Schlicht und schön: Hier ist das Anklei­de­zim­mer mit einer ein­fa­chen Raum­tren­nung des Schlaf­zim­mers rea­li­siert wor­den  (Bild: zVg)

Die neu­sten Trends in der Raum­ge­stal­tung

Ein Hauch von Luxus: Der begehbare Kleiderschrank

25. Juli 2018 | Woh­nen

Begeh­ba­re Klei­der­schrän­ke bie­ten und spa­ren Platz. Wer es gross­zü­gig mag, wählt die Luxus­va­ri­an­te: das Anklei­de­zim­mer. Viel­leicht ist dies auch bei Ihnen zu Hau­se mög­lich. -Lesen Sie, was bei der Pla­nung zu -beach­ten ist.

Ein begeh­ba­rer Klei­der­schrank lässt sich über­all platz­ie­ren, sogar unter Dach­schrä­gen, in Ecken und Nischen.Wer lie­ber Wän­de als Schrän­ke sieht, soll­te sich einen begeh­ba­ren Schrank anschaf­fen. Das ist ein über­di­men­sio­nier­ter Klei­der­schrank, den man öff­nen und betre­ten kann. Als Stand­or­te eig­nen sich das Schlaf- oder Bade­zim­mer – dort, wo man sich anklei­det.

Grös­ser und edler: der Anklei­de­raum

Die grös­se­re Vari­an­te des begeh­ba­ren Klei­der­schranks ist der Anklei­de­raum. Wer sich dafür ent­schei­det, gönnt sich und sei­ner Klei­der­kol­lek­ti­on Raum zur Prä­sen­ta­ti­on. Denn ein Anklei­de­raum lässt sich nicht auf einen Stau­raum redu­zie­ren. Dar­in klei­det man sich, stellt Hemd und Anzug für den näch­sten Tag zusam­men und freut sich über Far­ben, For­men und Stof­fe. Mit einer Büste oder einem Schmink­tisch belebt man das Anklei­de­zim­mer zusätz­lich.

In 10 Schrit­ten zur per­fek­ten Lösung

1. Gestal­ten Sie den begeh­ba­ren Klei­der­schrank oder den Anklei­de­raum so, dass er Ihrem jet­zi­gen Leben ent­spricht: Er ist ein Raum der Gegen­wart, kei­ne Erin­ne­rungs­zo­ne. Klei­dung, in die Sie vor etli­chen Jah­ren ein­mal gepasst haben, jetzt aber lei­der nicht mehr, und aus­ge­lei­er­te Sachen gehö­ren des­halb ent­sorgt. Die Metho­de von Marie Kon­do hat schon vie­len beim Aus­mi­sten gehol­fen.

2. Über­le­gen Sie sich, was Sie über­haupt im Schrank bzw. im Anklei­de­raum und was im Flur, im Est­rich oder im Kel­ler auf­be­wah­ren wol­len. So kön­nen Sie den Platz­be­darf eru­ie­ren, den Sie tat­säch­lich benö­ti­gen.

3. Bewah­ren Sie Schu­he am besten aus-ser­halb des begeh­ba­ren Klei­der­schranks oder des Anklei­de­raums auf. Denn selbst die sau­ber­sten und gepfleg­te­sten Füs­se son­dern einen Geruch ab, der sich in den Schu­hen fest­setzt und dem Duft frisch gewa­sche­ner Wäsche im Nu den Gar­aus macht.

4. Falls Sie zum Schluss kom­men, dass Sie nicht genü­gend Platz für ein Anklei­de­zim­mer haben: nicht ver­za­gen! Viel­leicht lässt sich ein ande­rer Raum mit einem Raum­tei­ler so gestal­ten, dass Sie zu einem offe­nen bzw. «hal­ben» Anklei­de­raum kom­men? Anson­sten fällt die Wahl auf den begeh­ba­ren Klei­der­schrank.

5. Der begeh­ba­re Klei­der­schrank oder der Anklei­de­raum soll­te die räum­li­chen Gege­ben­hei­ten berück­sich­ti­gen. Dazu gehö­ren der Grund­riss, aber auch Ein­schrän­kun­gen der Kuba­tur durch Dach­schrä­gen, vor­ste­hen­de Roh­re oder Sim­se. Beim Anklei­de­raum sind Türen und Fen­ster mit­ein­zu­be­zie­hen. Wenn Sie die Dimen­sio­nen ken­nen, kön­nen Sie Mass neh­men und sich an die kon­kre­te Aus­ge­stal­tung Ihrer Lösung machen.

6. Bestim­men Sie, wel­chen Teil Ihrer Klei­dung und Acces­soires Sie offen prä­sen­tie­ren bzw. hin­ter Türen ver­ber­gen möch­ten, und was Sie lie­ber auf­hän­gen oder fal­ten. Tra­gen Sie die jewei­li­gen Klei­dungs- und Acces­soires-Arten zusam­men, sodass Sie sehen, wie viel Platz Sie effek­tiv benö­ti­gen – die Gefahr, sich zu ver­schät­zen und somit zu ver­pla­nen, ist andern­falls gross.

7. Die mei­sten Syste­me für den begeh­ba­ren Klei­der­schrank oder den Anklei­de­raum set­zen sich aus etli­chen Modu­len – dar­un­ter Rega­le, Schub­la­den, Stan­gen – zusam­men, sodass sie sich (zumin­dest weit­ge­hend) nach den indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­sen kon­fi­gu­rie­ren las­sen. Für die Türen gilt: Ist wenig Platz da, sind Schie­be­tü­ren oder eine ver­spie­gel­te Tür eine gute Wahl.

8. Pla­nen Sie die Beleuch­tung sorg­fäl­tig, damit sie auch im Dun­keln Freu­de an Ihrem begeh­ba­ren Klei­der­schrank bzw. Anklei­de­raum haben. Eine gute Kom­bi­na­ti­on bil­den eine Decken­leuch­te oder Spots sowie eine Steh­leuch­te beim Spie­gel.

9. Falls Sie genü­gend Platz haben, emp­fiehlt sich eine wohn­li­che Deko­ra­ti­on im begeh­ba­ren Klei­der­schrank oder Anklei­de­zim­mer: Bil­der, ein Tep­pich, eine Boden­va­se mit Zwei­gen etc. neh­men ihm den funk­tio­na­len Touch, den er ohne jede Ver­schö­ne­rung hat.

10. Eine gute Durch­lüf­tung ist wich­tig, damit der Raum – im wahr­sten Sin­ne des Wor­tes – anzie­hend bleibt. Um Schim­mel­be­fall vor­zu­beu­gen, platz­ie­ren Sie den Klei­der­schrank an einer Innen­wand. Ob eine Hin­ter­lüf­tung not­wen­dig ist, bespre­chen Sie am besten mit dem Fach­händ­ler, von dem Sie Ihre Lösung bezie­hen.

ZVG/KF