Melanie Augst­burg­er, MAS UZH in Real Estate

Erneuerungsfonds im Stockwerkeigentum

Von | 28. Novem­ber 2019 | Rat­ge­ber Immo­bilien

FRAGEIch bin kurz davor, meine Eigen­tumswoh­nung zu verkaufen. Nutzen/Schaden gehen am 1. Dezem­ber 2019 auf die neuen Eigen­tümer über. Ich habe die Ver­wal­tung der Stock­w­erkeigen­tümerge­mein­schaft gebeten, per Stich­tag 30. Novem­ber 2019 die Nebenkosten abzurech­nen sowie meinen Anteil aus dem Erneuerungs­fonds zurück­zuer­stat­ten. Die Ver­wal­tung teilte mir mit, dass sie die Nebenkosten per Stich­tag abrechne. Hinge­gen könne sie mir keine Auszahlung meines Anteils aus dem Erneuerungs­fonds täti­gen, da ich darauf keinen Anspruch hätte. Stimmt das?

ANTWORTJa. Das Kap­i­tal im Erneuerungs­fonds gehört immer zum Gemein­schaftsver­mö­gen. Dieses ist für den Unter­halt und die Erneuerung an gemein­schaftlichen Teilen zweck­ge­bun­den. Die einzel­nen Stock­w­erkeigen­tümer kön­nen keinen Anspruch auf das von ihnen ein­bezahlte Geld in den Erneuerungs­fonds erheben. Der Anteil ist untrennbar mit dem Stock­w­erkeigen­tum ver­bun­den.

Dies gilt selb­st bei einem Aus­tritt aus der Gemein­schaft: Bei einem Verkauf geht der Ver­mö­gen­san­teil am Erneuerungs­fonds zusam­men mit dem Stock­w­erkeigen­tum automa­tisch auf den Käufer über. In der Prax­is wer­den die Ein­la­gen in den Erneuerungs­fonds regelmäs­sig in die Höhe der Kauf­preiszahlung eingepreist.

Ob der Verkäufer den gewün­scht­en Verkauf­spreis inkl. Erneuerungs­fond­san­teil schlussendlich erzielt, hängt von den gegen­wär­ti­gen Mark­tver­hält­nis­sen ab.

 

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Melanie Augs­burg­er,
MAS UZH in Real Estate
HAMERO Immo­bilien AG,
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