Der Betrieb im neu­en Buch­ser Sam­mel­hof kommt lang­sam in Schwung (Bild: Wolf­gang Rytz)

Recy­cling-Sam­mel­hof Som­mer­hal­der in Buchs end­lich in Betrieb

Eröffnung nach achtjährigem Kampf

17. Janu­ar 2019 | News

Nach fast acht­jäh­ri­gen Bemü­hun­gen mit den Behör­den haben Mar­kus und Sohn Mar­co Som­mer­hal­der im Indu­strie­quar­tier in Buchs, vis-à-vis der Cho­co­lat Frey AG, ihren Sam­mel­hof für Recy­cling­gü­ter eröff­net.

«Was lan­ge währt, wird lang­sam gut»: Unter die­sem Mot­to hat der Sam­mel­hof Buchs in der zwei­ten Janu­ar-Woche sei­ne Tore geöff­net. Bis zur Bau­be­wil­li­gung ver­stri­chen infol­ge von Ein­spra­chen sie­ben Jah­re. Danach ver­zö­ger­ten wei­te­re Auf­la­gen die Inbe­trieb­nah­me noch­mals um ein paar Wochen. «Jetzt sind wir lang­sam und ohne gros­se Wer­bung gestar­tet, um nicht in den ersten Tagen über­rannt zu wer­den», begrün­det der 61-jäh­ri­ge Ent­sor­gungs­spe­zia­list Mar­kus Som­mer­hal­der die unspek­ta­ku­lä­re Eröff­nung nach einem vor­gän­gi­gen Tag der offe­nen Tür für Freun­de, Bekann­te und Hand­wer­ker.

Ent­spre­chend ruhig ist der Betrieb in den ersten Tagen ange­lau­fen. «Wir hat­ten bereits eini­ge neu­gie­ri­ge Lie­fe­ran­ten», kom­men­tiert Sohn Mar­co Som­mer­hal­der den Anfang. Der Sam­mel­hof befin­det sich zwar gut sicht­bar bei der Ein-/Aus­fahrt des Auto­bahn­zu­brin­gers T5, doch der Weg via Cho­co­lat Frey bedarf ört­li­cher Kennt­nis­se. «Wir wer­den in den näch­sten Tagen eine bes­se­re Signa­li­sa­ti­on anbrin­gen», ver­spricht Mar­kus Som­mer­hal­der.

Platz für zehn Autos

Die hohe Hal­le hat eine Flä­che von 40 mal 20 Metern und kann mit Fahr­zeu­gen befah­ren wer­den. Bis zu zehn Lie­fe­ran­ten kön­nen gleich­zei­tig mit dem Auto in die Anla­ge fah­ren und ihr Recy­cling­ma­te­ri­al links und rechts in Mul­den und Sam­mel­be­häl­tern ent­sor­gen. Vater und Sohn Som­mer­hal­der neh­men prak­tisch alles ent­ge­gen. 

Die übli­chen wie­der­ver­wert­ba­ren Mate­ria­li­en wie Alt­me­tall, Papier, Kar­ton, Glas, PET, Kork oder Tex­ti­li­en, aber auch Bat­te­ri­en, Glüh­bir­nen und Elek­tro­ge­rä­te sind gebüh­ren­frei. Die Ent­sor­gung bei­spiels­wei­se von Bau­schutt, Auto­pneus, Spei­se- und Moto­ren­öl und Keh­richt all­ge­mein wird in der Regel nach Gewicht ver­rech­net. Die Min­dest­ge­bühr pro Anlie­fe­rung beträgt in die­sem Fall fünf Fran­ken.

Fami­li­en­be­trieb auf­ge­teilt

Die Buch­ser Som­mer­hal­der AG ist seit über 60 Jah­ren auf Recy­cling spe­zia­li­siert. In Zukunft sind die Indu­strie­ab­fäl­le von Robert Som­mer­hal­der an der Ober­holz­stras­se 6 und der Sam­mel­hof für pri­va­te Recy­cling­gü­ter an der Bre­stenegg­stras­se 11 getrennt. Die bei­den Betrie­be arbei­ten aber bei der Ent­sor­gung zusam­men. Der Sam­mel­hof ist von Mon­tag bis Sams­tag von 8.00 bis 18.00 Uhr geöff­net, am Sams­tag ohne Mit­tags­pau­se bis 17.00 Uhr.

Vater und Sohn Som­mer­hal­der füh­ren den Sam­mel­hof vor­läu­fig zu zweit. Dazu sind Aus­hil­fen bei gros­sem Ansturm an Sams­ta­gen vor­ge­se­hen. «Viel­leicht bil­den wir in Zukunft Recy­cli­sten aus. Aber zuerst wol­len wir den Sam­mel­hof in Schwung brin­gen», sagt Mar­kus Som­mer­hal­der zu per­so­nel­len Plä­nen.

WR