Heinz Lüscher (Unter­ent­fel­den), Hans­pe­ter Hil­fi­ker (Aar­au), Roger Mey­er (Dens­bü­ren) und Pro­jekt­lei­ter Mar­co Sal­vi­ni (v.r.) infor­mier­ten die Medi­en (Bild: Rapha­el Nad­ler)

Zukunfts­raum Aar­au

Einheitswahlkreis oder Aufteilung?

11. Juli 2019 | News

Das Fusi­ons­pro­jekt «Zukunfts­raum Aar­au» nimmt wei­te­re For­men an. Nach­dem bekannt wur­de, dass der künf­ti­ge Stadt­rat pro­fes­sio­na­li­siert und ver­klei­nert wer­den soll, wur­de am Diens­tag über die mög­li­che Wahl­kreis­ein­tei­lung für die Wahl des Ein­woh­ner­rats und die Aus­ge­stal­tung der Stadt­teil­ver­tre­tun­gen infor­miert. Bis am 31. August läuft dazu eine öffent­li­che Kon­sul­ta­ti­on.

Die Fach­grup­pe Insti­tu­tio­nen und Iden­ti­tät des Fusi­ons­pro­jekts «Zukunfts­raum Aar­au» hat unter Ein­be­zug des Zen­trums für Demo­kra­tie ver­schie­de­ne Wahl­kreis­ein­tei­lun­gen für die Wahl des Ein­woh­ner­ra­tes geprüft. «Die Pro­jekt­steue­rung favo­ri­siert die Ein­füh­rung der vier fast gleich gros­sen Wahl­krei­se Nord, Zen­trum, Suhr und Ent­fel­den», sagt Aar­aus Stadt­am­mann Hans­pe­ter Hil­fi­ker an der Pres­se­kon­fe­renz vom Diens­tag im Gemein­de­haus Unter­ent­fel­den.

Die­se Hal­tung wird von den Räten der am Zukunfts­raum betei­lig­ten Gemein­den Aar­au, Suhr, Dens­bü­ren, Ober- und Unter­ent­fel­den sowie von einem Teil der Reso­nanz­grup­pe geteilt. Sie erken­nen in der vor­ge­schla­ge­nen Wahl­kreis-ein­tei­lung eine gute Umset­zung des Leit­bil­des und eine vor­teil­haf­te Lösung für die Wahl des ges­plan­ten 50-köp­fi­gen Ein­woh­ner­ra­tes der zukünf­ti­gen mög­li­chen Kan­tons­haupt­stadt.

Ande­re Mit­glie­der der Reso­nanz­grup­pen sehen Vor­tei­le bei einem Ein­heits­wahl­kreis, obwohl die­ses Modell von den Vor­ga­ben aus dem Leit­bild­pro­zess abweicht. Der Ein­heits­wahl­kreis könn­te mit tem­po­rä­ren Wahl­krei­sen, die den heu­ti­gen Gemein­den Dens­bü­ren, Ober­ent­fel­den, Suhr und Unter­ent­fel­den sowie der Stadt Aar­au ent­spre­chen, kom­bi­niert wer­den.

Zehn Stadt­tei­le vor­ge­se­hen
Im Leit­bild­pro­zess wur­de eine Stär­kung der Stadt­tei­le der zukünf­ti­gen Haupt­stadt gewünscht. Die Fach­grup­pe Insti­tu­tio­nen und Iden­ti­tät hat unter Ein­be­zug des Zen­trums für Demo­kra­tie ver­schie­de­ne Model­le von Stadt­teil­ver­tre­tun­gen geprüft. Dem­nach soll in jedem Stadt­teil eine Stadt­teil­kom­mis­si­on ein­ge­rich­tet wer­den. Die­se wird von der jewei­li­gen Stadt­teil­ver­samm­lung gewählt und steht ins­be­son­de­re allen Ein­woh­nern, ab Ober­stu­fen­al­ter, offen. Jeder Stadt­teil­kom­mis­si­on soll ein Bud­get zur Ver­fü­gung ste­hen, mit dem sie Pro­jek­te im Stadt­teil unter­stüt­zen und zur Stei­ge­rung der Lebens­qua­li­tät bei­tra­gen kön­nen. Der Zukunfts­raum soll fol­gen­de 10 Stadt­tei­le umfas­sen: Aar­au Süd, Aare Nord, Dens­bü­ren, Ober­ent­fel­den, Rohr, Suhr Dorf, Suhr Feld, Tel­li, Unter­ent­fel­den und Zen­trum.

Stadtrat soll verkleinert und professionalisiert werden

Die Fach­grup­pe Orga­ni­sa­ti­on schlägt für die künf­ti­ge Füh­rung des Zukunfts­raums Aar­au das Depar­te­ments­mo­dell vor. Die­ses kommt heu­te bereits bei vie­len grös­se­ren Städ­ten zur Anwen­dung und ermög­licht die Pro­fes­sio­na­li­sie­rung des Stadt­ra­tes. Die fünf Stadt­rä­te (heu­te noch sie­ben), mit einem vor­aus­sicht­li­chen Pen­sum zwi­schen 80 und 100 Stel­len­pro­zen­ten, füh­ren dabei ihr Depar­te­ment sowohl per­so­nell als auch fach­lich.
Neben den fünf Depar­te­men­ten wer­den die neu­tra­len Funk­tio­nen, wie das Rats­bü­ro des Ein­woh­ner­ra­tes, die Kanz­lei, der Rechts­dienst und die Kom­mu­ni­ka­ti­on, als Stab zusam­men­ge­fasst. Die Zuwei­sung der Abtei­lun­gen zu den Depar­te­men­ten wird in den näch­sten Mona­ten aus­ge­ar­bei­tet.
Sowohl die Reso­nanz­grup­pe als auch der Stadt- und die Gemein­de­rä­te der noch am Zukunfts­raum betei­lig­ten Orte Aar­au, Suhr, Dens­bü­ren, Ober- und Unter­ent­fel­den begrüs­sen die vor­ge­schla­ge­ne Orga­ni­sa­ti­on mit fünf Depar­te­men­ten. Mit der Pro­fes­sio­na­li­sie­rung der Exe­ku­ti­ven kann den heu­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen des Miliz­sy­stems begeg­net wer­den.

Die Pro­jekt­steue­rung hat die­sen Vor­schlag zuhan­den der Gemein­de­rä­te, des Stadt­ra­tes Aar­au und der öffent­li­chen Kon­sul­ta­ti­on ver­ab­schie­det. Der Vor­schlag wird eben­falls an der Reso­nanz­grup­pen­sit­zung vom 27. August dis­ku­tiert.

Öffent­li­che Kon­sul­ta­ti­on
«Die Dis­kus­sio­nen in der Leit­bild­pha­se und in der Reso­nanz­grup­pe zei­gen, wie wich­tig die Aus­ge­stal­tung des poli­ti­schen -Systems für die Iden­ti­fi­ka­ti­on der Bevöl­ke­rung mit der Stadt ist», sagt Heinz -Lüscher, Gemein­de­am­mann von Unter-ent­fel­den. Daher eröff­net die Pro­jekt­steue­rung eine öffent­li­che Kon­sul­ta­ti­on zur Wahl­kreis­ein­tei­lung und zur Aus­ge­stal­tung der Stadt­teil­ver­tre­tun­gen. -Die­se dau­ert bis am 31. August. Die Pro­jekt­steue­rung wird die Kon­sul­ta­ti­ons­er­geb­nis­se in den Umset­zungs­vor­schlag ein­flies­sen las­sen

Infos unter: www.zukunftsraumaarau.ch/category/resultate/berichte

RAN