
Gemeindeversammlung stimmt für Kauf der «Sonne»
Die Gemeinde Moosleerau plant, das Restaurant Sonne für rund zwei Millionen Franken zu erwerben. Das zentral gelegene Grundstück soll Platz für eine gemeinsame Verwaltung mit Kirchleerau, Alterswohnungen und Büroräume bieten. Am bisherigen Standort der Gemeindeverwaltung soll zusätzlicher Schulraum entstehen, da die Bevölkerung bis 2030 um bis zu 30 Prozent wachsen könnte.
An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung am Donnerstagabend, 13. März, zeigte sich grosses Interesse an dem Projekt «Futura Leerau». 135 der 647 Stimmberechtigten fanden sich in der Mehrzweckhalle ein – ein Rekord, wie Gemeindeammann Francisco Baños mit Freude betonte. Er erklärte, dass sich selten Chancen wie diese böten und die Gemeinde ihre Zukunft aktiv gestalten müsse.
Klares Votum für den Kauf
Gemeinderat Lorenz Uebelhart hob die Vorteile des Kaufs hervor: Das Grundstück bliebe in öffentlicher Hand, die Zufahrt zu Feuerwehr und Werkhof wäre gesichert, und durch bestehende Mieteinnahmen könnten die laufenden Kosten gedeckt werden. Sollte sich der Neubau verzögern oder nicht realisiert werden, könnte die Liegenschaft weiterhin vermietet oder verkauft werden. Auch Kirchleerau bekundete Interesse an einer Beteiligung.
Die Finanzkommission sprach sich für den Kauf aus, nachdem ihre Fragen mit dem Gemeinderat geklärt worden waren. In der Versammlung wurden offene Fragen zur Nutzung des Restaurants und den finanziellen Aspekten diskutiert. Das Projekt fand jedoch breite Zustimmung.
Bei der Abstimmung votierten 122 Stimmberechtigte für den Kauf, 6 dagegen, 3 enthielten sich. Das fakultative Referendum bleibt möglich, da das Quorum von 130 Stimmen nicht erreicht wurde. Dennoch wurde das klare Ergebnis mit Applaus aufgenommen. Rafael Hüssy
Weitere Informationen zum Projekt «Futura Leerau»: www.futura-leerau.ch

Bild: Rafael Hüssy