Gedanken

Sarah Künzli Redaktorin | Der Landanzeiger
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Sarah Künzli – Redaktorin

Gesundheit, Geduld und genügend Essen

Und wieder herrscht der Ausnahmezustand. Quarantäne und Isolation gehören momentan zu unserem Alltag. Scheinbar jeder kennt derzeit jemanden, der sich gerade für fünf Tage komplett zurückziehen muss. Es kann jeden treffen, das macht einem die momentane Situation klar. Und auch mich hat es schon erwischt. Ich wünsche allen, die es gerade aushalten müssen, Gesundheit, Geduld und genügend Essen. Denn ich hatte zwar Glück mit den ersten beiden, der Gesundheit und der Geduld, das mit dem «genügend Essen» stellte meinen Haushalt aber vor Probleme. Denn als wir zwei, mein Partner Simon und ich, die Nachricht bekamen, dass wir ab jetzt zu Hause bleiben müssen, war unser Kühlschrank leer. Deswegen ein erster kleiner Tipp von mir: Sorgt immer dafür, genügend Essen im Kühlschrank zu haben.

Habt ihr keine Fünf-Tage-Ration im Kühlschrank, dann habt ihr vielleicht meinen zweiten Rat befolgt: Seid lieb zu euren Nachbarn. Denn sie sind es, die helfen werden. Bei uns zumindest war es so und sie stellten uns gefüllte Einkaufstaschen vor die Wohnungstüre.

Mein dritter Tipp: Kennt euren Mitbewohner. Ich war zwar sehr froh, nicht alleine zu Hause festzusitzen, es hat aber auch seine Tücken. Nun hatten wir zwar genügend zu Essen, von unserem gemeinsamen Favoriten, dem «Eiersösseli», nicht genügend, damit es für uns beide fünf Tage reichen würde. Und bereits am ersten Tag war es plötzlich verschwunden. Hat er wirklich so viel aufs Mal davon gegessen? Kann nicht sein. Ich behalte recht. Versteckt hat er es vor mir, denn ich finde es in der Gemüseschublade unter einem Kopfsalat.

Und mein vierter und letzter Tipp: Behaltet euer Handy stets im Auge. Und auch wenn es noch nicht so klingt, auch dieser letzte Tipp hat etwas mit Essen zu tun. Denn wir haben uns Pizza bestellt. Wenn schon zuhause festsitzen, dann richtig, dachten wir uns und wir assen die Pizza im Bett. Nur die Krümel wollten wir eigentlich nicht dort. Also wird die Bettdecke nach dem Essen über dem Balkon ausgeschüttelt. Was ich erst später bemerkte, mit den Krümeln flog auch mein Handy aus dem 8. Stock. Und wie holst du dir dein Handy wieder zurück, wenn du die Wohnung nicht verlassen darfst? Wir wären wieder zurück bei Ratschlag Nummer 2: Seid lieb zu euren Nachbarn. Sie bringen euch sogar ein schmutziges aber tatsächlich noch ganzes Handy zurück.