Der vor­ge­se­he­ne Stand­ort in Küt­ti­gen (Bild: zVg)

Küt­ti­gen ist poten­ti­el­ler Stand­ort für eine Asyl-Gross­un­ter­kunft

Gemeinderat beurteilt die Standortevaluation kritisch

22. Novem­ber 2018 | News

In den ver­gan­ge­nen Tagen hat der Regie­rungs­rat dar­über infor­miert, dass er acht Objek­te bestimmt hat, die für die Rea­li­sie­rung einer Asyl-Gross­un­ter­kunft mit 150 – 300 Plät­zen in Fra­ge kom­men. Einer der poten­ti­el­len Stand­or­te liegt auf Küt­ti­ger Gemein­de­ge­biet; es han­delt sich dabei um eine Par­zel­le in gemein­de­ei­ge­nen Besitz an der Biber­stei­ner­stras­se auf dem Are­al im Rit­zer (Par­zel­le 7444).

Der Gemein­de­rat ist sich bewusst, dass die Suche und Bereit­stel­lung einer Asyl-Gross­un­ter­kunft eine wich­ti­ge, gemein­sa­me Auf­ga­be von Kan­ton und Gemein­den ist. Er bekennt sich zu einer geteil­ten Ver­ant­wor­tung von Regie­rungs­rat und Gemein­den und ist in die­sem Sin­ne bereit, den kon­struk­ti­ven Dia­log auf­zu­neh­men. Auf­grund der vor­lie­gen­den Beur­tei­lungs­kri­te­ri­en kann der Gemein­de­rat den Eva­lua­ti­ons­ent­scheid bzgl. der aus­ge­wähl­ten Par­zel­le im Rit­zer nur teil­wei­se nach­voll­zie­hen: Der Gemein­de­rat sieht ver­schie­de­ne Fak­to­ren, wel­che einer Rea­li­sie­rung des Pro­jek­tes erschwe­rend im Wege ste­hen und die Stand­ort­eva­lua­ti­on der kan­to­na­len Behör­den in Fra­ge stel­len.

Der Rit­zer und die angren­zen­den Gebie­te sind ein zen­tra­les Ent­wick­lungs­ge­biet des Dor­fes, wo in den kom­men­den Jah­ren ver­schie­de­ne Gross­pro­jek­te anste­hen. Dazu gehö­ren ein grös-seres pri­va­tes Wohn­bau­pro­jekt, das neue Gar­de­ro­ben­ge­bäu­de für den Fuss­ball­club und ins­be­son­de­re die anste­hen­de Sanie­rung der Depo­nie.

Zudem sieht die lang­fri­sti­ge Master­pla­nung des Gemein­de­ra­tes den Rit­zer auch als mög­li­chen Stand­ort für eine Mehr­fach­hal­le vor. Auf­grund der Lage der Par­zel­le – in unmit­tel­ba­rer Nähe einer reich fre­quen­tier­ten Sport­an­la­ge, angren­zend an eine Haupt­stras­se, in der Nähe der Aare – beur­teilt der Gemein­de­rat auch Aspek­te der Sicher­heit eher kri­tisch.

Gemäss Regie­rungs­rat wer­den in den näch­sten Mona­ten unter Ein­be­zug der Stand­ort­ge­mein­den ver­tief­te Abklä­run­gen vor­ge­nom­men. Es ist geplant, dass der Regie­rungs­rat auf­grund der Ver­hand­lun­gen und Stel­lung­nah­men im März 2019 einen Zwi­schen­ent­scheid fäl­len wird. Von April bis Juli 2019 soll das Pro­jekt, ver­knüpft mit der Stand­ort­fra­ge, wei­ter kon­kre­ti­siert wer­den. Ein defi­ni­ti­ver Stand­ort­ent­scheid ist im Okto­ber 2019 zu erwar­ten. Noch in die­sem Monat wird der Gemein­de­rat Küt­ti­gen ein erstes Mal mit Regie­rungs­rä­tin Fran­zis­ka Roth und einer Dele­ga­ti­on der kan­to­na­len Ver­wal­tung zusam­men­tref­fen und den Dia­log auf­neh­men.

GEM