Zwi­schen Suh­re und Stras­se: Muhens Fuss­ball­platz ist zu schmal und durch die Beton­pfei­ler nahe an der Sei­ten­li­nie und der angren­zen­den Fär­ber­gas­se auch gefähr­lich (Bild: Kas­par Flücki­ger)

Ver­brei­tert der FC Muhen sei­nen Fuss­ball­platz nicht, darf er kei­ne Mei­ster­schafts­spie­le mehr bestrei­ten

Dem FC Muhen droht der Abpfiff

25. Okto­ber 2018 | News

Die «Brei­te» ist zu schmal: An der «Gmeind» vom 23. Novem­ber wird in Muhen dar­über abge­stimmt, ob der FC Muhen die bei­den Plät­ze erneu­ern und aus­bau­en darf. Bei einem «Nein» droht dem FCM und sei­nen 370 akti­ven Fuss­bal­le­rin­nen und Fuss­bal­lern der Aus­schluss vom Mei­ster­schafts­be­trieb.

An der gut besuch­ten Info­ver­an­stal­tung der Gemein­de und des FC Muhen wur­de am Diens­tag ver­gan­ge­ner Woche der Bevöl­ke­rung das 3,8-Millionen-Projekt «Aus­bau / Erwei­te­rung Fuss­ball­platz» vor­ge­stellt. Dar­über wird an der Win­tergmeind vom 23. Novem­ber abge­stimmt. Weil dort unter ande­rem auch über den Kauf des ehe­ma­li­gen Gast­hofs Wal­deck für 2,5 Mil­lio­nen Fran­ken und über eine Erhö­hung des Steu­er­fus­ses um fünf Pro­zent auf neu 117 Pro­zent abge­stimmt wird, herrscht in Muhen Erklä­rungs­be­darf. Muhens Gemein­de­am­mann Andre­as Urech stell­te am Info­abend unmiss­ver­ständ­lich klar: «Auch wenn bei­de Pro­jek­te abge­lehnt wür­den, müss­te der Steu­er­fuss erhöht wer­den.» Grund dafür sind laut Urech sin­ken­de Steu­er­ein­nah­men.

Die «Brei­te» ist zu schmal

FCM-Prä­si­dent Chris Ste­cher sei­ner­seits mach­te klar, dass der Schwei­zer und Aar­gau­er Fuss­ball­ver­band kei­ne Fuss­ball­plät­ze mehr akzep­tie­ren, die schma­ler sind als 60 Meter, egal ob 2. oder 5. Liga. Die «Brei­te», wo der FC Muhen seit 1976 spielt, ist mit 57 Metern zu schmal. Auch der gefor­der­te Sicher­heits­ab­stand von drei Metern zum Spiel­feld­rand ist in Muhen nicht gege­ben. Hier ste­hen gefähr­li­che Beton­pfei­ler kurz hin­ter der Sei­ten­li­nie, gleich dahin­ter fah­ren Autos durch die Fär­ber­gas­se. Eine Spiel­feld­um­zäu­nung fehlt, des­halb kommt es hier oft zu gefähr­li­chen Situa­tio­nen, wenn etwa ein Ball über die Stras­se rollt, der Spie­ler hin­ter­her rennt und gleich­zei­tig ein Auto her­an­naht. Hin­zu kommt, dass die 42-jäh­ri­gen Spiel­fel­der akut sanie­rungs­be­dürf­tig sind. Regen, der leh­mi­ge Unter­grund und die nahe Suh­re sorg­ten zu oft für Spiel­ab­sa­gen.

«Nicht alle Kosten kön­nen dem Fuss­ball­platz ange­rech­net wer­den»

Die geplan­te Sanie­rung und Ver­brei­te­rung wird auch des­halb so teu­er, weil durch die Ver­brei­te­rung des Spiel­felds die Fär­ber­gas­se um ein paar Meter ver­scho­ben wer­den muss. Muhens Gemein­de­am­mann leg­te am Info­an­lass anschau­lich dar, dass die 3,8 Mil­lio­nen nicht allei­ne dem Fuss­ball­platz ange­rech­net wer­den kön­nen. Den­noch schlägt der Haupt­platz als Kunst­ra­sen mit 1,8 Mio. Fran­ken am höch­sten zu Buche, der sanier­te Neben­platz kostet 0,7 Mio., die neue Stras­se mit Werk­lei­tun­gen und neu­er Was­ser­lei­tung machen den Rest, also 1,3 Mio. Fran­ken aus.

«Kei­ne Luxus­lö­sung»

Dass das Erwei­te­rungs­pro­jekt des FCM trotz Kunst­ra­sen kei­ne Luxus­lö­sung ist, erklär­te FC-Prä­si­dent Chris Ste­cher: «Drei­mal haben wir das Pro­jekt ver­klei­nert, redi­men­sio­niert. Der FC wächst ste­tig, es gibt für die aktu­ell 250 Akti­ven, davon ein Frau­en­team und 120 Junio­ren eigent­lich einen Bedarf von drei Spiel­fel­dern. Wenn jedoch der Haupt­platz ein stra­pa­zier­fä­hi­ger Kunst­ra­sen wird, soll­ten zwei Plät­ze rei­chen.»

Muhen stimmt am 23. Novem­ber an der Gmeind über den Kre­dit ab.

KF