oder Funktionäre (z. B. Daniel Plattner, Oberentfelden, Chef de Mission und Präsident des Schweizerischen Olympischen Verbands, des Vorgängers von Swiss Olympic) aus der Region Teil der olympischen Familie. Die Liste der Athleten ist nicht vollständig.

Valentina Rosamilia erkämpft sich an U20-EM Bronze

Valentina Rosamilia erkämpft sich an U20-EM Bronze | Der Landanzeiger

Nach Silber am Olympischen Festival der Europäischen Jugend 2019 doppelt Valentina Rosamilia (BTV Aarau) in diesem Jahr nach: Über 800merkämpft sie sich an der U20-EM in Tallinn (EST) sensationell Bronze. Sprinter Lucien Kern konnte mit der 4 × 100 m-Staffel wichtige Erfahrungen sammeln.

Im 800-Meter-Finallauf standen drei Schweizerinnen an der Startlinie: Nebst Valentina Rosamilia (BTV Aarau) haben sich auch Audrey Werro (CA Belfaux) und Lea Ammann (TV Thalwil) für den Final qualifiziert. Der Finallauf wurde von Audrey Werro, die zusammen mit Valentina Rosamilia als grosse Titelfavoritin gehandelt wurde, schnell angegangen. Rosamilia lief in der Verfolgergruppe, die auf der Zielgeraden noch aus drei Athletinnen bestand. Eine Medaille gewinnen konnten jedoch nur deren zwei. Das wusste auch die BTV-Atheletin und holte nochmals alles aus ihr raus, doch die anderen beiden liessen sich nicht abschütteln. Nur wenige Meter vor dem Ziel befanden sich alle drei Athletinnen noch auf derselben Höhe. Kurz vor dem Ziel strauchelte Valentina Rosamilia und stürzte über die Ziellinie. Dort bliebt sie erschöpft am Boden liegen. Umso grösser war die Freude, als sie als Gewinnerin der Bronze-Medaille ausgerufen wurde. Es war ein Wimpernschlagfinale: Valentina Rosamilia erreichte sechs Hundertstel hinter der Ukrainierin Svittlana Zhulzhyk Platz 3, drei Hundertstel zurück folgte die Griechin Elli-Eutychia Deligianni, die Vierte wurde. Gewonnen hat die Schweizerin Audrey Werro.

Für den BTV-Athlet Lucien Kern war es bereits eine grosse Ehre, für die 4 × 100m-Staffel selektioniert zu sein. Er erhielt damit die Bestätigung, dass er zu den schnellsten U20-Sprintern der Schweiz gehört. Umso toller ist, dass er nicht nur als Ersatzläufer in Tallinn mit dabei war, sondern zum Resultat der Schweizer Staffel als Läufer etwas beitragen konnte und zwar als Schlussläufer der gesamten Staffel. Er drehte nochmals richtig auf und sicherte der Schweiz in neuer Saisonbestleistung mit 40.70s den vierten Rang im schnellen Vorlauf mit GB, Frankreich, Türkei, Polen, Finnland und der Slowakei. Leider reichte es nicht für eine Finalqualifikation, aber die Erfahrung eines Starts an einem Grossanlass dürfte für den BTV-Läufer sehr wertvoll sein.

Zur Versöhnung zwei Aargauer Königstitel

Zur Versöhnung zwei Aargauer Königstitel | Der Landanzeiger

Der Aargauer Schiesssportverband hatte im Ständematch enttäuscht, doch zum Abschluss des Eidgenössischen Schützenfestes trumpften die Aargauer Aushängeschilder mit zwei Königstiteln und einem zweiten Rang gross auf.

Der Aargau hat die besten Pistolenschützen des Landes. Der 47-jährige Fuller Dieter Grossen bewies im 50-m-Final Nervenstärke und krönte seine lange Karriere mit dem Schützenkönigstitel. Im Final der besten 25-m-Schützen zeigte der 29-jährige Bottenwiler Christian Klauenbösch einmal mehr seine grosse Stärke im Schnellfeuer. Nach 2010 in Aarau feierte er in Emmen seinen zweiten Königstitel. Knapp an der Titelverteidigung vorbei schlitterte Rafael Bereuter bei den300-m-Gewehrschützenmit Sportwaffen. Der 34-jährige Buttwiler, der für die SG Aarau schiesst, musste sich mit den letzten zwei Schüssen kniend knappgegen den Baselbieter Roger Itin geschlagen geben.

Starke Aargauer Spitze
Fehlte dem Aargau im Ständewettkampf die leistungsmässig starkeBreite, rehabilitierten sich die AGSV-Spitzenschützen in den Königskonkurrenzen eindrücklich. Die 19 im Königsausstich angetretenen Aargauerinnen und Aargauer erzielten fast durchwegs gefreute Resultate. Einzig die Brugger Sturmgewehrschützen Hans und Walter Schumacher blieben hinter den Erwartungen zurück und verfehlten den Final der besten Acht in ihrer Kategorie deutlich. Stattdessen meldeten Grossen und Klauenbösch mit der Pistole sowie Bereuter und Rolf Denzler mit dem 300-m-Sportgewehr ihre Ambitionen auf einen Podestplatz, ja gar Königstitel an. Grossen hat sich im B-Programm auf die 50-m-Distanz deutlich an die Spitze gesetzt. Obwohl ihm der Finalauftakt nicht optimal gelang, blieb er in der Nähe der Spitze und setzte dann die Konkurrenz unter Druck. In der Schlussphase schmolz zwar sein Vorsprung, aber der Fuller rettete bei 100er-Wertungzweimikrige Pünktlein über die Distanz von 24 Schüssen. «Dass ich selber mit dem Sieg liebäugelte, machte die Sache mental nicht einfacher.», resümierte Grossen.

Souveräner Christian Klauenbösch
Nach zweitem Platz im Ausstich trat auch Christian Klauenbösch als Königsfavorit an, denn der Schnellfeuermodus kam dem Zofinger entgegen. Schliesslich war er mit 27:23 Treffern aus 50 Schüssen klar besser als der Waadtländer Cédric Grisoni. «So klar hätte ich den Sieg nicht erwartet», freute sich Klauenbösch über den zweiten Königstitel. 2015 hatte ihn im Wallis eine Waffenstörung an der Titelverteidigung gehindert. Entsprechend gross war jetzt die Genugtuung. Nur kurz ärgerte sich Rafael Bereuter. Obwohl er in der Schlussphase bei den 300-m-Schützen, Feld A, die Führung hatte übernehmen können, kam für ihn die Niederlage gegen Roger Itin nicht überraschend. «Ich hatte Mühe mit meiner Kniendstellung, konnte aber infolge Zeitdruck nichts ändern.» Denbeachtlichen4. Platz erreichte der älteste Finalteilnehmer, Rolf Denzler. Der 57-jährige Hallwiler gab sich denn auch nicht enttäuscht über die «lederne »Medaille.

Zur Versöhnung zwei Aargauer Königstitel | Der Landanzeiger
Erneut den Königstitel gewonnen: Christian Klauenböschs Jubel unmittelbar nach der Rückeroberung des Schützenkönigtitels.

«Das Leiden hat sich gelohnt»

Das Leiden hat sich gelohnt | Der Landanzeiger

Sie rennen mit dem Neopren-Anzug und der Badekappe durch den Engadiner Lärchenwald und schwimmen mit Turnschuhen an den Füssen durch die sehr kalten Oberengadiner Seen. Die Rede ist von den Teilnehmern des «ÖTILLÖ Swimrun Engadin». Mit dabei auch Lars und Peter Oeschger aus Muhen, die in der Kategorie Sprint Team Herren gewannen.

«Das Rennen ist so kurios, dass es schon wieder gut ist», sagt Peter Oeschger (50) aus Muhen, der erstmals zusammen mit seinem Sohn Lars (13) in der Kategorie Sprint am Start stand. Das Duo, undalleanderen150 Gestarteten, musste 2,2 km schwimmen – aufgeteilt in vier Teilstücke – und 12,9 km rennen – aufgeteilt in fünf Teilstücke. Total 15,1 km und 384Höhenmeter und das auf 1800 Metern über Meer. Die Wassertemperatur im Silvaplaner- und Champfèrer-Seebetrug frische 14 Grad. «Das Einschwimmen bei dieser Kälte war brutal hart», gibt Lars Oeschger zu, der zum ersten Mal an einem Wettkampf in einem See teilnahm. Und auch zum ersten Mal mit Schuhen an den Füssen soweit schwamm.

Am Stammtisch entstanden

Für einmal sind es nicht die Engländer, die eine spezielle Sportart (Bob, Skeleton, Polo und weitere) ins Engadin bringen, sondern die Schweden. Die Rede ist vom «ÖTILLÖ Swimrun» (ÖTILLÖ bedeutet von Insel zu Insel) dem wohl härtesten Ausdauerrennen der Neuzeit. Entstanden 2002 aus einer Stammtischwette, gibt es dieses in Zweierteams oder alleine zu absolvierende Rennen heute in verschiedenen Ländern und als offizielle Weltmeisterschaft in Schweden. Die Originalstrecke geht über 75 km, 10 km davon im Wasser, der Rest wird gelaufen. Die Regeln sind einfach: Sämtliche Ausrüstung muss eigenständig von Start bis ins Ziel gebracht werden. Dies bedeutet, das Schwimmen in Laufschuhen sowie das Laufen in Neoprenanzügen, wobei kleine Schwimmhilfen erlaubt sind. Dazu kommt, dass der Abstand des Zweierteams nie mehr als 10 Meter voneinander betragen darf.

Mit Schwimmanzug auf dem Wanderweg
Peter und Lars Oeschger legten einen fulminanten Start hin und stiegen bereits nach der ersten Schwimmstrecke als erstes Sprint-Team aus dem Wasser. «Auf den Laufstrecken muss man sich wieder aufwärmen, sonst kommt man im kalten Wasser nicht mehr vorwärts »,weiss Peter Oeschger. «Wir wurden mit unseren Schwimmanzügen und Badekappen von den Wanderern und Touristen teilweise sehr komisch angeschaut», sagt Lars Oeschger. Die Rennstrecke führte nicht nur flach den Seen entlang, sondern auch über Skipisten und durch steile Waldabschnitte. Für Vater Oeschger war es bereits die dritte Teilnahme. Jedes Mal verlief die Strecke etwas anders. «Dies mal war es am härtesten», blickt er zurück. Trotzdem liefen er und sein Sohn Lars nach 1.56 Std. als überlegende Sieger der Kategorie Sprint Team Herren ins Ziel. Dort durften sie die Gratulationen von Michael Lemmel, einem der Gründer des «ÖTILLÖ», in Empfang nehmen. Nebst einer Medaille aus Holz, gab es auch ein Siegercouvert. Darin ein Gutschein für einen Gratisstart imnächsten Jahr. «Den lösen wir ein», blickt Lars Oeschger bereits voraus, «denn das Leiden hat sich gelohnt, es war ein ganz cooler Wettkampf.»Sagts und verabschiedet sich unter die warme Dusche.

Der lange «ÖTILLÖ Swimrun Engadin» führte am Tag darauf von Maloja über rund 45 km ins Ziel nach Silvaplana. Unterwegs schwammen die knapp 100 Athletinnen und Athleten durch vier Oberengadiner Bergseen (5,8 km) und legten 39 km rennend zurück. Dabei überwanden sie 1499 Höhenmeter. Nach insgesamt 45 km und einer Gesamtzeit von 5.25 Stunden erreichet das erste Team das Ziel in Silvaplana. Peter und Lars Oeschger zeigten sich beeindruckt von dieser Leistung. Ob das Hauptrennen des «ÖTILLÖ» dereinst auf ihrem Wettkampfprogramm steht, liessen beide noch offen.

Das Leiden hat sich gelohnt | Der Landanzeiger
Das 14 Grad kalte Wasser im Silvaplanersee konnte Peter und Lars Oeschger aus Muhen nichts antun.

Das «Eidgenössische» zu Hause

Das «Eidgenössische» zu Hause | Der Landanzeiger

Das verschobene Eidgenössische Schützenfest Luzern 2020wird in diesem Jahr nachgeholt. Dies geschieht «dezentral» in den Vereinen. So auch beim Kirchberg-Schützenverband mit den Sektionen ASB Aarau, SG Densbüren Asp, SG Erlinsbach und SG Küttigen.

Erstmals wurde ein Eidgenössisches Schützenfest dezentral durchgeführt. Pandemiebedingt haben sich die Organisatoren des ESF Luzern 2020 dazu entschlossen, das Fest ins Jahr 2021 zu verschieben. Da sich die Situation bezüglich Covid-19 im Frühjahr 2021 nicht entscheidend verändert hatte, wurde die schwierige Entscheidung getroffen, das ESF dezentral bei den Vereinen durchzuführen.

Der Kirchberg-Schützenverband, bestehend aus den Sektionen ASB Aarau, SG Densbüren Asp, SG Erlinsbach und SG Küttigen, hat an der durch den Obmann einberufenen Sitzung den mutigen Entscheid gefasst, das ESF (Distanz 300m) gemeinsam auf der Schiessanlage Talmatt in Küttigen zu organisieren. Die Aufgaben wurden unter den Sektionen aufgeteilt, so waren während den total zweieinhalb Schiesstagen die Kollegen der SG Küttigen für den Schiessbetrieb und diejenigen der SG Densbüren Asp für den Betrieb der Festwirtschaft zuständig. Glücklicherweise hat der Bundesrat per 26. Juni die Vorschriften im Zusammenhang mit der Pandemie in wichtigen Belangen gelockert, sodass einer erfolgreichen Durchführung des ESF nichts mehr im Wege stand. Im Schiessbetrieb und im eigens dafür aufgestellten Festzelt waren durchwegs zufriedene Schützinnen und Schützen anzutreffen und es gelang den Organisatoren etwas «Schützenfest- Stimmung» zu vermitteln. Ein gemütlicher Abend im Festzelt, umrahmt von Alphornbläsern und dem Absenden 2020 der SG Küttigen, bildete den Höhepunkt des erfolgreichen Anlasses.

Bei optimalen Verhältnissen haben total 76 Schützen, darunter 19 Jungschützen, den Wettkampf absolviert und dabei einige tausend Schuss Munition verbraucht und hunderte Stiche geschossen. Zur Klassierung in der Vereinskonkurrenz dient der sogenannte Vereinsstich, welcher auf die Scheibe A10 geschossen wird (6 Schuss einzeln und 4 Schuss Serie). Die höchsten Resultate schossen Willy Roth, SGK, 94 Punkte, Beat von Aesch, SGE, 93 Punkte, sowie Ulrich Wernli, SGK und Hans-Rudolf Senn, SGDA, mit je 91 Punkten. Die Sektionsrangliste führte die SG Erlinsbach an mit 88.590 Punkten, gefolgt von der SG Küttigen mit 86.758 Punkten, SG Densbüren Asp mit 85.972 Punkten und ASB Aarau mit 79.666 Punkten. Leider reichen diese Resultate nicht für Spitzenplätze in der Sektionsrangliste.

Erfreulicher waren die Kranzresultate einzelner Teilnehmer. Folgende fünf Schützen konnten sich jeweils sieben Kranzresultate schreiben lassen: Peter Pfister, Hans-Rudolf Senn und Roland Senn, alle SG Densbüren Asp, sowie die Küttiger-Schützen Ernst Dannenhauer und Willy Roth.

Die Pistolenschützen haben ihr Programm auf die Distanzen 25 und50Meter auf der Anlage in Densbüren absolviert. Mit acht Kranzresultaten war Rolf Buser am erfolgreichsten.

Oberentfelden ist zurück und kämpft um das Final4-Ticket

Oberentfelden ist zurück und kämpft um das Final4-Ticket | Der Landanzeiger

Die NLA-Faustballer des STV Oberentfelden holen in der Doppelrunde dieses Wochenendes drei Siege aus vier Partien und arbeiten sich damit auf Rang fünf der Tabelle nach vorne.

Die letzten beiden Spieltage sind nicht nach dem Geschmack des STV Oberentfelden verlaufen. Drei Spiele haben die Oberentfelder verloren – darunter auch die Partie gegen Rickenbach-Wilen, das in dieser Saison noch keine andere Begegnung gewinnen konnte. Mit dem Sieg gegen Tabellenführer Diepoldsau zum Abschluss des vierten Spieltags hat das Team von Trainer Koni Keller jedoch ein starkes Lebenszeichen von sich gegeben. Und gegen eben jenes Diepoldsau spielten die Oberentfelder an diesem Wochenende erneut. Diesmal vor eigenem Publikum. Nach einem hart erkämpften 3:2-Erfolg gegen Rickenbach- Wilen – dies nach einer vermeintlich komfortablen 2:0 Satzführung– ging es für die Oberentfelder erneut gegen den Vize-Schweizer-Meister Diepoldsau. Doch der Exploit konnte nicht wiederholt werden.

Zwei Ausfälle
Trotz Chancen im ersten Satz mussten die Hausherren den ersten Durchgang abgeben. Dann aber meldeten sich die Oberentfelder zurück und gewannen Satz zwei gleich mit 11:5. Im dritten Durchgang war das Spiel dann erneut ausgeglichen. Doch die Oberentfelder mussten gleich zwei verletzungsbedingte Ausfälle in Kauf nehmen. Zuerst musste Routinier Dominik Gugerli wegen Rückenproblemen das Spielfeld verlassen und wenig später auch Ramon Hochstrasser, der mit Schwindel zu kämpfen hatte. Trotzdem kam das Team von Koni Keller der 2:1-Satzführung sehr nahe. Doch am Ende verloren sie Satz drei mit 13:15. Im vierten Durchgang war dann nichts mehr zu holen für die Oberentfelder. Dafür spielten die Favoriten aus Diepoldsau zu souverän und gewannen am Ende mit 3:1.

Sieg im Direktduell gegen Neuendorf
Am Sonntag stand die Runde in Neuendorf auf dem Programm. Dabei gings zuerst gegen die Gastgeber. Zwischen den beiden Teams entwickelte sich ein munteres Hin und Her, das erst im fünften Satz entschieden wurde. «Wir haben in diesem fünften Satz über den Kampf den Sieg auf unsere Seite zwingen können», so Trainer Koni Keller. «Die spielerische Leichtigkeit hat uns trotz des Siegs ein wenig gefehlt. Da haben wir noch Potenzial, aber dennoch war das ein wichtiger Sieg.» Dies insbesondere deshalb, weil die Neuendörfer ein direkter Konkurrent sind im Kampf um die Teilnahme am Final4- Turnier. Umso wichtiger war entsprechend der Erfolg im Direktduell.

In den eigenen Händen
Und weil die Oberentfelder auch noch das abschliessende Spiel dieser Doppelrunde gegen Schlusslicht Walzenhausen gewannen (3:1), haben sie den Anschluss an die Spitzengruppe definitiv wieder hergestellt. Punktgleich mit dem viertplatzierten Team aus Neuendorf liegen sie auf Rang fünf in der Tabelle. Und das Wichtigste: «Wir haben es in den eigenen Händen, uns an den letzten beiden Spieltagen für das Final4-Turnier zu qualifizieren», so Keller. Auf demWeg dahin warten bereits am kommenden Wochenende zwei wichtige Spiele. Die Oberentfelder treffen auf Wigoltingen und Jona, die auf den Rängen sechs und sieben der Tabelle stehen.

Weitere Infos unter www.faustballcenter.ch.

Auf den Spuren von «Räbi»

Auf den Spuren von «Räbi» | Der Landanzeiger

Dass der Sägemehlsport trotz Coronakrise und eineinhalbjähriger Wettkampfpause lebt, zeigte sich am Aargauer Nachwuchs-Schwingertag in Uerkheim. Der organisierende Schwingklub Zofingen verzeichnete mit 240 Teilnehmern einen Rekordaufmarsch.

Wie Patrick «Räbi» Räbmatter am Vortag beim Niklaus-Thut-Schwinget begeisterte auch Sinisha Lüscher die rund 400 Zuschauer. Der 15-jährige Lokalmatador gehörte zu den drei Nachwuchsschwingern, die alle sechs Gänge gewannen und damit ihre Alterskategorie dominierten. Im fünften Gang erhielt Lüscher Szenenapplaus für seinen spektakulären Hüfter-Plattwurf gegen Max Läuchli. Im Schlussgang benötigte der Uerkner nur 40 Sekunden, bis er den Bözberger Leon Roth mit einem Kurzzug auf den Rücken gedreht hatte. «Ich greife immer an», so seine Taktik, «wenn ich spüre, wie der Gegner verteidigt, suche ich einen Weg zum Sieg.» Dass ihm der Heimsieg leicht gefallen sei, stellte er in Abrede.  «ch musste mich jedes Mal gut vorbereiten und mich auf den Gegner einstellen. Als grösstes Ziel bezeichnet Sinisha Lüscher, der beim FC Kölliken auch Fussball spielt, den Eidgenössischen Nachwuchs-Schwingertag Ende August. In Schwarzenburg will er einen Doppelzweig erobern. In Uerkheim nahm er als Kategoriensieger ein Schaf in Empfang.

Die Kirchleerber Brüder Lunik und Leon Steffen liessen die Köpfe trotz Spitzenklassierung hängen. Der 13-jährige Leon musste sich ausgerechnet beim Heimfest wieder einmal schlagen lassen. Im Schlussgang der Jahrgänge 2008/09 verlor er nach gut drei Minuten Kampfdauer gegen den Schafisheimer Timo Zubler. «Er hat nicht aufgepasst und kämpfte nicht wie sonst üblich», kritisierte sein Bruder Lunik. Dieser verfehlte den Schlussgang bei den Jahrgängen 2006/07 um einen Viertelpunkt. Mehr ärgerte den älteren Steffen jedoch der nicht gutgeschriebene Sieg im letzten Gang gegen Damian Eisenring. Wie zahlreiche Zuschauer hatte er den Hirschthaler auf dem Rücken gesehen, doch die Kampfrichter sahen es anders. So musste sich Lunik Steffen mit Rang 3b begnügen. Leon blieb die Klassierung 3a.

Martin Anderegg, Präsident des organisierenden Schwingklubs Zofingen, wirkte nach dem Wettkampf über sieben Stunden etwas abgekämpft, aber «sehr zufrieden». In den über 700 Zweikämpfen ereigneten sich nur wenige und vor allem keine gravierenden Unfälle. Mir stand ein gutes Team zur Seite. So machte die Organisation Freude , sagte Anderegg zur Unterstützung von über 50 Helfern rund um den Klub. Mit bestem Beispiel ging Aushängeschild Patrick Räbmatter voran. Mit dem Feuerwehrschlauch bewässerte er während des ganzen Tages die sechs Sägemehlringe. So geht Vorbild!

Seifert glänzte und Langenegger überraschte an der SM

Seifert glänzte und Langenegger überraschte an der SM | Der Landanzeiger

In Kirchberg fanden die Schweizer Meisterschaften der Elite im Kunstturnen statt. Zwei Turner der ORO-Riege (Oberentfelden, Rothrist, Oftringen) nahmen an der SM teil. Paul Peyer aus Strengelbach wurde in der Kategorie Amateur ausgezeichneter Dritter. Bei der Elite turnte Noe Seifert mit Bravour. Von Anfang an führte er das hochkarätige Teilnehmerfeld an. Sogar Europameister Brägger hatte da das Nachsehen. Mit sicheren geturnten Übungen, gespickt mit Elementen im höchsten Schwierigkeitsgrad, liessen die ORO-Aktien in den Himmel schiessen. Seifert war so richtig in Fahrt, auf Goldkurs. Die letzten Geräte, Reck und Boden, haben dann nochmals alles abverlangt; eine Pokerrunde. Schwierig oder sauber turnen, am liebsten beides. Genau dies ist die Gratwanderung auf diesem Niveau. Den Börsengang schloss Noe auf dem guten sechsten Rang ab. Dafür mit einem kompletten Medaillensatz. Dieses Jahr waren die Schweizermeisterschaften etwas anders als sonst. Es gab keine Gerätefinals, wo alles wieder bei Null beginnt. Sondern die Endnote des Mehrkampfes am jeweiligen Gerät war zugleich die Endnote für das Gerät. Noe durfte sich an den Ringe die bronzene und am Pauschen die silberne Medaille umhängen lassen. Am Barren darf er sich nun als Schweizermeister feiern.

Langenegger überraschte
Diese SM der Elite ist eines der grossen Ziele jedes ambitionierten Kunstturners. Denn dort startet eigentlich nur das Nationalkader und auch einige Turner des erweiterten Nationalkaders. Durch seine hervorragenden Leistungen über die ganze Saison bekam Junioren-Schweizermeister Florian Langenegger vom STV Schlossrued die Chance, sich mit all den grossen Namen im Kunstturnen zu messen. Mit einer gelungenen Übung an den Ringen startete der Uerkner souverän in den Wettkampf und somit war der Start geglückt. Mit seiner gewohnt ruhigen Art nahm er dann die weiteren Geräte Sprung, Barren, Reck, Boden und Pferdpauschen in den Angriff. Langenegger turnte sich, wie schon die ganze Saison, sehr souverän und ohne grosse Fehler durchs Programm. Zudem hatte er auch keine Stürze zu verzeichnen, eine der grossen Stärken von Florian. Das ist insofern sehr wichtig, weil Stürze jeweils sehr hohe Abzüge bei den Noten ergeben.

Mit einer Schlussnote von 78.532 Punkten verlor Florian Langenegger nur 4 Punkte auf den Sieger Eddy Yusof und rangierte sich auf dem sensationellen 8. Rang von 18 Turnern. Somit liess er viele bereits arrivierte Turner hinter sich. Was für eine Leistung des noch jungen Turners!

2 Spiele – 0 Punkte: Ein Tag zum Vergessen für Oberentfelden

2 Spiele – 0 Punkte: Ein Tag zum Vergessen für Oberentfelden | Der Landanzeiger

In der dritten NLA-Runde verlieren die Oberentfelder Männer gegen Elgg-Ettenhausen (0:3) und Widnau (1:3). Damit rutschen sie in der Tabelle vom zweiten auf den sechsten Rang ab.

Die Oberentfelder sind mit hohen Erwartungen nach Widnau gereist. Nachdem sie vor einer Woche gegen Elgg-Ettenhausen einen knappen 3:2-Sieg feiern und auch gegen Schweizer Meister Widnau über weite Strecken mithalten konnten, wollten sie sich in den Rückspielen gegen diese beiden Mannschaften steigern.

Doch dieser Plan ging nicht auf. Bereits das erste Spiel gegen Elgg-Ettenhausen lief völlig an den Oberentfeldern vorbei. Mit 0:3 (5:11, 5:11, 7:11) mussten sich die Jungs von Trainer Koni Keller geschlagen geben. «Ich muss das leider so krass formulieren, aber das war durchs Band miserabel von uns. Vom Service, übers Zuspiel, bis hin zu den ersten Bällen und dem Rückschlag hat praktisch nichts zusammengepasst im Spiel gegen Elgg», so Keller. «Und mit dieser Leistung konnten wir Elgg-Ettenhausen natürlich nicht fordern, so dass sie ohne Druck aufspielen konnten und eine gute Leistung zeigten.»

Stabilität hat gefehlt
Die Oberentfelder hatten also einiges gut zu machen im zweiten Spiel des Tages. Und der Start in die Partie gegen Widnau gelang deutlich besser. Mit 12:10 konnten sie den ersten Satz gewinnen und hielten auch im zweiten Durchgang zu Beginn gut mit. Doch dann wechselten die Widnauer im Angriff von Jan Meier auf Juliano Fontoura. Und der Routinier brachte die Wende zu Gunsten der Widnauer, welche die Sätze zwei bis vier souverän für sich entscheiden konnten.

Die Oberentfelder ihrerseits konnten in beiden Spielen nicht an die guten Leistungen vom ersten Spieltag anknüpfen und mussten die Heimreise am Ende ohne Punkte im Gepäck antreten. «Eigentlich wollten wir uns heute steigern im Vergleich zu letzter Woche, aber das hat definitiv nicht geklappt. Ich weiss noch nicht genau, woran es gelegen hat, denn wir haben die ganze Woche über gut trainiert. Die Stabilität aus dem Training konnten wir aber leider nie abrufen», bilanzierte Trainer Koni Keller.

Den Spass wieder finden
Viel Zeit bleibt den Oberentfeldern nicht bevor es wieder ernst gilt. Bereits am kommenden Samstag steht die vierte NLA-Runde dieser Meisterschaft auf dem Programm. Und dabei warten Tabellenführer Diepoldsau und Schlusslicht Rickenbach-Wilen. «Diepoldsau ist in dieser Saison eine Wundertüte. Man weiss nie genau, mit wem und wie gut sie spielen», sagt Keller. Wir müssen aber ohnehin auf uns schauen und nicht zu stark auf den Gegner. Wenn wir es schaffen, unsere Leistung vom ersten Wochenende dieser Meisterschaft abzurufen, dann können wir jedem Gegner Paroli bieten. Dafür müssen wir aber die vielleicht etwas zu hohe Erwartungshaltung bei Seite legen und einfach wieder Spass am Faustballspielen haben.

Ein Abschied mit Champagner-Dusche für Stirnemann

Ein Abschied mit Champagner-Dusche für Stirnemann | Der Landanzeiger

Beim traditionellen Mountainbikerennen in Gränichen haben Anton Cooper aus Neuseeland und Evie Richards aus Grossbritannien triumphiert. Andri Frischknecht und Sina Frei fuhren als beste Schweizer jeweils auf Rang 2. Der Kölliker Joel Roth gewann das Rennen der U23.

Heisse Rennen erlebten die gegen 1000 gemeldeten Mountainbikerinnen und Mountainbiker am Wochenende in Gränichen. Der Neuseeländer Anton Cooper kann bei der Elite – in Abwesenheit von Weltmeister Nino Schurter und Weltcupsieger Mathias Flückiger – mit den Verhältnissen am Besten zurecht. Er zog bei Rennhälfte vorne weg. Folgen konnte ihm aus der Fünfergruppe an der Spitze nur Andri Frischknecht. Zwei Runden vor Schluss musste aber auch er abreissen lassen. Lars Forster wurde Dritter.

Bester Fahrer des RC Gränichen war der Kölliker Joel Roth auf Rang 7. Er gewann das Rennen der U23. Roth ist als Ersatzfahrer für die Olympischen Spiele in Tokio nominiert, doch er rechnet nicht damit, dass er zum Einsatz kommt. Er verfolgt seine eigenen Ziele und will in diesem Jahr den U23-EMTitel verteidigen und an der U23-WM wieder eine Medaille gewinnen.

Auf Abschiedstour im Heimrennen war Matthias Stirnemann, der Ende Saison seine Karriere beendet. Vor dem Start wurde er von den Renn- und Vereinsverantwortlichen geehrt und im Ziel mit einer Champagnerdusche empfangen. Stirnemann fuhr auf Rang 14 und zeigte sich damit zufrieden. Er arbeitet künftig als Velomechaniker und engagiert sich im Nachwuchs.

Bei den Frauen sorgte die starke Britin Evie Richards bei Rennhälfte für die Entscheidung. Sie setzte sich von Linda Indergand ab und fuhr in der Folge ein einsames Rennen. Dahinter zündete Sina Frei nach einem verhaltenen Start den Turbo und fuhr auf Rang 2 vor, Indergand wurde Dritte. Jolanda Neff war nach ihrem zweifachen Armbruch im Weltcup, nicht am Start.

Der RC Gränichen hat mit seinen vielen Helferinnen und Helfern für ein grandioses Rennwochenende gesorgt, welches Corona bedingt erneut unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden musste.

Weltklasse in Gränichen am Start

Weltklasse in Gränichen am Start | Der Landanzeiger

Am 19. und 20. Juni ist Gränichen wieder Mittelpunkt der Mountainbikeszene. Nicht nur die Schweizer Aushängeschilder stehen am 20. Juni im Moortal am Start, sondern mit der UCI-Junior Series auch die weltbesten Junioren. Die Rennen müssen Corona bedingt ohne Zuschauer stattfinden, sie werden aber im Internet live übertragen.

Für das Traditionsrennen in der Gränicher Kiesgrube präsentiert sich die Startliste einige Tage vor dem Start bereits als sehr hochkarätig. Eingetragen sind mit Mathias Flückiger (Weltcupsieger in Leogang, AUT) und Nino Schurter (Weltmeister und Olympiasieger) die aktuell besten Eidgenossen. Nachgemeldet hat sich der Neuseeländische Meister Anton Cooper, der am Wochenende beim Weltcup den 3. Rang einfuhr. Die jungen Joel Roth (Kölliken) und Matthias Stirnemann (Gränichen) bestreiten ihr Heimrennen. Gerade Roth, der als Ersatzfahrer für Olympia in Tokio vorgesehen ist, möchte beweisen, was er drauf hat. Den Gränicher Matthias Stirnemann muss man fürs Heimrennen nicht speziell motivieren. Er leidet aber immer noch an den Folgen einer Erkrankung.

Weltklasse in Gränichen am Start | Der Landanzeiger
Mathias Flückiger (links) und Nino Schurter sind top in Form.
Weltklasse in Gränichen am Start | Der Landanzeiger
Joel Roth (RC Gränichen) wurde 2020 U23-Schweizer-Meister.

Neff brach sich die Hand
Die amtierende Schweizer Meisterin Jolanda Neff hat sich für Gränichen angemeldet, jedoch am Wochenende bei ihrem 4. Rang im Weltcup in Leogang (AUT), die Hand gebrochen. Deshalb ist ihr Start fraglich. Mit Alessandra Keller und Linda Indergand starten aber weitere starke Schweizerinnen und auch aus dem Ausland sind einige Topshots dabei. Die im Weltcup überzeugende Australierin Rebecca McConnell ist genauso gemeldet wie die Britin Evie Richards oder die niederländische Weltnummer 3 Anne Terpstra.

Bereits am Sonntagvormittag stehen die weltbesten Junioren im Rahmen der UCI Junior Series am Start. Aus der ganzen Welt reisen die Talente an, wobei die Schweiz mit Jan Christen einen Podestkandidaten hat.

Corona bedingt sind an den Rennen, wie bereits im letzten Jahr, keine Zuschauer zugelassen. Die Rennen werden per Live-Stream auf www.aargauersport.ch und www.swiss-sport.tv übertragen, die Elite-Rennen sind auch auf Blue TV zu sehen.

Fahrtechnik-Training oder Bike-Trophy über 32 km
Parallel zu den Rundstreckenrennen, findet am Samstag auch die Bike-Trophy, ein MTB-Kurzmarathon über 32 km und 820 Höhenmeter, statt. Gestartet wird 16.40 Uhr im Massenstart, in verschiedenen Kategorien. Die Anmeldung ist weiterhin möglich. Wer aber lieber seine MTB-Fahrtechnik verbessern will, hat die Möglichkeit, am Freitagabend, 18 Uhr, während rund zwei Stunden, unter fachkundiger Leitung zu trainieren. Im Anschluss gibt es ein Nachtessen im Festzelt. Alles zusammen kostet 50 Franken. Anmeldung unter fam.stirnemann@bluewin.ch. Es hat nur noch wenig freie Plätze.

Erstmals stehen die Rennen in Gränichen unter der Leitung des neuen OK-Präsidenten Rafael Geiser. Er hat das Amt von Manuel Eichenberger übernommen, der in den letzten zehn Jahren hervorragende Arbeit geleistet hat.

www.rcgraenichen.ch


Programm

Samstag, 19. Juni 2021
10.15 Uhr SOFT, Parcours
10.45 Uhr CROSS, Parcours
12.15 Uhr ROCK, 4 kleine Runden
13.15 Uhr MEGA, 4 mittlere Runden
14.15 Uhr SOFT, 2 mini Runden
14.45 Uhr CROSS, 3 mini Runden
15.25 Uhr HARD, 3 grosse Runden
16.40 Uhr Fun Block 1, Bike Trophy
16.55 Uhr Fun Block 2, Bike Trophy
17.30 Uhr Pfüderirennen

Sonntag, 20. Juni 2021
08.45 Uhr U23 (ohne Elite- Qualifikation)/Masters
10.15 Uhr Junioren
12.00 Uhr Elite Frauen & U23
12.05 Uhr Juniorinnen
14.15 Uhr Elite Herren & U23 (mit Elite-Qualifikation)


U19-Damen des BTV Aarau erstmals Schweizer Meister

U19-Damen des BTV Aarau erstmals Schweizer Meister | Der Landanzeiger

Am Final-Four-Turnier der Kategorie U19 in Lugano hat sich der BTV Aarau Volleyball dank drei Siegen aus drei Spielen erstmals in der Vereinsgeschichte den Schweizermeistertitel gesichert.

Zum Auftakt der Finalserie spielte Aarau gegen Aadorf. Sichtlich nervös und mit vielen Eigenfehlern starteten beide Teams in ihr erstes Spiel. Bereits von Beginn an entwickelte sich ein umkämpftes Spiel, bei dem sich kein Team richtig absetzen konnte. Erst Ende des ersten Satzes gelang den Aarauerinnen ein Befreiungsschlag mit einer kleinen Serviceserie und somit die 1:0 Satzführung. Im zweiten Satz lagen die Aadorferinnen über lange Zeit in Führung und glichen mit dem 22:18 zum Satzausgleich aus. Die im Doppelwechsel eingesetzten Noemi Bamert und Alina Stäuble brachten frischen Wind ins Aarauer Spiel und vor allem viele Punkte, so dass der Satz in extremis noch mit 26:24 gewonnen werden konnte.

Sieg gegen Heimteam
Lugano hat in seinem ersten Spiel Züri Unterland deutlich dominiert, die Spielerinnen von Timo Lippuner waren also gewarnt. Hoch konzentriert zeigten sie nun eine deutlich bessere Leistung, vor allem im Aufschlag und in der Verteidigung. Trotzdem gewann Lugano den ersten Satz mit 25:21. In der mitte des zweiten Satzes spielten sich die Aarauerinnen einen kleinen Vorsprung heraus, den sie bis zum Satzende verwalten konnten und mit einem 25:21 zum 1:1 ausglichen. Im Tie-Break legten die Aarauerinnen noch einmal deutlich zu feierten mit dem 15:10 einen vielumjubelten Sieg gegen die im Vorfeld favorisierte Heimmannschaft.

Im dritten und letzten Spiel wartete Zürich, das in einem äusserst umkämpften Spiel mit 2:1 gegen Aadorf gewann. Gestärkt vom Sieg gegen Lugano liessen die Aarauerinnen nun aber nichts mehr anbrennen. Sowohl in Satz 1 und Satz 2 legten sie mit starken Services und Blockaktionen einen Blitzstart hin und bauten den Vorsprung auf den Gegner laufend aus. Souverän spielten das Team von Timo Lippuner ihre Stärken aus und feierte einen 2:0-Sieg. Der dritte Sieg im dritten Spiel bedeutete den erstmaligen Meistertitel in der Vereinsgeschichte.

Hohe Ziele gesteckt
Der BTV Aarau Volleyball ist der viertgrösste Volleyball Verein der Schweiz und hat sich mittelfristig das Ziel gesteckt, der grösste und erfolgreichste Nachwuchsverein im Damen-Volleyball zu werden. Vor fünf Jahren hat der Club die Eagles Academy gegründet. Im Fokus stehen dabei die individuelle Ausbildung und persönliche Weiterentwicklung der jungen Talente

Aarau als Hotspot des Schwimmsports

Aarau als Hotspot des Schwimmsports | Der Landanzeiger

Vom 22. bis 25. Juli findet im Freibad Schachen in Aarau die Nachwuchs Schweizer Meisterschaft (NSM) statt. Dieser Grossanlass mit über 650 Teilnehmer*innen wird vom SC Aarefisch organisiert.

Nach der langen Zeit des Lockdowns dürfen endlich wieder Grossanlässe durchgeführt werden. So auch die Nachwuchs Schweizer Meisterschaft vom 22. bis 25. Juli in Aarau. Es handelt sich für die Nachwuchs-Schwimmer innen um den grössten und wichtigsten Wettkampf auf nationaler Ebene. Der organisierende Schwimmclub Aarefisch rechnet mit rund 650 Athletinnen und Athleten aus 60 Vereinen, die aus allen Landesteilen ins Schachen- Schwimmbad kommen.

Voraussichtlich mit Zuschauern
«Wir freuen uns sehr, dass wir die Nachwuchs Schweizer Meisterschaften in Aarau durchführen und den grössten Schweizer Schwimmtalenten die Chance geben können, sich endlich wieder auf nationaler Ebene zu messen und ihr Können zu zeigen», sagt Dirk Thölking, technischer Direktor und Cheftrainer des SC Aarefisch. Aufgrund der aktuellen Situation in der Coronapandemie zeigen sich die Verantwortlichen zuversichtlich, dass an den vier Wettkampftagen insgesamt rund 3000 Zuschauer*innen die Wettkämpfe live vor Ort mitverfolgen können – natürlich mit entsprechenden Schutzkonzepten.

Während vier Tagen wird die Stadt Aarau zum Zentrum des Schweizer Schwimmsports. Das freut nicht nur die Schwimmvereine und ihre Mitglieder, sondern auch die Stadt Aarau, welche während dieses viertägigen Grossanlasses das Freibad Schachen zur Verfügung stellt. «Es ist grossartig, dass wir in der Stadt Aarau aktive Sportvereine haben, die sich bereit erklären, in ihrer Sportart Veranstaltungen von nationaler Bedeutung zu organisieren. Deshalb war es für uns klar, dass wir den Schwimmclub Aarefisch bei der Durchführung der Nachwuchs Schweizer Meisterschaft unterstützen. Schliesslich hat der Sport für die Stadt und die Region eine grosse Bedeutung», sagt Aaraus Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker.

Aarefische wollen Medaillen
Natürlich hoffen der Cheftrainer und der gesamte Verein Aarefisch, dass die eigenen Nachwuchstalente die einmalige Gelegenheit packen können und sich bei der Heim-SM in Aarau von ihrer besten Seite präsentieren. Dafür wird beim SC Aarefisch, der seit 15 Jahren ein nationaler Nachwuchförderstützpunkt von Swiss Aquatics ist, hart trainiert. «Wir hoffen, dass wir 10 bis 15 Athletinnen und Athleten des SC Aarefisch am Start haben werden und dass einige davon um die Medaillen kämpfen können », so Nachwuchstrainer Piotr Albinski, der seit rund drei Jahren beim Aarefisch die Nachwuchstalente trainiert. «Wir trainieren sechs bis acht Mal die Woche und bereiten uns gezielt auf den kommenden Wettkampf vor. Ich bin zuversichtlich, dass wir in die vorderen Ränge schwimmen werden.»

www.aarefisch.ch

Überflieger: Florian Langenegger ist vierfacher Schweizermeister

Überflieger: Florian Langenegger ist vierfacher Schweizermeister | Der Landanzeiger

Der diesjährige Schweizer Juniorenmeister im Kunstturnen (P6) kommt aus Uerkheim und heisst Florian Langenegger. Der Kunstturner des STV Schlossrued gewann in beeindruckender Manier sieben Medaillen in Sargans SG.

Florian Langenegger ging als einer der Favoriten in der Königsklasse (P6) in den Wettkampf. Er startet am Boden wie auch am Pferdpauschen sehr verhalten und hatte am Pauschen sogar einen Sturz. Auch seine Mitfavoriten patzerten und

Überflieger: Florian Langenegger ist vierfacher Schweizermeister | Der Landanzeiger

so entwickelte sich ein interessanter Wettkampf. An den Ringen war Langenegger dann im Wettkampf angekommen und startete seine grosse Aufholjagd.

Mit sehr schön vorgetragenen Übungen an den Ringen, wie auch am Sprung und Barren, lag er vor dem letzten Gerät, dem Reck, plötzlich wieder an der Spitze des Klassements und das mit fast 3 Punkten Vorsprung. Hochkonzentriert ging er ans letzte Gerät, zeigte tolle Flugelemente und holte das Beste aus sich raus. Langenegger sicherte sich so im Mehrkampf den Titel des Schweizermeisters mit einem Vorsprung von über 3 Punkten auf den 2. Rang!

In allen Finals dabei
Mit dieser sensationellen Leistung qualifizierte er sich als einziger Turner an allen sechs Geräten für die Finals. In diesen zeigt er sich von seiner besten Seite und legte gegenüber dem Vortag nochmals eine Schippe drauf. Er war von sich selbst überrascht, was er den Kampfrichtern präsentieren konnte. Langenegger holte sich den Schweizermeistertitel am Pferdpauschen, den Ringen und am Barren. Zudem sicherte er sich an den restlichen Geräten Boden, Sprung und Reck je den 2. Rang. Mit vier Gold- und drei Silbermedaillen war Langenegger der absolute Überflieger dieser Titelkämpfe. Mit den Siegen von Luca Murabito (Satus Oberentfelden-Rothrist-Oftringen) am Sprung und von Luca Giubellini (KuGetu Eien-Kleindöttingen) am Boden und am Reck, gingen alle P6-Titel in den Aargau.

Final4-Turnier ins Visier

Final4-Turnier ins Visier | Der Landanzeiger

Die Faustballer des STV Oberentfelden starten am Samstag in die neue Nationalliga-A-Saison. Dies mit dem Ziel, sich für das Final4-Turnier in Neuendorf zu qualifizieren. Zum Auftakt treffen sie auf Jona und Wigoltingen.

Am Samstag fällt der Startschuss in die neue, termintechnisch dicht gedrängte NLA-Meisterschaft der Faustballer. Obwohl die Saison wegen Corona einen Monat später beginnt als geplant, hat Swiss Faustball entschieden, eine Doppelrunden auszutragen. Die Oberentfelder spielen also je zwei Mal gegen ihre acht Kontrahenten. Entsprechend wird an sechs Wochenenden hintereinander gespielt – einmal sogar samstags und sonntags je zwei Spiele. «Das wird intensiv», blickt Trainer Koni Keller voraus. Seit März trainiert die Mannschaft wieder gemeinsam. «Nach der abgesagten Hallen- Meisterschaft waren alle giggerig, wieder gemeinsam trainieren zu können », so Keller.

Im Kader der Oberentfelder gibt es einige Wechsel. Routinier Dominik Gugerli, der eigentlich bereits seinen Rücktritt bekannt gegeben hatte, kehrt noch einmal aufs Spielfeld zurück. Dies weil Oberentfeldens Captain Reto Hunziker zu Beginn der Meisterschaft ausfallen wird. Ebenfalls nicht mehr mit dabei ist Abwehrspezialist Manuel Mosimann. Für ihn ist Nachwuchstalent Silvan Bissig nachgerückt. Der 17-Jährige wird in der kommenden Spielzeit erstmals in der NLA auflaufen. Auf den restlichen Positionen bleibt das Oberentfelder Kader unverändert. Im Angriff werden Robin Häfeli und Nationalspieler Tim Egolf auflaufen. In der Abwehr und im Aufbau wird neben Gugerli und Bissig das Duo Ramon Hochstrasser und Nicolas Voit zum Einsatz kommen.

Mit diesem Kader möchte Trainer Koni Keller in dieser Saison erneut die Teilnahme am Finalevent schaffen. Diese Aufgabe wird in diesem Jahr allerdings schwieriger als noch letztes Jahr. Da die Qualifikationsphase im Vorjahr wegen Corona verkürzt wurde, durften fünf Teams am Saisonfinale teilnehmen. In diesem Jahr werden es wieder nur deren vier sein.

Die Oberentfelder haben Chancen auf einen dieser vier Plätze. Denn ausser Titelverteidiger Widnau, können sie gegen alle Teams gewinnen – aber auch verlieren. «Es dürfte eine ausgeglichene Saison werden. Aber wenn wir unser Potenzial abrufen, sollte das Final4 möglich sein», sagt Keller. Mit dieser Zielsetzung im Hinterkopf müssen natürlich bereits am ersten Spieltag Siege her. Am besten gleich deren zwei. Denn mit Jona und Wigoltingen warten zwei Teams, die genau wie Oberentfelden zum breiten Mittelfeld der diesjährigen NLA-Meisterschaft zählen.