Die Olym­pi­schen Win­ter­spiele gehören in die Schweiz!

Von | 31. Oktober 2017 | Gedanken

Wo soll man eigent­lich olym­pi­sche Win­ter­spiele orga­ni­sieren? Irgendwo wo kein Win­ter­sport betrieben wird – etwa in Hallen von Abhu Dabi oder Dakkar? Sicher nicht.

Die reiche Schweiz sollte im Stande sein, eine Win­ter­olym­piade zu orga­ni­sieren. Unsere Win­ter­sport­an­lagen sind da mehr­heit­lich schon vor­handen. Leider ist man bei den Winter- und den Som­mer­spielen in letzter Zeit viel zu weit gegangen. Gigan­tismus wurde betrieben. Alles ist gefragt – nur nichts Nor­males. Das Ganze beginnt jeweils schon bei der Prä­sen­ta­tion, wo nur die hoch­tra­bendsten Pro­jekte Ein­druck machen. Ist es denn noch nie­mandem in den Sinn gekommen, für solche Anlässe auch eine Öko­bi­lanz mit­ein­zu­be­ziehen? Ich finde, die Schweiz ist bes­tens geeignet für olym­pi­sche Win­ter­spiele. Die Wett­kampf­an­lagen , die hier­zu­lande vor­handen sind, sollten eigent­lich mehr als genügen, wenn man das Ganze auf die gesamte Schweiz aus­weitet.

Meines Erach­tens sollte man dagegen auf ein teures olym­pi­sches Dorf ver­zichten, denn dieses muss man in der Regel nach den Spielen wieder ent­fernen.

Wieso füllen wir nicht ein­fach unsere Hotels in den Bergen mit den Ath­leten? Das wäre beste Wer­bung für unseren Tou­rismus. Der Bund ist bekannt­lich bereit, den Gross­an­lass mit bis zu einer Mil­li­arde Franken zu finan­zieren. Ist das nicht eine Super­ein­la­dung? Da muss man doch imstande sein, diese Spiele ohne Gigan­tismus und umwelt­freund­lich zu orga­ni­sieren.

Wenn das IOK das dann nicht will, sollte dieses Komitee end­lich die Scheu­klappen ablegen. Win­ter­spiele gehören nun mal in ein Win­ter­sport­land und diese sind bekannt­lich in der Regel eher klein! Ob es jetzt Sion oder St. Moritz heisst, ist doch zweit­rangig, denn Bob fahren sollte man ohnehin auf den bewährten Bahnen und Ski­pisten sind in Hülle und Fülle vor­handen.

Den schlag­fer­tigen Chris­tian Con­stantin schi­cken wir an die Prä­sen­ta­tion! Wenn wir jetzt die olym­pi­schen Win­ter­spiele nicht orga­ni­sieren können, dann wohl nie mehr. Der Zug fährt ohne uns ab und wir können höchs­tens noch die Asiaten für Bil­lig­aus­flüge auf den Berg locken. Auf Dauer können so unsere jetzt schon teuren Win­ter­sport­an­lagen nicht mehr finan­ziert werden.