Inter­view mit Ver­lags­lei­ter Mar­kus Schenk

Grossraum Aarau first: Moderne Internet-Lösung

28. Juni 2018 | News

Der Land­an­zei­ger hat die neue Wer­be­platt­form «landanzeiger-shopping.ch» nach lan­ger Vor­be­rei­tung jetzt online geschal­tet. Zudem wur­de auch die Home­page des Land­an­zei­gers wesent­lich erneu­ert. Wie sieht der Ver­lags­lei­ter Mar­kus Schenk die neue Lösung und wie sieht er die Zukunft.

Wes­halb gera­de jetzt die neue Wer­be­platt­form?

Mar­kus Schenk: Der Land­an­zei­ger hat den Markt in den letz­ten Jah­ren gut beob­ach­tet. Er konn­te aber bis heu­te immer auf die Wer­bung der regio­na­len Fir­men zäh­len. Nun ist der Zeit­punkt gekom­men, die­sen etwas zurück­zu­ge­ben und sie sowohl in der tra­di­tio­nel­len Zei­tung wie auch digi­tal opti­mal zu unter­stüt­zen, damit die regio­na­len Geschäf­te nicht schlies­sen müs­sen.

Ist die­se Platt­form eine Kopie oder eine ech­te Neu­heit?

Mar­kus Schenk: Es gibt heu­te nach unse­ren Beob­ach­tun­gen kei­ne Lösung mit einem regio­na­len, digi­ta­len Markt­platz. Da sind wir ein­mal mehr füh­rend. Wir konn­ten aber auch vom sehr guten Know-how eines unse­rer Mit­ar­bei­ter pro­fi­tie­ren, wel­cher vor eini­gen Jah­ren bereits eine bekann­te Schwei­zer Wer­be­platt­form auf­ge­baut hat und so viel Erfah­rung mit­bringt.

Besteht nun nicht die Gefahr, dass das kopiert wird?

Mar­kus Schenk: Gutes wird immer kopiert. Der Auf­wand ist aber enorm. Zudem haben wir mit den betei­lig­ten Fir­men bereits eine sehr gute Zusam­men­ar­beit. Die­se set­zen auf uns und wir geben etwas zurück. Der Kreis schliesst sich so und bei­de kön­nen pro­fi­tie­ren. Es ist nicht aus­zu­schlies­sen, dass wir unser System auch für ande­re Regio­nen der Schweiz anbie­ten wer­den. Wir sind bereit und haben das Know-how, um eine gan­ze Regi­on zu ver­mark­ten und so vor den Inter­netrie­sen zu schüt­zen.

Wie sieht’s mit den Gross­ver­tei­lern aus? Bekun­den die­se auch Inter­es­se?

Mar­kus Schenk: Die­se sind in der Regel nicht son­der­lich begei­stert, wenn eine Lösung nicht von ihnen kommt. Zudem geben Coop und Migros bekannt­lich bereits eige­ne Zei­tun­gen her­aus und sind auch im Inter­net längst aktiv. Volg ist aber dabei und dar­über sind wir glück­lich, da die Volg-Läden vor allem auf dem Lan­de zu fin­den sind. Eine Erhal­tung die­ser Läden ist ein Ziel. Will­kom­men sind grund­sätz­lich alle Anbie­ter, die im Gross­raum Aar­au ein Geschäft füh­ren.

Sind auch regio­na­le Fir­men, wel­che bereits einen Inter­net­shop füh­ren will­kom­men?

Mar­kus Schenk: Die­se sind beson­ders inter­es­sant. Die Nut­zer sind oft über­for­dert und wis­sen nicht, wer bereits einen Shop hat. Dann wird gegoo­gelt und wer da nicht vor­ne erscheint, hat ver­lo­ren. Die regio­na­len Unter­neh­men mit Shop kön­nen auf unse­rer Markt­platz­sei­te mit einem oder meh­re­ren Pro­duk­ten die Kun­den «glusch­tig» machen. Die Nut­zer gelan­gen dann über die­ses Pro­dukt auf die Shop­sei­te des Anbie­ters. So gese­hen kommt der Land­an­zei­ger einer Goog­le­lö­sung für den regio­na­len Markt­platz gleich. Es wer­den aber nur Fir­men akzep­tiert, die ihren Läden auch im Gross­raum Aar­au haben.

Wird nach Bran­chen unter­schie­den, damit kein Durch­ein­an­der ent­steht?

Mar­kus Schenk: Ja, man ver­sucht eine gewis­se Über­sicht hin­zu­krie­gen. Wir müs­sen nun ein­mal schau­en wie sich das ent­wickelt. Auf­bau­ar­beit ist da noch eini­ge zu lei­sten. Wir neh­men die Her­aus­for­de­rung an.

Digi­tal oder Print?

Mar­kus Schenk: Selbst­ver­ständ­lich geben wir wei­ter­hin Woche für Woche eine inter­es­san­te Zei­tung her­aus. Wir wol­len in Zukunft auf zwei Bei­nen ste­hen und kei­nes ver­nach­läs­si­gen. Die Kom­bi­na­ti­on zwi­schen Print und Online hilft uns da natür­lich, denn auch die Zei­tungs­wer­bung soll­te man nicht ver­nach­läs­si­gen. Es braucht eben bei­des. Wich­tig ist, dass die Nut­zer umden­ken und nicht ein­fach jede Inter­net­platt­form nut­zen, son­dern auch Anbie­ter, die Geschäf­te in der Regi­on füh­ren, berück­sich­ti­gen. So blei­ben die­se Geschäf­te erhal­ten. Ech­tes Shop­ping ist ja auch für die sozia­len Kon­tak­te sehr wich­tig. Die Dorf­ker­ne und vor allem die Stadt Aar­au brau­chen Leben. Die Nut­zer der regio­na­len Land­an­zei­ger-Wer­be­platt­form wer­den «glusch­tig» gemacht. Sie sol­len aber dadurch auch die Geschäf­te auf­su­chen. Dann ist das Ziel erreicht.