Der Froh­sinn wird zurück­ge­baut (Bild: zVg)

Näch­ste Woche beginnt der Rück­bau auf eine neue, unkon­ven­tio­nel­le Art

Das unrühmliche Wahrzeichen «Frohsinn» in Hirschthal verschwindet

28. März 2019 | News

Seit vie­len Jah­ren steht der Froh­sinn leer und wird lang­sam zur Rui­ne. Dem Gemein­de­rat war es schon immer ein gros­ses Anlie­gen, dass sich das Dorf gut ent­wickelt. Ein Pro­jekt­wett­be­werb wur­de aus­ge­schrie­ben, wobei die Grund­la­gen der kan­to­na­len Bau- und Nut­zungs­ver­ord­nung (BNO) berück­sich­tig wer­den muss­ten.

Das Pro­jekt wur­de im letz­ten Novem­ber der Bevöl­ke­rung vor­ge­stellt und wur­de mit Begei­ste­rung auf­ge­nom­men. Nun hat sich ganz über­ra­schend ein Gross­in­ve­stor gemel­det, der das Pro­jekt mit etwa 70 bis 80 Woh­nun­gen, Arzt­pra­xis und Cafe­te­ria und even­tu­ell Alters­woh­nun­gen rea­li­sie­ren möch­te. Für die moder­ne Über­bau­ung wer­den auch die zwei angren­zen­den Häu­ser wei­chen müs­sen, sodass auch genü­gend Frei­raum für Erho­lung und Frei­zeit gewähr­lei­stet ist.

Da der Inve­stor mög­lichst bald mit der Rea­li­sie­rung begin­nen kann, wur­de bereits die Abbruch­be­wil­li­gung erteilt. Um Zeit zu gewin­nen und die Umwelt mög­lichst wenig zu bela­sten, wird auf den kon­ven­tio­nel­len Rück­bau ver­zich­tet und erst­mals in der Schweiz mit dem «Recy­cling-Bag­ger» gear­bei­tet.

Die­ses Gerät «greift» das Abbruch­ob­jekt fron­tal an, zer­klei­nert die Bau­sub­stanz und sor­tiert das Mate­ri­al (Stein, Holz, Glas, Kunst­stoff usw.) auto­ma­tisch und bringt es sofort auf spe­zi­el­le Güter­wa­gen der WSB.

Am näch­sten Mon­tag um 13.00 Uhr wird mit der Arbeit begon­nen. Gemein­de­am­man Peter Stad­ler und Johann Schnei­der-Ammann wer­den den Bag­ger gemein­sam star­ten. Der Ehren­gast freut sich auf sei­nen Besuch in Hirsch­thal, da er vor sei­ner Bun­des­rats­zeit in sei­ner Fir­ma an der Ent­wick­lung die­ses gigan­ti­schen Recy­cling-Bag­gers wesent­lich mit­ge­ar­bei­tet hat­te.

BFH