Moos­leerau möch­te, dass der Regio­nal­ver­band Suh­ren­tal eine Stu­die für eine Gross­fu­si­on aus­ar­bei­ten lässt

Eine Studie soll das Potenzial für eine Grossfusion im Suhrental aufzeigen

19. Juni 2019 | News

Die Gemein­de Moos­leerau hat beim Regio­nal­ver­band Suh­ren­tal ein Gesuch für eine Fusi­ons­stu­die ein­ge­reicht, die alle Gemein­den des Regio­nal­ver­ban­des ein­be­zie­hen soll.

An der Gemein­de­ver­samm­lung infor­mier­te Ammann Dani­el Dät­wy­ler über den Stand der Fusi­ons­ab­klä­rung. An der letz­ten Win­tergmeind hat der Gemein­de­rat den Auf­trag gefasst, sich Gedan­ken zur finan­zi­el­len Zukunft der Gemein­de zu machen und dabei auch eine Fusi­on in Betracht zu zie­hen.

«Wir haben beim Regio­nal­ver­band Suh­ren­tal ein Gesuch ein­ge­reicht. Es soll abge­klärt wer­den, ob im Suh­ren­tal das Poten­zi­al für die Fusi­on meh­re­rer Gemein­den vor­han­den ist», erklär­te der Gemein­de­am­mann den 39 anwe­sen­den Stimm­bür­gern (von 651).

Er rech­ne damit, dass die­se Stu­die frü­he­stens Ende 2020 vor­lie­gen wird. Die Stu­die soll in einem ersten Schritt auf­zei­gen, wo die Zusam­men­ar­beit zwi­schen den Gemein­den ange­bracht und wo eine Fusi­on des­halb sinn­vol­ler ist. An der Stu­die sol­len sich mög­lichst vie­le Gemein­den des Regio­nal­ver­bands Suh­ren­tal betei­li­gen. «Wir wol­len in grös­se­ren Dimen­sio­nen den­ken. Nur dann sind Fusio­nen auch sinn­voll», sagt Dani­el Dät­wy­ler.

Regio­nal­ver­band ange­fragt
Dem Regio­nal­ver­band Suh­ren­tal gehö­ren Hol­zi­ken, Hirsch­thal, Schöft­land, Schloss­rued und Schmie­drued aus dem Bezirk Kulm sowie Reit­nau, Moos­leerau, Kirch­le­erau, Wili­berg und Staf­fel­bach aus dem Bezirk Zofin­gen an.

«Wich­tig ist dabei, dass es zum heu­ti­gen Zeit­punkt erst um eine Stu­die geht, bei wel­cher das Poten­zi­al ver­tief­ter Zusam­men­ar­beit geklärt wer­den soll», betont Lis Lüthi, die Geschäfts­füh­re­rin des Regio­nal­ver­bands. 

Bereits lie­ge dem Regio­nal­ver­band ein wei­te­rer Antrag einer Gemein­de vor, der in die glei­che Rich­tung gehe, sagt Lüthi. Wenn der Regio­nal­ver­band nicht die Feder­füh­rung bei die­ser Stu­die über­nimmt, muss Moos­leerau selbst­stän­dig auf die umlie­gen­den Gemein­den zuge­hen.

Gemein­sa­me Gren­zen nicht nötig
Wenn die Ergeb­nis­se der Stu­die vor­lie­gen, müs­sen die Gemein­den des Regio­nal­ver­bands Suh­ren­tal ein­zeln ent­schei­den, ob sie in Rich­tung Fusi­on wei­ter­ar­bei­ten möch­ten oder nicht. Die­sen Ent­scheid wer­den nicht alle posi­tiv fäl­len. Und so kann es pas­sie­ren, dass die fusi­ons­wil­li­gen Gemein­den kei­ne gemein­sa­men Gren­zen haben wer­den oder dass Gemein­den aus unter­schied­li­chen Bezir­ken fusio­nie­ren wol­len.

Bei­de Situa­tio­nen sei­en kei­ne Hin­de­rungs­grün­de, sagt Yvon­ne Reich­lin, Lei­te­rin Gemein­de­ab­tei­lung beim Kan­ton Aar­gau. Kei­ne gemein­sa­men Gren­zen mit den ande­ren Fusi­ons­ge­mein­den hat bei­spiels­wei­se die Gemein­de Dens­bü­ren, die im Rah­men des Zukunfts­raums Aar­au eine Fusi­on mit Ober­ent­fel­den, Unter­ent­fel­den, Suhr und Aar­au in Betracht zieht.

Als Bei­spiel für einen Bezirks­wech­sel im Rah­men einer Fusi­on nennt Yvon­ne Reich­lin die Frick­ta­ler Gemein­den Etz­gen, Hott­wil, Mettau, Ober­ho­fen und Wil, die 2010 zur Gemein­de Mettau­er­tal fusio­niert haben. Die Gemein­de Hott­wil gehör­te vor der Fusi­on zum Bezirk Brugg und wech­sel­te dann mit der Fusi­on zum Bezirk Lau­fen­burg.

Bild: ZVG
Text: LBR