Auf der Suche nach dem Bild auf der Staffelei – Julius Voegtli malt Jose­fine Bur­ri (Bild: zVg)

Das Lebenswerk des Malers Julius Voegtli soll kom­plet­tiert wer­den |

Hans Vögtli sucht Werke seines Grossvaters

Von | 20. Dezem­ber 2017 | News

Vom 16. Dezem­ber 2017 bis 15. Jan­u­ar 2018 wer­den aus­ge­suchte Werke des Schweiz­er Künstlers im Dounan Art Muse­um in Kun­ming, der Haupt­stadt der Prov­inz Yun­nan in der Volk­sre­pub­lik Chi­na aus­gestellt.

Mehr als 400 aussergewöhn­liche Gemälde in Aquarell, Öl und Tusche, aber auch Radierun­gen und Stiche hat Julius Voegtli zu Lebzeit­en erschaf­fen. Bilder, die aufzeigen wie präzis, leben­snah und wie authen­tisch der Künstler gear­beit­et hat.

Dass Julius Voegtli lange nach seinem Tod Wel­truhm erlangt, hat er seinem Enkel­sohn Hans Vögtli, wohn­haft in Hirschthal, zu ver­danken: «Seit über 40 Jahren befasse ich mich mit dem Lebenswerk meines Gross­vaters, samm­le seine Bilder, habe viel über ihn recher­chiert und vor ein paar Jahren alles in einem Buch zusam­menge­tra­gen. Lei­der habe ich meinen Gross­vater nie ken­nen gel­ernt – den­noch fühle ich mich mit ihm sehr ver­bun­den. In den vie­len Gesprächen mit Men­schen aus seinem Umfeld und beim Suchen sein­er Bilder ist er mir sehr ver­traut gewor­den.»

Auf nach Chi­na

Anfangs 2017 erschien in einem renom­mierten europäis­chen Kun­st­magazin ein Artikel über Julius Voegtli. Grund genug, für die PashimArt Gallery in Ham­burg, um auf den einzi­gar­ti­gen Künstler aufmerk­sam zu wer­den. Schnell wurde erkan­nt, dass die Werke von Julius Voegtli per­fekt in die geplante, multi­na­tionale Ausstel­lung in Chi­na passen. Die Ausstel­lung im Dounan Art Muse­um in Kumn­ing – der Part­ner­stadt von Zürich – wid­met sich dem The­ma des mul­ti­kul­turellen Aus­tausches von Kun­stschaf­fend­en. «Meine Freude ist gross, dass 32 Werke meines Gross­vaters in Chi­na aus­gestellt wer­den.»

Hans Vögtli aus Hirschthal ist fasziniert vom Lebenswerk seines Gross­vaters  (Bild: zVg)

Zurück zu den Wurzeln

Für die näch­sten Jahre sind weit­ere Ausstel­lun­gen geplant. Hans Vögtli freut sich: «Ich bin bere­its im Gespräch mit der Stadt Biel – dort hat mein Gross­vater viele Jahre gelebt – und auch mit Mal­ters, dem Geburt­sort von ihm.» Hans Vögtli freut sich über jedes Bild, das von seinem Gross­vater auf­taucht. Ganz beson­ders nimmt ihn Wun­der, ob das Por­trait, das Julius Voegtli 1906 von sein­er Schwägerin Jose­fine Bur­ri gemalt hat, noch irgend­wo hängt. «Das Gesamtwerk meines Gross­vaters faszinierte mich unglaublich und auch dieses Bild würde ich gerne ein­mal näher betra­cht­en. Jet­zt auf ein weit­eres Werk meines Gross­vaters zu stossen, wäre ein sehr schönes Wei­h­nachts­geschenk.»

Kontext

Julius Voegtli war mit Biel und der Umge­bung sehr ver­bun­den. Auch die Malerin Anna Haller, geboren in Rup­per­swil, gehörte zum Fre­un­deskreis. Anna Haller sorgte dafür, dass ihre Schwest­er Mil­li Weber Malun­ter­richt von Julius Voegtli erhielt. So ist es gut möglich, dass in der Region bis jet­zt noch unent­deck­te Bilder von Julius Voegtli vorhan­den sind. Hans Vögtli, der Enkel­sohn von Julius freut sich auf jeden Hin­weis zu Bildern seines Gross­vater – nicht zwin­gend zum Kaufen, son­dern vor allem, um das Gesamtwerk zu kom­plet­tieren.

Web­site: www.julius-voegtli.ch
Mail: info@julius-voegtli.ch