Gedanken

Share on facebook
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Kaspar Flückiger, Redaktor

Schule – am liebsten war mir die Turnhalle

Am nächsten Montag ist Schulbeginn. Für tausende Kinder wird es der allererste Schultag sein. Ein besonderer Tag im Leben. Wie Sie auf den Seiten 2 und 3 sehen, erinnern sich auch heutige Damen und Herren Gemeindeammänner aus dem Landanzeiger-Gebiet noch lebhaft an diesen grossen Tag. Beim Betrachten der herzigen Bilder und der persönlichen Erzählungen wird mir klar, warum aus mir kein Gemeindeammann wurde: Von mir gibts kein Bild vom ersten Schultag. Auch vom zweiten nicht. Gefunden habe ich dann doch immerhin noch ein Klassenfoto vom Kindergarten Rosenweg in Rupperswil (siehe Bildausschnitt).

Kommt dazu, dass ich keine Erinnerung mehr habe an meinen ersten Schultag. Freute ich mich auf die Schule? Ging ich alleine, oder begleitete mich meine Mutter? Ich weiss es nicht mehr.
Hingegen weiss ich noch, was mir mein Vater mit auf den Weg gab: «Ab heute pfeift ein anderer Wind», meinte er mit gehobenen Augenbrauen. Er sollte recht behalten. So richtig wohl gefühlt habe ich mich in der Schule nie. Die Schulstunden schienen ewig zu dauern. Ständig schaute ich auf die Uhr im Klassenzimmer, aber die Zeit bis zur ersehnten Pause wollte und wollte nicht vorbeigehen.

Am liebsten war mir die Turnhalle. Denn mein Lieblingsfach Turnen bedeutete Freiheit, Bewegung, Sport! Das Sitzen am Schulpult war mir eine Qual. Eigentlich unverständlich, dass ich später das KV absolvierte und einen Bürojob anstrebte. Wenn das Fach Turnen nicht gewesen wäre, wer weiss, ob ich die Schule geschafft hätte. Als Jugendriegeler, der Vater Präsident des Turnvereins, die Mutter Leiterin der Damenriege, war mir der sportliche Bewegungsdrang quasi in die Wiege gelegt worden.

Eigentlich wollte ich gar nicht über mich schreiben. Aber diese wunderbaren Episoden der höchsten Gemeindevertreter im heutigen Landanzeiger haben mich nun doch ein wenig an meine eigene Schulzeit zurück denken lassen. Vielleicht geht es Ihnen auch so?

Mit einer gewissen Freude lese ich vom einen oder anderen, dass ich offenbar nicht der Einzige war, der Turnen als Lieblingsfach hatte. Auch aus ihnen ist schlussendlich etwas «Richtiges » geworden. Das sollte Trost und Motivation sein für all jene, die auch nicht so gerne die Schulbank drücken.