Pao­la­fuerte-Plat­ten­taufe am 16. März im Flösser­platz (Bild: Fabi­enne Lud­er)

Grego Derendinger mit seinem Mundart-Pro­jekt «Pao­la­fuerte»

Einfach einmal sein ganz eigenes Ding durchziehen

7. März 2019 | News

Pao­la­fuerte heisst das Mundart-Pro­jekt von Ricky Harsh Mit­glied Grego Derendinger. Die EP mit drei Songs wird am 16. März getauft.

«Lange Zeit habe ich dieses Mundart-Pro­jekt sel­ber belächelt», geste­ht Grego Derendinger. Los­ge­lassen hat es ihn aber auch nicht. Bere­its während der Ricky Harsh Tour 2017 fing Grego an, für sich sel­ber Texte zu schreiben – auf Schweiz­erdeutsch. «Mir fiel es leichter, Dinge auf schweiz­erdeutsch zu ver­ar­beit­en und Geschicht­en zu erzählen», sagt er. Die band­freie Zeit nach der Tour nutzte Grego, um sich kreativ auszu­to­ben. Er zeich­nete und malte viel und auch sein Mundart-Pro­jekt entwick­elte sich musikalisch weit­er. «Es war ein kreativ­er Erguss auf allen Ebe­nen und für mich gewis­ser­massen wie eine Selb­streini­gung», erzählt Grego. Ihm wurde klar, er will seine Songs aufnehmen und damit ein­fach auch mal etwas für sich machen. Pao­la­fuerte ist ent­standen.

In keine Schublade steck­en

Rock­ig wie Ricky Harsh hört sich Pao­la­fuerte defin­i­tiv nicht an. Pao­la­fuerte klingt sehr lei­den­schaftlich, ver­schiedene Musik­stile und -ele­mente von HipHop über Pop bis hin zu Elek­tro fliessen in die Stücke ein, die Bläs­er-Sek­tion fällt sofort auf. «Ich habe auch das Selb­stiro­nis­che ein­fliessen lassen und habe Dinge absichtich über­spitzt, was dazu führt, dass die Songs manch­mal sog­ar etwas schlager­haftes haben», sagt Grego. Pao­la­fuerte kann musikalisch in keine Schublade gesteckt wer­den und das ist auch so gewollt. «Es war eine tolle Erfahrung, selb­st alles zu tex­ten, zu pro­duzieren und nach meinen Wün­schen umzuset­zen», sagt Grego. 

Acht Band­mit­glieder suchte er sich für den Live-Auftritt zusam­men. Darunter sind einige bekan­nte Gesichter der lokalen Musik­szene, wie Schlagzeuger David Krähen­bühl, Pianist Demi­an Coca oder Bassist Clau­dio Tuc­ci­lo: «Ich wollte mit Leuten zusam­men­spie­len, die ich auch sel­ber mag.»

Keine zehn Tage geht es mehr bis zur Plat­ten­taufe im Flösser­platz. «Ich bin sowohl ges­pan­nt auch als anges­pan­nt», sagt Grego lächel­nd. «Ein­er­seits bin ich Per­fek­tion­ist. Es muss so sein, wie ich es mir in meinem Kopf vorstelle. Ander­er­seits bin ich wahnsin­nig schlecht im Pla­nen. Deswe­gen werde ich unglaublich stolz auf mich sein, wenn in diesem Bere­ich alles klappt, wie ich es mir vorgestellt habe.» Die EP, die am 16. März getauft wird, beschränkt sich auf drei Songs. Per­formt wer­den an der Plat­ten­taufe aber zehn Songs. Es ist ein «Ver­süecher­li», wie Grego Derendinger sagt. Wie es nach der Plat­ten­taufe weit­erge­ht ist noch offen. «Es kommt auch auf die Reak­tio­nen und die Nach­frage an», sieht es Grego real­is­tisch. Klar ist, dass das Pro­jekt für Grego selb­st nicht zu Ende geht, er wird sicher­lich weit­er­hin schreiben.

Hör­bar und les­bar wird Pao­la­fuerte nach der Plat­ten­taufe über Spo­ti­fy, die solzialen Medi­en und über ihre Home­page sein.

SAH