Eine Frau­en­wirt­schaft: Sieben Frauen bilden das Team in Küche und Ser­vice des Restau­rants Bahnhof, in der Mitte die neue Wirtin Karin Eisenlohr (Bild: Kaspar Flü­ckiger)

Antrin­kete im wie­der­eröff­neten Restau­rant Bahnhof in Muhen

Frauen-Power im «Schnägg»

12. April 2018 | News

Neun Monate nach der Schlies­sung ist das Müheler Restau­rant Bahnhof -wieder offen. Die neue Wirtin Karin Eisenlohr hat beim Neu­start mit Er-öff­nung und Antrin­kete ver­gan­gene Woche vor allem die grosse Freude der Gäste gespürt. Die Voll­blut­kö­chin, die zuvor das «Schmitte-Beizli» in Schloss-rued führte, setzt auf Frauen-Power: Sechs Frauen umfasst ihr Team in Küche und Ser­vice.

Der «Schnägg» ist wieder offen! Und dies ist der­zeit das Gesprächs­thema Nummer eins im Dorf; die Freude dar­über fast greifbar. Ver­gan­gene Woche fei­erte die neue Wirtin Karin Eisenlohr Eröff­nung. Am Freitag war Antrin­kete. Wer da nicht einen Sitz­platz im Voraus reser­vierte, musste Glück haben, um einen Platz zu ergat­tern. «Die Reak­tionen der Gäste glei­chen sich: alle scheinen sich zu freuen, dass hier wieder offen ist», sagt Karin Eisenlohr. Und eines ist ganz offen­sicht­lich: In Küche und Ser­vice stehen rund um die strah­lende Wirtin aus­schliess­lich Frauen im Ein­satz. Bei der Antrin­kete blieb nicht viel Zeit für ein Team-Grup­pen­foto für den Land­an­zeiger; denn die zahl­rei­chen Gäste hatten Hunger und Durst. Damit Karin Eisenlohr ihre Gäste ken­nen­lernen konnte, hatte sie extra für die Antrin­kete ein Buffet in der Gast­stube ein­ge­richtet. «Damit ich nicht die ganze Zeit in der Küche stehen muss», begrün­dete sie dies.

Die neue Wirtin ist vor allem eins: Köchin aus Lei­den­schaft. Im «Schmitte-Beizli», das sie drei Jahre lang in Schloss­rued führte, war nur hinter dem Buffet ein biss­chen Platz zum Kochen. Der «Schnägg» jedoch hat eine richtig grosse und gute Küche. «Daran muss ich mich nun aber erst gewöhnen», sagt Karin Eisenlohr, die aus Aarau stammt und ihr Hand­werk einst von der Pike auf in der legen­dären «Gais» gelernt hat.

Eine ihrer Spe­zia­li­täten ist das Cordon Bleu. Die Wirtin und Köchin pflegt eine sai­so­nale, regio­nale und gut bür­ger­liche Küche. Zwar ist die Fleisch­küche ihre Lei­den­schaft, aber, so ver­spricht die 58-Jäh­rige, «wird auch ein Vege­ta­rier bei uns nicht ver­hun­gern!»

Fami­li­en­be­trieb seit 1863

Das Restau­rant Bahnhof bleibt im Besitz der Familie Lüscher, die hier seit 1863 wirtet und den dazu­ge­hö­rigen Bau­ernhof bewirt­schaftet. Per 30. Juni 2017 endete nach über 150 Jahren die Aera der Familie Lüscher als Wir­te­fa­milie. Einen Hoff­nungs­schimmer gibt es jedoch für den ehe­ma­ligen Wirt Walter Lüscher und seine Familie: Es gäbe da eigent­lich eine nächste Gene­ra­tion, die in der Gas­tro­nomie tätig ist. Gut mög­lich also, dass, wenn Karin Eisenlohr der­einst in Pen­sion geht, die Wirte-Aera Lüscher im «Schnägg» wei­ter­geht. Jetzt ist erst mal klar: Der «Schnägg» ist als reine Frau­en­wirt­schaft wieder offen.

KF

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