Nach­dem eine erste Vor­lage an der Urne scheit­erte, wird das Gemein­de­haus nun doch saniert (Bild: Markus Schenk)

Gemein­de­v­er­samm­lung Teufen­thal

Die Teufenthaler wollen nicht auf den Landanzeiger verzichten!

13. Juni 2019 | News

Die Gemein­de­v­er­samm­lung in Teufen­thal ver­lief am ver­gan­genen Fre­itag ruhig bis zum zweitlet­zten Trak­tan­dum, das eine Änderung der Gemein­de­ord­nung vor­sah. Nach län­ger­er Diskus­sion wurde das Geschäft an den Gemein­der­at zurück­gewiesen. Pièce de résis­tance bildete dabei der Lan­danzeiger, der durch die Änderung aus dem Dorf ver­schwun­den wäre.

Wenig erfreulich war der Abschluss der Rech­nung für das Jahr 2018. Statt eines bud­getierten Ertragsüber­schuss­es von Fr. 112’970.– resul­tierte ein Aufwandüber­schuss von Fr. 467’052.81. Die Gründe dafür sind vielfältig. Ein­er­seits fie­len die Steuere­in­nah­men geringer aus als bud­getiert, ander­er­seits fie­len Mehraufwände für Sozialfälle und geset­zliche wirtschaftliche Hil­fe stark ins Gewicht. Dazu wurde offen­bar das Inkas­so in den Vor­jahren nicht opti­mal umge­set­zt. Da der Steuer­fuss schon bei hohen 122 Prozen­ten liegt, hat man hier auch kaum Spiel­raum. Die Rech­nung wurde schliesslich deut­lich genehmigt, auch wenn sie wenig erfreulich ist. Der Gemein­der­at rech­net hier aber in Zukun­ft noch mit Kan­ton­shil­fe.

Das Gemein­de­haus wird nicht verkauft
Der Gemein­der­at schlug der Ver­samm­lung eine Sanierung des Gemein­de­haus­es über drei Jahre vor, statt dieses zu verkaufen. Ein Verkauf hätte zwar 1,1 Mil­lio­nen Franken einge­bracht, doch die Zin­sen für die Miete im ehe­ma­li­gen Valiant-Gebäude hätte innert vierzehn Jahren dieses Geld ver­braucht. Die Büros der Gemein­de­v­er­wal­tung sind offen­bar in gutem Zus­tand. Sanierungs­bedürftig sind indes die Woh­nun­gen, welche aber let­ztlich auch Geld ein­brin­gen. Die Ver­samm­lung entsch­ied eine Sanierung des Gemein­de­haus­es für ins­ge­samt Fr. 431’000.–, aufzuteilen auf drei Jahre. Auf lange Sicht bes­timmt ein weis­er Entscheid.

Unum­strit­ten war dann auch die Pensen­er­höhung für die Schulleitung, da diese offen­bar sehr gute Arbeit leis­tet. Die Ver­samm­lung beschloss das Pen­sum leicht von 45 auf 60 % zu erhöhen.

Gemein­de­ord­nung wird an den Gemein­der­at zurück­gewiesen
Am meis­ten zu reden gab in der Folge die Änderung der Gemein­de­ord­nung, welche der Gemein­der­at vorschlug. Unum­strit­ten waren die Her­ab­set­zung der Mit­gliederzahl von Behör­den und Kom­mis­sio­nen aufs Min­i­mum. Dann gings noch um das amtliche Pub­lika­tion­sor­gan. Der Gemein­der­at wollte den Lan­danzeiger aus Spar­grün­den stre­ichen. Der Lan­danzeiger-Ver­lagsleit­er Markus Schenk war vor Ort und gab zu bedenken, dass der Bevölkerung dadurch die geliebte Wochen­zeitung ent­zo­gen werde. Ver­schiedene Votan­ten kon­nten sich mit dem gemein­derätlichen Vorschlag eben­falls nicht anfre­un­den, da der Spar­ef­fekt offen­bar sehr klein wäre. Schliesslich wurde der Rück­weisungsantrag mit 37 zu 16 Stim­men klar angenom­men. Der Gemein­der­at muss dem­nach bezüglich des amtlichen Pub­lika­tion­sor­gans nochmals über die Büch­er. Der restliche Inhalt der Gemein­de­ord­nung dürfte in Ord­nung sein.

Unter Ver­schieden­em wurde noch über die neue Nutzungs­pla­nung ori­en­tiert. In der jet­zi­gen Phase ist die Bevölkerung gefragt. Sie hat ein Mit­spracherecht. Die grosse Teil­nahme am Dor­fum­gang habe bewiesen, dass die Be-völkerung dur­chaus Inter­esse zeige. Nun könne via Inter­net ein Frage­bo­gen zur Nutzungs­pla­nung herun­terge­laden wer­den. Die Gemeinde nimmt nun allfäl­lige Ein­sprachen ent­ge­gen. Ca. im Jahr 2021 dürfte das Geschäft dann an den Kan­ton gehen und zwis­chen den Jahren 2022 und 2023 rech­net man mit der offiziellen Abstim­mung.

MS