Vor­jah­res­fi­na­list Jakub Paul wird vor­aus­sicht­lich auch in die­sem Jahr wie­der am Ten­nis Pro-Open Aar­gau auf­lau­fen (Bil­der: Fabio Bar­anzini)

Die Tenniscracks kehren nach Oberentfelden zurück

17. Janu­ar 2019 | Sport

Am 4. Febru­ar beginnt die 4. Aus­ga­be des Ten­nis Pro-Open Aar­gau, die zum erlauch­ten Kreis der «AargauTop-Sport»-Events zählt. In Ober­ent­fel­den kämp­fen die Ten­nis­pro­fis um wich­ti­ge Punk­te für die ATP-Welt­rang­li­ste.

Mitt­ler­wei­le bereits zum vier­ten Mal orga­ni­siert Fred­dy Blat­ter mit sei­nem Team das mit 25’000 Dol­lar dotier­te Ten­nis Pro-Open Aar­gau. Ent­spre­chend sit­zen die Abläu­fe und Orga­ni­sa­ti­ons­schrit­te schon fast per­fekt. Vor allem weil die Orga­ni­sa­to­ren nach der sehr gelun­ge­nen Aus­ga­be im letz­ten Jahr, die einen neu­en Zuschau­er­re­kord ver­zeich­nen konn­te, auf Bewähr­tes zurück­grei­fen. «Wir wer­den auch in die­sem Jahr wie­der jeden Abend um 19.00 Uhr ein ‹Night Session›-Match anset­zen und extra eine Zuschau­er­tri­bü­ne auf­bau­en, die wäh­rend der gesam­ten Tur­nier­dau­er einen opti­ma­len Blick auf den Cen­ter Court bie­tet», so Tur­nier-direk­tor Fred­dy Blat­ter.

Und trotz­dem ist in die­sem Jahr eini­ges anders. Das hängt ins­be­son­de­re mit den gros­sen Refor­men des inter­na­tio­na­len Ten­nis­ver­ban­des ITF zusam­men. Der hat näm­lich beschlos­sen, dass die Anzahl der Spie­ler, die um ATP-Punk­te kämpft, auf 750 beschränkt wird. Bis­lang waren es meh­re­re 1000 Spie­ler. Die Idee dahin­ter ist, dass die 750 besten Spie­ler alle­samt vom Ten­nis­sport leben kön­nen, da sie das mehr oder weni­ger gleich blei­ben­de Preis­geld unter wesent­lich weni­ger Spie­lern auf­tei­len müs­sen.

Hof­fen auf die Davis Cup-Cracks
Die Kon­se­quenz davon ist aller­dings, dass alle Spie­ler, die nicht zu den Top 750 gehö­ren, künf­tig auf der soge­nann­ten World­Ten­nis­Tour spie­len und dort in einer sepa­ra­ten Welt­rang­li­ste um Punk­te kämp­fen. Nur die besten Spie­ler der World­Ten­nis­Tour dür­fen dann an den gros­sen Tur­nie­ren um ATP-Punk­te spie­len. Zu die­ser neu geschaf­fe­nen World­Ten­nis­Tour gehö­ren alle Tur­nie­re, die mit 15’000 und 25’000 Dol­lar dotiert sind. Also auch das Ten­nis Pro-Open Aar­gau. Das Jahr 2019 ist aller­dings noch ein Über­gangs­jahr und des­halb gibt es in Ober­ent­fel­den wei­ter­hin wert­vol­le ATP-Punk­te zu gewin­nen.

Für Fred­dy Blat­ter und sein Team brin­gen die­se Refor­men eine gewis­se Unsi­cher­heit mit. «Das neue System läuft erst seit weni­gen Wochen. Wir las­sen uns daher über­ra­schen, wel­che Spie­ler sich für unser Tur­nier anmel­den wer­den und wer dann wirk­lich im Tableau auf­ge­nom­men wird», sagt Fred­dy Blat­ter. «Es ist aber so oder so klar, dass wir auch in die­sem Jahr wie­der abso­lu­tes Spit­zen­ten­nis genies­sen dür­fen. Vor allem hof­fen wir, dass wir den einen oder ande­ren Schwei­zer Davis Cup-Spie­ler bei uns begrüs­sen dür­fen, denn am Wochen­en­de vor unse­rem Tur­nier spie­len die Schwei­zer in Biel gegen Russ­land.»

Jubi­lä­um der Swiss Juni­or Tro­phy
Bereits in der Woche vor dem Ten­nis Pro-Open Aar­gau fin­det im Ten­nis­cen­ter Aar­au West ein inter­na­tio­na­les Junio­ren­tur­nier statt. Und zwar die 10. Aus­ga­be der Swiss Juni­or Tro­phy, ein Tur­nier der vier­ten Kate­go­rie, das regio­na­len und natio­na­len Nach­wuchs­ta­len­ten den idea­len Ein­stieg ins inter­na­tio­na­le Tur­nier­ge­schäft ermög­licht. In die­sem Jahr haben sich gleich meh­re­re sehr star­ke Spie­ler für die Swiss Juni­or Tro­phy ange­mel­det – dar­un­ter auch sechs Akteu­re aus den Top 100 der Junio­ren­welt­rang­li­ste. «Ich bin gespannt, ob die­se Top-Junio­ren dann auch wirk­lich kom­men, aber es zeigt, dass die Junio­ren­tour durch die Refor­men des inter­na­tio­na­len Ten­nis­ver­ban­des defi­ni­tiv auf­ge­wer­tet wird», so Blat­ter.

Für die Nach­wuchs­ta­len­te wird es auf­grund der Refor­men näm­lich noch wich­ti­ger, sich für die Top 100 der -Junio­ren­welt­rang­li­ste zu qua­li­fi­zie­ren. Denn an jedem mit 15’000 oder 25’000 Dol­lar dotier­ten Tur­nier der World­Ten­nis­Tour sind fünf Start­plät­ze für die Junio­ren reser­viert, die zu den Top 100 der Welt­rang­li­ste gehö­ren. Die Punk­te für die Junio­ren­welt­rang­li­ste, die es an der Swiss Juni­or Tro­phy zu gewin­nen gibt, sind also begehr­ter denn je.

ZVG

Im letz­ten Jahr war auch Davis Cup-Crack Marc-Andrea Hüs­ler in Ober­ent­fel­den mit von der Par­tie