Man müsste Asterix oder Bud Spencer sein

Sarah Künzli Redaktorin | Der Landanzeiger

Treffen sich zwei Freunde am Montag nach Feierabend auf ein Bier. Sagt der eine zur anderen: «Könntest du heute bezahlen? Habe mein Portemonnaie vergangenen Freitag verloren.» «Ach, das tut mir leid», bekundet die andere ihr Mitleid. Darauf erwidert er: «Nein, nein. Nicht so schlimm. Es liegt seither auf dem Fundbüro.» «Wo liegt dann das Problem?», fragt die andere. «Durch meine Arbeitszeiten und deren Öffnungszeiten kann ich es erst am Donnerstag holen.»

Was für ein schlechter Witz, denken Sie jetzt wahrscheinlich. Auch mir kam dieser Gedanke, als mir mein bester Freund von seiner Portemonnaie-Geschichte erzählte. Fast eine ganze Woche war er ohne sein Portemonnaie und damit auch ohne Geld, ohne Ausweis und ohne Bahn-Abonnement unterwegs. Und das obwohl seine verloren gegangene Brieftasche so nah war. Doch wenn man Arbeitszeiten bis um fünf Uhr nachmittags hat, dann reicht es halt einfach nicht, bis um fünf Uhr nachmittags im Fundbüro zu sein.

Am Donnerstag kam dann seine Erlösung. Denn dann hat das Fundbüro ausnahmsweise bis 19 Uhr geöffnet. Doch die Geschichte ist damit noch nicht zu Ende. Ja, er kann zwar wieder Geld abheben und er fährt seither auch wieder mit seinem Bahnabo zur Arbeit. Aus Sicherheitsgründen wurde aber seine ID entwertet. Sie ist ungültig und muss ersetzt werden, wie er beim Fundbüro informiert wurde.

Also geht es für ihn zum Passamt. Allerdings erst am Montag darauf, denn auch die haben nur an einem Tag länger geöffnet. Auf dem Passamt aber dann die Nachricht: «Sie müssen zuerst auf der Verwaltung ein Formular ausfüllen.» Darauf hat man ihn beim Fundbüro nicht hingewiesen. Also geht es für ihn am Donnerstag zurück zur Verwaltung und dann erneut am Montag aufs Passamt.

Bei diesem ganzen Hin und Her kommen mir Szenen aus dem Zeichentrickfilm «Asterix erobert Rom» oder «Banana Joe» mit Bud Spencer in den Sinn. Auch dort werden die Hauptfiguren bürokratisch beinahe in den Wahnsinn getrieben. Nun hat mein bester Freund aber leider weder einen Zaubertrank wie Asterix noch die Kampfeskraft und Sturheit von Bud Spencer. Er muss wohl oder übel einfach da durch.

Und doch frag ich mich, muss es wirklich so kompliziert sein? Gibt es keine flexiblere Lösung? Wie sieht der Trick aus, den man anwenden muss? Ich habe keine Ahnung.Haben Sie mir einen

Und ich dachte, es sei Samstag

Sarah Künzli Redaktorin | Der Landanzeiger

Wann merken Sie, dass Sie so richtig entspannt sind? Wenn Sie vor dem Fernseher einnicken? Wenn Sie an einem heissen Tag im Schatten sitzen und einen Drink schlürfen? Oder wenn Sie einfach einmal nichts tun und an nichts denken? Wenn ich so richtig entspannt bin, verliere ich komplett den Überblick über die Zeit. Und in den letzten paar Wochen war ich sowas von entspannt. Sowas gabs schon lange nicht mehr! Morgen oder Abend, der Wochentag oder das Datum – alles verschwommen, es spielte keine Rolle mehr und ich hatte richtig Ferien im Kopf.

Ich musste aber merken, dass es auch ungünstige Momente gibt, um diese totale Entspannung zu erreichen. So zum Beispiel wenn man eine Ferienwohnung gebucht hat und dort den Überblick über die Zeit verliert. Sie ahnen es, genau das ist mir passiert. Ich war der festen Überzeugung, ich hätte mich vom Dienstag, 4. August bis am Samstag, 7. August in Grächen eingemietet. Nach dem Auschecken am Samstag würde ich mich in Kandersteg mit einem Kollegen treffen. Nun ja, so war jedenfalls der Plan. Auf jeden Fall mache ich mich deswegen an diesem Freitagmorgen bereit für die letzte Wanderung in Grächen. Ich streiche gerade Brote und packe meinen Rucksack, als sich eben dieser Kollege meldet. Er verspäte sich und könne erst in einer halben Stunde losfahren, schreibt er mir. Ich bin verwirrt. Heute ist doch erst Freitag. Wir haben uns doch für den darauffolgenden 7. August verabredet. Der Blick auf den heutigen Wochentag und das Datum treiben mir Schweissperlen auf die Stirn. Ja, wir haben uns für den 7. August verabredet, nur ist das nicht der Samstag sondern der heutige Freitag. Schnell checke ich meine Buchung. Und auch da: gebucht bis FREITAG, 7. August. Ich klatsche mir mit der Hand an die schweissnasse Stirn. Und ich Dummerchen dachte tatsächlich es sei bis Samstag.

Als ich eilig mein Zimmer räume, male ich mir aus, was hätte geschehen können. Ich käme abends erschöpft in meine Ferienwohnung zurück und die wäre schon von anderen besetzt. Was hätte ich da sagen sollen? Sorry, ich war zu entspannt, um mir den Wochentag zu merken? Oder ‘tschuldigung, ich dachte, der 7. August sei Samstag? Bei dieser absurden Entschuldigung muss ich lauthals loslachen. «Ich dachte, es sei Samstag» war damals nämlich meine beliebteste Ausrede, um meinen Lehrern zu erklären, warum ich nicht in der Schule aufgetaucht bin. Nein, das würde heute wohl kaum noch klappen. So packe ich meine Sachen fertig und mache mich etwas weniger entspannt an einem Freitag anstelle von einem Samstag auf den Weg nach Kandersteg.

Maske richten und los geht die öV-Reise

Sarah Künzli Redaktorin | Der Landanzeiger

Verkrampft versuchen meine Mitfahrer irgendwie Abstand zu den anderen zu bekommen. Das Atmen fällt bei diesen Temperaturen und bei diesem Gedränge schwer. Unter der Schutzmaske scheint sich ein dünner Schweiss-Flaum um meinen Mund gebildet zu haben. Meinem Gegenüber läuft bei jedem Ausatmen die Brille etwas mehr an.

Seit Montag heisst es Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr. Nein, auch ich bin kein Fan der Maskenpflicht, habe mich aber bereitwillig darauf eingelassen: «Ist halt nun mal so. Da müssen wir jetzt durch», hab ich mir gesagt. Meine beste Freundin aber ärgert sich: «Da stecken sich Menschen in Clubs an und wir werden nun im öV dafür bestraft und werden gezwungen, Masken zu tragen?! Ist das eine logische Konsequenz? Das ist doch nicht fair!» Ich verstehe ihren Missmut. Im Gegensatz zu meiner täglichen halben Stunde im öV ist ihr «Leidensweg» über zwei Stunden lang. «Meine Coiffeuse meinte, man gewöhne sich sehr schnell an das Tragen der Masken», versuche ich sie zu besänftigen. Unter ihrer Maske hervor murmelt sie etwas wie: «Nützen wirds trotzdem nichts».

Eine Weile schweigen wir uns an. Ich blicke noch einmal durch den vollgestopften Bus. Den richtigen Abstand zu halten, wäre hier einfach nicht möglich. «Hast du nicht auch gemerkt, dass du, seit der Lockdown zu Ende ist, unvorsichtiger geworden bist?», frage ich sie vorsichtig. Sie überlegt und nickt schweigend. «Und nun, wenn du all diese Leute mit Maske siehst, wird dir verdeutlicht, dass wir noch lange nicht aus der Krise raus sind. Wir müssen wieder vorsichtiger werden.» Wieder nickt sie. «Wenn wir schon nur einen Mitfahrer mit der dem Tragen der Maske schützen können, haben sich die Strapazen schon gelohnt. Und auch wenn es nichts bringen würde, schaden tut es uns ganz sicher nicht.» Nun blickt auch sie durch die Menschenmenge im Bus.

Der Bus hält, alle steigen aus. Sie alle höre ich ganz tief einatmen, endlich wieder etwas frische Luft. Ich verabschiede mich von meiner besten Freundin und verziehe mich in eine einsame Ecke auf dem Bahnhofplatz. Dort erlaube ich mir die Maske unter meine Nase zu ziehen, um ebenfalls tief durchzuatmen. Ich beobachte all die Maskenträger. Schon krass, wie das Coronavirus wieder so nah scheint, wieder so präsent ist, nachdem ich es schon fast vergessen hätte. Gut, wird es mir wieder vor Augen geführt. Noch einmal tief einatmen, Maske richten und ich trete den Rest meiner öV-Reise an.

Kein Sommer ohne Musik

Sarah Künzli Redaktorin | Der Landanzeiger

Vor zwei Wochen hätte das Greenfield- Festival gestartet. In zwei Wochen hätte es das Sommerloch Open Air gegeben. Die Festivals Mutterschiff, Musig i de Altstadt, Heitere – alles abgesagt. Es schien einen Sommer ohne Musik zu geben. Eine furchtbare Vorstellung!

Doch der Lockdown ist vorbei. Zwar gibt es noch keine grösseren Veranstaltungen, aber immerhin dürfen Konzertlokale wieder öffnen, Bands wieder spielen und ich kann endlich wieder Musik hören. Am vergangenen Samstag war es dann für mich auch endlich soweit. Mein erstes Konzert nach einer gefühlten Ewigkeit. Unique Strives im Böröm – und es war unglaublich. Mitsingen, tanzen, dazu ein Bierchen trinken und einfach das Ambiente geniessen. Wie ich das vermisst habe! Und ich habe gespürt, dass es jedem im Publikum so ging wie mir.

Doch es war nicht nur das Publikum. Es war auch die Band, die es so genoss, endlich wieder auftreten zu können, endlich wieder auf einer Bühne zu stehen. Ihnen war es egal, dass sie an diesem Abend auf Kollekte spielten, es war ihnen egal, wie viel Geld sie einnehmen würden. Das Gefühl wieder auf der Bühne stehen zu können, war an diesem Abend viel mehr Wert als alles Geld der Welt. Und das haben sie dem Publikum zu spüren gegeben.

Doch es war auch nicht nur das Publikum oder die Band. Es war das ganze Böröm-Team, das so glücklich war, wieder Gäste begrüssen und Livemusik anbieten zu dürfen. Das Böröm-Team, das bastelte und werkelte, um das Schutzkonzept genau einhalten zu können. Keine Mühen scheute, um wieder öffnen zu können. Das Böröm-Team, das sich mit den Bareinnahmen über Wasser hält, darauf angewiesen ist, so die Miete bezahlen zu können.

Es ist ein Kampf um die Existenz, die die ganze Kulturszene führen muss. Durch Corona noch viel mehr als sonst auch. Doch dieser Kampf wird mit so viel Freude und Leidenschaft geführt, da will man automatisch mithelfen.

Deswegen mein Appell an jeden Kulturliebhaber: Jetzt erst recht! Besucht so viele Auftritte wie möglich, gebt einen Batzen mehr in die Kollekte und seid grosszügig mit Trinkgeld. Unterstützt, was das Zeug hält und lasst uns so alle zusammen den Kampf um die Existenz gewinnen. So müssen wir uns nie mehr vor einem Sommer ohne Musik fürchten.

Fernbeziehung in den eigenen vier Wänden

Sarah Künzli Redaktorin | Der Landanzeiger

In dieser Ausgabe des Landanzeigers sind wir «Zu Gast in Olten». Und auch ich war in den vergangenen Jahren sehr oft zu Gast in Olten. Denn ich habe mir einen waschechten Oltner geangelt, in den ich mich Hals über Kopf verliebt habe. Vor mehr als zwei Jahren sind wir dann auch zusammengezogen – nach Aarau natürlich, etwas anderes kam für mich nicht in Frage. Seither versuche ich, meinen Oltner zum Aarauer «umzuerziehen ». Vergeblich.

Weshalb wir mit Faszination und auch etwas Wehmut den Abriss der Kettenbrücke mitverfolgen, versteht mein Oltner nicht. Dass der Maienzug das Fest der Feste ist, fühlt er nicht. Wie viele Schwanenbabys auf der Aare schwimmen, ist ihm doch egal. Ein neues Fussballstadion? – Schulterzucken. Und was ist überhaupt dieser Zukunftraum, von dem alle sprechen? Keine Ahnung. Noch immer sind ihm die Themen in Olten wichtiger. Da kann er mitreden. Und noch immer spricht er von «wir in Olten …». Naja, so muss ich mich wohl langsam aber sicher damit abfinden, dass wir eine Fernbeziehung in den eigenen vier Wänden führen. Die Aarauerin und der Oltner.

Ich muss aber eingestehen, wäre es umgekehrt und ich würde mit ihm in Olten wohnen, Aarau würde genau so meine wahre Heimat bleiben. Trotzdem bin ich froh, dass ich durch ihn Olten kennenlernen durfte. Denn das Städtchen ist wahrlich unterschätzt und hat eine Menge zu bieten. Ja, ich wage sogar zu sagen, dass mir Olten in einigen (wenigen) Dingen sogar besser gefällt. Während man am Wochenende in Aarau Mühe hat, um noch irgendwo ein Plätzchen in einer Beiz zu ergattern, kann man es sich in Olten aussuchen. Auch vom Aarebistro bin ich total Fan. Eine Beiz wirklich direkt an der Aare, wo man die Füsse baden kann, während man seinen Cocktail schlürft, das fehlt hier in Aarau. Und auch die 23 Sternschnuppen, der Kultur- Adventskalender, für den sich die Kulturvereine zusammenschliessen, warum ist das Aarau noch nie in den Sinn gekommen? Wir hätten doch auch das Potential dazu.

Bis auf das Stadthaus (das ist wirklich das hässlichste Gebäude der Dreitannenstadt) ist Olten wunderschön. Olten hat seine Qualitäten und es lohnt sich wirklich, die Stadt zu entdecken und seine Menschen etwas besser kennenzulernen. Hat man dann aber genug von «zu Gast in Olten», ist man schnurstracks in nur elf Zug-Minuten wieder zurück in der Heimat – da wo es halt trotzdem am Schönsten ist.

«En kreative Maiezog allersiits!»

Sarah Künzli Redaktorin | Der Landanzeiger

Es ist nass und grau als ich durch die Altstadt schlendere. Auch wenn viele Läden und Beizen wieder geöffnet haben, es herrscht gespenstische Ruhe. Wird auch der Tag des Aarauer Maienzugs so sein? Mehr verlassen als ausgelassen? Oh nein, das darf nicht sein!

Im Kopfkino startet mein Maienzug-Film 2020. Es ist der 3. Juli, angenehme 23 Grad, die Sonne scheint. Nachdem ich von den Böllerschüssen geweckt wurde, beginne ich meinen Spaziergang am Graben. Beim wunderschön geschmückten Fischlibrunnen treffe ich auf eine Gruppe junger Menschen. Eine Kühlbox steht auf dem Boden, Klappstühle haben sie selbst mitgebracht. Fröhlich feiernd stossen sie miteinander an und wünschen sich «en schöne Maiezog». Vor der Markthalle steht eine Schulklasse mit ihren Lehrpersonen. Sie singen: «D’Gibel vo der Altstadt, s’Naturama, s’Schlössli, d’Aare, d’Gärte, d’Wälder, das isch Aarau eusi Stadt …» Der ganze Gesang wird vom Carillon aus dem Oberturm und den Turmbläsern begleitet. Den Stadtsong summend spaziere ich weiter und halte an der Verzweigung Pelzgasse, Metzgergasse, Kronengasse inne. Die Fahnen über den Strassen wehen leicht im Wind, die Geschäfte sind alle geöffnet, die Schaufenster blumig dekoriert.

Trifft man sich in diesem Jahr nicht am Bankett, so trifft man sich eben in den Restaurants. Die Frauen tragen weisse Kleidung, die Männer haben Granatapfel-Anstecker, von weitem hört man das Gejohle einer Verbindung.

In der Rathausgasse sehe ich Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker auf dem Balkon des Rathauses stehen, neben ihm die Stadtweibelin mit Talar und Hut. Davor haben sich einige Maienzügler versammelt. Gut verteilt und mit sicherem Abstand lauschen sie seiner Rede, bevor alle das Glas erheben und auf diesen ganz speziellen Maienzug anstossen.

Über das Adelbähnli gelange ich auf den Kirchplatz. Um den Brunnen stehen mehrere Festbänke. Die Familien an den Tischen geniessen das Bankettessen. Es wurde ihnen hierher geliefert. Plötzlich marschieren die Kadetten auf und spielen ein Platzkonzert vor der Kirche. Es ist anders als sonst. Doch ich geniesse den Maienzug 2020. Der Film macht Pause. Bin gespannt, wies weitergeht.

Auf, ihr erfinderischen Köpfe, lasst uns nach Ideen suchen, wie wir aus dem abgesagten Maienzug trotz allem ein unvergessliches Fest machen können. Mit etwas mehr Abstand zwar, aber nicht weniger Freude am schönsten Tag des Jahres. «En kreative Maiezog allersiits!»

Frag doch mal den Landanzeiger!

Sarah Künzli Redaktorin | Der Landanzeiger

Beim Landanzeiger erhalten wir viele Anfragen. Anfragen oder Ideen für Berichte, Themen, die wir doch mal aufgreifen sollten oder auch Fragen zu unserem Archiv. Doch noch nie war die Frage so aussergewöhnlich wie am vergangenen Donnerstag.

«Wie viele Buchstaben hat es in Ihrer Zeitung?», fragt uns eine Bezirksschülerin aus Buchs. Sie erklärt, ihr Mathematiklehrer hätte ihnen diese Aufgabe gestellt. Da sie mehrere Lösungswege ausprobieren soll, dachte sie sich, sie frage direkt mal bei uns nach. Ein unlösbares Rätsel, denke ich mir im ersten Moment. Was hat sich der Lehrer nur dabei gedacht? Im zweiten Moment sehe ich aber durchwegs auch das Positive an der Sache. Klar, mir wäre es lieber die Schüler müssten unsere Artikel lesen, sich damit auseinandersetzten und nicht einfach Buchstaben zählen. Aber immerhin kommen sie so mit dem Medium Zeitung in Berührung, sie beschäftigen sich damit. Und irgendwie hat mich die Frage auch selbst gepackt. Wie viele Buchstaben verwenden wir in unserer Zeitung? Keinen blassen Schimmer. Aber jetzt will ich es selbst wissen.

Ich will ihr also helfen. Aber wie löst man diese scheinbar unlösbare Aufgabe? Mathematik war noch nie so meine Stärke, selbst Berechnungen anstellen, damit komme ich nicht weit. Und wer nennt mir jeweils meine Zeichenanzahl? Word, natürlich! Also beginne ich jeden einzelnen Artikel in ein Word-Dokument zu kopieren. Control-C, Control-V, Control- C, Control-V. Nach einer dreiviertel Stunde verfluche ich zwar meinen Wissensdurst, aber ich habe es geschafft. Stolz schreibe ich ihr zurück: Es sind 119’898 Buchstaben. Mitgezählt sind auch alle Buchstaben in Kontaktböxchen, alle Buchstaben in Publireportagen und Bildlegenden. Sogar an jedes Datum und an jedes «Der Landanzeiger» am oberen Seitenrand habe ich gedacht. Nur mit den Buchstaben in den Inseraten konnte ich ihr nicht weiterhelfen und dummerweise sind auch Zahlen und Satzzeichen in den 119’898 Buchstaben inbegriffen.

Trotzdem hoffe ich, ich konnte der Schülerin weiterhelfen und noch mehr hoffe ich, dass sie daraus auch etwas lernen konnte. Nein, sie soll sich nicht ein Leben lang daran erinnern, dass der Landanzeiger 119’898 Buchstaben verwendet hat. Aber sie soll sich daran erinnern, dass wenn sie einmal bei einer Frage nicht weiter kommt, einfach mal den Landanzeiger fragen kann. Wir werden auf jeden Fall weiterhin versuchen auf alle Fragen, auch wenn sie noch so aussergewöhnlich klingen mögen, eine Antwort zu finden.

Homeoffice ist der Wahnsinn!

Sarah Künzli Redaktorin | Der Landanzeiger

Homeoffice, 1. Woche:
Homeoffice ist der absolute Wahnsinn! Ich kann morgens eine halbe Stunde länger schlafen bin aber trotzdem zur selben Zeit bereit für die Arbeit. Auch der Weg in den Feierabend verkürzt sich enorm. Ein paar Schritte nur und ich bin mit einem Bierchen auf dem Balkon. Mit Homeoffice lässt es sich super gut Zeit sparen. Zudem staune ich über die Wunder der Technik. Meine ganze Arbeit kann ich tatsächlich genau wie im Büro auch von Zuhause aus erledigen. Und drücke ich hier in Aarau auf «Drucken», dann kommt das Material tatsächlich auf der Redaktion in Oberentfelden heraus. Homeoffice – einfach der Wahnsinn!

Homeoffice, 2. Woche:
Weshalb mir überhaupt noch die Mühe machen mich umzuziehen? Ich schlendere nun jeden Morgen in den Trainerhosen an den Laptop. Ob meine Frisur sitzt oder ob ich frisch geduscht bin, wen kümmerts? Hauptsache meine Arbeit ist am Ende des Tages erledigt. Gestern zum Beispiel standen meine Haare in alle Richtungen. So hätte ich mich niemals unter Leute getraut. Trotzdem habe ich mit dieser Frise ein Telefon-Interview geführt. Homeoffice ist einfach der Wahnsinn! Doch langsam aber sicher fehlen mir andere Kontakte. Ich freue mich jedes Mal riesig, wenn mich jemand anruft oder ich jemanden anrufen darf. Das koste ich total aus. Ich erzähle und frage, ganz egal, wenn es auch ein Werbeanruf ist. Trotzdem fühle ich mich mehr und mehr alleine, abgeschottet, eingesperrt. Wie es wohl den anderen im Büro im Moment geht? Fehle ich ihnen auch? Was machen sie gerade? Ob ich schnell anrufen soll? Vielleicht haben auch sie das Bedürfnis eine vertraute Stimme zu hören?

Homeoffice, seit der 3. Woche:
Die ersten Signale von Einsamkeit aus der zweiten Woche sind verflogen. Denn ich bin nun auch nicht mehr alleine. Wenn ich morgens aufstehe, mir den Bademantel überziehe und Richtung Laptop watschle, warten sie schon alle auf mich: Um meinen Laptop herum reihen sich Redbull-Dose, Kleiderbügel, Haarbürste, WC-Rolle und Wörterbuch. Ich nenne sie liebevoll Fritz, Ninjelle, Brige, Rolf und Raphael (alles Namen von Landanzeiger- Mitarbeitern). Täglich forden sie mich aufs Neue: So sagt die Redbull- Dose, «wir brauchen noch einen Auto- Text», «der Titel ist zu lang», meint die WC-Rolle, «hat es noch Platz auf der Aarau-Seite?», fragt der Kleiderbügel und «könntest du noch diesen Text kürzen? », bittet das Wörterbuch. Ah, so lässt es sich doch gleich viel besser arbeiten als in einsamer Stille. Homeoffice – und mein absoluter Wahnsinn!

Willkommen im Club der Besonderen

Sarah Künzli Redaktorin | Der Landanzeiger

«Wir sind von Geburt an etwas Besonderes», sagt Adriano Rafaniello im Schaltjahrkinder-Interview auf Seite 4. Ich, die ebenfalls am 29. Februar wieder einmal Geburtstag hat, kann dem nur zustimmen. Von Klein auf habe ich gemerkt, dass die Leute auf meinen Geburtstag ganz anders reagieren, als auf den von anderen Kindern. Sie stellten weitere Fragen und waren neugierig. Mein Geburtstag machte mich von Anfang an interessant. Weil so ein Geburtstag eben besonders ist.

Etwas Besonderes habe ich festgestellt, als ich etwas Ahnenforschung betrieben habe. Denn ich bin nicht die erste und einzige in meiner Familie, die am 29. Februar auf die Welt gekommen ist. Bereits Friedrich Oser, mein Ururururgrossvater (war es ein «ur» zu wenig?), war ein Schaltjahrkind.

Friedrich Oser war Vikar und nebenberuflich Dichter. Er würde am Samstag seinen 50. Geburtstag feiern, sprich er wäre 200 Jahre alt geworden. Ich frage mich, ob auch er sich durch seinen Geburtstag besonders fühlte?

Andere sahen in ihm ganz bestimmt -etwas Besonderes, sonst würde im Wald oberhalb von Biel-Benken im Basellandschaftlichen nicht ein Denkmal mit einem Bronzerelief stehen. Nein, der Grund dafür war nicht sein spezieller Geburtstag, sondern seine Lieder und Gedichte religiösen und patriotischen Inhalts. Seine Kreuz- und Trostlieder machten ihn 1856 im ganzen deutschen Sprachraum bekannt. Aber ich wette, auch sein Geburtsdatum hat dazu beigetragen, dass man sich an ihn erin-nerte.

«Friedrich Oser, das war doch der mit diesen wunderbaren Gedichten und Liedern» – Du meinst den, der nur alle vier Jahre Geburtstag feiern konnte?» So stelle ich mir auf jeden Fall eine Unterhaltung nach seinem Tod 1891 vor.

Aber nun zurück in die Zukunft und zurück zum kommenden Samstag. Ich wünsche Markus Schweizer, Maja Bader, Margrit Kost, Adriano Rafaniello und allen anderen Schaltjahrkindern, die ich (noch) nicht kenne, alles Gute zum Geburtstag! Und ich freue mich für jedes Neugeborene, das am Samstag das Licht der Welt erblickt. Ob ihr nun wie mein Vorfahre berühmt werdet oder nicht, ist ganz egal. Lasst euch niemals einreden ihr wärt nichts
Besonderes. Denn das seid ihr von Geburt an. Geniesst es, feiert es und zeigt jedem, wie toll es ist, ein Schaltjahrkind zu sein. Herzlich willkommen im Club!

Weil Liebe für mich ein Sandwich ist

Sarah Künzli Redaktorin | Der Landanzeiger

Es liegt Liebe in der Luft, können Sie sie spüren? Nein? Ich auch nicht. Trotzdem steht der Valentinstag vor der Türe. Der 14. Februar, der Tag der Liebe. Valen-tinstag – ein Tag, den ich wohl nie -verstehen werde.

Ich werde mich morgen auf jeden Fall hüten, ins Facebook zu gehen. All die glücklichen Pärchen-Fotos mit Sätzen wie «Schatz, du bist das Beste, das mir je passiert ist. Ich liebe dich so unendlich» oder mit so tollen Weisheiten wie «Liebe ist nur ein Wort bis dir jemand die Bedeutung zeigt». Kotz, würg. Das ist doch einfach unehrlich. Wem wollen die Pärchen damit etwas beweisen?

Vielleicht bin ich einfach unromantisch. Das kann sein. Ich mag Gesten wie Blumen oder Schmuck einfach nicht und auf kitschige Sprüche steh ich auch nicht. Trotzdem mag ich es natürlich auch, wenn man mir das Gefühl gibt, geliebt zu werden. Nur sieht das bei mir eben unromantisch aus: Da kam mein Partner vergangene Woche von der Arbeit nach Hause. Und er hat mir etwas mitgebracht. Nein, eben keine Blumen und keinen Schmuck. Es war ein Subway-Sandwich. Und zwar genau mit jenen Zutaten, die ich so gerne mag. Unaufgefordert, einfach nur um mir eine Freude zu machen. Das war für mich ein Zeichen der Liebe, weil er weiss, wie gerne ich diese Sandwiches mag. Das allerbeste daran war: es geschah eben nicht am Valentinstag, sondern an einem «hundsgewöhnlichen» Donnerstag.

Und genau das ist es, was mich am Valentinstag so stört. Scheinbar meint jeder Mann, er müsse genau an diesem Tag, an diesem 14. Februar, seiner Liebsten mit einem Präsent zeigen, wie lieb er sie hat. Das ist doch falsch. Schenkt euch Blumen, schenkt euch Schmuck, lädt einander zum Essen ein und zeigt euch eure Zuneigung – aber spart euch das doch nicht für diesen einen Tag auf. Verteilt es lieber auf ein ganzes Jahr.

Führt eure Liebsten zum Essen aus, eine Woche darauf schaut ihr euch ihren Lieblingsfilm an, auch wenn ihr ihn selbst nicht mögt, wieder eine Woche später verschenkt ihr einen Ballon (jeder mag Ballons) und nehmt euch auch nur Mal in den Arm und sagt Danke. Und wenn euer Herzblatt halt auch so unromantisch ist wie ich, holt dieses dumme Sandwich, die Freude wird riesengross sein.

Und wenn wir es geschafft haben, jeden Tag ein bisschen Liebe zu geben, dann brauchen wir auch keinen Valentinstag mehr.

In der «Stichprobe» durchgefallen

Sarah Künzli Redaktorin | Der Landanzeiger

Für einmal bin ich eine Auserwählte. Eine von 3 Prozent, eine von nur 200000 Personen. Ich gehöre zum kleinen Teil der Bevölkerung, der Informationen liefern soll. Etwas stolz macht mich das schon. Denn mir wurde per Post mitgeteilt, dass ich an der nationalen «Strukturerhebung 2019» teilnehmen darf.

Diese jährliche Erhebung ist ein Kernelement der eidgenössischen Volkszählung. Diese stützt sich vorwiegend auf Informationen aus den Einwohnerregistern der Gemeinden und Kantone. In den Registern sind aber nicht alle Informationen enthalten, die traditionell in einer Volkszählung erfragt werden. Deshalb führt das Bundesamt für Statistik eine Stichprobenerhebung bei einem kleinen Teil der Bevölkerung durch. Und ich bin eine dieser «Stichproben».

Gerade weil nur wenige an der Strukturerhebung teilnehmen dürfen, lass ich Sie beim Ausfüllen des Fragebogens teilhaben. Los geht es mit Sprachen. Meine Muttersprache, in welcher Sprache ich denke und welche Sprache ich beim Arbeiten nutze? Naja, Fremdsprachen waren noch nie so mein Ding. Sorry, Bundesamt für Statistik, punkten kann ich in diesem Kapitel nicht. Hoffentlich sieht es bei den nächsten Fragen besser aus.

Ah, die Schulbildung. Da werd ich doch einige Punkte rausholen können, oder? Angefangene Kantonsschule, angefangenes Studium … Verdammt. Ich verspüre wachsende Selbstzweifel.

Wieviel ich arbeite, möchte das Bundesamt wissen. 60 Prozent! Doch sogleich höre ich in meinem Kopf, die berühmtberüchtigte Frage: «Und was machst du dann die restlichen 40 Prozent?» Nichts, liebes Bundesamt für Statistik, gar nichts. Deshalb leiste ich mir ja auch nur eine günstige Kleinwohnung, rechtfertige ich mich innerlich verzweifelt … Und nein, auch ein Auto habe ich nicht.

Ich vergrabe mein Gesicht in meinen Händen, blinzle zwischen meinen Fingern hindurch. Wie der Fragebogen ist zu Ende? Ist das wirklich alles, was du wissen wolltest? Bloss 20 völlig oberflächliche Fragen? Ich hätte doch noch so viel zu erzählen! Warte, liebes Bundesamt, geh nicht weg. Du hast mich ja noch gar nicht richtig kennen gelernt! Oder sag mir wenigsten, wie ich im Vergleich zu den Anderen abgeschnitten habe!

Seit der Fragebogen abgeschickt ist, herrscht Funkstille, das Interesse an mir ist verflogen. Die anfängliche Freude erloschen. Nun sitze ich da, der Drang mich zu erklären, ist gross. Warum gerade ich? Ich wünschte mir, dass nicht ich den Fragebogen hätte ausfüllen müssen.

Wir sind Gewohnheitstiere

Sarah Künzli Redaktorin | Der Landanzeiger

Eine Runde im Kreise meiner Familie. Man hat lecker gegessen, sitzt noch für ein Gläschen beisammen, redet über dies und das. Dann kommts: «Weshalb sprecht ihr immer noch von der Kettenbrücke? Eine Kettenbrücke existiert schon längst nicht mehr.» Damit wurde eine richtige Diskussion ausgelöst.

Stimmt eigentlich. Zwar sind am Südende der Brücke noch einige Kettenglieder der ursprünglichen Kettenbrücke ausgestellt, doch die Betonbrücke, welche die Kettenbrücke 1948/49 ersetzte, hat definitiv nichts mehr mit «Ketten» zu tun. Trotzdem ist der Name geblieben. Würde ich einfach von einer Aare-Brücke sprechen, wüsste niemand, was ich meine. Nicht einmal ob ich von Aarau spreche, wäre eindeutig. Sage ich aber Kettenbrücke, weiss jeder, wovon ich spreche.

Hotel Kettenbrücke, Coiffure Kettenbrücke, Bäckerei-Konditorei zur Kettenbrücke und auch die Haltestelle an der Schiffländestrasse heisst Kettenbrücke. All diese Namen beweisen: Die Kettenbrücke bleibt auch ohne Ketten die Kettenbrücke. Und so zweifle ich auch nicht daran, dass die Brücke mit der Umsetzung des Siegerprojekts «Pont Neuf» weiterhin als Kettenbrücke bezeichnet wird. Denn wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Und das gilt vor allem bei Namen und Bezeichnungen.

So fahre ich täglich mit dem Tram zur Arbeit, nicht mit der S-Bahn, ein Hausabwart nennen wir nicht plötzlich Facility Manager und der Neujahrsempfang von Aarau fand auch im Saalbau statt, nicht im KuK.

Bei Beizen und Restaurants scheint die Namens-Tradition noch mehr zu gelten. Wir gehen in in den «Salmen» und meinen die «Spaghetti Factory», trinken ein Feierabendbier im Müheler «Schnägg» und manch einer hat sich so an den damaligen Wirten gewöhnt, dass der «Sportplatz» noch immer der «Jufer» ist.

Dass nicht nur wir hier in der Region Gewohnheitstiere sind, zeigen uns die Berner. Wankdorf hiess das Stadion frührer. Dann wurde es zum Stade de Suisse. Und nun wird es seit Anfang Jahr auch offiziell wieder «Wankdorf» genannt. Apropos Stadion, da stellt sich mir die Frage, wie wir einst dem neuen Aarauer Stadion sagen werden. Torfeld oder wird der FC Aarau für immer im Brügglifeld spielen? Zum Glück haben wir in diesem Fall noch etwas Zeit, um uns allenfalls an einen neuen Namen zu gewöhnen.

Schluss mit der Schubladensteckerei

Sarah Künzli Redaktorin | Der Landanzeiger

Ich wurde schon sehr unhöflich weggeschickt, weil ich an der falschen Ecke des Bahnhofs stand, wurde schon zusammengestaucht, weil ich mein Bahnbillet anstatt über Lenzburg über Aarau nach Oberentfelden gelöst habe, ich wurde schon blöd angemacht, weil ich einfach nur fragen wollte, wann denn der Nachtbus abfahre. Ich musste mir schon vieles anhören, respektloses Verhalten erdulden. Aber womit habe ich das verdient? Habt ihr zu viele schlechte Erfahrungen mit Meinesgleichen gemacht?
Auch wenn, gibt es keinen Grund, alle in ein und dieselbe Schublade zu stecken. Ein bisschen Respekt darf von allen verlangt werden. Vor allem, sollte man auch immer die Auswirkungen bedenken. Denn in diesen Momenten der Unhöflichkeit und Respektlosigkeit ärgere ich mich nicht über diesen einen Busfahrer, nicht über diesen einen Billetkontrolleur, nicht über diesen einen Polizisten, sondern über SBB, BBA oder die Polizei im Allgemeinen. Und Sie sehen, ich bin auch nicht besser und stecke sie alle, wegen einem einzigen schlechten Erlebnis in eine Schublade.

Ich kenne aber auch diese andere Seite. Schreibe ich etwas Falsches oder vergesse etwas zu erwähnen, bin nicht ich die «Böse», sondern der Landanzeiger oder gar einfach die Presse. Man verbindet die Firma mit den Menschen, die für sie arbeiten.

Doch eigentlich will ich mich weder aufregen noch rechtfertigen. Ich will einem ganz bestimmten Mann ein Lob aussprechen. Dieser Mann ist Billettkontrolleur und ich begegne ihm regelmässig im Bus. Ich kenne nicht mal seinen Namen. Längere Haare, Dreitagebart und fällt vor allem durch seine immer fröhliche Art auf. Mit einem Lächeln im Gesicht wünscht er jedem einzelnen einen guten Tag, er zeigt Verständnis, wenn man sein Billet, aus welchem Grund auch immer, nicht dabei hat und wenn er, kurz vor Abfahrt, jemanden auf den Bus zueilen sieht, drückt er noch den Kopf für die Tür. Die Stimmung im Bus ist immer heiter, wenn er mitfährt, sogar wenn man keinen gültigen Fahrausweis in der Tasche hat.

Noch nie habe ich erlebt, dass er jemandem unhöflich oder mit Vorurteilen begegnet – im Gegenteil. Deswegen an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön, an «meinen Billettkontrolleur», der uns täglich zeigt: So geht es auch. Nehmen wir uns doch alle ein Beispiel an ihm. Sympathie, Respekt, Fröhlichkeit gegenüber allen und nicht sofort in eine Schublade stecken, wenn man mal ein negatives Erlebnis hat.