Gemein­sam wur­de das von Burg­lin­de ver­wü­ste­te Wald­stück wie­der auf­ge­for­stet  (Bil­der: Mar­tin Zür­cher)

Für jedes Neugeborene einen Baum

4. April 2018 | News

Irgend­wie war es schon ein biss­chen unfair von Petrus, als er just in dem Moment, als sich die Frau Gemein­de­rä­tin Ger­trud Mül­ler zur Begrüs­sung der Eltern und Kin­der auf­mach­te, die Schleu­sen öff­ne­te und es kräf­tig reg­nen liess. 58 Erwach­se­ne und 31 Kin­der hat­ten sich für die Bäum­lipflanz­ak­ti­on am Grün­don­ners­tag ange­mel­det. «Dies ist ein neu­er Rekord für Schöft­land und es freut uns ganz beson­ders, dass es bei­na­he alle Ange­mel­de­ten hier auf den Stü­bis­berg geschafft haben», sag­te Getrud Mül­ler. In der Fol­ge bedank­te sie sich beim För­ster Mar­tin Leu, der zusam­men mit sei­nem Team die Akti­on lei­te­te. Der Orts­bür­ger­prä­si­dent Die­ter Fierz sei­ner­seits bedank­te sich eben­falls bei Eltern und Kin­dern. Zudem rühm­te er Mar­tin Leu und sein Team für die her­vor­ra­gen­de Arbeit die im Forst­be­trieb obe­res Suh­ren­tal gelei­stet wird. «640 Hektaren Gemein­de­wald, 230 Hektaren Pri­vat­wald und über 60 Kilo­me­ter Wald­stras­sen auf fünf Gemein­den ver­teilt müs­sen von die­sen fünf Män­nern gepflegt wer­den», sag­te Fierz aner­ken­nend.

Der För­ster sei­ner­seits blät­ter­te in der Geschich­te etwas zurück: «Es ist nichts Neu­es bei der Geburt eines Kin­des einen Baum zu pflan­zen. Schon 1803, als der Aar­gau gegrün­det wur­de, stand in der Forst­ord­nung, dass jeder Hoch­zeiter deren sechs und jeder gewor­de­ne Vater deren zwei Wald­bäu­me zu pflan­zen hat­te. Hat der besag­te sei­ne Pflicht nicht getan, muss­te er pro Baum vier Bat­zen Stra­fe bezah­len.»

Ihr konn­te der Regen nichts anha­ben

Laut Mar­tin Leu hat­te der Sturm Burg­lin­de am 3. Janu­ar auch auf dem Stü­bis­berg gewirkt. Die vom Sturm gefäll­ten Bäu­me konn­ten die Eltern nun erset­zen. Die gan­ze Pflanz­ak­ti­on war in die­sem Jahr dem Wet­ter gehor­chend etwas schnel­ler erle­digt.

Für den gemüt­li­chen Teil mit Grill­wür­sten und Geträn­ken traf man sich danach im trocke­nen Wald­haus.

TIZ