Ben­ja­min Rodri­guez Weber wird neu­er Pfar­rer in Uerk­heim (Bild: zVg)

Refor­mier­te Kirch­ge­mein­de Uerk­heim

Gemeinde setzt auf jungen Pfarrer

13. Juni 2019 | News

Die refor­mier­te Kirch­ge­mein­de Uerk­heim erhält im Sep­tem­ber einen neu­en Pfar­rer. Es ist der 27-jäh­ri­ge Ben­ja­min Rodri­guez Weber. Er wur­de an der Kirch­ge­mein­de­ver­samm­lung ein­stim­mig gewählt.

Auf­at­men in der refor­mier­ten Kirch­ge­mein­de Uerk­heim. Die Uer­ken­ta­ler bekom­men ab Anfang Sep­tem­ber wie­der einen eige­nen Pfar­rer. Die Kirch­ge­mein­de­ver­samm­lung hat den jun­gen Theo­lo­gen Ben­ja­min Rodri­guez Weber (27) ein­stim­mig für den Rest der Amts­pe­ri­ode 2019 – 2022 gewählt. Er tritt die Nach­fol­ge von Pfar­rer Alex Nuss­bau­mer (69) an, der nach dem Abgang von Pfar­rer David Scher­ler (39) Ende des letz­ten Jah­res, die Pfar­rei noch bis im Sep­tem­ber tem­po­rär lei­tet. Rodri­guez Weber hat ein 70-Pro­zent-Pen­sum.

Ein­zi­ger Kan­di­dat
«Zu die­sem Wahl­er­folg dürf­te der posi­ti­ve Ein­druck bei­getra­gen haben, den Ben­ja­min Rodri­guez Weber anläss­lich der Vor­stel­lung im Got­tes­dienst Anfang Mai in Uerk­heim hin­ter­las­sen hat», sagt ein glück­li­cher Mar­kus Kap­pe­ler, Kir­chen­pfle­ge­prä­si­dent von Uerk­heim. Rodri­guez -Weber war der ein­zi­ge Kan­di­dat.

Ben­ja­min Rodri­guez Weber ist in der Schweiz gebo­ren, aber in Lima (Peru) auf­ge­wach­sen. Dort unter­stütz­ten sei­ne Eltern ein Leh­rer­se­mi­nar. «Ich erleb­te von Kinds­bei­nen an, was es bedeu­tet, im Dienst Got­tes zu ste­hen und sein gesam­tes Leben in der Hand Got­tes zu wis­sen», sagt Ben­ja­min Rodri­guez Weber anläss­lich sei­ner Vor­stel­lung im Uer­kner Kir­chen­blatt.

«Mei­ne Eltern sind mir ein Vor­bild im Füh­ren eines Lebens mit Hin­ga­be und Ver­trau­en in Gott.»

Theo­lo­gie statt Musik
Als er sich dann für sei­ne Zukunft ent­schei­den muss­te, gab es zwei Optio­nen: Musik oder Theo­lo­gie. Er ent­schied sich für Theo­lo­gie. Fürs Stu­di­um kam er im Jahr 2010 in die Schweiz. «Wäh­rend des Theo­lo­gie­stu­di­ums ent­wickel­te ich ein wach­sen­des Inter­es­se für die Refor­mier­te Lan­des­kir­che, die ich bis anhin nur vom Hören­sa­gen kann­te», sagt Ben­ja­min Rodri­guez Weber. Peru ist zu rund 80 Pro­zent katho­lisch.

Seit August letz­ten Jah­res absol­viert er in der refor­mier­ten Teil­ge­mein­de Fis­lis­bach AG das Vika­ri­at bei Pfar­rer Chri­stoph Monsch. In der soge­nann­ten «pfarr­amt­li­chen Leh­re» sam­melt er in den Berei­chen Bil­dung, Got­tes­dien­ste, Seel­sor­ge und Gemein­de­ent­wick­lung bis Ende Juli erste Erfah­run­gen, beglei­tet von wöchent­li­chen Kurs­ta­gen. Im August erfolgt die Ordi­na­ti­on durch die Kan­to­nal­kir­che Aar­gau. «Danach freue ich mich, nach neun Jah­ren Aus­bil­dung, end­lich selbst eine Pfarr­stel­le antre­ten zu dür­fen», sagt Ben­ja­min Rodri­guez Weber.

RAN