Simon und  Jan, eben erst mit dem Salzburg­er Sti­er aus­geze­ich­net, unter­hiel­ten das Härdöp­fuchäuer-Pub­likum mit Musikkabarett (Bild: Kas­par Flück­iger)

Schöftler Woche: Simon und Jan gastierten mit ihrem Pro­gramm «Hal­lelu­ja!» im Härdöp­fuchäuer

Hochstehender «Krawall und Remidemmi» im Chäuer

8. Novem­ber 2018 | News

Die laufende Schöftler Woche erlebte mit dem Auftritt des Deutschen Musikkabarett-Duos Simon & Jan einen kul­turellen Höhep­unkt. Ihr Pro­gramm «Hal­lelu­ja!» ist der­art gut, dass das Duo den Salzburg­er Sti­er gewin­nt, wie vor weni­gen Wochen bekan­nt wurde.

Im zweit­en Anlauf hat es am Sam­stag nun doch noch geklappt mit dem Auftritt von Simon & Jan. Das Duo aus Old­en­burg sollte schon Anfang Jahr in den Härdöp­fuchäuer kom­men. «Doch nach dem Sturm Bur­glind fuhren in Deutsch­land prak­tisch keine Züge und wir schafften es nicht bis in die Schweiz», erzählt Jan Traphan im Inter­view.

Ihr nachge­holter Auftritt vom Sam­stag wurde so zu einem sehr willkomme­nen Höhep­unkt der laufend­en Schöftler Woche. Zumal vor weni­gen Wochen bekan­nt wurde, dass das 2006 gegrün­dete Lie­der­ma­ch­er-Duo den Salzburg­er Sti­er 2018 für Deutsch­land gewin­nt. Schweiz­er Preisträgerin ist Pat­ty Basler, für Öster­re­ich Lisa Eck­hart, Ger­hard Polt erhält den Ehren-Sti­er.

Musikalisch vir­tu­os, textlich bril­lant

Mit rund 80 Zuschauern war der Schöftler Härdöp­fuchäuer sehr gut besucht. «Dass ihr Deutsche Kleinkün­stler bei euch im Kartof­felkeller auftreten lasst, find­en wir noch speziell», flach­ste Jan zu Beginn des Auftritts. Die bei­den verblüfften mit ihrer Kom­bi­na­tion von san­ften, melodiösen Kom­po­si­tio­nen, gespielt auf zwei Akustik-Gitar­ren mit manch­mal zynis­chen Tex­ten. Die Pointen hat­ten es in sich. Oft blieb dem Pub­likum das Lachen im Hals steck­en.

Hin­ter dem zer­brech­lich und hoch sen­si­bel wirk­enden Gesang von Jan steck­te ein Lied­text, der dann und wann eine über­raschende Wen­dung nahm. Die musikalis­che Vir­tu­osität und textliche Bril­lianz brachte dem Duo schon zahlre­iche TV-Auftritte und Preise wie beispiel­sweise den Bayrischen Musikkabarett-Preis ein.

Beim Schöftler Pub­likum, das die bei­den noch nie live gese­hen hat­te, wie eine Abstim­mung im Saal zeigte, kamen Simon & Jan offen­sichtlich her­vor­ra­gend an. Die kleinkun­ster­probten Chäuer-Besuch­er liessen sich von der beson­deren Stim­mung gerne mit­tra­gen. Vornüberge­beugt über ihre Gitar­ren spiel­ten sie mit viel Sorgfalt und Präzi­sion. Obwohl ihre Texte des aktuellen Pro­gramms «Hal­lelu­ja!» nicht zum mitschun­keln oder gar mitsin­gen geeigent sind, liess sich das Pub­likum gegen Schluss des äusserst unter­halt­samen Abends gerne dazu ein, bei «Krawall und Remidem­mi» mitzusin­gen. Von Jan gegen Schluss auf ein gemein­sames Flüstern dirigiert, kom­men­tierte Jan mit einem Augen­zwinkern: «So tönt es also, wenn die Leute in Schöft­land Krawall und Remidem­mi machen!»

KF