Keine Herbstrennen – Geschäftsführerin geht

Pferderennen im Aarauer Schachen | Der Landanzeiger

Der Aargauische Rennverein gibt bekannt, dass auch die diesjährigen Herbstrennen in Aarau abgesagt werden müssen. Zudem muss der Verein eine neue Geschäftsführerin oder einen neuen Geschäftsführer suchen. Die Amtsinhaberin verlässt den Verein Ende September.

Im März dieses Jahres musste der Aargauer Rennverein aufgrund von Corona die traditionellen Aarauer Frühlingsrenntage absagen. Optimistisch blickten die Verantwortlichen Richtung Herbst und hofften, dann wieder Rennen durchführen zu können. «Wer hätte gedacht, dass sich drei Monate später die Situation zwar etwas entschärft hat, aber der Virus Covid-19 immer noch auf der ganzen Welt omnipräsent ist», fragt der ARV in seiner Mitteilung.

Der Vorstand hat aufgrund der neuesten Lockerungen des Bundes die Lage des letzten Herbstrenntages neu beurteilt. Die weiterführenden Auflagen, wie die 300-Personen-Sektoren bei Grossveranstaltungen, die anhaltenden Unsicherheiten betreffend 2. Welle und die in der Schweiz wieder täglich ansteigenden Zahlen von Neuinfektionen lassen eine realistische Durchführung der Herbstrennen nicht zu. Zu viele Fragen bleiben offen und auch das Risiko eines grösseren finanziellen Verlusts. Schweren Herzens haben die Verantwortlichen deshalb entschieden, nun auch die restlichen Aarauer Pferderennen im Corona-Jahr absagen!

«Im Moment bleibt uns der Trost, dass der Verein finanziell stabil bleiben kann und alles daran setzt, für 2021 wieder vier tolle Rennsonntage planen zu können», schreibt der ARV weiter. «Geführte Gespräche mit Sponsoren stimmen uns sehr zuversichtlich.»

Geschäftsführer gesucht ARV-Geschäftsführerin Béatrice Kovacs hat ihre Kündigung auf Ende September eingereicht. Der Vorstand bedauert den Weggang sehr und schreibt die Stelle demnächst aus. Der ARV bedankt sich bei Béatrice Kovacs herzlich für ihr Engagement zu Gunsten des ARV und des Pferderennsports. Béatrice Kovacs war seit 1. Juli 2015 im Amt.

Oberentfelden mit einem Auftakt nach Mass

Oberentfelden Faustballes mit Auftakt nach Mass | Der Landanzeiger

Zum Start in die neue Nationalliga A Meisterschaft bringen die Männer des STV Oberentfelden gleich zwei Siege ins Trockene. Damit führen sie die Tabelle nach dem ersten Spieltag an. 

Zwei Spiele, zwei Siege und ein Satzverhältnis von 6:0. Besser hätte der Saisonstart für die Oberentfelder Faustballer nicht verlaufen können. Am Dienstagabend beim Vorbereitungsturnier auf der heimischen Anlage war Trainer Koni Keller noch nicht ganz zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Das änderte sich jedoch am ersten Spieltag: «Das war ein richtig guter Auftakt », lobte der Trainer. 

Doch der Reihe nach. Im ersten Spiel der neuen und wegen Corona verkürzten Spielzeit, trafen die Oberentfelder auf das Team aus Walzenhausen. Die Appenzeller liefen im Vergleich zur letzten Saison wieder mit Angreifer Cyrill Schreiber auf – seines Zeichens langjähriger Nationalspieler der Schweiz. Doch davon liessen sich die Jungs von Koni Keller nicht aus der Ruhe bringen. Tim Egolf und David Hollenstein im Angriff, sowie Ramon Hochstrasser, Captain Reto Hunziker und Nicolas Voit in der Abwehr kamen gut ins Spiel und liessen in den ersten beiden Sätzen nichts anbrennen. Mit 11:7 und 11:9 gingen diese an die Oberentfelder. 

Gelungenes Debüt von Häfeli 
Der dritte Satz war dann allerdings etwas umkämpfter. «Walzenhausen spielte in diesem Satz besser und nutzte den Rückenwind gut. Wir spielten weniger präzise. Dieser Satz hätte auch kippen können », so Keller. Tat er aber nicht. Beim Stande von 8:9 aus Sicht der Oberentfelder gelangen ihnen gleich drei Punkte in Folge zum 11:9 und damit zum 3:0-Auftaktsieg gegen Walzenhausen. Für das zweite Spiel des Tages gegen Wigoltingen nahm Trainer Keller zwei Wechsel vor. In der Abwehr kam Manuel Mosimann an Stelle von Ramon Hochstrasser zum Zug und im Angriff gab Neuzugang Robin Häfeli sein Debüt an der Seite von Tim Egolf. Auch diese Konstellation funktionierte auf Anhieb. In den ersten beiden Sätzen waren die Oberentfelder absolut ungefährdet und deklassierten den Schweizer Meister der Jahre 2016 bis 2018 mit 11:4 und 11:2. Erst im dritten Durchgang war das Spielgeschehen etwas offener. «Im dritten Satz fehlte bei uns die letzte Konsequenz und die Körperspannung war nicht in allen Situationen auf dem richtigen Level», so Keller. Doch als es in die entscheidende Phase ging, waren die Oberentfelder wieder auf der Höhe. Mit 11:8 sicherten sie sich auch Durchgang drei und feierten damit den zweiten 3:0-Erfolg. 

Heimspiel am Samstag 
«Ich bin sehr zufrieden, wie meine Mannschaft gespielt hat. Auch Robin Häfeli hat seine Aufgabe am Service bei seinem Debüt sehr gut gelöst. Es waren aber zwei starke Spiele der gesamten Mannschaft», bilanzierte Trainer Koni Keller. Nach dem erfolgreichen Saisonstart geht es für die Oberentfelder Schlag auf Schlag weiter. Bereits am Samstag warten die nächsten beiden Spiele. Und zwar auf der heimischen Anlage am Erlenweg in Oberentfelden (16 Uhr). Die Gegner heissen dann Widnau und Elgg-Ettenhausen. «Ich schätze die Qualität dieser beiden Gegner stärker ein als in der ersten Runde. Ich bin überzeugt, dass wir erneut vier Punkte holen können, wenn wir unsere Leistung abrufen können », so Keller.

1000 km von Bodensee zum Genfersee

Pause auf dem Weg von Bodensee zum Genfersee | Der Landanzeiger

Vergangene Woche hat der Schlossrueder Mark Lauzon (53) am Hope-1000 teilgenommen, einem Bikepacking- Rennen von Romanshorn am Bodensee über alle Berge, Stock und Stein bis nach Montreux am Genfersee. 

Gemäss dem Reglement muss die vorgegebene Strecke mit dem Rad und ohne externe Unterstützung absolviert werden. Es ist den Teilnehmenden überlassen, ob sie viel Ausrüstung mitschleppen, oder dem absoluten Minimum losfahren, dabei jedoch nur beschränkt auf unerwartete Ereignisse wie Wettereinbrüche oder allfällige Defekte reagieren können. «Ich habe das Hope-1000-Rennen nach 2017 schon das zweite Mal gefahren, ging dabei aber auf Nummer sicher, so wog mein bepacktes Bike rund 24 kg und zählte zu den schwersten im Feld, was sich vor allem in den Steigungen und vielen Schiebe-Passagen als Nachteil erwies», erzählt der Schlossrueder. 

Auch nachts auf dem Weg vom Bodensee zum Genfersee | Der Landanzeiger

Nichts für schwache Nerven … 
Soweit möglich führt die Route abseits verkehrsreicher Strassen, nicht selten auf Wanderwegen, was im Gebirge neben den unzähligen Hindernissen in Form von Alpzäunen, Toren und Drehkreuzen auch Kletterspass mit sich bringt. Das hört sich nicht nur abenteuerlich an, sondern erfordert in heiklen Passagen volle Konzentration, da ein Fehltritt oder Ausrutscher in übermüdetem Zustand garantiert fatale Folgen hat. Zur Sicherheit und Kontrolle muss jeder Fahrer ein Sateliten-Tracker mit Notfall- Funktion bei sich tragen.

Der Weg ist das Ziel 
Während dem sich die Top-Athleten um eine möglichst schnelle Zeit bemühen, geht es bei den Fahrern im Mittelfeld vor allem um die Erlebnisse auf dem langen Weg nach Montreux. Neben dem Geniessen der landschaftlichen Schönheit unter Tag, zählen die intensive Wahrnehmung der Geräusche und Lichtverhältnisse in der Dämmerung und Nacht zu den eindrücklichsten. «Auf dieser Fahrt traf ich auf Rehe, Gämse, Füchse, Dachse, Marder, Wiesel, Murmeltiere aber zum Glück nicht auf den Wolf, vor den mich ein Bauer bei meiner späten Fahrt im Gebiet bei Habkern etwas Angst einflössen wollte. Der ausgelöste Adrenalinschub kam mir gerade gelegen, da ich mit durchschnittlichen drei Stunden Schlaf allmählich in einer Art Trancezustand befand», schildert Lauzon. 

1000 km von Bodensee zum Genfersee | Der Landanzeiger

Neben einem Depot an Energieriegel und Gels, ernährte er sich am liebsten in Bäckereien, Berghütten oder Restaurants. Die Begegnungen mit so vielen hilfsbereiten Menschen verliehen einen zusätzlichen Energieschub. Einen genau solchen erlebte er im Entlebuch, wo die 500-km-Grenze überschritten wurde. Der dort ansässige Hansruedi Fluder spielt jedem Teilnehmenden auf der Trompete ein ganz privates Gratulationsständchen, welches schon von weitem zu hören ist. «Ich muss offen gestehen, das hat mich zu Tränen gerührt, so stoppte ich kurz, um mich bei diesem unglaublichen Gentleman zu bedanken». erzählt Mark Lauzon. Diese Energie begleitete ihn bis ins Ziel, wo er nach einer 24-Std.- Schlussfahrt in den frühen Morgenstunden nach 5 Tagen 21 Stunden 17 Minuten das Ziel in Montreux erreichte

Mark Lauzon

Mark Lauzon wohnt in Schlossrued, ist 53 Jahre alt, Vater von 3 Töchtern (7/13/16) und arbeitet als Projekt Manager und Consultant bei der andrion ag aus Baden, wo er Firmen bei der Planung und Umsetzung von Digitalisierungs-Vorhaben unterstützt. Bikepacking ist sein Hobby und Ausgleich, um regelmässig seinem hektischen Alltag zu entrinnen und seiner sogenannten «Me Time» zu frönen.

Kathrin Stirnemann: «Wir fahren an der Heim-WM um eine Medaille mit»

Kathrin Stirnemann: «Wir fahren an der Heim-WM um eine Medaille mit» | Der Landanzeiger

Die Gränicherin Kathrin Stirnemann (31) gehört zum Frauenteam von Swiss Cycling, das sich zurzeit auf die Heim-WM Ende September in Aigle- Martigny vorbereitet. Auf dem Waffenplatz in Frauenfeld wurde drei Tage lang an der Zeitfahrtechnik gefeilt.

Im vergangenen Herbst sind in Yorkshire (England) erstmals WM-Medaillen im gemischten Teamzeitfahren (3 Männer/3 Frauen) vergeben worden. Das Sextett von Swiss Cycling (u.a. mit Kathrin Stirnemann) hätte ohne Defekt und Sturzpech womöglich eine Medaille gewonnen und beendete das Rennen auf Rang 6.

In diesem Jahr erhofft sich das Schweizer Team eine bessere Klassierung. Schliesslich ist die WM im September ein Heimrennen in Aigle-Martigny. Die Gränicherin Kathrin Stirnemann gibt sich denn auch sehr optimistisch: «Wir fahren an der Heim-WM um eine Medaille mit.»

Frauen-Nationaltrainer Edi Telser hat während drei Tagen in Frauenfeld mit einer Auswahl von Elite- und Nachwuchs-Athletinnen aus den Sportarten Strasse, MTB und Bahn an deren Zeitfahr-Qualitäten gearbeitet. «Das Camp war gut, wir konnten sehr intensiv und gezielt an Details arbeiten», blickt Stirnemann zurück. So sei nebst dem Zeitfahren im allgemeinen auch an der Kurventechnik und der Zusammenarbeit im Team gearbeitet worden. Die Ziele des Nationaltrainers sind jedoch langfristiger Natur. Das Frauenförderprojekt #fastandfemaleSUI ist auf das neue Staffel-Format ausgerichtet. Im Hinblick auf die WM 2024 in Zürich werden aufstrebende Talente, aber auch Quereinsteigerinnen gesucht. Katrin Stirnemann ist zurzeit die Teamseniorin. Als erfolgreiche Strassen- und Mountainbikefahrerin verfügt sie über viel Erfahrung auch im internationalen Bereich.

Die 31-Jährige setzt in dieser Saison erneut zu gleichen Teilen auf Strasse (Bigla) und MTB (Thömus). «Das Programm mit Strassen-Heim-WM in Aigle und MTB-Weltcup auf der Lenzerheide und der MTB-Heim-SM in Gränichen ist zu verlockend, als dass ich da etwas auslassen möchte», gibt Stirnemann zu. Das Training sei auch viel abwechslungsreicher geworden, seit sie auch auf der Strasse unterwegs sei. Die ersten Wettkämpfe in dieser Saison bestreitet sie am MTB-Swiss Cup in Leukerbad und der SM in Gränichen.

Bewährte Kräfte und ein Neuzugang

Bewährte Kräfte und ein Neuzugang | Der Landanzeiger

Am 27. Juni starten die Oberentfelder Faustballer coronabedingt etwas verspätet in die neue Nationalliga A-Saison. Nach dem jüngsten Erfolg in der Halle wollen sie auch in der Sommersaison vorne mitspielen.

Im Februar schrammten die Oberentfelder Faustballer ganz knapp am Schweizer Meistertitel in der Halle vorbei. Zwei Punkte fehlten im packenden Finalspiel gegen Elgg-Ettenhausen zum ganz grossen Triumph. Trotz des hauchdünn verfehlten Titels war die vergangene Saison für die Oberentfelder ein voller Erfolg. Ein Erfolg, von dem sie auch in der kommenden Feldsaison, die am 27. Juni beginnt, profitieren können. Davon ist Trainer Koni Keller überzeugt. «Wir haben in der Hallensaison bewiesen, dass wir eine gute Grundqualität haben. Dieses Wissen hilft uns auch im Hinblick auf die Feldsaison enorm», so Keller. Dass die Saison wegen der Coronakrise verkürzt werden musste und daher in der Qualifikation bloss eine einfache Runde und keine Doppelrunde gespielt wird, ist für Keller kein Problem. «Es sind noch immer genügend Spiele, so dass es am Ende keinen Zufalls- Schweizer-Meister geben wird. Die Qualität wird sich durchsetzen.»

Neuzugang im Angriff
Keller ist überzeugt, dass er mit seiner Mannschaft auch in der Feldsaison vorne mitspielen kann. Auch wenn der Spielrhythmus im Vergleich zu anderen Jahren coronabedingt etwas fehlt. «Die Vorbereitungszeit war gleich wie sonst, aber die traditionellen Vorbereitungsturniere fielen weg», sagt Keller. Die Oberentfelder wissen sich jedoch zu helfen und organisieren am 23. Juni ein Vorbereitungsturnier mit fünf Vereinen aus der Region, die ebenfalls in der Nationalliga A oder B spielen.

Dieses Vorbereitungsturnier ist auch die ideale Gelegenheit für Koni Keller, um einige taktische Varianten zu testen. Während in der Abwehr und im Aufbau mit Manuel Mosimann, Reto Hunziker, Ramon Hochstrasser und Nicolas Voit die bewährten Kräfte der erfolgreichen Hallensaison auflaufen, gab es im Angriff einen Wechsel. Routinier Nicolas Schwander, der das Team in der Hallensaison verstärkte, wird auf dem Feld nicht mehr dabei sein. Dafür kehrt David Hollenstein ins Team zurück und Robin Häfeli wurde neu verpflichtet. Der grossgewachsene Angreifer spielte zuvor bei der Aargauer NLB-Equipe Staffelbach.

Mehr Optionen
Hollenstein und Häfeli werden gemeinsam mit Tim Egolf das Angriffstrio bilden. Eine komfortable Ausgangssituation für Trainer Keller. «Ich habe drei total verschiedene Angriffsspieler im Kader. So bieten sich mir natürlich viel mehr Möglichkeiten, so dass ich die Spieler je nach Gegner unterschiedlich einsetzen kann», freut sich Keller. Trotzdem ist auch klar: Neuzugang Robin Häfeli wird noch ein wenig Zeit brauchen, um sich an das höhere Spielniveau zu gewöhnen und die neuen Aufgaben zu übernehmen. «Ich bin aber überzeugt, dass er für uns langfristig eine grosse Verstärkung sein wird», sagt Keller.

Wohin die Reise der Oberentfelder Faustballer in der neuen Saison führen wird, ist schwierig vorauszusagen und hängt auch davon ab, mit welchen Spielern die gegnerischen Teams auflaufen können. Wenn die Oberentfelder aber an die konstant guten Leistungen aus der Hallensaison anknüpfen können, dann wird mit ihnen auch auf dem Feld zu rechnen sein.

www.faustballcenter.ch

Mischa Kaufmann: «Die Spieler bekamen ein Quiz zu unserem Spielsystem»

Wieder im Element: HSC-Trainer Misha Kaufmann freut sich wieder mit der ganzen Mannschaft und in der Halle trainieren zu können | Der Landanzeiger

Der HSC Suhr Aarau startete als einer der ersten Handballvereine nach der Corona-Zwangspause wieder mit dem Trainingsbetrieb. Cheftrainer Misha Kaufmann erklärt im Interview, wie die Aargauer den Re-Start organisierten und womit er sich in den trainingsfreien Wochen beschäftigte.

Womit haben Sie sich beruflich in der Corona-Pause beschäftigt?
Misha Kaufmann: «Die Arbeit in der Halle fiel natürlich erstmal flach. Systematisch habe ich mich selbstverständlich weiter mit der Materie Handball beschäftigt. Dabei ging es weniger um die generelle Spielidee, denn die ist bei uns klar definiert und fixiert. Vielmehr habe ich mich sehr spezifisch damit beschäftigt, mit welchen Kommandos und Abläufen jeder Spieler sich individuell verbessern kann. Die Spieler durften hierzu beispielsweise auch ein Quiz zu unserem Spielsystem machen. Allgemein erhoffe ich mir dadurch, dass sich unsere Idee des Handballspiels zukünftig noch klarer festigen und umsetzen lässt. Nebst dem hatte ich natürlich per Telefon viel Kontakt mit den Spielern und habe sie für Einheiten zu Hause angeleitet und betreut.»

Home-Office schafft ja auch mehr Zeit für den privaten Bereich. Wie haben sie das genutzt?
Misha Kaufmann: «Die gemeinsame Zeit mit der Familie habe ich in den letzten Monaten nochmals ganz besonders schätzen gelernt. Auch wenn wir zwar sehr auf die eigenen vier Wände beschränkt waren, konnten wir vieles zu Hause mit den Kindern machen – eine der positiven Erscheinungen der schwierigen letzten Wochen.»

Wie gross waren die Veränderungen in der Durchführung der Trainingseinheiten zum Re-Start?
Misha Kaufmann: «Als NLA-Team hätten wir seinerzeit ja relativ normal, sprich auch mit Körperkontakt, ins Training einsteigen dürfen. Das haben wir aber ganz bewusst nicht gemacht. Ja, wir wollten alle zurück in die Halle, zurück aufs Feld, aber mit dem gebotenen Mass an Vorsicht. Deshalb haben wir die Mannschaft in zwei feste Trainingsgruppen geteilt, die zwar zur gleichen Zeit in der Halle waren, aber sonst fand kein Austausch unter den beiden Gruppen statt. So hätten wir bei einem positiven Fall die Möglichkeit gehabt, dass nur die eine Hälfte der Mannschaft in Quarantäne hätte gehen müssen. Da die Gesundheit über allem steht, wurden ohnehin vor dem ersten Training alle unsere Spieler von unserem Teamarzt Lukas Weisskopf auf eine Corona-Erkrankung getestet.»

Wie sieht die Trainingsplanung der nächsten Wochen und Monaten beim HSC Suhr Aarau aus?
Misha Kaufmann: «Wir arbeiten jetzt bis zum Saisonstart durch. Eine richtige Pause werden wir nicht mehr einlegen. Momentan trainieren wir ein bisschen mit reduziertem Pensum und es ist den Spielern freigestellt, ob sie am Trainingsbetrieb teilnehmen oder für ein paar Tage, soweit möglich, verreisen wollen. Wir werden in Kürze aber wieder alle Spieler versammeln und uns dann intensiv und akribisch auf die kommende Saison vorbereiten.»

Interview von Matthias Schlageter/ Handball.ch

Hier gehts zum HSC-Video von My Sports

NLB wird aufgestockt

Faustball Frauen: NLB wird aufgestockt | Der Landanzeiger

Genau wie bei den Männern wird in diesem Sommer auch bei den Frauen eine verkürzte Meisterschaft ausgetragen. Auch bei den Frauen werden in dieser Saison Schweizer Meisterinnen gekürt und es wird Auf- und Absteigerinnen geben.

Am 5. Juli – eine Woche nach dem verspäteten Saisonstart der Männer – greifen auch die besten Faustballerinnen des Landes ins Geschehen ein. An drei Spieltagen messen sich die acht Nationalliga A Teams. Sie spielen je einmal gegeneinander, wobei sich die vier stärksten Equipen für das Final4-Turnier in Widnau vom 5./6. September qualifizieren. Dort kämpfen sie dann um den Schweizer Meistertitel.

Geplant ist, dass die Spieltage am 5. Juli, am 16. August und am 23. August ausgetragen werden. Das letztplatzierte Team der höchsten Schweizer Spielklasse steigt direkt in die Nationalliga B ab. Das stärkste Team aus der NLB wiederum schafft ebenfalls direkt die Promotion in die Nationalliga A. Genau wie in der NLA wird auch in der NLB eine einfache Qualifikationsrunde bestritten.

Da die Nationalliga B in der Saison 2021 auf acht Mannschaften aufgestockt werden soll, gibt es in der zweithöchsten Spielklasse in diesem Jahr keinen direkten Absteiger. Die stärkste Equipe aus der 1. Liga steigt direkt auf und die zweitplatzierte Mannschaft bestreitet gegen den Tabellenletzten der NLB ein Barragespiel. Der Sieger wird dann im nächsten Jahr in der Nationalliga B auflaufen.

HSC Suhr Aarau verpflichtet umworbenes Nachwuchstalent

Der umworbene Flügelspieler Gian Attenhofer (18) wechselt vom RTV Basel zum HSC Suhr Aarau | Der Landanzeiger

Der HSC Suhr Aarau hat seine Personalplanung der Saison 2020/21 abgeschlossen. Das vielumworbene Flügel- Juwel Gian Attenhofer stösst vom Ligakonkurrenten RTV 1879 Basel zum HSC Suhr Aarau. Jan Peter und Mathias Müller bleiben beim Verein, während Andri Kähr seine Spitzensport-Karriere gesundheitsbedingt beenden muss.

Mit dem 18-jährigen Gian Attenhofer sichert sich der HSC Suhr Aarau nach Timothy Reichmuth und Leo Grazioli ein weiteres Juwel der HSG Nordwest. Der rechte Flügel kam in den vergangenen beiden Saisons bereits zu Einsätzen im NLA-Team des RTV 1879 Basel und war von mehreren Vereinen umworben.

Jan Peter und Mathias Müller bleiben dem HSC Suhr Aarau indes auch in der Saison 2020/21 erhalten. Das grosszügige Entgegenkommen beider Spieler sowie wertvolle, zusätzliche Unterstützungen von Partnern und Privaten, ermöglichten die Vertragsverlängerungen der beiden geschätzten Spieler und Menschen trotz der herausfordernden Gegenwart und Zukunft.

Zwei Kreuzbandrisse sind zu viel
Eigengewächs Andri Kähr entschied sich nach zwei Kreuzbandrissen indes schweren Herzens, seine Spitzensportkarriere zu beenden und widmet sich zukünftig vollumfänglich seinem Studium in St. Gallen.

«Wir freuen uns, die Personalplanung für die Saison 2020/21 abgeschlossen zu haben und damit als einziger NLA-Club unser Kader zusammenhalten zu können », sagt HSC-Sportchef Michael Conde. «Wir sind sehr dankbar für das Entgegenkommen der betroffenen Spieler sowie für die zusätzliche Unterstützung von Partnern und Privaten, ohne die dies nicht möglich gewesen wäre.» Michael Conde freut sich sehr, Gian Attenhofer in der HSC-Familie willkommen heissen zu können. Andri Kähr wünscht er für seine Zukunft alles Gute und vor allem beste Gesundheit.

Saisonstart gegen St. Otmar
Das NLA-Team des HSC Suhr Aarau hat am Montag, 11. Mai den Trainingsbetrieb wieder aufgenommen. Die sportliche und organisatorische Planung ist dabei auf die voraussichtlich am Mittwoch, 2. September planmässig beginnende Saison 2020/21 ausgerichtet. Der HSC tritt dabei auswärts in der Kreuzbleiche auf St. Otmar St. Gallen.

Stephan Keller nicht mehr im FCA-Trainerstab

Will Cheftrainer werden: Assistenzcoach Stephan Keller hat den FC Aarau verlassen | Der Landanzeiger

Der 41-jährige Stephan Keller, Inhaber der UEFA-Pro-Lizenz, kehrt nach der Corona-Pause nicht mehr in den Trainerstab des FC Aarau zurück, dies schreibt der Verein auf seiner Webseite.

In Gesprächen mit den Verantwortlichen des FC Aarau brachte Stephan Keller seine Absichten zum Ausdruck, in Zukunft wieder als Cheftrainer arbeiten zu wollen. Diese Rolle bekleidete der ehemalige FCA-Abwehrspieler bereits vor seinem nun zu Ende gehenden Engagement im Brügglifeld in der Jugendabteilung von NAC Breda (Niederlande) sowie interimistisch für elf Spiele während der Saison 2017/18 auch beim FC Aarau.

«Ich bin dem FC Aarau sehr dankbar für die Erfahrungen, die ich in den drei Jahren sammeln durfte», lässt sich Stephan Keller zitieren. «Für mich ist die Zeit gekommen, um meine eigenen Philosophien und Konzepte umzusetzen. Wo ich diese Herausforderung finden werde, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht deutlich.»

Ob der Posten des Assistenzcoachs neu besetzt wird, oder ob Kellers Pflichten auf Norbert Fischer und Petar Aleksandrov verteilt werden, ist laut dem FC Aarau zurzeit noch offen.

Stephan Keller war in Aarau als Spieler (Rückrunde 2004), Assistenzcoach (2017/18 und seit Januar 2019 wieder) und Interims-Coach (2017/18, nach der Entlassung von Marinko Jurendic) tätig.

Aus 11 Spielen holte das Team unter seiner Leitung 17 Punkte.

Schweizer Meister 2020 werden in Gränichen gekürt – aber voraussichtlich ohne Zuschauer

Nino Schurter (Mitte) vor Lukas Flückiger (links) und Florian Vogel | Der Landanzeiger

Diese Meldung überrascht positiv und konnte in dieser Form nicht erwartet werden: Der Racing-Club Gränichen plant vom 24. bis 26. Juli dieses Jahres die Durchführung der Mountainbike-Schweizer-Meisterschaften im Gebiet der Kiesgrube Moortel. Die Rennen finden (Stand Dienstagmittag, 2. Juni) unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Schutzkonzepte des Bundesamts für Gesundheit sowie von Swiss Cycling werden eingehalten.

Geplant ist, dass am Freitag die Rennen der Hobby-Kategorien stattfinden, am Samstag die Rennen des Nachwuchses und am Sonntag soll die Elite ihre Meister in der Gränicher Kiesgrube küren. Die Organisatoren sehen vor dass, die jeweiligen Kategorien eine halbe Stunde auf der Rennstrecke trainieren können, im Anschluss das Rennen absolvieren, die Siegerehrung durchführen und danach das Gelände wieder verlassen.

Wichtig für Weltcup-, EM- und WM-Qualifikation
Die Schweizer Meisterschaften in Gränichen sollen durchgeführt werden, damit die Fahrer die Möglichkeiten haben, sich für den Weltcup (geplanter Start der Serie im August), die EM oder die WM zu qualifizieren.

Die Rennen in Gränichen werden mit dem absoluten Minimum an Infrastruktur und Helfern durchgeführt. Es soll nicht einmal eine Festwirtschaft, geschweige denn eine Festhütte geben.

Nebst der Schweizer Meisterschaft versuchen die Verantwortlichen noch weitere Rennen des Proffix Swiss Bike Cups durchzuführen. So dass doch noch eine kleine Rennserie stattfinden kann. Momentan hat Leukerbad für die Organisation der Rennen vom 18./19. Juli bereits zugesagt. Mit Savognin sei man in Verhandlung für die Rennen vom 8./9. August, heisst es aus Bikerkreisen. Die Vorbereitungen der Rennen in Basel vom 5./6. September und in Lugano vom 27. September sind laut der Webseite der Organisatoren in vollem Gang. 

FC Aarau: Es wird trainiert – und bald gespielt?

Konditionstrainer Norbert Fischer | Der Landanzeiger

Es ist eine ereignisreiche Woche, die für den FC Aarau zu Ende geht. Am Montag stiegen die Profis ins Mannschaftstraining ein, am Dienstag feierte der FC Aarau Geburtstag, zwei Abschiede und einen neuen Präsidenten. Und am Freitag entscheiden die Clubs der Super- und Challenge League über die Fortführung der Meisterschaft.

118 Jahre alt wurde der FC Aarau am vergangenen Dienstag, bereits am Montag jährte sich der Aufstieg aus dem Jahr 2013 und am Mittwoch der Cupsieg aus dem Jahr 1985. Auch in diesem Jahr ist die laufende Maiwoche ereignisreich: Anfang Woche standen die Spieler der 1. Mannschaft erstmals nach zwei Monaten Zwangspause wieder auf dem Trainingsplatz, Alfred Schmid und Roger Geissberger traten aus dem Verwaltungsrat der FC Aarau AG zurück, Philipp Bonorand ist seither designierter Präsident und am kommenden Freitag entscheiden die Clubbosse, ob und in welcher Form diese Saison überhaupt zu Ende gespielt wird. Die Chancen stehen gut, dass bereits am 19. Juni das erste der ver-bleibenden 13 Spiele stattfindet. Somit können fast alle Entscheidungen sportlich herbeigeführt werden; nur einen Absteiger aus der Challenge League wird es keinen geben, weil die Promotion League abgebrochen wurde und es damit auch keinen Aufsteiger gibt.

Alle Mann an Bord
Zurück zum Trainingsstart beim FC Aarau. Gemeinsame Trainings waren angesichts des landesweiten «Lockdowns» zwischen Mitte März und Mitte Mai verboten, sodass sich die Spieler individuell fit gehalten haben. Beim Neubeginn waren alle Kaderspieler anwesend, wobei mit Flavio Caserta, Ersan Hajdari, Silvan Schwegler und Gentrim Uka aktuell auch vier U-18-Nachwuchstalente zur Trainingsgruppe des Aarauer Fanionteams zählen. Alle Trainingseinheiten finden unter verstärkten Hygienemassnahmen statt. Dazu gehören tägliche Gesundheitschecks für alle Spieler, limitierte Zutritts- und Aufenthaltsberechtigungen im Stadion Brügglifeld, sowie das Einhalten des Mindestabstandes, zum Beispiel durch die Nutzung der Garderoben bei den KEBA-Trainingsplätzen. Auch Zaungäste und Besucher sind keine zugelassen.

Philipp Bonorand neuer Präsident
Was für den Gränicher Alfred Schmid und den Seengener Roger Geissberger galt, trifft auch auf den Aarauer Philipp Bonorand zu. Von je her ein grosser Fan des FC Aarau, engagiert er sich mit viel Herzblut für den Stadtclub. Er gehörte in den Jahren 2000 bis 2008 unter anderem in den Bereichen IT und Kommunikation der erweiterten Geschäftsleitung des FC Aarau an. In den vergangenen Jahren entwickelte er sich zum erfolgreichen Geschäftsmann und ist heute Inhaber der Vital AG in Oberentfelden und der Multiforsa AG in Auw. Der 39-jährige Bonorand übernimmt einen finanziell gesunden Club, der nie über seine Verhältnisse gelebt hat. Mit dem Darlehensangebot des Bundesrates, sagt Bonorand, werde man sich deshalb momentan nicht -näher auseinandersetzen müssen. «Die FC Aarau AG verfügt zurzeit noch über genügend liquide Mittel. Zudem erscheint mir aufgrund der bisher bekannten Bedingungen ein solches Darlehen sehr gefährlich, insbesondere wegen der verlangten Solidarhaftung zwischen den partizipierenden Clubs und die Forderung einer Reduktion der Lohnsumme um 20 Prozent.» In Anbetracht der bescheidenen Lohnstruktur in der Challenge League sei diese Bedingung «etwas gar populistisch motiviert.»

Damit der FCA auch weiterhin auf gesunden Beinen stehen kann, sollten aber langsam wieder Zuschauer ins Brügglifeld pilgern dürfen, hält Bonorand abschliessend fest. Aktuell liegt der Schnitt bei stattlichen 3294 Zuschauern pro Heimspiel. Der Bundesrat informierte am Mittwoch (nach Redaktionsschluss) darüber, ob an Sportveranstaltungen bereits im Juli wieder Zuschauer zugelassen werden könnten. Gute Nachrichten für die Clubs, sofern diese sich am Freitag für ein Weiterspielen aussprechen. 

HSC-Spieler Manuel Zehnder ist Newcomer des Jahres

HSC-Talent Manuel Zehnder | Der Landanzeiger

Grosse Ehre für das HSC-Suhr-AarauTalent Manuel Zehnder. Der 20-Jährige wurde von einem Handballfachgremium zum Newcomer des Jahres 2020 gekürt. Diese Auszeichnung geht zum dritten mal in vier Jahren an einen Spieler des HSC.

Der HSC Suhr Aarau kann wenige Tage nach Wiederaufnahme des Mannschaftstrainings bereit einen ersten Erfolg verbuchen. Rückraumspieler Manuel Zehnder (20) wurde zum «Newcomer» des Jahres gewählt. Zehnder hat sich gegen 16 weitere Nominierte durchgesetzt. Die Bekanntgabe der Auszeichnung erfolgt normalerweise an den Swiss Handball Awards. Aufgrund von Corona erfolgte die Wahl auf digitalem Weg durchgeführt, wie auch die Bekanntgabe der Sieger.

Manuel Zehnder spielt seit jeher beim HSC. 2017 debütierte er in der ersten Mannschaft und erhielt im August 2019 sein erstes Aufgebot für die A-Nationalmannschaft. Der Rückraumspieler erzielte in der abgebrochenen Saison 78 Treffer in 27 Meisterschafts- und Cupspielen.

Das Gremium der vom Fachmagazin «Handballworld» durchgeführten Wahl setzt sich aus Verbandsfunktionären, Nationaltrainern, Handballjournalisten und je drei Vertretern der Klubs der höchsten Frauen- und Männerliga der Schweiz zusammen.

Manuel Zehnder erhält seine Auszeichnung, wie alle anderen Awards-Gewinner in diesem Jahr auch, im Rahmen eines Heimspiels der neuen Saison.

In den vergangenen vier Spielzeiten wurden dreimal HSC-Spieler zum Newcomer des Jahres gekürt. Tim Aufdenblatten wurde 2017 geehrt, Timothy Reichmuth 2018 und nun geht die Auszeichnung an Manuel Zehnder.

Absage schmerzt im Herz

Absage schmerzt im Herz | Der Landanzeiger

Viele hatten es schon lange befürchtet, jetzt ist es Tatsache. Auch das beliebte Motocross auf der Nütziweid wurde abgesagt. Erst zum zweiten Mal in der 35-jährigen Geschichte.

Das nasse Wetter der letzten Tage wiederspiegelte die Gemütslage der Organisatoren des beliebten Motocross auf der Nütziweid oberhalb Schmiedrued-Walde. Tief hingen die Wolken über dem Ruedertal und verbreiteten das Gefühl von Tristesse. «Diese Absage wird unseren Club nicht in Schieflage bringen, wir sind sehr gut aufgestellt», sagt André Merz, der das Rennen 1985 ins Leben gerufen hatte. «Im Herzen tut so eine Absage allerdings richtig weh.»

In gewohnter Manier hatten die Verantwortlichen die Vorbereitungen für das Motocross in Angriff genommen. Jeder weiss was zu tun ist, wer was organisiert oder macht und wenn am Tag X mit dem Aufbau der Strecke und der Infrastruktur begonnen wird, stehen 90 Prozent der Clubmitglieder und viele zusätzliche freiwillige Helfer in den Startlöchern.

Alle Beteiligten sofort informiert
Alle erforderlichen Bewilligungen waren eingeholt, das grosse Festzelt organisiert, die Zusage der Samariter stand und die Sanität hatte ebenfalls bereits zugesagt. Kurz, alle wichtigen Sachen hatte OK-Präsident Martin Bolliger und sein Team organisiert. André Merz hatte aber schon früher befürchtet, dass es alles anders kommen könnte. Bolliger sagte: «Schon Anfang April haben André und ich mit der Beschaffung von Beschaffung von Werbung und dergleichen aufgehört.» Damit konnten die Organisatoren den Aufwand minimieren.

Als am 29. April der Entscheid des Bundesrats kam, dass Anlässe mit über 1000 Personen bis Ende August verboten sind, wurden alle Beteiligten bis am Abend über die erfolgte Absage informiert. «Ich bin der Meinung, dies sind wir allen, die uns über all die Jahre gefördert und unterstützt haben, ganz einfach schuldig», sagt OK-Präsident Bolliger. «Nun können alle Beteiligten den Rest des Jahres neu planen.»

Rennen im 2021
Der Motoclub Ruedertal wurde 1981 von 28 Ruedertaler Motorradfahrern ins Leben gerufen. Heute hat der Verein 76 Aktiv-Mitglieder.

2020 hätte das 35. Motocross auf der Nütziweid stattgefunden. Zweimal musste es bisher abgesagt werden. Vor zwei Jahren wegen der damals herrschenden Trockenheit und aktuell wegen Corona. «Wir sind bereits jetzt schon wieder voll motiviert, im nächsten Jahre wieder ein Motocross organisieren zu können», sagen OK-Präsident Martin Bolliger und Renngründer André Merz. «Nicht aufgeben gewinnt. »

Eine Ära geht im Stillen zu Ende

Am 26. Mai 2020 wird der Wechsel vollzogen: Vor einem Jahr kündigten Alfred Schmid (links) und Roger Geissberger (rechts) ihren Rücktritt an und präsentierten mit Philipp Bonorand einen Präsidentschaftskandidaten | Der Landanzeiger

Schon mehrmals fügte der Gränicher Alfred Schmid seiner Amtszeit als FC Aarau-Präsident ein weiteres Jahr hinzu, denn es fehlte der geeignete Nachfolger. Am 26. Mai endet nun die «Ära Schmid» aber definitiv. Das Virus fordert dabei einen stillen Abgang – aber das passt so.

Alfred Schmid (64) ist kein Mann der grossen Töne. Während sich seine Amtskollegen in Zürich und im Wallis am liebsten unter einer dicken «Blick»- Schlagzeile sehen, wählt Alfred Schmid immer den ruhigen Weg und handelte im Hintergrund um so konsequenter. Seriös und besonnen, aber nicht weniger engagiert, führte der Präsident seinen FC Aarau durch die unruhigen Fussball-Gewässer – die Gefahr zu kentern, war praktisch ausgeschlossen.

Wahlen erst am 21. September
Im sportlichen Bereich stellte der Präsident in seinen 13 Amtsjahren nicht weniger als 15 verschiedene Cheftrainer ein. Turbulent waren die Zeiten aber vor allem auch wegen den Wirren um den Bau eines neuen Stadions. Das eigentliche Ziel, sich aus dem Amt zu verabschieden, sobald sein Club dieses bauen kann, erreichte er nicht.

So kommt es nun nach und nach zu den angestrebten Wechseln. Bereits Anfang Jahr ersetzte Roland Baumgartner Robert Kamer als Geschäftsführer der FC Aarau AG. Kamer galt als rechte Hand Schmids und leitete die Geschicke souverän aus dem Hintergrund. Weil die Generalversammlung vom 26. Mai in den Herbst verschoben wurde, wird nun auch der Abgang von Alfred Schmid im Stillen vonstatten gehen, denn die Rücktritte von ihm und Co-Vizepräsident Roger Geissberger per 26. Mai sind fix, wie der Club mitgeteilt hat.

Auch Geissberger prägte den Club wie selten ein anderer. Der in Seengen wohnhafte Unternehmer steckte mehr Energie in den Club, als manch einer mitbekommen hat. Der zweite Co-Vizepräsident Philipp Bonorand − er wurde vor einem Jahr in den Verwaltungsrat gewählt – wird nun der Generalversammlung der FC Aarau AG am 21. September als Präsidentschaftskandidat vorgeschlagen. Bonorands Wahl gilt als Formsache und bis dahin führt der 39-jährige den Club als «designierter Präsident».

Ein Wechsel im Stillen
Das passt nicht nur zum Wirken des Gränichers Alfred Schmid, dem Engagement des Seengeners Roger Geissberger, sondern auch zum Wirken des Aarauers Philipp Bonorand und dessen Geschäftsführer Roland Baumgartner. Und damit zum FC Aarau. Ein weiterer Name wird an der Generalversammlung im September als Kandidat für einen Sitz im Verwaltungsrat präsentiert: es handelt sich um Nico Barazetti, CEO der Lagerhäuser Aarau. Die weiteren Verwaltungsräte Karl Oldani, Kurt Sandmeier, Ruedi Vogt und Peter Zubler stellen sich zur Wiederwahl.

Kleines Defizit 2019
Gleichzeitig mit der Verschiebung der Generalversammlung teilte der FCA den Rechnungsabschluss 2019 mit. Fünf Jahre lang schloss der Challenge- League-Vertreter seine Jahresrechnung mit einem kleinen Gewinn ab. Im letzten Jahr resultierte bei einem Umsatz von gut 6,5 Millionen Franken ein Minus von 61’983 Franken, das durch den Vortrag aus dem Vorjahr dennoch zu einem Bilanzgewinn von 106’000 Franken führt. Dieser wird auf die neue Rechnung vorgetragen. Weil das Rechnungsjahr nicht mit der Dauer eine Fussballsaison korrespondiert, stammen die positiven Einnahmen aus der Barrage gegen Xamax noch aus der letzten Saison, während sich der Saison- Unterbruch der laufenden Saison erst in der nächsten Rechnung niederschlagen wird.

Schützen sehen das Endes des Tunnels

Schützen sehen Ende des Tunnels | Der Landanzeiger

Bis letzte Woche lähmte die Coronawelle auch die sportliche Tätigkeit der Schützen komplett. Doch der Aargauer Schiesssportverband (AGSV) arbeitete im Hintergrund intensiv an Szenarien für einen verspäteten Saisoneinstieg. Mit den vom Bundesrat angeordneten Lockerungen scheinen Wettkämpfe im Juni möglich zu werden.

«Der AGSV-Vorstand hat an seiner Vorstandssitzung am 29. April, die erstmals als Videokonferenz stattfand, den neuen Terminkalender mit Saisonbeginn im Juni verabschiedet.» So informierte Kantonalpräsident Victor Hüsser am Wochenende die Vereinspräsidenten und die Bezirksverbände über die Umstellung der Wettkämpfe und Anlässe. Basis bildet der Entscheid des Bundesrates, dass Schiessanlagen ab dem 11. Mai geöffnet und für Trainings genutzt werden dürfen. Bei der überarbeiteten Planung geht der AGSV davon aus, dass ab dem 8. Juni auch Wettkämpfe wieder möglich sind.

Schutzkonzept steht über allem
Jürg Weber, Aargauer Abteilungsleiter 300 m Gewehr, gibt sich zwar zuversichtlich, dass die Schützensaison bald aufgenommen werden kann, beurteilt die neue Ausgangslage aber vorsichtig: «Unsere Planung mit einem Saisonstart im Juni basiert auf der Covid-19-Situation Ende April. Allenfalls sagen wir Anlässe wieder ab, wenn wir nicht alle angeordneten Schutzmassnahmen einhalten können.» Entsprechend mahnt Kantonalpräsident Victor Hüsser zur vorsichtigen Wiederaufnahme des Schiessbetriebes in allen Sparten. «Der AGSV empfiehlt den Bezirksverbänden und den Vereinen, nichts zu überstürzen.» Es sei wichtig, unter Einhaltung aller Vorschriften «einen sauberen Schiessbetrieb » zu organisieren. «Der erste Schuss muss nicht schon am 11. Mai fallen.»

Geschrumpftes Wettkampfprogramm
Von der möglichen Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes ab nächstem Montag werden vor allem die Spitzenschützen sofort Gebrauch machen. Aber auch für sie fallen einige Wettkämpfe aus. So hat der AGSV die kantonale Mannschaftsmeisterschaft 300 m gestrichen, und der Kantonalfinal der Schweizer Gruppenmeisterschaft fällt ebenso aus. Hingegen tragen die Gewehrschützen 50 m und 300 m wie auch die Pistolenschützen nach den Sommerferien die Aargauer Einzelmeisterschaften im üblichen Rahmen aus. Bei den Jungschützen 300 m findet der kantonale Einzelfinal erst am 17. Oktober statt.

Feldschiessen neu im September
Verschoben, aber nicht abgesagt wurde auch der grösste Schweizer Breitensportanlass der Schützen, das Eidgenössische Feldschiessen. Der Kantonalvorstand des AGSV wünscht sich, dass die 300-m-Schützengesellschaften und die Pistolenvereine das Feldschiessen möglichst am Wochenende vom 25. bis 27. September durchführen. Erlaubt sind aber auch andere Daten.

Nationales Trainingszentrum der Herren neu in Aarau

Bujar Dervisaj, ehemaliger Trainer der NLA Herren von Volley Schönenwerd, wird sich nun um die Nachwuchstalente kümmern | Der Landanzeiger

Ab September 2020 werden die besten Nachwuchstalente im Volleyballsport in Aarau unter der Leitung von Bujar Dervisaj trainieren. Ziel ist es, sie an nationales und internationales Niveau heranzuführen.

Im Rahmen der Neuorganisation im Bereich Nachwuchsleistungssport hat sich Swiss Volley Region Aargau für die Durchführung und Organisation eines nationalen Trainingszentrums in Aarau entschieden. Das «Swiss Volley Nationale Trainingszentrum für Herren» ist eines von zwei Angeboten in der ganzen Schweiz und soll Spieler im Alter von 15–20 Jahren mit hohem Potential an nationales und internationales Spitzenniveau heranführen.

Bujar Dervisaj, langjähriger Leiter der Talent School Aargau Volleyball und NLA-Trainer der Herren von Volley Schönenwerd wird sich ab September 2020 ganz den Jungtalenten widmen. Diese werden täglich in Aarau im Bereich Technik, Taktik, Athletik trainieren und als 1. Liga-Team in der nationalen Meisterschaft teilnehmen.

Der Regionalverband SVRA fungiert als Träger des nationalen Trainingszentrums (NTZ) und wird dabei durch Subventionen von Swiss Volley und des Kantons Aargau unterstützt. Der Vorstand freut sich, dass die professionelle Nachwuchsarbeit im Kanton weiter ausgebaut werden kann.

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