Das Sie­ger­pro­jekt MULA der :mlzd Archi­tek­ten aus Biel (Bild: loomn.de)

MULA heisst das Sie­ger­pro­jekt für das neue Hotel Aar­au­er­hof

Eine bestens geeignete Ausgangslage gefunden

14. März 2019 | News 2

Die ZFV-Unter­neh­mun­gen haben das Kon­gress­ho­tel Aar­au­er­hof Mit­te 2012 erwor­ben und in die Sorell-Grup­pe inte­griert. Bald zeig­te es sich, dass das 1972 neu erstell­te Gebäu­de den heu­ti­gen Anfor­de­run­gen nicht mehr genügt: Sein bau­li­cher Zustand ver­langt eine umfas­sen­de Sanie­rung.

Die Revi­si­on der Bau- und Nut­zungs­ord­nung der Stadt Aar­au ermög­licht, das Gebäu­de von bis­her 23 auf neu maxi­mal 33 Meter zu erhö­hen. Da nach diver­sen Abklä­run­gen eine Auf­stockung bau­tech­nisch kaum rea­li­sier­bar wäre, haben die ZFV-Unter­neh­mun­gen ent­schie­den, das bestehen­de Gebäu­de durch einen zeit­ge­mäs­sen attrak­ti­ven Neu­bau zu erset­zen.

Gros­se Pla­nungs- und Nut­zungs­fle­xi­bi­li­tät

Als Eigen­tü­mer waren sich ZFV-Unter­neh­mun­gen bewusst, dass ohne ein ordent­li­ches Aus­wahl­ver­fah­ren kaum ein bewil­li­gungs­fä­hi­ges Pro­jekt erstellt wer­den kann. Aus die­sem Grund wur­de in Zusam­men­ar­beit mit dem Stadt­bau­amt die gene­rel­le Auf­ga­ben­stel­lung für den Stu­di­en­auf­trag for­mu­liert und eine Aus­wahl für das Teil­neh­mer­feld bestimmt.

Neben dem Raum­pro­gramm wur­den auch nut­zungs­tech­ni­sche Aspek­te, die Gebäu­de­tech­nik, der Brand­schutz sowie die Kosten geprüft. Gene­rell wur­den alle Vor­ga­ben gut ein­ge­hal­ten. Das Beur­tei­lungs­gre­mi­um eru­ier­te anfangs Janu­ar das Sie­ger­pro­jekt «MULA» der :mlzd Archi­tek­ten aus Biel mit einem Mehr­heits­ent­scheid. 

Die aus­schlag­ge­ben­den Kri­te­ri­en waren nebst der städ­te­bau­li­chen Set­zung vor allem die gros­se Pla­nungs- und Nut­zungs­fle­xi­bi­li­tät, die inner­halb der Geschos­se aber auch in Bezug auf deren Anord­nung gege­ben ist. «Die Ver­fas­ser schaf­fen es, das Volu­men mit einer Höhe von 30 Meter unter­halb der Hoch­haus­gren­ze zu hal­ten und dabei die gefor­der­te Nutz­flä­che auf acht ober­ir­di­schen und zwei unter­ir­di­schen Geschos­sen unter­zu­brin­gen», heisst es im Beur­tei­lungs­be­richt des Stu­di­en­auf­trags. «Lei­der wird dabei kein 3. Unter­ge­schoss abge­bil­det. Zwar sind die für den Hotel­be­trieb nöti­gen Flä­chen vor­han­den, jedoch feh­len die zusätz­li­chen geor­der­ten Park­plät­ze. Die­ser Umstand wur­de in der Bewer­tung berück­sich­tigt; die Jury betrach­tet es aller­dings als ver­hält­nis­mäs­sig ein­fach, das Geschoss zu ergän­zen, ohne dass die Grund­zü­ge des Ent­wur­fes beein­träch­tigt wür­den», heisst es wei­ter.

Die Jury kommt zum Schluss, dass mit dem vor­lie­gen­den Ent­wurf die Grund­la­ge für ein zeit­ge­mäs­ses, zukunfts­ge­rich­te­tes und auch län­ger­fri­stig nach­hal­ti­ges Pro­jekt geschaf­fen wur­de, wel­ches sich ver­än­dern­den Anfor­de­run­gen über Jah­re hin­aus gerecht wer­den wird.

SAH