Welt­klas­se­schüt­ze Jan Loch­bih­ler demon­strier­te sein Kön­nen in Muhen mit dem Maxi­mum von 60 Punk­ten im Grup­pen­stich (Bild: Wolf­gang Rytz)

Schies­sen

Ein Hauch von Weltklasse zum Jubiläum

7. Novem­ber 2019 | Sport

Die Sport­schüt­zen Muhen fei­er­ten auf der moder­nen Schiess­an­la­ge im Rüte­li ihr 100-Jahr-Jubi­lä­um mit der Wie­der­auf­nah­me des Stroh­haus­schies­sens. 380 Schüt­zin­nen und Schüt­zen kämpf­ten an zwei Wochen­en­den um lukra­ti­ve Prei­se. Der Grup­pen­sieg ging an Bals­thal-Klus, ange­führt von Welt­klas­se­schüt­ze Jan Loch­bih­ler.

Das war die Krö­nung des 31. Stroh­haus­schies­sens. Der Solo­thur­ner Jan Loch­bih­ler war eben von den CISM-Welt­spie­len in Chi­na heim­ge­kehrt, wo er zwei Bron­ze­me­dail­len gewon­nen hat­te. Am letz­ten Schiess­tag in Muhen gab er sich trotz einer Grip­pe die Ehre und demon­strier­te sein Kön­nen zum Sai­son­ende. Mit dem Maxi­mum von 60 Punk­ten im Grup­pen­wett­kampf ver­half er sei­nem Stamm­ver­ein Bals­thal-Klus zum knap­pen Sieg vor Vill­mergen.

Dar­über hin­aus stah­len ihm aber ande­re Schüt­zen die Show, allen vor­an der Luzer­ner Peter Wirz. Die­ser erreich­te sowohl im Grup­pen­stich wie im Gaben­stich das Punk­te­ma­xi­mum.

Kein Aar­gau­er Sieg
Alle Kon­kur­ren­zen erreich­ten ein hohes Niveau. So schos­sen im Gaben­stich fünf Schüt­zen das Maxi­mum von 100 Punk­ten. Zu die­sem Quin­tett gehör­te aller­dings kein Aar­gau­er. Im Ehren­ga­ben­stich mit 100er-Wer­tung tri­um­phier­te der 72-jäh­ri­ge Zuger Josef Mül­ler mit fan­ta­sti­schen 296 Punk­ten. Im Ver­gleich dazu muss­te sich Jan Loch­bih­ler mit ver­hält­nis­mäs­sig beschei­de­nen 285 Zäh­lern begnü­gen. Bester Aar­gau­er war hier Rou­ti­nier Beat Augst­bur­ger von den gast­ge­ben­den Muhe­ner Sport­schüt­zen mit beacht­li­chen 293 Punk­ten.

Im Grup­pen­wett­kampf klas­sier­te sich das Ober­tel-Quin­tett der Sport­schüt­zen Suhr auf dem guten 5. Platz unter 42 Teams. Men­zi­ken-Burg erreich­te mit einer aus­ge­gli­che­nen Lei­stung Rang 9.

Wie­der­ho­lung unge­wiss
Ger­hard Künz­li, die gute See­le der Sport­schüt­zen Muhen, erin­ner­te sich mit Weh­mut an die guten alten Zei­ten des Stroh­haus­schies­sens. Bei der ersten Auf­la­ge 1981 hat­ten 585 Schüt­zen teil­ge­nom­men. Im Jahr 2010 ging der Tra­di­ti­ons­an­lass zu Ende. Zum 100-Jahr-Jubi­lä­um liess der Ver­ein die­ses Schies­sen auf­le­ben und gewähr­te gross­zü­gi­ge Aus­zah­lungs­quo­ten. Doch die Zei­ten haben sich auch im Klein­ka­li­ber­schies­sen geän­dert. Die ange­streb­ten 400 Teil­neh­mer wur­den knapp ver­fehlt. Des­halb sag­te Künz­li, dass eine wei­te­re Auf­la­ge offen sei.

Dank gross­zü­gi­ger Unter­stüt­zung des regio­na­len Gewer­bes resul­tier­te für den Ver­ein ein schö­ner Ertrag. Die Sport­schüt­zen Muhen finan­zie­ren damit eine Ver­eins­fah­ne, die beim Dorf­fest im näch­sten Mai prä­sen­tiert wird. Das rest­li­che Geld kommt der Nach­wuchs­för­de­rung zugu­te, die in Muhen gut funk­tio­niert.

WR